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 Edgar-Wallace-Forum
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Peter Ross Online



Beiträge: 1.933

22.03.2022 07:52
#331 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten



22.03.

Heute hätte Edith Teichmann ihren 101ten Geburtstag gefeiert




Edith Teichmann war auch in den letzten Jahren ihres Lebens immer noch fit, so z.B. einiger Inverviews zu entnehmen.
Ihre Karriere begann bereits kurz nach dem Krieg. So war sie zunächst in einigen Filmen als Synchronsprecherin tätig und später auch als Darstellerin. Mit dem damaligen Soldat Heinz Drache brachte sie 1948 eine Tochter zur Welt. Die Beziehung hielt jedoch nciht und später war sie mit dem jugoslawischen Schauspieler Čedo Žarković verheiratet.
Bei Wallace sah man sie in einer kleinen Rolle in "Der grüne Bogenschütze".
Hier im Wallace-Forum galt sie lange als eine der ältesten noch lebenden Wallace-Darstellerinnen.

Gestorben ist sie am 01.10.2018 im hohen Alter von 97 Jahren. Geboren ist sie am 22.03.1921. Das war heute vor 101 Jahren.

Und morgen widmen wir uns einem Regisseur, dessen Edgar-Wallace-Film seine letzte Regiearbeit werden sollte.

Jan Offline




Beiträge: 1.734

22.03.2022 11:30
#332 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Peter Ross im Beitrag #327
Eingesprungen ist der quirlige Will Tremper, der auf mich immer nach einem Mix aus Genie und Hochstapler wirkt.


Das habt ihr aber hübsch beschrieben. Ich kann Will-Tremper-Filmen - also die, bei denen er Regie führte und die ich kenne - viel abgewinnen. Sie sind weit von Perfektion entfernt, haben scheußliche Dramaturgie-Patzer und miserables Timing, haben hier Längen und sind dort wieder zu hastig. Aber Trempers Gespür für Atmosphäre war schon ein ganz spezielles. Wenn er bei "Neues vom Hexer" längerfristig eingesetzt gewesen sein sollte, so wird er da aber nach Drehbuch-Vorgabe gearbeitet haben. Ich glaube nicht, dass das zu signifikant anders gestalteten Szenen gekommen sein wird.

Gruß
Jan

Peter Ross Online



Beiträge: 1.933

23.03.2022 07:44
#333 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten



23.03.

Josef von Baky hätte heute seinen 120sten Geburtstag gefeiert




Josef von Baky (1902-1966) - eine UFA- Legende verfilmt Edgar Wallace
Unter den vielen Edgar-Wallace-Filmen dieser Jahre wirkt „Die seltsame Gräfin“ (1961) wie ein Gruß aus alten UFA-Zeiten. Große Charakterdarsteller aus vergangenen Tagen stehen für lange zurückliegende Verbrechen mit Auswirkung auf die gegenwärtige Situation. Die jungen Darsteller stehen entweder für Unterdrückung durch die ältere Generation (Arent) , Orientierungslosigkeit und Verirrung (Kinski) oder Hoffnung auf eine neue Zukunft (Grothum, Fuchsberger). Zu den UFA-Stars vor der Linse gesellen auch dahinter UFA-Größen wie Kameramann Richard Angst und ein großer Regisseur: Josef von Baky.
Von Baky wurde in Oberungarn - heute Slowakei - im multikulturellen Österreich-Ungarn geboren und kam über Budapest bald nach Berlin, wo er im Filmgeschäft Fuß fasste. Handwerkliches Können und erste kommerzielle Erfolge brachten ihm den Auftrag seines Lebens ein: mitten während des 2. Weltkrieges durfte er den Jubiläumsfilm zum 25jährigem Bestehen der UFA inszenieren: einen großen - man würde heute sagen - “Fantasy-Film nach dem klassischen deutschen Stoff für genau dieses Genre, nämlich “Münchhausen”, die fantastischen Geschichten des “Lügenbarons”. Der hochbudgetierte Film war einer der ersten in Farbe und verschwenderisch prominent besetzt. Hans Albers spielte die Titelrolle und viele andere Stars von Brigitten Horney bis Ilse Werner traten in den Episoden dieser großen UFA-Show auf. Dazu komponierte Georg Haentzschel eine Filmmusik von erstaunlicher Qualität, an Erfindungsgabe locker mit John Williams vergleichbar. Das witzige und geistvolle Drehbuch durfte der eigentlich “verbotene” Erich Kästner unter Pseudonym schreiben. Fernab vom Nazi-Alltag wurde hier eine Fantasiewelt kreiert, die ein Fest des deutschen Films werden sollte.
Damit machte sich Josef von Baky bei Publikum und Filmkritik einen nachhaltig guten Namen, bei dem man unwillkürlich immer wieder an diese Sternstunde des Films denken musste.
Auch in der Folge drehte von Baky überdurchschnittliche Filme, stellvertretend genannt “Via Mala” ( 1945), wieder mit grandioser Musik von Georg Haentzschel; “Das doppelte Lottchen” (1950), erneute Zusammenarbeit mit Erich Kästner; “Robinson soll nicht sterben” (1957) oder den Halbstarken-Film “Die Frühreifen” (1957).
Von Baky drehte mit einer Vielzahl damaliger Topstars: Hans Albers, Curd Jürgens, Maria Schell, Ruth Leuwerik, O.W. Fischer, Romy Schneider, Hardy Krüger, Horst Buchholz, Gert Fröbe, Hansjörg Felmy und viele andere.
“Die seltsame Gräfin” (1961) sollte sein letzter Film werden. Man spürt immer die Aura der UFA , zum Beispiel in einer guten Portion Expressionismus, der sich besonders in den Bildern (unter anderem Irrenhauskeller) und in der Darstellung (vor allem Rudolf Fernau, Fritz Rasp und Lil Dagover) bemerkbar machte.
Josef von Baky wäre sicherlich auch weiterhin ein guter Regisseur für klassische Wallace-Interpretationen gewesen, denn sein Stil der Darstellung und Bilder ist ziemlich kompatibel für die Phantasien des englischen Kriminalschriftsteller. Leider musste von Baky sich schon mit diesem Wallace-Film aus gesundheitlichen Gründen von der Arbeit zurückziehen. Mit Ottokar Runze und Jürgen Roland sollten ihn zwei Regisseure vertreten, denen die Zukunft gehörte.
Bei keinem anderen Wallace-Film kam soviel Qualität alter Schule zusammen. Die miesepetrige Filmkritik wollte natürlich nichts gutes an dem Werk bemerken. Doch eine kontinuierliche Filmtradition, die es in keinem Land so schwer hatte wie in Deutschland - hier gibt es sie! Dafür steht besonders Josef von Baky. Und das darf man durchaus einmal honorieren. Der Film wurde immerhin vom Bundesinnenministerium prämiert.
Josef von Baky starb leider schon 1966 im Alter von 64 Jahren.
Dieser Inhalt wurde von @fritz k zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Geboren ist Josef von Baky am 23.03.1902. Das war heute vor 120 Jahren.

Weitere Ereignisse:
- Klaus Kinskis Tochter Pola Kinski wird geboren (1952)

Und morgen geht es mit einem "Waschlappen" weiter, zumindest in einer seiner Rollen.

Savini Offline



Beiträge: 619

23.03.2022 11:04
#334 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Peter Ross im Beitrag #333
Und morgen geht es mit einem "Waschlappen" weiter, zumindest in einer seiner Rollen.

Vermute ich richtig, dass dieser "Waschlappen" Jahre zuvor auch mit Curd Jürgens gedreht hat (und da alles andere als ein solcher war)?

Peter Ross Online



Beiträge: 1.933

23.03.2022 12:39
#335 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #334
Zitat von Peter Ross im Beitrag #333
Und morgen geht es mit einem "Waschlappen" weiter, zumindest in einer seiner Rollen.

Vermute ich richtig, dass dieser "Waschlappen" Jahre zuvor auch mit Curd Jürgens gedreht hat (und da alles andere als ein solcher war)?

Den beschriebenen Film mit Curd Jürgens habe ich nicht gesehen. Meinst du den Film, in dem auch eine andere vor wenigen Tagen verstorbene Darstellerin mitspielt?

brutus Offline




Beiträge: 13.025

23.03.2022 12:53
#336 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Peter Ross im Beitrag #335

Den beschriebenen Film mit Curd Jürgens habe ich nicht gesehen. Meinst du den Film, in dem auch eine andere vor wenigen Tagen verstorbene Darstellerin mitspielt?

Dabei geben sich in dem Film jede Menge Wallace-Darsteller quasi die Klinke in die Hand

Savini Offline



Beiträge: 619

23.03.2022 15:25
#337 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Peter Ross im Beitrag #335
Zitat von Savini im Beitrag #334
Zitat von Peter Ross im Beitrag #333
Und morgen geht es mit einem "Waschlappen" weiter, zumindest in einer seiner Rollen.

Vermute ich richtig, dass dieser "Waschlappen" Jahre zuvor auch mit Curd Jürgens gedreht hat (und da alles andere als ein solcher war)?

Den beschriebenen Film mit Curd Jürgens habe ich nicht gesehen. Meinst du den Film, in dem auch eine andere vor wenigen Tagen verstorbene Darstellerin mitspielt?

Eventuell; dort kam der "Waschlappen"-Spruch jedenfalls von einem Schauspieler, der mit diesem Film ein Comeback innerhalb der Serie hatte, danach aber nie mehr in ihr auftreten sollte.

Peter Ross Online



Beiträge: 1.933

23.03.2022 15:35
#338 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #337
Zitat von Peter Ross im Beitrag #335
Zitat von Savini im Beitrag #334
Zitat von Peter Ross im Beitrag #333
Und morgen geht es mit einem "Waschlappen" weiter, zumindest in einer seiner Rollen.

Vermute ich richtig, dass dieser "Waschlappen" Jahre zuvor auch mit Curd Jürgens gedreht hat (und da alles andere als ein solcher war)?

Den beschriebenen Film mit Curd Jürgens habe ich nicht gesehen. Meinst du den Film, in dem auch eine andere vor wenigen Tagen verstorbene Darstellerin mitspielt?

Eventuell; dort kam der "Waschlappen"-Spruch jedenfalls von einem Schauspieler, der mit diesem Film ein Comeback innerhalb der Serie hatte, danach aber nie mehr in ihr auftreten sollte.

Interessant. Denn sowohl in dem Film mit Curd Jürgens spielt eine Darstellerin mit, die kürzlich verstorben ist. Als auch in dem Wallace-Film mit dem Waschlappen spielt eine andere Person mit, die leider auch kürzlich verstorben ist.

Peter Ross Online



Beiträge: 1.933

24.03.2022 07:33
#339 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten



24.03.
Karl John hätte heute seinen 117ten Geburtstag gefeiert




Hinweis: Dieser Text enthält Spoiler.
Karl John - der Desillusionierte
In den 1930iger und 40iger Jahren spielte Karl John oft und sehr erfolgreich Soldaten. In den teuer produzierten Nazi-Top-Blockbustern „Stukas“ (1941) und ganz besonders „U-Boote westwärts“ (1941) (unter anderem mit Heinz Engelmann als „arisch“ blonder Held) war auch Karl John einer der Hauptdarsteller auf den schillernden Spielplätzen großer Kriegsabenteuer.
Krieg verloren, totales Desaster, Desillusion: nach 1945 gab es einige so ambitionierte wie trübe Filme mit bitterer Vergangenheitsbewältigung: „In jenen Tagen“ (1947) , „Die letzte Nacht“ (1949), „Liebe 47“ (1949) oder „Der Verlorene“ (1951, Regie: PeterLorre!). Karl John war immer dabei und im Gegensatz zum heroisch wirkenden Heinz Engelmann eignete er sich exzellent für die Darstellung gebrochener Männer. Diese sogenannten Trümmerfilme waren aber für das Publikum auf Dauer nicht gut verträglich mit dem Wunsch nach Normalität und Unterhaltung und so kam Karl John dann wieder als Soldat in neuen Kriegsfilmen auf die Leinwand, die auch das Erlebte verarbeiten sollten. Am bekanntesten sind wohl „Des Teufels General“ (1955) und „Hunde, wollt ihr ewig leben“ (1958). Aber nun zu unserem Thema:
In den beiden „Hexer-Filmen“ machen wir Bekanntschaft mit Karl John. Selten hat ein Schauspieler in seinen Rollen in den Wallace-Filmen so unterschiedlich gewirkt: Shelby in „Der Hexer“ (1964) ist ein „Waschlappen“ , so meint zumindest Verbrecherboss Maurice Messer. Unter den vier Gesetzesbrechern ist er derjenige, der die meiste Panik vor dem Hexer hat und der erste, der Reissaus nehmen will. Natürlich wird er auch ein Mordopfer - allerdings durch die eigenen Kollegen. Für ein Schauspielkaliber wie Karl John ein Routinejob, der uns aber viel Spaß macht und zeigt, wie hochwertig die Wallace-Filme auch in Nebenrollen besetzt worden sind.
In „Neues vom Hexer“ (1965) sehen wir ihn wieder (wie auch sieben weitere Darsteller aus dem ersten Hexer-Film) in einer völlig anderen Rollen. Als Dr. Mills sieht er mit Schnurrbart und üppigem weißen Haar sehr verändert aus, etwas unecht, was dem Maskerade-Thema des Films hervorragend entspricht. Seine stoische Ruhe wirkt nicht nur auf Rechtsanwalt Bailey angsteinflößend. Damit spielt Karl John eine der interessantesten Figuren dieses Films.
Das wars leider bei Wallace, aber Karl John tauchte noch in anderen interessanten Fernsehkrimis auf, immer wieder als ein Mann, der mit der Gegenwart nicht zurecht kommt.
In „Babeck“ (1968) spielt er glänzend den untergetauchten Vater der Hauptdarstellerin, der Helmut Lohner in einer eindrucksvollen Szene seine Desillusion erklärt. Das Thema zieht sich erstaunlicherweise versteckt weiter durch zwei Kommissar-Folgen und dann noch einmal ganz offen bis zu Derrick. In der Star-besetzten Kracher-Folge „Auf eigene Faust“ (1976) spielt Karl John einen desillusionierten Privatdetektiv mit der ihm ganz eigenen Aura eines Mannes, der viel gesehen haben muss.
Dieser Inhalt wurde von @fritz k zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Gestorben ist Karl John im Alter von 71 Jahren am 22.12.1977. Geboren ist er am 24.03.1905. Das war heute vor 117 Jahren.

Der Bösewicht, dem wir morgen gedenken, spielte in seinen beiden Wallace-Auftritten an der Seite von Albert Bessler.

Savini Offline



Beiträge: 619

24.03.2022 08:12
#340 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Peter Ross im Beitrag #339
In den beiden „Hexer-Filmen“ machen wir Bekanntschaft mit Karl John. Selten hat ein Schauspieler in seinen Rollen in den Wallace-Filmen so unterschiedlich gewirkt: Shelby in „Der Hexer“ (1964) ist ein „Waschlappen“ , so meint zumindest Verbrecherboss Maurice Messer. Unter den vier Gesetzesbrechern ist er derjenige, der die meiste Panik vor dem Hexer hat und der erste, der Reissaus nehmen will. Natürlich wird er auch ein Mordopfer - allerdings durch die eigenen Kollegen. Für ein Schauspielkaliber wie Karl John ein Routinejob, der uns aber viel Spaß macht und zeigt, wie hochwertig die Wallace-Filme auch in Nebenrollen besetzt worden sind.
In „Neues vom Hexer“ (1965) sehen wir ihn wieder (wie auch sieben weitere Darsteller aus dem ersten Hexer-Film) in einer völlig anderen Rollen. Als Dr. Mills sieht er mit Schnurrbart und üppigem weißen Haar sehr verändert aus, etwas unecht, was dem Maskerade-Thema des Films hervorragend entspricht. Seine stoische Ruhe wirkt nicht nur auf Rechtsanwalt Bailey angsteinflößend. Damit spielt Karl John eine der interessantesten Figuren dieses Films.

Ehrlich gesagt, war mir gerade wegen der optischen und vor allem charakterlichen Kontraste zwischen beiden Figuren bis zum Erscheinen von Joachim Kramps Buch gar nicht bewusst, dass es sich um denselben Schauspieler handelt - obwohl ich den Namen Karl John im Vorspann wahrgenommen hatte:
Gestorben ist Karl John im Alter von 71 Jahren am 22.12.1977. Geboren ist er am 24.03.1905. Das war heute vor 117 Jahren.
Zitat von Peter Ross im Beitrag #339
Der Bösewicht, dem wir morgen gedenken, spielte in seinen beiden Wallace-Auftritten an der Seite von Albert Bessler.

Verkörperte er eventuell in beiden Filmen die Titelfigur?

Peter Offline




Beiträge: 2.882

24.03.2022 12:20
#341 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Als Ergänzung zu Karl John ein älterer Forums-Fund:

Karl John

Peter Ross Online



Beiträge: 1.933

24.03.2022 15:15
#342 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Bemerkenswert sind für mich auch die Auftritte von Karl John in Babeck:
Hinweis: Dieser Text enthält Spoiler.
Karl John spielt Hohmann, den Vater von Marianne Hohmann (Cordula Trantow), die sich nach den Verschleierungen des angeblich Todes ihres Vaters zusammen mit Manfred Krupka (Helmuth Lohner) an die Ermittlungen macht.
Am Ende stellt sich heraus, dass Hohmann einfach nur mit dem bisherigen Leben abschließen wollte und nun unter neuer Identität in die kriminellen Kreise von Babeck (Charles Regnier) gezogen wurde.
Das führt gar zu einem sinnlosen oder auch nachdenklichen Ende. Zwar können Marianne Hohmann und Manfred Krupka den Vater (Karl John) auffinden, aber das Happy End bleibt aus. Denn dieser wirkt eher so, als fühle er sich gestört. Schließlich wird in den letzten Szenen des Films sogar suggeriert, dass Marianne Hohmann den Lebensweg auch noch duldet oder sich sogar der kriminellen Gesellschaft anschließt. Und auch trotz des Todes von Babeck bleibt in der Schlussszene vor dem Anwesen von Babeck die Nachdenklichkeit. Manfred Krupka (Helmuth Lohner) ist dort zumindest gewissermaßen für sich allein. Ein Happy End wäre sicher etwas anderes.
Bereichert wurde die gesamte Wirkung dank der überzeugenden Darstellung von Karl John. Einem Mann, der sich zum Bösen ziehen lässt und in der eigenen Schwäche gefangen bleibt.
In der deutschen Geschichte wird man sicher sehr schnell auf Ereignisse stoßen, in denen das Menschen ebenso passiert ist. Und vielleicht ist gerade heute wieder besonders aktuell...

Peter Ross Online



Beiträge: 1.933

25.03.2022 06:58
#343 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten



25.03.
Richard Haller hätte heute seinen 97sten Geburtstag gefeiert




Hinweis: Dieser Text enthält Spoiler.
Richard Haller gehörte in seinen beiden Wallace-Filmen sicher nicht zu den Sympathie-Trägern. Er war für die groben Arbeiten zuständig, die Morde im Auftrag des Drahtziehers. Sein Erbe war nicht einfach, trat er doch in die Fußstapfen von Ady Berber, jenem Ungeheuer, vor dem die Zuschauer der Kinos sicher Angst haben mussten. Dennoch war es auch gut, einen neuen Darsteller für derartige Rollen einzubringen. Vielleicht wäre ansonsten eine gewisse Eintönigkeit entstanden, auch wenn natürlich ein Ady Berber hervorragend seine Darstellungen geleistet hat.
Alfred Vohrer hat in "Der Bucklige von Soho" für Richard Haller die Rolle des ungepflegten Namensgebers des Titels geschaffen. In "Die blaue Hand" spielte er ebenfalls jene Titelfigur, die sich am Ende als Gärtner des Anwesens entpuppt.
Richard Haller wäre uns wahrscheinlich viel einprägsamer in Erinnerung geblieben, wenn Augen, Tür und Tuch zu anderer Zeit entstanden wären.

Gestorben ist Richard Haller im Alter von 58 Jahren am 05.06.1983. Geboren ist er am 25.03.1925. Das war heute vor 97 Jahren.

Weitere Ereignisse:
Geburt Herbert Fux (1927)

Und der morgige Geburtstag ist der 26.03.1873. Wer kann das wohl sein?

Savini Offline



Beiträge: 619

25.03.2022 08:09
#344 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Peter Ross im Beitrag #343
Er war für die groben Arbeiten zuständig, die Morde im Auftrag des Drahtziehers. Sein Erbe war nicht einfach, trat er doch in die Fußstapfen von Ady Berber, jenem Ungeheuer, vor dem die Zuschauer der Kinos sicher Angst haben mussten. Dennoch war es auch gut, einen neuen Darsteller für derartige Rollen einzubringen. Vielleicht wäre ansonsten eine gewisse Eintönigkeit entstanden, auch wenn natürlich ein Ady Berber hervorragend seine Darstellungen geleistet hat.

Eine neue Besetzung für diesen Rollentyp war natürlich unvermeidlich, da Berber im Januar 1966 verstarb - mehrere Monate, bevor die Dreharbeiten zum "Buckligen" begannen.

Peter Ross Online



Beiträge: 1.933

25.03.2022 10:41
#345 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #344
Zitat von Peter Ross im Beitrag #343
Er war für die groben Arbeiten zuständig, die Morde im Auftrag des Drahtziehers. Sein Erbe war nicht einfach, trat er doch in die Fußstapfen von Ady Berber, jenem Ungeheuer, vor dem die Zuschauer der Kinos sicher Angst haben mussten. Dennoch war es auch gut, einen neuen Darsteller für derartige Rollen einzubringen. Vielleicht wäre ansonsten eine gewisse Eintönigkeit entstanden, auch wenn natürlich ein Ady Berber hervorragend seine Darstellungen geleistet hat.

Eine neue Besetzung für diesen Rollentyp war natürlich unvermeidlich, da Berber im Januar 1966 verstarb - mehrere Monate, bevor die Dreharbeiten zum "Buckligen" begannen.

Ja, leider hatten weder Ady Berber noch Richard Haller ein ganz langes Leben.

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