In der Rückschau auf die laufende Wallace-Reihe lassen sich im Sinne des behandelten Themas kaum signifikante Stilbrüche finden, vor allem im direkten Vergleich zu Harald Reinls "Zimmer 13". Ein Blick auf die Besetzungsliste weist mit Joachim Fuchsberger und Karin Dor eines der Krimi-Traumpaare aus, sodass man kaum auf den Gedanken kommen könnte, dass sich hier etwas anderes als Klassik abspielen könnte. Das erste Rendezvous wird mit der Pistole eingeleitet, Karin Dor alias Denise Marney zeigt sich dementsprechend wenig begeistert von dem gefährlichen Interesse des Privatdetektivs Johnny Gray. Der Krimi-Kenner weiß allerdings, dass sich schon ganz andere Damen im Vorlauf zu zieren hatten, bevor sie sich im Strudel aller erdenklichen Gefahren erobern ließen; wieso sollte es hier anders sein? Karin Dor und Joachim Fuchsberger stellen das dar, was man ein perfect match nennt, sodass das Publikum wenig Bedenken haben dürfte, dass sich beide in absehbarer Zeit finden dürften. Im Highlow Club verbindet Gray das Nützliche mit dem Angenehmen und führt die überaus attraktive Frau aus, um zu ermitteln und gleichzeitig zu flirten. Die Attraktivität seiner Partnerin wirkt in dieser Produktion noch einmal wesentlich auffälliger, als es ohnehin schon der Fall war und die Dinge können ihren Lauf nehmen. Dass die Zweisamkeit plötzlich durch den nächsten Frauenmord gestört wird, nimmt man als probates Stilmittel zur Kenntnis, um liebestechnisch sozusagen nicht mit der Tür ins Schloss zu fallen. Die Wallace-Reihe verfügte bislang immer wieder über recht schwierige Findungen, deren Happy End daher umso angenehmer wirkte, wenn der Haupttäter zur Strecke gebracht werden konnte. Die Geschichte weist zahlreiche Hinweise auf, die wie eine Einbahnstraße in die Vergangenheit wirken. Denise Marney erscheint daher nicht frei und vor allem bereit, sich schnell von ihrem strahlenden Helden einkassieren zu lassen. Dennoch ist das Interesse auf beiden Seiten geweckt und die Vorsehung sollte bestenfalls ihre Erfüllung finden, was unter Harald Reinl bislang auch immer der Fall war.
Erneut wird der Zufall bemüht, Denise und Johnny treffen sich allerdings in vorbelastetem Ambiente, in welchem ein nervöser Vater und beinahe hypnotisierende Porträts der verstorbenen Mutter Cornelia vorzufinden ist. Praktischerweise zeigen diese Bilder eine etwas modifizierte Karin Dor als Mutterfigur, deren stechender Blick nichts Gutes verheißen will, selbst aus dem Jenseits. Doch beim Thema "L'amour toujours" ging es bislang noch meistens um die Lebenden, auch wenn es stets viele Tote zu beklagen gab. Die Dramaturgie hält wichtige Hintergrundinformationen sehr lange wie ein gutes Blatt auf der Hand, um es in den richtigen Momenten ausspielen zu können. Fernab dieser Feststellungen kommt man auf keinen anderen Gedanken, dass das Interesse der beiden Hauptpersonen wechselseitig völlig echt und aufrichtig ist und man hofft schließlich, dass sich beide am wohlverdienten Ende auch zusammentun werden. Die amouröse Findung in Kriminalgeschichten sollte zugunsten der entsprechenden Storys in der Regel eine sekundäre Rolle spielen, wird im Rahmen einer späten Erfüllung jedoch ebenso vom Publikum verlangt. Mehrere Faktoren bedrohen die unschuldige Schönheit aus der Gegenwart und Vergangenheit, als ob gierige Hände aus dem Dunkel nach ihr greifen würden. Harald Reinl spielt die Finessen und Möglichkeiten von Karin Dor vollkommen aus, man möchte fast sagen, dass die Funktionalisierung hier vollkommen ausgereizt wird. Eine Gangsterbande bedroht die unwissende Denise Marney ohne Rücksicht auf hoffentlich nicht eintretende Verluste. Der Boss dieser Truppe hatte offenbar ein Verhältnis mit ihrer bereits verstorbenen Mutter, die wie eine mahnende Instanz über dem Geschehen wacht. Das alles ist Jahrzehnte her, doch die Vergangenheit bricht rezidivierend auf. Wirkungsvolle Zooms auf ihr Porträt und vor allem die Augenpartie deuten in verheißungsvoller Weise an, dass man sich noch auf eine unbekannte Komponente gefasst machen dürfte. Denise steht häufig andächtig und wie hypnotisiert vor dem Antlitz ihrer Mutter, das ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ist.
Durch das Integrieren des "Highlow Club" als Dreh- und Angelpunkt für die Planung eines bevorstehenden Verbrechens kommt eine halbseidene Note auf, die ihren Höhepunkt durch eine Striptease-Nummer erfährt. Auch die mit einem gefährlichen Sex-Appeal versehene Kai Fischer als Ganovenliebchen des Gangsterbosses Joe Legge sorgt für etwas L'amour-Feeling, wenn auch eher auf spekulativer Basis, sodass der Fokus immer wieder direkt und indirekt auf die vom Zuschauer erwartete Findung zwischen Johnny Gray und Denise Marney gelenkt wird. Diese wird nicht nur einmal entführt und gerät in gefährliche Situationen, sodass sich der männliche Protagonist mächtig ins Zeug zu legen hat, um seine Auserkorene zu retten. Weniger gelungen wirkt die Performance von Eddi Arent, die primär im Sektor Humor und Auflockerung zu verorten wäre, wenn er seine Schaufensterpuppe nicht behandeln würde wie seine Geliebte. Nach einem holprigen Start nähern sich Denise und Johnny langsam aber sicher an, dem Empfinden nach liegt ehrliche Zuneigung in der Luft. Man kann sich nicht helfen, doch irgendetwas kommt einem hier grundlegend anders vor als beispielsweise in "Die Bande des Schreckens", wenn die Dinge ganz natürlich ihren Lauf nehmen, nachdem die wichtigsten Hürden genommen sind. Unsichtbare Widerstände und Gespenster der Vergangenheit verhindern ganz offenbar, dass der Zuschauer das bekommt, was er vermutet, jedoch könnte es auch sein, dass Harald Reinl diese Erfüllung einfach nur bis zur letzten Sekunde herauszögert. Am Ende muss man "Zimmer 13" selbst gesehen haben, um den Wunsch der Produktion zu verstehen, andere Wege zu gehen und für einen unerwarteten Stilbruch zu sorgen, was in der Gesamtbetrachtung der Reihe alles andere als uninteressant und schlussendlich mutig wirkt. So bleibt dieser Film als derjenige und vielleicht einziger in Erinnerung, der im Sinne des Themas und in einer Zeit rückläufiger amouröser Tendenzen für einen bedeutenden Überraschungsmoment sorgen kann, wenn nicht sogar eiskalten Schock, der den ahnungslosen Zuschauer erfasst wie ein entgegenkommender Zug.
Ich habe hier im Thread mal nachgesehen und bemerkt, dass ich die Serie das letzte Mal vor gut 12 Jahren chronologisch gesehen habe, was ich jetzt wieder tue. In der langen Zeit habe ich mir tatsächlich überwiegend meine Lieblingsfolgen angesehen und "Als die Blumen Trauer trugen" häufig ausgelassen. Von daher kam mir der Song nicht so störend vor. Ich kann bei dem massiven Einsatz aber nachvollziehen, wenn es einem anders vorkommt. Unterm Strich finde ich ihn aber sehr wichtig für die Architektur der Episode, deswegen bin ich damit immer völlig d'accord gewesen.
● FOLGE 39: ALS DIE BLUMEN TRAUER TRUGEN (D|1971) mit Erik Ode, Günther Schramm, Reinhard Glemnitz, Fritz Wepper, Helma Seitz Gäste: Sylvia Lukan, Paul Hoffmann, Inge Birkmann, Heinz Ehrenfreund, Klaus Wildbolz, Thomas Piper, Thomas Egg, u.a. hergestellt durch die Neue Münchner Fernsehproduktion | im Auftrag des ZDF Regie: Dietrich Haugk
Dr. Trotta wird im Garten seines Hauses erschossen. Die Spur zum Täter führt über eine Schallplatte der Band "Joker Five", die sich der Mann in mittleren Jahren immer und immer wieder anhörte. Jeanie, die Sängerin dieser Musikgruppe war die Freundin von Doktor Trottas Sohn Peter. Sie starb wenige Wochen zuvor an den Komplikationen einer Abtreibung. Kommissar Keller vermutet genau hier den Zusammenhang, doch deswegen scheint auch jeder der Beteiligten ein Tatmotiv zu haben. Die Ermittlungen ergeben, dass man niemandem eine direkte Schuld an Jeanies Tod nachweisen kann, doch es könnte sein, dass der Tat möglicherweise eine Racheaktion zugrunde liegt …
Im Rahmen der "Kommissar"-Reihe lassen sich viele Klassiker ausfindig machen und bei Dietrich Haugks "Als die Blumen Trauer trugen" handelt es sich sicherlich um einen von ihnen, der mit einer auffälligen Melancholie durchzogen ist, vielleicht könnte man es sogar Theatralik nennen. Diese Tatsache soll allerdings nichts Negatives über diese Episode aussagen, denn der Zuschauer wirkt nicht zuletzt wegen der einfühlsamen und gleichermaßen fordernden Geschichte, sondern der besonderen Charaktere so packend, sodass man sich nicht abwenden kann und mit der singenden beziehungsweise toten Lichtgestalt des Verlaufs mitfühlt. Folge 39 wird von Musik getragen, von einem Lied, das allgegenwärtig erscheint und buchstäblich nachhallt. Doch zunächst kommt es zu einem plötzlichen Mord, dem eine packende Inszenierung zuteilwird, sich außerdem ganz offensichtlich in der besseren Gesellschaft abspielt. Konträr dazu stehen die gleich zu Beginn integrierten Bandmitglieder, aber es kommt zu einem schnellen Aufzeigen von wichtigen Zusammenhängen, bis man es mit einem sehr klassischen Aufrollen eines Verbrechens zu tun bekommt, bei dem Kommissar Keller und seine Mannschaft förmlich jedes kleinste Detail aufgreifen werden. Im Mittelpunkt steht die Lethargie der jungen Männer aus der Band, denen deutlich anzusehen ist, dass eine Welt zusammengebrochen ist und man sich nicht vorstellen kann, wie es jemals weitergehen soll. Außergewöhnlich dabei wirkt die Skizzierung der Emotionen, wenn es wie in diesem Fall dazu kommt, dass die Inspiration, Freundin, Liebe, sprich: Das Elixier nicht mehr weiter existiert. Die Erfahrung Kommissar Kellers und des treuen und aufmerksamen Zuschauers sagt, dass innerhalb solcher Zustände alles möglich sein könnte. Dies wird auch deutlich in Betracht gezogen, was die Folge mit einer merkwürdigen Spannung versorgt, die jedoch alles andere als klassisch erscheint. Die Abhandlung des sensibel gefärbten Themas erfährt durch die Regie jedenfalls sehr echt wirkende Momente, wobei die kritische Auseinandersetzung mit dem § 218 einigen Oberflächlichkeiten weichen muss.
Dietrich Haugk beschäftigt sich zwar umgehend mit dem Kriminalfall und dem dazu gehörenden Mord, außerdem werden die übrig gebliebenen Schlüsselfiguren sehr gut charakterisiert, aber letztlich lebt die Folge nahezu ausschließlich von ihren großen Rückblenden, in der man die faszinierende Lichtgestalt Jeanie posthum bewundern und kennenlernt. So weit das Auge reicht, sieht man großflächige Poster der Sängerin und sie ist allgegenwärtig, doch auch mit diesem ausgeprägten Kult ist der Tod nicht zu überwinden, noch weniger zu verstehen. Auch Daisy Doors Schlager "Du lebst in Deiner Welt (Highlights Of My Dreams)", der nach der Ausstrahlung über Nacht zum großen Hit wurde, wird Teil einer intelligenten Kreation, der die österreichische Theater-Schauspielerin Sylvia Lukan einen denkwürdigen Brillantschliff gibt. Ihr Wesen wirkt anziehend, ihre Art vereinnahmend und sie bleibt als eine der ganz besonderen weiblichen "Kommissar"-Figuren in Erinnerung. Routiniers wie die stets großartige und das Szenario bestimmende Inge Birkmann oder Paul Hoffmann setzen klassische Schauspiel-Akzente und drängen den oftmals auf zu modern getrimmten Charakter der Umgebung zu Serien-Maximen zurück, was stets eine gute Mischung zwischen Lethargie und Nüchternheit offeriert. Erneut sieht man ein paar der 1000 Blüten der Liebe, eines der unzähligen Gesichter des Schicksals und ein halbes Dutzend von Leuten, die offensichtlich echte Typen sind. Wie im Titel angedeutet, wird hier eine international verständlich wirkende Sprache gesprochen, nämlich die der Blumen, und es bleibt zu sagen, dass ein abwechslungsreiches Roulette der Emotionen und falschen Entscheidungen sehr gut unterhalten kann, da man sich unmissverständlich angesprochen fühlt. Die Auflösung wirkt zugegebenermaßen etwas eilig aus dem Hut gezaubert und insgesamt muss die angestoßene Kritik ganz simplen Populärthemen weichen, doch dies bleibt sekundär, da man von Dietrich Haugk ein gelungenes Serien-Experiment angeboten bekommt, das sich seiner kraftvollen Möglichkeiten zu jedem Zeitpunkt bewusst ist und daher in beinahe schmerzlicher Erinnerung bleibt.
Zitat von Count Villain im Beitrag #196Vor allem die Inszenierung ist an vielen Stellen auch einfach auf den Punkt.
Ich sehe das ganz genauso. Das Finale wurde ja genau wie die Performance Dagovers nicht gerade selten kritisiert, aber ich finde beim Thema der darstellerischen Dominanz kaum Vergleiche innerhalb der Reihe. Wo der Atem in anderen Situationen wegen handelsüblicher Inhalte, wie etwa Brutalität, Twistdichte oder Mord stockt, ist es hier der unerbittliche Schlagabtausch zwischen zwei Frauen, bei dem die Oberhand zunächst hin und her gespielt wird. Doch das letzte Wort hat die Gräfin und man merkt stets, dass sich Lil Dagover als Star der kompletten Veranstaltung versteht. Die Herren des Szenarios werden in recht unüblicher Manier zu Stichwortgebern oder ungläubigen Zaungästen degradiert. Für mich behält "Die seltsame Gräfin" daher einen qualitativ sehr hohen Ausnahmestatus, nicht zuletzt, weil Lil Dagover den Verlauf mit beispielloser Aura prägen kann.
Zitat von Giacco im Beitrag #344Auch wenn mir der Stoff noch nicht ausgegangen ist, möchte ich das Thema aus verschiedenen Gründen hiermit abschließen. Gruß Giacco.
Ich war jetzt so lange nicht mehr hier und dann direkt diese Hiobsbotschaft.
Ich kann nur sagen, dass mir dieser Thread sehr viel Inspiration gegeben und dabei einiges an Neugierde fabriziert und meinen filmischen Horizont bei dieser Gelegenheit bedeutend erweitert hat. Gleich der damalige Startpost hat mir mit "Für zwei Groschen Zärtlichkeit" ein besonderes Filmerlebnis beschert. Auch wenn die Suche nach Produktionen aus diesem Thread manchmal alles andere als einfach und nicht selten sogar aussichtslos verlief, etliche der hier vorgestellten Filme standen erst durch Deine unermüdliche Arbeit auf meiner Agenda. Auch wenn der Vorhang jetzt fallen soll, der Thread wird mir auch weiterhin als Nachschlagewerk und Ansporn dienen, irgendwann das sehen zu können, was ich mir hier bereits hinter die Ohren geschrieben hatte. Naja, und da ich lange nicht mehr reingeschaut hatte, habe ich einiges nachzuarbeiten.
Vielen Dank an Dich, Giacco! Ich schätze Deinen sachlichen, mit Informationen aufgeheizten und fundierten Stil sehr und hoffe, dass das Einstellen des Threads keinen generellen Schlussstrich darstellt, denn neben den Beiträgen hier konnten zahlreiche Deiner anderen Filmvorstellungen oft den gleichen Effekt der Neugierde hervorrufen und letztlich eine Sichtung nach sich ziehen.
Zitat von Giacco im Beitrag #286https://letterboxd.com/film/x-yy-formula-for-evil/
Auf dem Plakat zu "X + YY - Formel des Bösen" ist angegeben, dass die Brünnstein Film für Produktion, Verleih und Weltvertrieb zuständig gewesen sein soll. Hast Du da irgendwelche Infos zu dieser Produktionsfirma, Giacco, oder vielleicht sonst jemand? Ich habe von dieser Firma nämlich noch nie etwas gehört.
Zitat von Savini im Beitrag #51Es wirkt etwas sonderbar, wenn man bei dieser Reihe von "Realismus" bei der Figurenzeichnung sprechen will
Ja, das finde ich auch, was übrigens nicht nur für das hier behandelte Thema gilt. Deswegen ist der Vergleich zur Realität immer schwierig herzustellen und vielleicht nur in Facetten oder Ideen erkennbar. Deswegen ziehe ich solche Vergleiche auch hauptsächlich innerhalb des Wallace-Universums und dessen Epigonen. Um solche Reihen am Leben und frisch zu halten, waren immer gewisse Modifikationen gefragt, schon alleine deswegen, um das Publikum bei der Stange zu halten. Zieht man Parallelen bis zu "Das Geheimnis der gelben Narzissen", nimmt man bei l'amour toujours wenig Vergleichbares wahr, vielleicht ausgenommen Renate Ewert in "Der rote Kreis", was sich aber hauptsächlich auf die Zeichnung eines völlig anderen Frauentyps bezieht, der leider am Ende handelsüblich verheizt wird. "Das Geheimnis der gelben Narzissen" ist nicht umsonst mein Lieblingsfilm in Schwarzweiß; der Entwurf der Findung von Anne Rider und Jack Tarling ist nur ein Zubringer dafür. Was jedoch gleich in der Anlegung bleibt, ist, dass es immer einen Nebenbuhler gibt, der das potenzielle Glück bedroht. Und das ist nicht einmal auf den Mörder selbst bezogen, der den Ermittler aus dem Weg schaffen möchte, sondern auf Figuren, die sich für die weibliche Hauptrolle interessieren, die wiederum natürlich auch aus der Täter-Fraktion stammen können.
Und alle Jahre oder besser gesagt Monate wieder ein Dankeschön für die unermüdliche Vorstellung vergessener Filmraritäten. Es sind immer wieder einige dabei, die ich über teils steinige Wege und oft unter suboptimalen technischen Voraussetzungen sehen konnte, aber es tauchen auch immer wieder Produktionen auf, von denen ich dem Empfinden nach noch nie gehört habe, wie beispielsweise von der letzten Vorstellung des Victor-Vicas-Films "Jons und Erdme". Aber genau das hält die Suche in Zeiten von x-fachen Neuauflagen derselben Filme am Leben, und ich bin natürlich wie immer gespannt, wie es hier weitergeht.
Zitat von Giacco im Beitrag #47Bezüglich Tanner und Isla blieb mir immer diese Szene in Erinnerung: Tanner steigt die Stufen zu einem Geheimgang hinab und landet in Islas Kleiderschrank, vor dem sie sich nicht vollständig bekleidet gerade umzieht. Statt sich als echter Gentleman zu erweisen und sich gleich zurückzuziehen, genießt er die Aussicht, die sich ihm bietet.
Das geht mir sogar so, wenn ich nur an den Film denke, außerdem sehe ich dann immer Tanners vielsagendes Grinsen vor mir. Heinz Drache ist nach meinem Empfinden ohnehin eine schwierige, wenn nicht sogar kontroverse Person für diesen Exkurs und ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob man ihn extra als Pendant platzierte, seine Rollen beim Thema L'amour dementsprechend alternativ anlegte, oder ob es einfach nicht in seiner Natur als Schauspieler oder sogar Charakter lag, derartige Kapriolen nicht mitmachen zu wollen.
Zitat von Savini im Beitrag #48Ein interessanter Thread, von dessen Existenz ich noch gar nichts wusste, bevor er gestern ausgegraben wurde!
Ich habe gerade selbst gesehen, dass hier so gut wie vier Jahre Pause war. Es sollte mal wieder ein bisschen zügiger vorangehen, zumal ich ja immer schon eine Exkurs-Reihe aus mehreren Themen-Komplexen machen wollte, die für die jeweiligen Filme nicht essentiell aber dennoch hochinteressant sind. Aber dazu demnächst mehr mit anderen Themen.
Zitat von Savini im Beitrag #48Nach Durchsicht der einzelnen Beiträge hätte ich zum einen oder anderen Fall eventuell auch noch etwas zu sagen.
Die laufende Wallace-Reihe erlaubte sich bislang den unverblümten Luxus, zahlreiche gesellschaftliche Klischees zu etablieren, wenngleich es sich hierbei hauptsächlich um Nebenschauplätze handelt. So sind die beteiligten weiblichen Hauptrollen bislang in jeder der fünfzehn Produktionen ledig und scheinen nur darauf zu warten, von ermittelnden beziehungsweise werbenden Herren aufgelesen zu werden. Dass es dem Publikum bei so viel Attraktivität, Schönheit und Sinnlichkeit kaum seltsam vorkommt, dass die teils zu beschützende Weiblichkeit keine schlechtere Hälfte an ihrer Seite hat, wird meist mit völlig zeitraubender Berufstätigkeit oder familiären Korsetts zu erklären versucht. In lediglich einer der Geschichten steht eine Hochzeit ins Haus, noch bevor der Film zu seinem Ende kommt. In Alfred Vohrers "Das indische Tuch" soll es nicht anders laufen, denn das feminine Objekt der Begierde in persona von Gast-Darstellerin Corny Collins scheint frei für alles Weitere zu sein, auch wenn es keinerlei Hintergrundinformationen über ihr Privatleben gibt. Interessant ist die Tatsache, dass Collins im internen Vergleich einen völlig anderen Frauenentwurf zeichnet, immerhin kannte man sie als über die Maßen selbstbewusste junge Frau, der in der Regel niemand zu sagen brauchte, was zu tun oder nicht zu tun ist. In diesem Szenario wird sie von Herren, die noch gerade so in ihren Alters-Radius passen, umworben; ein Eindruck, der möglicherweise zustande kommt, weil die übrigen Vertreter den Altersdurchschnitt deutlich heben. Collins soll dem Gesetz der Serie nach designierte Partnerin von Heinz Drache sein, ein Charakter, der es seinem weiblichen Gegenüber bislang stets schwer gemacht hatte, da sein Naturell es kaum zulässt, eine Frau bedingungslos zu umwerben, immerhin möchte er ganz offensichtlich, dass es anders herum laufen soll. Die Chemie zwischen den beiden kann vergleichsweise jedoch als recht stimmig aufgefasst werden, den es kommt zu kleineren Annäherungsversuchen und Signalen, die an die großen Wallace-Liebesgeschichten erinnern werden.
Frank Tanner und Isla Harris treffen sich durch reinen Zufall, welcher durch klare Verhältnisse wie Mord gewaltsam herbeigeführt wurde. Der Anwalt und die über einige Ecken mit den Lebanons verwandte junge Dame werden beim großen ersten Zusammentreffen beinahe als Außenseiter etabliert, die nichts mit den Allüren und Schlechtigkeiten der übrigen Sippschaft zu schaffen haben. Etliche von ihnen scheinen sehr merkwürdige Zeitgenossen zu sein, die aus den verschiedensten Gründen andere Dinge als Amouren im Kopf haben. Wie so häufig spuckt die sich im Vakuum abspielende Geschichte aber noch einen obligatorischen Nebenbuhler aus, der beim Anblick von Miss Harris offensichtlich schockverliebt gewesen sein muss. Im Grunde genommen kommt es zu keinem Zeitpunkt zu einem Interessenkonflikt zwischen Heinz Drache und Hans Clarin, wenngleich Letzterer ernsthaftes Interesse bekundet, Isla irgendwann heiraten zu wollen, was man von anderer Stelle nicht zu hören bekommt. Der junge Lord scheint nie etwas anderes als die Abgeschiedenheit des Schlosses gesehen zu haben. Er spielte Klavier, war Gesellschafter seiner dominanten Mutter und träumte in den Tag hinein. Sein Pendant hat andere Referenzen vorzuweisen. Zwar ist er nicht so potenziell reich wie der Lord, aber er steht mit beiden Beinen fest auf dem Boden, ist resolut und offenbar erfahren. Es kommt allerdings zu keinem Clash wie beispielsweise in anderen Vertretern der Reihe, sodass sich Isla in Ruhe selbst entscheiden dürfte, wer besser in ihr Leben passen könnte. Dieser Gedanke bleibt zwischen allen Nebenschauplätzen und bestialischen Morden allerdings nur eine vage Tendenz, die das hier behandelte Thema kaum bedient. Liegt es an den räumlich und örtlich begrenzten Voraussetzungen, an dem Anwalt, der hauptsächlich an der Aufklärung des Falls interessiert ist, oder am Zuschauer selbst, da hier nur schleppende Signale auftauchen wollen? Fakt ist, dass diese Geschichte eine ständige Liebelei überhaupt nicht nötig hat, da sich die beteiligten Personen selbstsicher auf andere Ziele fokussieren.
Im Grunde genommen verlaufen diese untertourigen Schwingungen angenehm für den Zuschauer ab, da er sich seine eigenen Gedanken darüber machen kann. Alfred Vohrer spielt also kein Suggestivspiel wie andere Regisseure vor ihm oder er selbst, allerdings muss auch betont werden, dass er im Gegensatz zu seinen Kollegen in vielen seiner Wallace-Beiträge Heinz Drache in der männlichen Hauptrolle zu führen hatte, dem Amouren einfach nicht wie von selbst stehen wollten, wie es etwa bei Joachim Fuchsberger der Fall ist. Manchmal waren sie einfach auch nicht angedacht. Wie üblich, kommt es zu konfektionierten Seheindrücken, denn die weibliche Hauptrolle wird Projektionsfläche für Angst und Schrecken. Obwohl Corny Collins wesentlich selbstbewusster und eigenständiger als zahlreiche Vorgängerinnen wirkt, liefert sie nur einen Rückschritt in ihrem eigenen Repertoire. Für die große Liebe ist in "Das indische Tuch" beziehungsweise auf Schloss Marks Priory wenig bis gar kein Platz, was einerseits an der schwerfälligen Initiative eines Heinz Drache liegt, aber auch an den Restriktionen der Übermutter in persona von Elisabeth Flickenschildt, die ihrem heiratswilligen Sohn die attraktive Schwarzhaarige auszureden versucht, indem sie sie in ein schlechtes Licht stellt. Lady Lebanon personifiziert im Übrigen einen Schlag Frau, welcher mit ungeschriebenen Gesetzen vertraut war, koste es, was es wolle. Gefühle standen nie ganz oben auf der Liste, sondern das Funktionieren und das Wahren des Scheins nach außen. Schlechte Karten für ihren Sohn, schlechte Karten für Isla Harris, überhaupt jemanden in dieser Einöde für sich zu finden, die sich immer mehr zu einem Leichenschauhaus entwickelt. Übrigens sieht man mit der atemberaubenden Performance von Gisela Uhlen und Hans Nielsen auch, dass es in der Reihe nie ein permanentes "L'amour toujours" geben kann, denn die beiden hassen sich nach Jahren der Ehe wie die Pest. Bleibt man hier diesbezüglich auf dem Teppich, kommt es zu netten Andeutungen, die man zwar zur Kenntnis aber final nicht mit ins Grab nehmen sollte.
● NO ES NADA, MAMÁ, SÓLO UN JUEGO / SPIELBALL DER LUST / DIE MACHT DES STÄRKEREN (E|VE|1974) mit David Hemmings, Andrea Rau, Francisco Rabal, Aquiles Guerrero, Lucila Herrera, Nuria Gimeno sowie Rudy Hernández und Alida Valli eine Produktion der Orfeo | Alfa Films | im Verleih der Kora Film ein Film von José María Forqué
»Wenn du Angst vor ihm hast, wird es nur noch schlimmer!«
Juan (David Hemmings), Sohn einer angesehenen Familie aus Venezuela, quält ein dunkles Trauma aus seiner eigenen Kindheit, das ihn mit den Jahren zum Sadisten werden ließ. Auf seiner Hazienda veranstaltet er erniedrigenden Terror mit zahlreichen Dienstbotinnen, um sich sexuell zu erregen. Diese Aktionen werden von seiner eigenen Mutter Louise (Alida Valli) verschleiert, die von uralten Schuldkomplexen geplagt ist. Juans nächstes Opfer ist die schöne Lola (Andrea Rau), Tochter eines Angestellten, die er auf seine übliche Art und Weise bedrängt und demütigt, bis sich dem Sohn des Hauses ungeahnte Widerstände in den Weg stellen...
Bei José María Forqués "Die Macht des Stärkeren" handelt es sich um einen Beitrag, der alleine wegen seiner eigenwilligen Kombinationen interessant ist. Dies reduziert sich nicht nur auf die ungewöhnliche Auswahl der beteiligten Schauspieler oder des Stabes, sondern lässt sich vor allem über thematische Belange sagen. Die Handlung beginnt mit der Integration eines unverbesserlichen Sadisten, der sein weibliches Opfer nicht nur zwingt, sich als Hase zu verkleiden, immerhin handelt es sich um eine Hetzjagd durch den Dschungel, sondern sich selbst dazu anhält, den Sinn und persönlichen Nutzen dieser Verfolgung im Auge zu behalten: auf die sexuelle Erregung erfolgt der Tod der Beute, und es ist fraglich, was ihn schließlich mehr auf Touren bringt. Ob es sich um die Jagd selbst handelt oder das Erlegen der Beute, wird sich in diesem Aufsehen erregenden Verlauf noch herausstellen, der von Hauptdarsteller David Hemmings unbequem beeinflusst und dominiert wird. Rückblenden weisen schnell darauf hin, dass Wurzel allen Übels ein nie aufgearbeitetes Kindheitstrauma ist, aus dem einfältige Schutzmaßnahmen der Mutter resultieren, die sie wie eine Monstranz vor sich herträgt. Die Ansammlung der Gestörten befindet sich mit dem jeweiligen Gegenüber also in guter Gesellschaft, doch es hat sich bei den Bediensteten längst herumgesprochen, mit wem und vor allem was man es zu tun hat. José María Forqués Film fällt durch einen ungewöhnlich hohen Drive auf, außerdem zehrt die Story von einer sehr gut durchdachten Bildsprache, die abwechselnd provozierend, abstoßend, ablenkend aber auch faszinierend wirkt. Die Regie bedient sich einer brutalen Schönheit, einer gut konstruierten Assoziationskette und letztlich eines guten Maßes an publikumswirksamen Elementen, was den Zuschauer dazu animieren kann, diesen teils strapaziösen Verlauf sehr aufmerksam zu verfolgen. Das alte Spielzeug des gewaltbereiten Sohnes wurde von dessen aggressiven und offenbar abgerichteten Hunden zerfleischt, nachdem es in eine Fußfalle geraten war, das nächste Opfer ist zu sehr Nutte, als dass er sich interessieren könnte, doch dann taucht die unschuldig aber betörend schöne Tochter eines Bediensteten auf, bis der Jagdtrieb erneut geweckt ist.
Hier kommt man in den Genuss der doch ungewöhnlich wirkenden Verpflichtung der Deutschen Andrea Rau, die hierzulande längst als Sex-Sternchen gehandelt wurde, was ihren Fähigkeiten jedoch nicht ausschließlich gerecht wird, denn es handelt sich um eine Interpretin mit vereinnahmender Aura und besonderer Körpersprache - im praktischen und übertragenen Sinn. Andrea Rau wirkt auch hier wie der wahr gewordene Prototyp der Verführung, was auch dem Antagonisten Juan nicht entgeht. Er wird mit Verachtung und Abscheu abgestraft, was ihn nur noch mehr anstachelt, sodass sich völlig drastische Maßnahmen anbahnen, die die schöne Lola gefügig machen sollen und werden. Die schützenden Hände über jede noch so abstoßende Aktion breitet Juans eigene Mutter aus, die möglicherweise als wahrhaft Schuldige genannt werden könnte, wenn es denn einen Ankläger geben würde. Gespielt von der wie üblich umwerfenden Alida Valli entstehen fast schon verstörende Momente, wenn sie ihrem Sohn Absolutionen erteilt und seine Machenschaften nicht nur verschleiert, sondern sie aktiv unterstützt. Die entsprechenden Damen wie Lola werden eigens von ihr zur Raison gebracht. Die Kamera konzentriert sich auf Vallis suchende und von geheimen Sorgen geplagten Augen, und hier handelt es sich um eine ihrer vielleicht interessantesten Leistungen der wie immer überzeugenden und mit starker Präsenz ausgestatteten Italienerin. Gemäß der Thematik bekommt das Publikum einiges an nackter Haut und physischer und vor allem psychischer Brutalität geboten, außerdem kryptisch wirkenden Rückblenden, die Juan als kleinen Jungen zeigen. Das in der Vergangenheit liegende Geheimnis ist im Grunde genommen von weltlicher Natur. Zugunsten der sich zuspitzenden Konfrontation zwischen David Hemmings und Andrea Rau wirken die eindringlich dirigierten Szenen der Regie wirklich packend, sodass man es unterm Strich mit einem hochinteressanten Film zu tun hat, der seine Wirkung gleich auf mehreren Ebenen entfalten kann. Regisseur Forqué, der ursprünglich Architektur studierte, vollbringt mit "Die Macht des Stärkeren" eine beeindruckende architektonische Filmkreation, die in Erinnerung bleibt.
Danke für die Vorstellung des Films, Giacco, der mich vor allem wegen der Beteiligung von Scilla Gabel interessiert. Handelt es sich um eine kleinere Nebenrolle oder kommt man hier häufiger in den Genuss ihrer attraktiven Erscheinung?
Ich mag Filme von Ákos von Ráthonyi sehr gern und auch "St. Pauli Herbertstraße" fand ich überraschend unterhaltsam. Den konnte ich glücklicherweise letztes Jahr mal sichten. Besonders gut kommen hier die Darbietungen von Pinkas Braun, Eva Astor, Sigrid von Richthofen und natürlich Karin Field an. Schade, dass der Film in der Versenkung verschwunden ist, könnte ich mir gut in der "Edition Deutsche Vita" vorstellen. Danke jedenfalls für diese interessante Vorstellung und die Aufnahme in den hiesigen Raritäten-Club!
Zitat von Savini im Beitrag #3Ich bin gespannt, wie dein Urteil nach der Sichtung ausfallen wird.
Ich schaue mir ihn zeitnah an, aber ich bin mir jetzt schon sicher, dass mir der Film zusagen wird. Bislang haben mir Verfilmungen nach Vorlagen von Tennessee Williams nämlich ausgesprochen gut gefallen.
Vielen Dank für diese Vorstellung, den Film kenne ich bislang noch nicht. Klingt aber ziemlich interessant. Bei der exzellenten Besetzung habe ich mir den direkt mal bestellt.
Zitat von Giacco im Beitrag #215Dass Filme, wie der von Dir erwähnte "Little Mother" trotz bekannter deutscher Darsteller nie bei uns in die Kinos kamen, ist eigentlich nicht so ganz nachvollziehbar
Dabei muss ein Kinostart angedacht gewesen sein, wenn man von der Synchronisation ausgeht, in der sich Christiane Krüger, Siegfried Rauch, Anton Diffring und Ivan Desny selbst sprechen. Der Film wurde ja in Englisch gedreht, kam in der deutschen Fassung dann irgendwann in den 80ern auf VHS unter dem Titel "Marina - Der brutale Aufstieg einer Hure" heraus. Es ist unwahrscheinlich, dass die gleichen Schauspieler sich dann nochmal ins Synchronstudio bemühten. Ob es da vielleicht eine Verleih-Zusage gegeben hatte? Hier hätte es jedenfalls weniger Augenmerk aufs Dekor als auf Christiane Krügers Zeigefreudigkeit gegeben. Ein hochinteressanter Film. Schade, dass Peter Carsten sich als Produzent nicht nachhaltig durchsetzen konnte.
Wieder einmal vielen Dank für die letzten hochinteressanten Vorstellungen, die sich mit Peter Carsten als Produzent und Radley Metzger als Regisseur sogar bei gewissen Filmen überschneiden. Carstens Produktionen fand ich schon immer mit einem ganz besonderen Mut ausgestattet, da ist leider viel unter den Tisch gefallen, was keineswegs gerechtfertigt war. Manches kam ja hierzulande erst gar nicht in den Erstverleih, wie etwa "Little Mother", den ich ja sehr schätze, zumal man keine bessere und leidenschaftlichere Rolle von Christiane Krüger finden wird. Radley Metzger halte ich für einen wirklichen Visionär, dessen Filme mit einem hohen künstlerischen Anspruch, aber auch ganz klassischen wirtschaftlichen Ambitionen versehen waren und es meistens zu einer überaus guten Melange kam. "Mädchen zwischen Sex und Sünde" oder "Carmen Baby" fand ich richtig sehenswert, den ersten vor allem wegen Karin Field. Diese Beiträge müssten endlich mal annehmbar veröffentlicht werden. Lange Rede, kurzer Sinn, ich bin wie immer gespannt, wie es hier weitergeht.
Ein gesegnetes Alter für eine Interpretin, deren Schaffen mir eher sporadisch, wenn auch nicht minder intensiv und pointiert vorkam. Ich habe die Darbietungen und dynamische Interpretationsgabe der Margit Saad in exponiertem Rahmen immer gerne gesehen und überlege, zu welchem Film mit ihrer Beteiligung ich die Tage nochmal greifen werde.
Zitat von Giacco im Beitrag #184Ilse Steppat, Paul Hubschmid und Peter van Eyck haben sich selbst synchronisiert.
Das ist interessant und im Endeffekt viel besser als irgendeine typfremde Synchronstimme. Habe da schon an etwas à la "Jerry Cotton - Der Tod im roten Jaguar" gedacht, wo ich mich mit der Stimme ihrer Mrs. Cunnings nicht so recht anfreunden konnte, obwohl ich die Rolle sehr mag.
Die Vermutung mit Ewa Strömberg ist natürlich richtig.
Den "Rommelschatz" habe ich trotzdem mal rausgekramt. Mal sehen, ob es mit dem Anschauen nochmal funktioniert.