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 Film- und Fernsehklassiker national
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Stephan Offline



Beiträge: 114

31.08.2012 21:29
#211 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

"Der Kommissar" ist für mich die beste Krimiserie im Fernsehen überhaupt gewesen. Neben den oft auch psychologisch und stilistisch toll umgesetzten Inhalten liegt das natürlich auch daran, dass, wie bei Wallace, nunmal Viele von der Creme de la creme der deutschen Scahuspiellandschaft dabei waren.
Ich habe schon beim Überfliegen einige Folgen gesehen, die ich für granatenstark halte. Für mich liegt aber mit einer Nasenlänge vorne: "Der Mord an Dr. Winter" mit Hauptgrund Rudolf Platte - ein Klassemann! Leider wegen des Vetos von Regisseur Johannes Schaaf nicht in der DVD-Kollektion...
Eine zweite Folge, die mich außerordentlich beeindruckt hat, war "Rudek". Ernst Schröder und Siegfried Lowitz in Höchstform, garniert mit KLaus Schwarzkopf und Edda Seippel...wow!

Georg Offline




Beiträge: 3.224

01.09.2012 10:15
#212 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Rudek gehört auch zu einer meiner Lieblingsfolgen, schade, dass Charles Regnier als Regisseur sonst als Regisseur so selten aktiv war. Lowitz und vor allem der grandiose Ernst Schröder sind da hervorragend.

Hier übrigens mal eine Liste der Originalproduktionsreihenfolge der 1. Staffel, die man 1968 drehte (6 Folgen)

#1 Das Messer im Geldschrank (Regie: Wolfgang Becker) Sendung: #2
#2 Die Tote im Dornbusch (Regie: Georg Tressler) Sendung: #4
#3 Toter Herr im Regen (Regie: Wolfgang Becker) Sendung: #1
#4 Ein Mädchen meldet sich nicht mehr (Regie: Theodor Grädler) Sendung: #5
#5 Die Pistole im Park (Regie: Wolfgang Becker) Sendung: #6
#6 Ratten der Grossstadt (Regie: Theodor Grädler) Sendung: #3


---------

Folge 4: Die Tote im Dornbusch

Am Beginn der Serie rückte Herbert Reinecker in jeder Folge einen Assistenten in den Mittelpunkt. War es in der erstproduzierten (und zweitgesendeten) Folge Das Messer im Geldschrank der junge, etwas unerfahrene Harry, so ist es in der zweitproduzierten (und an vierter Stelle gesendeten) Episode Die Tote im Dornbusch Walter, den der Kommissar hier noch zeitweilig mit "Grabert" anspricht und ihn auch fragt, ob er einen Spitznamen habe. Walter bejaht, verrät ihn jedoch nicht und sagt, dass er froh sei, ihn los zu sein. Grabert ist ein Tüftler, ein Nachbohrer, ein gewissenhafter Ermittler, der ob des Falles schon auch mal andere Sachen vergisst und deshalb etwas zerstreut wirkt (so wird er jedenfalls in dieser Folge dargestellt). Keller sieht ihm ruhig wie ein Lehrer bei seinen Ermittlungen zu und hilft ihm sanft mit kleinen Tipps auf die Sprünge, lässt ihn sogar den Fall lösen und führt die Bausteine so zusammen, dass Grabert am Ende alles selbst kapiert und seine Schlüsse zieht. Heines hingegen wird in dieser Episode noch als Raubein, als scharfer Hund gezeigt, der Walter den Tipp gibt, die Verdächtigen ruhig mal anzuschreien und auch mit Gewalt nicht zurückzuhalten. Leider wurde in späteren Folgen auf die klare Differenzierung der Charaktere der Assistenten nicht mehr so eingegangen bzw. wurden diese neutralisiert (auch weil später Glemnitz und Schramm häufig die Rollen austauschten).
Zur Episode selbst ist zu sagen, dass sie von Georg Tressler durchaus passabel inszeniert wurde, manche Szenen sind sogar richtig spannend (wie jene, in der der Mörder am Ende in Palofskys Wohnung auftaucht), andere ziehen sich etwas. Die Besetzung der Figuren erfolgte im Falle von Arthur Brauss als zwielichtigem LKW-Fahrer und dem vorzüglichen Paul Albert Krumm als zerbrochenem Ehemann der Toten eher typenklischeehaft. Die weiteren Rollen sind aber auch mit Jan Hendricks, Siegurd Fitzek und Alice Treff gut besetzt.
Insgesamt hinterließ diese Episode nach dem Wiedersehen einen viel positiveren Eindruck als die letzten Male. Sicherlich kein absolutes Highlight, aber dennoch sehenswert.

Auffallend ist übrigens, dass vier der ersten sechs Folgentitel nach dem Muster 'Sache/ Person + Präposition in + Ortsangabe' erfolgten:
Toter Herr im Regen | Das Messer im Geldschrank | Die Tote im Dornbusch | Die Pistole im Park. Zufall oder Absicht?!

Georg Offline




Beiträge: 3.224

02.09.2012 11:53
#213 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Folge 24: Eine Kugel für den Kommissar
Regie: Erik Ode, mit Harald Juhnke, Klaus Löwitsch, Gert Günther Hoffmann, Horst Michael Neutze und als Gast Zbyněk Brynych

Diese Episode gehört zu meinen Lieblingsepisoden und das aus mehreren Gründen: die Geschichte rund um das Attentat auf Kommissar Keller ist interessant und spannend konstruiert und Franziska Keller erhält endlich mal eine anständige Rolle, die ihr öfter zu Teil werden hätte sollen. Verständlich, dass sie ob der kleinen Auftritte in den vorgehenden Folgen ausstieg. Franziska Keller erweist sich hier als Frau, die - und Erik Ode zeigt das in seiner Inszenierung stark - trotz ihrer Angst in ihrer Angst um ihren Mann sich auf gefährliches Terrain begibt. Hier ist ein weiterer Punkt zu erwähnen, der diese Folge besonders hervorhebt: die Besetzung der einzelnen Rollen, die sich Erik Ode als Regisseur aussuchen durfte: Harald Juhnke brilliert als Kofferdieb, der am Ende glaubhaft Angst um sein Leben hat, Klaus Löwitsch ist als perfider, gerissener Ganove zu sehen und Gert Günther Hoffmann - viel bekannter als Synchronsprecher - ist hier kurz vor seiner Tätigkeit als SK1-Mann noch mal als Gangster zu sehen. Horst Michael Neutze spielt eine für ihn wie geschaffene Rolle als Wirt.
Bei Minute 30'44'' taucht der tschechische Regisseur Zbyněk Brynych auf, der Rosemarie Fendel als Frau Keller mit einer Strichkatze verwechselt ("Na, wie wär's mit uns zwei? Ich brauche etwas Liebe!") und diese Cameo-Rolle als Freundschaftsdienst für Ode übernahm. Regisseur Ode inszeniert den Schauspieler Ode ganz ruhig, der Kommissar zeigt keine Spur von Angst und ist bemerkenswert ruhig. Das Publikum hätte sich auch seinen geliebten Helden nicht anders erwartet.
Wie auch bei anderen Ode-Regie-Folgen (besonders: Die Nacht mit Lansky) fällt hier besonders der exzessive Alkoholgenuss auf. Dass Ode die Regie in dieser Folge übernommen hat, hängt wahrscheinlich auch damit zusammen, dass hier - wie in keiner anderen Episode - die Kollegen, Frau Keller und Rehbein immens in den Vordergrund rücken.
Fazit: eine tolle Episode, die immer wieder unterhält und sicherlich die einzige, in der man den Mann, der schießt, gar nie zu sehen bekommt.

Georg Offline




Beiträge: 3.224

03.09.2012 11:23
#214 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Folge 39: "Als die Blumen Trauer trugen"
Regie: Dietrich Haugk, mit Paul Hoffmann, Inge Birkmann, Heinz Ehrenfreund, Tommi Piper, Klaus Wildbolz, Ruth Drexel, Lambert Hamel sowie Dietrich Haugk als Pfarrer in einem Cameo-Auftritt u. v. a.

Regie: Dietrich Haugk. Das bedeutet meist, dass einen eine perfekt inszenierte Folge erwartet. Was die Umsetzung des Reineckerschen Buchs geht, trifft das auch hier voll zu. Unglaublich, welche tollen Ideen Haugk immer wieder hatte. Besonders gelungen finde ich hier etwa zwei Szenen: 1) jene, in der Dr. Trotta blutüberströmt in den Flur kommt und zusammenbricht. Man sieht seine Haushälterin schreien. Gleiche Einstellung, kein Schnitt, Walter tritt ins Bild, die Handlung geht weiter. 2) Im Club erzählen die jungen Leute von der Sängerin. Tommi Pieper blickt nach rechts, die Kamera schwenkt mit (kein Schnitt), sie steht da, singt, Schwenk zurück auf Piper, schwenk auf den Platz der Sängerin, wo nun der Kommissar steht. Haugk verstand schon etwas vom Inszenieren. Die Geschichte an sich ist eine typische Reinecker-Story, in der sich jede Menge Leute versammeln, die dem Ermordeten nicht nachtrauern und daher auch hochkärtig verdächtig sind. Dass das Mädchen an einem unerlaubten Abtreibungsversuch starb, brachte mich auf die Idee, ob Reinecker nicht auch schon der Urheber dieses Tatmotivs in der Urversion des Drehbuchs zu Das Geheimnis der grünen Stecknadel sein könnte.
Schön, dass in dieser Folge die Charaktere der Assistenten wieder mal hervorgehoben werden, so setzt der Autor Harry als Gesprächspartner für die jungen Musiker ein, da dieser selbst jung ist und daher einen besseren Zugang zu ihnen findet. Schließlich spielt diese Folge - wie so oft bei Reinecker - an nur einem einzigen Abend/ Tag.
Paul Hoffmann spielt den Dr. Trotta, in solchen Rollen (der des älteren Gelehrten), sah man ihn später noch öfter, vor allem immer dann, wenn Horst Tappert bei Derrick Regie führte (da war Hoffmann dann Stammgast!). Inge Birkmann nervt mich hier, wie in fast all ihren Rollen, Heinz Ehrenfreund ist jedoch sympathisch und glaubhaft. Bis in die Nebenrollen agieren tolle Darsteller, Ruth Drexel (hier noch fast unbekannt) als Frau des Abtreibers und der wunderbare Lambert Hamel als skurriler Beerdigungsunternehmer. Und "Professore" Dietrich Haugk hat es sich auch nicht nehmen lassen wie in vielen seiner Arbeiten einen kleinen Part zu übernehmen. Hier spielt er den Pfarrer (schon so oft gesehen und erst heute bewusst bemerkt!).
Die Musik von Peter Thomas wurde damals bekanntlich zum Nr. 1-Hit. Die Folge rangiert trotz der tollen Inszenierung und der Darsteller allerdings nicht in den Top-10 der Kommissar-Folgen.


Regisseur Dietrich Haugk in einem Cameo-Auftritt als Pfarrer

Georg Offline




Beiträge: 3.224

03.09.2012 11:34
#215 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Folge 40: Der Tod des Herrn Kurusch
Regie: Theodor Grädler, mit Cornelia Froboess, Wolfgang Büttner, Volkert Kraeft, Christiane Krüger, Heinz Baumann u. v. a.

Der Tod des Herrn Kurusch erfreut mich jedes Mal aufs Neue. Eine besonders spannende Geschichte in einer tadellosen Inszenierung. Endlich darf Peter Thomas auch mal ein paar Takte mehr komponieren und diese Musik passt vorzüglich zu den Vorgängen am Anfang bis der junge Mann den Miesepeter Kurusch umbringen will. Herrlich ist in dieser Rolle der wunderbare und großartige Wolfgang Büttner (unvergesslich als Arzt in So weit die Füße tragen), der - so berichten es Zeitzeugen - auch im wirklichen Leben etwas schwierig war. Hier glänzt er als älterer, verbitterter Herr, dessen einzige Freude darin besteht, Monat für Monat das Mietgeld zu kassieren. Volkert Kraeft als Mann, der ihn töten will, dann aber dafür zu spät kommt, ist herrlich unsympathisch und agiert vorzüglich. Auf die Rolle des abseits des Gesetzes agierenden Mannes war er später bei Helmut Ringelmann häufig abonniert, ich denke da auch an seinen Part in Der Alte (147): Die Braut ohne Gedächtnis, in dem er einen skrupellosen Fuhrunternehmer spielt. Cornelia Froboess hingegen spielt häufig bei der Neuen Münchner Fernsehproduktion Frauen, denen nie ein Lächeln abhanden kommt und die stets todernst sind (anders jedoch in einer Siska-Episode, wo sie wunderbar als heruntergekommene Frau eingesetzt wird). Die Geschichte wird von Reinecker spannend aufgebaut und erzählt, der unschuldig Verdächtige, der den Mörder selbst sucht, ist allerdings später noch mehrfach bei ihm vorgekommen. Kommissar Keller glaubt dem Mann nicht, findet ihn sogar unsympathisch und dennoch gewährt er ihm drei Tage Zeit, um den wahren Täter zu finden. Unter den Verdächtigen befindet sich auch Heinz Baumann, ein viel zu selten agierender Mann in jenen Jahren, dessen hohe Schauspielkunst erst sehr spät als tollpatschiger und besserwisserischer Kommissar Strobel in Adelheid und ihre Mörder für wunderbar gute Unterhaltung sorgte. Auch sein Privatdetektiv Lobster in der gleichnamigen (ansonsten etwas spannungsarmen) Serie war ein Beweis für seine Vielfältigkeit.
Insgesamt ist diese Episode eine recht spannende Angelegenheit, ist Krimi und mal nicht Drama, keine Liebesgeschichten etc., Reinecker konzentriert sich rein auf die Frage "Wer war's?" (und als geschulter Krimiseher weiß man das recht schnell bei der Auffälligkeit des Verhaltens einer gewissen Person). Dennoch: eine makellose Folge!

Chinesische Nelke Offline



Beiträge: 136

05.09.2012 21:16
#216 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Zitat
Zitat von Georg:
"Besonders gelungen finde ich hier etwa zwei Szenen: 1) jene, in der Dr. Trotta blutüberströmt in den Flur kommt und zusammenbricht. Man sieht seine Haushälterin schreien. Gleiche Einstellung, kein Schnitt, Walter tritt ins Bild, die Handlung geht weiter. 2) Im Club erzählen die jungen Leute von der Sängerin. Tommi Pieper blickt nach rechts, die Kamera schwenkt mit (kein Schnitt), sie steht da, singt, Schwenk zurück auf Piper, schwenk auf den Platz der Sängerin, wo nun der Kommissar steht. Haugk verstand schon etwas vom Inszenieren. "



Klasse beobachtet von Georg, das sind tolle Regieeinfälle die auch 41 Jahre später noch begeistern.
Für mich stimmt in dieser Folge alles, von der Kriminalgeschichte, über die Musik, die Schauspieler, insbesondere Lambert Hamel, und vor allem das geniale Münchner Sommerwetter, das dem Fall die besondere Note gibt.

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.929

05.09.2012 22:49
#217 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Obwohl es dieses Stilmittel auch bereits bei Wallace gibt: Als Beispiel nehme ich mal die Szene im indischen Tuch, in der das Gespräch zwischen Nielsen und Uhlen von einer in die andere Szene direkt übergeht. Mit dem Unterschied, dass Haugh hier natürlich ohne Schnitt gearbeitet hat.

Georg Offline




Beiträge: 3.224

08.09.2012 19:39
#218 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Folge 11: Die Schrecklichen
Regie: Zbyněk Brynych, mit Anita Höfer, Hans Schweikart, Albert Hoerrmann, Karl Walter Diess, Dirk Dautzenberg u. a.

Diese erste Arbeit Zbyněk Brynychs für Helmut Ringelmann beinhaltet bereits alle typischen Zutaten, die seine Fans so sehr lieben und die seine Kritiker bemängeln: die "sinnlosen" Einstellungen mit komischem Gelächter, der überdrehte Einsatz von Musik (hier Hofbräuhausmusik), die vernachlässigten und heruntergekommenen Hinterhöfe, die schäbigen Kneipen und der übermäßige Alkoholkonsum sowie ein nicht immer ganz nachvollziehbares Agieren mancher Personen. Objektiv ist die Geschichte rund um die raubenden Rentner tragisch, ob es so etwas wirklich gegeben hat? Die Besetzung der einzelnen Rollen ist teilweise recht gut gewählt. Dirk Dautzenberg als Wirt ist in einer Paraderolle zu sehen, wunderbar ist Karl Walter Diess als Säufer mit glasigen Augen. Die junge Helga Anders spielt eine Siebzehnjährige, an die sich Harry dienstlich heranmacht, nachdem er sich von Helga den Tipp geholt hat, "immer originell zu sein". Außerdem erfahren wir, dass der ewige Assistent eine Zweizimmerwohnung besitzt. Und Kommissar Keller geht spät nachts sogar mal nach Hause, denn seine "Frau weiß schon gar nicht mehr, wie er aussieht".
Die Dramaturgie der Geschichte selbst ist Durchschnitt, über die Inszenierungsart des tschechischen Regisseurs seien hier keine Worte mehr verloren. Manchen gefällt's, manchen nicht. Wer Brynychs Arbeiten wenig schätzt, wird bei "Die Schrecklichen" wenig Positives an der Inszenierung finden. Wer Brynych liebt, wird diesen seinen Einstieg bei Ringelmann mögen.

Georg Offline




Beiträge: 3.224

09.09.2012 21:34
#219 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Folge 45: Schwester Ignatia
Regie: Dietrich Haugk, mit Maria Becker, Romuald Pekny, Ini Assmann, Jan Hendriks, Otto Bolesch u. a.

Wie selten in einer Folge nutzt Herbert Reinecker die Geschichte rund um die katholische Gemeindeschwester Ignatia, um ein soziales Drama zu erzählen. Er benutzt einen Kriminalfall, um tief in die Abgründe sozial niedrig stehender Personen einzutauchen und deren miserable Lebenssituationen darzustellen. Das ist das, was den Autor interessiert - der Mord ist eher zweitrangig. Die katholische Gemeindeschwester setzt Reinecker dazu ein, um diese "miese Welt" (wie er sich selbst oft auszudrücken pflegte) wenigstens ein bisschen wieder ins Lot zu rücken. Außerdem dient der Mord an Kruschmann dazu, die beiden Milieus - Asozialität und Heruntergekommenheit und reiche Villa mit Pool - in starkem Kontrast gegenüber zu stellen. Dabei ist die titelgebende Schwester Ignatia gar nicht entscheidend an der Klärung des Falls beteiligt, der dem geschulten Krimiseher übrigens relativ schnell klar sein dürfte. Viel bedrückender als der Mord sind die Lebensumstände, in denen die kränkliche Frau mit dem Alkoholiker als Mann und dem Ganoven als Sohn lebt oder in denen das junge Mädchen vegetiert, das vom Vater, der von der Frau verlassen wurde, geschlagen wird.
Dietrich Haugk liefert eine vorzügliche Inszenierung ab, stellt die beiden Milieus einander perfekt gegenüber, zeichnet die Figuren scharf und tragisch und verwendet zwei kongeniale Musikthemen. Eines davon erinnert stark an Szenen, in denen sich zwei Kontrahenten in einem Western vor einem Duell gegenüberstehen. Auffallend auch, wie sehr er die Präsenz mancher Figuren durch ihr Schweigen unterstreicht, Ini Assmann und die Rocker zum Beispiel sprechen kein einziges Wort in der gesamten Folge! Auch der Alkoholiker, gespielt von Otto Bolesch, ist relativ wortkarg und gibt einmal eine völlig andere, ruhige Darstellung eines Mannes, der an dieser Sucht leidet. Eine weitere heraus stechende Szene ist jene, in denen die Rocker Schwester Ignatia verfolgen. Toll geschnitten!
Besonders hervorzuheben ist natürlich die großartige Maria Becker, die sich als Engel auf Erden um die armen und teilweise verlorenen Seelen kümmert und dabei selbst vor drohenden Gefahren (wie jene durch die Rocker) nicht zurück schreckt. Eine Glanzrolle, mit der sie fast alleine die Folge trägt. Romuald Pekny ist aber auch gut, ebenso wie Jan Hendriks in einer ungewohnten Rolle als Kinderschläger.
Fazit: Bislang hatte ich diese Folge beim Wiedersehen immer etwas gemieden, da sie eigentlich kein richtiger Krimi, sondern ein Drama ist. Unter inszenatorischem wie auch schauspielerischen Aspekt ist sie jedoch eine Spitzenleistung. Wer klassische Krimispannung sucht, ist hier allerdings nicht gut aufgehoben.

Georg Offline




Beiträge: 3.224

12.09.2012 21:18
#220 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Folge 46: Überlegungen eines Mörders
Regie: Dietrich Haugk, mit Harry Meyen, Grit Böttcher, Nadja Tiller, Ernst Stankovski, Claudia Butenuth u. a.

Diese Episode erinnert in vielen Szenen - vor allem in der Eröffnungssequenz (der unheimliche Schatten im Garten, der maskierte Täter und der Wind, der den Vorhang bewegt) - an die Atmosphäre der Edgar-Wallace-Filme. Dietrich Haugk inszeniert einen Opener, der auch wunderbar in die Krimiwelle der 60er gepasst hätte. Auch die Auflösung bzw. Über-/ Irreführung des Täters erinnert daran. Und dann gibt es da natürlich auch noch einen obligatorischen Gärtner...
Herbert Reinecker konstruiert eine geschickt gestrickte Story mit einer überraschenden Auflösung, die alles umdreht. Der Kommissar erkennt leider mal zu spät, wie der Hase läuft und kann einen weiteren Mord nicht verhindern. Gut besetzt ist Harry Meyen als "Hahn" im Korb, Grit Böttcher glaubhaft als seine aktuelle Frau und Nadja Tiller als seine Ex. Wunderbar auch immer Claudia Butenuth, diese Darstellerin hatte etwas besonders Interessantes und ein bisschen etwas Geheimnisvolles an sich.
Schließlich gesellt sich noch ein ordentlicher Soundtrack von Peter Thomas zum Krimivergnügen, das Routinier Dietrich Haugk mit allerlei originellen Inszenierungseinfällen perfekt in Szene gesetzt hat (wie schon in der vorangehenden Episode Schwester Ignatia verzichtet er völlig auf den Einsatz der Büroräume und damit auch auf Frl. Rehbein). Überlegungen eines Mörders ist ein weiterer Beweis dafür, dass mit diesem Mann im Regiestuhl absolut perfekt gemachte Spannung zu erwarten ist.

Georg Offline




Beiträge: 3.224

13.09.2012 21:18
#221 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Folge 34: Der Tote von Zimmer 17
Regie: Wolfgang Becker, mit Peter Pasetti, Hannelore Elsner, Joseph Offenbach, Günter Mack, Hans Quest, Peter Chatel, Hans Schweikart u. a.

Wolfgang Becker versammelt eine prominente Besetzung für einen nicht unspannenden Kriminalfall mit originellen Figuren. Besonders sticht "Vater der Nation" Joseph Offenbach als Mills hervor, der in seinem Part undurchschaubar aber sympathisch wirkt. Peter Pasetti als arroganter Typ ist klischeehaft besetzt, Hannelore Elsner blüht als Zimmermädchen auf. Günter Mack kommt etwas sehr kurz vor und der großartige Hans Quest ist in einer Rolle zu sehen, die ihn weder sympathisch beim Publikum noch bei den handelnden Figuren macht. Diesbezüglich erledigt er seine Aufgabe also sehr gut. Und dass der Theatergott Hans Schweikart in einer eher kleinen aber vorzüglichen Rolle als alter Kellner zu sehen ist, mutet fast etwas seltsam an.
Sicherlich sind manche Dinge vorhersehbar und die Beckerschen Tanzeinlagen in der Hotelbar, die der Krimihase besonders geliebt haben zu scheint, fehlen auch hier nicht. Sie spiegeln den Prunk, das Leben wieder, während man auf der anderen Seite die öden Dachkammern sieht, in denen die Kellner hausen.
Manko dieser Episode ist jedoch (nicht unwesentlich!), dass man den Schauplatz nicht besser genutzt hat. Ein Mord in einem Hotel hätte doch viel mehr hergegeben, da gibt es unheimliche Gänge, Hintertreppen, Mörder, die durch den Lift entkommen. All das wird nicht gezeigt, man hat fast den Eindruck, die Etage, auf der sich Zimmer 17 befindet, wurde im Studio nachgebaut.
Der Tote von Zimmer 17 habe ich ewig nicht gesehen. Die Episode war mir viel schwächer in Erinnerung geblieben, nun hat sie doch einen eher positiven Eindruck hinterlassen.

Georg Offline




Beiträge: 3.224

15.09.2012 11:11
#222 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Folge 49: Ein Amoklauf
Regie: Wolfgang Becker, mit Gerd Baltus, Krista Keller, Götz George, Hans Quest, Charles Regnier u. v. a.

Diese Folge gerät zum Plädoyer für einen Mann, der aus Eifersucht seine Kinder erschossen und seine Frau bei dem Attentat verfehlt hat. Nun ist er ausgebrochen und (fast) alle zeigen Verständnis für den „Armen“, der sich von seiner Frau betrügen lassen musste und dafür die gemeinsamen Kinder abstrafte. Sogar Rehbeinchen ist mitleidig. So nicht, Herr Reinecker! Am Ende wird uns hier die ehebrecherische Gattin als „Täterin“ und Böse, der Mann, der kaltblütig seine Nachkommen umgebracht hat, als Opfer präsentiert. Sogar Walter ist uneinsichtig, als sich die ehemalige Frau Weissmann nicht die Entschuldigung ihres sterbenden Exmannes anhören will. Ein Amoklauf gerät so zu einer typischen Reinecker-Predigt, die allerdings eine schiefe Optik hat. So bezeichnet sogar Herr Neumann seine nunmehrige Frau als „dreckige Hure“ und gibt ihr sogleich die Schuld an dem Massaker.
Der Kommissar verlässt sein Büro in dieser Folge gar nicht, die Assistenten wirken an den Außenstellen hilflos. So plätschert die Folge vor sich hin, trotz einer sonst recht passablen Inszenierung von Wolfgang Becker muss man sich aber schon fragen, warum der Häftling so leicht entkommen konnte und weshalb er beispielsweise in der Wohnung Weissmann/ Neumann Walter (der als einziger Polizist (!!) anwesend ist), so leicht überwältigen konnte.
Die Besetzung ist immerhin teilweise recht gut gelungen, Gerd Baltus, der so gut wie kein Wort spricht, ist als „Amokläufer“ eine gute Wahl, Helmut Ringelmann besetzte ihn ja häufig als unsympathischen, etwas verlorenen Zeitgenossen (grandios auch in der von Becker inszenierten Derrick-Folge Ein merkwürdiger Tag auf dem Lande, einer der besten Beiträge zu dieser Reihe). Charles Regnier gibt den nüchternden Psychiater, der sein Bier nur mit Bierwärmer trinkt und Götz George ist wohl auch passend, wenngleich ich den Hype um diesen Schauspieler nicht immer verstehe. In kleinen Rollen sind auch so vorzügliche Darsteller wie Lambert Hamel als Taxifahrer mit dabei, Willi Schäfer gibt im Abspann unerwähnt einen Essensausteiler im Gefängnis.
Insgesamt vermag die Geschichte dieser Folge nicht recht zu überzeugen, die Inszenierung Wolfgang Beckers ist im Großen und Ganzen jedoch tadellos, auch wenn der Krimihase schon bessere Beiträge abgeliefert hat.

Georg Offline




Beiträge: 3.224

16.09.2012 10:39
#223 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Folge 50: Der Tennisplatz
Regie: Theodor Grädler, mit Rudolf Platte, Peter Fricke, Evelyn Opela, Bruno Hübner, Roger Fritz, Dirk Dautzenberg, Gaby Dohm u. a.

Der Tennisplatz zeichnet das Bild einer dekadenten Gesellschaft, die sich aus Langeweile über die Unbeholfen- und Hilflosigkeit eines Außenseiters amüsiert. Hauptperson und Leitfigur dieser Menschen ist Andreas Perwall (wunderbar und eiskalt gespielt von Peter Fricke), dem reichen – eigentlich hilflosen -Sohn eines Villenbesitzers, einem ewigen Studenten und einem Mann, der nicht weiß, wie er den Tag rumbringen soll. Aus Halt- und Ziellosigkeit schließen sich ihm mehrere junge Menschen an (darunter die spätere Ringelmann-Gattin Evelyn(e) Opela), aber auch der örtliche Wirt, dessen sadistische Neigungen bei Pewalls "Spielen" zu Tage gefördert werden. Dirk Dautzenberg ist hierfür eine geniale Besetzung. Dem gegenüber stehen mit Bruno Hübner und Rudolf Platte zwei Darsteller, die zwei auf der Schattenseite des Lebens befindliche Kreaturen sehr glaubwürdig darstellen. Theodor Grädler inszeniert das Finale samt "irrsinnigem" Gelächter (das unweigerlich an zahllose Brynych-Szenen erinnert) so gut, dass einem Gänsehaut kommt. Zuvor hat seine Inszenierung vor allem zwischen Minute 35 und 50 einen Durchhänger und verfällt in Langeweile, was sich andererseits gut dem Thema der gelangweilten Gesellschaft anpasst. Sehr stereotypisch erweisen sich teilweise auch die Reinecker-Dialoge ("Ein Tennisplatz!" - "Ein Tennisplatz?" - "Ja, ein Tennisplatz!).
Insgesamt erweist sich die Folge dann aber doch als durchaus qualitätsvoller Beitrag zur Reihe.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.589

16.09.2012 20:44
#224 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

BEWERTET: "Der Segelbootmord" (Folge 80/ Erstausstrahlung am 25. Oktober 1974)
mit: Peter Pasetti, Ruth Leuwerik, Gerlinde Döberl, Franz Winter, Michael Ande, Rainer Penkert, Joachim Wichmann, Peter Böhlke, Werner Umberg, Hubertus Trenkner, Mario Schmidt u.a. - Regie: Wolfgang Becker

Hans Reger besucht eine exklusive Privatschule am Starnberger See, die gerade ihr 25jähriges Bestehen feiert. Seine Eltern Dr. Gerhard und Magda Reger sind seit einem halben Jahr geschieden und während sein Vater zum zweiten Mal geheiratet hat, hängt seine Mutter immer noch an ihrem Mann.
Bisher ist Hans einem Treffen mit der neuen Frau seines Vaters immer aus dem Weg gegangen, doch anlässlich des Schuljubiläums will Alexa Reger ihren Stiefsohn, der nur ein paar Jahre jünger ist als sie, endlich kennenlernen. Während sie auf dem See segelt, geschieht ein Unglück: das Boot kentert und die Frau ertrinkt. Dr. Gerhard Reger glaubt nicht an einen Unfall, zumal Alexa eine ausgezeichnete Schwimmerin war und unter dem Großsegel eine Schwimmflosse gefunden wird. Eine Flosse, wie sie Taucher benutzen.....



Alles an dieser Folge macht einen elitären Eindruck: Peter Pasetti und Gerlinde Döberl, die zu den Klängen von "Für Elise" von Ludwig van Beethoven zu ihrem Segelboot gehen, ihr Kopf an seine Schulter gelehnt; Ruth Leuwerik im paspelierten Kostüm, auf deren Haupt jedes Haar perfekt sitzt; Schloss Höhenried in der Nähe des Ortes Bernried mit seinem imposanten Aufenthaltsraum und den beiden langgezogenen Gängen, das auch Schauplatz in der Folge "Kampf um die Sonne" aus "Raumpatrouille Orion" war und schlussendlich die gedämpfte Atmosphäre der Unterwasserwelt, wo sich das Verbrechen zugetragen hat.
Selten hat man innerhalb der "Kommissar"-Serie ein Paar gesehen, das so sehr Stil und Klasse ausstrahlt wie Pasetti und Leuwerik. Man könnte hier Nadja Tiller aus "Überlegungen eines Mörders" ins Feld führen, nur der rauhe Harry Meyen passt nicht ins Bild. Gerlinde Döberls weiche Gesichtszüge liegen wie ein leichtes Parfüm über der Folge - ein Duft, der Hans Reger nach und nach ergreift und ihm zu schaffen macht. Er wird den Gedanken an die Frau nicht mehr los und die Kamera ertappt ihn immer wieder dabei, wie er auf ihre Fotografie starrt. Es scheint, als habe er sich in das Bild, das er und seine Freunde zerschlagen haben, verliebt. Schuldgefühle, Reue und Sehnsucht nach der verbotenen Frau vermischen sich.
Glenn Millers Swingstück "In the Mood" liefert Reminiszenzen an vergangene Tage, als Magda und Gerhard Reger noch zusammen waren; Kommissar Keller kann sich gegen die beiden starken Persönlichkeiten kaum profilieren und lässt deshalb seinen Assistenten mehr Raum. Die vier Studenten halten zusammen wie Pech und Schwefel, weshalb die Beamten zunächst ein verstärktes Augenmerk auf belastende Indizien legen. So springt die Geschichte zwischen dem weitläufigen Hotel und dem Internat hin und her und verdichtet durch die Aussagen des Klassenlehrers und des Schuldirektors den Verdacht, dass der Mord innerhalb der Studentengruppe geplant wurde. Immer wieder wird jedoch auch Magda Reger ins Verhör genommen, doch sie bleibt ebenso unerschüttert wie ihre Frisur. Der Tod der jungen Frau im Wasser wird aus einer interessanten Kameraperspektive gefilmt und Wolfgang Becker stellt erneut unter Beweis, dass sich seine Inszenierungen durch Bewegung und aktives Handeln auszeichnen. Die Tragik, dass ein hoffnungsvolles Menschenleben jäh vernichtet wird, klingt in jedem Ton von Beethovens Stück mit und legt sich wie ein dunkler Schatten auf die betroffenen Personen. Franz Winter (geb. 1950) hat sich als Regisseur und Autor vor allem im Opern- und Operettenfach hervorgetan; dass er in Österreich aufgewachsen ist, hört man dem gebürtigen Tegernseer an. Sein Hans Reger ist ein gelungenes Porträt des sensiblen jungen Mannes; Michael Ande kann sich ebenfalls hervortun.
Eine rundum perfekte Folge, die ich schon x-mal gesehen habe, deren Reiz jedoch nie verblasst.

Chinesische Nelke Offline



Beiträge: 136

16.09.2012 22:10
#225 RE: "Der Kommissar" ( 1969 - 1976 ) Kommentare zu den Folgen Zitat · Antworten

Sehr tragisch ist auch das private Schicksal von Gerlinde Doeberl, die viel zu früh verstarb.
Hier ihre Wikipedia Biographie:
Gerlinde Döberl (* 1. Oktober 1951 in Linz, Oberösterreich; † 14. Juni 1989 in Thessaloniki, Griechenland) war eine österreichische Schauspielerin.

Leben [Bearbeiten]

Gerlinde Döberl debütierte 1967 am Landestheater Linz, wo sie bis 1970 engagiert war. Sie agierte hier in Ödön von Horváths Don Juan kommt aus dem Krieg und in Gerhart Hauptmanns Winterballade.

Danach spielte sie unter anderem 1974/75 am Theater in der Josefstadt in Wien in Alan Ayckbourns Immer, immer wieder mit Peter Vogel. Weitere Theaterstationen waren Fritz Rémonds Theater am Zoo in Frankfurt am Main (1978/79) und das Theater am Dom in Köln (1980). Im Jahr 1982 stand sie in George Bernard Shaws Theaterstück Helden an der Kleinen Komödie in München auf der Bühne.

In den beiden Ganghofer-Verfilmungen Schloß Hubertus (1973) und Der Jäger von Fall (1974) übernahm sie tragende Rollen. Danach war sie besonders Seriendarstellerin, in der Krimiserie I.O.B. Spezialauftrag wirkte sie 26 Folgen als Catherine Burger an der Seite von Claus Wilcke mit.

Nach einem schweren Unfall im Jahr 1983, bei dem ihr Ehemann ums Leben kam, konnte sie ihre Karriere nicht mehr fortsetzen. Sie war Mutter einer Tochter und lebte in München.


Ich habe Folgen mit ihr immer sehr gerne gesehen, wie z.B. Sommerpension oder der sehr gute Derrick:
Tod eines Italieners .

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