Zitat von Daniel86 im Beitrag #40Was nun Klaus Kinski angeht, bin ich auch sehr schockiert und weiß nicht recht, mit welchen Augen ich seine Filme künftig ansehen werde.
Das frage ich mich auch - kann man, darf man das ausblenden? Und wenn man es tut, was sagt das über einen selber aus?
Anders wird es sicher in Zukunft vorerst sein, dafür sind wir wohl zu sehr Menschen.
Zitat von Daniel86 im Beitrag #40Auf der anderen Seite wissen wir von anderen Schauspielern vielleicht gar nichts Privates. Solche Dinge kommen doch wohl leider in mehr Familien sämtlicher Schichten vor, als man so denkt. Vielleicht muss man zwischen der Rolle bzw. dem Schauspieler und der Privatperson trennen - ich weiß es nicht...
Man muss es ganz sicher nicht trennen, es geht ja nicht um wissenschaftlich-nüchterne Analyse der Leistung, wenn wir die Filme sehen, sondern um mehr um Unterhaltung, Spiel, Sympathie, und ja auch, Identifikation. Würden wir diese Ebene ganz abschalten, gäbe es keinen Genuss mehr, sondern nur noch eine Würdigung.
Die Reaktion von Natasia Kinski auf das Buch ihrer Schwester hat die Vorsicht mit den Enthüllungen wohl zur Seite gewischt - ich habe heute mehrere enttäuschte Abrechnungen mit Klaus Kinski gelesen, jetzt nur noch Wahnsinniger, kein Genie mehr, für viele.
Auch wenn sie mit dem Buch genau diese Situation heraufrufen wollte, stehen wir nun vor ihr, ob wir es wollen oder nicht:
Eine Frage, die für uns im Raum steht ( und die vermutlich nur jeder für sich entscheiden kann? ) ist, in wie weit die vielen Film-Auftritte von ihm, die wir bisher so großartig fanden, für uns noch ein Genuß sein werden oder in wie weit wir den furchtbaren Menschen im Schauspieler jetzt jedesmal sehen.
Zitat von Thomas im Beitrag #19Das ist heute sogar Schlagzeile in der BILD und das lesen 12 Millionen. Ich hätte nicht gedacht, dass das solche Wellen schlägt.
Nachdem der Bruch zwischen der katholischen Kirche und dem Beauftragten für den Aufarbeitungsbericht über die Missbrauchsfälle gerade aktuell ist, da ist das Thema in allen Medien groß zur Zeit, Deutschland Radio Kultur hat gestern und heute auch darüber berichtet.
Zitat von Glasauge im Beitrag #17Ich meine im Spiegel oder im Stern war einmal ein Bericht, indem ein Regiesseur über seine Erlebnisse mit Kinski berichtete. Schon am ersten Tag sorgte er für Aufruhr, verprügelte den Beleuchter und verlangte, die Maskenfrau würde sofort mit ihm ins Bett steigen. Schließlich hielt er irgendwann nach dem Dreh die Hauptdarstellerin in seinem Haus gefangen, bis eben dieser Regiesseur mit zwei Leibwächtern Kinski niederschlug und die betroffene Frau rettete. Kann mir jemand auf die Sprünge helfen, wer der Regiesseur war?
Es ist schier unfassbar, was jetzt bekannt wurde. Das hätte ihm niemand zugetraut und es bleibt nur die Frage, ob seine eigene Tochter ein Einzelfall war. Einfach nur pervers.
Gibt es irgendwelche neuen Anzeichen, dass die Wallace-Filme endlich auf Blu-Ray erscheinen?
Nachdem es ja sogar die Basil Ruthbone-Filme auf Blu-Ray gibt, hatte ich eigentlich erwartet, dass es langsam mal eine Ankündigung der ersten Wallace-Blu-Rays gibt oder der ersten Box.
Bei der letzten Sicht von "Der Tod läuft hinterher" fiel mir die Sprecherstimme auf, die zu Beginn des 2. + 3. Teils die Zusammenfassung spricht - ist das Horst Tappert?
Zitat von Georg im Beitrag #159Nur zur Info: professionell und wissenschaftlich urteilen (kann ich Dir aus beruflicher Erfahrung sagen) funktioniert so aber nicht. Man muss jeden einzelnen Fall für sich sehen und nicht mit anderen vergleichen, sondern die Kriterien für jeden einzelnen Fall heranziehen.
Offensichtlich Ansichtssache? Da gibt es wohl verschiedene Meinungen und Definitionen. Auch gut
Ohne Vergleiche, d.h. ohne das große Ganze zu kennen, darf man dann aber auch keine Punkte geben und keine Rangliste daraus ableiten, das wäre irreführend, da es ein Vergleich ist, es würde zu potentiell grob falschen Ergebnissen führen und man sollte lieber Kritiken schreiben.
Ich habe den Film zu Weihnachten bekommen (gibt es ja inzwischen bei Amazon http://www.amazon.de/gp/product/B0091SYR...ASIN=B0091SYREC ) und ihn sehr genossen, Bild und Ton sind klar besser als bei meiner TV-Aufnahme und spannend war er erneut, Heinz Drache und Paul Klinger waren wieder ein Genuss.
Zitat von Janek im Beitrag #16Ich konnte zu diesem Krimi noch keine Bewertung finden, kann mir jemand sagen wie der Film ist ? Dieser wird nämlich auch von Fernsehjuwelen veröffentlicht.
Ja, fand ihn teilweise sehr spannend, teilweise irritierende Durchhänger, manche gern gesehene Darsteller, aber auch viel verschenkt. Ein anderer Regisseur und ein etwas höheres Budget hätten einen Klassiker daraus gemacht?
Sollte man mal gesehen haben, werde mir die DVD vermutlich zulegen, finde die Figur Crippen interessant.
Zitat von Georg im Beitrag #152Erste und wichtigste Regel beim Beurteilen/ Bewerten: man DARF nie vergleichen sondern jede Person, jede Arbeit oder in unserem Falle jeden Film einzeln sehen und schauen, was positiv und was negativ ist.
Du wirst aber nicht leugnen können, daß ein Grandprix wie dieser immer eine Art Wettbewerb ist und in einem solchen immer verglichen werden wird.
Auch ich habe nach dem Anschauen eines Mehrteilers sofort gewertet und meine Punkte vergeben, aber es ging mir wie z.B. einem Kampfrichter beim Eiskunstlaufen, man hat immer im Hinterkopf, was alles noch so im Wettbewerb kommt.
Man MUSS sogar im Kopf behalten, was noch kommt oder kommen kann! Gibt man zu früh die volle Punktzahl und stellt dann fest, man bräuchte bei anderen Filmen später 6 oder 7 Punkte, dann tut man diesen Filmen mit 5 Punkten klar Unrecht (und den überbewerteten eigentlich auch).
Man sollte lieber dem besten Film nur 4 Punkte geben, solange weiterhin eine Abstufung zu allen anderen Filmen besteht.
Eigentlich sollte man ALLE Filme schon einmal gesehen haben, bevor man die erste Wertung gibt, so kann man sicher sein, angemessen und gerecht zu urteilen.
Leider komme ich selten zum Lesen außerhalb der Ferien und dann verschlinge ich Krimis meist in sehr kurzer Zeit, weniger in kleinen Häppchen mit großen Abständen, werde sicher bald den sehr schön aufbereiteten 10-Teiler lesen.
Während beim Mittelfeld ein paar Filme nach meinem Geschmack deutlich zu hoch bewertet sind und mich die insgesamt sehr hohen Punktzahlen überraschend finde - ständig die Höchstwertung geben heißt auch, dass es keine Unterschiede gibt! Differenzierung tut vielleicht bei dem einen oder anderen Juror Not? - so ist zeigt das Spitzenfeld ein amtliches Ergebnis.
Es war eine gute Aktion, gerne wieder in ein, zwei Jahren. Vielen Dank an die Organisatoren!
Zumindest habe ich nicht bewußt nach Genre abgestimmt, bewußt würde ich sage, ist es mir egal, ob es um Geheimdienst geht oder nicht.
Der Unterhaltungswert, der sich oft daran gezeigt hat, ob ich 1. die Filme behalten, 2. in der Zwischenzeit nochmal gesehen und 3. beim Anschauen zum Granprix nochmal interessant oder sogar spannend fand, war maßgeblich. Darin floß die Leistung der Schauspieler (in der Rolle, eingagiert, aber nicht penetrant), des Drehbuchs, des Regisseurs etc. immer mit ein, auch wenn es mal darstellerische Leistungen gab, die eine Freude waren, auch wenn in anderen Punkten klare Defizite herrschten.