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  • Thema von DanielL im Forum Edgar-Wallace-Forum

    Millionen lasen die weltberühmten Romane. Millionen sahen die berühmte Kinofilmserie. Erinnern Sie sich! Sie alle kennen die Titel: Das Gasthaus an der Themse; Der grüne Bogenschütze; Der Zinker; Der unheimliche Mönch; Der Hexer; Die toten Augen von London; Das Geheimnis der gelben Narzissen; Die blaue Hand. Und jetzt erleben Sie einen neuen Höhepunkt: Den 145. Wallace-Geburtstag!

    Ja, tatsächlich. Am 1. April gibt es den 145. Edgar-Wallace-Geburtstag zu verkünden. Kurzerhand haben @Gubanov und ich beschlossen, am unmittelbar folgenden Samstag, dem 04. April 2020, das große Jubiläum durch eine ehrwürdige Zusammenkunft in der Hansestadt Hamburg zu feiern. Dabei darf auch getrost auf den noch laufenden 60. Geburtstag der berühmten Edgar-Wallace-Filme angestoßen werden. In den Rahmen passt die frohe Kunde, dass das Imperial Theater ihre 13. Edgar-Wallace-Produktion DIE TÜR MIT DEN SIEBEN SCHLÖSSERN angekündigt hat, die kurz zuvor Premiere feiert. Dies soll als Abendveranstaltung eingeplant werden. Außerdem soll es einen stilechten Edgar-Wallace-Lunch und mindestens einen Drehorte-Spaziergang geben. Nun suchen wir Mitstreiter. Etwaige Programmergänzungen sind abhängig von Zuspruch und der Größe der Gruppe. Angestrebt werden diese Programmpunkte (Lunch/Theater) für den 4. April, kompatibel für Tagesausflügler. Der Abend des 3./ der 5. wären Ergänzungsflächen für weitere Gruppenwünsche bzw. falls sich die Gruppe ohnehin als Wochenendgruppe entpuppt.

    Dazu eine paar wichtige Information:

    * Wochenendtermine im Imperial Theater sind sehr nachgefragt und wir können derzeit keine Kontingente vorhalten. Wir gehen derzeit von einer kleinen Gruppe aus, für die im allgemeinen Verkauf noch genügend Plätze zur Verfügung stehen. Sollte sich allerdings abzeichnen, dass mehr Personen hier Interesse bekunden als Plätze übrig sind, werden wir den Termin verschieben und in einem größeren Rahmen planen. Sofern ihr am Treffen interessiert seid, bitte also nun NICHT einfach eigenverantwortlich Tickets im Shop des Theaters bestellen, sondern hier zunächst die Anmeldephase abwarten.

    * Bitte meldet euch bis Mittwoch, 22. Januar direkt hier in der Diskussion verbindlich an. Weitere Details zum gemeinsamen Bestellprozess erhaltet ihr dann per Foren-Nachricht.

    Ggf. in dem Zusammenhang interessant:

    Edgar-Wallace-Fantreffen 2017
    Edgar Wallace im IMPERIAL THEATER Hamburg


    [[File:edgar-145-animation.gif|none|fullsize]]

  • Thema von DanielL im Forum Edgar-Wallace-Forum

    Hallo zusammen,

    Der SWR hat bereits vor einiger Zeit ein tolles Projekt gestartet, dass ich mir in ähnlicher Form von allen öffentlichen-rechtlichen Programmanbietern wünsche, für die wir ja alle quasi als Co-Produzent fungieren ;).

    Der SWR hat begonnen, für die ARD Mediathek sein Archiv öffentlich zugänglich zu machen. Dabei handelt es sich um historische Originalbeiträge, aber - besonders erstaunlich - in Teilen auch um "rohes" Original-Drehmaterial, dass bisher üblicherweise nur veröffentlicht wird, wenn irgendein Redakteur es für eine Dokumentation verwendet usw. Betroffen ist hier beispielsweise auch die 1956'er Hexer-Fernsehverfilmung, bei der man nun in den Genuss von rund 2 Minuten Backstagematerial kommt. Ohne Ton, dafür aber mit einmaligen Einblicken in die Kamera- und Regiearbeit jener Zeit und dieser Produktion:
    https://www.ardmediathek.de/swr/player/Y...eiten-der-hexer

    2 bis 14 Minuten lang sind Mitschnitte von den Bambi-Verleihungen der Jahre 1957 - 1961 und 1964, bei denen man viele der damaligen Stars sehen kann.

    Einfach mal hier nach "Bambi" suchen: https://www.ardmediathek.de/swr/more/6ak...-aus-dem-archiv

    Alles habe ich noch gar nicht durchgesehen, es gibt sicher noch mehr (forenrelevantes?) zu entdecken... Unterhaltsam ist so manches Video.

  • Thema von DanielL im Forum Edgar-Wallace-Forum

    Hallo zusammen,

    Auch wenn es mir in dem Fall durch den bereits erfolgten Kauf und die beschriebenen Umstände persönlich verständlich ist: Als Admin bin ich angehalten, Kopieranfragen ausnahmslos zu unterbinden. Daher werde ich diesen Thread schließen und löschen. Ich bitte um Verständnis.

  • Edgar Wallace AusstrahlungenDatum27.12.2019 18:23
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    Zitat von greaves im Beitrag #510
    Für alle die Netflix haben.

    Ab diesen Sonntag gibts auch Wallace bei Netflix.

    Filme wie Der Hund,die 2 Mönche,Banne,HexerFilme usw. sind dabei👌🏻👍🏼


    Danke. Kurzer Kommentar dazu an dieser Stelle:
    Neuerscheinungen bei Streaming-Diensten (Amazon Video, Netflix, Maxdome etc.)

  • Frohes FestDatum27.12.2019 18:21
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    Frohe Feiertage, guten Rutsch und uns allen hoffentlich viele erfreuliche (!) Überraschungen im neuen Jahr!

  • Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    10 originale Edgar-Wallace-Filme haben vor einigen Tagen bei Netflix Premiere gefeiert:

    Der Hexer, Neues vom Hexer, Der unheimliche Mönch, Der Hund von Blackwood Castle, Im Banne des Unheimlichen, Der Bucklige von Soho, Der Mönch mit der Peitsche, Die Tote aus der Themse, Der Gorilla von Soho und Das Geheimnis der grünen Stecknadel.

    Ich hoffe über die - wohl prominenteste - Streamingplattform entdecken einige neue Zuschauergruppen die Reihe für sich, so wie viele hier seinerzeit über Ausstrahlungen bei Sat.1 bzw. Kabel 1.

    Ansonsten sind die Fassungen nicht ganz makellos: Der uMönch-Vorspann wird beispielsweise in s/w wiedergegeben.

  • Wer hat an der Uhr gedreht?Datum28.09.2019 01:14
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    Glückwunsch zu deinem bzw. im weiter gefassten Rahmen euren Jubiläen. Toll, dass ihr so lange dabei seid.

    Und Gubanov feiert ja offensichtlich auch im nächsten Sommer 15 Jahre Mitgliedschaft. Wahnsinn! Ohne sein zutun wäre vermutlich schon das Licht ausgegangen.

    Und das Forum selbst feiert ja denn auch bald 20 Jähriges. Vermutlich im nächsten Jahr, weil man auf den Erstellungszeitpunkt dieses Systems noch den Zeitraum des Forgängersystems aufrechnen muss, wo man noch ohne verbindliche Registrierung heiter drauf los schreiben konnte. Ich besitze leider keine Unterlagen mehr aus dieser Zeit. Wenn jemand zur Rekonstruktion beitragen kann (Ermittlung Datum, Notizen und Ausdrucke mit Anekdotenpotential), bitte melden. Wobei mir ad hoc nur 2-4 Personen einfallen, die gelegentlich noch aktiv sind oder die ich durch Klarnamen bennen und vermutlich kontaktieren könnte.

  • Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    Wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf: Fände es toll, wenn wir die gute Tradition beibehalten, im Ausgangsposting neuer Themen für ein wenigstens geringes Maß an Informationstiefe zu sorgen. Das gibt Übersicht, lädt eher zu Diskussionen ein und unterscheidet uns nachhaltig von einer Twitter-Nachricht.

  • Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    Zitat
    Bei Produktionen hat in erster Linie der Geldgeber etwas zu sagen. Das ist in jeder Branche üblich.
    Natürlich kann auch ein Regisseur seine Vorstellung bei der Umsetzung einbringen. Dcch letztlich
    entscheidet der Produzent den Gesamteindruck, der sich in barer Münze auszahlen soll.



    Der wichtigste Geldgeber war in diesem Fall der Verleih. Constantin garantierte 80% der vorab - von Produzenten/ Herstellungleitern - kalkulierten Kosten. 20% und die Gefahr von Mehrkosten hatten die Produzenten zu tragen. Der Verleih hat auch erwiesenermaßen ordentlich in der Vorbereitung mitgeredet (Buchabnahme, Auswahl publikumswirksamer Hauptdarsteller,...). Ein Aspekt, der meiner Ansicht nach immer etwas verkannt wird. Der Produzent bestimmte natürlich bei dieser Art Kommerzfilme auch mit, insbesodere solange das ganze Projekt in der Findungsphase ist. Zu sagen "auch ein Regisseur" könne "seine Vorstellung bei der Umsetzung" einbringen, ist aber schon eine kuriose Untertreibung. Im obliegt ja schon die kreative Gesamtverantwortung für die Umsetzung.

    Zitat
    Dcch letztlich entscheidet der Produzent den Gesamteindruck, der sich in barer Münze auszahlen soll. Dazu gehört
    viel Gespür für das was das Publikum mag und oder Mut auch neues zu wagen was das Publikum so
    nicht kennt. Im Marketing nennt man das "Alleinstellungsmerkmal". Wenn man die Doku auf Youtube
    zu Horst Wendtland insbesondere die mit Volker Schlöndorf aufmerksam verfolgt, erkennt man
    Wendtlands Vorstellungen.



    Interessant, dass du Wendlandt hier nennst. Wendlandt arbeitete bis 1961 bei Brauner als Herstellungsleiter. Ihm gebührt der Dank und die Ehre, maßgeblich dazu beigetragen zu haben, aus drei bis vier erfolgreichen Filmen eine legendär erfolgreiche Kinofilmreihe gemacht zu haben. Und dazu immer wieder die richtigen Strategien und Leute an den Start gebracht zu haben. Nun kann man auch darüber streiten, ob er mit Leuten wie Vohrer den "Wallace-Filmstil" ermöglicht hat. Gewiss ist aber, dass er mit seinem Eintritt in die Rialto - noch geprägt von Philipsen - bereits auf Wallace-Erfolg aufbauen konnte. Wie es zum ersten Film kam ist ja ausreichend geschildert, v.a. in Joachims Buch. Philipsen, Constantin-Chef Barthel und Constantin-Berater Hummel haben das ausgedealt. Und Philipsen sicherte bereits nach dem ROTEN KREIS umfangreiche Exklusivrechte bei Penelope Wallace.

    Zur vorhergehenden Diskussion mit Reinl und Vohrer: Ich finde Vohrer prägte die Reihe visuell sehr entscheidend, sein Stil ist ja sehr markant mit all seinen Überzeichnungen und verrückten Details. Reinl hat trotzdem den Cocktail in seinen Grundzügen zuerst gemixt.Kann man ja an den zeitgenössischen Kritiken mühelos ablesen, dass die Journalisten der Story, aber auch in der atmosphärischen Bildwelt des "Krimimärchens" Neues entdeckten. Innovatoren sind sie beide. Reinl ist ein guter Handwerker, der den Krimi verlässlich beherrscht. Vohrer ist ein atmosphärisches Genie, stets davon bedroht, dass die nächste Idee, der nächste Witz auch mal nach hinten losgehen könnte oder die Geschichte stört. Reinl Fan hin oder her, natürlich hat er den Stil mitgeprägt. Vohrer hat so hohe Qualitäten, dass ihm dieses Zugeständnis nicht schadet.

  • Karin Dor ist verstorbenDatum27.09.2019 21:42
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    Auch wenn ich gut verstehen kann, dass Einige aufgrund der fehlenden Grabinschrift verärgert sind*, so bitte ich doch darum, hier ein bisschen Contenance walten zu lassen. Wenn sich der Ärger mit spekulativen Behauptungen paart, bewegen sich die Verfasser in Richtung übler Nachrede. Ich bitte um Verständnis, dass ich die Beiträge aus diesem Monat entfernt habe. Für die BILD ist eine Klage Alltag, ich habe darauf weniger Lust. Außerdem fände ich es Schade, wenn dieser Kondolenz-Thread so entschieden abdriftet. Danke.

    *Zur Erklärung: Die BILD berichtete am 16.09. "ZOFF UMS GRAB: DAS HAT SIE NICHT VERDIENT - Warum Bond-Star Karin Dor nicht in Frieden ruht". Nicht alle Kommentare des folgenden Dialoges hier waren kritisch, eine Teilerhaltung wäre aber nicht logisch nachvollziehbar gewesen.

  • Autobiografie von Ellen SchwiersDatum01.08.2019 19:24
    Thema von DanielL im Forum Edgar-Wallace-Forum

    Wie auch hier auch schon in einem früheren Beitrag berichtet wurde, ist Ellen Schwiers im April im Alter von 88 Jahren verstorben. Zuvor hatte sie bereits längere Zeit an einer Autobiografie gearbeitet, die nun samt Vorwort ihrer Tochter Katerina Jacob in der Eulenspiegel Verlagsgruppe erschienen ist (272 Seiten, mit Bildteil, 22,00 €, Verlag Neues Leben, 978-3-355-01883-8). Da Ellen Schwiers in den sechziger Jahren ja auch in zahlreichen Kriminalfilmen wie Der letzte Zeuge, Mann im Schatten, Ein Toter sucht seinen Mörder, Tim Frazer jagt den geheimnisvollen Mr. X, 4 Schlüssel, Der Würger oder auch Das Rausthaus der grausamen Puppen zu sehen war, hat der Verlag freundlicherweise angeboten, im Rahmen der Buchveröffentlichung auch drei Verloseexemplare für das Edgar-Wallace-Forum zu stiften.

    [[File:ellen.jpg|none|auto]]

    Das Buch behandelt die Kindheit, den Weg zur Schauspielerei, Theater- und Filmengagements, beruflichen Begegnungen und Schicksalsschlägen im privaten Leben.
    Eine ausführliche Beschreibung ist hier zu finden: https://www.eulenspiegel.com/verlage/eul...p-verloren.html

    Teilnehmen geht ganz einfach: Einfach eine formlose E-Mail mit der Betreffzeile „Ellen Schwiers“ bis einschließlich 6. August an die Adresse webmaster@edgarwallaceweb.de schreiben. Der guten Ordnung halber: Jede Person darf nur einmal teilnehmen. Die E-Mail-Daten werden ausschließlich zum Zweck der Gewinner-Ziehung sowie der Benachrichtigung im Fall eines Gewinns verwendet und nach Abschluss der Verlosung gelöscht. Für die Zusendung des Gewinns schreibe ich die ausgelosten Absender für die Versandadresse an und gebe sie anschließend für die Auslieferung an den Verlag weiter.

    Unseren Diskussionthread zu Ellen Schwiers findet ihr hier:
    Ellen Schwiers

    Viel Glück!

  • Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    Bzgl. Sky Ticket

    Zitat von eastmancolor im Beitrag #11

    Die kann man da aber nicht in HD sehen oder?
    Meines Wissens gibt es nämlich keine HD Abtastungen.



    Die Liste von Sky Ticket scheint noch aktuell zu sein. Fast alle genannten Titel sind bei Sky in miserabler "VHS"-Qualität in der Bibliothek. Keine Alternative, zumal viele Filme in besserer Qualität auf DVD oder gar BR erschienen sind. Die Kommissar X Filme gabs in vernünftiger Qualität in der limitierten Box von Anolis. Ist allerdings Out of Print und hat beachtliche Sammlerpreise.

  • Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    Aktuell bei Amazon Instant Video mit Prime inkludiert (Stand 29.07.2019):

    - Maigret und sein größter Fall
    - Das Wirtshaus von Dartmoor
    - Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett
    - Hilfe, ich liebe Zwillinge
    - Der Kopf in der Schlinge
    - Schritte in der nacht
    - Der nebelmörder

  • Wallace & Blu-rayDatum25.07.2019 20:36
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    Tja, auch in den letzten drei Jahren hat sich leider nichts hier von geändert. Was soll man sagen, kommunikatives Fiasko. Besitze noch immer keine Wallace-BR von Universum, obwohl schon vor Jahren umgestiegen - wegen der ungewissen Lage.

  • Der WiXXer - Die DVDDatum25.07.2019 20:09
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    Das gleiche hab ich mir bei den 15 Jahren auch gedacht: Ist es wirklich schon so lange her? Wahnsinn!

    Auf eine gewisse Weise auch konsequent, dass man bis 1965/1966 noch davon ausging, einen dritten Hexer-Film herzustellen, was letztlich verworfen wurde und dem Wixxer das selbe Schicksal widerfahren ist.

    Obwohl es ja mittlerweile schon fast Tradition hat, dass immer wieder doch noch ein paar Gerüchte gestreut werden, dass der Wixxer noch mal zurückkehrt. Da hatten wir nun schon "TripleWixx" als Kinofilm, die "Wixx-Akten" als angebliche Fernsehserie und zuletzt das Kokettieren mit Netflix. Bisher war es immer eine Ente. Würde mich nicht wundern, wenn es zum Jubiläum wieder öffentliche Gedankenspiele gibt. Der Bruch zwischen Kalkofe und Pastewka schien ja auch sehr endgültig. Mal sehen, wer da in Sachen Jubiläum so auf- oder abtaucht...

  • Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    Dieser Thread hat mich nachdenklich gemacht.

    Zunächst einmal habe ich ihn erst jetzt entdeckt und bin recht angetan, da er viele außerordentlich liebgewonnene Filme sammelt. Dazu gehören DIE 27. ETAGE, POINT BLANK, DER SCHNÜFFLER, DIE LADY IN ZEMENT oder MALTA SEHEN UND STERBEN. Erfreulich, falls sich das Muster "Könnte Ihnen auch gefallen" bei den weiteren Filmen, die ich nicht kenne, hier für mich bewahrheitet.

    Relativ witzlos fände ich es, wenn man sich hier konkret daran stößt, die verschiedenen Filme unter der Klammer "Post- und Neo-Noir" zu diskutieren, denn dann könnte das spannende Für und Wider ja nun gar nicht besprochen werden. Die Beiträge werden ja eindeutig eingeleitet mit dem Hinweis "ausgewählte Schattierungen dieser durchmischten Palette sichtbar (zu) machen." Das kann man ja dahingehend interpretieren, dass auch unterschiedlich klare, tiefe oder eindeutige Bezüge zum Film Noir bestehen. Legitim finde ich es auf der anderen Seite aber auch, dann jeweils diese Eindeutigkeit zu hinterfragen.

    Das Begriffe zu Marketingzwecken inflationär benutzt werden, möchte ich nicht bestreiten. Der Begrifflichkeit deshalb generalistisch den Garaus zu machen, ist allerdings schwierig. Denn erstens geht es ja hier hoffentlich nicht darum, die aufgezählten Filme künftig allein auf eine mögliche Kategorisierung in Post- oder Neo-Noirs zu reduzieren. Zweitens entstammt der Begriff "Film Noir" aus der Filmkritik und wird nun mal weitläufig außerhalb irgendwelcher Marketingaktivitäten verwendet, weshalb es ja in der Folge nicht verboten sein kann, zu analysieren, welche Filme Einflussfaktoren des Film Noir tragen, sei es auch unter dem Label "Neo Noir". Auch macht mir die Einordnung von DER SCHNÜFFLER als Parodie große Bauchschmerzen. Ich bin immer wieder verwundert, wie schnell die Parodiekarte gezogen wird, sobald in einem Kriminalfilm Humor oder gewisse Referenzen ausgemacht werden. Eine waschechte Film-Noir-Parodie dürfte beispielsweise TOTE TRAGEN KEINE KAROS von 1982 sein.

    Abseits so mancher Argumentationskette bin ich aber was die Tony-Rome-Filme DER SCHNÜFFLER und DIE LADY AN ZEMENT anbelangt auch skeptisch. Zweifellos hat Sinatras Rome seine Anleihen bei Bogarts Marlowe. Und der Plot erinnert in der Tat an MURDER, MY SWEET. Aber bewegen wir uns da nicht eher in einem neuen Gewand der Hardboiled Detective Crime Story? Oder macht es das schon zum Neo Noir? Jedenfall zielte die Filmkritik im Kontext des Begriffes Film Noir ja ursprünglich eher darauf, was Gubanov eingangs treffend beschrieben hat. Diese düstere Schwere usw. finde ich nun bei den Tony-Rome-Filmen aber überhaupt nicht vor. Vielmehr sind es unbeschwerte Unterhaltungskrimis mit Sex, Crime und massig cooler Sixties-Tonality aus dem sonnigen Miami. Bezeichnend finde ich dabei auch die Filmkritik hier (https://der-film-noir.de/v1/node/1071), die Eingangs eröffnet mit "Ein routinierter Thriller, der eindeutig in der Tradition des Film Noirs steht", dann allerdings fast ausschließlich Unterschiede statt Gemeinsamkeiten in der Anmutung zu thematisieren weiß - mal abgesehen von der Historie des Produktionsstabes, die eigentlich für die Einordnung keine Rolle spielen darf.
    Dementsprechend gewinnen beide Tony Romes auch auf dieser Film-Noir-Website in den Bewertungen keinen Blumentopf. Im Prinzip ist's aber wie bei den Wallace-Filmen: Nicht viel Tiefgang, aber unglaublich viel Charme, Plakativität und Atmosphäre. Deswegen sind bei mir beide Filme für ihr Metier 5/5-Kandidaten.

    Bei dem pessimistischen POINT BLANK geht mir das schon ganz anders. Aber nun waren ja genau die beiden Tony-Rome-Krimis als Beispiele scharf diskutiert worden. Soweit eine weitere Meinung dazu, ohne das Thema weiter überbordend verwissenschaftlichen zu wollen. Freue mich jedenfalls auf weitere Filmtipps.

  • Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    Anbei die gesendeten Fotos. Zur Information: Die Dateinamen der Bilder lauten Falkenried_1, Falkenried_2 und Falkenried_3. Die Straße Falkenried in Dahlem liegt in unmittelbarer Näher diverser Wallace-Drehorte, v.a. Gottlieb war hier mit seinem „Fluch der gelben Schlange“-Team auf den Straßen unterwegs. Und da gibt es ja auch diverse Straßenszenen mit Blacky, Brigitte Grothum und Arent. Ad hoc muss ich ohne Möglichkeit zur Sichtung für Genaueres passen. Die Berliner Drehort-Experten können sicher rasch zur Lösung beitragen.

    [[File:rqLGhxNdVCO5tdWM-eBz.jpg|none|auto]]
    [[File:ZtvtrbXvLsPvW1mRSmwp.jpg|none|auto]]
    [[File:9CiId6334VCZhwUyv12k.jpg|none|auto]]


    P.S.: Zeitnah werde ich das Thema in das allgemeine Edgar-Wallace-Forum verschieben. Dürfte dort besser aufgehoben sein, als im Bewertungsbereich.

  • Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    ...und falls es mit dem Upload Probleme gibt, einfach eine Mail mit den Bildern an webmaster@edgarwallacweb.de, dann wird geholfen.

  • Unser Mann aus Istanbul (1965)Datum21.07.2019 21:02
    Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    In "Unser Mann aus Istanbul" sieht man einen mit spürbarer Spielfreude agierenden Horst Buchholz in der Hauptrolle eines Eurospy-Abenteuers. Produzent und Regisseur Antonio Isasi führte eine aufwändig gestaltetete Produktion, die mit viel Action aufwartet. Sie reiht sich deshalb auch durchaus in die prominenteren Plätze des Bond-Verfolgerfeldes dieser Zeit ein. Leider bleiben die bunten Bilder allerdings der größte Vorteil, der Film verpasst es recht früh, den Zuschauer auch nachhaltig an die fast zwei Stunden dauernde Geschichte zu fesseln. Mario Adorf und Klaus Kinski haben nette Gastauftritte, Sylva Koscina und Perrette Pradier spielen routiniert im bewährten Metier. Die Filmmusik wirkt recht beliebig, gelegentlich klingen Bond-Soundalikes an. Ungewöhnlich ist, dass Buchholz punktuell die vierte Wand durchbricht und die Zuschauer mit augenzwinkernden Kommentaren anspricht. Davon abgesehen nimmt sich der Film aber durchaus ernst, weshalb ich ihn nicht als Parodie einstufen würde, wie in mancher Beschreibung der Fall. Mit etwas mehr dramaturgischen Fleisch am Knochen wäre sicher leicht eine bessere Wertung drin gewesen. So bleibt es bei 3 von 5 Punkten.

    Der Film wartet noch auf eine ansprechende DVD-Auswertung. Grundlage meiner Sichtung war die dürftige Sky Cinema Nostalgie-Fassung, die den Scope Film zudem auf 1,85:1 beschnitten statt im Bildformat 2,35:1 wiedergibt.

  • Foren-Beitrag von DanielL im Thema

    Zitat von DanielL im Beitrag #11
    Die dort zu lesende Information, Paul Hengge hätte das Drehbuch geschrieben, dürften Falschinformationen sein, die aus Zeiten mit schlechterer Informationslage stammen und die mitunter dazu führen, dass man einen größeren deutschen Einfluss auf die Produktion vermutet. Paul Hengge dürfte wie schon Peter Thouet bei der Stecknadel lediglich für die deutsche Synchronfassung verantwortlich gewesen sein. Deshalb wird er auch nur in der dt. Fassung genannt.


    Möglicherweise war ich hier vorschnell. Als ich den Beitrag schrieb, hatte ich längere Zeit bereits keine Sekundärliteratur mehr zum Film gelesen. Nun habe ich in Joachim Kramps "Hallo! Hier spricht Edgar Wallace" nachgelesen und Joachims Hinweise sind so eindeutig, dass ich davon ausgehen muss, dass ihm entsprechende Unterlagen vorlagen.

    Zitat
    Das Drehbuch, das Paul Hengge schrieb, ist eine spannende Story um einen Mann, der seinen Bruder rächt. (...) Regisseur Umberto Lenzi schrieb zusammen mit dem Autor Roberto Gianniti die italienische Fassung, eine leicht bearbeitete Version von Paul Hengges Drehbuch.



    Dennoch bleibt es merkwürdig, warum die deutschen Autoren - wenn sie denn eine so große Schöpfungshöhe beitrugen - in sämtlichen nicht-deutschen Fassungen ungenannt bleiben.

    Ungeachtet dessen: Mit "deutscher Synchronfassung" meinte ich die Verantwortung für die "deutsche Fassung", nicht die Synchronisation im engeren Sinne, wo es die genannten Dialogbuch-Verantwortlichen gegeben haben kann (Diesen Nachtrag hatte ich dir auch schon per Nachricht geschickt).

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