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Dieses Thema hat 57 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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wallace-fan Offline




Beiträge: 895

01.06.2011 15:34
Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Hallo!

In diesem Thread können die Filmklassiker gepostet und / oder besprochen werden, die unter anderem Schauplätze in Hamburg und insbesondere auf der Reeperbahn haben.

MfG,
wallace-fan

Tarzan Offline



Beiträge: 857

01.06.2011 19:08
#2 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Freuen wir uns auch auf Besprechungen von (Privat-)Filmklassikern von der Reeperbahn. ;-)

wallace-fan Offline




Beiträge: 895

06.06.2011 08:51
#3 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Folgende "Hamburger-Reeperbahn-Filmklassiker" gibt es auf DVD:

- "Große Freiheit Nr. 7"
- "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins"
- "Das Herz von St. Pauli"
- "Der Arzt von St. Pauli"
- "Das Mädchen mit den Katzenaugen"
- "Polizeirevier Davidswache"
- "4 Schlüssel" (?)

Kommentiert diese Liste und ergänzt bei Bedarf.
Bei "4 Schlüssel" weiß ich es nicht genau.

wallace-fan Offline




Beiträge: 895

12.06.2011 18:20
#4 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Fallen euch noch weitere ein?

Gubanov Offline




Beiträge: 14.747

10.10.2012 12:38
#5 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Zwei "einschlägige" Hamburger Kriminalfilme erscheinen vor Ende des Jahres auf DVD.



"Wenn es Nacht wird auf der Reeperbahn" kommt in der Edition Deutsche Vita, in der, wenn ich mich nicht irre, bereits der Hamburg-Krimi "Zinksärge für die Goldjungen" in opulenter Aufmachung erschien. Im Handel wird die Auswertung ab 31. Oktober sein. OFDB kündigt auch diesmal wieder ein Rundum-sorglos-Paket an: Klick mich.

Etwas schmaler, aber ebenso passend zum Thema "Reeperbahn-Filmklassiker" dürfte die Veröffentlichung von "Unter den Dächern von St. Pauli" zum 7. Dezember ausfallen. Hier zeichnet Lighthouse Home Entertainment für die DVD-Premiere verantwortlich, die auf ihrer Website zwar ausführliche Angaben zu den Abmessungen einer DVD-Hülle, hingegen nichts zum Bildformat oder den Extras der Disc verkünden.

Prisma Offline




Beiträge: 7.468

10.10.2012 20:48
#6 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Ja, die habe ich auch schon gesehen und mir vorgemerkt. Normalerweise ist das Genre gar nicht so unbedingt in meinem Interessengebiet, aber die Besetzungen sind wirklich sehr verlockend und die Aufmachungen der Veröffentlichungen sehen ebenfalls vielversprechend aus. Bald weiß ich gar nicht mehr, was ich alles nicht bestellen soll, aber schön, dass so viele neue Perlen auf uns warten. In der Edition Deutsche Vita erscheint übrigens Ende des Monats ein weiterer Film der hierzu passt, und zwar "Fluchtweg St. Pauli - Großalarm für die Davidswache" mit Horst Frank, Christiane Krüger und Heinz Reincke in den Hauptrollen. Als Bonus gibt es sogar noch den tollen Soundtrack mit dazu.

Josh Offline




Beiträge: 7.840

10.10.2012 22:27
#7 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Die sind beide auch bei mir schon vorgemerkt. Mit "Zinksärge" hat das Label schon eine DVD vorgelegt, die jeden Cent wert war. Momentan meinen es die Label wirklich gut mit uns. Wenn das mit den Veröffentlichungen so weiter geht, kann ich bald Konkurs anmelden.

chris2005 Offline



Beiträge: 102

15.10.2012 21:34
#8 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Da fallen mir noch folgende Filme ein:

- "St. Pauli Herbertstrasse"
- "Käptn Raubein auf St. Pauli"
- "Das Stundenhotel von St. Pauli"
- "Strassenbekanntschaften auf St.Pauli"
- "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" (mit Curd Jürgens)
- "Der Pfarrer von St. Pauli"

Grabert Offline



Beiträge: 247

05.11.2012 11:46
#9 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Auf jeden Fall ergänzt werden müsste die Liste mit "Die Engel von St. Pauli" aus dem Jahr 1969. Ein Krimi von Jürgen Roland. Daneben gibt es den 1966 gedrehten Krimi "Mädchenjagd in St. Pauli". Weiterhin genannt werden muss "Fluchtweg St. Pauli - Großalarm für die Davidswache" aus dem Jahr 1971 mit Klaus Schwarzkopf, Horst Frank, Heinz Reincke, Christiane Krüger u.a., Regie: Wolfgang Staudte. Prisma hat mit Recht ja schon darauf hingewiesen. Der Film läuft übrigens am 7. November in 3 Sat von 2:30 bis 3:55 Uhr.

Metropolis Offline



Beiträge: 25

14.11.2012 17:15
#10 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Hier noch weitere Filme:

- Zwischen Hamburg und Haiti (1940)
- Spiel im Sommerwind (1938)
- Schatten über St. Pauli (1938)

Prisma Offline




Beiträge: 7.468

25.11.2012 13:45
#11 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten



FLUCHTWEG ST. PAULI - GROßALARM FÜR DIE DAVIDSWACHE (1971)

mit Horst Frank, Christiane Krüger, Heinz Reincke, Klaus Schwarzkopf, Sigurd Fitzek, Ulrich Beiger, Andrea Rau und Heidy Bohlen



»Ist ja schon kriminell was die Dame da treibt!«



Durch einen raffinierten Trick kann der verurteilte und kaltblütige Bankräuber Willi Jensen (Horst Frank) aus dem Zuchthaus entkommen. Jensen, der während des Prozesses immer wieder seine Unschuld beteuerte, will die Beute nach zwei Jahren Haft aus seinem Versteck holen, doch das alte Haus, das dafür diente, wurde abgerissen. Alles scheint umsonst gewesen zu sein, und der Sträfling muss andere Pläne schmieden. Er taucht bei seinem Bruder Heinz (Heinz Reincke) auf, den er mit seiner eigenen Frau Vera (Christiane Krüger) vorfindet, da die beiden mittlerweile zusammen leben. Die Situation eskaliert und Vera wird als Geisel genommen. Um an Geld zu kommen, schreckt Willi Jensen nun vor Raub, Erpressung und schließlich auch Mord nicht zurück. Kommissar Knudsen (Klaus Schwarzkopf) verfolgt die Spur des unberechenbaren Verbrechers quer durch Hamburg. Wird er ihn stoppen können..?

Regisseur Wolfgang Staudte spulte mit "Fluchtweg St. Pauli" einen soliden Kiez-Krimi ab, der eine breite, gelungene Unterhaltung bietet, und der vor allem sehr gut konstruiert wirkt. Die Handlungsstränge gehen nahtlos und ganz geschickt ineinander über, verstehen es daher eine glaubhafte Geschichte zu schildern, die insgesamt dem Empfinden nach auf dem Boden der Tatsachen bleibt, und die Anteile von Krimi, Milieu-Studie und Unterhaltungsfilm liefern eine ausgewogene Mischung. Man bekommt es nicht mit dem perfekten Verbrecher aus dem Bilderbuch zu tun, vielmehr hat Jensen mit immer wieder neuen Komplikationen zu kämpfen. Die Beute, und somit der Sinn der ganzen Strapaze, ist verloren. Der weitere Weg den er einschlägt offenbart langsam aber sicher eine auf ihn und alle Beteiligten zukommende, logische Konsequenz, und zur wichtigsten Frage wird, wie oder ob man seine Zerstörungswut schließlich ausbremsen kann. Die Inszenierung verläuft logisch und authentisch, Spannung und Anteile von Action machen den Film mit seinen stichhaltigen Charakterzeichnungen sehr sehenswert und überzeugend, auch der dosierte Humor kam nicht zu kurz.



Die Besetzung dieser Produktion steht durchgehend für Glaubwürdigkeit. Horst Frank demonstriert hier ziemlich eingängig, wie schnell kriminelles Potential nicht nur abgerufen werden, sondern auch schnellstens vervielfältigt werden kann. Zwei Jahre saß er im Gefängnis um endlich die Früchte seiner zweifelhaften Arbeit ernten zu können, doch alles kommt anders. Das Schicksal sendet Strafen in Form von unmöglichen Komplikationen und Willi Jensens weiteres Vorgehen gleicht einer klassischen Sisyphusarbeit. Dass die Gelegenheit nicht nur Diebe macht, sondern auch Mörder, lässt vermuten, wohin die Reise gehen wird. Horst Frank spielt jedenfalls großartig auf, der sonst so abgebrühte und kaltschnäuzige Mann kann seine Emotionen in vielen Situationen nicht mehr kanalisieren und seine Verteidigung wird der unbedachte, unüberlegte Angriff. Heinz Reincke als sein jüngerer Bruder liefert ein überzeugendes Kontrast-Programm. Er, der sich nicht einmal traut die 23 DM Fahrgeld aus Liliane Berndorfs, mit Tausendern vollgestopfter Tasche zu nehmen, die er lieber wahlweise in die Ausnüchterungszelle als nach Hause chauffiert, ist anständig, ehrlich und wie es meistens sein muss, wirkt er eben dadurch etwas einfältig. Das Duell der beiden Brüder gestaltet sich daher recht glaubhaft. Christiane Krüger spielt abwechslungsweise einmal eine sehr sympathische Rolle des unschuldigen, zu beschützenden Opfers mit Anflügen von Tiefgang recht überzeugend, wenn die Rolle der Vera letztlich jedoch zu ihren weniger spektakulären Darbietungen zählt. Seit ich ihre atemberaubende und beispiellose Performance in der Titelrolle aus "Marina - Der brutale Weg einer Hure" kenne, hinkt irgendwie jeder Vergleich. Wie dem auch sei, mit Christiane Krüger hatte der deutsche Film eine der verlässlichsten und überzeugendsten Schauspielerinnen zur Verfügung und es ist begrüßenswert, dass ihre Fähigkeiten auch Gewinn bringend genutzt wurden. Klaus Schwarzkopf stattet seinen Kommissar mit Ruhe und Logik aus, so dass man bei den vielen unterschiedlichen Zeichnungen verschiedenster Gesetzeshüter hier den Eindruck bekommt, dass er etwas Neues geliefert hat. Mit Sigurd Fitzek, Ulrich Beiger und Andrea Rau wird die Angelegenheit abschließend perfekt.

Der Vorspann des Films zeigt gleichzeitig auch einen von Heidy Bohlens absolut besten Knallern. Man kann sie als Liliane Berndorff bestaunen und man traut seinen Augen kaum, als sie sich Juwelen behangen und vollkommen betrunken (nein, wirklich eher rack), auf dem Rücksitz des Taxis von Heinz Jensen nach einer durchzechten Nacht nach Hause fahren lässt, sich entkleidet und ihn schließlich noch anweist, ihren Mann morgen früh zu wecken, da sie offenbar glaubt, mit ihrem Hausmädchen zu sprechen. Da der DVD ja der schöne Soundtrack von Peter Schirmann beiliegt, den ich mir im Auto anhörte, hatte ich beim Titeltrack öfters einmal den Impuls, auf den Rücksitz zu schauen, aber von einer Art Heidy Bohlen war da wirklich keine Spur;) "Die Nutten nennen sie die Glitzer-Lilly" heißt es in Anlehnung an ihre Juwelen über sie, und dieser Auftritt, der sich ja quasi vollkommen wortlos abspielt, ist wirklich eine ganz große Freude. Zu Hause bekommt sie eine ihr wohl bereits vertraute Predigt von ihrem Gatten Henry gehalten, der von Ulrich Beiger übrigens eine sehr elegante Fassade bekam, sie jammert und fühlt sich schrecklich unpässlich. Ansonsten hat Madame Berndorf den lieben langen Tag anscheinend nicht viel zu tun, außer für das Plaisir zu leben, doch auch das langweilt sie. Heidy Bohlen, deren Filmografie mit einem guten Dutzend Kino- und TV-Produktionen leider nicht viel hergibt, und die schon drei Jahre später ihren letzten Film machte, sehe ich unheimlich gerne. Unglücklicherweise verliert sich bereits Mitte der Siebziger ihre Spur und ich denke oft daran, was sie wohl heute macht.

Wieder einmal ist auf die Edition Deutsche Vita Verlass gewesen, und die Veröffentlichung, mit Soundtrack auf extra CD und umfangreichem Bonusmaterial, ist sehr hochwertig ausgefallen. "Fluchtweg St. Pauli" zählt vermutlich zu den gelungensten Beiträgen seiner Gattung und er verzichtet fast vollkommen auf übliche, reißerische Elemente. So wird beispielsweise Brutalität eigentlich nicht im Bild gezeigt, sondern geht ausschließlich und meistens nur potentiell von Horst Frank aus. Hauchdünne Erotik-Einlagen liefert Heidy Bohlen, die man hier trotz Nackt-Szene vergleichsweise schon zugeknöpft nennen darf, und Andrea Rau, ebenfalls Expertin auf diesem Gebiet, darf ausnahmsweise nur die Fantasie anregen. Besonders positiv fällt die erstklassige Bildgestaltung auf, originelle Kamerafahrten und die eingängige Musik liefern ein rundes Komplettpaket, inklusive packendem Finale. Eigenartig erscheint allerdings die weniger exponiert in Erscheinung tretende Rolle der Polizei, da man sich hauptsächlich auf das Tauziehen der Gebrüder Jensen konzentrierte. Die Strategie der Regie geht mit ihrem Weniger-ist-mehr-Prinzip vollkommen auf und es macht immer wieder Spaß, sich diesen überdurchschnittlichen Film anzuschauen, und das nicht nur wegen der hochkarätigen Besetzung.

Prisma Offline




Beiträge: 7.468

25.11.2012 14:42
#12 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Hier ist noch der Trailer zu "Fluchtweg St. Pauli", den ich allerdings für weniger aussagekräftig halte. Ein typischer Fließband-Trailer sozusagen. Die drei Hauptrollen mit Horst Frank, Christiane Krüger und Heinz Reincke werden namentlich erwähnt, und was dann eigenartig ist, auch noch Andrea Rau, anstelle von zum Beispiel Klaus Schwarzkopf. Allerdings erscheint es Zeit bezogen ebenso verständlich zu sein, da sie als Erotik-Zugpferd Anfang der Siebziger blendend funktioniert hat. Die DVD-Veröffentlichung ist, um es nochmal zu betonen - wirklich hervorragend!

StefanK Offline



Beiträge: 897

06.12.2012 10:10
#13 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Heute kam die "Unter den Dächern von St. Pauli" DVD an. Fangen wir mit dem positiven an: es gibt ein Wendecover. Das war es dann allerdings auch schon an positiven Aspekten. Die Bildqualität ist gelinde gesagt unter aller Kanone. Ich besaß den Film bisher als VHS Rip auf DVD und große Unterschiede zwischen dem Rip und der jetzigen VÖ konnte ich nicht ausmachen. Das der damaligen VHS VÖ zugrunde liegende Master dürfte hier einfach auf die DVD geklatscht worden sein, mit - speziell am Anfang - zig analogen Beschädigungen und insgesamt ausgeblichenen Farben. Der Film liegt selbstverständlich nur letterboxed vor, wobei ein anamorphes Hochlügen die Bildqualität vermutlich noch schlechter gemacht hätte.

Wer den Film also nur mal sehen will kann den Kauf evtl. in Erwägung ziehen, wer jedoch eine auch technisch ansprechende VÖ sucht sollte bloß die Finger weglassen.

Joe Walker Offline




Beiträge: 738

06.12.2012 12:32
#14 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Klingt ja sehr ernüchternd.

Zitat von StefanK im Beitrag #13
Das der damaligen VHS VÖ zugrunde liegende Master dürfte hier einfach auf die DVD geklatscht worden sein, mit - speziell am Anfang - zig analogen Beschädigungen und insgesamt ausgeblichenen Farben.

Ist eigentlich der Originaltitel "Unter den Dächern von St. Pauli" in den Credits zu lesen oder ein Standbild mit evtl. Alternativtitel "Tod auf dem Kiez" oder so etwas?

Gruß
Joe Walker

StefanK Offline



Beiträge: 897

06.12.2012 15:19
#15 RE: Hamburger Reeperbahn-Filmklassiker Zitat · antworten

Ernüchtert war ich auch, als ich die DVD heute morgen gestartet habe.

In den Credits wird der richtige Titel, also "Unter den Dächern von St. Pauli" eingeblendet.

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