Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Forum Edgar Wallace ,...



Sie können sich hier anmelden
Dieses Board hat 1.509 Mitglieder
175.400 Beiträge & 6.744 Themen
Beiträge der letzten Tage
Foren Suche
Suchoptionen
  • Keine zweite Lautverschiebung ('dat' statt 'das'), keine Diphtongierung ('hüs' statt 'house/ haus'), könnte ein friesischer Dialekt sein... Oder nordgermanisch.

  • Wallace & Blu-rayDatum28.06.2020 15:59
    Foren-Beitrag von Georg im Thema Wallace & Blu-ray

    Zum Bonusmaterial:
    Hier lag folgende Überlegung zugrunde: wer von den echten Wallace-Fans hat denn nicht schon die zahlreichen Bücher über die Filme im Schrank stehen? Die meisten Fakten kann ja jeder selbst jederzeit nachlesen. Hier ein Booklet zu machen, wo nur 1:1 nochmals das wiedergegeben wird, was ohnehin bei Wikipedia oder in einem der Kramp-/ Tses-/ Hohmann-Bücher steht, wäre ja nicht wirklich sinnvoll.
    Gleiches gilt für einen Audiokommentar, es sei denn, er gibt wirklich neue Informationen her. Zu den Filmen wurde ja schon so viel gesagt und vor allem geschrieben.
    Im Falle des GELBEN GRABES war es glücklicherweise so, dass sich ein sehr netter Kontakt zum Sohn des Regisseurs ergeben hat, der selbst viel Material über die Jahr(zehnt)e gesammelt hatte und auch noch in einem Online-Interview, das wir letzte Woche gemacht haben, 45 Minuten wirklich wertvolle Hintergrundinfos zum Film seines Vaters, für den es das wichtigste Werk war, liefern konnte.
    Für eine allfällige BluRay-VÖ bleibt ja ohnehin noch Zeit. Es könnte ja durchaus auch Aufgabe/ Projekt des Forums sein, hier soviel Kontakte wie möglich spielen zu lassen und sich gemeinsam Bonusmaterial zu überlegen und dieses zusammenzutragen. Ein Forums-Audiokommentar oder Ähnliches wäre ja z. B. auch durchaus möglich.

  • Wallace & Blu-rayDatum26.06.2020 14:15
    Foren-Beitrag von Georg im Thema Wallace & Blu-ray

    Die CCC-Wallace-Titel (Vater und Sohn) erscheinen ab September nochmals alle bei Pidax, das alte Bonusmaterial wird dabei sein und durch teilweise Neues ergänzt (Trailer, Filmbühne, Hörbuchfassung) .

    HANDSCHUHE und GRAB kommt schon im Herbst als BLU-RAY, die anderen Titel zunächst auf DVD, BLU-RAY wahrscheinlich im nächsten Jahr.



  • Alle CCC-Wallace-Titel erscheinen ab September nochmals bei Pidax.

    GRAB am 16.10., sowohl BLU-RAY als auch DVD.

  • Um Weihnachten. Es ist schon produziert.

  • Noch zwei Boni, als Ergänzung:

    - Originaldrehplan
    - Fotos von den Dreharbeiten

  • Ja, die ungekürzte Fassung und remastered, bei DVD und Blu-ray.

    Die Boni schauen so aus:

    Sprachen: Deutsch + Italienisch + Englisch - DVD & BluRay
    Ungekürzte Originalfassung

    - Interview mit Regisseur Armando Crispino (1997, OmU)
    - Interview mit Drehbuchautor Lucio Battistrada (2004, OmU)
    - Interview mit Kameramann Erico Menczer (2006, OmU)
    - Interview mit Darsteller Carlo de Mejo (2009, OmU)
    - Doku "Linee d'ombra" ("Schattenlinien") von Francesco Crispino (2006, OmU), inkl. Interview mit Komponist Riz Ortolani
    - Exklusiv produziertes Interview mit Francesco Crispino (2020, OmU)
    - deutscher Trailer
    - englischer Trailer
    - deutscher Originalvorspann
    - Originaldrehbuch "Raptus" von Armando Crispino und Lucio Battistrada (PDF)
    - deutscher Werberatschlag (PDF)
    - Bildergalerie (Aushangfotos)
    - Nachdruck Filmbühne

    Aus den Interviews geht hervor, dass Alex Cord nicht gerade beliebt am Set war.

  • Dieser schöne Giallo erscheint demnächst von Pidax auf DVD und BluRay mit umfassendem Bonusmaterial (Ton: Deutsch, Englisch, Italienisch). Ich bin seit einiger Zeit mit dem Sohn des Regisseurs in gutem Kontakt und so konnte eine Menge Bonusmaterial zusammen getragen werden: Videointerviews mit dem mittlerweile verstorbenen Regisseur Armando Crispino, mit dem Drehbuchautor Lucio Battistrada, mit dem Kameramann Erico Menczer, mit dem Komponisten Riz Ortolani und dem Darsteller Carlo De Mejo. Außerdem konnte Crispinos Sohn das Originaldrehbuch zur Verfügung stellen, das noch den Titel Raptus trägt. Daneben weitere Boni wie Werberatschlag, Filmbühne, dt. Vorspann und Originaltrailer.

  • Bericht über PidaxDatum09.06.2020 12:01
    Foren-Beitrag von Georg im Thema Bericht über Pidax

    Im konkreten Fall reicht es bei Task Force wohl auf den Namen des Regisseurs zu schauen, der bei beiden gesperrten Folgen der gleiche ist.
    Was so genannte "Aasgeier" betrifft, d. h. Leute, die versuchen aus der Verwandtschaft mit einem Künstler Kapital zu schlagen, so ist dies erfahrungsgemäß bei Erben von bekannten Persönlichkeiten weniger häufig, als mit solchen, bei deren Namen man erst Mal googlen muss. Man kann sich dann oft auch nicht auf einen teuren Rechtsstreit einlassen. Dass dies passiert, ist ohnehin selten genug, Gott sei Dank. Denn die meisten Erben freuen sich, wenn Sachen ihrer Vorfahren wiederentdeckt und veröffentlicht werden und sind auch kooperativ. Diejenigen, die es nicht sind, und glauben, Millionäre zu werden, verhindern dadurch leider auch, dass sämtliche andere Werke des Vorfahren veröffentlicht werden. Denn kein Label wird sich dann an einen anderen Stoff der selben Person wagen. Das gab es auch schon in einigen Fällen. Da hatte man eine tolle Serie/ einen tollen Film und dann entdeckt, man, dass einer der Coautoren Herr XY ist. Damit ist es dann zu vergessen.
    Manchmal heben sich Rechteprobleme aber auch nach Jahren des Stillstands oder des Blockierens plötzlich auf. Auch das gibt es, auch da gibt es Erfahrung. Das erklärt dann auch, warum Label A etwas publizieren kann, was Label B zuvor nicht konnte.

  • Ich fand Lohn der Angst sehr spannend! Aber in der Tat muss man erst mal den Prolog durchhalten, den man gerne um die Hälfte kürzen hätte können. Ich war beim ersten Sichten vor vielen Jahren auch knapp dran, dabei abzuschalten. Aber das Durchhalten hat sich ausgezahlt.
    Übrigens könnte man Helmuth Ashleys letzten Kinofilm Danger - Keine Zeit zum Sterben (aus dem Jahr 1984 mit Horst Janson und John Phillip Law) als Kopie von Lohn der Angst sehen. Einer Plagiatsprüfung würde der Film inhaltsmäßig wohl kaum standhalten. Nur eben leider um Klassen schlechter.

  • Bericht über PidaxDatum04.06.2020 15:45
    Foren-Beitrag von Georg im Thema Bericht über Pidax

    Da ich als ehrenamtlicher Mitarbeiter bei Pidax einen sehr guten Einblick hinter die Kulissen habe, möchte ich hier einiges - ganz Allgemeines und manchmal auch Spezifisches - klarstellen. Ich kann die Käuferseite und alle hier vorgebrachten Argumente sehr gut verstehen. Aber, wie gesagt, ich möchte auch mal die Sache von der anderen Seite her beleuchten:

    1. Es stimmt, dass viele Filme „verrotten“ und dass die Zeit, sie noch zu sichern, leider davon rennt. Eine Abtastung und Restauration ist allerdings sündhaft teuer und wird leider nicht genug von öffentlicher Seite gefördert, da Filme (mit Ausnahmen) häufig nicht als kulturelles Erbe anerkannt werden. Bei CCC läuft beispielsweise bei vielen Filmen die Zeit davon und da der Prozess relativ aufwendig ist, muss eine Reihenfolge bei den Filmen getroffen werden.
    Für ein kleines privates Label, das natürlich bei aller Liebe zu den eigenen Produkten auch zwangsläufig gewinnorientiert arbeiten muss, ist eine derartige Kostentragung unmöglich, es sei denn es sind 10.000e oder 100.000e Verkäufe zu erwarten. Dass dies bei vielen Nischenfilmen, die eine 500er oder 1000er-Auflage nicht überschreiten, nicht bezahlbar ist, wird jedem einleuchten. Dennoch wird natürlich immer das Bestmögliche und Finanzierbarste gemacht. Das sind keine Buchhalter-Entscheidungen, sondern das Resultat langer Abwägungsprozesse, die oft auch Pidax weh tun.

    2. BluRays sind in der Produktion wesentlich teurer als DVDs. Gegen BluRays spricht aber natürlich nichts, ich denke, jeder, der die Wahl zwischen besserer oder schlechterer Bildqualität hat, würde sich für die bessere entscheiden. Nun ist es aber auch so, dass - zumindest bei Pidax - manche Filme auf DVD und BluRay veröffentlicht werden und dass trotz BluRay die Verkaufszahlen der DVD um ein Vielfaches höher sind, als jene der BluRay. Das erklärt auch, warum man sich oft gegen die teurere BluRay entscheiden muss. Nach langer interner Diskussion und Abwägung kann ich aber ankündigen, dass zumindest zwei sehr forenrelevante Titel demnächst als BluRay erscheinen werden.

    3. Die Mutmaßung, bei Pidax arbeiten nur Buchhalter, muss ich zurückweisen. Pidax ist durch „Zufall“ entstanden, durch zwei Filmliebhaber und -sammler, die eigentlich nur eine einzige Serie herausbringen wollten. Jeder, der dort mittlerweile mitarbeitet, ist ein Film- oder Serienfreund und -kenner und jeder mit einem anderen Spezialgebiet, wodurch sich auch das große Spektrum der angebotenen Filme erklären lässt. Die Unterschiedlichkeit in dem, worin sich jeder gut auskennt, sorgt auch dafür, dass wirklich seltene Sachen erscheinen können. Jede VÖ wird vorher genau abgewogen und prinzipiell sind die meisten VÖs zunächst einmal ein großes Risiko. Wenn sich ein Film A gut verkauft, heißt das nicht, dass sich auch Film B, der ähnlich ist, ein Renner wird. Überraschenderweise hat sich beispielsweise „Maigret“ mit Rupert Davies als sehr erfolgreich herausgestellt, allerdings wurde hier in die Abtastung der miesen ZDF-Master auch eine immens hohe Summe in deren Abtastung und Restaurierung investiert. Wenn das schief gegangen wäre, ... . Andererseits hat der Erfolg von „Maigret“ dazu geführt, dass zwei französische Klassiker aus den 40ern erstmals teuer synchronisiert wurden - diese Filme sind aber trotz des gleichen Themas - eher ein Misserfolg geworden. Oder anders: die Qualität eines Films und/ oder der Aufwand, der betrieben wird, um einen Film zugänglich zu machen, stehen oft in keiner Relation zu den Verkaufszahlen. Manche Dinge stellen sich als positive Überraschung heraus (beispielsweise lief die langweilige Wallace-Serie „Mann vom Eaton Place“ überraschend gut), manche eben, wie der Maigret-Film mit Gino Cervi als eher unerwartet unterdurchschnittliche DVD.

    4. Jeder Filmwunsch von Kunden, jede Idee, die einer der (ehrenamtlichen) Mitarbeiter bei Pidax hat, jeder Vorschlag von Rechteinhabern usw. wird genau geprüft und durchdiskutiert. Oft muss man sich auf die Nase verlassen und viele Filme und Fernsehfilme und -serien wären nie ans Licht der Oberfläche gekommen, wenn nicht einer von Pidax so beharrlich daran geglaubt hätte bzw. es wichtig gehalten hätte, dass die Sache auf DVD erscheint, auch wenn es nur ein Nischenpublikum betrifft.

    5. Originalfassungen: natürlich soll der O-Ton immer mit an Bord sein und das Originalmaster verwendet werden, als Bonus mit dem deutschen Vorspann. Allerdings gibt es bei manchen Rechteinhabern die Bedingung, dass nur die deutschsprachige Tonspur veröffentlicht werden DARF. Das ist bei anderssprachigen Serien und Filmen natürlich ärgerlich, aber man kann sich nicht gegen die Vorgaben der Lizenzgeber stellen. Die Alternative wäre einfach, keine dt. VÖ zu haben. Im Falle von „Maigret“ mit Rupert Davies waren andere lizenzrechtliche Gründe zusätzlich ausschlaggebend dafür, dass die ZDF-Master verwendet werden mussten.

    6. Den Vorwurf, dass bei vielen Serien oder Filmen schlampig recherchiert wird, kann ich auch nicht so stehen lassen. Es ist so, dass ehe eine DVD angekündigt wird, natürlich alles, was geht, abgegrast wird, viele Synchros können auch nur mehr erscheinen, weil sie in privaten Mitschnitten überliefert wurden. Es sind eher die Archive der Sender, die schlampig arbeiten (weil die meisten ja auch nicht gewinnorientiert arbeiten müssen, weil öffentlich-rechtlich). Wenn man dann eben das Pech hat, dass der Sachbearbeiter nur am PC sitzt und nachschaut und eine Folge eben nicht computerell erfasst ist oder sich bei der Eingabe ins System nur ein Tippfehler ergeben hat, dann kommt eben die Auskunft „nur so und soviel Folgen überleben“. Aber auch da ist Pidax hartnäckig, ich persönlich kann von vielen Fällen berichten, wo erst die fünfte, sechste oder siebte Anfrage ergeben hat, dass das Material da ist. Die Auskunft „Haben wir nicht im Archiv“ beunruhigt da gar nicht. Oft sind eben mehrere Anläufe notwendig. Ganz zu Schweigen von Extrembeispielen wie etwa der Durbridge-Filme „Die Spur mit dem Lippenstift“, „Wer ist Mr. Hogarth?“ oder „Die Handschuhe“, wo ich 14 Jahre lang auf der Spur war, von einem Sender zum nächsten, von einem Archiv zum nächsten, immer im Kreis, immer mit negativer Auskunft, dann fand man plötzlich mal eine Folge, dann wieder Jahre nichts und plötzlich hat man dann den Richtigen an der Hand und man findet das Material plötzlich doch dort, wo man über 10 Jahre und gefühlte 100 Nachfragen immer wieder die Auskunft erhielt „haben wir nicht“. Mit Hartnäckigkeit und Lästigwerden kann man - oft auch erst nach vielen Jahren - doch zum Ziel kommen.

    7. Leider ergeben sich oft rechtliche Probleme, wenn eine Serie oder ein Film schon angekündigt ist. Häufig melden sich dann plötzlich Leute, die die Katze der Nachbarin kannten, die den Hund kannte, der dem Autor gehörte und glauben dann durch diesen Umstand plötzlich Millionäre zu werden. Das führt leider meistens nur dazu, dass dann der eine oder andere Film nicht erscheinen und die eine oder andere Folge gesperrt werden muss. Im Falle von „Task Force Police“ war das leider auch so. Da war aber das Booklet zu Volume 1 schon gedruckt. Das heißt in diesem Falle: Synchro da, Material da, kann aber nicht erscheinen.

    8. Booklets, Bonusmaterial usw. müssen erst einmal produziert oder beschafft werden. Einerseits sind diese Sachen schon in der Produktion eine zusätzliche finanzielle Belastung, andererseits sollten Bonusmaterialien schon einen gewissen Mehrwert haben (d.h. also nicht nur aus dem Internet kopierte Lebensläufe oder Informationen, die man auch bei Wikipedia nachlesen kann). Und man braucht auch natürlich jemanden, der diese Zusatzinformationen verschaffen kann. Oft gäbe es auch wertvolles Material in den Archiven der Sender, allerdings ist es manchmal so, dass die Lizenzkosten dafür höher wären, als die, die für den Film oder die Serie bezahlt würden. Auch da: was gemacht werden kann, wird gemacht, was aber dazu führt, dass es zu einem sicheren Minusgeschäft führt, auf das muss verzichtet werden, auch wenn es wehtut. Ich erinnere mich z.B. an ein hochinteressantes viertelstündiges Making-Of des Durbridge-Films „Das Messer“, das ich gerne auf einer der Durbridge-DVDs als Bonus gehabt hätte. Alles war geregelt, dann kam im allerletzten Moment vor der DVD-Pressung die Absage: im Hintergrund der Doku lief eine Untermalungsmusik (die gar nichts mit „Das Messer“ zu tun hatte) und dafür wurde eine Summe verlangt, die in keiner Relation stand. So mussten wir uns von diesem Bonus verabschieden. Und so weiter und so weiter …

    9. Natürlich entstehen auch immer wieder Produkte, die nicht befriedigend sind. Gerade im Falle von Serien, die auf Deutsch nur gekürzt liefen, ist es immer eine Abwägung. Manche wollen natürlich alles im Original sehen, mit untertitelten Szenen. Andere wollen es genau so sehen, wie sie es damals im Fernsehen sahen, deutscher Vorspann inklusive, und beschweren sich dann, dass ständig fremdsprachige Szenen eingeschoben werden. Wie man es hier auch macht, man kann es - wie man sieht - nicht allen recht machen. Ich glaube, das versteht jeder und manchmal fällt die Entscheidung eben nach langem Abwägen in die eine, manchmal in die andere Richtung aus.

  • Polizeiruf 110 (1971-..., TV)Datum02.06.2020 09:41
    Foren-Beitrag von Georg im Thema Polizeiruf 110 (1971-..., TV)

    Na ja, kleinere Delikte am Anfang, das würde ich nicht unbedingt sagen: Raub mit Mordversuch (DER FALL LISA MURNAU), Brandstiftung (VERBRANNTE SPUR), Mord (DAS HAUS AN DER BAHN/ DER TOTE IM FLEET), Vergewaltigung (BLUTGRUPPE AB) oder Kindesmissbrauch (MINUTEN ZU SPÄT) sind nicht gerade kleine Delikte. Ich würde eher sagen, dass man anfangs bemüht war, eher das breite Spektrum an Kapitalverbrechen zu behandeln. Außerdem ähnelte der Stil eher dem westdeutschen KOMMISSAR, mit Whodunit-Struktur und Rückblende am Ende. Erst später wurde der POLIZEIRUF zum psychologischen Krimi, der die Täterpsychologie in den Mittelpunkt stellte und damit auch banalere Fälle behandelte. Ich glaube, dass das parallel ging mit der anfangs scheinbar offeneren Honecker-Ära, die sich allmählich doch als stark einschränkend erwies und die Regisseure dadurch ein Ventil suchten, um im Krimi versteckt Gesellschaftskritik zu üben.

  • Bewertet: "Der Alte"Datum01.06.2020 15:08
    Foren-Beitrag von Georg im Thema Bewertet: "Der Alte"

    Zu Volker Vogeler: er kam ja nur zu Ringelmann, weil er eigentlich einen Tatort schreiben wollte, man ihn aber nicht ließ bzw. das Buch ablehnte. Dann ging er zum Münchner Produzenten. (Näheres: http://krimiserien.heimat.eu/a/der_alte_volker_vogeler.htm)

    Zitat von Gubanov im Beitrag #310
    Mit "Alarm auf Revier 12" kam Brynych nach langer Pause mit Knalleffekt zu Ringelmann zurück, wo er vorher, wenn ich's richtig überblicke, nur seine Kommissar-Heuler verbrochen hatte.
    1971 inszenierte Brynych für Ringelmann an Originalschauplätzen nach eigenem Drehbuch die Erich-Maria-Remarque-Verfilmung Die Nacht von Lissabon mit einem großartigen Martin Benrath und einem hervorragenden Vadim Glowna, weiters mit Horst Frank, Musik: Peter Thomas. Ich bin kein großer Brynych-Fan, hier passte aber seine Art der Inszenierung. PS: Wie ich eben zufällig sah, findet sich der Film in sehr guter Qualität bei einem bekannten Online-Videodienst.

    Zitat von Marmstorfer im Beitrag #311
    Eine weitere Reinecker-Serie brauchte niemand, obwohl ich es durchaus interessant gewesen wäre, wenn Reinecker zwischendurch mal die ein oder andere Folge geschrieben hätte. Aber offensichtlich gab es da eine Brandmauer - errichtet von Reinecker, von Ringelmann oder vom ZDF - wer weiß das schon?
    In der ersten Planungsphase war Herbert Reinecker sehr wohl als Autor (wie etwa auch Hans Gottschalk, der im November 1975 als geistiger Vater der Serie bezeichnet wurde) vorgesehen und auch als solcher angekündigt. Warum seine Bücher letztlich nicht verwendet wurden, weiß ich nicht.

  • Bericht über PidaxDatum01.06.2020 10:36
    Foren-Beitrag von Georg im Thema Bericht über Pidax

    Ich verstehe, dass man alte Filme am liebsten in der bestmöglichen Qualität sehen will.
    Bei alten Fernsehproduktionen (Filme, Serien) ist eine BluRay meist unmöglich, da kein entsprechendes Material vorliegt. Dies gilt leider auch für viele alte Kinofilme, wo man teilweise jahrelang suchen muss, um überhaupt Material aufzutreiben (wie beispielsweise im Falle von Der Mörder oder An einem Freitag um halb zwölf...). Selbst wenn manchmal besseres Material vorliegen würde, ist es immer eine Frage des Preises. Neuabtastungen sind sündteuer und kosten oft das fünf bis zehnfache dessen, was an eigentlicher Lizenzgebühr bezahlt wird. Wenn man rechnet, dass von einer DVD zwischen 500 und 1000 Stück Auflage gepresst werden, dann kann man sich ausrechnen, welches Verlustgeschäft dies wäre. Da steht man dann vor der Frage: DVD oder gar keine Veröffentlichung? Natürlich wird - soviel es Pidax betrifft, bei anderen Labels weiß ich es nicht - immer das Bestmögliche herausgeholt und gemacht. Aber eine BluRay zu produzieren, von der dann 50 Stück verkauft werden (die Produktionskosten einer BluRay sind um Vielfaches höher als die einer einfachen DVD), macht wirklich keinen Sinn.
    Da wo es geht, wird es natürlich versucht. Das betrifft auch einige forenrelevante Filme, die bald eine Neuauflage erleben werden.

  • Der Film war ganz ok, Reinhard Kolldehoffs Rolle leider etwas klein. Lief übrigens vor ca. 2 1/2 Jahren nochmals in guter Qualität im MDR-Nachtprogramm.

  • Peter Thomas gestorbenDatum18.05.2020 16:36
    Thema von Georg im Forum Edgar-Wallace-Forum

    Peter Thomas ist heute Nacht im Alter von 94 Jahren in Lugano verstorben.
    R. I. P.!

  • Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #22
    Ellery Queen (1905 – 1971/1982)



    Die Katze tötet lautlos / Die indische Seidenschnur (Original: Cat of Many Tails – Erstveröffentlichung: 1949)

    Im Nachkriegs-New York treibt zusätzlich zur neuen nuklearen Bedrohung ein Serienmörder sein Unwesen, der seine Opfer mit einer Seidenschnur erdrosselt. Für die scheinbar wahllosen Verbrechen muss es einen Schlüssel geben, davon ist Ellery überzeugt. Nach zäher Ermittlungsarbeit kommt man dem Täter auf die Spur, doch trotzdem ist alles noch vertrackter. Krimi mit deutlicher Noir-Stimmung.



    ... Und ja wieder von Dario Argento plagiert: DIE NEUNSCHWÄNZIGE KATZE ist ja offensichtlich von Ellery Queen inspiriert. Nachdem Argento schon DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN HANDSCHUHE ungenannt von Frederic Browns THE SCREAMING MIMI abgekupfert hatte, griff er hier erneut bei einem Klassiker zu.

  • Bericht über PidaxDatum13.05.2020 15:08
    Thema von Georg im Forum Off-Topic

    In der Saarbrückener Zeitung ist ein längerer Artikel über Pidax erschienen:

    https://www.saarbruecker-zeitung.de/saar...rtisement=false

Inhalte des Mitglieds Georg
Beiträge: 3098
Geschlecht: männlich
Seite 1 von 50 « Seite 1 2 3 4 5 6 50 Seite »
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz