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Dieses Thema hat 976 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Georg Offline




Beiträge: 3.222

06.06.2013 19:43
#601 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #600
Du schreibst, grundsätzlich sei das Gegenteil der Fall, um mir dann zuzustimmen?

Lies genau:
1. Ringelmann war mutig was Besetzungen gegen die Norm anging - darin widerspreche ich Dir. Seine Besetzungen waren insofern häufig gewagt, weil sie gegen das übliche Rollenklischee eines Schauspielers angingen.
2. Ringelmann setzte bestimmte Schauspieler viel zu oft ein - und manche immer in ähnlichen Rollen - darin stimme ich mit Dir überein.

So einfach ist das :-)

Blap Offline




Beiträge: 1.128

06.06.2013 20:10
#602 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #600
@Blap: Ich freue mich über deine neue Besprechung. Bitte mach weiter - ich fürchte schon den Tag, an dem ich dich überhole und nichts Lustiges mehr zu lesen habe.

Der Tag wird vermutlich bald kommen, bei dem Tempo kann ein alter Mann nicht mithalten. Bleibe am Stephan, Box 11 wurde vor wenigen Tagen geliefert. "Der Alte" wird von mir allerdings nicht mehr kommentiert, so sehr ich die Serie schätze, mir fehlt es -obschon Pensionär- an Zeit, ich muß meiner inneren Stimme folgen und Filme & Serien schauen.

***

Vom Ursprung her verdorben

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

10.06.2013 10:59
#603 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten

@Georg: Ich würde nicht sagen, dass die Ausnahmebesetzungen, die wirklich gegen den Strich gebürstet waren, bei Ringelmann „häufig“ waren – eher handelte es sich um Randerscheinungen, die hin und wieder, aber eben nicht ständig vorkamen. Was ich aber noch einmal herausstreichen möchte, ist, dass sich meine Kritik auf die immer gleichen Besetzungen nur auf die Schauspieler bezieht, die wirklich relativ fest mit einem bestimmten Rollenbild verwachsen sind. Das trifft auf viele Darsteller gar nicht zu, die seit jeher abwechslungsreich besetzt wurden und die deshalb weder klischeehaft noch gegen ein Klischee besetzt werden können.



Derrick: Das absolute Ende

Episode 140 der TV-Kriminalserie, BRD 1986. Regie: Alfred Vohrer. Drehbuch: Herbert Reinecker. Mit: Horst Tappert, Fritz Wepper sowie: Günter Mack (Herr Kolka), Volkert Kraeft (Ralf Kolka), Reinhild Solf (Carmen Kolka), Konrad Georg (Hubert Kolka), Marion Kracht (Herta Kolka), Michael Holtau (Rocco Gretschkow), Wolfgang Müller (Hans Mahler), Tommi Piper (Koby) u.a. Erstsendung: 25. April 1986, ZDF.

Zitat von Derrick: Das absolute Ende
Als die Gitarrenschülerin Herta Kolka erschossen wird, vermuten alle das Mordmotiv unter ihren Freunden und Bekannten. Stephan und Harry stellen Ermittlungen in ihrem Umfeld an – nicht ahnend, dass auch Hertas Vater bald auf dieselbe Weise aus dem Leben scheiden soll. Nach diesem zweiten Mord packen Derrick apokalyptische Vorstellungen: Blickt er bei diesen Ermittlungen auf „das absolute Ende“?


Was zunächst in trister, wenig ansprechender Umgebung beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem formidablen Familiendrama mit einer gewissen Portion Gothic-Grusel. Die Familie Kolka tut ihr Bestes, möglichst undurchschaubar und verdächtig zu wirken, was durch anormales Verhalten (O-Ton Harry: „Der benimmt sich doch nicht wie ein normaler Mensch.“) und ein verleugnetes seniles Familienmitglied, das „oben in einem abgeschlossenen Raum“ sein Dasein fristet, noch einmal in aller Deutlichkeit unterstrichen wird. Wenn die Geschichte des Schockerkrimis eine wahrhaft bösartige Angst genährt hat, dann die, dass man ziemlich hilflos sein kann, wenn man in die Fratze blanken Wahnsinns blickt – und mehrere Akteure kommen dieser Vorstellung in „Das absolute Ende“ genügend nah.

Bei der Folge handelt es sich um einen jener schauspielergetragenen „Derricks“, wie sie die Reihe so sehenswert machen, auch wenn die Scripts manchmal etwas überdramatisiert wirken. Man muss sich aber in großer Ehrfurcht vor allen beteiligten Schauspielern verbeugen, die den manchmal etwas karikativen Charakteren und reineckerhaften Flickschustersätzen zum Trotz sehr lebendige Gestalten formen. Jeder der Protagonisten hinterlässt einen plastischen Eindruck, auch wenn sich die Auftritte einiger Figuren nur auf wenige Szenen beschränken. Das ist zum Beispiel bei Günter Mack der Fall, der hier seinen späten Serieneinstand als am Boden zerstörter Vater gibt.

Größere Rollen dürfen Volkert Kraeft und Reinhild Solf mit sehr viel Elan ausfüllen – Alfred Vohrer leistete, obwohl es sich um seinen letzten „Derrick“ handelte, noch volle Arbeit in der Schauspielerführung. Auch ließ er einen gewissen Hauch seiner früheren „Wüstheit“ (© Blap) durchblicken, indem er bei der Inszenierung der nicht weniger als drei Morde alles andere als zimperlich zu Werke ging. Es kommt zwar nicht ganz an die alten Tage à la „Kamillas junger Freund“ oder „Tote Vögel singen nicht“ heran, man merkt die Hommage aber doch deutlich.

Eine wichtige Rolle spielt die melancholische Musik, die als Mittel der Charakterisierung eingesetzt wird und über die man einiges über die erste Tote herausfindet. Auf dem Score prangt ein heftiges Brandzeichen „by Duval“ – diese Klänge sind unverwechselbar und auch in diesem Fall wieder einmal äußerste Geschmackssache …

Konrad Georg zieht in wenigen kurzen Szenen als irrer Greis tüchtig vom Leder; Kraeft, Solf und Müller brillieren in weiteren zentralen Rollen. Für Familiendramen gibt es des Öfteren einen Daumen nach oben, der Bonus für einen würdigen Abschied von Alfred Vohrer sollte auch nicht übersehen werden. So lande ich bei 4,5 von 5 Punkten, die bei weniger Duvallischer Soße und verkürzten Szenen mit dem seltsamen Millionär Gretschkow gut auch volle fünf hätten werden können.

Georg Offline




Beiträge: 3.222

10.06.2013 16:00
#604 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #603
Was ich aber noch einmal herausstreichen möchte, ist, dass sich meine Kritik auf die immer gleichen Besetzungen nur auf die Schauspieler bezieht, die wirklich relativ fest mit einem bestimmten Rollenbild verwachsen sind.

Ich habe mir schon gedacht, dass wir aneinander vorbei geredet haben ;-). Es stimmt schon, einige Darsteller wurden immer sehr ähnlich besetzt.

Chinesische Nelke Offline



Beiträge: 136

10.06.2013 19:20
#605 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten

Ein typisches Beispiel für die Folgen der Endphase ist Raphael Wilczek. Immer der Böse, der in Kneipen auftaucht und die Wirte nötigt / erpresst, ich finde das tut den Folgen nicht gut. Sehr oft eingesetzt zum Schluss auch Peter Bertram, dem ich als Schauspieler überhaupt nichts abgewinnen kann.

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

16.06.2013 14:41
#606 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten



Gruß an Derrick: Eine schöne Fahrt nach München, Teil 1

Mit keiner anderen Krimiserie ist München so eng verwoben wie mit „Derrick“, dem erfolgreichsten Exportschlager dieses Genres, in dem Horst Tappert und Fritz Wepper über ein Vierteljahrhundert hinweg Schurken, Ganoven und Mörder zur Strecke brachten. Die 281 Folgen der Serie vermitteln viele nostalgische Eindrücke der Isarstadt – und es ist durchaus lohnenswert, sich einige Winkel einmal im Vergleich damals – heute zu betrachten.

Ein Spaziergang durch die Münchner Innenstadt brachte Percy Lister und mich zu einem der am schönsten in Szene gesetzten „Derrick“-Drehorte: dem Hofgarten, wo im Dianatempel in Folge 123, „Der Mann aus Antibes“, die Leiche von Irina Wanka aufgefunden wird. In der von Jürgen Goslar inszenierten Folge sticht diese Sequenz durch ihre elegante Symmetrie ins Auge und lässt ein wenig Wehmut darüber aufkommen, dass es mit dem Rest der Episode nicht ganz so weit her ist. – Der Hofgarten präsentiert sich im Jahr 2013 weitgehend unverändert. Die Anlage befindet sich in einem sehr gepflegten Zustand und lediglich die Bäume vor der Fassade der Residenz sind seit dem Dreh 1984 ganz hübsch gewachsen:



Nur wenige 100 Meter nordöstlich liegt eine weitere, noch ausgedehntere Grünanlage, der berühmte Englische Garten. Er ist nicht nur eine Pilgerstätte für bierdurstige Münchner an Freitagnachmittagen, auch lässt sich dort ganz wunderbar vom Trubel der großen Plätze und Einkaufsstraßen entspannen. In der grünen Lunge der Stadt schlendert man am Monopteros, dem kleinen tempelartigen Pavillion, vorbei, von dem aus man die „Skyline“ mit der dominierenden Frauenkirche ebenso überblicken kann wie einst Günther Maria Halmer auf seiner nicht immer ganz nüchternen Reise als „Karo As“ im 65. „Derrick“. Viele seiner Bierflaschen haben sich bis heute an den Säulen des Denkmals erhalten.

Ein weiteres Ausflugsziel im Englischen Garten stellt der Chinesische Turm dar, vor dessen beruhigend ans gemütliche Bayern angepasster Exotikkulisse tausende Münchner ihre Draußenkultur pflegen. Das ging schon Curd Jürgens und Inge Birkmann in „Madeira“ (#7) so, als sie vom Lokal am Chinesischen Turm gedanklich an die Sandstrände der portugiesischen Insel flohen.



Fortsetzung folgt ...

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

16.06.2013 21:44
#607 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten



Gruß an Derrick: Eine schöne Fahrt nach München, Teil 2

Auch wenn es genaugenommen nicht zu München gehört, hat sich der Villenort Grünwald (man beachte die Betonung auf der zweiten Silbe und verwechsele es um Himmels willen bloß nicht mit Grunewald!) als „Derricks zweites Zuhause“ etabliert. Da der Ermittler selbst eher ein eleganter Typ war, war er bei den verkommenen Emporkömmlingen, den fiesen Fabrikanten und weinenden Witwen gerade richtig aufgehoben. Weil Percy Lister und ich nur Zeit für einen sehr kurzen Spaziergang durch Grünwald hatten, sollen die folgenden Vergleiche lediglich als eine erste Auswahl betrachtet werden.

Seinem eleganten Ruf zum Trotz (man müsste meinen, jeder hätte einen Jaguar in der Garage und einen Chauffeur im Gesindehaus) hat sich Grünwald seine Straßenbahnanbindung an die bayerische Hauptstadt bewahrt. Wer mit der gut ausgelasteten Linie 25 nach Grünwald fährt, sollte zunächst Station an der wenig einladend klingenden Haltestelle Parkplatz machen. Der Grund für diesen Namen ist heute nicht mehr ersichtlich, denn in der Robert-Koch-Straße reihen sich Villen und nicht Parkbuchten aneinander. Eine von ihnen mit Nummer 43 ist dem Derrick-Freund gleich aus mehreren Folgen wohlbekannt: Hier hauste Ernst Schröder in „Tod der Kolibris“ (#16) und später auch Bernhard Wicki in „Eine Nacht im Oktober“ (#32). Das charakteristische weiße Tor zur Auffahrt hat sich ebenso erhalten wie der Landhausstil-Charme des dahinter befindlichen Anwesens.



Selbst die Haltestelle war in „Tod der Kolibris“ mit im Bild. Leider sind wir Derrick beim Schießen des Vergleichs nicht begegnet, anderweitig ist der Zustand des Halts aber sogar noch besser als im Jahr 1975, in dem die Münchner Straßenbahn noch als Auslaufmodell gegenüber der neuen U-Bahn angesehen wurde.



Die Fahrt zur Endhaltestelle bringt den geneigten „Derrick“-Freund in unmittelbare Nähe der Burg Grünwald. Und was gehört zu einer formidablen Burg dazu? Nein, nicht etwa ein Burghotel – vielmehr ein Schlosshotel! Dieses verfügt einerseits über eine lauschige Gartenterrasse, andererseits aber auch über mörderische Erfahrungen, weil hier Siegfried Lowitz im dritten „Derrick“ sein nicht ganz zwischenfallsfreies „Stiftungsfest“ abhielt.



Die Folgen seines Tuns entsetzten den Ehrenmann so schwer, dass er mit seiner Last kaum weiter leben wollte. Welche bessere – und welche patriotischere – Art, aus dem Leben zu scheiden, könnte es für Einheimische geben als den Sprung von der Grünwalder Isarbrücke?

Eingefleischten Drehortsuchern wird sofort ins Auge springen, dass wir die Jahreszeit nicht ganz getroffen haben und statt eisiger Winde bruzelnde Sonne auf die Brücke herabbrannte. Doch dieser Unterschied ist nicht der einzige: Eigentlich handelt es sich nämlich nicht um die tatsächliche „Derrick“-Brücke! Lowitz’ Überführung trug sich auf der alten Isarbrücke zu, die 1904 eröffnet und 1999 wegen baulicher Schäden abgerissen werden musste. Die Eisen-Beton-Konstruktion wurde durch eine neue Stahlbogenbrücke ersetzt, die 2001 für den Verkehr freigegeben wurde. Auch wenn somit die Authentizität weitestgehend entfällt, handelt es sich doch trotzdem um einen der beeindruckendsten Schauplätze der Serie (der übrigens auch in „Der Alte“ verwendet wurde).

Blap Offline




Beiträge: 1.128

17.06.2013 05:59
#608 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten

Danke für diese schönen Berichte, werter @Gubanov! ³

***

Vom Ursprung her verdorben

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.589

23.06.2013 15:07
#609 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten

BEWERTET: "Naujocks trauriges Ende" (Folge 137)
mit: Horst Tappert, Fritz Wepper, Karl Heinz Vosgerau, Sissy Höfferer, Bettina Redlich, Louise Martini, Friedrich Georg Beckhaus, Sascha Hehn, Susi Nicoletti u.a. - Regie: Alfred Vohrer

Als Naujocks nach einem Schäferstündchen mit seiner Angestellten das Apartment seines Freundes Tass verlässt, wird er auf offener Straße erschossen. Oberinspektor Derrick stellt fest, dass die beiden Männer jeweils Leidenschaften pflegten, in ihrem näheren Umfeld missfielen: Der verheiratete Naujocks traf sich regelmäßig mit jungen Frauen, Witwer Tass hat ein Verhältnis mit seiner Stieftochter - sehr zum Ärger seines Stiefsohns. Derrick hat bald allen Grund, an eine Verwechslung des Mordopfers zu glauben ....

Die umtriebigen Geschäftsmänner mit ihren geheimen Verhältnissen stehen oft im Mittelpunkt einer "Derrick"-Episode, bieten sie doch genügend Angriffsfläche für beleidigte Kinder, erboste Ehefrauen, verratene Untergebene oder Konkurrenten, die die Schwäche ihrer Mitbewerber ausnutzen. Derrick erweist sich dabei stets als Ruhepol und unbestechlicher Beobachter, auch, wenn er sich dieses Mal von Karl Heinz Vosgerau zum Essen in ein elegantes Restaurant einladen lässt. Bei solchen Anlässen bleibt Harry stets außen vor; der Oberinspektor meistert seine Täterannäherung im Alleingang. Er spielt mit offenen Karten und sagt den Menschen direkt ins Gesicht, dass er sie für die Mörder hält. In Folge 137 ist es nicht schwer, den Täter zu enttarnen - sein Mienenspiel verrät ihn bereits bei seinem ersten Auftritt. Dennoch bricht die Geschichte mit dem Klischee der verführerischen Geliebten, deren schweres Parfüm noch in der Luft liegt, als die Spurensicherung den Tatort betritt. Statt einer femme fatale stehen wir einer recht unscheinbaren Frau gegenüber, die ihrem Chef in einer Mischung aus Trotz und Auflehnung (gegen den eigenen Vater, der ebenfalls bei Naujocks angestellt ist) ins gemietete Schlafzimmer folgte. Die resolute Susi Nicoletti und der im wahrsten Sinne des Worte aalglatte Sascha Hehn bilden ein Gegengewicht zu den schalen Beziehungen, die Alfred Vohrer nicht weiter verfolgt, sondern bei zerwühlten Laken und süffisantem Lächeln bewenden lässt. Enkel und Großmutter als treue Verbündete bürgen stets für die Wiederherstellung der "alten Ordnung", ohne zu bedenken, dass es in den meisten Fällen bereits zu spät ist.
Derrick erweist sich als besonders sturer Hund, der seinen Knochen mit aller Kraft verteidigt und dabei die Tricks ausspielt, welche ihn seine Erfahrung gelehrt hat. Als der Besiegte dann endlich zu Boden geht, atmet nicht nur Harry erleichtert auf.

Clifton Morris Offline



Beiträge: 116

23.06.2013 23:27
#610 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten

Fritz Wepper hat gestern die Premiere der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg besucht. Dort spielt seine Tochter Sophie in "Winnetou 1" die Rolle der Nscho Tschi. Mit Marie Versini, die diesen Part 1963 im Kino verkörperte, drehte Herr Wepper ja "Kennwort Reiher". Tags zuvor hatten unweit in Grevesmühlen auch die Piraten-Open-Air-Spiele Premiere. Unter anderem dabei sind Martin und Dustin Semmelrogge. Laut Bad Segeberger Zeitung vom Samstag spielen die beiden in diesem Jahr noch in einem Edgar Wallace-Theaterstück.

Blap Offline




Beiträge: 1.128

26.06.2013 12:14
#611 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten

Die Fortsetzung der "Mega-Derrick-Sause"


Derrick - Collector's Box 10 (Folgen 136-150)

Folge 145 - Schonzeit für Mörder? (Deutschland 1986)

Trümmerfeld des toten Tyrannen

Dr. Arnold Bothe wird schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Zufälligerweise befindet sich Derrick dort gerade zu einer Untersuchung, Stephan plagt die Wirbelsäule. Flugs eilt er zum Sterbenden, kann jedoch lediglich einen Blick in dessen aufgerissene Augen werfen. Bei ihren Ermittlungen treffen Stephan und Harry auf ein merkwürdiges Familiengefüge und die schrullige Haushälterin des Opfers. Offenbar waren alle nahe Verwandten von Dr. Bothe abhängig, der seine Überlegenheit gern und rücksichtslos auslebte. Verdächtig vor allem die junge Ehefrau des Getöteten und dessen Sohn, Helene Bothe (Lena Stolze) und Eberhard Bothe (Christoph Waltz) haben seit einiger Zeit ein Verhältnis ...

Lena Stolze überzeugt mit ihrer Darstellung der zerbrechlichen Witwe, Christoph Waltz mutet zunehmend psychotisch an, überspannt den Bogen jedoch nicht, so gerät Eberhard Bothe nicht zur Karikatur. Horst Bollmann gibt den Bruder des Toten nicht minder überzeugend, lässt sich ausführlich über die Stärke seines Herren aus, suhlt sich in eigener Schwäche. Sein Sohn wird von Volker Lechtenbrink zum Besten gegeben, Ralf Bothe ist ein mittelprächtiger Pianist, neigt zu philoposhischen Anwandlungen mit zynischer Schlagseite. Lechtenbrinks Vorstellung lässt mich nicht los, ist seine Darbietung großartig oder dilettantisch? Ab und zu taucht Hilde Volk als überforderte Haushälterin auf, versteckt sich hinter ihrem kratzbürstigen Schutzwall. Zu Beginn hat Horst Naumann herrliche Szenen mit Horst Tappert. Unser Stephan lässt sich nur widerwillig untersuchen, zeigt sich als ungeduldiger Patient, bewahrt dennoch die Contenance, unverschämter Stumpfsinn ist bekanntlich nicht seine Sache.

Was macht die Herrschaft eines unangreifbaren Familienoberhaupts mit seinen Schäfchen? Sie suchen sich Nischen zur Flucht, geben sich mit der eigenen Mittelprächtigkeit zufrieden, wagen es nicht aufzubegehren. Schlimmer noch, sie werden eventuell zu unkontrollierten Angstbeißern, vielleicht nur für einen kurzen Moment, fraglos mit fatalen Folgen. Nicht immer ist der Tod das Ende, auch nach seinem gewaltsamen Ableben wirkt die Kraft des Toten, treibt einen seiner Schützlinge in den Wahn. Ja, es ist eine oft gedroschene Phrase, aber einmal mehr ist Blut ist dicker als Wasser, bitter und gnadenlos schlägt das Finale zu. Kein Befreiungsschlag möglich, zu mächtig hängt der Schatten des Alleinherrschers über allen Angehörigen. Kurz blickt die Kamera in die Augen des Opfers, Derrick und den Zuschauer lässt dieser Blick nicht los. Was ist dort zu sehen? Finale Erkenntnis des Schreckens? Klarheit den Bogen überspannt zu haben? Tobender Höllensog? Eberhard Schoener unterlegt die Geschehen mit stimmungsvoller Klangmalerei, hier und da scheint eine Nähe zu Angelo Badalamenti zu bestehen.

7/10 (gut)

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Vom Ursprung her verdorben

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.589

30.06.2013 13:49
#612 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten

BEWERTET: "Geheimnis im Hochhaus" (Folge 138)
mit: Horst Tappert, Fritz Wepper, Ekkehard Belle, Hans Peter Hallwachs, Gerd Baltus, Traugott Buhre, Diana Körner, Bernd Herzsprung, Gracia Maria Kaus, Wolfgang Wahl, Sharon D Minter u.a. - Regie: Wolfgang Becker

Um Geld für den nächsten Schuss zu bekommen, bricht der drogenabhängige Erich Fiska in eine Wohnung ein und findet dort zu seinem Schrecken die Leiche einer jungen Frau. Sie weist keine äußeren Verletzungen auf, ist aber dennoch keines natürlichen Todes gestorben. Als Fiska dann auch noch von zwei Männern überrascht wird, flieht er in Panik. Kurze Zeit später kehrt er in Begleitung von Oberinspektor Derrick zurück; er hat sich freiwillig gestellt. Zu seiner Verwunderung ist das Schlafzimmer leer - nichts deutet auf eine Tote hin....

Ekkehard Belle hat sich in der Folge seiner regelmäßigen Auftritte innerhalb der Serie zu einem vielseitig einsetzbaren Mann gemausert. So ist es seiner "Fünf-Freunde-Aura" zu verdanken, dass man ihn trotz seiner bewusstseinstrübenden Sucht nicht für einen hoffnungslosen Jammerlappen hält, sondern darauf vertraut, dass er dem Oberinspektor helfen kann. Dieser revanchiert sich in menschenfreundlicher Weise, indem er den Zeugen nicht als Randnotiz des Falles wahrnimmt, sondern weit mehr tut, als seine Dienstvorschriften zulassen. Wer glaubt, dass Derrick nach fast 140 Auftritten ein kalter Fisch geworden ist, der routiniert über die Abgründe springt, die sich unter seinen Füßen auftun, irrt. Noch immer beweist er persönliche Anteilnahme und ein ausgeprägtes Interesse für Menschen.
Die verschiedenen Spielarten des Verbrechens werden vom Moralisten Reinecker gekonnt analysiert: Wir bekommen es mit Einbruch, Drogenhandel, Hehlerei, Anleitung zur Prostitution, Leichenentsorgung und vermutlich etlichen bürokratischen Unterlassungen zu tun. Dabei werden die Unterschiede zwischen den gesetzeswidrigen Handlungen aufgezeigt, wobei die Sympathien beim jungen Fiska liegen, obwohl auch er sich im Namen des Strafgesetzbuches schuldig gemacht hat. Das klassische Repertoire der ahnungslosen jungen Frau, die nach München kommt, um ihr Glück zu machen, wird diesmal weitaus dezenter angedeutet und gefällt in einer Szene, die durch ihre Ausleutung eine Korona um das spätere Opfer bildet. Bernd Herzsprung, einem typischen Vertreter der Münchner Freiheit (Stichwort: Spider Murphy Gang), obliegt die Aufgabe, ein Mädchen abzufangen - einem Hans Peter Hallwachs würde dies schwerlich gelingen. Die Damen Körner und Kaus agieren emotionslos am Rande, was in einer Umgebung, in der Hallwachs Melonenzauber auf die Bühne bringt, nicht weiter verwundert. Trotz des holprigen Becker-Comebacks erleben wir eine beklemmende Spannung, die sich vor allem in den Betongängen des Hochhauses und der finalen Entdeckung der Leiche ausdrücken. Diese Szene gehört zu den wenigen Bildern innerhalb der Reihe, die wirklich erschüttern.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.589

30.06.2013 14:34
#613 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten

BEWERTET: "Der Augenzeuge" (Folge 139)
mit: Horst Tappert, Fritz Wepper, Klaus Herm, Dieter Schidor, Karl Walter Diess, Eva Maria Bayerwalters, Lilly Berger, Ralf Schermuly, Sky Dumont, Rebecca Winter, Kurt Weinzierl, Otto Bolesch u.a. - Regie: Theodor Grädler

Der stellungslose Erich Schuster bittet einen ehemaligen Arbeitskollegen, den Fotokopierer in der Firma benutzen zu dürfen und gerät dabei mitten in einen Überfall auf den Juwelier Masoni. Er erkennt die beiden Einbrecher, behält sein Wissen jedoch für sich, obwohl der Nachtwächter kaltblütig erschossen wird. Derrick fällt auf, dass selbst die Kinder des Mordopfers gleichmütig auf den Tod des Vaters reagieren und sich bald mit Schuster zu einem fröhlichen Abendessen treffen. Auch ein Broterwerb scheint plötzlich nicht mehr nötig zu sein. Haben der Augenzeuge und seine neuen Freunde womöglich Schweigegeld erhalten?

Für den aufmerksamen Zuhörer ist bereits nach wenigen Minuten klar, wie die Geschichte ablaufen wird. Man hört und sieht, wer hinter dem Einbruch steckt und kann sich alles weitere zusammenreimen. Verbrechergesicht Karl Walter Diess sorgt mit seinem überlegenen Gehabe zwar für ein Verwischen der Hauptspur, ändert jedoch nichts daran, dass Klaus Herm Derrick unnötig lange hinhält und sich dabei vom harmlosen Augenzeugen zum eigentlichen Ärgernis der Folge entwickelt. Sein wissendes Lächeln, das Verharmlosen der Umstände und die On/Off-Liebesgeschichte mit seiner von ihm getrennt lebenden Frau strapazieren die Geduld der Zuseher. Die kleinbürgerliche Verschlagenheit von Schuster wirkt provozierender als die wirklichen Verbrecher, deren konservativer Anstrich fast wie eine Karikatur daherkommt. Schermuly und Dumont als Vertreter einer untadeligen Fassade, die sich auf eine Mischung aus professioneller Freundlichkeit und herablassender Taxierung von Kunden und Handelsware spezialisiert haben, bleiben im Abseits. Der Fokus liegt auf Herm, der in seinen Rollen immer zu wenig vom großen Kuchen abbekommt, den eine ungerechte Welt zu verteilen hat. Das Mitleid hält sich jedoch in Grenzen, da man das Blitzen in den kleinen Äuglein wahrnimmt, das signalisiert: Auch ich bin kein Weltverbesserer, sondern nur auf meinen eigenen Vorteil aus.
Derrick wundert sich einmal mehr über die Einstellung gewisser Leute zu Mord und Totschlag. Während Harry den Verhaltensweisen der Beteiligten stets ein wenig fassungslos gegenübersteht, weiß Derrick, dass nichts unmöglich scheint. Daraus resultiert seine Souveränität.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.589

30.06.2013 21:03
#614 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten

BEWERTET: "Das absolute Ende" (Folge 140)
mit: Horst Tappert, Fritz Wepper, Günter Mack, Volker Kraeft, Reinhild Solf, Wolfgang Müller, Marion Kracht, Thomas Astan, Konrad Georg, Michael Heltau, Tommi Piper u.a. - Regie: Alfred Vohrer

Seit vier Wochen nimmt Herta Kolka privaten Gitarrenunterricht. Die Melancholie des Instruments hat es ihr angetan, obwohl sie selbst als überaus lebenszugewandt gilt. Völlig unbegreiflich erscheint es daher, dass die junge Frau eines Tages mit mehreren Schüssen niedergestreckt wird. Wie in solchen Fällen üblich, recherchiert Derrick im Privatleben der Toten, doch ist das Mordmotiv wirklich dort zu finden?

Freddie Vohrers letzte Regiearbeit für "Derrick" bereitet dem Zuseher noch einmal mysteriöse Spannung und beweist sein untrügliches Gespür für Atmosphäre. Er weiß, wann sich das Publikum plakative Gruselelemente wünscht und wann es Zeit für vornehme Zurückhaltung ist. Hier wie dort leitet er seine Schauspieler an, sich zu verausgaben - entweder im wüsten Wahnsinn oder mit rustikalem Stursinn. Neben den großen Krimiserien wie "Der Alte" und "Derrick" profitierten auch regionale Unterhaltungsserien wie "Weißblaue Geschichten" oder "Die Schwarzwaldklinik" davon. Der kryptische Titel deutet indirekt auf den Abschied von einem der prominentesten Spielleiter der Reihe an.

"Das absolute Ende" wird von einem unheimlichen Unterton begleitet, der sich zwar nicht unbedingt in Frank Duvalls "Liebe und Tod" ausdrückt, aber in den Handlungen der Darsteller. Klassische Zutaten aus Schauerromanen, wie der geistig Umnachtete im Dachkämmerchen, sorgen zusammen mit dem extrovertierten Auftreten einiger Personen (Volker Kraeft als Wahnsinniger in spe) für eine seltsame Beklemmung. Erfreulich ist vor allem, dass das weibliche Mordopfer ein nettes, unkompliziertes Mädchen war, über das Gutes gesagt wird und dessen Tod echte Trauer hervorruft. Keine zweideutigen Affären, Familiengeheimnisse oder Süchte. Dennoch untermauert das Drehbuch die These, dass das Böse meistens im näheren Umfeld zu finden ist und bringt einen Mörder ins Spiel, dessen Motiv zwar an den Haaren herbeigezogen erscheint, der ungewöhnlichen Geschichte aber einen Tusch bläst. Alle Beteiligten agieren mit Überzeugung - vom skurillen Kult-Millionär über den sanften Gitarrenlehrer bis zum kollabierenden Konrad Georg. Die Bilder, die vor dem Auge des Betrachters entstehen, wenn von Menschen gesprochen wird, die aus dem Flugzeug ins Meer geworfen werden oder die Vorstellung, dass ein Verrückter wie ein garstiger Käfer in die Wohnräume der Familie herunterkrabbelt, lassen an Vohrers große EW-Kinoerfolge denken, die genau von solchen Angstvisionen lebten. Die Auslöschung zweier vermögender Familien entfaltet seine Tragik innerhalb einer Stunde und lässt ein Publikum zurück, das sich seit dem harmonischen Auftakt mit Ereignissen und Schilderungen konfrontiert sah, die ihn stutzig, misstrauisch oder nachdenklich werden ließen. Ein gelungener Ausstand für Alfred Vohrer, der beweist, dass er bis zum Schluss alle Fäden in der Hand hielt.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.589

07.07.2013 14:07
#615 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · Antworten

BEWERTET: "Der Charme der Bahamas" (Folge 141)
mit: Horst Tappert, Fritz Wepper, Evelyn Opela, Thomas Fritsch, Karl Michael Vogler, Irene Clarin, Till Topf, Klaus Behrendt, Ullrich Haupt, Richard Münch u.a. - Regie: Jürgen Goslar

Gerhard Brosch ist verzweifelt: Er hat seine gesamten Ersparnisse verloren, weil er sich nicht selbst um seine Geldanlage kümmerte, sondern dem Finanzberater Hans Müller-Brode blind vertraute. Nun baumelt Brosch leblos an einem Strick in seinem Keller und seine beiden Kinder Bettina und Franz schwören Rache: Auge um Auge, Zahn um Zahn! Müller-Brode soll bluten. Und das tut er auch bald: Man findet den Mann erschlagen in dessen Haus vor - neben ihm Franz Brosch, der Stunden zuvor noch Morddrohungen gegen ihn ausgesprochen hat....

Wieder einmal bewundert man die Phantasie, mit der an die Titelgebung der "Derrick"-Episoden herangegangen wurde. Lässt "Der Charme der Bahamas" zunächst an einen Heiratsschwindler im Stile von Curd Jürgens denken, der seine vermögenden Opfer mit den Reizen der subtropischen Inselgruppe lockt, so entpuppt sich der Titel als diskreter Hinweis auf die Geschichte, die sich hinter dem dominanten Racheszenario rund um die Familie Brosch abspielt. Mögen Bettina und Franz in schwülstigen Worten ihrem Bedürfnis nach Genugtuung durch eine Bestrafung des Finanzbetrügers Ausdruck verleihen, so zeichnet sich in den Räumen der Anwaltssozietät und der Wohnung von Dr. Schwede ein Plan ab, der haarscharf an den Klippen der Legalität vorbeischrammt und durch die Darsteller Opela und Fritsch zusätzlichen Glamour erhält. Die Zuseher sollen in teilweise recht plumper Weise auf das oft praktizierte Muster der Selbstjustiz gestoßen werden; um das Aufgehen dieser Saat zu unterstützen, verpflichtete man den bewährten Till Topf und erstmals die in puncto Entrücktheit ihrem Vater nicht unähnliche Irene Clarin.

Dennoch schweifen die Gedanken einiger Zuschauer ab und verharren bei der bestrickenden Evelyn Opela, deren alterslose Schönheit in kühler Verpackung offen lässt, ob sie den jüngeren Fritsch nur rein pekuniär interessiert oder sein Blut in Wallung bringt. Dieses feine Prickeln, das Reinecker mit der ihm eigenen Diskretion andeutet, sorgt dafür, dass man sich weit mehr für die Atmosphäre in der Anwaltskanzlei als für die Verhöre der Geschwister Brosch erwärmen kann. Als relief from the suspense (O: Alfred Hitchcock) agiert der unverwüstliche Ullrich Haupt, der im Gegensatz zu Klaus Behrendt sowohl starke, als auch jämmerliche Figuren darstellen kann, ohne auf ein bestimmtes Muster festgelegt zu sein. Wenn man Behrendt sieht, hat man das Gefühl, er werde jeden Augenblick einen kräftigen Schluck aus der Schnapsflasche nehmen. Als bedrohlicher Finsterling am Rande agiert Richard Münch, der Worte der Entrüstung von sich geben darf und als einer der zahlreichen Einflüsterer auftritt, die Derrick weismachen wollen, dass Legislative und Exekutive gerade in ihrem speziellen Fall außer Kraft gesetzt werden sollen.

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