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  • Zukunft der CCC Studios HaselhorstDatum18.06.2018 22:18
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von greaves im Beitrag #17

    Auf dem „neueren“Studiogelände sieht der Einfahrttorbogen etwas an amerikanische Studios angelehnt aus,finde ich

    Etwas ist gut - als ich den entdeckt hatte, war mein erster Gedanke: Disney-World. Aber nun gut, sowas muss wohl sein. Alles in allem wird das Gelände sicher deutlich kleiner, aber eben auch deutlich aufgeräumter und ordentlicher. Will man zukünftig dort (internationale) Filmcrews anlocken, dann ist das irgendwie auch unvermeidlich. Man wird die Leute nur schwer durch ein von Bauzäunen zerklüftetes Areal mit baufälligem Gemäuer lotsen können. Das würde wenig professionell erscheinen. Insofern stehen in Haselhorst die Zeichen schon sehr auf Zukunft, und das ist in Zeiten, in denen sich Berlin immer mehr selbst abzuschaffen scheint, eine durchaus angenehme Ausnahme!

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #51
    Kennt jemand eigentlich sein einmaliges Gastspiel als Tatort-Kommissar und kann was dazu sagen?

    Ich habe das vor x Jahren mal gesehen und war nur so halb begeistert. Ziemlich dröge Kost, wenn ich's noch recht weiß.

    Krebs war ja auch bei Ringelmann und Gräwert beschäftigt. Ein durchaus wandelbarer und sehr überzeugender Darsteller; leider auch viel zu früh verstorben, wenn man mal bedenkt, dass Krebs bald 20 Jahre (!) tot ist.

    Gruß
    Jan

  • Zukunft der CCC Studios HaselhorstDatum16.06.2018 22:29
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Anbei einige Impressionen des Studiogeländes vom gestrigen Tage. Einiges ist dort in Bewegung, nicht nur in den renovierten Studios, in denen sehr zu meiner Freude reger Betrieb herrschte. Deutlich umtriebiger war die Abrissbirne indes ringsherum zuvor gewesen. Der alte Bürokomplex am Wasserturm ist verschwunden. Das alte Studio steht (noch?) an Ort und Stelle, ebenso der Anbau hinten dran und natürlich der Wasserturm. Leider war niemand dort, den man hätte Fragen können, was mit diesen Gebäuden passieren wird. Schweres Abbruchgerät konnte ich keines mehr finden, was ein Indiz für das Überleben sein mag. Wie man aber vor allem das alte Studio mit den nun sehr gut sichtbaren Zwischenböden retten will, dürfte eine interessante Aufgabe für einen Architekten sein. Das Gemäuer erscheint derart verfallen, dass ein Erhalt reichlich kostspielig sein wird.





    Ein mir bislang unbekanntes aber offenbar schon gut 78 Jahre altes Detail trat für mich erstmals in Erscheinung:



    Generell scheinen die nun abgerissenen Bauten sogar unterkellert gewesen zu sein, was die Neuverwertung des Geländes sicher nicht einfacher gestaltet. Was da neu entstehen wird, ist ja eh wohl noch unbekannt. Wenn ich mich in der Kleinen Eiswerderstraße aber so umsehe, drängt sich der Verdacht auf, dass auch auf dem CCC-Gelände bald nobler Wohnraum mit Havel-Blick entstehen könnte.











    In jedem Fall verlegt man die Hauptzufahrt definitiv von der Kleinen Eiswerderstraße in die Daumstraße. Ein noch im Rohbau dastehender Torbogen markiert die neue Zufahrt, sodass es wahrscheinlich erscheint, dass das Gelände wohl geteilt wird.



    Soweit einige aktuelle Bilder aus allen möglichen Perspektiven. Ich hatte versucht, sie in der Galerie hochzuladen, scheitere aber gerade daran, den notwendigen Upload-Knopf zu finden. Wenn das also ein Admin tun mag, dann gerne. Mit pic-upload.de geht es zwar auch, jedoch bin ich mir nicht sicher, dass die Bilder für immer und ewig erhalten bleiben.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Sehr cool! Wo hast Du das ergattert? Ebay?

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Die Parallele zu Reineckers Lieblingsthema der "verkommenen" Tochter zu ihren rechtschaffenden Eltern sehe ich in "Nachtrost" nicht in dieser Deutlichkeit. Im Zentrum von Herbert Lichtenfelds Buch steht - meiner Erinnerung nach (ich habe den Film viele Jahre nicht gesehen) - vielmehr der unter Verdacht stehende Marcel Werner und dessen Beziehung zu seinen Eltern. Soweit mich meine Erinnerung nicht trügt, lebte das Mordopfer vor ihrem Dahinscheiden bei einem über die Dauer des Films recht teilnahmslos erscheinenden Onkel oder Großvater. Insofern verlagert sich das eigentliche Beziehungsdrama auf zwei Generationen, die die Filmdauer über lebend gezeigt werden. Reinecker mühte sich zwar auch bisweilen, den Generationenkonflikt auszuweiten, in dem er beispielsweise eine am Leben befindliche Schwester der Toten in die Geschichte aufnahm, wie er es in der "Kommissar"-Episode "Die Tote im Park" tat. Die eigentliche Tote indes ist in "Nachtfrost" vielmehr Beiwerk, währenddessen sie in zahlreichen Reinecker-Büchern als Vertreterin der verrohten Jugend entsprechend bestraft wird, daher zu sterben hat und - als Tote - im Zentrum steht. Lichtenfeld geht ein stellungbeziehendes Gut und Böse recht deutlich ab. Die eigentliche Erklärung für das Arbeiten als Callgirl ist bei Lichtenfeld die schnelle Mark und nicht das Auflehnen gegenüber einer verklemmten Eltern-Generation. Reinecker'sches Gedankengut mischt sich eher schon in die Darstellung des jungen Marcel Werner und seiner recht herrischen Filmmutter Ulaa Jacobssen. Allerdings bleibt Herbert Lichtenfeld hier unparteiischer, bleibt bei den Motiven des Jugendlichen vielschichtiger, auch weil er schlicht 60 Minuten mehr Zeit hat für die Schilderung.

    Die Episode "Nachtfrost" lebt aus meiner Sicht vor allem durch den famosen Marcel Werner, unverkennbar in Aussehen und Schauspieltalent der Sohn Hanns Lothars. Es ist jammerschade, dass dieses Talent so jung verstarb. Werner ist ein regelrechter Glücksgriff in der Besetzung. Er deckt die Bandbreite zwischen depressiver Teilnahmslosigkeit und proaktivem Handeln überaus eindrucksvoll ab, bleibt für den Zuschauer schwer durchschaubar und dennoch stets glaubwürdig, lehnt sich gegen seine Filmeltern auf und sucht dorch wieder Zuflucht. Das ist behutsam geschrieben und hervorragend verkörpert.

    Wenn man hätte kürzen wollen, dann aus meiner Sicht am ehesten am Ende. Die auffahrende Hundertschaft der Polizei ist zwar optisch reizvoll in Szene gesetzt, jedoch letztlich überflüssig. "Alle gegen einen" oder eine Art "Jagd auf das wilde Tier" waren vermutlich Petersens Intention hinter dieser Szene. Das ist ihm gelungen, wenngleich das Ganze sicher noch einmal zehn Minuten Spielzeit einfordert. Für Wofgang Petersen darf diese Massenszene indes als gutes Arbeitszeugnis für spätere Hollywood-Großproduktionen gelten. Hier zeigte sich schon früh, wie fingerfertig Petersen in der Inszenierung derartiger Aufzüge ist.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Da schau an, der Herr Sandloff wieder. Er zeichnet für zwei Mabuse-Sounds den Credits zufolge verantwortlich und hat demnach keinen einzigen echten (Titel-)Beitrag geleistet. Denn auch den Soundtrack der "unsichtbaren Krallen" reklamiert ein anderer für sich:

    Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse
    meine allererste Titelmusik, heute noch gut


    http://www.christianbruhn.de/cb/soundtracks-film-tv/

    Gruß
    Jan

  • Bewertung – Rolf Olsen-FilmeDatum06.06.2018 21:52
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Das ist eine richtige gute Neuigkeit. Da bin ich sicher an Bord, das gute Stück zu kaufen. Die Schnitte waren ja doch stets recht lieblos.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Ich zöge letztlich auch den "Sarg" dem "Mädchen" vor. Indes hat das weniger mit Parallelen zu Wallace-Filmen zu tun, die ich hier weder erwarte noch in besonderem Maße sehe. Das Subgenre ist ein anderes, und es hat in meinen Augen einen ganz eigenen Charme, der (auch nicht anteilig) durch den des Wallace-Subgenres ergänzt oder ersetzt werden muss. Insofern ist mir an dieser Stelle eine gewisse Eigenständigkeit sogar recht lieb. Dass der "Sarg" ein durchaus gelungener Film ist, habe ich oben schon geschrieben, und ich gehöre auch nicht zu den Köhler-Kritikern. Ganz im Gegenteil: Was ich von ihm kenne, ist durchaus sehr unterhaltsame Ware. Köhler verstand es stets, mit Schwung und Charme zu inszenieren. Insofern frage ich mich nach wie vor, woher der Mann seinen schlechten Ruf hat. Sei's drum: "Ein Sarg aus Hongkong" hat z.T. höchst geglückte Dialoge, mit Ralf Wolter einen drolligen humoristischen Part, optisch wirksame Hongkong- und handwerklich aufwändige Atelier-Aufnahmen. Dem gegenüber ist das zeittypisch ohne Atelier gedrehte "Mädchen von Hongkong" sehr auf Fuchsberger zurecht geschnitten (er bestreitet gefühlt jede Szene) und letztlich auch aufgrund der Entstehungszeit viel härter und sexlastiger ausgefallen. Für einen Jürgen-Roland-Film der 1970er Jahre bleibt "Das Mädchen von Hongkong" dennoch recht verhalten-zivilisiert, Roland haut inszenatorisch weniger mit dem Vorschlaghammer zu als in seinen späten St.-Pauli-Filmen. Dennoch verliert der Film gegenüber den Produktionen der 1960er Jahre deutlich an diesem gewissen Märchen-Charme, der Hartwigs Exotik-Abenteuer stets ein wenig begleitete.

    Für einen echten Vergleich des "Sarges" bieten sich insofern eher die Hartwig/Roland-Produktionen der 1960er Jahre an, und in diesem muss sich "Ein Sarg aus Hongkong" in keinem Fall verstecken. Ganz im Gegenteil.

    Gruß
    Jan

  • Harry RiebauerDatum02.06.2018 09:15
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    In der Tat eine interessante Frage. Ich kann dazu auch nur mutmaßen. Harry Riebauer lebte offenbar nach seinem Wechsel in den Westen in Berlin. Die angesprochenen Ringelmann-Serien entstanden in München. In erster Linie wurden Nebenrollen darin mit Darstellern besetzt, die in und um München ansässig waren. Sicherlich auch ein Kostenfaktor. Zwar gab es auch dabei immer wieder Ausnahmen, wenn der Regisseur beispielsweise auf entsprechende Darsteller bestand (vgl. Ilse Pagé und Albert Bessler in der Derrick-Episode "Kamillas junger Freund"). Harry Riebauer schien aber weder beim Produzenten noch bei den Regisseuren der genannten Serien eine enstprechende Lobby gehabt zu haben und bot sich ob der räumlichen Trennung daher offenbar auch nicht zwangsläufig als Besetzung an. Der Film- und Fernsehstandort Berlin hingegen nahm an Bedeutung ab den 1970er Jahren stetig ab, sodass sich lokal immer weniger Beschäftigungsmöglichkeiten ergaben und Harry Riebauer so bedauerlicherweise aus dem Fokus verschwand. Wie gesagt - nur eine Mutmaßung.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    "Jagdrevier" ist kein Whodunit, letztlich nicht einmal ein lupenreiner Kriminalfilm, sondern mehrheitlich die Spielwiese des Autors Herbert Lichtenfeld und des Regisseurs Wolfgang Petersen, in der norddeutschen Tiefebene einen Westernfilm ablaufen zu lassen. Die Stilmittel dieser Episode nehmen Anleihen an große US-amerikanische Vorbilder wie "12 Uhr mittags", und sie sind streckenweise nicht frei von einem gewissen Sergio-Leone-Touch. Das alles ist nicht unansehnlich drappiert, weiß durchaus zu unterhalten und vollzieht den Hofknicks vor den großen Vorbildern weder anbiedernd noch unfreiwillig komisch. Dennoch rangiert "Jagdrevier" - vielleicht mit Ausnahme von "Reifezeugnis" - auch in meiner Gunst hinter den übrigen Finke-Tatorten, letztlich im Wesentlichen deswegen, weil die Handlung gegenüber den übrigen Lichtenfeld-Büchern zu eindimensional bleibt und von dem Gespann Lichtenfeld/Petersen schlicht mehr erwartet werden darf. Rays Kritik indes halte ich für zu überzogen. Selbst wenn "Jagdrevier" ein nur mittelmäßiger Finke ist, ist er immer noch ein "Tatort" aus der oberen Liga.

    Gruß
    Jan

  • "Derrick" oder: das andere KonzeptDatum22.05.2018 23:49
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #866

    Interessant. Hast du bei "Derrick" auch bis zum (bitteren?) Ende durchgehalten?


    Nein, das habe ich mir nicht abverlangen können. Ich habe zwar alle Boxen (günstig) ergattern können, bin aber letztlich mit einer Gesamtschau irgendwann Mitte der 1980er Jahre ausgestiegen. "Das absolute Ende" war nicht nur Vohrers Ende, sondern irgendwie auch meines bei Derrick. Danach habe ich nur noch vereinzelte Episoden gesehen und habe dabei nach Regisseuren gewählt. Episoden von Wolfgang Becker, Horst Tappert, Günter Gräwert und vereinzelt auch Gero Erhardt habe ich noch gesehen; von Grädler, Ashley oder Weidenmann fast nichts mehr. Selbst auf meinen geheimen Liebling Brynych war nicht mehr recht Verlass.

    Zitat von Ray im Beitrag #866

    Der letzte Platz von "Der Tag nach dem Mord" hat entscheidend mit der Performance von Krista Keller zu tun, nehme ich an? Keller wird für mich in der Box in Sachen Nerv-Faktor nur durch die unfassbar penetrante Christiane Schröder in "Mitternachtsbus" übertroffen.


    Christa Keller hat sicher nicht dazu beigetragen, den "Tag nach dem Mord" in meiner Gunst steigen zu lassen, jedoch hat mich hier Oliver Grimm letztlich immer noch mehr genervt als die per se anstrengende Frau Keller. Verglichen mit den übrigen starken Beiträgen in der ersten Box ist diese Episode letztlich zu unbedeutend, als dass sie mir nachhaltig im Bewusstsein geblieben wäre. Da hatte es die typische Brynych-Machart inkl. Vicky-Leandros-Dauerbeschallung schon leichter. Es ist sicher nicht Brynychs beste Arbeit bei Derrick, allerdings ist die Episode wieder herrlich schräg geraten und für Freunde der Hau-drauf-Inszenierungen durchaus eine Bereicherung.

    Ich habe eben noch einmal das Cover der zweiten Box angsehen und habe wieder festgestellt, dass darin in meinen Augen noch erheblich bessere Episoden sind. Genau genommen findet sich da kaum etwas Mittelmäßiges. Dass ich ein regelrechter Fan der beiden Vogel-Episoden bin ("Tote Vögel singen nicht" und "Tod der Kolibris"), hatte ich schon einige Male geschrieben. Zusammen mit "Waldweg", "Der Mann aus Portofino" und "Hals in der Schlinge" ist das m.E. mit das Beste, was Ringelmann je produziert hat.

    Gruß
    Jan

  • "Derrick" oder: das andere KonzeptDatum22.05.2018 00:29
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #864

    Hier noch meine Rangliste der einzelnen Folgen:

    1. Hoffmanns Höllenfahrt 5/5
    2. Madeira 5/5
    3. Pfandhaus 4,5/5
    4. Waldweg 4,5/5
    5. Nur Aufregung für Rohn 4/5
    6. Johanna 4/5
    7. Stiftungsfest 4/5
    8. Ein Koffer aus Salzburg 3,5/5
    9. Der Tag nach dem Mord 3,5/5
    10. Kamillas junger Freund 3,5/5
    11. Paddenberg 3/5
    12. Zeichen der Gewalt 3/5
    13. Mitternachtsbus 3/5
    14. Alarm auf Revier 12 3/5
    15. Tod am Bahngleis 3/5


    Die erste Derrick-Box gehört mitsamt der zweiten zu den häufigsten Gästen meines DVD-Players. Es gibt hier in beiden Boxen ungeheuer starke Episoden. Selbst die von dem schweizer Theater-Macher Leopold Lindtberg inszenierten Episoden, mit denen ich früher rein gar nichts anfangen konnte, wissen mittlerweile, mich zu überzeugen ("Johanna" gehört beispielsweise dazu, wobei "Kein schöner Sonntag" eigentlich noch stärker ist). Ganz an die oberste Spitze würde ich aus der ersten Box aber nach wie vor "Waldweg" setzen, wobei "Hoffmanns Höllenfahrt" mit dem ewigen Reinecker-Thema um einen versehentlichen Mord auch glänzt, gerade und vor allem wegen Klaus Löwitsch.

    So sähe es wohl dann bei allen Episoden bei mir aus:

    1. Waldweg
    2. Kamillas junger Freund
    3. Pfandhaus
    4. Stiftungsfest
    5. Hoffmanns Höllenfahrt
    6. Alarm auf Revier 12
    7. Madeira
    8. Johanna
    9. Paddenberg
    10. Nur Aufregung für Rohn
    11. Mitternachtsbus
    12. Ein Koffer aus Salzburg
    13. Der Tag nach dem Mord
    14. Tod am Bahngleis
    15. Der Tag nach dem Mord

    Wobei ich bei keiner Episode weniger als 3,5 Punkte zücken würde, was für die Qualitäten der Geschichten und ihre Inszenierungen spricht.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Glückwunsch an brutus zum Sieg beim Wissenstest. Hut ab auch an die übrigen beiden 70-Pünkter. Ich musste, im Wesentlichen bei den Paul-Temple-Fragen, wild raten.

    Ansonsten gebührt mein Dank mal wieder Gubanov für das wie gewohnt perfekte Organisieren des Grandprix.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Lord Low im Beitrag #48
    Ralph Persson hätte auch gut in die Wallace-Filme gepasst.

    Jo, der hätte mit seinem Charisma unweit eines alten, ausgelatschten Herrenschuhs sicher gut einen Passanten abgeben können. Claus Wilcke oder Claus Ringer fielen mir da in vergleichbarer Liga ein, die unbedingt auch bei Wallace fehlen.

    Gruß
    Jan

  • Dem Täter auf der Spur (1967-73, TV)Datum16.05.2018 22:22
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Die Musik sollte wohl von Siegfried Franz stammen. Das, was da in dem französischen Original verwendet wurde, klingt eher so, als hätte meine Oma ihrer Katze auf den Schwanz getreten.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #157

    Zitat von Jan im Beitrag #152
    Dann "Melissa"... Nee, ich lass' es.

    @Jan: Deine Abneigung gegen "Melissa" ist bekannt und du kannst dir auf die Schulter klopfen, damit wirklich etwas bewegt zu haben: Ohne deine Abstimmung hätten wir nämlich tatsächlich wieder "Melissa" als Siegerin gehabt und nicht den "Blitz" (dann mit 4,60 vor 4,57). Was zeigt das?

    Das zeigt nicht zuletzt, dass man jeden Tag eine gute Tat vollbringen kann! Ernsthaft: Ich habe "Melissa" so schätzungsweise rings um 3 Punkte bewertet. Selbst das Ensemble, meinen größten Kritikpunkt, habe ich nicht völlig abgestraft; schließlich ist auch Siegfried Wischnewski dabei, der für mein Dafürhalten den besten Inspektoren-Part aller deutschen Mehrteiler auf seinem Konto verbuchen kann. Aber es ist so: Bei "nur" zwölf Teilnehmern kann ein Einzelner eben den Ausschlag geben. Hätte ich strategischer bewertet, hätte ich "Melissa" vielleicht sogar noch auf Platz 3 hieven können.

    Gruß
    Jan

  • Aktuelle deutsche TV-FilmeDatum15.05.2018 18:25
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Trotz einer kurzen Länge im Mittelteil, einem in dieser Episode leider etwas zu kurz geratenen Auftritt der wunderbaren Birgit Minichmayr sowie der vielleicht etwas zu dick aufgetragenen Rolle des "Doktors" (Oliver Masucci) bietet auch "Fremde Wasser" wieder Krimiunterhaltung aus der ersten Reihe. Ambitioniert und mit teils schönen Bildern handelt es sich durchaus um einen aufwändigeren Fernsehfilm, dessen Handlungsort zwischen Griechenland und Berlin pendelt. Ronald Zehrfeld ist ohne Frage eine Bereicherung unter den bisweilen tristen oder überdrehten deutschen Ermittlertypen. Sein Dengler ist kein wirklicher Held, eher ein Idealist mit Schlagkraft. Entfernt erinnert die Figur des Dengler an "Peter Strohm", der seinerzeit ebenfalls den Polizeidienst quittierte und - bei genauer Betrachtung - weit weniger Chauvi und Superheld war, als ihm gemeinhin unterstellt wurde. Aber auch die Parallele zu "Schimanski" ist nicht verfehlt. Schon das Revival der exklusiven Jacken (bei Schimanski der Parker, bei Dengler die Bomberjacke) lässt Assoziationen zu.

    Die Reihe "Dengler" ist gut durchdachte Action, nicht frei von Weltverschwörer-Charme, aufwändig und in jedem Fall sehr sehenswert. Der aktuelle Film "Fremde Wasser" ist in der ZFD-Mediathek abrufbar!

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Fein, fein! "Wie ein Blitz" ganz vorne! So habe ich mir das nach dem Ausscheiden von Brent und Messer auch insgeheim gewünscht, wenngleich die beiden Podiumskollegen da nach meinem Dafürhalten so ganz und gar nicht hingehören. Im Falle von "Das Halstuch" schlägt hier gnadenlos das Hexer-Syndrom zu, um mal wieder eine Wallace-Parallele zu ziehen. Der bekannteste Titel der Reihe schiebt sich an zahlreichen Verfilmungen vorbei, die erheblich gelungener sind. Platz 1 in der Schauspieler-Wertung finde ich ziemlich übertrieben. Heinz Drache ist sicher eine gekonnte Besetzung, in der Reihe gibt es aber erheblich interessantere Inspektoren, die weniger glatt daher kommen. Der weitaus überwiegende Rest der Besetzung agiert wohl auch anständig, ein echtes Highlight vermag ich da aber nirgends auszumachen. Liegt's am hohen Anteil von Wallace-Veteranen auf der Besetzungsliste, dass hier so überschwenglich bepunktet wurde? Ich weiß es nicht, vermute es aber.

    Dann "Melissa"... Nee, ich lass' es.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #142
    Zitat von Jan im Beitrag #141
    die beiden Paul-May-Schnarcher mit ihrem piefigen Gartenzwerg-Charme

    Lustige Beschreibung mit wahrem Kern, wenngleich sicher mehr hinter "Melissa" steckt. Aber du wunderst dich in einem Wettbewerb, der von deutschen TV-Krimis der 60er dominiert wird, ernstlich, dass Gartenzwerg-Charme gut ankommt?

    Ja, sofern diese Mehrteiler in England angesiedelt sind, sollten sie eigentlich ohne Gartenzwerg und Jägerzaun auskommen können bzw. ihre Herkunft zumindest gekonnt zu verschleiern wissen.

    Ich bin sowieso schon wieder versöhnlicher gestimmt: "Der Andere" auf Platz 5 ist eine sehr gerechtfertigte Positionierung für diesen vielleicht bislang etwas unter dem Radar fliegenden Durbridge. Mittlerweile aber kann man wohl davon ausgehen, dass auch "Der Andere" seine Fan-Basis gefunden hat. Als ich ihn jüngst wieder sah, dachte ich erneut , dass es sich wirklich um einen packenden Film handelt. Schön, dass das auch hier so gewürdigt wird!

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Da bin ich nun auch beinahe entsetzt. "Das Messer" auf der Nr. 7. Zwar punktemäßig sehr gut bedient, aber eben nicht gut genug. Schade, der Dreiteiler hätte einen Podiumsplatz unbedingt verdient. Kein weiterer Durbridge glänzt mit so wunderbar ausgesuchten Drehorten oder mit vergleichbar interessanten inszenatorischen Ideen (wie beispielsweise die ohne Schnitt gedrehten Dialogszenen zwischen Jim Ellis und Julie im abendlichen Garten oder das Treffen zwischen Jim Ellis und Col. Green auf der belebten Brücke). Die Geschichte um den verschwundenen Forscher mitsamt des mysteriösen Mantels und dem geheimnisumwobenen Messer treffen zudem direkt ins Mark des Durbridge'schen Oevres. Dass sich da allen ernstes die beiden Paul-May-Schnarcher mit ihrem piefigen Gartenzwerg-Charme vorbeidrücken, finde ich beinahe grotesk. Das ist ja so, als hätte sich im Wallace-Wettbewerb die "Gräfin" am "Gasthaus" vorbei geschummelt und "Zimmer 13" dabei im Schlepptau.

    Dann Harry Brent. Ebenfalls so ein optischer Drehort-Leckerbissen mit tollen Wendungen und charisamatischen Darstellern, von kundiger Hand inszeniert. Auch da muss ich mich fragen, was der hinter den beiden Paul-May-Filmen soll. Es bleibt letztlich für die Beruhigung meiner Nerven die Erklärung, dass alles wirklich verdammt dicht beieinander ist und so nur Nuancen in der Bewertung den Ausschlag geben.

    Gruß
    Jan

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