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  • Babeck (1968, TV)Datum15.10.2018 19:44
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #21

    Zu den belastenden Unterlagen, mit denen Dr. Brenner erpresst wird: Seine Haushälterin (Helma "Rehbeinchen" Seitz) sagt in Teil 1 ziemlich deutlich, dass Brenner im Krieg tief in üble Machenschaften verwickelt gewesen sein muss, weil danach einige Patienten sich weigerten, sich von ihm behandeln zu lassen. Womöglich war er KZ-Arzt?

    Das würde zumindest erklären, warum es für die Unterlagen keine rechte Erklärung im Film gibt. Um NS-Bezüge hat man sich in den 1960er Jahren, wenn sie denn wirklich auf die Mattscheibe oder die Leinwand kommen sollten, letztlich dann doch herumgedrückt, sie verklausuliert oder gleich ganz weg gelassen. Siehe auch die deutsche Fassung des "Quiller-Memorandums" oder, oder.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Klingt tatsächlich gut - auch ich habe einige Filme ewig nicht gesehen. Außerdem bringt mich der Gruppenzwang dann auch dazu, jene Filme einmal wieder in den Player zu stecken, um die ich mich ansonsten gerne herumdrücke. Ich bin also auch dabei!

    Gruß
    Jan

  • Der Tod läuft hinterher (1967, TV)Datum08.10.2018 22:35
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Georg im Beitrag #53

    Zitat von Ray im Beitrag #50
    wenigstens hochklassige Einteiler wie "Hotel Royal"
    Den Hype um diesen Film habe ich nie verstanden. TROTZ Becker und erstklassiger Besetzung ist der Film doch eher nur Durchschnitt, was ich auf Matray/Krüger zurück führe.


    Und das ist noch freundlich formuliert. Ich kenne keinen schlechteren Wolfang-Becker-Film und habe mich selten so gelangweilt wie im Falle "Hotel Royal".

    Gruß
    Jan

  • Der Tod läuft hinterher (1967, TV)Datum07.10.2018 22:12
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #51
    Und ich bin mir nach "Der Tod läuft hinterher" nun nicht mehr ganz so sicher wie früher, dass meine Entscheidung pro Durbridge ausfallen würde ...

    Dem könnte man lax entgegnen, dass Du Dir bitte auch noch die anderen beiden (erneut) angucken mögest, um wieder zu wissen, warum.

    Auch für mich zählt "Der Tod läuft hinterher" zu den besten TV-Krimis der 1960er Jahre, und der Dreiteiler hat sich ganz gewiss nicht hinter den besten Durbridges zu verstecken. Seine wie angesprochen überaus starke Besetzung in Verbindung mit der spannenden, wenngleich sehr althergebrachten Handlung wissen zu fesseln. Erich Ferstls Score ist ein Ohrwurm und die London-Szenen schmeicheln dem Auge des Betrachters. Rundherum ist der Dreiteiler UNterhaltung auf höchstem bundesdeutschen Niveau. Allerdings ging der Trend dann bei Reinecker m.E. im Zeitraffer bergab. Aber das kann dann ja Thema der anderen Threads sein.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Fassungslos und mit dicken Tränen des Entsetzens lese ich die Rangliste und bleibe stumm zurück...




    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #15

    Etwas anderes wurde auch, soweit ich weiß, nie behauptet. @Jan: Kann es sein, dass du bzgl. eines ungewohnten Hamburg-Ausflugs bei den typischen Berliner Farb-Wallace-Filmen den "Gorilla" mit dem "Glasauge" verwechselst, für das tatsächlich Szenen im Hamburger Hafen gedreht worden sein sollen?


    Zumindest habe ich es dort, wo ich es sicher zu finden glaubte, nicht gefunden - nämlich in Joachims "Hallo"-Buch. Dass ich es mit dem Glasauge verwechsel, scheint so zu sein, wobei ich mir beim Glasauge angesichts der im Bild sichtbaren Frachtschiffe eigentlich immer sicher war, dass das nicht in Berlin gedreht worden sein kann, weil die Pötte einfach zu groß sind.



    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #13
    Zitat von Jan im Beitrag #12

    Zitat von florian im Beitrag #11

    Welche Szene meinst du denn im Gorilla-Film?


    Die im Hafen, in der Sugar in die vermeintliche Themse springt. Ich meine, das soll auch Hamburg sein.


    Die Szene dürfte mit ziemlicher Sicherheit im Berliner Westhafen aufgenommen worden sein; da genügt beinahe schon eine Google-Bildersuche, um den Verdacht zu bestätigen.


    Das meine ich nämlich auch!

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von florian im Beitrag #11

    Die Antwort ist aber im politischen Berlin der 60iger Jahre zu finden. Wo hätte man denn in Berlin eine Bahnhofsszene drehen sollen? Das war doch alles Territorium der Deutschen Reichsbahn, sprich der DDR. Der Mauerbau lag noch kein komplettes zurück. Eine Drehgenehmigung hätte die Reichsbahn wohl nicht erteilt.


    Guter Punkt! Da hätte ich auch drauf kommen können. Ich stimme Dir zu, dieser Umstand spricht zumindest in jenen Jahren gegen Aufnahmen auf einem Berliner Bahnhof. Und in der Tat ist mir eben ein Anhaltspunkt aufgefallen, der den Drehort recht genau bestimmen könnte: Hinter dem stummen Friedrich Joloff steht zu Beginn des Films eine Lok vom Typ V65 der Deutschen Bundesbahn. Bei wikipedia fand ich zu diesem Loktyp folgendes: "Die 15 Lokomotiven wurden zunächst im Raum Marburg (Lahn) vor leichten Reisezügen eingesetzt, im Jahre 1964 wurden sie dort jedoch von der leistungsfähigeren V 100 abgelöst. [...] Die übrigen zehn Loks waren in Hamburg-Altona (unter anderem auf der dortigen Hafenbahn) eingesetzt." Hamburg also ganz sicher, möglicherweise ist es Altona.

    Zitat von florian im Beitrag #11

    Welche Szene meinst du denn im Gorrila-Film?


    Die im Hafen, in der Sugar in die vermeintliche Themse springt. Ich eine, das soll auch Hamburg sein.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von florian im Beitrag #1

    0:01:22 bis 0.04:31 Waterloo-Station (Hamburger Hauptbahnhof)
    0:30:59 bis 0:32:40 Flughafen (Hamburg)

    Worauf stützt sich eigentlich diese Erkenntnis? Gibt es da bauliche Anhaltspunkte, welche die beiden Drehorte klar identifizieren? Ich habe mich stets gefragt, warum man in Berlin einen Film macht, um dann wegen zwei Szenen, die ebenso gut in Berlin hätten gedreht werden können, die (seinerzeit) beschwerliche Reise nach Hamburg auf sich nehmen sollte. Eine ähnliche Frage ergibt sich beim Gorilla.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Ich habe die erste Staffel bereits durch und bin durchaus angetan davon. Es stehen hier - erwartungsgemäß! - die Dekors und Bauten ziemlich deutlich im Vordergrund, jedoch sind sie so wunderbar gut gelungen, dass es wenig weh tut, den einen oder anderen Durchhänger in der nicht über die Maßen komplexen Geschichte zu verwinden. Die Darsteller hingegen sind zumindest für mich nicht derart erwartungsgemäß ausgesucht: Anstatt auf große Namen bei den Hauptrollen zu setzen, präsentiert "Babylon Berlin" einige weniger bekannte Gesichter in großen Rollen und verweist deutsche TV-Stars wie Benno Fürmann oder Lars Eidinger in die zweite Reihe. Hochkarätig bleibt das Ensemble dennoch durch die Bank. In ihrer naiv-liebevollen Darstellung brilliert die schöne Liv Lisa Fries an erster Stelle noch vor dem viel spröder angelegten Part Volker Bruchs. Will man unbedingt etwas bemängeln, mag man anführen, dass vergleichbar angelegte Serien wie beispielsweise "Die Sopranos" besser darin sind, ihre Zuschauer an die Charaktere zu binden. Eine echte Identifikationsfigur in "Babylon Berlin" ist schwer auszumachen. Am ehesten ist es wohl die von Liv Lisa Fries dargestellte Lotte.

    Letztlich muss auch in so einer kurzen Bewertung ein Wort zum Soundtrack verloren werden. In Zeiten simpler Klangteppiche ist das 40-Millionen-Euro-Werk natürlich in der Lage, einen ganz anderen Sound aufzufahren. Gekleckert haben die Macher folglich nicht. Die vom MDR-Sinfonieorchester eingespielten Stücke wirken monumental und modern bzw. fast zeitlos. Das Hauptstück "Zu Asche - zu Staub" hat nicht nur echten Ohrwumrcharakter, es könnte mit seinem Drum-Solo auch ein Kind der 1960er Jahre sein. So gereicht die Tanzszene im famos ausgestatteten Nachtclub Moka Efti zum optischen wie klanglichen Höhepunkt in der ersten Staffel. Musikalisch stimmt in "Babylon Berlin" alles, ein echter Wurf!

    Zusammenfassend bin ich überaus zufrieden mit der ersten Staffel und freue mich, bald die zweite hinterherschieben zu können!

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Georg im Beitrag #98
    Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, dass Regisseur Edwin Zbonek ca. bei 1:12:30 einen Cameoauftritt hat?

    In Ermangelung seines Aussehens: mir nicht! Interessante Info dennoch. Ist er der Mann auf der Straße, der den Zettel erst aufhebt und dann wegwirft, den Maria Perschy aus dem Fenster bei Dieter Borsche geworfen hat?

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von greaves im Beitrag #3
    Ich meine die Villa mit dem Türmchen (links)...meine Theorie ist:wie es aussieht,sind die Fotos vor dem 2.Weltkrieg entstanden.
    Im Krieg ist das Gebäude beschädigt worden,auch der Turm.

    Diese Theorie würde ich grundsätzlich unterschreiben. Allerdings kommen dafür in Berlin, vor allem rings um Grunewald, Dahlem, Havel sowie der zahlreichen kleinen Seen, unzählige Villen infrage. Zwar ist diese Region im Kriege weit weniger zerbombt worden als andere Teile der Reichshauptstadt, jedoch haben da Querschläger und Fehlabwürfe durchaus einige Schaden angerichtet. Auf den Grundstücken, auf denen heute typische Bauhaus-Villen stehen, standen ja zuvor Gründerzeit-Villen, von denen letztlich jede die aus dem Mönch gewesen sein könnte. Ich glaube auch nicht, dass man über das Gebäude selbst weiter kommt. Wenn man es eines Tages herausfinden sollte, dann am ehesten über das sehr ausladende Grundstück, das waldähnlich anmutet. Vielleicht entdecht auch noch einmal jemand ein Detail ähnlich der Hausnummer aus der Clayallee bei der Gräfin. Bislang ist mir das aber leider noch nicht gelungen...

    Gruß
    Jan

  • Wallace-Tour in BerlinDatum19.09.2018 23:44
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Tatsächlich ein sehr interessanter Fund. Auf die Idee mit der hohen Hausnummer wäre ich gar nicht einmal gekommen. Danke für die Bilder!

    Sehr drollig auch der Bildausschnitt, der Blacky zeigt, wie er über die Clayallee geht. Da stehen im Hintergrund gut sichtbar die deutschen Straßenleuchten und nur neben die Hausnummer 263 hat man diese nicht wirklich dazu passende aber englisch anmutende Laterne gestellt. Das ist mir so noch nie aufgefallen.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Schauderhaft. Nicht weil ich es als Majestätsbeleidigung auffassen würde. Ganz sicher nicht. Es ist, dem Trailer nach zu urteilen, schlicht miserabel gemacht.

    Je mehr die deutsche Filmindustrie vorsätzlich derartige Totalausfälle verbricht, desto weniger kann ich noch Mitleid für sie aufbringen.

    Gruß
    Jan

  • "Derrick" oder: das andere KonzeptDatum26.07.2018 23:54
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Eine durchaus korrekte Liste! Die zweite Box hat mehr starke Episoden als alle anderen. Neben "Schock" sehe ich "Den Mann aus Portofino" (nicht den Toten ), "Tod der Kolibris" und "Das Superding" nahezu gleichwertig. Alle zusammen glaskare A-Liga des deutschen TV-Krimis. "Tote Vögel singen nicht" steht glattweg noch eine Stufe darüber, quasi A mit Sternchen. Für mich die beste aller Derrick-Episoden. Geschrieben habe ich schon genug darüber, das muss nicht wiederholt werden. Aber auch "Kein schöner Sonntag" ist in meiner Gunst mit den Jahren deutlich gestiegen. Die Episode war mir früher zu betulich, heute schätze ich vor allem den famosen Ullrich Haupt. In Zeiten immer gleichförmiger daher kommender TV-Krimis lässt es heute geradezu erstaunen, wie unterschiedlich und dennoch auf ihre ganz eigene Weise gelungen einzelne Derrick-Episoden ausfielen.

    Gruß
    Jan

  • Diese Drombuschs (1983-94, TV)Datum12.07.2018 23:21
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Da bin ich ja mal auf die einzelnen Besprechungen zu den Episoden gespannt! Als Ergänzung vorab würde ich natürlich unbedingt noch den wesentlichen Hauptcharakter des Onkel Ludwig benennen, den der fabelhafte Günter Strack in einer absoluten Paraderolle mit der ihm eigenen Wucht darstellt und - ich meine, er tritt ab der zweiten Staffel auf - den Rest des Ensembles streckenweise schlicht und ergreifend von der Mattscheibe fegt. Wie schon bei der ebenfalls von Robert Stromberger geschriebenen legendären Familienserie "Die Unverbesserlichen" in den Jahren 1965 bis 1971 wurden die ersten Episoden der "Drombuschs" von Claus Peter Witt inszeniert, ehe dann Wolfgang Staudtes langjähriger Regieassistent Michael Meyer übernahm.

    Kennzeichnend für "Diese Drombuschs" (wie auch für "Die Unverbesserlichen") ist eine über weite Strecken durchaus ambitionierte Behandlung zeittypischer Problemthemen, die zumeist episodenweise regelrecht abgehandelt werden. Robert Stromberger, durchaus ein Intellektueller, verfiel dabei häufig und mit den Jahren auch zunehmend in regelrechte Monologpassagen einzelner Charaktere, die eindeutig seine eigene Handschrift tragen; sowohl inhaltlich als auch in ihrer Diktion. Parallelen zwischen den "Unverbesserlichen" und den "Drombuschs" sind unverkennbar. Die Themen kreisen häufig um alleinerziehende Mütter, Wohnungsnotstand und den Generationenkonflikt.

    Gruß
    Jan

  • Das Millionending (1966, TV)Datum12.07.2018 22:32
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Ich war angesichts der Besetzung zunächst auch skeptisch, dann aber letztlich doch sehr angetan. Sicher, die großen Leinwandhelden findet man hier nicht. Das hat sich für mich aber nicht negativ ausgewirkt. Gerade Horst Bollmann ist so drollig und knuffig, Helmut Wildt so smart und hart, dass diese Mischung sehr überzeugen kann. Helmut Wildt gehört für mich ohnehin zu den unterschätzten Darstellern. Aus der echten Heldenrolle ist er vielleicht auch aufgrund seiner kräftigen und weniger jugendlich-sportlichen Erscheinung etwas herausgefallen. Als Gangsterboss allerdings ist er hier durchaus in der Lage, den Mehrteiler zu tragen.

    Der Vergleich zu den "Gentleman" ist für das "Millionending" auch deswegen schwer, weil das Gespann um Horst Tappert und Günther Neutze schon alleine wegen des sagenumwobenen echten Raubüberfalls einen gewissen Kultcharakter genießt, der bis heute ungebrochen anhält. Tappert war zeitlebens nicht nur Derrick, sondern auch der Posträuber. Die Vorlage zum "Millionending" ist da schon eine Nummer kleiner, kann keine um die Welt gejagten echten Gauner vorweisen und ist daher aus dem Bewusstsein völlig verschwunden. Inszenatorisch indes kann ich dem "Millionending" im Vergleich durchaus ein höheres Spannungspotential zubilligen, währenddessen die "Gentleman" in ihrem beinahe dokumentarischen Charakter zwar auch ungemein reizvoll sind, jedoch auch nüchterner und in den Charakteren weniger ausgefeilt daherkommen.

    Insofern ist das "Millionending" kein Abklatsch der "Gentleman", sondern eine durchaus eigenständige Bereicherung auf dem Sektor der deutschen Heist-Movies. Ich werde da alsbald sicher wieder einen Blick riskieren.

    Zitat von Ray im Beitrag #1
    Berlin-Fans kommen auf ihre Kosten, wird doch mit (Archiv-)Bildern der Bundeshauptstadt nicht gegeizt.

    Das ist ganz bestimmt auch ein besonderer Punkt, denn "Das Millionending" gehört zu den ausgewiesenen Berlin-Filmen. Wie kommst Du aber auf die Archivbilder? Eher fand ich, dass Helmuth Ashley allzu leichtfertig im Jahr 1966 gefilmt und nicht sonderlich viel wert darauf gelegt hat, den aktuellen Zeitgeist in Ausstattung und Bild zu eleminieren. Ich meine sogar, bei einigen Szenen zwischen den beiden Kriminalkommissaren die Mauer im Hintergrund gesehen zu haben.

    Gruß
    Jan

  • Der deutsche Kriminalfilm vor 1945Datum10.07.2018 00:09
    Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Billyboy03 im Beitrag #86
    Kennt jemand von euch die Seite filmhauer.net? Dort kann man (meist für ca. 15€) alte deutschsprachige Filme erwerben, die es nicht im Handel gibt. Hat jemand damit Erfahrungen gemacht? Danke fürs Feedback.

    Ich kannte die Seite bis eben nicht, scheint sich im Wesentlichen mit Militaria zu befassen. Ein anderer mag mehr Glück haben, ich jedoch habe auf die Schnelle kein Impressum gefunden, dafür allerlei Verbotsfilme und eine auf mich suspekt wirkende Über-uns-Angabe. Zunächst einmal also ein nicht sonderlich seriöser Auftritt.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Klaus Lemke zählt zweifelsohne zu den Regie-Exzentrikern des deutschen Films. Insofern ist "Negresco" in nahezu jeglicher Hinsicht ein atypischer Lemke-Film, der, finanziert mit durchaus stattlichem Budget, vielmehr an eine internationale Großproduktion erinnert als an einen kleinen Genrefilm mit schmaler Finanzierung und improvisiert erscheinender Inszenierung, wie es in den allermeisten sonstigen Filmen Lemkes der Fall ist. Mir ist kein weiterer Film von Klaus Lemke bekannt, der in vergleichbarer Weise in eher seichtem und auf Hochglanz poliertem Wasser des Unterhaltungskino fischt wie es "Negresco" tut. Zwar tauchen auch hier die bereits genannten Skurrilitäten und Derbheiten, die so typisch sind für Lemke, zu Tage, jedoch bleibt die Absicht, massentaugliches und internationales Starkino zu machen, stets präsent.

    Alles in allem bleibt mir nach dem Betrachten des Films immer der Eindruck zurück, dass Klaus Lemke durchaus - nicht zuletzt aufgrund Doldingers atmosphärischem Soundtrack und dem coolen Sixties-Dekors - ein unterhaltsamer Actionfilm gelungen ist, jedoch bleibt auch immer die Überzeugung, dass der extravagante Regisseur in vielen, vielen anderen Produktionen deutlich Stimmigeres abgeliefert hat. So recht den Überblick hat er hier bei diesem Großfilm nicht behalten. Die Inszenierung ist streckenweise sehr wirr, einige Handlungsstränge versanden oder bleiben unschlüssig im Raum stehen.

    Vergleicht man "Negresco" mit dem wohl bekanntesten Lemke-Film "Rocker", so stellt man schnell fest, in welchem Metier Lemke mehr zu Hause ist. Es liegen ihm die kleinen, bizarren und mit viel Wortwitz bestückten Filme viel mehr als der große Unterhaltungsfilm mit internationaler Starbesetzung. Dennoch ist "Negresco" einen Blick wert, wenngleich er letztlich weder Fisch noch Fleisch ist.

    Gruß
    Jan

  • Foren-Beitrag von Jan im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #26
    Inzwischen stehen die Sendetermine der ersten Staffel von "Babylon Berlin" in der ARD fest.

    Den Auftakt mit drei Folgen gibt es am 30. September auf dem Sendeplatz des Dauerbrenners "Tatort". Danach geht es ab 04. Oktober erst mit Folgen im Dreierpack, dann mit Doppelfolgen weiter. Auch hier geht es jeweils um 20:15 los.


    Darauf bin ich schon mehr als gespannt. Da kann ich ja seit Jahren auch einmal wieder am Sonntagabend ARD schauen...

    Gruß
    Jan

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Jan
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