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  • Hans NielsenDatum12.02.2024 14:48
    Foren-Beitrag von Peter im Thema Hans Nielsen

    Der Autor Thomas Barthol hatte vor einigen Jahren bereits ein Buch über Jan Hendriks geschrieben, welches wegen einiger handwerklicher Mängel und den etwas nachlässig beleuchteten Hintergründen zu Hendriks´ tragischem Leben hier im Forum akzeptiert aber nicht unbedingt überschwänglich gefeiert wurde.
    Ich fand das Buch in seiner ausführlichen Arbeit mit Sekundärquellen aber grundsätzlich in Ordnung, inhaltlich durchaus interessant und bin sehr dankbar, dass es zu solchen - von uns im Forum hochgeschätzten - in der heutigen Öffentlichkeit aber fast vergessenen Schauspielern überhaupt mal Biografien gibt.
    Autoren, die sich dafür Mühe machen, gibt es nicht mehr viele. Und es waren früher schon zu wenige. Also hegen und unterstützen wir sie ...
    So erwarte ich nun in dem eben gerade natürlich schon bestellten Hans-Nielsen-Buch zumindest wieder präzise und detailreich das, was man ohne Primärquellen zusammentragen kann. Nicht mehr (wenngleich ich mich gern positiv überraschen lasse), aber auch nicht weniger.
    Der Dank für den Hinweis geht natürlich auch von mir an @Barnaby

  • NDR-Beitrag über Drehorte HamburgDatum30.10.2023 18:07
    Foren-Beitrag von Peter im Thema NDR-Beitrag über Drehorte Hamburg

    Zitat von Markus im Beitrag #19
    2021 hat das History Live Magazin der Hamburger Museen ein Special zur Filmstadt gemacht, mit charmantem Wallace-Titel:
    https://shop.szene-hamburg.com/products/...lmstadt-hamburg

    Macht neugierig und sieht wirklich schön und interessant aus. Habe ich mir sofort bestellt. Danke für den Tipp, @Markus

    Ergänzend nochmals der Hinweis auf das "Standard-Werk":
    Eure Filmbücher (10)

  • Edgar Wallace - Heute vor...Datum04.12.2022 10:47
    Foren-Beitrag von Peter im Thema Edgar Wallace - Heute vor...

    @Jan @Count Villain @Savini
    Der Pfarrer: Natürlich sehe ich inzwischen auch optisch erhebliche Unterschiede, auf die ich jahrzehntelang nicht so sehr geachtet habe.
    Manchmal nimmt man einfach Dinge als gegeben hin - wie die Blu(h)m-Behauptung aus dem Florian-Pauer-Buch -, ohne sie in berechtigte Zweifel zu ziehen, wie mir im Synchron-Forum inzwischen auch bestätigt wurde.
    Nun könnte man immer noch anführen, dass Bluhms Wangen-Narbe vom Maskenbildner zugekleistert sein könnte, wodurch auch tiefe Nasolabialfalten entstehen konnten; dazu die Nase verlängert. Technisch kein Problem.
    Aber ihr habt recht: wozu hätte man das für eine Minirolle tun sollen? Um zu verschleiern, dass der Berliner CCC-Schauspieler in Hamburg fremdgegangen ist? Wohl eher kaum....
    Oder man könnte argumentieren, dass die Stimme in der zweiten Sprechszene ("Richten Sie Ihre Gedanken auf Gott, Shelton!") doch schon sehr nach Bluhm klingt, sehr kreidig. Zwar nicht so hell wie sonst, aber er dafür hebt er eben auch die Stimme nicht so an. Für eine Synchro durch Bluhm ist es aber wiederum auch nicht deutlich genug.
    Da wir inzwischen fast alle Kleindarsteller der "Bande" identifiziert haben, frage mich natürlich, wer es denn dann in Wahrheit ist. Wilhelm Walter wäre zum Beispiel noch in der Verlosung, von dem ich bislang noch kein (bewegtes) Bild finden konnte.
    Wie komme ich darauf?
    In der ausgiebigen Wikipedia-Besetzungsliste ist für meine Begriffe sicherlich ein weiterer Fehler enthalten, weil Reinhold Nietschmann den Gefängnisdirektor spielt, nicht den Staatsanwalt. Letzterer scheint also immer noch nicht identifiziert zu sein.
    Wilhelm Walter wiederum, der dementsprechend nicht den Direktor spielt und zur Entstehungszeit der "Bande" bereits rund 70 Jahre alt war, könnte für den Pfarrer in Frage kommen.

  • Edgar Wallace - Heute vor...Datum03.12.2022 11:14
    Foren-Beitrag von Peter im Thema Edgar Wallace - Heute vor...

    Zitat von Count Villain im Beitrag #989
    Wenn ich an Walter Bluhms Auftritt in "Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse" denke, sehe ich ehrlich gesagt kaum eine Ähnlichkeit zu dem Pfarrer. Da dürfte es sich um eine Fehlinformation handeln. Oder eine Namensgleichheit.

    In der "Bande" hat Walter Bluhm zwar eine eigenwillige Frisur, die in den "Krallen" meist unter der Portiersmütze versteckt ist, aber alles in allem handelt es sich doch immer um 'unseren' Walter Bluhm, den man sogar in den zwei winzigen Sprecheinlagen in der "Bande" an seiner berühmten Stimme erkennen kann, mit der er Stan Laurel synchronisierte.

  • Edgar Wallace - Heute vor...Datum13.05.2022 16:29
    Foren-Beitrag von Peter im Thema Edgar Wallace - Heute vor...

    Zitat von Peter Ross im Beitrag #483
    ... die mit bürgerlichem Nachnamen Schreck heißt...

    Kein Wunder, wenn der Onkel ein waschechter Vampir ist ...

  • Edgar Wallace - Heute vor...Datum19.04.2022 11:46
    Foren-Beitrag von Peter im Thema Edgar Wallace - Heute vor...

    Zitat von Jan im Beitrag #421
    Keine Maske der Welt - und schon gar keine mit den Mitteln der Wallace-Produktion - hätte aus Eddi Arent den Organisten Miller gemacht. Von echten physiognomischen Abweichungen mal ganz abgesehen.

    Nun ja, diese Behauptung trifft in wesentlich größerem Maße auf Horst Uhse als auf Eddi Arent zu.
    Und auf welchen in Frage kommenden Schauspieler eigentlich nicht?
    So gesehen waren wir in dieser Diskussion schon ein Stück weiter und sind eben wegen der größten Ähnlichkeit in der ein oder anderen Sequenz (Ansicht Miller schräg von der Seite) bei Eddi Arent gelandet.
    Die Besetzungsliste und sämtliche bekannten Unterlagen vom Dreh geben außer Uhse und Arent niemanden her.
    Und dass Christos Tses die Anekdote nicht zum Besten gegeben hat, ist ja auch kein hinreichendes Argument.

  • Edgar Wallace - Heute vor...Datum24.03.2022 12:20
    Foren-Beitrag von Peter im Thema Edgar Wallace - Heute vor...

    Als Ergänzung zu Karl John ein älterer Forums-Fund:

    Karl John

  • Rückblende - Der Filmklassiker-PodcastDatum07.03.2022 16:39

    Zitat von Savini im Beitrag #53
    Ein weiterer [Running Gag] besteht darin, dass der Protagonist immer wieder gesagt bekommt "Ich dachte, du wärst tot?" - von Personen, die selbst sterben, während Snake überlebt.

    Der ist natürlich noch besser ....

  • Rückblende - Der Filmklassiker-PodcastDatum07.03.2022 00:01

    Zitat von Ray im Beitrag #41
    Rückblende - Episode 16 vom 17.02.2022
    Thema: Die Klapperschlange (USA 1981) mit Kurt Russell, Regie: John Carpenter
    Der dystopische Sci-Fi-Actionfilm von John Carpenter punktet wie vorangegangene Werke des Regisseurs durch eine einzigartige Atmosphäre, wozu nicht zuletzt auch die von Carpenter selbst beigesteuerte Musik beiträgt. „Die Klapperschlange“ wurde für Kurt Russell zum Sprungbrett und kann mit einem besonders charismatischen Bösewicht in Person von Soul-Sänger Isaac Hayes („Theme from Shaft“) aufwarten.
    Zitat von DanielL im Beitrag #45
    Bin dann gespannt was du zur "Klapperschlange" sagst.
    Zitat von Peter im Beitrag #43
    "Nennen Sie mich Snake!"
    An "Die Klapperschlange" habe ich eine nette Jugenderinnerung. ..... (er) kam damals gut bei mir an, wenngleich ich die klassischeren Gruselstücke "Fog" und "Halloween" vorziehe. Ein gewisses Faible für Carpenter-Filme kann ich jedenfalls nicht abstreiten. Ihre oftmals geradezu provokant-geradlinige Einfachheit war ja nie nur den schmalen Budgets geschuldet, sondern eine Methodik, die Carpenters Handschrift in einer Klarheit zeigt, wie sie nicht jeder renommierte Regisseur vorweisen kann oder will. Carpenter tat es mit Verve, schickte sein Publikum in die Düsternis (oder in ein ehemaliges New York und neues 'Dystopia') und scheute sich auch als Komponist nicht vor simpel wirkenden - aber umso wirkungsvoller einprägsamen Klängen. Auf eure Sicht der Dinge bin ich jedenfalls schon sehr gespannt ...)

    Auf Daniels Frage zurückkommend, habe ich mich zum Einstieg frecherweise selbst zitiert ....
    Euer Podcast hat mir wieder viel Freude gemacht, dazu gleich mehr.
    Um wieder auf den Stand zu kommen, habe ich mir den Film neulich nochmal angeschaut. Erstmals im Original, weil es gut zu verstehen ist und die Klasse der Darsteller und die Coolness der Figuren noch ein Stück besser zur Geltung kommt als in der Synchro.
    Überraschenderweise hat mir der Film sogar noch besser gefallen als bei den früheren eineinhalb Sichtungen, die aber auch wirklich weit zurückliegen.

    Ganz ehrlich, da meine Eindrücke vom Film sehr frisch waren, hatte ich mir natürlich auch eine ganze Reihe von Gedanken zurechtgelegt, aber mit eurer Analyse habt ihr nahezu alles davon gut getroffen und umfassend aufgegriffen. Eine derart hohe Übereinstimmungsquote hat es nicht in jeder Folge gegeben.
    Daher bleiben nur noch einige gut gemischte Anmerkungen übrig....

    Ganz leichte Kritik habe ihr im Bezug auf die Gesamtbeurteilung an zwei Dingen geübt:
    1. Den Spannungs- und Story-Durchhänger im Mittelteil, mit langer Kampfszene und dramaturgischer Pausenphase. Da stimme ich voll zu.
    2. Die überschaubare Qualität der Dialoge. Dazu ein glasklar wachsweiches Jein...
    ... Natürlich muss man nicht über starke Dialoge diskutieren, wenn der Film solche nicht bietet und vornehmlich aus launigen Sprüchen besteht. Und sich auf Autorenseite offenbar niemand um die Arbeit an einem möglichen tiefergreifenden Gedankenaustausch gekümmert hat.
    Andererseits lebt der Film in der Rückschau - genau wie im frischen Eindruck - schon ein wenig davon, dass die kargen lakonischen Wort-Scharmützel einen beachtlichen Unterhaltungswert haben und dem Publikum unweigerlich einige Grinser ins Gesicht zaubern.
    Wenn Kurt Russell (mit der Rotzigkeit des Knastis) und Lee van Cleef (Cowboy-überheblich, wenn auch mit Ohrring statt Hut) sich schon von Beginn an in unnachahmlich trockener Art verbal bekriegen, wird ohne Respekt auch gleich der US-Präsident (herrliche Besetzung mit Donald Pleasance!) in seiner abgeschmierten Air Force One zum sarkastischen Spielball:
    "The President was on board."
    "President of what?"
    "That´s not funny."
    Also, meinen Humor hat das getroffen ....
    In diese Kategorie fällt auch der etwas als Running Gag gemeinte Satz "Nennen Sie mich Snake", den ihr als Beispiel für die teils eher halbgegorenen Dialoge herangezogen habt.
    Das ist genau eines der Zitate, die sich bei mir über Jahrzehnte eingebrannt haben, weil sie die Essenz des Films in einem Satz nacherzählen können.
    Solange Snake den Job als halbwegs ehrlichen Deal betrachten kann, respektiert er Hauk / Cleef und bietet ihm quasi das 'Du' an.
    (ACHTUNG: SPOILER)
    Als er dann bewiesen hat, dass er´s kann, gleichzeitig aber auch realisiert hat, dass die ganze Sache recht schmutzig und für viele Helfer tödlich gelaufen ist - und er praktisch aus Notwehr entkommen musste, zieht er seine Kooperationsbereitschaft zurück. Gerade dann, wenn sein 'Vorgesetzter' kumpelhaft werden und eine gemeinsame berufliche Zukunft planen will. Der stolze Mr. Plissken sagt mit frisch gewonnener Respektwürdigkeit zwischen den Zeilen an: ..... nochmals Arbeiten mit einem Typen wie "Director Hauk" / van Cleef? ... Never ever !
    .... Und bei der Gelegenheit wird gleich noch der Promi-Politiker in seiner Teflon-Glätte abgestraft. Das 'ach so wichtige' Material, der geradezu klassische MacGuffin, ein Dingsda, für die Elite wertvoller als sämtliche Menschenleben, ist mit wenigen Handgriffen vernichtet. Snake Plissken geht in sein Leben zurück und hat im Handumdrehen auch die hohe Politik "back to earth" geholt.

    Angemessen sensibel seid ihr mit den ungewollt heiklen Umstand umgegangen, dass der Präsident nach seiner Notlandung ausgerechnet auf dem Dach des World Trade Center (welch ein ungewollt makabrer Ort für Science Fiction) die Suchaktion einleitet. Interessanterweise ist es richtig, dass das Gebäude zum angegebenen Zeitpunkt noch steht, wenngleich die Science-Fiction-Vision in einem verwirrenden optischen Widerspruch erscheint.
    Für den Zuschauer ist der Grusel jedenfalls auffallend authentisch, wenn er diese Bilder und den Graffiti-Slogan "Inside WTC" sieht, selbst wenn man den Begriff "heruntergekommen" nicht ZU wörtlich nimmt....

    Nun doch noch einige Worte zu den Darstellern.
    Über Kurt Russell habt ihr alles gesagt. Dieser Snake passt einfach.
    Lee van Cleef war, wenn auch mit längeren Pausen, in den für ihn zugeschnittenen Rollen fantastisch, schon seit er in frühen 50ern in HIGH NOON am Bahnhof herumlungerte, bis er endlich Bösewicht-Sachen machen durfte. Und das dann immer und immer wieder. Denkwürdig, wie Sergio Leone seinen Typus zu einem einzigartigen Cleef-Charakter machte, indem er diesen bis zum ikonischen Aberwitz trieb.
    Der zuverlässig Charakterstudien liefernde Ernest Borgnine war clevere Erweiterung des Ensembles. Einen solchen Vollblutdarsteller in einer "supporting role" hatte es bei Carpenter bis dahin selten bis gar nicht gegeben, er brachte eigenen Schwung in die Story, ohne zu viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und dadurch ungeplant die dominierende Düsternis zu erhellen.
    Neben der Optik, den spannenden Handlungssträngen und der eigenwilligen Musik, von denen die Atmosphäre erzeugt wurde, war bei Carpenter immer das eingespielte Ensemble von Bedeutung. Das galt immer ausdrücklich auch für die weniger spektakulären Stars und die kleineren Rollen. Neben den renommierteren Adrienne Barbeau und Donald Pleasance gehören in ESCAPE wie in FOG auch Tom Atkins und Charles Cyphers dazu, die kleine Freude über das Wiedersehen mit ihnen soll Erwähnung finden. Originell fand ich natürlich auch das von Isaac Hayes angeführte und von allerlei obskuren Gestalten bevölkerte Gang-Wesen.

    Was mir noch auffiel, ist die Anlage von ESCAPE als eine Art Mischung von ASSAULT und FOG. Gleichzeitig aber auch eine stilistische Weiterentwicklung seiner früheren Filme. Thematisch vielfältig war Carpenter ja nicht unbedingt, sodass sich seine Filme zwar unterscheiden, in bestimmten Beziehungen aber auch immer nahestehen.
    Neben der wiederkehrenden Besetzung sind es hier vor allem die Bilder in den endlosen Verfolgungsszenen, die an den intensivsten Stellen traumatischen Einfluss auf die Gejagten ausüben.
    Das Auftauchen unheimlicher Gestalten, seit jeher Alptraum des Menschen und seit der Romantik Inhalt von Schauergeschichten in den Medien der Zeit, wird bei Carpenter unbarmherzig bis zum Tod der meisten Handlungsfiguren betrieben.
    Die unschuldigen Helden werden von anonymen Horden gnadenloser Schlachter bis ins letzte Schlupfloch verfolgt. Zu erleben sind dabei oft nur Schatten, Geräusche - und dann Arme und Hände mit fürchterlichen Waffen.
    Die mörderische Konsequenz, mit der Fenster und Türen eingeschlagen, jedes Schutzschuld zerstört wird, lässt keinen Spielraum für friedliche Lösungen.
    Was früher in THE FOG noch abstrakte Gespenster aus dem düsteren Pesthauch der Stadtgeschichte eines kalifornischen Küstenorts waren, sind hier in ESCAPE reale weggesperrte Menschen, die zu verrohten Gestalten werden in einer dystopische Fantasie naher Zukunft. Das macht den Horror lebensnäher, perfektioniert ihn weiter - und zeigt die Handschrift eines Düsternis-Spezialisten, der sein Thema vergrößert hat und beweisen will, dass seine Filme ein Stück weit über den simplen Grusel hinausgehen.
    Nebenbei bemerkt sei die erschreckende Aktualität von grundlosen, mörderischen Attacken aus anonymer Distanz, gegen Unschuldige, - in unserer jetzigen Welt.

    Alles in allem ist ESCAPE FROM NEW YORK in meinem persönlichen Carpenter-Ranking deutlich hochgeklettert, wenn auch nicht ganz bis zur Spitze. Ich klemme mich zwischen eure Wertungen und gebe 4,25 von 5 Punkten.

    P.S.:
    Nun wartet also bereits EIN AUSGEKOCHTES SCHLITZOHR. Das kenne ich natürlich auch aus dem TV in der Jugendzeit. Den inoffiziellen Nachfolger AUF DEM HIGHWAY IST DIE HÖLLE LOS habe ich damals sogar im Kino gesehen. Es dürfte einer meiner ersten "Blockbuster" gewesen sein. Was man später dann zeitweise als Jugendsünde abgetan und geflissentlich verschwiegen hat (und sich heute sicher nicht mehr unbedingt im Kino genehmigen würde), wird nun dank der RÜCKBLENDE also wieder salonfähig. Sehr lobenswert, euer Lob auf die alte Zeit ..... Ich bin auch schon gespannt, wie weit unsere Meinungen über die Schauspielkunst von Burt Reynolds auseinandergehen. Oder auch nicht so sehr?

    ..... Und perspektivisch bietet ihr (endlich!) einen FARB-WALLACE auf. Ich habe natürlich auch schon kurz ausspioniert, um welchen es sich handelt. Na, das kann in den hiesigen Jagdgründen nur zu forschem Diskussionsbedarf führen. Ich freue mich darauf ....

  • Der erstmals übersetzte Roman Paul Temple und der Fall Max Lorraine hat mir Spannung und Freude bereitet. Kann ich nur empfehlen.
    All die restlichen Ankündigungen klingen STARK und machen Appetit auf mehr.
    Wie gut, dass wir jemanden haben, der all diese Schätze ausgräbt.
    Im Namen der deutschsprachigen Krimigemeinde besten Dank dafür, mein Freund @Georg

  • Rückblende - Der Filmklassiker-PodcastDatum17.02.2022 18:51

    "Nennen Sie mich Snake!"
    An "Die Klapperschlange" habe ich eine nette Jugenderinnerung. Die Videofreigabe zur Erscheinung war seinerzeit ab 16, ich war aber erst 15. Umso stolzer und erfreuter war ich, als ein guter Kumpel mit diesem Film und einer Packung Salamibaguettes in der Tasche meine sturmfreie Bude erklomm. Für die Getränke sorgte ich (Schorle und Spezi, was sonst ... ;-)
    Als zweiten Film haben wir uns an jenem Abend glaube ich "Goldfinger" gegönnt, die Welt zwischen der alten Republik und der heutigen Podcast-Kultur ist also klein. Aber dafür heisst es ja auch "Rückblende".
    "Die Klapperschlange" kam damals gut bei mir an, wenngleich ich die klassischeren Gruselstücke "Fog" und "Halloween" vorziehe. Ein gewisses Faible für Carpenter-Filme kann ich jedenfalls nicht abstreiten. Ihre oftmals geradezu provokant-geradlinige Einfachheit war ja nie nur den schmalen Budgets geschuldet, sondern eine Methodik, die Carpenters Handschrift in einer Klarheit zeigt, wie sie nicht jeder renommierte Regisseur vorweisen kann oder will. Carpenter tat es mit Verve, schickte sein Publikum in die Düsternis (oder in ein ehemaliges New York und neues 'Dystopia') und scheute sich auch als Komponist nicht vor simpel wirkenden - aber umso wirkungsvoller einprägsamen Klängen.
    Auf eure Sicht der Dinge bin ich jedenfalls schon sehr gespannt ...

    "Tod auf dem Nil" sah ich erstmals in den frühen 80ern im ZDF. Der Film hat mich damals schwerstens beeindruckt und meine Krimileidenschaft nachhaltig vertieft.
    Die vielen tollen Schauspieler, das königlich-exotische Ambiente rund um den Fluss, der in die Jahre gekommene Dampfer mit seinen unheimlichen Schatten und tödlichen Überraschungen, der veritable Whodunit mit einer ungeahnt actionreichen Mordhäufung in der Phase, in welcher Poirot der Wahrheit immer näher kommt. Das alles ist bei der Erstsichtung schon einfach sauspannend.
    Ein ganz klein wenig zu kurz kam in eurem Podcast vielleicht die verdiente Sympathie für die Musik des großen Nino Rota. Es mag nicht ganz die Nachhal(l)tigkeit des "Paten" haben, aber mir hat das Nil-Thema als kleines Spätwerk des Meisters schon sehr gut gefallen.
    Wie einst Smetana die liebliche Moldau von den Quellen bis zum erwachsenen Fluss vertonte, so wirkt Rotas kurze Nil-Sinfonie wie der umgekehrte Weg. Zunächst der mächtigen Strom, der sich mit voller instrumentaler Kraft zu seinem Delta wälzt. Danach - wie die Nilfahrten des neugierigen Publikums in der Regel flussaufwärts gehen - verzweigt sich das Orchester im zweiten Teil in sanften Tönen, die den Zuhörer genau wie den staunenden Ägypten-Besucher immer tiefer in ein geheimnisvolles Land gleiten lassen. Das ist es, was Rota von den weniger guten Komponisten unterscheidet. Er hatte den Film wirklich verinnerlicht und ließ sich davon inspirieren, bevor die Komposition begann. Nur so konnte seine vollendetste Filmmusik für "Der Pate" entstehen. Rota kippte nichts Fertiges in den Film hinein. Zumindest nicht oft.
    Wo ihr in der Handlung an der ein oder anderen Stelle vielleicht eher ganz leicht genervt reagiert habt, fand ich interessanterweise guten Humor vor. Als zum Beispiel der Dampfer-Manager sein extrem überflüssiges Gesichter-Namen-Zuordnungsraten veranstaltet und daür - zwischen Dieselgestank und der Hitze Afrikas - gelangweilte, durstige, entsetzte, enervierte oder böse Gesichtsausdrücke erntet, fand ich richtig witzig: "Mrs. Otterbourne....Righty?" - "Wrongy! Ich bin Mrs. van Schuyler und möchte augenblicklich in meine Kabine!"
    Der Film nimmt sich die Muße, der mehr oder weniger heruntergekommenen dekadenten Gesellschaft auch in ihren Verirrungen und charakterlichen Verderbtheiten Raum zu geben, auch wenn es die Handlung mal nicht vorantreibt.
    Überhaupt Bette Davis, mit ihrer funkelnden Wut. Wie köstlich sie eine anzügliche Poirot-Bemerkung kontert: "Wie können Sie es wagen mich anzusehen - auf diese impertinente, familiäre... kontinentale Art." .... Dialoge der Extraklasse. Wenn schon der europäische Kontinent als solcher zu einer Beleidigung taugt, war für das Skript ein ur-britischer Geist am Werk ....
    Was von "Tod auf dem Nil" für mich immer bleibt, ist ein rundum ganz starker filmischer Eindruck; eine stargespickte Krimi-Ikone, die als Nachfolge-Beitrag des ebenfalls wundervollen, vergleichsweise jedoch etwas beschaulicheren "Mord im Orientexpress", den ich damals auch schon kannte und verehrte, würdig und gleichbedeutend seinen Platz im Christie-Olymp gefunden hat. Über die Vollendung dieser Trilogie mit "Das Böse unter der Sonne" habe ich mich entsprechend gefreut.

    Bei "K X - Drei blaue Panther" empfand ich übrigens die atmosphärisch-bunte Expo in Montréal als eine sehr reizvolle Kulisse, gerade auch im Zusammenhang mit dem trickreichen Zwillings-Doppelspiel-Mord in der Seilbahn .... Nur, damit die gern zitierte 67er Expo aus einer weiteren Perspektive Erwähnung findet, schließlich dürfte ich den Film ungefähr zu der Zeit gesehen haben, als Daniel das Licht der Welt erblickte ... ;-)

  • Rückblende - Der Filmklassiker-PodcastDatum23.01.2022 13:12

    Zitat von Ray im Beitrag #34
    ... Mit der kommenden Episode dürften wir wahrscheinlich wieder deinen Geschmack ... denn er befindet sich in deiner Hollywood Top-100, 1951 - 1969

    .... Ganz bestimmt sogar .... Der Zufall will es, dass ich "Thomas Crown" erst im vergangenen Jahr wieder angeschaut habe - und dies mit Vergnügen. Viele meiner Filmsichtungen liegen ja bereits peinlich weit zurück, aber in diesem Fall sind meine Impressionen frischer. Mal sehen, ob sie mit euren Eindrücken so einigermaßen in Kongruenz zu bringen sind. Aber ich habe da wenig Zweifel. Ich finde hoffentlich sehr bald Zeit zum Hören.
    Zitat von Ray im Beitrag #36
    ... Als Aufhänger dient der erste Film "Jagd auf Unbekannt", aber wir sprechen auch über die Hintergründe zur Reihe, die tragenden Mitwirkenden und die weiteren Filme. Außerdem lässt Daniel seine persönlichen Erinnerungen an das "Kommissar X-Event" von 2009 in Gelsenkirchen noch einmal Revue passieren.....

    Bei Kommissar X ist es so, dass ich drei Filme ganz gut kenne, den Rest aber dafür gar nicht. Mein Interesse war doch immer etwas begrenzt. So gesehen fühle ich mich einerseits heimisch und kann die besondere Konstellation mit den befreundeten coolen Protagonisten nachvollziehen, gleichzeitig werdet ihr sicher helfen, auf der anderen Seite neben den Serien-Hintergründen, zu denen ich nicht viel weiß, auch die eine oder andere lehrreiche Anregung zu liefern. Ich muss nämlich gestehen, dass "Kommissar X" zu den ganz wenigen Büchern von @Tarzan gehört, vor denen ich mich bislang gedrückt habe ....

  • Edgar Wallace - Heute vor...Datum11.01.2022 21:07
    Foren-Beitrag von Peter im Thema Edgar Wallace - Heute vor...

    Zitat von Havi17 im Beitrag #52
    .... Das gilt perfekt für Harry Wüstenhagen. Mich hätte es sehr interessiert, warum er nach USA ging und dort starb.

    Es waren gesundheitliche Gründe. Das wurde hier schon einmal kurz thematisiert:

    Harry Wüstenhagen

  • Edgar Wallace - Heute vor...Datum29.12.2021 17:35
    Foren-Beitrag von Peter im Thema Edgar Wallace - Heute vor...

    Hauen Sie rein, Mr. Ross!
    Ich halte es mit Ihrem Namensvetter, der ungefähr heute vor 58 Jahren auf Marks Priory zur Ankündigung von Sir Hockbridge, "eine kleine Überraschung vorbereitet" zu haben, sagte:
    "Da bin ich aber gespannt!"

  • Rückblende - Der Filmklassiker-PodcastDatum23.12.2021 10:18

    Auch von mir die besten Wünsche für eine heitere und gesunde Weihnachtszeit an alle Mithörer
    und speziell natürlich an @DanielL und @Ray!
    Macht weiter so. Ich bin nach wie vor immer sehr gern dabei und freue mich schon auf eure verklärte Sicht der feuerzangenbowlenvernebelten Erinnerungen an bestimmte Schööler und die Lehrerschaft ....

  • Der Kommissar: Die Anhalterin

    Derrick: Attentat auf Derrick & Die Schrecken der Nacht

  • Für mich seinerzeit ein superstarker Einstieg in eine Reginald-Rose-Werkschau, die ich jedem nur sehr ans Herz legen kann, der gleichermaßen an hochspannenden wie gesellschaftskritischen Stücken interessierten ist.
    Berühmt geworden ist Rose mit den hinlänglich bekannten und mehrfach hervorragend verfilmten "Die zwölf Geschworenen".
    Darüber hinaus zu nennen sind die teils weniger bekannten aber allesamt in den 60er Jahren für das deutsche Fernsehen verfilmten "Der Fall Sacco und Vanzetti", "Straße der Gerechten", "Entscheidung", "Die Feuertreppe" oder "Das Kartenspiel".

    In TRAGÖDIE IN EINER WOHNWAGENSTADT nutzt Gräwert die starke Vorlage, um die böse Geschichte gegen alles Schaudern und Kopfschütteln in die unausweichlichen Bahnen zu bringen.
    Als Zuschauer würde man, wie desöfteren bei Reginald Rose, hin und wieder allzu gern in die Szene springen und einschreiten. Aber nicht, weil der Autor Fehler macht, sondern weil die Menschen es tun, genau wie im richtigen Leben. Ich denke, dass man einem Autor gesellschaftskritischer Stücke kaum ein größeres Kompliment machen kann. Seine Menschenkenntnis ist geradezu schmerzlich tief.

    Fritze Beckhaus hätte ich sehr gern viel öfter in großen Rollen gesehen, er hat mir selbst in kleinsten Nebenrollen immer sehr gut gefallen.
    Hier ist er in einer für ihn absolut perfekten Rolle als radikaler Eiferer zu sehen, der in seiner nur-in-schwarz-weiss-denkenden Figur eindrucksvoll den schmalen Grat bzw. kurzen Weg vom Gerechtigkeitsfanatiker zum Lynchmob-Aufrührer demonstriert.

    Überhaupt zeigt sich hier eindrucksvoll und leider allzu realistisch, wie schnell sich Menschen zum Staatsanwalt, Richter und Henker ernennen, um sich über andere zu erheben.
    Nicht nur der vermeintliche Täter selbst, auch diplomatische, differenzierende und demokratische Kräfte werden schnell zu Menschen zweiter Klasse bis hin zu ‚Staatsfeinden‘ degradiert.
    Und wie gewohnt finden die lautsprecherischen Möchtegerns in ihrem Gerechtigkeits-Amoklauf schnell Zulauf, gerade unter den Zukurzgekommenen und Gelangweilten.
    Ein Anhang des Grauens sozusagen, der sich auch mal den Anschein von Wichtigkeit gönnen will.
    Die Geschichte der Menschheit kennt und demonstriert diese Mechanismen nur allzu genau.

    Auch ohne Riesen-Stars sind die Rollen in diesem damaligen TV-Highlight sehr gut und interessant genug besetzt, um total gegensätzliche Charakter-Typen wie Schumacher, Schiff und Kuiper in Stellung zu bringen. Und wenn´s mit Aufmarsch und Fackeln zur Sache geht, ist auch Benno Hoffmanns Kantschädel nicht weit.....

    Kleine Randnotiz, nicht als Kritik zu verstehen: zum Glück sehen wir hier ein allgemeingültiges Modell, denn so ganz habe ich manchen von unseren geliebten deutschen Darstellern trotz Cowboy-Hüten die echten Hillbilly-Amerikaner nicht abgenommen…

  • Rückblende - Der Filmklassiker-PodcastDatum25.05.2021 00:32

    Vielen Dank Jungs, das habt ihr wirklich sehr gut gemacht!
    Ich freue mich schon sehr darauf, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein.
    @DanielL
    @Ray

  • Zitat von c.n.-tonfilm im Beitrag #81
    Wer spielt Sir Archibald Bessel, erstes Opfer des Phantoms? Die Rolle hat nirgends eine Credit.


    Für meine Begriffe spielt Emil Feldmar zwei Rollen im Phantom: Archibald Bessell sowie den Trinker unter der Treppe.

  • Jan HendriksDatum01.12.2020 19:35
    Foren-Beitrag von Peter im Thema Jan Hendriks

    Dank auch von meiner Seite für den wertvollen Tipp. Die Biografie über Jan Hendriks habe ich mir natürlich sofort bestellt.....

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