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  • Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Von den 3 Italo-Wallaces ist "Stecknadel" sicher noch der beste, und der englische Schauplatz tut der Sache auch noch recht gut. War früher (zu VHS-Zeiten) auch durchaus ein gern gesehener Gast im Recorder. Nachdem ich ihn jetzt allerdings (nachlängerer Zeit) in der (technisch einwandfreien) BD-Aufarbeitung von Koch gesichtet habe, bleibt doch ein fader Beigeschmack.

    Der Besetzung ist kein Vorwurf zu machen, Karin Baal etwa ist ihr (im Bonus-Interview angesprochenes) Unbehagen bei manchen Szenen nicht anzumerken, lediglich Blacky scheint sich nicht so recht wohlzufühlen und hält sich übermäßig oft an seiner Pfeife fest. Bis auf Testi (und anfangs Galbo) werden allerdings auch so ziemlich alle Figuren vom Skript im Stich gelassen, und da liegt der Hase im Pfeffer. Waren Reineckers Arbeiten oft auch hanebüchen, so hatten sie doch selten derartige Logiklöcher. Etwa die Mädchenclique. Laut Klassengespräch gehörten da Hilda, Janet, Brenda und Helen zusammen. Später wird dann (vom Fotografen) noch Elizabeth beigefügt, doch auch Susan (die mit Helen und Brenda im Park ist) ist in der Rückblende dabei. Da ergeben sich dann die ersten Fragen:

    - Warum läßt der Killer Helen und Susan ungeschoren? Die waren genauso dabei, und im Gegensatz zu Janet und Elizabeth waren sie auch für die Abtreibung.
    - Warum tötet der Killer Elizabeth auf verhältnismäßig humane Art, wo er doch sonst immer sein brutales Trademark-Messer einsetzt? Wäre sie "nur" als Zeugin gefährlich, würde sich das erklären, aber sie war ja Mitglied der Clique.
    - Überhaupt Elizabeth - die soll mit den anderen Sexpartys gefeiert haben? Sie ist noch Jungfrau und läßt nicht mal ihren Enrico ran. Zudem wechselt sie mit den anderen während des Films kaum ein Wort, nach Freundinnen sieht das echt nicht aus.

    Das ganze Konstrukt knarzt hinten und vorne, wenn man zu genau darüber nachdenkt, da stören dann Kleinigkeiten (Warum erkennt Elizabeth Hilda am Anfang nicht? Warum kann sie - im Boot liegend - überhaupt an Land gucken? Warum bringt Brenda Enrico per Brief auf die Spur von Mrs. Holden? Wieso meldet Bascombe seine Tochter als vermißt, wenn er sie schon am Hyde Park eingesammelt hat? Wieso überlebt Brenda? etc. pp.) schon nicht mehr.

    Dallamano weiß immerhin, wie man einen Giallo inszenieren muß, die Bilder sind erlesen, die sleazingen Elemente dagegen eher routiniert. Morricones bittersüßer Score ist auch durchaus passend. Summa summarum bleibt allerdings nur ein eher durchschnittlicher Film, der mit Edgar Wallace nur den Namen gemein hat.

    3 von 5 Punkten (mit Nostalgiebonus)

  • Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema
  • Kommissar Maigret - RadiohörspieleDatum13.05.2017 20:03
    Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Am 5. Mai erschien nun eine vierte Box im DAV: "Maigret & Co. - Die rätselhaftesten Fälle"

    Enthalten sind:

    Die Pfeife des Kommissars Maigret, SRF 1953, mit Georg Mark-Czimeg als Maigret
    Maigret und der Minister, SRF 1958, mit Leopold Biberti als Maigret

    und die Non-Maigrets
    Die schwarze Kugel, SWF/WDR 1963
    Die Brüder Rico, SWF 1957
    Die ehe der Bébé Donge, SWF 1955

    http://www.der-audio-verlag.de/hoerbuech...-3-86231-992-3/

    Diesmal hat man anscheinend ganz tief im Archiv gegraben, ein durchaus begrüßenswertes Vorgehen. Offenbar ist die Zahl der verfügbaren bzw. noch nicht in anderer Form veröffentlichten Maigret-Fälle so überschaubar, daß man nicht mehr als 2 pro Box bringen kann (was vermutlich auch der Grund ist, warum die Maigret-freie zweite Hälfte der "Best of Maigret & Co."-Box - "Die grünen Fensterläden", "Die Komplizen" (Zweiteiler), "Der Zug" und "Der Verdächtige" - noch nicht neu aufgelegt wurde). Andererseits gäbe es - wenn man schon nicht die alternativen Dahlke/Steckel-Vertonungen bringen will - zumindest noch den unvermeidlichen "Kommissar Maigret stellt eine Falle" mit Joachim Nottke als Zweiteiler, und "Maigret läßt sich Zeit" mit Charles Brauer sollte auch verfügbar sein...

  • Wallace & Blu-rayDatum07.05.2017 14:32
    Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Zur "Stecknadel":

    Mal abgesehen von der merkwürdigen Entscheidung, für eine DEUTSCHE VÖ einen ENGLISCHEN Audiokommentar OHNE UT aufzunehmen (ja, die meisten Leute können englisch, sonderlich entspannend ist es trotzdem nicht, über die volle Spielfilmlaufzeit einem nicht-muttersprachlichen Kommentar zu folgen), wurde hier wirklich ganze Arbeit geleistet. Der deutsche Ton wurde komplett verwendet und sauber angelegt, am Anfang sogar in einer Szene (dank Rückblende) erweitert, Bild- und Tonqualität sind ordentlich.

    Die dt. Kinofassung hätte ich persönlich nicht gebraucht, der Vorspann hätte gereicht (immerhin enthält sie ja kein alternatives Material, sondern wurde "nur" geschnitten), und hier ist zumindest die Tonqualität auch nicht sonderlich (für die Langfassung wurde anscheinend ein anderes - besseres - Tonmaster herangezogen).

    Die Doku "German Grusel" ist auch nett, hätte aber auch etwas länger ausfallen können (gut, die hat Koch nicht produziert, schön, daß sie überhaupt drauf ist). Lustig allerdings, daß gerade bzgl. des Filmes, dem sie beiliegt, aus Blacky und Karin Baal nichts rauszukriegen ist (Baal verweist auf Blacky, der täuscht Gedächtnisschwund vor).

    Die Langfassung auf DVD ist nochmal eine nette Dreingabe.

    Fazit:
    Teuer, muß man als Fan aber haben!

  • Inspector MorseDatum01.05.2017 21:46
    Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Da sie mir für unter 10 Euro zuschwirrte, habe ich doch mal bei der deutschen "Staffel 1" zugegriffen, irgendwie war ich doch mal auf den Vorläufer von "Lewis" gespannt...

    Vom rein optischen Gesichtspunkt kann man schon mal nicht mackern, würden nicht die Handys fehlen und die Autos etwas altbacken aussehen, man käme nicht auf die Idee, eine 30 Jahre alte TV-Serie zu sehen, insofern schon mal gelungen.

    Auch das Duo Morse/Lewis gefällt, wobei letzterer eher die größte Nebenrolle statt der zweiten Hauptrolle hat. Die Serie heißt "Inspector Morse", und er ist Dreh- und Angelpunkt, wobei seine Marotten fast schon Monk-like wirken (zum Genuß klassischer Musik sucht er in Wörterbüchern nach Druckfehlern).

    Hauptunterschied zu "Lewis" und auch "Inspector Barnaby" ist, daß die Fälle deutlich realitätsnäher geplottet sind und nicht alle Nebenfiguren einen an der Waffel haben, es geht also deutlich bodenständiger und weniger abgedreht zu. Manchem mag das nach heutigen Sehgewohnheiten etwas dröge vorkommen, ich sehe es eher mal als willkommene Abwechselung. Und die Universitätsstadt Oxford war auch damals schon ein interessantes Setting.

    Tja, leider wurden (bisher) nur 4 Folgen (von 33) in Deutschland herausgebracht, und die auch - trotz existierender Synchro - nur OmU. Schade, denn irgendwie machen diese 4 Folgen Lust auf mehr, muß ich mich halt von der Brexit-Insel eindecken. Wobei ich die Synchro schon ganz gerne mal gehört hätte...

  • Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Mit einer Aufnahme in die DVD-Neuauflage hat's ja auch nicht geklappt.

  • Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Wurden die beiden "verschollenen" Folgen inzwischen eigentlich mal im TV ausgestrahlt? Wenn ja, müssen sie mir durchgeschlüpft sein...

  • Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Zitat von TV-1967 im Beitrag #40
    Findet Ihr die "Pidax-Synchros" wirklich so schlecht? Kann ich eigentlich nicht behaupten. Da sind die neuen "Chan-Synchros" aber wesentlich unangenehmer!


    Mag sein, daß ich in dieser Beziehung (zu?) anspruchsvoll bin. Andererseits sind die Pidax-VÖs nun auch nicht gerade günstig, immerhin knapp 15 Euro für gerade mal zwei Serienfolgen á 50 Minuten. Für ca. 25 Euro bekam man von Polyband bei Erscheinen eine Staffel "Poirot" (4 Langfolgen á 100 Minuten) in deutlich professionellerer (Erst-)Synchronisation, und sogar deutsche Untertitel gab es.

    Pidax mag sicher ein sehr verdienstvolles Label sein, gerade was Ausgrabungen von heutzutage fast unbekannten/vergessenen TV-Produktionen angeht, aber in einigen Dingen sind sie doch sehr eigenwillig:

    - UT - bis auf wenige Ausnahmen Fehlanzeige (etwa die zweite Staffel von "S.R.I." und die ersten drei Folgen von "Gilligans Insel")
    - Bonusmaterial - bis auf gelegentliche (von Fans geschriebene) Booklets und Eigenwerbung Fehlanzeige
    - O-Ton - nur sporadisch, meistens dann, wenn die deutschen Sendekopien im Eimer sind und sie die Originalmaster lizensieren müssen
    - ungeschnittene Fassungen - ebenfalls nur, wenn Originalmaster zum Einsatz kommen, und auch dann nicht immer ("Der Mann mit dem Koffer")

    Erst-/Neusynchros sind ja an sich keine schlechte Sache, nur Pidax läßt die eher kostengünstig erstellen. Solides Handwerk, nicht mehr, nicht weniger, aber zu steril abgemischt und daher oft etwas unpassend zu den alten Filmen/Serien, zu denen sie erstellt wurden. Und angesichts dessen sind mir die Preise doch etwas zu gesalzen (zumal ich vom Cushing-Holmes auch die BBC-Box habe, inklusive englischer UT). Daß die Chan-Erstsynchros von Chandler Film (und auch die Bearbeitung der Holmes-Serie mit Ronald Howard) wesentlich schlechter (um nicht zu sagen dilettantisch) sind, steht natürlich außer Frage.

  • Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Eine Erstsynchro von "The Masks of Death" wäre deutlich interessanter gewesen, zumal es noch keine gescheite DVD davon gibt.

  • Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Ich kenne andere Pidax-Synchros (Sherlock Holmes - The Golden Years, Am Fuß der blauen Berge, Die Agatha-Christie-Stunde), und mehr als das Prädikat "erträglich" kann ich ihnen nicht bescheinigen. Nicht so gräßlich wie die Sherlock-Serie mit Ronald Howard, aber auch nicht viel besser. Ich kann mir nicht vorstellen, daß diese Synchro groß anders wird.

    Interessant wäre natürlich, wenn inzwischen weitere Folgen aufgetaucht wären, was ich aber bezweifeln möchte.

  • Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Aber leider schon wieder mit einer ihrer komischen Neusynchros...

    Mann, irgendwo müssen die originalen deutschen Sendebänder doch noch sein!

  • Charlie Chan DVDsDatum01.04.2017 11:44
    Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Nun ist auch das zweite Hörspiel, "Der chinesische Papagei" erschienen. Die Vorlage war hier schon deutlich besser als der Auftakt (Biggers steigerte sich), doch irgendwie habe ich den Eindruck, daß die Romane sich nicht sonderlich für werkgetreue Hörspielbearbeitungen eignen. Essenziell ist zwar alles enthalten, dennoch bin ich froh, vorher nochmal den Roman gelesen zu haben, denn es geht hier 64 Minuten Schlag auf Schlag, Aufmerksamkeit ist also gefragt. Evtl. hätte es geholfen, den Nebenstrang um die Maydorf-Bande komplett rauszustreichen und sich auf die Ereignisse auf der Ranch zu konzentrieren, manchmal ist weniger eben mehr.

    Helmut Krauß ist diesmal vorlagenbedingt besser in die Story eingebunden, den Asiaten nehme ich ihm allerdings immer noch nicht so recht ab. Etwas unglücklich war die Besetzung von zwei Hauptrollen mit Christian Brückner und Kaspar Eichel, die sich doch sehr ähnlich anhören. Ansonsten erfreuen einen (neben einigen mehr oder weniger talentierten Amateursprechern) etwa Eckart Dux, Santiago Ziesmer, Reent Reins, Bernd Vollbrecht und Peter Weis mit grundsoliden, wenn auch nicht überragenden Darbietungen. Da könnte die Regie vermutlich noch deutlich mehr rausholen.

    Die SFX-Untermalung fällt (wie beim Erstling) wieder sehr spartanisch aus, und musikalisch wird auch keine wirkliche Eigenständigkeit aufgebaut, schade.

    Inhaltlich etwas ausgereifter als "Das Haus ohne Schlüssel", leider aber immer noch mit leichten Schwächen in der Bearbeitung. Auch wenn ich (was Adaptionen angeht) eher Purist bin, die Plots von Earl Derr Biggers brauchen weniger sklavische Werktreue, sondern viel mehr künstlerische Auffrischung. Da überzeugen die teilweise über 80 Jahre alten Oland-Filme mehr. Mal gespannt, wie Folge 3 wird, der Roman war zumindest nochmal deutlich besser als die ersten beiden und eignet sich durch das Closed-Room-Setting vermutlich eher für ein Hörspiel.

    BTW: Auch die Philo Vance-Romane von S. S. van Dine (1939 verstorben) sind inzwischen vom Copyright befreit...

  • Charlie Chan DVDsDatum05.03.2017 12:04
    Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Stimmt, ich dachte erst, "The Shanghai Cobra" heißt bei uns "Ein fast perfektes Alibi" (so steht es in Gubanovs PDF-Tabelle in Beitrag 19 dieses Threads). Aber auf der DVD von Donau wird bei "Ein fast perfektes Alibi" als Originaltitel "Dark Alibi" angegeben (was auch näher liegt). Also doch nur eine Doublette! Muß mir die "Chanthology" auch endlich mal komplett ansehen, aber der Qualitätsabfall gegenüber den FOX-Filmen ist schon gravierend...

  • Charlie Chan DVDsDatum04.03.2017 15:28
    Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Die "Chanthology" hab ich auch, allerdings sind zwei der Filme auch in der Donau-Box drin. Andererseits kann man sich dank der englischen UT so immerhin die schreckliche Billigsynchro von "Die blutige Spur" ersparen.

  • Charlie Chan DVDsDatum28.02.2017 21:44
    Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Zwar noch keine Spur von den Toler-Filmen, aber immerhin gibt es jetzt Hörspiele. Folge 1, "Das Haus ohne Schlüssel", erschien bereits, Folge 2 erscheint Ende März, Folge 3 ist für den Sommer angekündigt.

    Die Reihe ist zunächst auf 6 Folgen ausgelegt, die alle 6 Romane von Earl Derr Biggers abhandelt. Diesen Ansatz muß man durchaus honorieren, allerdings soll nicht verschwiegen werden, daß besonders der erste Roman doch arg Staub angesetzt hat (ja, ich habe mich durch die ungekürzte DuMont-Ausgabe gequält). Die Hörspielbearbeitung (von unserem geschätzten Forumsmitglied Mr. Wooler) bleibt eng am Buch, mußte aber trotzdem einiges zusammenkürzen. Trotz knapp 80 Minuten Laufzeit wirkt das ganze doch etwas gehetzt, das allgemeine Verständnis wird zudem durch gefühlte zwei Dutzend Charaktere mit dem Familiennamen Winterslip erschwert. Ich prognostiziere mal, daß Nichtkenner des Romans Probleme haben könnten, der Story zu folgen. Und das Schlimmste - sonderlich spannend ist sie auch nicht.

    Sprechertechnisch wird durchaus geklotzt, so hört man etwa Christian Rode, Jürgen Thormann und Lothar Blumhagen, doch gerade mit Helmut Krauß in der Titelrolle werde ich nicht so ganz warm. Die Interpretation des unerschütterlichen Chinesen an sich ist OK, aber seine kratzige Stimme will einfach nicht passen, besonders, wenn man an Klaus Höhnes eher sanfte Stimme aus den Filmen gewohnt ist.

    Die Effekte sind spärlich und mit "zweckdienlich" wohl am besten umschrieben, die Musik dagegen leider eine absolute Enttäuschung. Da kommt absolut kein Flair auf, das Hawaii der 20er wirkt somit beliebig, und die Story könnte sonstwo spielen.

    Ein durchwachsener Start. An sich lobenswert, den originalen Chan zu inszenieren (der sich durchaus von dem der Filme unterscheidet), doch gerade der Auftakt hätte statt absoluter Werktreue eher eine Auffrischung vertragen können. Die Sprecherleistungen gehen größtenteils in Ordnung, die musikalische Untermalung dagegen ist schwach. Ich werde zwar dranbleiben (die Romane steigern sich ja auch qualitativ), aber da ist noch viel Luft nach oben...

  • RomaneDatum24.02.2017 18:03
    Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Okay... merkürdiger Name. Ich bin beim Lesen jedes Mal drüber gestolpert.

  • RomaneDatum24.02.2017 15:41
    Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Zitat von Mr. Igle im Beitrag #396
    Jim Ferraby und Elfa Leigh sind das altbekannte Wallace-Liebespaar, [...]


    Dazu mal eine ganz dumme Frage - der Name kam mir beim Lesen die ganze Zeit komisch vor. Leider habe ich nur die Weltbild-Ausgabe und keinen Alternativtext zum Vergleich, aber kann es vielleicht sein, daß die gute Dame in Wahrheit Elsa heißt und der arme Taiwanese, der die in Frakturschrift gedruckte Erstausgabe abtippen mußte, sich einfach vertan hat? Das kleine "s" und das kleine "f" sind ja auch kaum zu unterscheiden.

  • Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Nachdem mir die Box jetzt vorliegt, mal ein paar Worte dazu:

    Pro:
    - alle 24 Folgen komplett
    - Ton in deutsch (sehr gute Qualität) und englisch (passable Qualität)
    - schönes bebildertes Booklet

    Contra:
    - das Bild ist auf niederem VHS-Niveau (deutsches Bildmaster)
    - der englische Ton ist unvollständig (überbrückt mit deutschem Ton und englischen Untertiteln, offenbar stammt der von irgendwelchen gekürzten Syndication-Prints)
    - kein weiterer Bonus (außer einem von Fernsehjuwelen selbst gefrickelten Trailer zur Serie und noch mehr Eigenwerbung)

    Die Serie selbst ist durchaus charmant und trotz einiger recycleter Drehbücher der knapp 25 Jahre älteren Howard-Serie meilenweit überlegen. Trotz Sparprogramm bei der Produktion (ich schmunzel jedes mal über die Veränderungen in der Baker Street-Kulisse) wirken die Außenaufnahmen (gedreht wurde in Polen) durchaus authentisch, und die Besetzung mag zwar nicht kanonisch sein, macht aber trotzdem Spaß, sei es nun Whiteheads Holmes (am ehesten wohl mit Ian Richardsons Interpretation vergleichbar), Pickerings Watson (sympathische und erfreulich intelligente Interpretation) oder Newells Lestrade (ist zwar der Depp vom Dienst, aber immer da, wenn man ihn braucht). I-Tüpfelchen ist aber die hervorragende deutsche Synchronfassung (kein Vergleich zu dem Gestammel bei der Howard-Serie), die mit Dux, Bussinger und Duwner drei echte Legenden auffährt (und ich bedauere immer noch, daß Dux für "Mr. Holmes" mit Ian McKellen terminlich verhindert war und durch Kaspar Eichel ersetzt wurde).

    Objektiv betrachtet ein reines Nostalgieprodukt. Das Bild ist im Grunde eine Frechheit, aber vermutlich gibt es kein besseres Material (mehr), dafür kommt man endlich mal in den Genuß der englischen Tonspur (wenn auch unvollständig). Die Aufmachung der Box ist gefällig (auf dem Schuber ist nur ein FSK-Aufkleber, die Box selbst hat ein Wendecover), das Booklet ist nett (könnte allerdings etwas mehr in die Tiefe gehen). 25-30 Euro für knapp 10 Stunden leichte Unterhaltung gehen mMn aber durchaus in Ordnung.

  • Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    "If It’s a Man – Hang up!" - scheinbar auch ein Favorit vieler "Thriller"-Fans. Schauen wir doch mal, was dran ist...

    Trotz noch längerer Laufzeit (ich habe mir die 75minütige "Extended Version" auf der Bonus-DVD angesehen) kommt die Episode trotz - wie üblich - abgedroschener Storyidee nach dem - ebenso üblichen - langsamen Einstieg durchaus in Fahrt und bietet kurzweilige Unterhaltung, wobei es natürlich hilfreich ist, eine Schwäche für Carol Lynley zu haben (die nach heutigen "Modemaßstäben" für ein Foto-Modell vermutlich viel zu "fett" wäre). Von daher stehe ich ihrem Charakter auch nicht ganz so ablehnend gegenüber wie Gubanov in seiner Besprechung (rein subjektiv, natürlich). Die Affekthandlung am Schluß hätte zwar nicht sein müssen, war aber immerhin schlüssig in die Story integriert.

    Ungewöhnlich clever gelingt Clemens diesmal die Täterverschleierung, wirklich jeder könnte es sein (wobei der richtige bei meinen beiden ausselektierten Kandidaten dabei war, ich letztendlich aber danebengehauen habe). Überraschend auch, daß der 70er-mäßig tuntige Cheffotograf letztendlich NICHT schwul war, sondern sich (neben der Ehefrau) auch noch eine Geliebte hielt.

    Tja, Gesamteindruck... für einen 70er-Jahre-TV-Thriller oberes Mittelfeld, sicher eine der Episoden, wo es nicht bei einer Sichtung bleibt. Zu den üblichen "Thriller"-Schwächen gesellen sich ein durchaus raffiniert gestricktes Tätersuchspiel und ein schön giallo-mäßig in Szene gesetzter Stalker (allein das Fernglas - Phallus-Symbolik pur). Eine gute, aber keine großartige Episode.

  • Foren-Beitrag von Lord Peter im Thema

    Und noch eine...

    "A Place to Die" - naja, die Folge traf rein inhaltlich überhaupt nicht meinen Geschmack, dieses Gebiet war für mich mit "Rosemarys Baby" und dem "Wicker Man" komplett abgefrühstückt, alles weitere sind nur aufgewärmte Wiederholungen.
    Positiv muß ich hervorheben, daß man nach einem (mal wieder) seeehr langsamen Auftakt in der zweiten Hälfte eine überaus beklemmende Atmosphäre generiert, und auch die bekloppten Dorfbewohner wirken in ihrer gekünstelten Freundlichkeit gruseliger als mancher axtschwingende Hinterwäldler. Für ein anerkennendes Frösteln reicht die Folge somit aus. Dennoch überzeugten mich die reinen Krimi-Stoffe ohne übernatürliche Storyelemente bislang mehr.

    Hätte Clemens seine Geschichten im Standard-Format von 50 Minuten produziert, hätte es der ganzen Serie einen eindeutigen Qualitätsschub verpaßt. Ich könnte mir vorstellen, daß so mancher amerikanische Syndication-Cut temporeicher und spannender ausfällt als die britischen Originalfassungen.

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