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Dieses Thema hat 95 Antworten
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 Filmbewertungen
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ewok2003 Offline




Beiträge: 1.290

17.08.2005 19:21
Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (1967, 25) Zitat · antworten

"Der Hund von Blackwood Castle" ist meiner Meinung nach der beste Wallace-Film, der nach 1964 gedreht wurde. Er erhält von mir 5/5 Punkte und ist damit auf Platz 1 der Wallace-Farbfilme.

Sehr gut gefallen mir hier vor allem die Schauspieler:
- Artur Binder (verkörpert den Bösen als "Vertretung" für Kapitän Wilson mit ausdrucksvoller Bedrohlichkeit)
- Heinz Drache (wirkt für den Zuschauer zwar eigentlich als Guter, ist dennoch nicht durchschaubar)
- Siegfried Schürenberg (schafft es hier, den Inspektor voll und ganz zu ersetzen, möglich dadurch, dass Heinz Drache eine Art "Inspektor-Rolle" ebenso übernimmt)
- Karin Baal (bringt ihre Selbstsicherheit um das Erbe von Kaptän Wilson voll zum Ausdruck, hat super die sehr unheimliche Szenen im Schloss gespielt)
- Horst Tappert (gefällt mir in der Rolle sogar fast besser als in den späteren Derrick-Folgen. Verkörpert sehr gut den "schlausten" der Bande um Kapitän Wilson)
Aber auch an keinem der weiteren Schauspieler wie Otto Stern, Agnes Windeck, Uta Levka, Harry Wüstenhagen, Tilo von Berlepsch, Hans Sönker usw. könnte ich was aussetzen.

Die Handlung im Film ist zwar wieder recht "weit hergeholt" aber dennoch in sich gesehen logisch. Ein Kapitän gaukelt seinen eigenen Tod vor, nur um seine Helfer an einem Diamantenraub nach und nach umzubringen. Als Mordwaffe wird ein Hund mit Giftzähnen genommen. Dennoch tun sich mehrere Schwierigkeiten auf, denn gleichzeitig möchte seine Tochter das Erbe annehmen. Zudem ermittelt ein Versicherungsdetektiv, der sich eigentlich die Diamanten in die eigene Tasche stecken möchte...

Die Musik ist zwar nicht gerade wallace-typisch, gefällt mir aber dennoch zu dem Film. Sie untersteicht zumindestens, dass man den Film nicht komplett ernst nehmen soll.

Die Kameraumsetzung ist 1A. Selten hatte ein Wallace-Film so schöne Aufnahmen. Die Moorlandschaft konnte perfekt in Szene gesetzt werden und die Szenen im Schloss (als Karin Baal erschreckt werden soll) sind auch unglaublich spannend. Bereits als Kind hatte ich Angst, nach diesem Film ins Bett zu gehen...

Negative Punkte finde ich übrigens nicht wirklich...

Gruß, Ewok

PS: Verzeiht mir bitte, wenn ich dieses Thema bereits heute aufgegriffen habe, aber die Gedanken mussten jetzt raus! :-)

fritz k Offline



Beiträge: 243

18.08.2005 19:53
#2 RE:Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Für mich auch der beste Farbfilm. Es ist zwar ein bißchen peinlich, so offensichtlich bei A.C. Doyle zu klauen, dafür ist Reineckers Story wieder stringenter als in "Der Mönch mit der Peitsche". Atmosphärisch eine gelungene Mischung aus Parodie und Gruselfilm.
Die Charaktere sind noch ein letztes Mal wieder so sorgfältig ausgearbeitet wie in den sw-Filmen. Besonders gut gefällt mir Heinz Drache als undurchsichtige Figur. Aber auch die anderen Darsteller sind wieder von erstem Rang. Horst Tappert trägt den Gangsterpart fast zu dick auf.
Einige Ideen ( Sarg läßt sich mit Schachfiguren öffnen, Skelett ) sind natürlich Farbfilm-typisch übers Ziel hinausgeschossen; wertet man das aber parodistisch, geht das meiner Meinung nach noch in Ordnung.
Zwar nicht auf Niveau der besten SW-Filme, aber mit Kult-Potential! gute 4 von 5 Punkten

Billyboy03 Offline




Beiträge: 687

19.08.2005 00:15
#3 RE:Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Ich schließe mich fritzk. an; Blackwood Castle ist sicher ein sehr gelungener Film, aber mich stören die manchmal schon übertriben wirkenden parodistischen Ansätze etwas. Als Kind / Jugendlicher gefiel mir der Film deshalb nicht wirklich. Aber ansonsten stimme ich zu: tolle Kamera, gute Einfälle, gruslige Story, Klasse Schauspieler. 4,5 von 5 Punkten.
Mit der Lizenz zum Verhüten

BillyBoy03

Dirk Offline



Beiträge: 2.788

20.08.2005 16:04
#4 RE:Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Mein erster Wallace-Film: DER HUND VON BLACKWOOD CASTLE stellt für mich ganz klar den besten Farbfilm der Reihe dar. Hier hat Alfred Vohrer nocheinmal ganze Arbeit geleistet.

Allein schon die unübertreffbare Besetzung ist ein Genuss:

Heinz Drache - soll wohl hier in Verbindung mit seinen gelegentlich guten Taten den fehlenden Inspektor ersetzen. Kleine Ungereimtheiten lassen ihn jedoch bis zum Schluss als zwielichtig erscheinen, was die Rolle auf ein noch höheres Niveau bringt. Da es zuvor in DER HEXER ein ähnliches Hin und Her um seine Identität gab - man wusste nie, ob er zu den Guten oder den Bösen gehörte - ist man sich auch hier nie darüber im Klaren.

KARIN BAAL - zeigt sich meiner Meinung nach in diesem Film von ihrer besten Seite. Früher fand ich sie lange Zeit sogar besser als Karin Dor, aber leider hatte sie anderweitig in zu wenigen Rollen Gelegenheit ihr Können zu demonstrieren.

Siegfried Schürenberg - war in seiner Rolle als Sir John selten besser. Sein humoristisches Spiel, ganz im Gegensatz zu Drache, macht in dieser ausgeweiteten Rolle das Fehlen anderer Komödianten locker wett.

Agnes Windeck und Horst Tappert - hat man beide in einem Wallace-Film nie besser gesehen.

Alexander Engel und Tilo von Berlepsch - sind hier ebenfalls in ihren absoluten Glanzrollen zu sehen. Besonders Alexander Engel finde ich sprichtwörtlich wahnsinnig gut.

Artur Binder - erinnert mich ein wenig an Ady Berber, bringt jedoch genug Eingenstädigkeit mit in die Rolle ein und überzeugt als Grimsby auf voller Linie.

Hans Söhnker - hier habe ich schon öfters Worte wie "Fehlbesetzung" gelesen. Dem kann ich ganz und gar nicht zustimmen. Kennt man seine anderen Rollen, passt diese hier vielleicht nicht ganz in dieses Klischee, allerdings war DER HUND VON BLACKWOOD CASTLE nicht nur mein erster Wallacefilm, sondern auch mein erster Film mit Hans Söhnker. Daher war ich in diesem Zusammenhang unbefangen und finde, dass auch er seinen Job sehr gut macht.

Alle anderen wie Ilse Pagé, Mady Rahl, Uta Levka, Otto Stern, Harry Wüstenhagen, Kurd Pieritz oder Kurt Waitzmann spielen ebenfalls toll.

Ein großer Pluspunkt des Films sind die tollen Drehorte und die herbstlichen Außenaufnahmen. Das Moor, Blackwood Castle und das nahegelegende Old Inn - allein die Namen klingen schon unheimlich. Ähnlich gute Aufnahmen gab es nur zuvor in DER MÖNCH MIT DER PEITSCHE.

Die Story wurde zwar ganz klar von DER HUND VON BASKERVILLE abgekupfert, aber wie ich finde passend auf die stimmigen Drehorte umgeschnitten und verändert, sodass eine sehr spannende und durchweg unheimliche Geschichte entstand, die immer wieder Überraschungen auf Lager hat. Das Skelett hat mich früher sogar richtig geschockt - heute sehe ich es eher als liebevollen Trash an, was dem Film jedoch keinen Abbruch tut.

Die Titelsong von Peter Thomas ist sichherlich etwas abgefahren, aber die restliche Musik ist dafür extrem gut gemacht.

Nach so viel Lob kann ich ohne Zweifel 5/5 Punkte geben.

Gruß
Dirk

Der Hexer Offline



Beiträge: 373

20.08.2005 16:54
#5 RE:Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Sehe ich auch so. Bester Farbfilm! 5/5.

Reinhard Offline



Beiträge: 1.373

20.08.2005 21:16
#6 RE:Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Ebenso wie der "Mönch mit der Peitsche" viel zu unwahrscheinlich und überladen mit dämlichen Gimmicks, haben es Alfred Vohrer und Karl Löb doch wenigstens geschafft, wieder eine unheimliche Athmosphäre zu schaffen. (Die man natürlich schon aus diversen "Hund von Baskerville"-Verfilmungen kennt).

Die Story ist wieder etwas insteressanter und die Darsteller etwas besser. Nur Heinz Drache verkauft sich hier unter seinem Wert, auch wenn man sich freut, dass er doch noch einen Farb-Auftritt erhalten hat.

Die Szenerie der Pfaueninsel und des Wannsees wurde hier voll ausgeschöpft, die Nebligen Moorszenen sind ein echter Genuss.

Die Musik ist teilweise etwas nervtötend (ziemlich laut, macht aber insgesamt doch Spass, weil sie durch die viele E-Gitarre fast schon rockt.


FAZIT: Insgesamt ein ansehnlicher Wallace, leider nicht besonders originell aber immer wieder schön anzuschauen.

3,5/5


Gruß,

Christoph

Benny Offline




Beiträge: 2.451

20.08.2005 21:21
#7 RE:Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Also ich finde es ist keine große Abkupferung vom berühmten Sherlock Holmes Roman. Die Story entwickelt sich eigenständig gut. Darsteller sind diesmal gut und passend besetzt.
Der Film gehört garantiert zu den besten Farb-Wallace. Aber an die wirklich guten spannenden trashlosen s/w Wallace kommt kein Farb-Wallace ran. 4 von 5 Punkten
Gez.:
H.

Tom Offline



Beiträge: 739

21.08.2005 09:27
#8 RE:Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Der Hund von Blackwood Castle is der zweit beste EW der Farbfilmära. Wenn man beim Titel auch zwangsläufig sofort an Sherlock Holmes denkt, sind die beiden Filme doch nicht wirklich miteinander vergleichbar. Die Story ist eine vollkommen andere und die Story ist wirklich gut.
Auch die Schauspielerischen Leistungen sind hervorragend. Vor allem Agnes Windeck hat mir neben Horst Tappert enorm gut gefallen. Ich find diese Schauspielerin einfach genial und GottseiDank kann man Sie auch noch in anderen Filmen (zum Beispiel DER ZINKER) bewundern.
Also 4/5 Punkten müsssen für diesen Film schon sein.

Christopher Offline



Beiträge: 236

21.08.2005 16:24
#9 RE:Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Kann mich euch nur anschließen,einer der besten Farbfilme,mehr Aussenaufnahmen im Moor,wären aber nicht schlecht gewessen,Hans Söhnker kenne ich noch aus anderen Filmen,ist aber auch schon wieder so lange aus,das ich die sah,das ich da keine vergleiche mehr habe,man nimmt ihm aber die Rolle des schmierigen Rechtsanwalts Robert Jackson ab,leider hat es Vohrer versäumt den Mord an Robert Jackson zu zeigen,was bei mir die frage aufwirft,wie wurde er ermordet,man hätte noch mehr aus "Der Hund von Blackwood Castle" machen können.Der Inspektor fehlt mir ihrgendwie im ganzen Film,auch wenn Schürenberg den Part übernommen hat,ist man das einfach nicht gewöhnt,das Schürenberg das alleine erledigt,wurde im Film aber sehr gut umgesetzt,aber er fehlt,hervorzuheben sind noch Agnes Windeck und Artur Binder,die den Film doch sehr bereichern.5/5 Punkten.

ewok2003 Offline




Beiträge: 1.290

21.08.2005 16:57
#10 RE:Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

In Antwort auf:
leider hat es Vohrer versäumt den Mord an Robert Jackson zu zeigen,was bei mir die frage aufwirft,wie wurde er ermordet,man hätte noch mehr aus "Der Hund von Blackwood Castle" machen können

Er wurde während der Autofahrt per Kopfschutz getötet.
Meine Theorie: Ermordert wurde er von Tilo von Berlepsch, der anschließend das Opfer im Krankenwagen eingepackt hat und zu Grimsby gefahren hat.

Gruß, Ewok

Mönch Offline




Beiträge: 219

21.08.2005 17:04
#11 RE:Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Für mich der am überbewerteste Farbfilm der Wallace-Reihe überhaupt! Der Film ist wirklich gut - nicht falsch verstehen, aber es gibt für mich keinen Grund, ihn als "besten" zu bezeichnen. Vor allem der fehlende Inspektor, die teilweise sehr verwirrende Story. Selbst nach dreimaligem Anschauen weiß ich immer noch nicht, wer jetzt eigentlich der "Oberbösewicht" ist. Peinlich oder? Die Musik hat mir damals, als dieser Film in den 80ern mal im ZDF lief wirklich gut gefallen; mittlerweile nervt mich der Titelscore genauso wie der vom "Hexer". Positiv hervorheben möchte ich die unheimliche Atmosphäre, die Dreharbeiten im Herbst sowie die wirklich guten Schauspieler - übrigens hat hier der damals im Dauereinsatz weilende Synchronsprecher Rainer Brandt einen Kurzauftritt. Trotzdem (für mich) der schwächste ´67er-Wallace! 3,5 von 5 Punkten.

SpikeHolland Offline




Beiträge: 158

23.08.2005 08:52
#12 RE:Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

"Der Hund von Blackwood Castle" ist auch für mich _der_ beste Wallace-Farbfilm, darüber hinaus zähle ich ihn durchaus zu den besten der Reihe überhaupt, er ist der letzte _wirklich_ gute – und obendrein beinahe ein Fünf-Punkte-Kandidat. Aber eben nur _beinahe_ ...

Was den Film aus der Masse herausragen lässt, ist in allererster Linie der Balanceakt, der ihm gelingt: Er hält sich über weite Strecken perfekt auf dem schmalen Grat zwischen alberner Selbstparodie und (relativer) Ernsthaftigkeit. "Der Hund ..." ist ein schöner, im positiven Sinne altmodischer Gruselkrimi.
Ferner steht auf der Haben-Seite des Films auf jeden Fall auch seine großartige Besetzung aus – in Sachen Wallace – unverbrauchten Gesichtern einerseits und andererseits solchen, die man gerne wiedergesehen hat: Siegfried Schürenberg etwa gibt hier seinen besten Sir John überhaupt und macht vergessen, dass es keine Inspektorenrolle im herkömmlichen Stile gibt; Heinz Drache nimmt man die zwielichtige Type durchaus ab, und dass er am Ende tatsächlich auf der "anderen" Seite steht, überrascht (das blöde Lachen am Schluss hätte er sich allerdings sparen können); und Horst Tappert stellt unter Beweis, dass er auch mal was anderes konnte, als Harry nur den Wagen vorfahren zu lassen.
Dankenswerterweise kommt der Film ohne Mädcheninternat oder Heim für gefallene ebensolche aus, die Story ist hinreichend spannend und ohne Längen, wenn auch nicht _so_ furchtbar originell, und Fragen nach der Logik stellt man lieber nicht – aber in dieser Hinsicht steht "Der Hund ..." ja nicht allein auf weiter Flur ...

Was den Film dann – in meiner Gunst – aber doch den letzten Punkt zur Höchstwertung kostet, ist zum einen, dass die Geschichte keinen Platz lässt für den "großen Unbekannten", der am Ende entlarvt wird, und dass der vorgetäuschte Tod des Kapitäns für den Zuschauer eigentlich nie so recht ein richtiges Geheimnis ist, will meinen, da kommt man doch ziemlich schnell dahinter; entsprechend peinsam wirkt deshalb z.B. Horst Tapperts "panisches" Gehabe, als er dem vermeintlich Wiederauferstandenen gegenübersteht.
Und zum anderen haben sich dann doch ein paar Albernheiten in den Film eingeschlichen, wie ich sie so gar nicht mag: das Schachspiel etwa oder das Funkgerät im Eisbären – das hat so was von "James Bond für Arme" –, ferner wäre hier natürlich noch das "ganz toll schaurige" Skelett vor Karin Baals Tür zu nennen oder ach so originelle Namen wie "Mr. Connery" und "Douglas Fairbanks". Haha, was haben wir gelacht ...
Allerdings kann man dem "Hund ..." aber nicht absprechen, dass er stellenweise wirklich (und zeitlos) witzig ist, gerade in einigen Szenen mit Sir John und Miss Finlay. Davon hätte ich mir mehr gewünscht, nicht nur in diesem Film.

Kurzum, "Der Hund von Blackwood Castle" braucht sich hinter den besten Filmen der Reihe bestimmt nicht zu verstecken, auch nicht hinter den Klassikern der ersten Jahre – ganz ran an diese Perlen kommt er dann aber doch nicht. In jedem Falle aber reichen seine Qualitäten aus, um ihn über die anderen Wallace-Filme seiner Zeit zu erheben – und vor allem über alles, was danach noch kommen sollte ...

rainbow Offline




Beiträge: 1.597

06.05.2006 05:52
#13 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Ein Film den ich immer wieder gerne sehe - die Handlung ist spannend und interessant aufgebaut, die Schauspieler sind zum grössten Teil wirklich klasse und dazu wird alles noch mit passender Musik unterlegt, die Aussenaufnahmen sehen toll aus - 4-5/5

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.364

13.08.2006 12:00
#14 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten
"Der Hund von Blackwood Castle" versammelt gute Schauspieler vor einer romantischen herbstlichen Kulisse.Ganz meiner Gewohnheit entsprechend habe ich mir den Film zuerst in s/w angesehen,muß aber zugeben,daß die Farbe hier nötig ist,um das Herbstlaub und die verblassten Farben der Landschaft genießen zu können.Der Herbst ist hier zudem das Symbol für ein verfaultes System (der sehr unsympathische Kapitän,der schmuddelige Schlangenkeller,die undurchsichtige Liebschaft zwischen Fairbanks und Dorothy bwz.Dorothy und Connery).Einzige Hoffnungsträgerin ist die junge Jane Wilson,die ohne jugendlichen Inspektor zurechtkommen muß und nur das alte Schloß als fragwürdiges Erbe zu erwarten hat.
Besonders loben möchte ich das glänzende Ermittlerduo Schürenberg und Pagé.Die beiden überzeugen durch ruhiges,eingespieltes Kombinieren,sodaß ein Fuchsberger
(Verzeih mir,Rainbow)keine Sekunde vermißt wird.Schürenberg hat hier seinen stärksten Auftritt,insbesondere sein Zusammenspiel mit der herzerfrischenden Agnes Windeck bringt viel Humor in den Film.Manche Ungereimheiten ergeben sich durchaus,doch das flotte Tempo verhindert,daß man länger darüber nachdenkt (Mord an Jackson,der weit entfernt von seinem brennenden Wagen liegt,Abtransport der Leiche Baldwins von Connery,Verquickung von Doctor und Lord in die ganze Affäre).
Die Titelmusik ist nervend,da sie eher dem Auftritt eines Clowns entspricht,als einem gruseligen Wallace.Hier wäre eine musikalische Untermalung im Stil eines "Fälschers von London" besser gewesen.
Das Ende ist etwas verwirrend,da man dachte, Heinz Drache mache nur zum Schein gemeinsame Sache mit dem diebischen Kapitän.
Schön,daß mit Agnes Windeck auf dem Motorrad am Ende eine positive Figur den letzten Auftritt hat.Sie meistert das Geschehen mit Würde und Understatement ("Ach,Sie haben sich schon miteinander bekannt gemacht?" als Drache und Levka sich küssen).
Alles in allem ein gelungener Farb-Wallace (4 von 5/Punkten)

der Offline




Beiträge: 16

25.12.2006 12:36
#15 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Der Hund von Blackwood Castle ist gut

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