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  • Ulrich BeigerDatum29.11.2005 09:01
    Foren-Beitrag von Dr.Stalletti im Thema Ulrich Beiger

    Ich hätte auch gedacht, daß Ulrich Beiger in mehr Filmen mitgespielt hätte. Er spielte immer unangenehme Zeitgenossen, böse und unglaublich schleimig. Früher dachte ich immer "Igitt, der schon wieder !", aber das zeigt doch eigentlich gute Schauspielkunst. Nie hat Kinski eine derartige Abneigung auslösen können, manchmal ist der ja schon eher eine Karikatur gewesen.
    Am besten fand ich Beiger in "Die Bande des Schreckens". Auch in dem Ami-Schinken "Gesprengte Ketten" hat er gut so einen richtig fiesen Gestapo-Chef gemimt.
    Im "Roten Kreis" war seine Rolle eine Fehlbesetzung, da hätte er lieber den Felix Marl spielen sollen, so wie er im Buch beschrieben wird, das wäre 1:1 rübergekommen.

  • Werner PetersDatum03.11.2005 12:44
    Foren-Beitrag von Dr.Stalletti im Thema Werner Peters

    Werner Peters ist wirklich charakteristisch für die SW-Wallace-Filme, aber auch für viele andere Krimis der 60’er. Die Rollen des fiesen, im Grunde feigen Bösewichts sind sehr gelungen mit ihm besetzt (bes. in der „Tür“ als Bertram Cody) und prägen die Filme sehr. Warum also sollte er was anderes spielen ? Kinski ist schließlich auch (fast) immer der Irre vom Dienst, Arent (fast) immer der Blödler, Fuchsberger der Gute schlechthin usw.
    Meine Lieblingsrolle hat Peters neben der Tür aber in „Die 1000 Augen des Dr. Mabuse“ als vorgeblicher geschwätziger Versicherungsvertreter Mistelzweig, der leutselig und Alkohol und Frauen zugetan ist und in Wirklichkeit aber als Interpol-Agent arbeitet. (Der Film an sich ist auch genial !). Wirklich ein toller Schauspieler.

  • Harry WüstenhagenDatum11.10.2005 09:23
    Foren-Beitrag von Dr.Stalletti im Thema Harry Wüstenhagen

    Am überzeugendsten find ich ihn schon immer als Savini im Bogenschützen und Flimmer-Fred in den Toten Augen. Ein redseliger Kleinkrimineller, der durchaus auch liebenswerte Züge hat. Ich muß immer an sein schreckliches Ende im Fahrstuhlschacht bei den Toten Augen denken, da tut er mir richtig leid.
    Wüstenhagen ist trotz seines nicht ganz so häufigen Auftretens ein typischer Charakter der Wallace-Serie.

  • Bewertet: "Der rote Kreis" (1959/60, 2)Datum10.10.2005 09:43


    Hallo zusammen,

    habe mir am WE nochmal den "Roten Kreis" angesehen. Zwei Dinge sind mir aufgefallen: Der Film gefällt mir eigentlich immer besser, da er sehr solide herüberkommt, aber je öfter ich ihn sehe, desto mehr ziemlich gravierende Logikfehler fallen mir auf. Das ist sehr schade, denn er hätte das Zeug zu einem richtig guten alten Krimi.
    Da der Roman von Wallace mein Lieblingskrimi ist, stelle ich da auch hohe Ansprüche, die filmische Umsetzung entsprechend Möglichkeiten und Zeitgeist von damals ist doch okay.
    Die Schauspieler sind in Ordnung, es ist Wussows einzige Rolle, in der er mir gefällt. Besonders gut gefällt mir hier auch der Eddi mit seinem oft sehr sarkastischem Humor und trotzdem auch ernsteren Augenblicken. Saebisch als abgeklärter Inspektor ist sehr gut besetzt. Renate Ewert als Thalia Drummond ebenfalls.
    Im Gegensatz zu den meisten anderen hier gefällt mir auch die Filmmusik bei den meisten Vor-Thomas/Böttcher-Filmen gut, gerade auch beim Kreis.
    Außerdem mag ich die ganze altmodische Atmosphäre in diesem Film, z.B. die Autos.

    Wiegesagt, nur schade, dass bei der Logik so schlampt wurde.

    Sehr gute 4/5 Punkten.

    Grüße Dr. Stalletti


  • Die seltsame Gräfin ist sicher kein Highlight der Serie, aber so schlecht finde ich den Film auch wieder nicht.
    Durch die vielen UFA-Stars, die altmodische Kleidung vieler Figuren und das Ambiente des Schlosses ist es wohl einer der „verstaubtesten“ Wallaces, der erst in der zweiten Hälfte richtig in Fahrt kommt. Vielleicht fehlt auch einfach die typische „Anfangsleiche“.
    Auch das pathetische Gebaren der „seltsamen Gräfin“ ist nervig, genauso wie das ach so gute Getue der Hoppe, doch es gibt auch Positives:
    Kinski spielt den Irren überzeugend wie nie, und Eddi Arent ist nicht nur komisch, sondern kann einem zum Schluß auch richtig leid tun, wenn er neben seiner toten Mutter steht.
    Richtig gruselig finde ich die Szenen im Irrenhaus, das hätte noch mehr hergeben können.
    Im Vergleich mit seinen Vorgängern kann der Film nicht Schritt halten, doch besser als ein Metzelfilm wie die „Narzissen“ ist er denke ich allemal.

    3/5 Punkte

    Gruß Dr.Stalletti

  • Die Bande des Schreckens hat schon vor den "toten Augen" richtige Wallace-typische Gruselelemente. Zur Zeit seiner Entstehung muß der Film auch ein richtiger Horror-Schocker gewesen sein. Fuchsberger und Dor sind das gewohnte Traumpaar, auch ansonsten ist die Besetzung okay. Die Idee mit der Galgenhand hätte man ruhig noch ein bißchen mehr ausreizen können. Der Film ist sehr spannend, nur den Schlußteil in Cravels Hotel finde ich (analog zum Roman)zu sehr in die Länge gezogen. Es ist schon fast wie bei James Bond, wo der Held schon zehnmal hätte erschossen werden können und dann irgendeine absonderliche Todesart erleiden soll, woraus er sich dann befreit.
    Trotz allem ein sehr guter Film . Ich gebe 4,5 / 5 Punkten.

    Tschau Dr. Stalletti

  • Kenneth Williams hat ja auch den obersten Sheriff gespielt, der Dick Turpin fangen wollte, oder er war „der schärfste Mann von Robbespierres Geheimpolizei“, der zum Schluß selber auf der Guilliotine gelandet ist (und nicht mal eine ordentlichen Hut aufhatte, falls es regnen sollte.) Außerdem war er mal Agentenführer, dann Kapitän eines Kaperschiffes mit dem Gebot seines Hausarztes, alle Aufregungen zu vermeiden, und indischer Maharadscha namens Geili-Lei, bei dessen Namen die dicke Frau des englischen Gouverneurs sich vor Wolllust verzehrte…. Ach, war das einmalig schön blöd. Gibt’s nie wieder, fürchte ich, genauso wie die Filme mit Louis oder die guten alten Edgar-Wallace-und Karl-May-Schinken. Heutzutage ist alles nur noch techniküberfrachtet, gute Schauspielergesichter, die im Gedächtnis bleiben, sind auch sehr selten.

    Hoffentlich sind uns die Wallace-Fans über die Abschweifungen vom eigentlichen Themenforum nicht allzu böse. Ich besuch dich mal auf deiner Seite.

  • Andreas, für mich ist Kenneth Williams mit seinen riesigen Nasenlöchern und O-Mund auch der Lieblingsdarsteller.
    Die Krankenhausfilme sind wirklich Kult, ich saß da früher auch immer vor dem Fernseher.
    Der Film "Keiner blickt durch" kam einige Male auf Super RTL (das einzige Mal, wo ich diesen Sender gesehen habe) und ich habe ihn auf Videokassette.
    Hab aber leider keine technischen Möglichkeiten (und keine Ahnung davon) zur Vervielfältigung, sonst würde ich ihn dir mal schicken.

    Könnte mir gut vorstellen, daß die auch mal eine Wallace-Parodie gedreht hätten, aber das liegt wohl nicht auf denen ihrer Linie, obwohl Wallace ja ein Engländer war. Er ist ja in Deutschland eh beliebter als in England.

  • Lieblingsinspektor bei Wallace FilmenDatum04.10.2005 09:12

    Mein Lieblingsinspektor ist auch Joachim Fuchsberger, obwohl er mir mit seinem extremen Saubermann-Image manchmal auf die Nerven fällt. Da ist Heinz Drache wegen seiner Coolness und Arroganz nicht ganz so musterhaft, ich finde ihn auch gut. Siegfried Lowitz ist der geborene Film-Kommissar, seine böse Rolle beim "Mönch" finde ich echt fehl am Platz und irritierend. Saebisch im Roten Kreis ist auch sehr überzeugend, im Gegensatz zu Klausjürgen Wussow im "Bogenschützen". Dass ihn überhaupt fast niemand erwähnt hat, ist doch selbstredend. Harald Leipnitz hat mir als Ölprinz gut gefallen, als Inspektor finde ich ihn nicht herausragend. Die Kommissare der Farb-Wallace-Filme sind mir nicht so im Gedächtnis geblieben, hab ich schon lange nicht mehr gesehen, heißt aber nicht, daß sie schlecht sein müssen.

  • Ich kann mich auch noch gut daran erinnern, die liefen in meiner Jugend noch im ZDF oder im DDR-Fernsehen. Allein schon die Gesichter der Schauspieler.... Man könnte wirklich denken, daß auf den britischen Inseln niemand geboren wird, der halbwegs normal aussieht. Über die Komik kann man natürlich streiten, da gibt es wirklich witzige Einfälle neben den typischen englischen Klamauk-Kalauern. Die Qualität der Filme ist auch sehr unterschiedlich, mein Favorit ist "Keiner blickt durch - oder die britische Position in Indien". Da berennen die aufständischen Inder eine englische Garnison, und den Offizieren fällt im Augenblick erst mal nichts anderes ein, als gepflegt zu dinnieren und Small Talk zu betreiben, während ringsum alles in Stücke geschossen wird - einfach genial.
    Der Humor der Filme ist oft recht deftig, trotz oder gerade wegen der bekannten englischen Prüderie. Früher waren die Filme jedenfalls immer der absolute Knüller für mich.
    Ich glaub, die haben schon ein Forum verdient.

    Grüße Dr. Stalletti

  • Besser wäre wohl eine Zusammenstellung der „Highlights“ der Wallace-ähnlichen Krimis. Ich denke da so an „Der Henker von London“ (nach B.E.Wallace), „Das Wirtshaus von Dartmoor“ (nach Victor Gunn), „Die weiße Spinne“ (nach L. Weinert-Wilton) und „Sherlock Holmes und das Halsband des Todes“ (nach Conan Doyle). Das sind zwar sehr freie Adaptionen der literarischen Vorlagen, aber sehr gut.

    Das Geheimnis der schwarzen Koffer wurde früher oft im DDR-Fernsehen gezeigt, aber so der Knaller war es nun nicht unbedingt. Da würde ich schon nach den besseren Filmen ausschauen, aber das ist ja Geschmackssache.
    Auf alle Fälle ist eine vollständige Dr.-Mabuse-Reihe auf CD wohl einen Kauf wert, obwohl da bes. bei den letzten Filmen die Trash-Grenze oft fast überschritten ist.
    Dann gibt es ja noch die Karl-May-Filme (leider nicht alle) neu auf CD….
    Wie schnell ist da doch das Geld weg.


  • Goofs bei Wallace?Datum08.09.2005 12:42
    Foren-Beitrag von Dr.Stalletti im Thema Goofs bei Wallace?

    Es ist schon mal weiter oben angesprochen wurden, die Sache mit den fehlenden Einschußlöchern, die man bei vielen älteren Filmen vermißt. Etwas ähnliches ist z. B. bei der Ermordung von Fanny Weldon bei den "toten Augen" zu sehen. Der Mörder würgt sie brutal zu Tode, und dann sieht man wieder ihren schönen ebenmäßig weißen Hals. Es fehlen die Würgemale, man hätte es ja wenigstens mal andeuten können. Das ist glaube ich bei keinem der Filme zu sehen.

  • Goofs bei Wallace?Datum07.09.2005 12:44
    Foren-Beitrag von Dr.Stalletti im Thema Goofs bei Wallace?

    Hab ja an sich nichts dagegen, wenn Blacky die Bösen im Alleingang alle macht. Das kennen wir ja von allen Filmhelden so. Aber dann hätte man das Gespräch mit dem Polizeichef davor weglassen sollen.
    Bei der Bande des Schreckens finde ich es auch mehr als zufällig, daß sich Täter und Opfer alle schon davor miteinander kannten und dann auch noch in das selbe Hotel zum Golfspielen fahren. Solche unwahrscheinlichen Zufälle gibts bei den meisten Wallace-Filmen und -Romanen. Naja, da darf man halt nicht so pingelig sein...

  • Goofs bei Wallace?Datum06.09.2005 11:21
    Foren-Beitrag von Dr.Stalletti im Thema Goofs bei Wallace?

    Ihr mit euern Goofs ! Neulich hab ich mir wieder mal die toten Augen angesehen und mich richtig geärgert, dass ich die wackelnde „Ziegelwand“ gesehen hab, die ist mir früher nie aufgefallen. Ich meine, irgendwie zerstört das doch die Illusion, obwohl ich natürlich weiß, dass es nur ein Film ist. Wenn man nicht so genau hinsieht, ist man vielleicht ein glücklicherer Filmegucker…
    Was mich bei den Wallace-Filmen wirklich stört, sind die vielen Logikfehler in der Handlung. Besonders bei mehrmaligem Betrachten fällt da eine ganze Menge auf.
    Mir ist immer noch rätselhaft, wer beim „Roten Kreis“ den Bankier Brabazon umgebracht hat und warum. War es Osborne oder Derrick Yale ? Das ist so oder so sehr unlogisch. Auch der Beginn des Filmes mit schon 19 (!) Toten ist starker Tobak. Den Erpressten fällt weiterhin nichts ein, als zur Polizei zu gehen und sich abmurksen zu lassen, und die Polizei hat bis dahin nicht die geringste Spur. Ebenso unlogisch ist die Vergiftung von Sibly im Gefängnis. Yale hätte nie Gelegenheit oder Zeit gehabt, das Gift in den Eßnapf zu praktizieren, geschweige denn, noch einen Kreis drunterzumalen. Offensichtlich denkt auch nie mal jemand ernsthaft daran, die Morde aufzuklären, Zeugen zu vernehmen, Spuren zu sichern etc. Das ist aber bei den meisten Wallace-Filmen so.
    Bei den frühen Filmen, also Roter Kreis oder Frosch, haben die Autos alle Linkssteuerung, da die Handlung in England spielt, müssten sie aber rechtsgesteuert sein. Ist das ein echter Goof?
    Der unlogische Schluß beim Hexer ist ja schon ein paar Mal angesprochen wurden. Das ist mir ehrlich gesagt noch nie aufgefallen. Wahrscheinlich war ich immer froh, dass der ganze Unsinn bald vorbei ist und Maurice Meister endlich dran glauben musste. Mit Sicherheit gibt es noch mehr Logikfehler beim Hexer, beispielsweise schießt Fuchsberger auf Drache auf dem Dach, obwohl er nicht bedroht worden ist und noch nicht einmal weiß, wer da eigentlich ist.
    Beim „Frosch“ behauptet Gordon zu Josuah Broad, dass der Komplize von Harry Lime einen Frosch auf dem Handgelenk tätowiert hat und der sagt, dass man so was entfernen lassen kann. Der Gedanke wird dann auch nicht weiter verfolgt und passt auch nicht recht in die Handlung. Im Buch ist es aber Harry Lime, der eine Froschtätowierung hatte und diese dann aus Angst vor seinem Exkomplizen Broad entfernen ließ und bei seinen Bandenmitgliedern verteilte.
    Auch beim Zinker ist mir ein schlimmer Logikfehler aufgefallen. De fingierte Mordanschlag auf Frank Sutton mit der zahnlosen Mamba, mit der er den Verdacht von sich ablenken will, ist im nachhinein unglaubwürdig. Es hätte doch genügt, eine Mamba mit Giftzähnen unbeobachtet zu erschlagen und dann die Polizei zu rufen. So aber läuft Sutton ahnungslos in der Wohnung herum und tut so, als fürchte er sich vor der Schlange in seinem Bett, obwohl er doch weiß, dass alles nur gestellt ist.
    Auch bei der Bande des Schreckens gibt es eine Stelle, die ich noch nie verstanden habe. Wetter Long telefoniert in Gegenwart des Yard-Chefs mit Cravel und weiß , dass der ihn in sein Hotel locken und umbringen will und Nora Sanders als Geisel hat. Trotzdem geht er alleine dorthin. Bei dem anschließenden Hin und Her ruft Longs Vater die Polizei an und dann erst kommt das Überfallkommando, obwohl doch der Polizeichef schon die ganze Zeit davon weiß.
    So, jetzt hab ich viel zu viel geschrieben, aber vielleicht gibt es ja jemanden, der mir vielleicht doch eine logische Erklärung für die ganzen Dinge geben kann.


  • Der Frosch ist wirklich ein Super-Krimi, auch wenn man ihm manchmal sein Alter schon anmerkt. Besonders gut gefallen mir Fuchsberger und Arent, die sind wirklich immer DAS (männliche) Traumpaar bei Wallace. Für die damalige Zeit sind die Lolita-Szenen recht freizügig, verwunderlich, daß sie in dem damaligen Mief überhaupt freigegeben wurden. Auch die Erschießung von Lolita mit einem Maschinengewehr ist sogar für heutige Verhältnisse sehr brutal dargestellt. Trotz einiger Fehler in Gestaltung und Logik finde ich den Film genial - wirklich ein gelungener Auftakt zur Wallace-Serie.

    Ich gebe 5 v. 5 Punkten.

    Viele Grüße Dr. Stalletti

  • Hm, also ich kann mich der allgemeinen Lobpreisung auf diesen Film nicht anschließen. Irgendwo ist es schon erwähnt worden, daß die Handlung des Films total krude ist. Ein mysteriöser Peitschenkiller, der sich als Mönch tarnt, einen Mädchenhändlerring betreibt (welch gräßliches unzeitgemäßes Klischee !) und dann plötzlich sich in die Haupterbin verliebt und alle bösen Erbschleicher umbringt - das ist echt ein bißchen arg. Beim Zimmer 13 fand ich die Verknüpfung der beiden Handlungsstränge sehr gelungen, aber beim unheimlichen Mönch einfach nur überfrachtet. Hier ist schon eine Entwicklung erkennbar, die in den Farbfilmen fortgesetzt wird. Außerdem finde ich die Musik von Peter Thomas in diesem Film nervtötend, besonders zum Schluß, wo sich der Mönch tödlich verwundet noch herumschleppt und den Siegfried Lowitz kaltmacht, an dessen Schurkenrolle ich mich nie gewöhnen kann. Er ist nun mal ein Inspektor und soll es auch bleiben. Positiv finde ich ganze Sache wo die Brieftaube verfolgt wird und das Quartier der Mädchenhändler ausgehoben wird. Das ist echte Spannung. Außerdem ist endlich mal Eddi Arent der Hauptübeltäter, wenngleich ich ihn so lieber noch ein bißchen lebend gesehen hätte (wie beim silbernen Dreieck).
    Alles in allem gebe ich dem Film schlechte 3 von 5 Punkten.

    Viele Grüße Dr. Stalletti

  • Der Fälscher kommt vielleicht ein bißchen schwer in Gang, aber dafür hat man auf eine "Eröffnungsleiche" wie beim Bogenschützen oder anderen Filmen verzichtet, die gar nicht in die Handlung paßt. Gerade die wenigen Toten machen den Film realistischer. Die Geschichte hat sich sehr eng an die Romanvorlage gehalten, die Bilder sind stimmig, die Musik finde ich allererste Sahne, die beste aller Wallace-Filme. Man könnte den Film für eine reine Detektivgeschichte halten, doch im letzten Drittel wirds dann richtig gruselig (z.B: der Organist mit der Narbe, der durch den Nebel schleicht). Alles in allem ein richtig guter Krimi. So sorgfältig inszeniert und vorlagegetreu hätte man sich alle Wallace-Verfilmungen gewünscht.

    gute 4 von 5 Punkten

    Gruß Dr. Stalletti

  • Wallace-RomaneDatum25.07.2005 16:32
    Foren-Beitrag von Dr.Stalletti im Thema Wallace-Romane

    Das mit den Internet-Antiquariaten ist ja eine feine Sache, da findet man noch Bücher, die es im Handel nicht mehr gibt. Da stelle ich mir für den nahen Urlaub noch eine Wunschliste zusammen. Ist aber doch besser, bei einem Anbieter zu bestellen, da muß man dann nur einmal zur Post gehen, wenn man mal wieder nicht zu Haus war….
    Man lernt halt nie aus.

  • Wallace-RomaneDatum25.07.2005 15:45
    Foren-Beitrag von Dr.Stalletti im Thema Wallace-Romane

    Ich finde die DDR-Übersetzung von „The Crimson Circle“ gegenüber der Goldmann-Übersetzung viel schöner. Allerdings nervt die Bezeichnung „Der Feuerrote Kreis“, weil es ja richtig „blutrot“ heißen muß. Weiß nicht, was der Übersetzer sich da gedacht hat.

    „Bei den drei Eichen“ hat mir auch sehr gut gefallen, „Feuer im Schloß“ dagegen fand ich langweilig.
    Der Roman „Die unheimlichen Briefe“ ist glaube ich auch ziemlich unbekannt, aber doch sehr turbulent, wenngleich auch etwas verworren. Wäre auch guter Filmstoff gewesen.

    Bei der Verfilmung von „Zimmer 13“ (die mir viel besser als das Buch gefällt) gibt es aber gar keinen Mr. Reeder mehr, oder sollte mir da was entgangen sein ?
    Ich kenne neben „Zimmer 13“ noch die Reeder-Bücher „John Flack“, „Mr. Reeder weiß Bescheid“ (inkl. Red Aces) und „Der sechste Sinn des Mr. Reeder“. Ich glaube da gibt es noch ein in Deutsch vorliegendes Buch mit Erzählungen (Die Schuld des Anderen ?). Kann mir jemand sagen, wie das richtig heißt ?

    Vielen Dank für den Link zum Antiquariat. Gibt es denn die Möglichkeit, mehrere Bücher auf einmal zu bestellen und nur einmal die Lieferung zu zahlen ?


  • Schade, die Romanvorlage hätte sich sehr spannend verfilmen lassen, aber was da rausgekommen ist, verbreitet oft nur Langeweile. Ganz am Anfang fällt ein Mann dem Bogenschützen zum Opfer, obwohl nie aufgeklärt wird, warum. Nur daß eben eine Anfangsleiche da ist. Der Rest ist ebenso lasch klamaukig, gruselig wirds nur sehr selten. Wussow als Inspektor ist echt übel, nur Gerd Fröbe als Abel Bellamy rettet den ganzen Film vor totalem Mittelmaß. Bei der Schießerei zum Schluß könnte man denken, daß mit mit Granatwerfern geschossen wid, so schlecht sind die Kugeleinschläge inszeniert. Wirklich billig. Viel vergeudetes Zelluloid.

    Der Film kriegt von mir aus Nostalgiegründen max. 2,5 / 5 Punkten.

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