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  • Wallace-Lesungen bei MDR KulturDatum25.07.2021 23:39
    Thema von DanielL im Forum Edgar-Wallace-Forum

    Leider schon abgelaufen, zu spät davon mitbekommen:
    https://www.mdr.de/kultur/radio/klassike...allace-100.html

    Dennoch zur Übersicht:

    MDR KULTUR Klassikerlesung
    Edgar Wallace: "Der Gedankenleser" und andere Kriminalerzählungen

    01.07. - 02.07.2021
    Der Club der Vier
    Es liest: Günther Dockerill | NDR 1982

    05.07. - 06.07.2021
    Der Gedankenleser
    Es liest: Paul Hoffmann | SDR 1960

    07.07. - 08.07.2021
    Im Banne des Sirius
    Es liest: Heinz Schimmelpfenig | SDR 1960

    09.07. - 12.07.2021
    Der Herr im dunkelblauen Anzug
    Es liest: Helge Heynold | HR 2009

    13.07. - 14.07.2021
    Der falsche Rettungsring
    Es liest: Helmut Zierl | HR 2008

    15.07. - 16.07.2021
    Die Doppelgängerin
    Es liest: Peter Heusch | HR 2004

    Sendung: 01.07. - 16.07.2021 | Mo-Fr | jeweils 15:10 Uhr

    Die Lesung "Der Herr im dunkelblauen Anzug" steht auf der Website zum Hören bereit. Alle anderen Lesungen gibt es aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht im Internet.

  • Edgar Wallace AusstrahlungenDatum15.07.2021 18:39
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema Edgar Wallace Ausstrahlungen

    In die Diskussion nach dem Erfolg von EW bei jüngeren Zuschauern mischen sich neben dem Interesse an den Filmen selber halt Fragestellungen in Bezug auf das generelle Mediennutzungsverhalten (Medienwandel), Veränderungen der Senderlandschaft (Viel mehr unterschiedlich positionierte Spartensender wie NITRO und zdf_neo als zu Zeiten von EW auf Sat1 oder Kabel1), Akzeptanz älterer Filme generell im TV... Daher sehr schwer abschließend zu beantworten. Interessant wären auch Abrufzahlen von EW bei Netflix, Amazon und den Mediatheken... Aber das wird unter Verschluss gehalten.

  • Rückblende - Der Filmklassiker-PodcastDatum08.07.2021 14:53

    Zwei Wochen sind seit "unserem" Alcatraz-Ausbruch vergangen, nun steht die nächste Rückblende-Episode in den Startlöchern. Wenn Harald Reinl und Herbert Reinecker FBI-Agent Jerry Cotton zum Tanz mit einem Mördersyndikat bitten, ist es schon fast klar, dass wir all unsere Gedanken kaum in 90 Minuten untergebracht bekommen. Die Episode kann man aber auch gut in mehreren Teilen anhören: Zunächst geht es um die Filmreihe insgesamt, dann widmen wir uns detailliert "Der Tod im roten Jaguar". Hier seht ihr das Plakat zur Wiederaufführung, dass sich geringfügig von dem der EA unterscheidet. Denn "Fall Nr. 7" wurde die Ehre zuteil, zum 1000. Jerry-Cotton-Heft nochmal in den Kinos anzulaufen. Alles weitere, wie üblich, hier:

    Rückblende - Episode 04 vom 08.07.2021
    Thema: Der Tod im roten Jaguar (D 1968) mit George Nader, Regie: Harald Reinl



    In seinem vorletzten Einsatz als FBI-Agent Jerry Cotton setzt George Nader alles auf eine Karte: Um einer Organisation, die Mord auf Bestellung ausführt, das Handwerk zu legen, bestellt er einen Killer für sich selbst! Die von Herbert Reinecker erdachte Story mixt geschickt Cotton-typische Action-Elemente mit einem dem Zeitgeist entsprechenden Whodunit-Krimi deutscher Prägung und wurde von Genre-Spezialist Harald Reinl (Edgar Wallace, Dr. Mabuse u.a.) souverän in Szene gesetzt. Trotz Fokus auf Fall Nr. 7 kommen wir natürlich nicht umhin, auch einige Worte zur Figur und der Reihe an sich zu verlieren.

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  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum12.06.2021 21:27
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema Die Jerry-Cotton-Filmreihe

    Zunächst einmal vielen Dank für die Mühen. Das hilft ja schon mal enorm weiter. Auch wenn die Vergleiche nicht auf den Frame genau sind, kann man wohl annehmen, dass es sich tatsächlich wie befürchtet um die Kinowelt-Fassungen handelt. Nur eben in anderem Beschnitt. So bleibt denn nun eine Box, die man einerseits für Filmjuwelen-Verhältnisse vergleichsweise umfangreich ausgestattet hat - allerdings mit einer Grundlage, die 2021 nicht weniger als vollkommen aus der Zeit gefallen wirkt. Schade.

  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum12.06.2021 13:40
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema Die Jerry-Cotton-Filmreihe

    Ich hoffe es gibt zeitnah ein paar Vergleichs-Screens zwischen Kinowelt und Filmjuwelen-Fassungen. Das würde ein wenig Durchblick verschaffen.

  • Rückblende - Der Filmklassiker-PodcastDatum10.06.2021 19:01

    Seit heute morgen überall, wo es Podcasts gibt... Wer immer gleich über neue Folgen in der App seines Vertrauens informiert werden möchte, kann natürlich auch die dortigen Abo-Funktionen nutzen.

    Rückblende - Episode 02 vom 10.06.2021
    Thema: Ich, Dr. Fu Man Chu (GB 1965) mit Christopher Lee, Regie: Don Sharp



    Irgendwo zwischen Abenteuerfilm, Eurospy, Gruselkrimi und Horrorfilm bewegt sich der erste und unserer Ansicht nach beste Film der fünfteiligen "Dr. Fu Man Chu"-Reihe des berühmt-berüchtigten Produzenten Harry Alan Towers, in der Christopher Lee erstmals in die Rolle des chinesischen Superverbrechers mit Weltherrschaftsfantasien schlüpft und dabei auf das Traumpaar des deutschen Kriminalfilms, bestehend aus Joachim Fuchsberger und Karin Dor, trifft.

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  • Rückblende - Der Filmklassiker-PodcastDatum09.06.2021 18:34

    Vielen Dank auch von meiner Seite für die positiven Rückmeldungen. Aber auch Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind im Zweifel gerne gesehen. Morgen geht's mit unserer Episode Nummer 2 weiter. Dann steht ein Superverbrecher auf dem Plan, der gleich einer ganzen Hand voll Foren-Lieblingen das Leben schwer macht.

    Daher heute noch mal ein plakativer Hinweis auf die erste Folge, sodass später mal ein Auffinden der Episoden hier schnell von der Hand geht:


    Rückblende - Episode 01 vom 20.05.2021
    Thema: Das schwarze Schaf (D 1960) mit Heinz Rühmann, Regie: Helmut Ashley



    Als Pater Brown surft Heinz Rühmann Anfang der sechziger Jahre stilsicher auf der gerade richtig in Schwung geratenen Krimiwelle im Kino. Das Regie-Debüt von Helmut Ashley nach den Erzählungen von G. K. Chesterton überzeugt mit geistreichen Dialogen und einem tollen Darsteller-Ensemble.

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  • Backkataloge großer LabelsDatum27.05.2021 21:51
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema Backkataloge großer Labels

    Exakt. Es setzt sich fort, was hier zuletzt Thema war.

    Immerhin, obwohl man mit Amazon wegen seiner grdstzl. Marktmacht kritisch umgehen sollte: Was den Medienmarkt(Filmproduktion) angeht, haben sie sich bisher nicht wie Heuschrecken verhalten. Und zu MGM kam ja gleich die Ansage, dass man das Studio in guter Tradition fortführen möchte. Also ich hoffe mal, da wird man nicht so dran rumfurwerkeln wie bei 20th Century (Fox). Plus: MGM hat seit den 70ern bereits öfters den Besitzer gewechselt. Zuletzt war's irgendein Hedgefonds-Konsortium. Mal sehen wie zugänglich die MGM-Klassiker dann langfristig so bleiben. Im Streaming läuft's dann wohl auf exklusiv bei Amazon hinaus. Auf Kino-Einnahmen wird man bei den großen/neuen Blockbuster-Titeln hingegen erst mal nicht verzichten. Spannend wird's wohl inwieweit es noch physische MGM-Backkatalog Titel fürs Regal geben wird...

  • Wallace & Blu-rayDatum26.05.2021 22:03
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema Wallace & Blu-ray

    Vielleicht ist die Zeit an der Stelle reif für folgende Frage.

    Wallace auf "4K Ultra HD" - Würdet ihr euch dafür grundsätzlich interessieren?
    Würdet ihr überhaupt euer Equipment noch mal upgraden? Oder habt es sogar schon getan?

    Ich glaube zwar nicht, dass hier zeitnah was kommt. Aber immerhin: Die ersten internationalen Klassiker, z.B. die "großen" Hitchcocks, sind ja unterdessen schon auf 4K Discs erschienen. Tatsächlich tue ich mich mit einer Prognose schwer, da ja der physische Markt ingesamt sehr rückläufig ist, gleichzeitig wäre 4K dann die wohl wirklich (...?) letzte physische Vermarktungsoption, die aktuell nach der Generation Blu-ray überhaupt noch vorstellbar scheint. Wobei in jedem Fall weniger spannend, da ja bis auf die ersten 2K-Astastungen letztlich nicht mehr mit neuen Abtastungen zu rechnen wäre, sondern es dann wirklich nur noch um das Mehr an Pixeln ginge. Und wenn dann die Blu-ray ohnehin schon wie von Fabian beschrieben ein gutes Downscaling vom 4k-Master hat - ist es dann im Endeffekt nur noch eine "Lifestyle"-Frage ob man sich eine 4K-Disc kauft oder gibt es da tatsächlich noch wahrnehmbaren einen Mehrwert in einer typischen privaten Nutzungssituation?

  • Wallace & Blu-rayDatum22.05.2021 11:41
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema Wallace & Blu-ray

    Grundsätzlich ist doch die vernünftigste und zukunftssicherste Vorgehensweise, im höchsten Standard (4k/ "Ultra HD") abzutasten und daraus die Blu-ray Master zu erstellen. Natürlich gibt es dann noch viele weitere Faktoren, die darüber entscheiden, ob man ein Produkt als gelungen bezeichnen kann (Farbkorrekturen, Korrekturfilter etc.).

  • Bewertet: "Der Hexer" (1964, 17)Datum28.04.2021 21:44
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema Bewertet: "Der Hexer" (1964, 17)

    Im Grunde bin ich da ganz bei dir, Jan. Wenn man sich an den Logiklöchern ernsthaft stört, ist es ein relativ sinnloses Unterfangen, sich den Filmen überhaupt anzunehmen. Gerade Mini-U-Boot und Co. gehören ja letztlich in eine lange Liste von skurrilen Kostümierungen und Gadgets, welche allesamt im Prinzip unnötig kompliziert für die Verwender waren. Aber Wallace-Verbrecher haben eben dankenswerter Weise einen Hang zur Theatralik. Andererseits muss ich sagen, dass mich manche der hier aktuell getätigten Beobachtungen doch unterhalten, wenn ich sie auch nicht als als wirkliches Kriterium ansehe und die Diskussion mit einer Strenge geführt wird, dass auch viele andere prominente Publikumsfilme im Prinzip nicht stand halten würden.

    Darüber hinaus fallen mir hier ein paar Punkte auf, die ich gar nicht so sehr in Frage stelle:

    Zitat von Baal1985 im Beitrag #291
    Sir John meint/hofft, er würde von dem Mord an seiner Schwester nichts erfahren.
    Worauf Inspektor Higgins antwortet: "Er wird. Ich hab' in allen australischen Zeitungen ausführlich über den geheimnisvollen Mord an Gwenda Milton berichten lassen."Warum eigentlich? Was für ein Interesse hat die Polizei, dass Arthur Milton sich einschaltet??? Das verkompliziert die Sache doch nur.

    Könnte eine ähnliche Motivation sein, wie Mittäter wieder laufen zu lassen, um an Hintermänner heranzukommen. Wenn der Hexer in London Staub aufwirbelt, rechnet sich Higgins vermutlich bessere Chancen aus, eine Spur zu finden. Außerdem ist Higgins trotz seiner angeblichen Berühmtheit beim Yard nun nicht der cleverste Inspektor. Er tappt schließlich den ganzen Film lang im Dunkeln.

    Zitat von Savini im Beitrag #332
    Daneben frage ich mich, wie es sein kann, dass Messer zwar über den Hexer informiert ist, aber dessen bürgerlichen Namen nicht kennt und daher auch nicht wusste, dass seine Sekretärin dessen Schwester war.


    Der bürgerliche Name ist vermutlich nicht allgemein bekannt, sondern nur den ermittelnden Behörden. Der "Hexer" hingegen scheint dagegen schon früher ein großes Thema in der Presse gewesen zu sein, sonst wäre seine Rückkehr kaum einen Aufmacher wert.

    Zitat von Savini im Beitrag #330
    Aber die Vorgeschichte des Hexers, die Higgins kurz erwähnt, will wirklich nicht passen: Zunächst heißt es, der Hexer habe niemanden selbst ermordet, sondern nur Ganoven dazu gebracht, "sich selbst zu richten". Kurz bevor vor Messers Ermordung das Licht flackert, hört es sich aber ganz so an, als habe er in der Vergangenheit schon einen Mord unter ähnlichen Umständen begangen.


    Ich glaube das Verhältnis vom Yard zum Hexer ist durchaus zwiespältig. Es gibt großen öffentlichen Druck ihn zu fassen, gleichzeitig scheint Higgins ihm ja etwas Respekt zu zollen. Beim Mord von Oberst Hartford, von dem Sir John ja berichtet, dort habe alles genauso stattgefunden, konnte vielleicht offiziell nie ein Täter nachgewiesen werden. Higgins könnte sich dann wohlwollend darauf berufen, was erwiesen ist. Das sind offenbar weniger schwere Delikte.

    Zitat von Savini im Beitrag #330
    Wie kann es sein, dass nur Inspektor Warren ihn jemals zu Gesicht bekommen hat? Eine Ausweisung ist ein offizieller Vorgang, bei der jemand vor Gericht erscheinen muss und danach sicher bis zur Ausreise eskortiert wird.

    Hier darf man die Ausweisung wohl nicht so wörtlich nehmen. Vielmehr musste sich der Hexer wohl absetzen, da ihm in England früher oder später doch Repressalien gedroht hätten. Milton ist ja auch nicht gebürtiger Australier, oder?


    Zu letzt: Ich stimme dem Aspekt des Kommerz natürlich zu, wobei ich hier die Formulierung "Bankkonten aller Beteiligten füllen" etwas hart finde. Natürlich ging's um's Geschäft. Aber auch bei jedem Kommerzfilm wird ja im besten Sinne über Budget gestritten. Mit Menschen, die kreativ und künstlerisch motiviert sind. Und der Produzent muss letztlich austarieren, wie viel er aufbieten muss, damit er sich den Film nicht kaputtspart. Vom Erfolg verwöhnt verfestigten sich sicherlich Strickmuster, gleichzeitig wuchs aber auch der ökonomische Druck.

  • Alles richtig. Finde dennoch, um diese Szene wird zu viel Aufsehen gemacht. Natürlich ist es total dämlich von Davis. Allerdings macht der Reverend ja selbst den Eindruck, etwas überrascht zu sein, wie leicht ihm die Sache gemacht wird. Ich will's mal so sagen: Wer sich an der fehlenden Glaubwürdigkeit des gesamten Konstrukts nicht stört, müsste auch mit der Szene einigermaßen zurechtkommen.

  • Backkataloge großer LabelsDatum24.04.2021 10:16
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema Backkataloge großer Labels

    Es macht gerade das Gerücht die Runde das Warner USA ab 2022 DVDs und Blu-Rays bzw. den physischen Vertrieb komplett einstellt und sich auf "HBO Max" konzentriert.

    U.a. hier zu lesen: https://movieweb.com/warner-bros-phasing-out-dvds-blu-rays/

  • Während die "vierte Wand" selbst relativ klar definiert ist, ist das Durchbrechen der vierten Wand wohl etwas mehr Interpretationssache.
    Hier zwei Zitate, wenn auch "nur" von Wikipedia...

    Zitat
    Eine Figur im Roman oder im Film kann ihre Zuschauer nicht persönlich ansehen und ansprechen, wie es Schauspielern auf der Bühne grundsätzlich möglich wäre. Daher ist es in diesen Medien ein besonders wirkungsvoller Effekt, wenn etwa eine Figur aus der Handlung ausbricht und den für sie nicht sichtbaren Zuschauer vor der Leinwand direkt anspricht.



    Das trifft natürlich v.a. auf den Bogenschützen zu. Aber auch im "Geheimnis der schwarzen Koffer" wendet sich Chris Howland ganz kurz aber doch ganz klar an den Zuschauer. Es ist halt nicht einprägsam, da eben nicht der Film selber oder die Kinokasse erwähnt wird bzw. es keinen richtig konstruierten Gag wie den Pfeil im Rücken gibt. Howland fummelt einfach an seinem Aufnahmegerät, schaut dann in die Kamera und sagt "Ende".

    Zitat
    Ebenfalls ein Bruch mit Konventionen ist es, wenn die fiktiven Personen entdecken, dass sie nur Teil einer fiktiven Welt sind(...)



    Hier würde denn auch Schürenbergs "Dann müssen wir jetzt gehen" hinzuzählen.

  • Zitat von Peter Ross im Beitrag #13
    Ich sehe das auch so, dass mit bedacht die Vierte Wand eingesetzt werden sollte. Den Pfeil an der Kinokasse abzugeben ist sicher für das TV zu albern. Ebenso finde ich die Einblendung "Wissen Sie jetzt schon, wer der Hexer ist" ein wenig peinlich. Hinzu kann man auch noch den Abschluss aus "Die Tür mit den sieben Schlössern" und dem Hinweis für den Weg nach Hause sehen. Allerdings handelt es sich bei diesen 3 Beispielen auch lediglich um Kommunikation von Offsprecher/Einblendungen an die Zuschauer. Die eigentlichen Darsteller sind hier außen vor, so dass die Szenen sicher nur indirekt als Kommunikation mit der "Vierten Wand" gesehen werden können.


    Den Hinweis, den verschwundenen Pfeil an der Kinokasse abzugeben, wird aber von Arent vorgetragen. Er hat ihn ja dann im Rücken stecken und daran hängt das Schild "Ende". Es ist das letzte Bild.

  • Ein Stilmittel, das für meinen Geschmack nur sehr wohl bedacht und ausgewählt eingesetzt werden sollte, denn es kann schnell nerven, entzaubern, ablenken oder albern wirken. Das prominenteste Beispiel dürfte bei EW sicherlich wie bereits genannt beim Bogenschützen vorkommen. Den Filmbeginn finde ich insofern clever, da Arent und Wüstenhagen zwar die Zuschauer ansprechen, man nach dem Gegenschnitt aber schließlich auch meinen könnte, sie hätten lediglich Dialog geführt. Mit "Ich glaube, dass wird doch ein schöner Film" ist es dann offenkundiger. Und schließlich mit dem Endgag "Bitte geben sie den Pfeil an der Kinokasse ab" trägt Roland dann schon recht dick auf. Passt zu dem Gesamteindruck des Films, der nicht so düster ist und teilweise etwas kurioser und verspielter gehalten ist (Bogenschütze-Outfit, Teekränzchen der Bobbies am Tatort,...). Bin zufrieden damit, dass man es nicht noch viel öfter bei EW gemacht hat.

    In die Liste könnte noch passen:
    - Am Ende "Der Mönch mit der Peitsche": Schild "Ende" wird ins Aquarium gehalten. Darauf Schürenberg: "Was schon? Dann müssen wir jetzt gehen..." Zwar keine direkte Ansprache, aber im weiteren Sinne geben die Figuren offen die Fiktion preis.
    - Nicht direkt in der Filmhandlung, aber in dem Zusammenhang bemerkenswert. Die Stimme "Hallo, Hallo. Vorsicht auf dem Heimweg" bei den "Schlössern".

  • Die Jerry-Cotton-FilmreiheDatum16.04.2021 18:23
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema Die Jerry-Cotton-Filmreihe

    Zitat von DanielL im Beitrag #212
    Die Filmjuwelen DVD Box ist jetzt auf 14. Mai 2021 terminiert. Sonst keine Änderungen ersichtlich.


    Verschoben auf den 11.06.2021.

  • Ich finde es interessant, welcher Roman am dichtesten verfilmt wurde. Ob jedoch ein guter oder "echter" Wallace-Film zwingend nah an einer Buchvorlage orientiert sein muss, steht für mich auf einem anderen Blatt. "Frei nach" muss ja nicht per se "fernab des Wesens" bedeuten.

    Was das Erfolgsrezept der Filme betrifft, bin ich da ganz bei Fabian. Ebenfalls zustimmen würde ich, dass den freien Adaptionen öfter eine gewisse Sorgfaltspflicht in der Story und Logik abgeht. Nicht ausschließlich, aber in der Tendenz. Hier muss man allerdings Ursache und Wirkung unterscheiden. Einigen Drehbuchautoren wäre es sicherlich zuzutrauen gewesen, die markanten "Rialto-Erfolgsfaktoren" auch in etwas wasserdichtere Plots zu packen. Man hat nur zunehmend weniger Wert darauf gelegt, weil man sich eben auf jene filmischen Erfolgsmerkmale verlassen hat und dabei zeitweise den Bogen "Spektakel vor Logik" überspannte. Im Sinne eines echten Romanbezuges hätte es das freilich auch nicht originaler gemacht.

    Ein Film wie "Im Banne des Unheimlichen" gibt dem Prinzip noch heute nicht ganz unrecht, immerhin ist er zumindest bei einem beträchtlichen Teil der heutigen Kenner eher überdurchschnittlich beliebt, obwohl er sicherlich in den Bereich "Spektakel vor Logik" fällt. Demgegenüber ist die "Rächer"-Geschichte im Film nicht besonders stark umgesetzt und dazu noch vergleichsweise schlecht gealtert.

    Die Feststellung, den Namen des Autors weitgehend nur zu Marketingzwecken genutzt zu haben, würde ich lediglich den Filmen machen, von denen wir heute wissen, dass Werk, Autor und dessen stilistisches Nachwirken bei der Ideation praktisch keine Rolle gespielt hat, weil der Bezug mehr oder weniger nachträglich für unseren lokalen Filmmarkt hergestellt wurde (Nein, es sind deshalb natürlich nicht per se schlechtere Filme!). Bei einem echten "echten" Wallace muss das Vorhaben aber am Anfang stehen, nicht am Ende ;)

    Die frühen s/w Bryan-Edgar-Wallace-Filme sind ja gewissermaßen auch nichts anderes als verkappte, freie Edgar-Wallace-Adaptionen. Kurioserweise würde man sie vermutlich ohne Wissen der Produktions- und Autoren-Hintergründe eher als werkgetreuen Wallace-Film tippen als manches Spätwerk, dass den Senior als Credit listet.

    Und vollends kompliziert kann man es machen, wenn man die Ebene der deutschen Kinofilme verlässt. Dann wenn es allein die (literarische) "Original-Idee ausmacht", müssten sich doch vermutlich viele Filme der sechziger Jahre durch zahlreiche Verfilmungen aus den dreißiger Jahren geschlagen geben?

  • Bewertet: "Der Hexer" (1964, 17)Datum14.04.2021 00:20
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema Bewertet: "Der Hexer" (1964, 17)

    Zitat von Lord Low im Beitrag #323
    Zitat von Lord Peter im Beitrag #322


    Und noch ein Detail - warum trägt Messer überhaupt diese Uhr in der Brusttasche? Als er Hopkins' Anruf entgegennimmt, sieht man eindeutig, daß er auch eine Armbanduhr trägt. Doppelt hält besser?


    Gehörte wohl zum Kostüm. Und die Armbanduhr hatte Jochen Brockmann vermutlich einfach vergessen abzunehmen.



    Vielleicht trägt er lieber zwei Uhren bei sich, seitdem er auch die Pflichtverteidigung für Kleptomanen übernimmt.

  • Ist jetzt vielleicht nicht das schönste Thema, aber gerade bei einem Flugzeugabsturz kann doch durchaus einige Zeit ins Land gehen, wenn man keinen leeren Sarg zu Grabe tragen will.

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