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  • Eure FilmbücherDatum10.01.2018 09:27
    Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Der aktuelle Stapel schrumpft nur langsam, es wird also noch ein Weilchen dauern, bis das Ritzer-Buch für mich an der Reihe ist. Aber eine interessante Vorab-Info als Ergänzung zur Diskussion möchte ich bereits einwerfen, weil der Ritzer eine Kleinigkeit bietet, die Gerhold nicht hat...
    ... Abschluss des Buches, gleichermaßen Einstieg ins Thema, bildet ein Kanon von 50 Filmen, die das Genre über all die Jahre geprägt und bereichtert haben.
    Es ist nicht unbedingt 'meine' Liste, eine Reihe der Filme kenne ich auch gar nicht, aber auf jeden Fall eine sehr anregende Übersicht.
    In diesem repräsentativen Querschnitt fehlen bewusst die verdienten Mehrfachnennungen bewährter Regisseure dieses Sektors. Weitere Werke von Chabrol, Clouzot, Melville, Truffaut, Becker, Duvivier, Verneuil und-und-und muss man sich also hinzudenken bzw. deren Beiträge zum Genre aus anderen Quellen destillieren. Dies allerdings führt dann zu einem sehr ordentlichen Gesamtbild....

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Hurra, hurra, die Post war da. Vielen lieben Dank auch von meiner Seite für das schöne neue 'Puzzleteil' und das Rätsel, welches auch schon gelöst ist....

  • Eure FilmbücherDatum07.01.2018 12:27
    Foren-Beitrag von Peter im Thema

    @Gubanov
    Deine Vermutung zum Ritzer-Buch ist richtig. Zur inhaltlichen Qualität kann ich noch nichts sagen, es sieht aber interessant aus.

    Das kompakte Gerhold-Buch ist zwar ähnlich aufgebaut, erfüllt im Grunde genommen aber beide Formen in ganz interessanten Ansätzen.
    Den Inhalt habe ich mal zum Vergrößern abgelichtet.



    In allen Kapiteln bewegt man sich sehr nah an der Arbeit der Künstler und an den Filmen mit ihren Stories. Es ist kein Zufall, dass die Überschriften bekannte Filmtitel oder griffige Abwandlungen sind.
    Der Autor verliert sich selten in Abstraktionen und geht ständig auf Filminhalte, Hintergründe und Regiestile ein. Das ist auch gut so, denn der großspurige Klappentext ("... soziopolitische, ökonomische und kulturelle Entwicklung...") hätte ins literarische Nirvana geführt.
    Natürlich ist die Auswahl subjektiv und unvollständig, auch einen lexikalischen Teil sucht man vergeblich. Aber zum Glück kann man heutzutage mühelos alle Anregungen aufnehmen und die Themenschwerpunkte selbst vertiefen. Anders als im Erscheinungsjahr, als die weiterführenden Informationen noch wesentlich schwieriger zu recherchieren waren.
    Antiquarisch ist das Buch für kleines Geld erhältlich, daher ist es auf jeden Fall empfehlenswert. Kein großes Standardwerk, aber ein schönes, risikoloses Einsteigermodell.

    Natürlich würde ich mir speziell für diesen Themenbereich auch wünschen, mal ein enzyklopädisches Werk mit sehr vielen Filmen und sehr ausführlichen Analysen nutzen zu dürfen. Aber das bleibt wohl Wunschdenken bzw. man muss sich alles aus verschiedenen Quellen zusammensuchen. Aber im Grunde liegen alle Basis-Informationen griffbereit im Netz. Entscheidend bereichernd bleibt zum Glück ohnehin die eigene Sichtung der Filme.

  • Eure FilmbücherDatum04.01.2018 15:19
    Foren-Beitrag von Peter im Thema



    Ivo Ritzer (Hg.): Polar – Französischer Kriminalfilm. Ventil Verlag, Mainz, 2012.

    https://www.ventil-verlag.de/titel/1387/...er-kriminalfilm

    Als Ergänzung zu:

    Hans Gerhold: Kino der Blicke. Der französische Kriminalfilm. Fischer Cinema, Frankfurt, 1989.

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema


    "3-2-0. Ist ja entzückend, Baby!"

    Danke Detective Lieutenant und @Marmstorfer für die anerkennenden Worte (dazu gleich mehr). Danke an alle Mitstreiter, besonders großes Dankeschön an @Gubanov für die Veranstaltung dieses spannenden Spiels!
    Als Gegenleistung möchte ich euch einige Anmerkungen - nicht ersparen....:
    Die Filme zu erkennen fiel mir - anders als in den früheren Spielzeiten - diesmal insgesamt deutlich leichter. Ob´s der Lerneffekt war oder Glück bei der Filmauswahl, weiss ich selbst nicht genau. Andere langjährige Mitstreiter haben ja möglicherweise andere Erfahrungen gemacht, wie zwischendurch zu lesen war.
    Die Hinzunahme der Mabuse-Streifen, die ich sehr gut kenne, kam mir auf jeden Fall sehr gelegen. BEW und WW haben zumindest nicht für gravierende Extra-Probleme gesorgt. Fehler macht man ja häufig dort, wo man sich vermeintlich am sichersten fühlt.
    Da ich die Mehrzahl der Fragen - wegen der netten Bonuspunkte - von unterwegs lösen musste, kamen mir auch die unerwartet zahlreichen Internet-Helferlein (Dailymotion & Co.) sehr entgegen bzw. der Umstand, dass sich fast alle Antworten über das Netz recherchieren ließen. Die relevanten Bücher stehen bei mir zwar auch im Schrank, waren aber zum Glück kaum nötig, nur der spontane Blick ins Hastenbeck-Buch war natürlich unvermeidlich. Da ich allerdings den uMönch auf dem Bild schon früh morgens erkannt hatte, konnte das Buch mit einem schnellen Griff für unterwegs eingepackt werden - und lieferte dann umgehend die gemütliche Lösung.
    Die beiden von Marmstorfer erwähnten Quellen ('Zauberspiegel' und 'Booklooker') habe ich auch verwendet, bei der Akasava-Lösung konnte sogar Gubanov mit seinem eigenen Forums-Statement als Quelle überrascht werden.
    Überhaupt: von Marmstorfer (und der Rest-Meute um @brutus und @Harry Lime ) angetrieben und gejagt zu werden, hat sicherlich Auswirkungen auf den High Score gehabt.... Ich kann mir schon ganz gut vorstellen, was Marmstorfer beim nächsten Adventskalender vorhat, die Ziel-Zahl dürfte sicherlich nicht 319 lauten...
    Auch bei Marms fehlte neben ein paar Bonuspunkten ja nur eine richtige Lösung. Und auch bei ihm gab es darum ja einigen, sogar öffentlichen Zank... Der heiße Atem aus Hamburg war also bis in den Taunus 17M zu spüren...
    Am Ende war ich selbst überrascht, die starke Punktzahl aus dem letzten Jahr auch bonusbereinigt noch spürbar gesteigert zu haben. Jetzt im Rückblick war sogar der Perfect Score in greifbarer Nähe. Nach guten früheren Ergebnissen wagt man bei Spielstart natürlich zumindest unterbewusst, mit dem Perfect Score zu liebäugeln. Doch nach einem kurzen heftigen Gefecht hinter Türchen 3 hatte sich dieses Thema ja sehr schnell erledigt. Die kleine Larifari-Nachlässigkeit beim Antworten wurde nicht verziehen. Ist auch okay so, man will sich ja entwickeln, und bei meinen beiden früheren Teilnahmen war es tatsächlich so, dass sich immer wieder mal Patzerchen einschlichen (insofern ist der von Marms und mir entwickelte Vergleich mit dem HSV nicht ganz falsch )
    Was es sonst noch zu den Lösungen selbst zu sagen gibt:
    Statt bei Tür 3 alle möglichen Infos und theoretischen Lösungen aufzufahren, habe ich es bei einem kurzen Hinweis belassen und ich mich auf eine Lösung versteift, die im Rahmen der 50%-Chance allerdings süffisant als "das falsche Pferd" bestätigt wurde. Wie im Ergebnis zu sehen war, haben aber die meisten Mitstreiter bei Tür 3 ihre eigenen miesen Erfahrungen aufgesammelt....
    Bei Tür 8 hatte ich Glück, dass ich die Frage sofort richtig verstanden und entsprechend recherchiert habe, bis alle vier relevanten Daten gefunden waren (Alternativquelle: deutsche-filme.com).
    Nicht schnell lösbar war für mich Tür 11, weil es sich dort wahrlich um das Bild einer Dutzendfigur handelt (der größte Riebauer-Fan bin ich ja noch nie gewesen...). Zudem ist 'Das 7. Opfer' nicht online abrufbar, jedenfalls nicht kostenlos, daher war ein abendlicher DVD-Check vonnöten...
    Tür 18 sorgte für viele Probleme bei anderen Spielern, auch ich als Giallo-Freund war im ersten Moment unsicher. Dieses Fernglas ist aber ein gutes Beispiel dafür, dass auch das Ausschlussprinzip sehr helfen kann. Auf den Verdacht "Katze" kann man also kommen, egal ob man den Film gut kennt oder nicht. Und um den Film sicher zu identifizieren, hat in diesem Fall eine primitive Google-Bildsuche nach dem mutmaßlichen Titel genügt. Die Frage war natürlich etwas tricky, weil die Straße nicht wie erwartet (und von Gubanov im Forum ausgiebig besprochen) zu den beiden im Film auftauchenden Straßen in Rom gehört, sondern mitsamt 'Institut' in Turin zu finden ist.
    Gefahr für einen extrem blöden Fehler bestand bei Tür 20, wo ich in totaler Unaufmerksamkeit spontan an unser zertifiziertes Lieblingsopfer Flimmer-Fred dachte. Eigentlich nicht verwerflich bei diesem Bild, aber ich hatte kurzzeitig vergessen, dass uns Stephen Judd ja schon hinter Tür 6 eine Versicherung angedreht hatte - und damit die "Augen" aus dem Spiel waren. Doch damit nicht genug: Ich kam nach der reichlich späten Erkenntnis auch nicht automatisch auf das Remake sondern musste wirklich eine Weile forschen und überlegen, bis der rostige Groschen endlich gefallen war.... Manchmal fragt man sich schon, wozu man eigentlich aufwändig den Spielverlauf in einem Excel-Template dokumentiert, wenn man im entscheidenden Moment die Augen nicht aufkriegt.....
    Tür 21 erforderte beim Gespann Blacky / Brocki einen genaueren Blick in den Froschfilm, um nicht versehentlich auf die Spur des Hexers zu geraten, der für die Frage nach Neubearbeitung natürlich auch schlüssige Antwortmöglichkeiten geliefert hätte.
    Angst vor der 'Werner-Reinisch-Frage 2.0' hatten wahrscheinlich alle, und bei Tür 22 schien es auf den ersten Blick so weit zu sein. Die Besetzung der 'Handschuhe' ist aber inzwischen auch in der IMDB ganz gut dokumentiert. Zum zweiten und letzten Mal half mir hier die Fachliteratur bei der Absicherung, denn im Dario-Argento-Buch "Der verletzliche Blick" werden in der Besetzungsliste sogar die Opfer-Komparsinnen durchnummeriert.
    Bei Tür 24 empfand ich es als schwierig bis unmöglich, Borsche zu erkennen. Da mir das Bild aber gefühlsmäßig auf BEW hinzuweisen schien, konnte auch hier die Google-Bildsuche schon nach ganz wenigen Versuchen für schnelle Hilfe sorgen. Die Peter-Vogel-Stelle im Film musste man sich natürlich ansehen (auch das Phantom gibt´s leider nicht online), wobei mir auch auffiel, dass das gesuchte Zitat zwar als eindeutig richtig erkennbar war, die Fragestellung aber nicht ganz so sauber wie sonst ausfiel, da dieser 'Wunsch' im Film tatsächlich nur 'scheinbar' in Erfüllung geht bzw. sich bei der Auflösung zerschlägt. Bonuspunkt für den @Count Villain !

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Zitat von Lord Low im Beitrag #1
    "Die toten Augen von London"
    Hier ist es zwar nicht direkt ein Priester, jedoch erinnert das Blindenheim an eine kirchliche Hilfsorganisation.

    Doch. 'Reverend' Dearborn ist ein lupenreiner protestantischer Geistlicher. Genauso wie er ein lupenreiner Blinder ist...

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Verknüpfung zu unserem schönen Gedenk-Thread anlässlich Louis´ Hundertsten....:

    Nein! - Doch! - Ohh! - Louis de Funès wäre heute 100 geworden

  • Heinz Drache im "Tatort" BerlinDatum23.12.2017 10:14
    Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Zitat von Jan im Beitrag #33
    Zitat von Gubanov im Beitrag #29
    Außerdem ist es auch einfach um mich geschehen, wenn die wunderbare West-Berlin-Insel-Atmo zu spüren ist.

    Ist ja interessant - da bin ich glattweg nicht der einzige, der sich den Hals nach dieser typischen Westberlin-Aura verdreht. Immerhin habe ich mir die komplette "Drei-Damen-vom-Grill-Box" nicht zuletzt deswegen angetan.

    --> Für alle West-Berlin-Atmosphäriker darf man weiterhin "Liebling Kreuzberg" wärmstens empfehlen...!

    Zitat von Gubanov im Beitrag #34
    Naja, einen nicht unwesentlichen Anteil an Draches Ablehnung scheint ja nicht nur die Storyqualität, sondern auch die Größe seiner Rolle gespielt zu haben. Nur selbstlose Aufopferung für das Niveau der Serie war's also auch nicht unbedingt.

    --> Stimmt sicher. Aber wer wird als renommierter Krimikommissar schon gern Tatort-Protagonist, um dort schrittweise in 'Haupt'-Nebenrollen wie - sagen wir - die von Harry Meyen in der "Gruft" abzusacken...?

    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #35
    Und sind Leute wie Ulrich Tukur, Jan Josef Liefers und Christian Ulmen etwa keine Stars, im Vergleich etwa zu Heinz Drache, Hansjörg Felmy und Götz George, nur weil sie später geboren sind?

    --> Keinesfalls. Solch wunderbare Schauspieler sollten uns allen immer heilig sein. Von Striesow, Tukur oder Liefers wissen wir ja, welch vorzügliche Filmrollen sie schon gestaltet haben. Dennoch kann ja leider ein gewisser Teil ihrer Tatorte ein wenig zu schrottig geraten sein....

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Zitat von brutus im Beitrag #147
    Heute hab ich bisserl getrödelt, aber zum Glück war hier die Auswahl des richtigen Films einfach

    Ja, ich hatte auf der 22 spontan schon die "Werner-Reinisch-Frage 2.0." befürchtet. Es ging aber locker...... Fehlt also nur noch der hoffentlich erfolgreiche Endspurt....

  • Heinz Drache im "Tatort" BerlinDatum22.12.2017 19:50
    Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Zum Glück sehe ich das nur selten...

  • Heinz Drache im "Tatort" BerlinDatum22.12.2017 14:15
    Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Die Erinnerung ist etwas verblasst, aber vergessen ist die Sache nicht...:
    Die Vorfreude des jugendlichen Wallace-Fans war riesig, als in den 80ern Heinz Draches durchaus spektakuläres Kommissars-Comeback im Tatort in Aussicht gestellt wurde.
    Die Begeisterung wandelte sich jedoch schnell in Ernüchterung, als es tatsächlich zu den Ausstrahlungen kam.
    Und dies lag tatsächlich weniger an Drache selbst, der seine Figuren ja schon früher gern schnieke und blasiert angelegt hatte (eventuell, weil er auch als Privatmann vor allem sich selbst gut fand, wie man hört...).
    Das kann man mögen oder nicht, zumindest wurde die entsprechende Erwartungshaltung von Drache immer zuverlässig bedient.
    Vielleicht war die Sekt- und Austern-Mentalität dann im Tatort eine Nuance zu weit gesponnen, aber was soll die Suche nach einem Haar in der Suppe, wenn gerade das komplette Büffet vom Tisch fällt...
    .... Nein, es war nicht die völlige Katastrophe, im Durchschnitt immer okay für den Einmalgenuss.
    Aber abgesehen vom netten Wiedersehen mit dem Wallace-Star, auf dessen 'Original'-Auftritte man damals ja noch nicht so guten TV-/Video-Zugriff hatte, sowie von der immer wunderbar wirkenden Berlin-Atmosphäre steckte zu wenig Substanz in den Bülow-Tatorten.
    Und das war ganz einfach den zu bescheidenen Büchern geschuldet, insofern hatte Draches unversöhnliche Haltung im Streit mit den Autoren/Redakteuren ihre sachliche Berechtigung.
    Die Details der wegen noch gravierenderer Qualitätsmängel gar nicht erst realisierten Beiträge - oder gar Verfilmungen davon - möchte ich wirklich lieber nicht kennen.....

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Auf die Sichtung der Serie "Babylon Berlin" warte ich, bis ich eine komplette DVD- oder Blu-ray-Box in Händen halten kann. Vorerst beschränke ich mich mit allergrößtem Vergnügen auf die Hörbücher.
    Die ersten fünf Teile des Zyklus sind geschafft. Teil 6 "Lunapark" sowie das zeitlich vorgelagerte Spin-off "Moabit" liegen schon für mich bereit und folgen als Hörgenuss im Januar.

    Hier meine Kurzfeedbacks zum Stand der Dinge:


    Der nasse Fisch
    Berlin, 1929: Im abklingenden Rausch der ‚Goldenen 20er‘ herrscht in der brodelnden Stadt politisch wie sozial eine perfekte Noir-Stimmung. Der aus Köln eingewanderte junge Kommissar Gereon Rath wird in seinem ersten Fall mit Exilrussen konfrontiert, die auf dem Weg zum Heimatputsch wenig zimperlich auch vor Folterungen und Morden nicht zurückschrecken. Rath, der allzu gern auf eigene Faust handelt und sich ständig mit Vorgesetzten anlegt, erkennt, dass sich auch alteingesessene Kriminelle sich an einem schmutzigen Bandenkrieg beteiligen. Bald zeigt sich, dass die Motive für Morde und organisierte Verbrechen aller Art sehr einfach gelagert sein könnten: Jagd auf Waffen. Und Gier – nach Gold…..
    Der wunderbare Schauspieler Sylvester Groth liest den ersten Teil einer Großstadt-Sinfonie, deren düstere Klänge aus den Verbindungen von konventionellen und politischen Kriminellen resultieren und für die Zukunft nichts Gutes verheißen. Ein harter Krimi und das Porträt einer Stadt, die auch heute wieder ein wenig auf dem Pfad zu alter Vergnügungssucht zu wandeln scheint….

    Der stumme Tod
    Berlin, 1930: Der Siegeszug des Tonfilms versetzt die Branche in Aufruhr. In den Konkurrenzkämpfen unter den Produktionsfirmen, zwischen Konservativen und erfolgshungrigen Erneuerern, im Ringen um Stars und Stories, wird auch vor übler Sabotage nicht zurückgeschreckt. Der tödliche Unfall einer prominenten Darstellerin, die von einem Scheinwerfer auf ihrer markierten Stelle getroffen wird, ist jedoch schnell als raffiniert ausgetüftelte Mordfalle enttarnt. Und während Gereon Rath nach dem Auffinden einer zweiten toten Schauspielerin der lästigen Presse noch das Unwort ‚Serientäter‘ austreiben will, wird eine weitere Leiche gefunden. Erneut in einem Kino. Und auch dieser Schauspielerin sind vor ihrem Tod noch die Stimmbänder herausgeschnitten worden……
    DER Krimi für alle begeisterten Filmhistoriker. Der Wandel von Zeit und Kunst, die Überlebenskämpfe hinter der allmächtigen UFA. Und ein abgründiger Whydunit….. Die vergleichsweise etwas schwächlichere Krimihandlung wird durch die umso interessanteren Hintergründe mehr als ausgeglichen.
    Sprecher Reiner Schöne fügt sich nahtlos in den Hardboiled-Stil der bewährten Erzählweise ein.

    Goldstein
    Berlin, 1931: Ein erfolgreicher New Yorker Auftragskiller hat bei seinem Berlin-Besuch nicht nur touristische Aktivitäten im Sinn. Ein Auftrag für Gereon Rath, der in den eigenen Reihen genug zu tun hätte, um den Schupo zu enttarnen, der flüchtige Diebe lieber ermordet statt sie festzunehmen – und eine junge Obdachlose zu einer denkwürdigen Flucht durch die ganze Stadt zwingt. Stattdessen kommt noch der Berliner Unterweltboss Marlow ins Spiel, der in der komplexen Gesamtlage seine eigene Strategie verfolgt……
    Herrlich, wie sich hier gleich zwei Spannungsbögen zusammenfügen. Sehr gefällig nicht nur der Typenmix Berliner Originale; auch der titelgebende coole Killer, dessen überhebliches Charisma ins Bröckeln gerät, als er feststellen muss, dass es sich im Berliner Dschungel auch nicht leichter agieren lässt als an der heimatlichen Ostküste.
    Als Sprecher übernimmt endgültig David Nathan. Und macht es glänzend.

    Die Akte Vaterland
    Berlin, 1932: Kommissar Rath kommt bei seiner Jagd auf einen Auftragsmörder nur schleppend voran, als die Stadt von einem weiteren rätselhaften Mordfall heimgesucht wird: Ein Mann fährt ins Szene-Viertel am Potsdamer Platz und stirbt im Lastenaufzug des Gasthauses „Vaterland“. Die Gerichtsmediziner ermitteln als Todesursache… Ertrinken! …. Als sich dann noch die Spuren verdichten, dass ein Serienmörder am Werk sein dürfte, folgt der Kommissar seiner einzigen Spur. Die Fäden laufen in Ostpreußen zusammen…..
    Das Bild dieser Zeit als Mischung aus Döblin und Wallace. Kutscher setzt aber nicht auf Trivialeffekte, am Spannungsbogen wird viel Entwicklungsarbeit geleistet. Kein Wunder, dass die halbseriöse masurische Schnapsbrennerei nur die Oberfläche viel tiefer liegender tödlicher Verstrickungen der Vergangenheit darstellt. Geschickt eingeflochten wird die bereits zur Weimarer Zeit komplex entwickelte Geschichte Ostpreußens, die als Folge des herannahenden Krieges bekanntermaßen noch zum tragischen Ende des preußischen Außenpostens und damit einer ganzen deutschen Region führte.

    Märzgefallene
    Berlin, 1933: Der Reichstag brennt, die Republik stirbt. Der Fund eines obdachlosen Kriegsversehrten würde in den Ereignissen untergehen, wenn diese Person nicht in Verbindung zu einem spektakulären 'Tatsachen'-Roman stehen würde, der für Begeisterung bei den neuen Machthabern sorgt: In 'Märzgefallene' erzählt ein Zeuge, dass beim Rückzug 1917 nicht nur gegenständlich verbrannte Erde für den Feind hinterlassen wurde. Aus Habgier soll ein jüdischer Offizier auch Kameraden und französische Kinder ermordet haben. Dann wurde französisches Vermögen versteckt, das den deutschen Soldaten nach dem Krieg als großzügige Dolchstoß-Wiedergutmachung dienen sollte. Während noch alle Nicht-Nazis in den aufkommenden Propagandazeiten am Wahrheitsgehalt der Antisemitenliteratur zweifeln, wird Gereon Rath klar, dass ein Mörder umgeht, der nicht irgendwelche armen Teufel, sondern alle damaligen Zeugen der 'Operation Alberich' beseitigen will. Vorzugsweise mit der dreieckigen Klinge eines Grabendolchs....
    Hochspannend. Die geradlinigste Krimihandlung aller Folgen, in Zeiten der Furcht und des Mißtrauens, gemischt mit neurotischer Begeisterung über eine Revolution von ganz unten, - also vor dem schauerlichen Hintergrund der frisch installierten Verbrecher-Diktatur.

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #135
    ..... Peter.... In den vergangenen Jahren war er ja stets für den einen oder anderen Patzer gut.

    Ja nanu !?! ... Erst war ich Fordtaunusschubser und Badewannenschieber, jetzt bin ich auch noch der HSV??


    Obwohl: die gestrige Reck-WM-Frage verlangt mir eine harte Entscheidung ab zwischen Gienger und Hambüchen. Ach ja, ... und diesem alpenländischen Athleten...

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Déjà-vu d´honneur...


    Zitat von Gubanov im Beitrag Edgar-Wallace-Adventskalender 2016
    ... und wir haben einen ersten Sieger!

    Zitat von Peter im Beitrag Edgar-Wallace-Adventskalender 2016


    Allerdings bin ich im letzten Jahr noch von zwei professionellen Galgenvögeln brutalst überholt worden.... .... Es bleibt also spannend.....

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Zitat von brutus im Beitrag #114
    Ich bin nicht der mit den 185 Punkten, das ist der Typ im Taunus (17M)



    Und DAS soll ICH sein? Bist du wirklich ganz sicher...?

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #35
    .... Du hättest die Frage also anders und ausführlicher formulieren müssen, denn so verhält es sich genau umgekehrt - diejenigen, die richtig lasen, haben die Frage in deinem Sinne falsch beantwortet.

    Marms, ärgere dich nicht. Man konnte schon auch richtig lesen UND richtig antworten... ..... Ein ähnliches Problem hatte ich auch schon. Gubis Antwort war eindeutig: Wenn man eine Frage für unpräzise hält, muss man dies darlegen und sich durch zwei mögliche Lösungsvorschläge absichern. Dann gibt es auch Punkte (remember Tür 3). Wenn man NUR interpretiert und einen möglicherweise (und von Gubi tatsächlich) gemeinten Lösungsansatz einfach ignoriert, bekommt man nichts. Das habe ich akzeptieren müssen. Und alle anderen Mitstreiter müssen es auch.....

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Auch von mir zunächst Dank an Gubanov für die Mühe, die wir ihm wieder machen dürfen. Oder war es umgekehrt?

    Was haben wir sonst? Ein vergrößertes Ackerfeld, ein verschäftes Spiel, na gut.... Dafür wird mit Bonuspunkten gelockt, aber zum Preis von zeitlicher Disziplin. Das grenzt ja an Einmischung ins Familienleben...

    Kurzum: Ick freu mir auch auf dat Spiel, .... hoffentlich bleibt´s bei der Freude....

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #2
    Was wäre gewesen, wenn Wendlandt in den 60ern "Star Wars" produziert hätte? ......... Obi-Wan-Kenobi: Dieter Borsche.............. Musik: Peter Thomas.........


    Germany´s Swinging Sixties Star Wars = Raumpatrouille Orion

    Außerdem darf man das Standing von Dieter Borsche als Science-Fiction-Held nicht unterschätzen. In der Hörspielversion von "Per Anhalter durch die Galaxis" war er Slartibartfast...!

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #93
    Sorry, aber an diesem Punkt müssen wir unsere Sondierungsgespräche zu einer Henker-Koalition wirklich dringend beenden. Die Argumente beginnen, wie ich finde, Vorwänden zu weichen.

    @Gubanov
    Sorry dafür, dass ich im Sondierungs-Eifer dem durchaus argumentativen Part auch nicht-argumentative Elemente beigefügt habe. Letztere streiche ich mit Bedauern und mangels Kapuzen-Wichtigkeit aus dem Programm und ziehe mich gleich mal auf die Oppositionsbank zurück...

  • Foren-Beitrag von Peter im Thema

    Wir sind mal wieder an dem Erkenntnis-Punkt angelangt, dass jeder alles so sehen darf, wie er möchte. Das ist ja auch wunderbar. Trotzdem sei noch eine Anmerkungsrunde gestattet. Weil´s so schön ist........

    Zitat von Gubanov im Beitrag #86
    Zitat von Peter im Beitrag #84
    Als Hauptermittler im "Kreis" darf immer noch Saebisch gelten.
    Bitte? Im Vorspann heißt es "Mit Renate Ewert, Klausjürgen Wussow, Karl Georg Saebisch". Wussow vor Saebisch. Genau wie Fuchsberger in Castlisten des Frosches für gewöhnlich vor Lowitz geführt wird. Hauptermittler ist bei Wallace traditionell immer der junge, patente Anpacker, nicht der in zweiter Reihe agierende alte Scotland-Yard-Routinier.

    Die Reihenfolge in der Besetzungsliste hat mit der Größe der Rolle zu tun, aber genauso auch mit dem (potentiellen oder realen) Star-Status und mit der Möglichkeit, an der Kinokasse mit den Top-Namen - vorzugsweise ein junger männlicher Akteur und eine junge weibliche Darstellerin - bestmöglich Kohle zu machen. Aus der Namensreihenfolge eine Figurenfunktion ableiten zu wollen, hat schon fast etwas Rührendes...
    Dass der Star- mit dem Ermittler-Status im Wallace-Schema meistens zusammenfiel, liegt in der Natur der Sache, aber wir sollten Ursache und Wirkung nicht außer Acht lassen.
    Typische Nebendarsteller der Zeit wie Saebisch oder Lowitz (Frosch UND Fälscher) oder auch Regnier schaffen es eben auch als Hauptermittler nicht, in der Liste an den Stars bzw. am nicht-ermittelnden Haupt-Paar (Fälscher! Abt!) vorbei zu kommen. Dazu gleich noch mehr...
    Die Filmgeschichte bietet jedenfalls genügend Beispiele dafür, wie ganze Filmproduktionen wegen Streitereien über die Namens-Reihenfolge gefährdet wurden, einige Projekte sind deswegen sogar geplatzt. Um die Filmfiguren ging es dabei nie. Letzteres passt natürlich besser nach Hollywood als ins Adenauer-/ Wendlandt-/ und Brauner-Deutschland, aber auch dort wurde viel mehr auf die Kassenwirkung als auf Formalitäten geachtet.

    Zitat von Gubanov im Beitrag #88
    ........ "Echte" Polizisten im Staatsdienst, die sich als Schurken entpuppen, gab es bei Wallace auch schon vorher (z.B. Frosch, Fälscher).

    Aber das waren Maulwürfe und korrupte Säcke aus der zweiten Reihe. Eben keine Staatsdiener, die als HAUPTermittler gleichzeitig auch Identifikations- oder Vertrauenspersonen sind, auf die (scheinbar) nicht der Hauch von Verdacht fallen darf. Diese Regel hat in der (B)EW-Reihe eben nur der "Henker" für sich verändert. Was singulär betrachtet natürlich nichts über eine Filmqualität aussagt. Aber warum es bestreiten, wenn´s doch offensichtlich ist?
    Der in diesem Zusammenhang gern zitierte "Frosch" stellt wirklich eine Ausnahme dar, weil Fuchsberger als enger Verwandter des Polizeichefs von Anfang an als - über alle Zweifel erhabender - erster Hauptermittler etabliert wird und als solcher die Ermittlungs-Handlung gegenüber dem 'zweiten Hauptermittler' leicht dominiert, wobei man Lowitz deswegen aber noch nicht als Sidekick bezeichnen kann.
    Derrick Yale dagegen ist ein nicht ganz unverdächtiger Yuppie in einer sehr interessanten Hauptrolle. Aber sicherlich kein sauber definierter Hauptermittler.... Ja, @Ray , genau so war meine verkürztes Statement gemeint....
    Dass der junge, zupackende Held keineswegs mit dem 'Hauptermittler' identisch sein muss, zeigen zum Beispiel auch die beiden (dramaturgisch verhunzten) Rialto-Gottliebs. Oder auch der "Hund", wo man die schwer einordenbaren Ermittlungs-Aktionen des Stars Drache verfolgt, während Nebendarsteller Schürenberg auf nur bedingt glückliche Weise zu einem formal eindeutigen Hauptermittler gemacht worden ist.

    Zitat von Gubanov im Beitrag #88
    Insgesamt ist es ja auch fraglich, ob es einen Film nun besonders auszeichnet, wenn er "anders", "neuartig", "bahnbrechend", "untypisch" - oder wie auch immer man es bezeichnen möchte - ist. Ich halte das nicht für eine Qualität aus sich heraus. Es gibt viele sehr klassische Wallace-Filme, die das Rad in keinster Weise neu erfinden, die aber qualitativ so überzeugend sind, dass sie das gar nicht müssen. Eigentlich ist sogar das Gegenteil der Fall: Die German Wallace Wave ist ein Erfolgsmodell mit minimal variiertem Erfolgskonzept. Der Zuschauer bekommt, was er erwartet, und straft Ungewohntes tendenziell eher ab (vgl. z.B. Koproduktionen). Warum dann hier an dieser Stelle der Duktus aufkommt, der "Henker" sei etwas Besonderes, weil er sich an gewisse Regeln nicht halte, erschließt sich mir - wie gesagt - nicht. Einerseits tut er das eben in den meisten Punkten doch, andererseits wäre genau dieses auch eine Eigenschaft, die man von einem Wallace-Epigonen erwarten würde.

    Ist ja alles richtig. Dennoch fällt auf, dass sich deine Aversion gegen den "Henker" manchmal aus widersprüchlichen Argumenten zu speisen scheint. Zumindest ist dieser Eindruck im Laufe der Jahre bei mir entstanden... Werden die Besonderheiten des Films gelobt, betonst du die (abgesehen von "Nebensächlichkeiten") totale Konformität mit den anderen Filmen der Reihe, was zumindest sehr diskussionswürdig ist. Wird dagegen die Passgenauigkeit des "Henkers" im (B)EW-Universum gelobt, fallen dir als Totschlagargumente gern all die Sachen ein, die den Film von den anderen guten Exemplaren unterscheiden. Konsequent wirkt nur dein Kapuzenhass, den ich ja in einigen Fällen gern mal teile. Aber solange nicht weitere Argumente hinzukommen, wie bei unserem Freund, dem uMönch*, kann man zwar diese Haltung einnehmen; aber die Erfahrung zeigt, dass dies eben nicht ganz überzeugend wirkt.....

    *Reinl mag ein Regiestar gewesen sein. In der Schauspielerführung waren jedoch viele andere besser. Zumindest im direkten Kapuzenvergleich sogar Edwin Zbonek...!

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