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Dieses Thema hat 337 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Marmstorfer Offline




Beiträge: 7.509

19.04.2014 02:14
#181 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Endlich habe ich auch Collector's Box Nr. 3 in Gänze begutachtet (2006 hatte ich die betreffenden Folgen bereits im Rahmen der letzten vollständigen Ausstrahlung bei 3 Sat gesehen) - und nach wie vor bin ich fasziniert von Erwin Köster und seinen Fällen. Die Lust am Experimentieren ist den Autoren deutlich anzumerken - auch wenn Vogeler speziell in dieser Phase häufiger übers Ziel hinaus geschossen ist und im Verbund mit Grädler einige doch sehr krude, berühmt-berüchtigte Folgen entstanden sind. Aber man hat nie das Gefühl, dass die Serie auf der Stelle tritt. Ganz vorne in meiner Rangliste tummeln sich zwei Vogeler/Brynych-Kollaborationen (hoffentlich kriegt Georg das nicht mit... ).


01. Tod am Sonntag (B: Vogeler/R: Brynych) - 5 von 5 Punkten
02. Hass (Vogeler/Brynych) - 4,5 von 5 Punkten
03. Tod eines Aussteigers (Hampel/Goslar) - 4,5 von 5 Punkten
04. Der Überfall (Vogeler/Weidenmann) - 4 von 5 Punkten
05. Bis daß der Tod uns scheidet (Müller/Vohrer) - 4 von 5 Punkten
06. Die Beute (Müller/Ashley) - 4 von 5 Punkten
07. Tote Lumpen jagt man nicht (Müller/Gräwert) - 4 von 5 Punkten
08. Die Unbekannte (Müller/Brynych) - 4 von 5 Punkten
09. Freispruch (Müller/Vohrer) - 4 von 5 Punkten)
10. Der Gärtner (Vogeler/Grädler) - 4 von 5 Punkten
11. Urlaub aus dem Knast (Müller/Haugk) - 4 von 5 Punkten
12. Schwarzer Montag (Vogeler/Grädler) - 3,5 von 5 Punkten
13. Der rote Faden (Vogeler/Grädler) - 3,5 von 5 Punkten
14. Eine Frau ist verschwunden (Müller/Ashley) - 3,5 von 5 Punkten
15. Ich werde dich töten (Vogeler/Grädler) - 3 von 5 Punkten
16. Die Ratte (Vogeler/Grädler) - 3 von 5 Punkten
17. Teufelsküche (Vogeler/Grädler) - 3 von 5 Punkten
18. Der Zigeuner (Vogeler/Grädler) - 2,5 von 5 Punkten

Georg Offline




Beiträge: 3.224

19.04.2014 18:11
#182 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Zitat
(hoffentlich kriegt Georg das nicht mit... ).

Mit einigen Platzierungen bin ich doch ganz zufrieden ;-), so wie z. B. mit den Plätzen 15-18. Dass du als Brynych-Fan dessen Folgen an die Spitze reihst, verwundert mich nicht und ist ja auch logischerweise legitim. Hauptsache, du hast Spaß an der Serie (auch wenn die Folgen ab ca. 35 schon sehr Vogeler-lastig sind und später lange nur mehr Müller-Vogeler im Wechselspiel arbeiten, ehe dann nochmals Hampel hinzutritt).

Peter Ross Online



Beiträge: 1.928

27.04.2014 22:56
#183 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Zitat von Marmstorfer im Beitrag #181
Endlich habe ich auch Collector's Box Nr. 3 in Gänze begutachtet (2006 hatte ich die betreffenden Folgen bereits im Rahmen der letzten vollständigen Ausstrahlung bei 3 Sat gesehen) - und nach wie vor bin ich fasziniert von Erwin Köster und seinen Fällen. Die Lust am Experimentieren ist den Autoren deutlich anzumerken - auch wenn Vogeler speziell in dieser Phase häufiger übers Ziel hinaus geschossen ist und im Verbund mit Grädler einige doch sehr krude, berühmt-berüchtigte Folgen entstanden sind. Aber man hat nie das Gefühl, dass die Serie auf der Stelle tritt. Ganz vorne in meiner Rangliste tummeln sich zwei Vogeler/Brynych-Kollaborationen (hoffentlich kriegt Georg das nicht mit... ).


01. Tod am Sonntag (B: Vogeler/R: Brynych) - 5 von 5 Punkten
02. Hass (Vogeler/Brynych) - 4,5 von 5 Punkten
03. Tod eines Aussteigers (Hampel/Goslar) - 4,5 von 5 Punkten
04. Der Überfall (Vogeler/Weidenmann) - 4 von 5 Punkten
05. Bis daß der Tod uns scheidet (Müller/Vohrer) - 4 von 5 Punkten
06. Die Beute (Müller/Ashley) - 4 von 5 Punkten
07. Tote Lumpen jagt man nicht (Müller/Gräwert) - 4 von 5 Punkten
08. Die Unbekannte (Müller/Brynych) - 4 von 5 Punkten
09. Freispruch (Müller/Vohrer) - 4 von 5 Punkten)
10. Der Gärtner (Vogeler/Grädler) - 4 von 5 Punkten
11. Urlaub aus dem Knast (Müller/Haugk) - 4 von 5 Punkten
12. Schwarzer Montag (Vogeler/Grädler) - 3,5 von 5 Punkten
13. Der rote Faden (Vogeler/Grädler) - 3,5 von 5 Punkten
14. Eine Frau ist verschwunden (Müller/Ashley) - 3,5 von 5 Punkten
15. Ich werde dich töten (Vogeler/Grädler) - 3 von 5 Punkten
16. Die Ratte (Vogeler/Grädler) - 3 von 5 Punkten
17. Teufelsküche (Vogeler/Grädler) - 3 von 5 Punkten
18. Der Zigeuner (Vogeler/Grädler) - 2,5 von 5 Punkten


Ich schaue mir ebenfalls gerade Tag für Tag die Folgen dieser Box an. Ich habe zwar noch nicht alle Folgen gesehen, jedoch teile ich deiner Meinung, dass die drei von dir letzten Plätze auch mir überhaupt nicht gefallen. Beste Folge der Box bisher: Tote Lumpen jagt man nicht - mit dem hervorragendem Herbert Fleischmann!

Peter Ross Online



Beiträge: 1.928

05.05.2014 20:33
#184 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Box 3 ist nun komplett geschaut. Gleich geht es mit Box 4 weiter.
Hier meine persönliche Ranking-Liste.

Am besten hat mir "Tote Lumpen jagt man nicht" gefallen. Fleischmann mag ich ohnehin in seinen späten Rollen sehr gerne. Die Folge ist durchgehend spannend.
Auch wenn Grädler meines Erachtens nach bei allen Krimiserien immer solide abliefert, gehören hier die Folgen zu den schwächeren Inszenierungen. Dies mag aber auch dem jeweiligen Buch geschuldet sein. Meine Liste bei voller Ausreitzung der 5-Punkte-Skala sieht wie folgt aus:

01. Tote Lumpen jagt man nicht (Müller/Gräwert) --- 5 von 5 Punkten
02. Bis daß der Tod uns scheidet (Müller/Vohrer) --- 5 von 5 Punkten
03. Die Beute (Müller/Ashley) --- 5 von 5 Punkten
04. Der Überfall (Vogeler/Weidenmann) --- 4,5 von 5 Punkten
05. Tod eines Aussteigers (Hampel/Goslar) --- 4 von 5 Punkten
06. Die Unbekannte (Müller/Brynych) --- 4 von 5 Punkten
07. Hass (Vogeler/Brynych) --- 3,5 von 5 Punkten
08. Freispruch (Müller/Vohrer) --- 3 von 5 Punkten
09. Ich werde dich töten (Vogeler/Grädler) --- 3 von 5 Punkten
10. Tod am Sonntag (B: Vogeler/R: Brynych) --- 2,5 von 5 Punkten
11. Der rote Faden (Vogeler/Grädler) --- 2,5 von 5 Punkten
12. Eine Frau ist verschwunden (Müller/Ashley) --- 2,5 von 5 Punkten
13. Urlaub aus dem Knast (Müller/Haugk) --- 2 von 5 Punkten
14. Schwarzer Montag (Vogeler/Grädler) --- 1,5 von 5 Punkten
15. Der Gärtner (Vogeler/Grädler) --- 1 von 5 Punkten
16. Teufelsküche (Vogeler/Grädler) --- 1 von 5 Punkten
17. Der Zigeuner (Vogeler/Grädler) --- 1 von 5 Punkten
18. Die Ratte (Vogeler/Grädler) --- 1 von 5 Punkten


@Marmstorfer: Insgesamt deckt sich unser Filmgeschmack bei vielen Episoden. Lediglich deine Lieblingsfolge "Tod am Sonntag" fand ich nur mittelmäßig.

Peter Ross Online



Beiträge: 1.928

05.05.2014 22:05
#185 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Der Alte: Spuren eines Unsichtbaren
(Folge 66, 18.02.1983)

Gastdarsteller: Doris Schade, Karl Heinz Vosgerau, Hans-Helmut Dickow, Helmut Zhuber, Eva Christian, Gundy Grand

Handlung: Schon mehrere Tage scheint bei Herrn Dobling etwas nicht zu stimmen. Seiner Frau und seinem Sohn gegenüber verhält er sich merkwürdig. Eines Tages wird er telefonisch zu einem Treffen mit einem Kollegen bestellt. Doch Augenzeugen beobachten später neben Doblings Auto in einer Kiesgrube einen Mord - wer ermordet wurde und wer Täter ist, können sie nicht erkennen. In den folgenden Tagen kommt es immer wieder zu Begegnungen, die darauf schließen lassen, dass Dobling noch lebt. Insbesondere Kontakte Doblings zu seinem Chef Theo Kundler geben seiner Familie Hoffnung.

Die Besprechung enthält leichte Spoiler.
"Spuren eines Unsichtbaren" ist eine temporeiche Folge, die neben gut agierenden Darstellern mit tollen Außenaufnahmen glänzen kann. Die Folge erinnerte mich ein stückweit an die Reinecker-Dreiteiler, wenig langweilig und immer wieder mit rätselhaften Spannungsmomenten in der Folge. Karl-Heinz Vosgerau spielt hier gerade durch seine ruhige Art einen hervorragenden Gegenspieler, dessen Brutalität er sich im Auftreten anmerken lässt. Der Handlungsverlauf insgesamt ist weitestgehend stimmig und nicht zu komplex. Besonders gut hat mit das Ende gefallen, bei dem Köster bei Frau Dobling klingelt und ihr die Nachricht vom Tode überbringen will. Doch soweit kommt es nicht - Während sie die Tür aufmacht, startet der Abspann.

Fazit: Temporeiche und interessante Folge - das Duo Müller/Haugk können hier mit der ersten Folge der Box 4 ein Highlight der gesamten Serie schaffen. Für meinen persönlichen Geschmack reicht keine Folge der vorherigen Box an diese Folge heran. MINDESTENS 5 von 5 Punkten.

Peter Ross Online



Beiträge: 1.928

06.05.2014 22:36
#186 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Der Alte: Der vierte Mann
(Folge 68, 22.04.1983)

Gastdarsteller: Werner Pochath, Reinhard Kolldehoff, Wolfgang Kieling, Robert Meyer, Paul Albert Krumm, Diether Krebs

Handlung: Eine vor vielen Jahren erfolgte Lösegeld-Zahlung für einen Unternehmer beschäftigt den Alten und sein Team. Zwar wurden seinerzeit zwei der Täter festgenommen, doch Köster nahm an, dass wohl noch weitere Personen beteiligt waren. Das Ende der Haftstrafen der Inhaftierten führt ihn zu neuen Spuren...

Die Besprechung enthält leichte Spoiler.
"Der Alte: Der vierte Mann" kommt mit einer sehr prominenten Besetzung daher. Mit Paul Albert Krumm spielt hier einer meiner persönlichen Lieblingsschauspieler mit. Leider können sich die Darsteller in der Folge kaum entfalten. Der Handlungsverlauf ist überschaubar, ohne jegliche Überraschungsmomente. Szenen der Observation ermüden beim Anschauen der Folge sichtlich. Musikalisch wartet die ebenfalls ohne besondere Gestaltung auf - nicht einmal der Abspann ist vertont. Diether Krebs als Gangster, der erst in den letzten Minuten auftaucht, kauft man seine Rolle überhaupt nicht ab.

Fazit: Schwache Köster-Folge, die leider künftig in meinem Giftschrank gelagert wird. Mit "Spuren eines Unsichtbaren" und "Der vierte Mann" liegen eine hervorragende Folge zu einer belanglosen Folge dicht wie selten nebeneinander. Schade um die tolle Besetzung dieser Folge, die nur durch Anwesenheit einen halben Punkt rettet. Schwache 1,5 von 5 Punkten.

Peter Ross Online



Beiträge: 1.928

07.05.2014 22:37
#187 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Der Alte: Der Tote im Wagen
(Folge 69, 20.05.1983)

Gastdarsteller: Inge Birkmann, Matthieu Carrière, Richard Münch, Bernd Herzsprung, Konrad Georg, Helma Seitz, Alf Marholm

Handlung: John Malven (Matthieu Carrière) ist bei einer Feier hochrangigier Geschäftsfreunde eingeladen. Zu dem Termin ist auch seine Mutter willkommen, die unter Alkoholproblemen leidet. Betrunken sieht sie zu später Stunde auf dem Parkplatz der Feierlichkeit einen Toten in einem Wagen. Doch nachdem sie im Haus der Gesellschaft um Dr. Dannhaus (Richard Münch) davon berichtet, ist die Leiche verschwunden. Dem Personenkreis im Hause scheint dies aber mehr als recht zu sein...

KEINE SPOILER
"Spannender Einstieg einer Folge, bei der ich zunächst vom Namen an "11 Uhr 20" von Reinecker denken musste. Der Beginn wird nicht zu langsam und nicht zu schnell eingeleitet, es ist interessant, die Charaktere der Folge bereits vor dem Mord kennen zu lernen. Inge Birkmann verkörpert die unter Alkoholproblemen leidende Mutter hervorragend, mit der Darstellung ihres Sohnes Matthieu Carrière ergibt sich ein wunderbar konträres Bild. Richard Münch als älterer feiner Schlossherr ist schön in dieser Serie noch einmal zu sehen. Leider verstab er - wie Konrad Georg- bereits 4 Jahre nach Ausstrahlung. Konrad Georg ist in einer Nebenrolle zu sehen, der Arzt, der sich ganz der Gesellschaft beugt. Selten findet sich bei "Der Alte" erneut eine so gelungene und prominente Besetzung in einer spannenden Folge. Lediglich die Auflösung kam mir zu plötzlich und zu "erzählend".

Fazit: Gut besetzte Folge, die über weite Strecken spannend ist! Tolle darstellerische Leistungen. Eine interessanteres Ende hätte zu 5 Punkten geführt, so jedoch gute 4 von 5 Punkten.

Mark Paxton Offline




Beiträge: 347

10.05.2014 10:51
#188 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Bei "Tote im Wagen" fehlt mir außerdem die Filmmusik: die hätte einiges zur Spannung beigetragen. Die Folge verliert auch etwas an Spannung, was wohl auch am fehlenden Tempo der Regie liegt. Detlef Müller ist aber eindeutig der bessere Autor jener Jahre, in denen Volker Vogeler so ziemliche Folge verunstaltet hat.

Peter Ross Online



Beiträge: 1.928

11.05.2014 18:08
#189 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Der Alte: Auf Leben und Tod
(Folge 70, 03.06.1983)

Gastdarsteller: Thomas Holtzmann, Lisa Kreuzer,...
Buch: Volker Vogeler
Regie: Günter Gräwert

Handlung: Der arbeitslose Familienvater Thomas Langner wird an einem Bahnübergang ermordet aufgefunden. Kommissar Köster ist verwundert, dass der Tote mehrere hundert Mark bei sich trug und seine Frau etwas zu verbergen scheint. Als die weiteren Ermittlungen ergeben, dass die Frau des früheren Arbeitgebers Ulf Bärmann seit ein paar Tagen entführt ist, versucht Köster mit seinem Team die Zusammenhänge zu lösen.

KEINE SPOILER
Die Folge ist im Gegensatz zu vorherigen Folgen wieder weniger prominent besetzt. Sie besitzt mehr humoristische Ansätze. Insbesondere der Neid Gerd Heymanns auf die Vorgehensweise von Köster wird mehrfach in komischer Art und Weise thematisiert. Zudem sorgt der ältere Gartennachbar für den ein oder anderen Aufheiterungsmoment. Die Folge ist recht vorhersehbar, ohne weitere besondere Spannungs- und Überraschungsmomente. Hervorzuheben ist noch die schöne Gestaltung der Außenaufnahmen.

Fazit: Folge, die weniger durch Spannung glänzt sondern einzig durch ihre fast zu stark eingesetzten humoristischen Mittel auffällt. Mittelmäßige 3 von 5 Punkten.

Peter Ross Online



Beiträge: 1.928

12.05.2014 18:34
#190 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Der Alte: Liebe hat ihren Preis
(Folge 71, 09.09.1983)

Gastdarsteller: Horst Buchholz, Alwy Becker, Ute Christensen, Lotte Ledl, Paul Hoffmann
Buch: Detlef Müller
Regie: Theodor Grädler

Handlung: Der gut aussehende Firmeninhaber Wolf Daniel (Horst Buchholz) pflegt neben der Beziehung zu seiner Frau noch ein Verhältnis zu seiner Sekretärin. Als seine Frau eines Tages ermordet wird, beschließt der Vater seiner Frau, seine erheblichen Vermögensanteile abzuziehen. Doch wer hat ein Interesse an dem Mord? Ist es Wolf Daniel selber oder kommt der Mörder aus seinem Umfeld? Nachdem Daniel sich Geld von einer reichen Dame leihen möchte, scheint auch der Mordfall seiner Auflösung näher zu kommen...

KEINE SPOILER
Spürbar in dieser Box 4 erhöht sich durch das Buch von Detlef Müller die Qualität der Folge. Eine Folge, die sehr durch die persönlichen Beziehungen der Charaktäre um Horst Buchholz geprägt ist. Die Darstellungskunst der drei Frau (Becker, Christensen und Ledl) gefällt mir sehr gut. Die Folge ist solide, hat Spannungsmomente und ist in sich schlüssig. Fehlen tut hier die musikalische Untermalung, so dass auch der Abspann unvertont bleibt. Dies finde ich persönlich eher ungewohnt (ist zwar in einzelnen Episoden ein Stilmittel, passt hier aber nicht). Ansonsten eine interessante Folge, deren Sichtung sich lohnt.

Fazit: Solide Grädler-Folge mit einem guten Buch und lustvoller Darsteller-Riege! 4 von 5 Punkten

Peter Ross Online



Beiträge: 1.928

15.05.2014 19:46
#191 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Der Alte: Freundschaftsdienst
(Folge 73, 28.10.1983)

Gastdarsteller: Ursula Lingen, Rolf Henniger, Dieter Schidor, Irina Wanka, Wolfgang Müller, Claudia Butenuth
Buch: Detlef Müller
Regie: Theodor Grädler

Handlung: Klaus Bertrams Schwiegervater wird im Haus seiner Mutter ermordet. Bertrag will die Tat verschleiern, da er Mitwissen ist und den Mörder schützen möchte. Daher wendet er sich an seinen Freund Christoph Bessler, die den Toten dann gemeinsam in einem Wald vergraben. Doch Christoph Besslers Freundin will Profit aus der Sache machen. Sie täuscht Bertrams Mutter eine Entführung vor und fordert Lösegeld...

KEINE SPOILER
Freundschaftsdienst ist eine spannend inszenierte Episode, die wieder einmal die verschiedenen Charaktäre gut heraus arbeitet. Zum einen eine reiche Familie, in der Mutter und Vater getrennt leben, dann wiederum armes befreundetes Paar, bei der sie ein durchtriebenes Spiel spielt. Die Story ist zu keiner Zeit langweilig und die Episode ist sorgfältig gedreht. Musik ist spannungsvoll eingesetzt.

Fazit: Erneut eine solide Grädler-Folge mit Spannung und einer interessanten Story! 4,5 von 5 Punkten

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.589

17.08.2014 15:09
#192 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

BEWERTET: "Bumerang" (Folge 14)
mit: Siegfried Lowitz, Michael Ande, Jan Hendriks, Henning Schlüter, Alwy Becker, Joachim Ansorge, Hans Caninenberg, Roland Renner, Richard Münch, Andrea Dahmen, Xenia Pörtner, Michael Maien, Eva Berthold, Ilse Petri, Eduard Linkers, Heiner Lauterbach u.a. - Buch und Regie: Alfred Vohrer

Kommissar Köster und Gerd Heymann feiern den Geburtstag von Kösters Lebensgefährtin Anna. Da erreicht sie die Nachricht vom Mord an der Übersetzerin Laura Mattis. Diese war vor allem für die Industrie tätig und hatte seit vier Monaten ein Verhältnis mit dem verheirateten Dr. Berger. Dessen Frau Vera pflegt ebenfalls eine intime Beziehung. Erste Ermittlungen ergeben, dass der Täter Turnschuhe getragen hat. Veras Freund Bernd Hartog ist Mitglied im Tennisclub. Findet sich hier eine heiße Spur?



Im Gegensatz zu seinem Kollegen Stephan Derrick gönnt man Erwin Köster die Freundschaft mit der klugen Anna Gautier. Eine Frau an seiner Seite stört weder die Ermittlungen, noch die Harmonie im Büro. Sind Derrick und Klein im Laufe der Jahre zu einem eingespielten und loyalen Team geworden, so bleibt die Distanz zwischen Köster und Heymann doch immer aufrecht und drückt sich am ehesten in väterlichem Wohlwollen aus. Hier schließt „Der Alte“ an „Der Kommissar“ an, während es in „Derrick“ partnerschaftlicher zugeht. Die Mordszene wirkt wie bereits in „Toccata und Fuge“ äußerst gialloesk. Der Kontrast zwischen der Geburtstagsfeier bei Köster und dem Schaumbad mit tödlichem Ausgang wird vor allem durch die unterschiedliche Ausleuchtung betont. Alfred Vohrer zeigt hier, was er in ähnlichen Situationen beim „Buckligen von Soho“ oder „Im Banne des Unheimlichen“ angewandt hat. Er stemmt Drehbuch und Regie selbst, was bei der Vielzahl von Charakteren zu einer spannenden, aber nicht in allen Details stimmigen Episode führt. Alwy Becker zeichnet wieder einmal eine Rolle, die sie so überzeugend ausfüllt: jene der betrogenen und betrügenden Ehefrau. Ebenso wie Evelyn Opela gelingt es ihr stets aufs Neue, elegant zwischen den Verhältnissen zu balancieren und dabei untadelig auszusehen. Der Blick des Zuschauers verfängt sich in ihrer Haartracht, verweilt auf ihrem blassen Gesicht und wünscht ihr gleichzeitig Erfolg und Scheitern. Sie polarisiert, weil sie ungeniert nur ein Interesse vertritt: ihr eigenes.
Roland Renner als Stiefsohn ist die große Enttäuschung, da sein Auftritt ins Leere läuft. Hier hätte man mehr als eine stumme Rolle herausholen können. Joachim Ansorge misstraut man prinzipiell: Die Abgründe in seiner Seele lassen sich nicht verbergen, mag er auch noch so harmlos daherkommen. Die winterlichen Schauplätze in der freien Natur zeigen Aktivitäten verschiedenster Art, wobei Pferde und Tennis die Statussymbole der Besserverdiener sind. Hans Caninenberg wirkt als Liebhaber ein wenig verloren, wobei ich statt Eva Berthold auch lieber Jutta Kammann gesehen hätte. Der ewig junge Michael Maien taucht glücklicherweise erst als posthumer Verlobter auf.

Vohrer gelingt es, die Aufmerksamkeit des Publikums zu fesseln und behält alle Faktoren im Auge; dass ihm dabei ein paar Fäden entgleiten, ist unvermeidbar. Der Titel der Folge (deren Inhalt auf der DVD-Verpackung übrigens gänzlich anders angegeben wird) erschließt sich mir indes nicht – 4 von 5 Punkten.

Mr Keeney Offline




Beiträge: 1.361

03.01.2015 12:26
#193 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Folge 60: Der Überfall (1982)

Diese in der vorweihnachtlichen Einkaufswarenhauswelt angesiedelte Folge habe ich mir kürzlich mal wieder rausgegriffen und muss leider zugeben, dass sie für mich zu den schwächsten Köster-Folgen überhaupt gehört.

Nichts gegen überkonstruierte Fälle, aber hier ist man eindeutig über das Ziel hinausgeschossen. So wie Lowitz zu Konrad Georg in der Folge sinngemäß sagt: „ Sie sind das Nebenprodukt der Aufklärung eines Kapitalverbrechens“ so hat man beinahe den Eindruck, die dramaturgisch nur mäßig spannende Aufklärung diverser ziemlich unglaubwürdig verketteter und psychologisch für mich nicht wirklich überzeugend motivierter Verbrechen sei letzten Endes nur das Musikvideo zu Frank Duvals „Face To Face“, dessen ohnehin oftmals plakative Kompositionskunst hier sicherlich einen der ganz hohen unter all den denkbaren schwülstigen Gipfeln erklommen hat, von welchem herab sich die Klänge dann auch noch extrem großflächig und ausladend kleisterartig über die Folge ergießen. Dazu kommt dann noch, und dass ist jetzt mein wirklich großes Problem, dass man eben nicht Horst Schimanski fluchend durch trist-graue, zu Ausgleich und Ausflucht meinetwegen wesentlich duvalbedürftigere Ruhrpottkulissen jagen sieht, sondern mit schöner Regelmäßigkeit –face to face- Sascha Hehn und – irgendwie sogar noch schlimmer hier- Edda Seippel durch das weihnachtlich dekorierte München lavieren, während ein geschätzter echter harter Hund wie Arthur Brauss leider viel zu früh ins Gras beißen musste. Zwar hat wirklich jeder der beteiligten Protagonisten irgendwie Dreck am Stecken, aber da drauf, da drauf ist wirklich soviel Zuckerguss, dass akute Diabetesgefahr besteht.

Sicherlich mit Abstand der schwächste der drei Beiträge von Alfred Weidenmann zur Köster-Reihe, dessen beiden anderen Folgen ich ziemlich gern mag. Hier konnte er leider nichts retten, Vogelers mich nicht restlos überzeugendes Buch wurde mit wenig fesselnden Schauspielleistungen umgesetzt und mit Duval geflutet. Immerhin, das Wiedersehen mit Konrad Georg ist nett, doch durchaus...so richtig „face to face“ eben.

Mr Keeney Offline




Beiträge: 1.361

23.01.2015 13:17
#194 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Folge 21: Der Spieler (1978)

Als Gegenentwurf habe ich mir erneut eine Folge mit dem guten Arthur Brauss angesehen und sah in jeglicher Hinsicht ein erfrischend gutes Kontrastprogramm, auch wenn mit Bernd Herzsprung auf den ersten Blick erneut ein eher milchbübiger Gegenspieler zu Brauss agierte und zumindest in der ersten Hälfte überwiegend die eher schmachtende (aber doch irgendwie recht hübsche) „Ballade pour Adeline“ von Richard Clayderman erklingt.

Für mich persönlich ist diese Folge dennoch oder gerade deswegen ein Highlight: der geschätzte Regisseur Brynych inszeniert ein furioses Psychoduell mit einigen wenigen aber dafür punktgenau treffsicheren Brynych-Eskapaden (vor allem eine typische ausgedehnte Lach-Szene, diesmal aber hinter geschlossener Tür, prägt sich ein), ein Duell jeweils über Bande und Kreuz zwischen Lowitz, Herzsprung und Brauss, die ihre Rollen genial ausfüllen. Lowitz ist meines Erachtens neben Felmy ohnehin der absolut größte, wenn es um den Nervenkrieg und die psychologische Auseinandersetzung mit großen und teils prominenten Gegenspielern geht, auch wenn dieser fulminante Eindruck manchmal etwas verwässert und der Bogen diesbezüglich etwas überspannt wurde, weil man innerhalb der Reihe wohl immer mal wieder gemeint haben muss, diese Fähigkeit alleine trage einige ansonsten durchaus maue und insgesamt unbefriedigende Folgen (vor allem „Der Zigeuner“, aber beispielsweise auch „Der Gärtner“ seien hier genannt).
Auch hier könnte man zwar mosern und sachlich richtig feststellen, die Motivation und bestimmte Handlungsweisen der Hauptfiguren in bestimmten Situationen werden, wenn überhaupt, nur äußerst vage beleuchtet, jedoch erscheint dies nebensächlich angesichts der grandiosen Leistungen aller Beteiligten. Mittels teilweise ungewöhnlichen Bildeinstellungen und geradezu glühend wirkenden Münchner Sommerimpressionen bereitet Brynych seinem fantastischen Darstellerensemble, das neben den bereits erwähnten Hauptfiguren ein willkommenes Wiedersehen mit u. a. Ulrich Beiger, Karl Tischlinger (als „clochard“) und auch ganz famos Wolf Ackva („Die seltsamen Methoden des F. J. Wanninger) gewährleistet, den idealen Nährboden zur Zelebration eines äußerlich coolen aber innerlich brodelnden Psycho-Dreikampfs.

Der letzten Trumpf zieht man dann aus meiner Sicht allerdings noch im letzten Drittel: beinahe wortlose Szenen einer Beschattung respektive Verfolgung in der empfindsam von der Kamera eingefangenen sommerlichen Münchner Innenstadt werden mit Leonard Cohens „Suzanne“ durchsetzt. Absolut grandios und ein wunderbares Paradebeispiel für gelungenen Musikeinsatz im Fernsehkrimi. Da wird die Story tatsächlich für einige Minuten Nebensache.

Für Brynych- und Leonard Cohen-Fans ist die Folge ein Muss, alle anderen können aber eigentlich schon aufgrund des hervorragenden Darsteller-Ensembles auch nicht soviel falsch machen, auch wenn die Story zugegebenermaßen in einigen Punkten etwas schwachbrüstig ist.

Jan Online




Beiträge: 1.730

23.01.2015 14:14
#195 RE: Bewertet: "Der Alte" Zitat · Antworten

Zitat von Mr Keeney im Beitrag #194
[...]der geschätzte Regisseur Brynych inszeniert [...] gelungenen Musikeinsatz im Fernsehkrimi.

Das war ja, zumindest als er noch durfte, wie er wollte, eines seiner Markenzeichen. Ohne Gnade wird Musik - bzw. ein immer wiederkehrendes Stück - unglaublich inflationär eingesetzt. Man denke auch an den Sportpalastwalzer, Apfelsinen im Haar oder Theo - wir fahr'n nach Lodz. Nicht zuletzt deswegen bin ich nach wie vor ein großer Brynych-Fan.

Gruß
Jan

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