Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Forum Edgar Wallace ,...



Sie können sich hier anmelden
Dieses Board hat 1.361 Mitglieder
164.624 Beiträge & 6.055 Themen
Beiträge der letzten Tage
Foren Suche
Suchoptionen
  • Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Ich sehe das etwas differenzierter.

    In den letzten beiden Jahren sind Unmengen an alten Serien wiederholt worden, die ich und andere Fans Ende der 90er, Anfang-Mitte der 2000er in mühevoller Kleinarbeit zusammengetragen haben, von VHS auf DVD überspielten und austauschten, weil nie die Hoffnung bestand, dass die Sachen mal wiederholt würden oder gar auf DVD erscheinen würden. Mitte/ Ende der 90er wurden Sachen wie "Kommissar Freytag", "Graf Yoster" etc. nochmals gezeigt und verschwanden dann in der Versenkung.

    Wenn ich mir anschaue, was in den dritten Programmen (und auf Anixe) 2015/16 alles ausgegraben und wieder gesendet wurde, dann finde ich das doch recht viel:

    Graf Yoster, Kommissar Freytag, Achtung Zoll, Inspektion Lauenstadt, Nachsitzen für Erwachsene, Unsere große Schwester, Der Nachtkurier meldet, Kümo Henriette, Hafenpolizei, Hamburg Transit, Drüben bei Lehmanns, Onkel Bräsig usw.

    Zudem liefen 2015/2016 auf HR und SWR sowie im BR zahllose 70er-Tatorte.

    Der ORF bringt (fast) jeden Sonntag alte Fernsehspiele aus den 60ern, 70ern, 80ern, zudem Themenschwerpunkte: im Sommer liefen 8 Edgar-Wallace-Krimis im Hauptabendprogramm, Winnetou wurde gezeigt, Rühmann-Filme, Jerry Cotton etc., dazu Serien wie Wenn der Vater mit dem Sohne, Hallo-Hier Hotel Sacher Portier, Der alte Richter, Oberinspektor Marek, Kottan ermittelt ...

    Ganz so trostlos sah es im letzten Jahr also gar nicht aus, wenn man die Jahre und Jahrzehnte zuvor hernimmt, in denen GAR NICHTS wiederholt wurde.

  • Neue Dr.-Mabuse-TV-SerieDatum03.01.2017 12:28
    Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Bei der 70-Jahre-CCC-Feier Ende September 2016 in Berlin hat Christian Becker die Laudatio für Artur Brauner gehalten und angekündigt, dass 2017 ein gemeinsames Mabuse-Projekt kommt. Becker hat launig erzählt, wie er mit Brauner darüber bei Kaviar und Wodka gesprochen hat und Brauner ihn fragte, ob er ein Remake von DU BIST MUSIK mit C. Valente mit Lena Meyer-Landrut drehen wolle.

  • Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Hier nur als Nachtrag der Beweis, dass EIN FALL FÜR PAUL TEMPLE existiert hat.

    http://krimiserien.heimat.eu/durbridge/h...paul-temple.htm

    Dank Jack_the_Ripper konnte ich zwei Scans aus den damaligen Hörzus hochladen, die die Existenz des Hörspiels belegen. (Wird ja manchmal angezweifelt, v. a. weil der WDR nichts findet. Aber das bedeutet gar nichts, wie ich mittlerweile aus langjähriger Erfahrung weiß.)

  • Eure DVDsDatum20.12.2016 21:39
    Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Der hat mit Dr. Mabuse aber nichts zu tun. Das war nur ein deutscher Vermarktungstrick.

  • Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Zitat von Ray im Beitrag #18
    Die DVDs enthalten 24 von 26 Episoden, da bei zwei Episoden keine Tonspur mehr vorhanden war. Die Bildqualität ist gut. Etwas merkwürdig ist, dass auf allen Motiven auf Box und im Booklet zusammen nur einmal Hauptdarsteller Kerst zu sehen ist, auf dem Cover prangt gar ein Bild mit zwei einmaligen Gastdarstellern!
    Studio Hamburg konnte damals keine anderen Szenenfotos auftreiben - und Screenshots wollten sie für das Cover nicht verwenden...

  • Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Wie schon in der von mir weiter oben geposteten Analyse zum Täter in "Ein Mann namens Harry Brent", gilt auch in "Tim Frazer - Der Fall Salinger" das Motto "Cherchez la femme" - und das im wahrsten Sinne des Wortes.
    Durbridge ist sicherlich ein Vertreter, der sich in die Reihe von Verfassern klassischer Kriminalstoffe einreihen lässt, obwohl er viel später als seine Landsleute Agatha Christie und Edgar Wallace geboren wurde. Dies ist schon deshalb offensichtlich, weil sich Durbridge oft genug auf sein Vorbild Wallace berief und in seinen frühen Werken dies auch offensichtlich durchblicken lässt. Nun galten in den frühen klassischen Werken des Genres meist zwei ungeschriebene Regeln (vgl. auch S. S. van Dines Regeln zum Abfassen eines guten Kriminalromans): weder der Ermittler, noch die weibliche, attraktive Protagonistin durfte am Ende als Bösewicht enttarnt werden.
    Wer Durbridge nun kennt, weiß, dass er beide Regeln mit Regelmäßigkeit in seinen Werken brach: so gibt es eine Handvoll Krimis aus seiner Feder, in der einer der Ermittler am Ende der große Hintermann ist, ebenso gibt es einige Werke, in denen die sympathische, über jeden Verdacht erhabene Heldin des Stücks am Ende als Haupttäterin präsentiert wird. Durbridge brach damit in den 30ern, 40ern und 50ern mit Sicherheit - zumindest für das klassische Krimigenre - Tabus und verblüffte damit seine Anhänger (und nicht nur jene) um so mehr.
    Auch in "Tim Frazer - Der Fall Salinger" wird am Ende eine Person als Hintermann (oder -frau) präsentiert, die man - zumindest als nicht geschulter Krimifan - über sechs Teile ob ihrer lieben, sympathischen und netten Art nicht ein einziges Mal verdächtigt.
    Das ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass Durbridge es wie kein zweiter verstand, das Publikum vom rationalen Überlegen abzulenken. Dies geschah mit seinen "Twists" und "Turns", seinen Drehungen und Wendungen, seinen mysteriösen Gegenständen (hier: ein Tulpenzwiebelkatalog und ein Metronom) und seinen Cliffhangern. Diese dienten dazu, den Zuseher/ die Zuseherin oft gänzlich zu verwirren.
    Dabei wird uns in "Tim Frazer - Der Fall Salinger" Barbara Day von Anfang an als Mörderin - oder zumindest als Verursacherin eines tödlichen Unfalls - präsentiert. Aber der Umstand, dass der Hintermann stets als "Ericson" bezeichnet wird, lässt auch nicht eine Minute daran denken, es könne sich dabei um eine Frau handeln.
    Barbara Day scheitert am Ende wie alle großen Hintermänner in Durbridges Werken an dem Umstand, dass sie Chefin einer kriminellen Organisation ist, deren Strukturen schließlich zerbrechen. Ihr Komplize legt ein Geständnis ab, fraglich ist, was mit ihrer besten Freundin passiert, die sie auch in ihre kriminellen Machenschaften verwickelt hat. Ihr Plus ist sicherlich ihr Charme, mit dem sie auch Tim Frazer, von dessen wahrer Identität als verdeckter Ermittler sie ja nichts weiß, be- und verzaubert. Es funkt zwischen den beiden mehrfach und Vivian Gilmore stellt schließlich Frazer gegenüber fest, dass ihre Freundin es sehr zu schätzen weiß, wie sehr er sich um sie kümmert (im Gegensatz zu deren Verlobten, wie Barbara ihr mitteilt).

    Legen wir die "rosarote Brille" einmal ab und betrachten wir uns den Fall nüchtern. Dann braucht man nämlich von Anfang an nur eins und eins zusammen zählen, um den Täter zu überführen.
    1) Barbara Day überfährt Leo Salinger in Amsterdam. Gute Ermittlungsarbeit hätte schon früh ergeben, dass zwischen Salingers Bruder und Barbara eine Beziehung bestanden hat. Und dann ist da die Frage: Warum ist Barbara ausgerechnet zum Unfallzeitpunkt an jenem Ort? Warum löst sie automatisch Ermittlungen gegen sich aus, wo sie doch eine große Verbrecherorganisation leitet? Und warum überfährt sie den anscheinend unschuldigen Leo Salinger überhaupt? Eher unlogisch.
    2) Warum ist Barbara Day überhaupt so oft in Amsterdam, auch nach dem Tod von Salinger? Das muss der Polizei doch auffallen.
    3) Barbara Day bestellt Tim Frazer in ihre Wohnung und lässt diesen den ermordeten Cordwell auffinden. Durch dieses Handeln macht sie sich eigentlich verdächtig.
    4) Vivian Gilmore ruft bereits beim Auffinden der Leiche in Barbaras Wohnung an und nennt den Namen Ericson. Auch das müsste Frazer recht früh auf die Spur bringen. Warum sollte jemand am Telefon Barbara gegenüber den Namen Ericson nennen? Alleine der Umstand, dass sie den Namen zu kennen scheint, macht sie doch offensichtlich als Mitglied der Organisation verdächtig.
    5) Eigentlich bleibt am Ende niemand anderer als Barbara übrig. Natürlich ist das reale Leben anders, aber in Durbridges Märchenkrimis ist es immer so, dass einer der wenigen Mitwirkenden der Täter ist. Für Tim Frazer müsste also von Anfang an klar sein: es ist Barbara.
    6) Zum Verhängnis wird Barbara nicht zuletzt der Umstand, dass in ihrer Verbrecherorganisation nicht alle Glieder der Kette gleich stark sind. Das bringt mit sich, dass Leute wie Dempsey, die reden wollen, ermordet werden oder dass der ohnehin etwas kränkliche Verlobte ein Geständnis ablegt.

    P.S.: Im Anhang zum Vergleich Screenshots mit Gegenüberstellungen der Besetzungen in der deutschen Version "Tim Frazer-Der Fall Salinger" von 1963 und in der französischen Variante "La mort d'un touriste" von 1975. In der frz. Version wurde wie in allen frz. Durbridges die Handlung nach Frankreich verlegt und dementsprechend tragen die Personen auch französische Namen. Man sucht aber auch hier den geheimnisvollen "Ericson". |addpics|a7t-2-f72a.jpg,a7t-3-2a79.jpg,a7t-4-89dd.jpg,a7t-5-37e6.jpg,a7t-6-fdfb.jpg,a7t-7-ff29.jpg,a7t-8-138a.jpg,a7t-9-1d2d.jpg,a7t-a-eff3.jpg,a7t-b-9f8f.jpg|/addpics|

  • Foren-Beitrag von Georg im Thema
  • Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Weil die sechste Staffel der Straßenfegeredition geplant war, aber nicht umgesetzt wurde. Viele darin geplante Titel sind mittlerweile aber ohnehin auf DVD erschienen oder werden es in absehbarer Zeit noch tun. Das nur nebenbei.

  • Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Ein paar Bemerkungen zu den Postings zuvor:

    1) Die ursprünglichen Raterunden sind vorhanden (!!), da wurde leider bei der VÖ geschlampt und man hat die Anfang der 90er nochmals neu aufgenommenen wohl mit den alten verwechselt. Wäre auf der DVD ja eine schöne Alternative gewesen, für die Extras.

    2) Marianne Koch moderierte die Raterunden, ja, aber ausschließlich in den Österreich-Ausgaben! Das heißt: Roland moderierte sämtliche Folgen bei der Erstsendung in Deutschland, für den ORF wurden neue Raterunden mit Marianne Koch aufgezeichnet, die andere Rategäste hatte. Auch hier: das wäre eine schöne Zugabe als Bonus gewesen, gewissermaßen gibt es ja dann bei einigen Folgen 3 verschiedene Rateteams (2x Roland, 1x Koch)

    3) Die Drehbücher wurden 1:1 adaptiert und umgesetzt. Sämtliche Bücher waren ja zuvor schon in Frankreich gelaufen, zwischen 1957 und 1972 entstanden 56 Folgen, während der 68er-Unruhen wurde das in Frankreich sogar mal abgesetzt und nach großen Protesten wieder ins Programm genommen. Ich habe auch einige französische Folgen gesehen, z. B. "La mort masquée" ("Der Tod in der Maske"), die absolut ident mit der dt. Fassung ist. Im Übrigen durften aus rechtlichen Gründen Originaldrehbücher von Fernsehspielen in den 60ern und 70ern oft nur übersetzt, nicht aber bearbeitet werden.

    4) Kuriosum: einige französische Folgen liefen in den 70ern deutsch synchronisiert im DDR-TV!

    Abschließend: ich hatte viele Jahre mit dieser Serie Probleme. Vor ein paar Jahren habe ich mir dann alle Folgen nochmals innerhalb von 2-3 Wochen angesehen und fand sie dann gar nicht so schlecht. Es ist wahrscheinlich wie so oft: es kommt auf die Stimmung an!

  • seltene 60er-Jahre-Krimis onlineDatum26.11.2016 12:28
    Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Ich bin alles andere als ein Qualitätsfanatiker, mir ist der Film wichtig, aber ich finde, dass die Bildqualität der dort gebrachten Produktionen doch recht in Ordnung ist, vor allem, wenn man einen Film mal sichten will. Viele der Produktionen eignen sich von der inhaltlichen Qualität ohnehin nicht, um auf DVD zu erscheinen :). So etwa "Du stirbst um 6 in Tetuan" aus der Schmiede von Wolf C. Hartwig oder auch der im Vergleich dazu bessere "Zucker für den Mörder", der immerhin was für Lukas Ammann- und Werner Peters-Fans ist!

  • DEFA- und DDR-KriminalfilmeDatum26.11.2016 11:46
    Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Zitat von Billyboy03 im Beitrag #63
    Das Genre der DDR-Krimis kommt ja (mangels Interesse im Westen?) etwas kurz, dabei ist es eine interessante Ergänzung, nachdem ja das Feld des westdeutschen oder westeuropäischen s/w-Kriminalfilms relativ abgegrast scheint. Und man kann so manche positive Überraschung erleben - so wie den besprochenen Film "Schwarzer Samt".
    Vor ca. 16 Jahren habe ich damit begonnen, mich auch für den ostdeutschen Krimi zu interessieren und zunächst alle DDR-Polizeirufe geschaut, später dann, sofern sie verfügbar waren, TV-Krimis und -Mehrteiler und Kinofilme. Da sind schon gute Sachen dabei, es stimmt schon, aber in vielen Krimis stört mich doch der propagandistische Ton. Krimis, die REIN kriminalistisch sind und die ohne Westkritik auskommen, gibt es ja de facto fast nicht, außer es sind wirklich klassische Theaterstückadaptionen wie "Gaslicht", "Der Hexer" oder Durbridges "Der elegante Dreh". Selbst die hier im Forum besprochenen guten Krimis haben ja immer einen Klassenfeind im Nacken.
    Übrigens gibt es auch ganz arge Sachen, die man vor Propaganda nur schwer ertragen kann, wie etwa MORD IN RIVERPORT, ein Dreiteiler von Hans-Joachim Hildebrandt aus dem Jahr 1963. (http://krimiserien.heimat.eu/fernsehspie...inriverport.htm, siehe meine Kritik dort).

  • Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Stimmt schon, aber der Zeit, in der sie spielt, angemessen.
    Flotter geht es ja - schon dank des Soundtracks - in der BEZIRKSVERWALTUNG zu. Da staune ich immer über die Coolheit gewisser Ermittler. Ein langhaariger, bärtiger Ost-Ermittler, der nie um einen Spruch verlegen ist und jede Menge Damenbekanntschaften hat, wäre ja beispielsweise in der DDR, wo am Set stets ein Stasi-Mitarbeiter auf die Korrektheit achtete, nie denkbar gewesen.

  • seltene 60er-Jahre-Krimis onlineDatum24.11.2016 20:32
    Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Nein, Youtube.

  • Thema von Georg im Forum Film- und Fernsehklass...

    Das tschechoslowakische Fernsehen hat in den 70ern und 80ern viele Seriendauerbrenner produziert, darunter das geniale "Krankenhaus am Rande der Stadt" (die Vorlage zur "Schwarzwaldklinik") oder "Die Frau hinter dem Ladentisch".
    Auf dem Krimisektor entstanden beispielsweise die "Kriminalfälle des Major Zeman", "Alte Kriminalfälle" (beide vom selben Team unter Regisseur Jiří Sequens) und "Bezirksverwaltung der 'K' Prag" von Jaroslav Dudek und Jaroslav Dietl, die beide auch "Krankenhaus" und "Ladentisch" verantworteten.

    Unter allen Ostblockkrimiserien war mir "Bezirksverwaltung der "K" Prag" wegen ihrer coolen Typen, der flotten Musik und der im Vergleich zu anderen Ostserien unangestaubten Inszenierung immer die liebste. Daher freut es mich um so mehr, dass mit der DVD-Veröffentlichung im Februar vielleicht auch einige hier den Blick über den Tellerrand wagen können und in die interessanten Prager Fälle Einblick nehmen. Alle Folgen basieren auf realen Fällen.
    Volume 1 erscheint am 17.02.2017 bei Pidax:

    http://www.pidax-film.de/Serien-Klassike...h2ro2751scje9v6



    Auch nicht uninteressant ist die s/w-Serie "Alte Kriminalfälle" von 1969, in der authentische Verbrechen aus dem Prag der 1920er aufgearbeitet werden. Auch diese Reihe erscheint in zwei Volumes am 17.02.2017:

    http://www.pidax-film.de/Serien-Klassike...h2ro2751scje9v6



    Darin spielt übrigens Josef Vinklář, der ja im "Kommissar" mit Erik Ode zweimal auftrat (u. a. in Brynychs Kultfolge "Tod einer Zeugin"), eine Serienhauptrolle als Ermittler.

    Bin gespannt auf eure Entdeckungen! Dieser Thread kann fortan ja auch zur Diskussion über Krimis aus der Tschechoslowakei genutzt werden.

  • seltene 60er-Jahre-Krimis onlineDatum24.11.2016 20:18
    Thema von Georg im Forum Off-Topic

    Zur Info, diese Woche zufällig entdeckt: beim größten und bekanntesten Onlinevideoportal sind im Moment eine Menge deutscher Filme von den 30ern bis in die 70er zu finden, darunter zum Beispiel solche Seltenheiten wie

    "Zucker für den Mörder" (1967) mit Kerwin Mathews, Lukas Ammann, Ann Smyrner, Werner Peters, Sieghardt Rupp, Venantino Venantini, Bruno Cremer sowie Marilù Tolo und Umberto Raho

    "Du stirbst um 6 in Tetuan" (1967) mit Giorgio Ardisson, Sieghardt Rupp und Katrin Schaake

    "Warteliste zur Hölle" (1965) mit Wayde Preston, Helga Sommerfeld, Reinhard Kolldehoff und Kai Fischer

    "Flucht in die Tropennacht" (1957) mit Bernhard Wicki, Claus Holm, Erika Beer, Michael Janisch

    "Anita Drögemöller und die Ruhe und der Ruhr" (1976), Alfred Vohrer nimmt Kinokrimiabschied mit Harald Leipnitz

    und viele weitere Filme, darunter natürlich auch Komödien usw.

  • Foren-Beitrag von Georg im Thema

    ... und davon gibt's auch einen deutschen Fernsehfilm von 1965, in dem u. a. Joseph Offenbach mitspielt: http://krimiserien.heimat.eu/fernsehspie...nftbeinacht.htm

  • Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Aus Zeitgründen nur zwei kurze absolute Filmtipps von mir:

    MARIE-OCTOBRE (Marie-Octobre)
    Frankreich 1959.

    Regie: Julien Duvivier
    Mit Danielle Darrieux, Bernard Blier, Lino Ventura, Robert Dalbon, Paul Meurisse, Serge Reggioni

    Ein Abend in einem abgelegenen Haus auf dem französischen Land. Hier treffen sich ein Dutzend Widerstandskämpfer aus dem 2. Weltkrieg. Den Grund der Versammlung erklärt die ehemalige Résistance-Kämpferin Marie-Octobre: einer von ihnen ist ein Verräter und hat 1944 durch seine Kollaboration mit den Nazis den Tod eines Franzosen mitverursacht. Aber wer von ihnen war es?

    Ein ganz starker Film, einer der besten Whodunits, die ich je gesehen habe! Sehr schön wird der Ball von einem Verdächtigen zum anderen gespielt, jeder wird anständig verdächtig gemacht und immer, wenn man meint "das ist die Lösung" wird der Verdacht wieder entkräftet. Julien Duviver liefert einen packenden s/w-Krimi in einem alten Landhaus ab, der herausragend besetzt ist.
    Ich kann Peters Besprechung dieses Films, die in einem anderen Thread (Französische Filme: All-Time-Top-100) stattgefunden hat, nur ausdrücklich unterstreichen und halte mich daher kurz.




    DAS VERHÖR (Garde à vue)
    Frankreich 1981

    Regie: Claude Miller, mit Lino Ventura, Michel Serrault, Romy Schneider, Guy Marchand

    Ist der über jeden Verdacht erhabene Maître Jerôme Martinaud ein Mädchenmörder? Der unorthodoxe Kriminalbeamte Antoine Gallien versucht dies in einer verregneten Sylvesternacht herauszufinden.

    Claude Miller liefert hier ein ganz starkes Psychoduell zwischen den Schauspielgrößen Ventura (als Polizist) und Serrault (als Verdächtiger) ab. Genial, wie sich die beiden die Bälle zuspielen, spannend bis zum Schluss bleibt die Frage, ob Serrault die Gräueltaten nun begangen hat oder nicht. Der Film spielt mit wenigen Ausnahmen nur in einem Raum, was zur enormen Spannung beiträgt. Romy Schneider spielt eine sympathische Nebenrolle, Claude Miller inszeniert diesen Thriller äußerst dicht. Man sitzt wie gebannt vor dem Fernseher. Ich zitiere das Lexikon des internationalen Films: „Spannendes Kammerspiel um Identität und Differenz von juristischer und moralischer Schuld, das seinen Rang vor allem aus dem glänzenden darstellerischen Vermögen der Protagonisten gewinnt.“

  • Manfred Krug - Ein NachrufDatum01.11.2016 12:29
    Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Danke für diesen würdigen Nachruf, lieber Peter! Manfred Krug war wirklich ein Schauspieler, der seine Typen authentisch und glaubhaft darstellen konnte. Egal ob als Fernfahrer in "Auf Achse", als Anwalt in "Liebling Kreuzberg", als Detektiv in "Detektivbüro Roth" oder als Kommissar im "Tatort". Er war immer ein unglaublicher Sympathieträger.
    Gerne erinnere ich mich auch an seine DDR-Filme wie "Spur der Steine" oder "Wie füttert man einen Esel?".
    Meine absolute Lieblingsrolle war aber - ich verrate es schon mit dem Wort - die des Anwalts Robert Liebling. Hier kamen noch die unglaublich starken Drehbücher von Jurek Becker und später von Ulrich Plenzdorf hinzu.
    Ein ganz großer Schauspieler, schade, dass er im Alter nichts mehr gemacht hat.

  • Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Zu Amazon: natürlich ist man hier oft bequem, den lokalen Handel zu beleben schadet aber nicht. Was AMAZON betrifft, so haben die oft Phantasiepreise. Beispiel: Die vier Paul Temple-Filme kosteten im Pidax-Online-Shop vor einem Jahr beim jeweiligen Erscheinen rund 16 Euro, bei Amazon aber über Monate hinweg 22 Euro!

    @Gubanov: meine Adelheid-DVD ist auch defekt, ich dachte, das wäre ein Einzelproblem. An Umtausch habe ich gar nie gedacht und mir damals von der jeweiligen Folge meinen TV-Mitschnitt herausgeholt. Auch da bin ich oft zu bequem ...

  • Die Gentlemen bitten zur Kasse Datum29.10.2016 11:37
    Foren-Beitrag von Georg im Thema

    Ich habe damals aus "Derrick und ich" zitiert.

Inhalte des Mitglieds Georg
Beiträge: 2738
Geschlecht: männlich
Seite 1 von 50 « Seite 1 2 3 4 5 6 50 Seite »
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen