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Dieses Thema hat 100 Antworten
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 Filmbewertungen
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ewok2003 Offline




Beiträge: 1.290

23.04.2006 22:10
#31 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten

Mir fällt gerade auf, dass meine Bewertung bei diesem Film noch fehlt. Habe ihn mir gerade noch einmal angeschaut, da eine bestmögliche Beurteilung direkt nach dem Film am besten ist.

Insgesamt ein guter Start der Wallace-Reihe mit guten Schauspielern. Besonders hervor stechen hier insbesondere Fuchsberger, Arent und Eppler. Sehr gut aufgelöst ist hier insbesondere das Verhältnis von Carl Lange zum Geschehen. Lowitz als Inspektor hinterlässt sicherlich einen guten Eindruck, mir jedoch gefielen temporeichere Schauspieler wie Fuchsberger oder Drache besser als Inspektor.
Fürbringer hat sicherlich als Chefinspektor seine Arbeit gut gemacht, hier fehlt mir jedoch ein klareres Profis (wie z.B. bei Siegfreid Schürenberg).
Die Musik von Willy Mattes gefällt mir sehr gut, insbesondere bereichert jedoch auch das Lied "Nachts im Nebel an der Themse" von Eva Pflug sehr den Film.
Fazit: Ein guter Start der Wallace-Reihe, mit der Dr. Harald Reinl sicherlich insbesondere zum Erfolg der gesamten Reihe beitragen konnte. Hierdurch dürften später auch Vohrer und Gottlieb profitiert haben.
In Gesamtwertung der Wallace-Filme ist dieser Film sicherlich etwas altmodisch aber hat seinen eigenen Stil: 4/5 Punkte.

Gruß, Ewok

HorstFrank Offline



Beiträge: 693

25.04.2006 12:14
#32 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten

Der Frosch mit der Maske ist gelungen. Siegfried Lowitz ist echt cool, Joachim Fuchsberger angenehm. Eddi Arent spielt eine tolle, witzige Rolle und auch der restliche Cast, besonders auch Joachen Brockmann, ist dufte. Die Musik ist Geschmackssache, die Handlung top. 5/5 Punkten

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.352

22.07.2006 17:48
#33 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten
Der Film ist einer meiner Favoriten in der Wallace-Reihe,da er für Spannung sorgt,ohne zu billigen Effekten greifen zu müssen.Ich würde ihn nicht als zu bieder bezeichnen,da er nach all den Jahren immer noch zu fesseln vermag.Der Vater-Sohn-Konflikt ist bis heute aktuell und das organisierte Verbrechen rund um den Frosch wird sehr realistisch dargestellt(die Hierarchie in der Bande,das Anlernen der Neuen und die Skrupellosigkeit,mit der Aufmüpfige zum Schweigen gebracht werden).Die Schauspieler sind bis in die kleinste Rolle gut gewählt.Mir gefällt vor allem das Zusammenspiel der drei unterschiedlichen Charaktere.Sir Archibald,der Chef von Scotland Yard wird von Fürbringer routiniert dargestellt,Inspektor Elk wiederum ganz lässig gespielt von Siegfried Lowitz,der darum in seinen Glanzszenen wie z.B.der Entlarvung von Nummer 7 umso mehr beeindrucken kann.Und zuletzt Richard Gordon,den Fuchsberger so überzeugend rüberbrachte,daß er von Anfang an für weitere Ermittlerrollen feststand.Eva Pflug als Lolita("Nachts im Nebel an der Themse" bleibt einem noch tagelang im Ohr)und Eva Anthes als gegenübergestellte Frauen im Leben des jungen Ray Bennett können beide überzeugen.Carl Lange und Jochen Brockmann geben dem Film noch die richtige Würze.Die Drehorte(das Schloß,das Fachwerkhaus in Landsmoore und die alte Mörtelfabrik)stehen den Londonsequenzen der späteren Werke um nichts nach.Die Szene,in der Ella Bennett sich nachts während eines Sturmes mit dem Frosch trifft;die geplante Hinrichtung von Ray Bennett und die Entlarvung des Froschs sind bis heute fesselnd.
Ganz klar 5/5 Punkten

Blinde Jack Offline




Beiträge: 2.000

28.12.2006 19:39
#34 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten

also mir gefällt der film sau gut! einer der besten!

einfach nur alles spannend!

fazit: 4,5 von 5!

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.507

29.12.2006 20:29
#35 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten

Der Film hat eine ziemlich perfekte Mischung aus Humor und Spannung. Einerseits noch weit ernster inszeniert als viele später folgende Wallace-Krimis (Polizist wird die Kehle durchgeschnitten, Verräter mit einigen Maschinengewehrsalven niedergemäht...), andererseits jedoch die Einführung einer damals wohl im deutschen Film eher unüblichen Komik durch Eddi Arents trockenen Humor. Ich finde es immer noch überraschend, dass der Frosch mit der Maske kaum lächerlich wirkt, wo doch viele (vorallem farbige) Wallace-Filme in Punkto Bösewicht zum Totlachen sind, ich nenne nur mal "Im Banne des Unheimlichen" oder "Der Gorilla von Soho"...
Für mich noch immer einer der ganz großen Klassiker der Wallace-Reihe, auch weil der Film sich noch seiner Romanvorlage recht getreu annimmt.
---
http://www.agentennetz.de.vu
---

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.352

30.12.2006 18:13
#36 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten

Die unheimliche Stimme des Frosches tut das ihrige dazu,ihn gefährlich erscheinen zu lassen.Die Szene,in der Eva Anthes den Frosch während eines Gewitters trifft, hat nichts von ihrer Wirkung eingebüßt.

Blinde Jack Offline




Beiträge: 2.000

30.12.2006 18:31
#37 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten

stimmt, aber ich muss sagen, dass ich die szene ein wenig mehr ausgebaut hätte!
mfg Dittmann

Gubanov Offline




Beiträge: 14.420

05.05.2007 17:20
#38 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten

Und auf Platz 3 des 2. Edgar-Wallace-Grand-Prix landet der Pilotfilm "Der Frosch mit der Maske" - mit 89 von 135 Punkten, also gerade einmal 1 Punkt Vorsprung auf "Das indische Tuch"! Der Film erhielt somit eine durchschnittliche Einzelwertungspunktzahl von 5,93 von 9 Punkten und einen Prozentsatz von 65,93 %. Die beste Punktzahl erhielt der Film von zwei Usern mit 9 von 9 Punkten (entspricht Platz 1 von 9), die schlechteste mit 3 von 9 Punkten (entspricht Platz 7 von 9) ebenfalls von zwei Usern. Weiterhin wurden verteilt: drei Mal 4 Punkte (Platz 6 von 9), ein Mal 5 Punkte (Platz 5 von 9), drei Mal 6 Punkte (Platz 4 von 9), zwei Mal 7 Punkte (Platz 3 von 9) und zwei Mal 8 Punkte (Platz 2 von 9).


36 35 34 33 32 31 30 29 28 / 27 26 25 24 23 22 21 20 19 / 18 17 16 15 14 13 12 11 10 / 9 8 7 6 5 4 3 2 1
Die Wertungsrunden sind beendet. Jeden Tag wird eine weitere Platzierung bekannt gegeben.

Mamba91 Offline



Beiträge: 745

17.07.2007 15:03
#39 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten

Bisher war "Der rote Kreis" mei Favorit der 59er Produktionen, aber das hat sich jetzt geändert. Nachdemm ich beim "roten kreis" eingeschlafen bin . "Der Frosch" hat einen deutlich besseren Soundtrack und ist mit Joachim Fuchsberger und Siegfried Lowitz deutlich besserer besetzt. Außerdem gibt es mehr Londonaufnahmen und der Zuschauer wird immerwieder auf die falsche Fährte gelockt, da Carl Lange und die anderen so geheimnisvoll tun.
Dafür das es ein sehr guter Krimi ist gebe ich ihm 4/5 Punkten!

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

05.08.2007 18:36
#40 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten

Im Vorfeld war dieser Film eines der großen finanziellen Risiken innerhalb der Filmbranche der 50er-Jahre. Mit nur einem Star (Joachim Fuchsberger) wartete der Film seinerzeit auf. Aber dank der Drehbuchautoren und den dahinter steckenden filmischen Ideen und tw. Grausamkeiten (Polizist mit durchschnittener Kehle, Tod Lolitas) hat man Ende der 50er-Jahre die "Flucht nach Vorne" gewagt und etwas Ungewöhnliches produziert. Mit dem Spagat zwischen Wallace-Roman- und Wallace-Filmatmosphäre die richtige Mischung zu erreichen hat man ein Meisterwek geschaffen. Dass dabei einige Romanelemente wegfielen (Maitlands Schwester, Maitlands Wohnung, Balders Haus) - gekürzt wurden (Broad-Auftritte), erweitert wurden (Diener James) oder gar geänderet werden mussten (Bennetts Hobby, Tod Lolitas) gehören einfach zu den Gegebenheiten von Filmproduktionen.

FAZIT: Reinls Auftakt zur Wallace-Serie war einfach gigantisch, wie Egon Eis dies dem Diener James (Eddi Arent) in den Mund legte. Er gehört immer noch zu den besten Filmen der Serie. Für einige auf den ersten PLatz oder auf dem fünften - Hauptsache er gehört dazu!!

Joachim.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.352

05.08.2007 20:10
#41 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten

Was mir jedes Mal auffällt, wenn ich den Film sehe : Er wirkt immer noch frisch und aktuell. Er hat nichts von seiner Spannung und dem Charme der Akteure eingebüßt. Manche Kriminalfilme aus der damaligen Zeit erscheinen heute etwas altbacken, der "Frosch" jedoch ist immer wieder ein Erlebnis.

Larry Holt Offline



Beiträge: 45

07.08.2007 16:40
#42 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten
Alles noch sehr originalgetreu

Wer den Roman einigermassen kennt, der merkt, dass die Filmemacher bei diesem ersten Wallace-Krimi der RIALTO FILM noch viel Wert auf die literarische Vorlage gelegt haben. Ein Umstand, der bekanntermaßen von Film zu Film der Reihe mehr abnahm, bis am Em Ende der Filmreihe nichts mehr von Edgar Wallace übrig blieb.

Mit "Der Frosch mit der Maske" sehen wir einen für seine Zeit sehr bemerkenswerten Film. Zumal die Vorlage auch qaulitativ zu Wallace´s besseren Arbeiten zählt. Hier wird nicht nur Wert auf die Entlarvung des Dunkelmannes allein gelegt, sondern auch die ganze Handlung drumherum gibt einiges her. Da ist der arbeitslose Vater, der sich als Henker versucht, und dessen Sohn auf die schiefe Bahn und unter Mordverdacht gerät, die Tochter, die vom "Frosch" verehrt wird. Bezüge zum bekannten Märchen "Der Froschkönig" sind nicht von der Hand zu weisen.
Dazu kommt der Inspecktor, der natürlich auch die Tochter liebt, und dem "Frosch" ein Dorn im Auge ist. Aber natürlich ist der "Frosch" nicht nur an dem schönen Mädchen interessiert, sondern in der Hauptsache an fette Beute aus seinen Raubzügen. Alle diese Merkmale bilden eine ideale Grundlage für einen Kriminalfilm, der aber auch hier nicht ohne Längen auskommt.
Dennoch, Spannung baut sich auf, und weils der erste Wallace ist kann man über kleine handwerkliche Schwächen der Macher gerne hinwegsehen, zumal dieses Lust auf mehr macht.

Bei den Darstellern wurde geklotzt, und eine ideale Wahl waren sicher Siegfried Lowitz und Joachim Fuchsberger. Eddie Arents Humor zeigt sich in dieser Ausagbe noch reserviert und dezent. Für meinen Geschmack hat er in späteren Filmen zu dick aufgetragen.
Eva Anthes darf zum einzigen Male ein Wallace-Girl spielen. Ihr fehlte etwas die Farbe, umd die Figur glaubhaft zu spielen. Das hübsche Mädchen nahm ich ihr nicht so ganz ab. Es fehlte der Sex-Apel, der späteren Wallace-Damen durchaus anhaftete. Als Elfie von Kalckreuth wurde Eva Anthes als ZDF-Ansagerin später bekannt.
Mehr Farbe und vor allem Sex zeigte dagegen Eva Pflug. Alle anderen Darsteller blieben auch eher blass, abgesehen von Carl Lange, in seiner wohl brillantesten Wallace-Darbietung.
Auch Jochen Brockmann konnte als Johnson kaum überzeugen.

Die Musik war noch etwas altbacken, aber keineswegs schlecht. Unter den besten Wallace-Filmen (und dazu gehört "Der Frosch...") rangiert dieser Film eher am Ende.
Edgar007 Offline




Beiträge: 2.267

09.08.2007 09:35
#43 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten

Zitat von Larry Holt
Auch Jochen Brockmann konnte als Johnson kaum überzeugen.


Da muß ich Dir widersprechen. Ich finde Brockmanns Darstellung erste Sahne!

Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

19.03.2008 17:18
#44 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten
Natürlich ein gelungener Film.

Die Frosch-Maske ist schon ganz lustig. Könnte man sie erwerben,würde ich sie kaufen.

Joachim Fuchsberger verkörpert gekonnt den jungen Krimihelden.
Siegfried Lowitz spielt den Inspektor sehr sympathisch,genauso wie Ernst Fritz Fürbringer den Sir Archibald.

Walter Wilz überzeugt als naiver und unverbrauchter junger Mann vollens. Carl Lange hat die Möglichkeit,seiner Rolle einen tragischen Anstrich zu verleihen.

Eva Anthes ist glaubhaft in ihrer Rolle. Schade,dass sie nur in einem Wallace-Film gespielt hat.

Der von mir sehr geschätzte Jochen Brockmann sorgt für eine echte Überraschung.


Die Musik klingt gut und verleiht dem Film zusätzlich Spannung.


Der erste Edgar Wallace-Film der Rialto und weiterhin sehr prägnant für die gesamte Wallacefilm-Reihe.


Eine spannende Geschichte,gut aufgelegte Darsteller und die überraschende Auflösung
sorgen für ein schönes Filmvergnügen.


Info:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elfie_von_Kalckreuth
und
http://www.steffi-line.de/archiv_text/no...b_brockmann.htm



MfG
Mike
Gubanov Offline




Beiträge: 14.420

18.02.2009 13:29
#45 RE: RE:Bewertet: "Der Frosch mit der Maske" (1) Zitat · antworten
Gerade einmal wieder gesehen und folgende Meinung gebildet:

Der Frosch mit der Maske (BRD / DK 1959)

- Darsteller:
In seiner Besetzung war der erste Edgar-Wallace-Film „Der Frosch mit der Maske“ bereits wegweisend für spätere Streifen der Serie. Joachim Fuchsberger gibt den beerbten Neffen auf frische Art und Weise, die er gottlob auch in seinen übrigen Auftritten behielt. Eddi Arent als sein Diener hat einen seiner besten Auftritte, vielleicht sogar seinen besten überhaupt. Carl Lange, Dieter Eppler und Jochen Brockmann geben passable Bösewichte oder Verdächtige ab, ohne dabei natürlich dem hervorragenden Fritz Rasp das Wasser reichen zu können. Dieser sorgt in seiner Szene mit Dieter Eppler für den intensivsten Eindruck des gesamten Films, als er, der alte Mann, der sich vom Frosch alles hat vorschreiben lassen, endlich einmal aufbegehrt und dafür mit seinem Leben büßen muss.
Geradezu Charakterstudien könnte man das nennen, was Walter Wilz und Eva Pflug in ihren, in beiden Fällen bedauernswerterweise!, einzigen Wallace-Rollen abliefern. Siegfried Lowitz dagegen ist noch nicht in der Höchstform, die er etwa im „Fälscher von London“ oder im „Hexer“ erreichen sollte und kann hauptsächlich im Zusammenspiel mit Joachim Fuchsberger oder dem mir sonst völlig unbekannten Erwin Strahl punkten. Ernst-Fritz Fürbringer ist als Scotland-Yard-Chef zwar ehrwürdiger und wesentlich realistischer als seine Nachnachnachfolger Schürenberg und von Meyerinck, aber dementsprechend auch bei weitem weniger charakteristisch. Die gleichen Startschwierigkeiten hatte wohl auch Eva Anthes, die im Schatten anderer Wallace-Heldinnen wie Karin Dor, Karin Baal, Marisa Mell oder Brigitte Grothum recht blass wirkt.

- Drehbuch und Regie:
Das Drehbuch spielt mit den glücklicherweise nur leicht vereinfachten Wallace’schen Parallelhandlungen auf sehr gelungene Art und Weise. Zwar braucht es einige Zeit, um in Fahrt zu kommen, aber gen Ende läuft es zu Hochtouren auf. Bereits angedeutet habe ich das Verhältnis Lolita – Ray Bennett, auf das ich unter diesem Punkt noch einmal etwas genauer eingehen möchte: Für das Jahr 1959 erscheint mir nämlich besonders der Part der Lolita hochgewagt. In den Diensten des Frosches stellt sie nicht nur eine „normale“ Verbrechergestalt dar – nein, sie prostituiert sich gegenüber Ray, um den Plan des Frosches gelingen zu lassen. Und trotz dieser Hingabe, die ihre Figur zur tragischsten des Films macht, wird sie von ihrem Auftraggeber zum Schluss mit den Worten „Nun brauche ich dich nicht mehr“ bestialisch hingerichtet. Dieser Part verleiht dem Film eine Tiefe, mit der das Gesamtwerk leider ansonsten nicht aufwarten kann und die somit leicht deplatziert in dem ansonsten auf leichte Unterhaltungskost getrimmten Kinoschocker wirkt.
Obwohl sich Trygve Larsen (Egon Eis) recht eng an das Buch hielt, kommt wirklich authentische Wallace-Atmosphäre bei mir selten auf. Dies liegt vor allem in der Inszenierung Harald Reinls begründet, die zwischen heimatlich angehauchtem Liebesdrama und kriminalistisch angehauchter Komödie hin- und herpendelt, wobei beides Wallace’ Buch nur in geringem Maße entspricht. In seinem ersten Krimiwerk – ich behaupte überdies: auch in seinen anderen Rialto-Wallace-Filmen – war er noch zu stark von seiner Arbeit an Heimatfilmen und Komödien der 1950er und frühen 1960er Jahre geprägt, als dass er einen Edgar-Wallace-Film hätte abliefern können, der sich (wie etwa Rolands „roter Kreis“ oder Vohrers „tote Augen von London“) in Härte, Unerbittlichkeit, realistischer Zeichnung und Humorknappheit auszeichnet und aus diesen Gründen den Fokus, wie eigentlich gewünscht, auf die kriminalistische Handlung an sich legt. Sicherlich zeichnete sich Wallace’ Romane auch durch einen humorvollen Unterton aus, nie jedoch war er so präsent wie in den Filmen der 1950er und 1960er Jahre. Warum ich dies alles allein den frühen Wallace-Werken wie „Frosch“, „Bande des Schreckens“ und „grüner Bogenschütze“ zur Last lege, hat folgenden Grund: Hatte sich später bereits ein eigener Stil entwickelt, der eigenständig von Wallace’ Romanen war und somit das Ziehen von Parallelen – ausschließlich auf Inszenierungsebene! – zum Stil der Wallace-Originalvorlagen irrelevant ist, so müssen sich die frühen Verfilmungen an eben jenen orientieren. Hieraus ergibt sich, insbesondere für die drei genannten Filme, eine eklatante Differenz zwischen Originaltreue in Bezug auf Handlung und Nichtanerkennung des Originaltenors in Bezug auf die Inszenierung, die diese drei Einträge der Serie definitiv hinter Werken wie „Der rote Kreis“ und „Die toten Augen von London“ sowie, in gewissem Maße, auch hinter Reinls „Der Fälscher von London“ zurückstehen lässt.
Was Einzelszenen in „Der Frosch mit der Maske“ angeht, so kann man Reinl durchaus lobende Worte aussprechen. Besonders Kampfszenen sind professionell in Szene gesetzt und auch die Schnittführung geschieht auf angenehme Weise.

- Kamera:
Ernst Wilhelm Kalinkes Aufnahmen sind noch nicht so ausgereift „kriminalistisch“ wie die seiner späteren Wallace-Arbeiten, bei denen er Morde, Nachtclubs und Nebelschwaden auf schaurig-düstere Art einfing. Beim „Frosch“ herrscht noch eine recht sterile Art der Fotografie vor, die beinahe an Dokumentationen erinnert. Das 4:3-Bildformat tut dem Streifen ebenfalls nicht besonders gut, da ein wertigeres Breitbild viele Szenen mit Sicherheit aufgewertet und von ihrer prüden, manchmal regelrecht langweiligen Ausstrahlung befreit hätte. Überraschend tauchen in diesem Umfeld einige Schrägeinstellungen in der Kampfszene hinter der Lolita-Bar auf, die schon die später gefundene Handwerkskunst dieses Kameramanns für Wallace-Filme andeuten, aber im Rahmen des Übrigen noch experimentell und wenig überzeugend wirken.
Die Arbeit mit der Überblendung von Zeitungsberichten ist eine ebensowenig innovative Idee wie der Rest der Aufnahmen des Films, doch sie funktioniert durch ihre gute Platzierung im Filmgeschehen erstaunlich gut.

- Musik:
Von seinen beiden Soundtracks ist „Der Frosch mit der Maske“ definitiv Willy Mattes’ bessere Arbeit für die Edgar-Wallace-Filme. Die Stücke gehen ins Ohr und unterstreichen trotz ihrer Präsenz die Handlung recht unauffällig und dezent. Der Song „Nachts im Nebel an der Themse“ stammt von Karl Bette. Er stellt innerhalb der Gesangsauftritte der Serie eine Besonderheit dar. Kann man die übrigen Songs als einfache Barnummern sehen, die ihren Interpretinnen (van Bergen, Flickenschildt, Lindfors) leicht von der Hand – oh Pardon, von der Zunge – gehen, so handelt es sich bei „Nachts im Nebel an der Themse“ um einen fast schon anspruchsvollen Chanson, der in Hinblick auf Lolitas Rolle Bände über ihren Charakter spricht.

- Gesamtwirkung:
Trotz guter Schauspieler, eines gelungenen Drehbuchs und aufwändiger Kulissen ist „Der Frosch mit der Maske“ wohl kaum ein Spitzenfilm der Reihe. Er laboriert an zu vielen Kinderkrankheiten: Regie und Kamera fanden sich nicht richtig in ihr Metier; die Ausstrahlung spröder Prüderie und das Drama um Lolita finden keinen Einklang.

Meine Wertung: Wackelige 4 von 5 Punkten.

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