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Dieses Thema hat 891 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Gubanov Offline




Beiträge: 15.538

26.10.2018 12:15
#886 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · antworten



Derrick: Mädchen im Mondlicht

Episode 259 der TV-Kriminalserie, BRD 1996. Regie: Jürgen Goslar. Drehbuch: Herbert Reinecker. Mit: Horst Tappert, Fritz Wepper sowie: Peter von Strombeck (Ingo Wegener), Lara Joy Körner (Linda), Diana Körner (Anna Schuster), Christine Buchegger (Frau Bossler), Henry van Lyck (Herr Bossler), Udo Vioff (Robby Proske), Peter Bertram (Kallek), Gaby Herbst (Sabine Spardel) u.a. Erstsendung: 10. Mai 1996, ZDF.

Zitat von Derrick: Mädchen im Mondlicht
Der Mord an Herrn Bossler scheint lediglich ein geschäftliches Ärgernis für den von ihm betriebenen Nachtclub zu sein. Weder das Personal noch seine Ehefrau zeigen Anzeichen von Trauer, als er erstochen aufgefunden wird. Bossler nahm nur auf seine eigenen Bedürfnisse Rücksicht und brachte damit eine ganze Menge Leute gegen sich auf. Diese kennen sich offenbar alle gegenseitig: Ein fürs Viertel zuständiger Sozialarbeiter, die Witwe, die Garderobiere und deren Tochter sowie der Barpianist könnten alle in den Fall verwickelt sein. Den Schlüssel zur Lösung muss Derrick diesmal in einem Gemälde suchen, das Frau Bossler just zur Mordzeit malte. Es zeigt das „Mädchen im Mondlicht“ ...


Nach neun Jahren und der letzten, sehr überzeugenden Arbeit „Die Nacht des Jaguars“ leistete sich Urgestein Jürgen Goslar noch einmal einen Schwanengesang auf dem „Derrick“-Regisseursstuhl und brachte mit „Mädchen im Mondlicht“ eine recht ansehnliche Folge zuwege, die zwar auch typisch für die Spätphase der Reihe ist, aber ebenso den einen oder anderen Wink in Richtung der „Derrick“-Klassiker enthält. Diese Mischung zeigt sich bereits in der Auftaktszene: Sie taucht mit greller Neonwerbung und aufreizenden Tänzen sofort tief ins Erotikclub-Milieu ein, das Reinecker in den 1990er Jahren zunehmend gern thematisierte; es tummeln sich in eben jenem Club aber auch altbekannte Darstellerikonen wie Udo Vioff und Diana Körner, sodass sich sofort ein vertrautes Sehgefühl einstellt. Während Vioffs Rolle als melancholischer Barpianist etwas verloren wirkt, erhält Körner einige schöne Szenen, in denen vor allem das Zusammenspiel mit ihrer Tochter Lara Joy Körner, die hier auch ihre Filmtochter verkörpert, gut zur Geltung kommt. Lara als das titelgebende „Mädchen im Mondlicht“ ist zwar eine jener typischen überhöhten Mädchenidealgestalten, die in Reinecker-Stoffen immer wieder herbeifabuliert werden, doch durch ihre zupackende Art, im Sozialtreff von Ingo Wegener mitzuhelfen, wirkt die junge Frau weniger abstrakt oder entrückt als vergleichbare „Unschuldsengel“.

Es wird viel Wert darauf gelegt, den Unterschied zwischen dem moralisch verwerflichen Etablissement des Herrn Bossler und dem idealistischen Tun von Ingo Wegener und Linda Schuster herauszulegen, doch darüber vergessen Goslar und Reinecker dankenswerterweise auch den Mordfall nicht. Derricks Ermittlungsmethoden sind zwar eigen (er hängt sich sofort an dem ihn faszinierenden Porträt des „Mädchens im Mondlicht“ auf), aber führen zu einer erfolgversprechenden, emotional spannenden Kulmination der Geschehnisse. Zwischendurch werden immer wieder wehmütige Momente eingestreut (Derrick nachdenklich auf der Hackerbrücke oder Lindas vergeblicher Versuch, einem Obdachlosen zu helfen), die das düstere Flair der Episode unterstreichen, welches dann in der niederschmetternden Aufklärung noch einmal besonders herausgearbeitet wird. So ist „Mädchen im Mondlicht“ sicher keine leicht verdauliche oder irgendwie erbauliche „Derrick“-Folge, sondern eine, die den Weltschmerz ihres Autors wie eine Monstranz vor sich herträgt – aber das Gesamtkonzept geht durchaus auf.

Wie auch sonst so oft ist die große Rolle von Peter von Strombeck eher Geschmackssache: Mittlerweile zu alt, um einen rebellischen Jugendlichen zu spielen, drückt er nun als selbstgerechter „Helfer der Armen“ etwas zu stark auf die Tränendrüse. Umso beeindruckender gerät die Darstellung von Christine Buchegger, die als Witwe Bossler wunderbar geheimnisvoll und zweideutig wirkt. Man merkt sofort, dass sie die Wahrheit kennt und darf sich fragen, wie Derrick ihn ihr zu entlocken plant. Er entscheidet sich für zahlreiche nachdrückliche Verhöre mit allen Verdächtigen – teils im Büro, teils in Privatwohnungen –, was der Folge ein zwar wortlastiges, aber engagiertes und durch die Verwendung von Rückblenden auch dynamisches und ergreifendes Finale verleiht.

„Mädchen im Mondlicht“ erschien gemeinsam mit „Der zweite Mord“ (#173) Ende der 1990er Jahre auch in Buchform beim Moewig-Verlag als Doppelband. Die zwei auf den Originaldrehbüchern basierenden Erzählungen wurden allerdings nicht von Herbert Reinecker selbst, sondern vom vielbeschäftigten EUROPA-Hörspielautor H.G. Francis (Hans Gerhard Franciskowsky) niedergeschrieben.

Stark dramatisierter, aber nicht übermäßig theatralischer Spät-„Derrick“ um den Verlust von Unschuld und die Gefahren realitätsfremden Idealismus’. Gute Darsteller(-innen) und eine einfühlsame Regie lassen über einige eher zweifelhafte inhaltliche Konstruktionen milde hinwegblicken. 4 von 5 Punkten.

Gubanov Offline




Beiträge: 15.538

02.11.2018 00:00
#887 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · antworten



Derrick: Mordecho

Episode 260 der TV-Kriminalserie, BRD 1996. Regie: Helmuth Ashley. Drehbuch: Herbert Reinecker. Mit: Horst Tappert, Fritz Wepper sowie: Martin Benrath (Hugo Dorste), Uwe Friedrichsen (Kroll), Manfred Zapatka (Dr. Heinrich), Gunter Schoß (Dr. Lammers), Werner Schnitzer (Dr. Howald), Kurt Weinzierl (Direktor), Gerry Hungbauer, Günther Groß u.a. Erstsendung: 21. Juni 1996, ZDF.

Zitat von Derrick: Mordecho
Nach 15 Jahren hat Hugo Dorste die Gefängnisstrafe für den von ihm begangenen Mord abgesessen. Der Gefängnisdirektor und auch Derrick wundern sich darüber, wie gut es Dorste unmittelbar nach seiner Entlassung bereits geht: Maßanzüge, ein edles Hotelzimmer und ein schickes Auto nennt er sein Eigen. Dorste macht kein Geheimnis daraus, dass die Hintermänner für den Mord von damals, die er im Gerichtsprozess deckte, sich nun für seine Verschwiegenheit bedanken. Wenn da nur nicht das schlechte Gewissen wäre: Es rebelliert gegen die Ungerechtigkeit – so als trüge Dorste das Echo des Getöteten in seinem Kopf. Kann Derrick es verstärken und den Mörder dazu bewegen, endlich reinen Tisch zu machen?


Auch wenn es sicher schwierig ist, nach 259 Folgen das Rad neu zu erfinden, so kupferte Herbert Reinecker für „Mordecho“ doch etwas zu auffällig von seinen früheren Skripten ab. Die Ausgangslage mit dem entlassenen Mörder, den Derrick von alten Ermittlungen her kennt und der noch immer ein Geheimnis mit sich herumträgt, kennen wir bereits aus zahlreichen Episoden. In früheren Jahren war das auch fast immer ein Garant für gute Unterhaltung, aber seit „Ein Mord, zweiter Teil“ wissen wir, dass diese Art Krimi sich nicht zwangsläufig auf dem Niveau von „Schubachs Rückkehr“, „Lohmanns innerer Frieden“, „Eine Art Mord“ oder „Der Schrei“ bewegen muss. So bleibt auch in „Mordecho“ die Spannung weitgehend abwesend, wenngleich Produzent Helmut Ringelmann mit dem Griff in die Besetzungskiste gleich zwei der soeben genannten Episoden („Lohmann“ via Martin Benrath und „Art Mord“ via Manfred Zapatka) zu referenzieren versuchte.

Benrath kommt als Ex-Sträfling diesmal eher auffällig geschwätzig als auffällig bedrohlich daher. Die elegante Art, die ihm nun von allen so überrascht attestiert wird, wirkt bei Benrath wie künstlich übergestülpt, was zwar zu seiner Rolle passt, aber den gestelzten Gesprächen, die er mit Derrick führt, ganz und gar nicht gut tut. Wenn wir schon Reineckers philosophische Ergüsse ertragen müssen, so sollen sie wenigstens aus dem Mund einer Figur kommen, der man solche Weisheiten auch wirklich zutraut. Benrath scheitert beim Versuch, eine derartige Figur darzustellen, und bleibt auch in anderen Belangen einigermaßen uninteressant, was vor allem daran liegt, dass aus seiner Rolle zu gut wie nichts gemacht wird. Man erfährt weder substanzielle Details über die Tat von früher, die zu Sym- oder Antipathie führen könnten, noch stellt er eine für seine gefühlskalten Wohltäter ernsthafte Bedrohung dar. Wenn denen wirklich etwas daran liegen würde, sich zu schützen, hätten sie Dorste – so auffällig, wie dieser sich gegen sie in Derricks Gegenwart aufbäumt – längst aus dem Weg geräumt. Dann wäre vielleicht auch etwas Druck in die Folge gekommen; ebenso wenn man den umgekehrten Weg gegangen und Dorste zu einem unfreiwilligen Racheengel gemacht hätte.

Aber es passiert ... nichts. Keine Wendung, kein finale furioso, nur ziemlich viel heiße Luft. Helmuth Ashley muss sich ganz klar ankreiden lassen, die Episode sehr sediert umgesetzt und wegen der Konzentration auf Benrath auch den Nebenrollen mit Potenzial (also jenen von Manfred Zapatka, Uwe Friedrichsen und Gunther Schoß) kaum wirkliche Gelegenheiten eingeräumt zu haben. Zudem machen sich einige ernstlich kitschige Momente bemerkbar, z.B. Derricks Schlusskommentar, der so eindeutig Reineckers Gerechtigkeitseinmaleins entspringt, dass selbst Horst Tappert ihn nicht glaubwürdig vermitteln kann. Man atmet in diesem Fall dennoch erleichtert auf; einfach weil man sich auf den Abspann freut. „Mordecho“ ist zwar nicht übel missraten, aber zieht sich einfach wie Kaugummi.

Berechenbares, höhepunktloses Altgauner-Drama, in dem für Derrick wenig Sinnvolles zu tun bleibt. Die Gastdarsteller, allen voran Martin Benrath, scheitern an flachen Rollen und einem faktisch nicht vorhandenen Spannungsbogen. 2 von 5 Punkten.

Gubanov Offline




Beiträge: 15.538

04.11.2018 15:45
#888 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · antworten



Derrick: Das leere Zimmer

Episode 261 der TV-Kriminalserie, BRD 1996. Regie: Horst Tappert. Drehbuch: Herbert Reinecker. Mit: Horst Tappert, Fritz Wepper sowie: Ralf Schermuly (Karl Luserke), Roswitha Schreiner (Martina Luserke), Peter Bertram (Albert Soderer), Jeannine Burch (Labrina Schulte), Hans-Georg Panczak (Zeller), Michael Gahr (Dr. Kues), Jutta Kammann, Marietta Meade u.a. Erstsendung: 12. Juli 1996, ZDF.

Zitat von Derrick: Das leere Zimmer
Weil es in Strömen regnet, nimmt Karl Luserke eine Prostituierte mit nach Hause. Am nächsten Tag ist die junge Frau tot. Luserke meldet sich bei der Polizei, wovon ihm seine Arbeitskollegen entschieden abraten. Und tatsächlich greift Derrick die unerwartete Spur bereitwillig auf. Er fragt sich nicht nur, ob Luserke möglicherweise einen Lustmord begangen hat, sondern auch, welche Verbindung zum leeren Zimmer in dessen Wohnung bestehen könnte. Es spielt eine bedeutsame Rolle in Luserkes Ehe, deren rätselhaftes Ende mit dem Mord zu tun haben könnte ...


Die Besprechung enthält leichte Spoiler.

Vorhang auf zum ersten Akt. Horst Tappert nahm für „Das leere Zimmer“ zum vorletzten Mal auf dem Regiestuhl Platz. Er blendet diese Folge mit einer künstlichen Aufnahme vom Münchner Straßenstrich auf, bei der es sich unverkennbar um ein Studioset handelt. Man wähnt sich in eine langweilige, herbeiinszenierte Rotlichtfolge geraten, doch das Flair der Episode wandelt sich drastisch, sobald das von Jeannine Burch verkörperte leichte Mädchen „aus dem Weg geräumt ist“. Diese Tat setzte Tappert mit bewussten Auslassungen in Szene, um beim Publikum zunächst eine Unsicherheit darüber entstehen zu lassen, ob der so offensichtlich als Täter präsentierte Herr Luserke wirklich der Mörder ist oder nicht. Nur wenige Szenen später liegt die Sache jedoch offen auf der Hand – sodass es ab da nicht mehr ums Wer, sondern ums Warum geht. Und damit schafft sich dieser Fall eine ungemein ansprechende Nische, denn das Geheimnis des leeren Zimmers in Luserkes Wohnung stellt ein reizvolles Alleinstellungsmerkmal und einen spannenden roten Faden zugleich dar. Warum konserviert Luserke den Raum in diesem tristen Zustand? Häppchenweise liefern uns Tappert und Reinecker Antworten, wobei die Erklärungen immer düsterer werden und das Zimmer eine richtiggehende Diabolik entwickelt.

Zitat von Horst Tappert: Derrick und Ich – Meine zwei Leben, Heyne München, 1998, S. 225
Derrick will den Mann verhören. Er könnte es im Wohnraum tun oder auf dem Präsidium, doch er wählt das leere Zimmer. Eine persönliche Erinnerung hatte mich darauf gebracht. In Stendal nach dem Krieg hielt mich die russische Militärpolizei einmal in einem leeren Raum fest, ich glaube wegen Spionageverdachts. Ich konnte mich nirgends hinsetzen, durfte mich nicht anlehnen. Das lässt die geistige und körperliche Widerstandskraft schnell erlahmen. Ich hatte nichts zu gestehen und konnte bald wieder gehen. Als Oberinspektor setzte ich nun die nervenzerrüttende Energie des leeren Zimmers ein. Trieb Schermuly allmählich in eine Ecke, bis er nicht mehr ausweichen konnte und in seiner Ausweglosigkeit am letzten Nagel in der Wand drehte.


Was sich ein bisschen wie eine Psycho-Folge anhören mag, ist ein geschickt konstruierter Doppel-Mordfall mit einer großen Portion Abseitigkeit. Ralf Schermuly ist der perfekte Biedermann, der durch die Hölle gegangen ist und sich nun deshalb ebenfalls als Teufel betätigt. Ohne seine Taten zu zeigen, vermittelt Tappert ein Gefühl des Wahnsinns und der Unberechenbarkeit, das Schermuly fein nuanciert in sein Spiel übernimmt. Gerade im leeren Zimmer macht die Kamera Gebrauch von ungewöhnlichen Perspektiven und Winkeln, die das Eigenleben des Raumes und des Wohnungsinhabers noch plastischer werden lassen. Unterstützt wird die Erzählung zudem durch eine immer weiter zunehmende Anzahl an Rückblenden. Das lockert die lange Verhörsequenz nicht nur inszenatorisch auf, sondern macht die Ausmaße der schier unglaublichen Geschichte greifbar und gibt darüber hinaus den neben Schermuly förmlich an den Rand gedrängten Nebenrollendarstellern die Möglichkeit, kurz zu brillieren (vor allem Roswitha Schreiner und Michael Gahr nutzen diese Gelegenheit).

Gerade die anrüchigeren Szenen erinnern an die früheren Serienjahre, in denen Reinecker häufiger derlei ausgefallene Situationskonstellationen anbot. Das Gesehene sollte man dabei nicht auf logische Wahrscheinlichkeiten hin abklopfen, sondern als emotionale Ausnahmelage akzeptieren. Beim zweiten Sehen werden einige interessante Fingerzeige auffallen, z.B. die Zurückhaltung des Kollegen Soderer, den man zunächst für einen verkappten Erpresser hält, der aber letztlich einfach selbst so tief in die unangenehme Geschichte verstrickt ist, dass er ein eigenes Interesse daran hat, sie vor der Polizei zu verbergen. Auch der Kommentar, den Luserke über den Bademantel abgibt, erhält im Laufe der Handlung eine geschickte zweideutige Qualität. Dieses spitzfindige Niveau ist man unterdessen nicht mehr aus allen „Derrick“-Folgen gewöhnt – es zeigt, dass Lichtblicke auch in der Spätphase immer noch zu finden sind.

Mit Fingerspitzengefühl packen Horst Tappert, Herbert Reinecker und Ralf Schermuly das Psychogramm eines wahnsinnigen Frauenmörders an, dessen verstörende Geschichte sich in der leeren Kargheit des titelgebenden Zimmers widerspiegelt. 4,5 von 5 Punkten – der bisherige Höhepunkt aus Box 18.

Marmstorfer Offline




Beiträge: 7.387

04.11.2018 18:50
#889 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · antworten

Als nächstes kommt Rieke; da bin ich wirklich sehr gespannt auf deine Besprechung. Für mich eine Flop-10-Folge, aber vielleicht siehst da das ja völlig anders. Michael Maertens, den ich eigentlich sehr schätze, habe ich jedenfalls in nervtötender Erinnerung; die Auflösung ist ein schlechter Witz.

Ray Offline



Beiträge: 1.089

10.11.2018 13:28
#890 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · antworten

Inzwischen habe ich auch Collector's Box 4 gesichtet. Alles in allem wurde das Niveau der vorherigen Box gehalten, obwohl für meinen Geschmack diesmal keine Folge dabei war, die die Höchstwertung verdienen würde. Alles in allem findet sich viel Durchschnitt in der Box (s.u. die vielen 3-3,5-Wertungen). Umgekehrt gibt es nur einen echten Ausfall ("Solo für Margarete") Insgesamt fährt Tappert zunehmend die "einfühlsame" Tour und entfernt sich (leider) von seiner zupackenden Art, die seine Verkörperung des Wallace-Inspektors Perkins, Kommissar Perrak und auch die frühen Derrick-Episoden auszeichnete. Ausnahmen bestätigen freilich die Regel, so darf er in "Ein unheimliches Haus" am Ende nochmal den Draufgänger raushängen lassen. Nicht umsonst handelt es sich um eine der drei besten Episoden. Weiter zu erwähnen ist "Schubachs Rückkehr", eine Folge, die clever konstuiert ist und eine ganz anderen Spannungsaufbau aufweist als gewohnt. Udo Vioff überzeugt hier einmal mehr als Fiesling. Knapp die Nase vorn hat da nur noch "Lissas Vater", eine Folge, die so auch unter den ersten zu finden sein könnte mit guter Story und überzeugendem Cast (Ulrich Haupt und Christine Wodetzky u.a.).

Als Gaststars wirken diesmal u.a. mit: Peter Pasetti, Horst Buchholz, Christine Wodetzky, Götz George, Stefan Behrens, Gisela Uhlen, Claus Biederstaedt, Udo Vioff, Siegfried Wischnewski, Claudia Butenuth, Elisabeth Wiedemann, Ulrich Beiger, Rudolf Schündler u.a.


Im Einzelnen würde ich die Folgen der Box in folgende Reihenfolge bringen:


01. Lissas Vater 4,5/5
02. Schubachs Rückkehr 4,5/5
03. Ein unheimliches Haus 4,5/5
04. Tandem 4/5
05. Der L-Faktor 4/5
06. Abitur 4/5
07. Ute und Manuela 3,5/5
08. Anschlag auf Bruno 3,5/5
09. Der Spitze 3,5/5
10. Kaffee mit Beate 3/5
11. Die verlorenen Sekunden 3/5
12. Besuch aus New York 3/5
13. Die Puppe 3/5
14. Lena 3/5
15. Solo für Margarete 2,5/5

Gubanov Offline




Beiträge: 15.538

10.11.2018 15:05
#891 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · antworten

Hui, keine Höchstwertung in Box 4? Dann würde ich allerdings dringend davon abraten, die ganze Serie zu sehen, wenn du schon in dieser Hammer-Edition keinen für dich perfekten Fall findest.

Ray Offline



Beiträge: 1.089

10.11.2018 16:27
#892 RE: "Derrick" oder: das andere Konzept Zitat · antworten

Ja, ich habe da auch nach wie vor Zweifel, ob ich das mache. Die Anfangseuphorie ist jedenfalls etwas verflogen. So bis 100 werde ich wohl erstmal durchziehen und dann weitersehen. Die "Trefferquote" sollte subjektiv schon einigermaßen stimmen. Beim "Alten" ist es aktuell aber ähnlich. Wenn das so weiter geht, werden die letzten 25 Episoden eine zähe Angelegenheit.

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