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 Edgar-Wallace-Forum
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Peter Ross Offline



Beiträge: 1.980

25.02.2022 08:02
#226 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten



25.02.

Gert Fröbe hätte heute seinen 109ten Geburtstag gefeiert




Für Wallace-Fans sicher eine Ehre, dass ein so großer Darsteller in einem der Filme dieser Reihe mitgespielt hat. Gert Fröbe gilt als einer der vielseitig einsetzbaren Charakterdarsteller des 20. Jahrhunderts. So spielte er verschiedenste Rollen: Sowohl Kindermörder, Ermittler und dann wieder internationaler Gangster. Von "Es geschah am helllichten Tag" über "Dr. Mabuse-Filme zu "James Bond - Goldfinger".
Aber zurück zu "Der grüne Bogenschütze": Viel unsympathischer kann man Abel Bellamy eigentlich nicht spielen, wir er das getan hat: Direkt die Ankunft am Flughafen zeigt sein Talent, Überheblichkeit und Antipathie auszustrahlen. Da passt es nur gut zusammen, dass er nebenbei mit schmierigen Typen wie Coldharbour Smith (Stanislav Ledinek) zusammen arbeitet. Auch der Kontrast zu seinem Sekretär Harry Wüstenhagen passt gut. Fröbe als stemmiger Typ steht dem hageren Typen Wüstenhagen, der die ein oder andere "Unsauberkeit" begeht, gegenüber. Es ist ein Glück, dass Jürgen Roland in dieser Verfilmung auf Fröbe zurückgreifen konnte, der nur schwerlich ersetzbar wäre.
Fröbe ist in einfachen Verhältnissen aufgewachsen und kam auch aufgrund seiner Erscheinung (rötlichen Haare) in den Kriegsjahren zum Schauspiel. Er spielte in dutzenden Filmen mit, aufgrund seines Erfolges zunehmend auch international.
Ich habe vor Jahren eine Folge "Legenden" in der ARD über Fröbe gesehen, die ich sehr beeindruckend fand. Am Schluss hieß es sinngemäß, "seine Beerdigung war von medialer turbulenter Berichterstattung überschattet. Tage später, als es ruhiger wurde, kam ein Mann an sein Grab. Es war sein Freund Heinz Rühmann, der eine Blume ablegte."
Gestorben ist Fröge am 05.09.1988.
Geboren wurde er am 25.02.1913 geboren. Das war heute vor 109 Jahren.

Weitere Ereignisse:
- Geburtstag Ingmar Zeisberg (1933)

Und morgen kommt geht es mit dem zweiten Vohrer-Film der Wallace-Reihe weiter.

Savini Offline



Beiträge: 681

25.02.2022 08:10
#227 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Abel Bellamy ist wirklich eine Rolle, die beim Lesen des Romans bereits so wirkt, als sei sie Gert Fröbe auf den Leib geschrieben worden: groß, bullig, optisch alles andere als attraktiv, im Umgang grob, polternd und herrisch, aber zugleich auch verschlagen.
Seine Besetzung war wirklich ein Glücksgriff, ich könnte mir hier niemanden sonst wirklich vorstellen.

Count Villain Offline




Beiträge: 4.580

25.02.2022 09:02
#228 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Um seiner vollständigen Bandbreite gerecht zu werden, sollte man vielleicht auch noch sein komödiantisches Talent erwähnt werden, das er ebenfalls national und international zur Schau stellen durfte.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.700

25.02.2022 10:11
#229 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zu beidem meine volle Zustimmung und da ich mich noch an den Roman erinnern kann. Die Rolle ist im Roman noch VIEL böser und gefühlloser. Bellamy hat dort keine menschlichen Züge. So finde ich es besser, wie in der Verfilmung, daß er z.B. in der Szene mit Karin Dor auf seine tolle Art zeigt, wie tief verletzt er war und so noch ein weit größeres Bild seiner Persönlichkeit offenbart und der Zuschauer geneigt ist sogar Mitleid mit ihm zu haben. Da ich das Drehbuch leider nicht kenne, weiß ich nicht, ob das dort so vorgesehen war, oder eine Einlage von ihm gewesen sein durfte. Das besondere an der Rolle des Bösen hier ist, daß dieser nicht wie in vielen Filmen anonym oder nur mal kurz bei irgendwelchen Taten zu sehen ist, sondern präsent seine Mitbewohner und den Zuschauer vor den Kopf stößt und sich deutlich zu einer "Persona non grata" entwickelt, eben bis auf diese Szene fast so stimmig wie im Roman. Vielleicht war es auch dieser erwähnte Moment, der ihn diese Rolle aushalten ließ. Letztlich spielte er durch seine Präsenz alle nieder. Doch beim wiederholten ansehen zeigt sich, wie stark seinen Gegenspieler doch sind und eben das wenige Gute als Gegenpol bieten können. Wenn man sich mitreißen läßt, reißt er die Zu -SCHAUER- mit.

Gruss
Havi17

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.980

26.02.2022 07:39
#230 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten



26.02.

Vor genau 60 Jahren beginnen die Arbeiten an "Die Tür mit den sieben Schlössern"




Am 26.02.1962 startete die etwa 5 wöchige Drehphase des Films "Die Tür mit den sieben Schlössern". Für diesen 10. Rialto-Wallace-Film wurde abermals Alfred Vohrer engagiert. Auch wenn er wegen einiger nachvollziehbarer schwächen von Wallace-Fans eher als Mittelmaß bewertet wird, so setzte der Streifen neue Akzente.
Erstmals übernahm Heinz Drache die Rolle des Inspektors und etablierte dadurch zu einem der meistbeschäftigten Ermittler der Reihe. Zu verdanken hatte er das sicher auch dem bereits von Karl Anton gedrehten Film "Der Rächer" und der Popularität des Durbridge-Mehrteilers "Das Halstuch". Aber auch Siegfried Schürenberg sollte beginnend mit diesem Film fast durchgehend in den folgenden Filmen besetzt werden.
Mit Gisela Uhlen, Werner Peters und Hans Nielsen wurden weitere Charaktäre eingeführt, die auch in folgenden Filmen bezeichnende Rollen übernehmen sollten.
Größte Schwächen sind wohl die fehlende Eröffnungssequenz, die kaum eingesetzte Filmmusik und evtl. auch die Überzeichnung der Frankenstein-Rolle von Pinkas Braun. Eigentlich schade, denn der Film gibt sonst viel her. Gelungene Aufnahmen auf der Berliner Pfaueninsel und natürlich viele hervoragend in Szene gesetzte Darsteller. Besonders möchte ich das Zusammenspiel von Werner Peters und Gisela Uhlen hervorheben, deren unterschiedliche Facetten man nicht besser heraus arbeiten hätte können. Auch der Besuch von Ady Berber alias Giacco ermöglicht Peters glanzvolle Leistungen. Friedrich Joloff hätte ich gerne noch in anderen Wallace-Filmen gesehen, da er im Erscheinungsbild optimal in die Reihe gepasst hätte.
Für mich persönlich war "Die Tür mit den sieben Schlössern" immer ein ganz besonderer Film, da ich ihn im Verhältnis zu anderen Filmen in den 80er Jahren sehr spät zu Gesicht bekam, da er mir von einem Freund auf VHS-Kassetten ausgeliehen wurde.
Die Dreharbeiten begannen am 26.02.1962, das war genau heute vor 60 Jahren.

Und morgen widmen wir uns einem Wallace-Farbfilm, den man schon fast als Remake eines ganz anderen Films bezeichnen könnte.

Savini Offline



Beiträge: 681

26.02.2022 12:39
#231 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Peter Ross im Beitrag #230
Auch wenn er wegen einiger nachvollziehbarer Schwächen von Wallace-Fans eher als Mittelmaß bewertet wird

... wobei er beim letzten Countdown (2018/19) deutlich besser als zuvor wegkam.
Zitat von Peter Ross im Beitrag #230
Besonders möchte ich das Zusammenspiel von Werner Peters und Gisela Uhlen hervorheben, deren unterschiedliche Facetten man nicht besser heraus arbeiten hätte können.

Hinzu kommt, dass beide perfekte Verkörperungen ihrer Figuren in der Vorlage sind, sowohl charakterlich als auch optisch (was besonders für Peters gilt).
Zitat von Peter Ross im Beitrag #230
Und morgen widmen wir uns einem Wallace-Farbfilm, den man schon fast als Remake eines ganz anderen Films bezeichnen könnte.

Da hätte ich drei Vermutungen: Entweder einer, bei dem ein zuvor einige Zeit abstinenter Stammschauspieler sein Comeback hatte, und das gleich doppelt.
Oder ein Film, bei dem der Autor einige Motive aus einem der ersten der Reihe wiederholte.
Oder etwa ein Film, bei dem ein Autor zumindest ein paar Motive aus einem eigenen früheren Drehbuch aus der BEW-Reihe recycelte?
Man darf gespannt sein!

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.980

26.02.2022 14:28
#232 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Ich glaube, Recycling ist im Moment in Mode.

Thomas Offline




Beiträge: 244

26.02.2022 15:04
#233 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

@Peter Ross: Was ist denn mit Brigitte Grothum? Die wird heute 87.

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.980

26.02.2022 17:53
#234 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Thomas im Beitrag #233
@Peter Ross: Was ist denn mit Brigitte Grothum? Die wird heute 87.

Da hatte ich doch tatsächlich ein anderes Datum. Herzlichen Glückwunsch, Frau Grothum! Eine ausführliche Würdigung wird natürlich übermorgen nachgereicht.

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.980

27.02.2022 08:02
#235 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten



27.02.

Vor 53 Jahren lief in den Kinos "Der Mann mit dem Glasauge"


Hinweis: Dieser Text enthält Spoiler.
Im Februar 1969 startete in den Kinos in Deutschland dieser „Krimischocker von höchster Perfektion“, wie er auch von Constantin beworben wurde.
Es sollte für Alfred Vohrer der letzte Wallace-Film werden und noch einmal ein Wiedersehen mit einer Menge klassischer Darsteller. Einige davon sind dabei auch noch einmal besonders prägnant heraus gearbeitet worden, so z.B. Schündler, Wüstenhagen, Hendriks und Czarski.
Besonders hervorheben kann man Friedel Schuster. Fritz Wepper und Karin Hübner sieht man in Rollen, die ganz abseits bisheriger Wallace-Klischees sind. Neu ist auch (und auch Simmel-verwandt) die bitter-melancholische Melodramatik in der Figuren-Konstellation Wepper, Hübner, Schuster.
Eine Schwäche der Verfilmung besteht im überzeichneten Klamauk von Meyerinck und insbesondere Behrens.
Die Ermordung des Bauchredners mit Puppe gehört für mich zu den Highlights des Films. Ebenfalls natürlich der Höhepunkt, das Aufeinandertreffen des Mannes mit dem Glasauge auf die Mädchenhändlerin.
Wer den Film im Kino hätte sehen wollen, hätte heute vor 53 Jahren dazu die Gelegenheit gehabt.

Und morgen nutzen wir den Tag, um den gestrigen Geburtstag einer großartigen Schauspielerin gebührend zu feiern.

Jan Offline




Beiträge: 1.752

27.02.2022 10:49
#236 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

"Glasauge" habe ich seinerzeit, als ich die Filme noch von Sat.1 aufnahm, entweder immer verpasst oder er wurde nicht immer gesendet. Das war Anfang der 1990er Jahre. Erstmals sah ich ihn erst gut zehn Jahre später - ich glaube, auf einem Taurus-Video.

Tatsächlich hat der Film über weite Strecken eine ganz andere Stimmung als die übrigen Farb-Vohrer. Das liegt zum Einen sicher an der stark zurückgenommenen Märchenhaftigkeit. Zum Anderen aber eben auch an der schon angesprochenen Dramatik, die sich im Wesentlichen daraus ergibt, dass erstmals ein tiefergehendes Interesse an den Beweggründen zu bestehen scheint. Die Auflösung ist also nicht mehr nur reine Demaskierung, es folgt eine umfangreiche, herausragend inszenierte Schlusssequenz. Neben den guten Dialogen des Buches sowie Vohrers Gespür für eben jene Dramatik und situative Schauspielerführung trägt ganz maßgeblich natürlich Peter Thomas' Musik zum Gelingen bei. Beim "Glausauge" übertraf er sich dann am Ende wirklich selbst. Last not least: My fair Lady Karin Hübner, die imstande ist, das glaubhafte Bindeglied zwischen dem eindimensionalen Showbusiness und den wirklichen Begebenheiten zu sein. Ihr Wirken im "Glausauge" verwundert umso mehr, als dass sie später bei "Sieben Tage Frist" im Wesentlichen dadurch auffiel, panische Angst vor ihrem Regisseur zu haben.

Ich sehe "Glasauge" nur recht selten, aber wenn ich ihn sehe, bin ich immer wieder über seine Qualitäten überrascht. (Auch über seine Schwächen, die ohne Frage auch bestehen.)

Gruß
Jan

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.980

28.02.2022 07:46
#237 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Ich habe mir Glasauge gestern noch einmal angeschaut und fand durch die mittlerweile mehrfache Sichtung die Slapstick-Einlagen von Behrens, Meyerinck und Page schon sehr überzogen. Zudem wirkt die Rolle von Page schon wie die eines "Flittchen", denn scheinbar genießt sie ja die sexistischen Einlagen von Meyerinck.

Folgende Pukte sind mir noch aufgefallen: Durch die Vielzahl der Darsteller bleibt das Schicksal einzelner Personen etwas unklar: Während der Boss (Narziß Sokatscheff) ja noch auf dem Schiff umgebracht wird, ist das Schicksal des zumindest 2fachen Mörders Bob (Harry Riebauer) ungeklärt. Oder habe ich Riebauer und Sokatscheff auf dem Schiff verwechselt?
Zudem wird auch auf Rubiro (Jan Hendriks) micht mehr eingegangen, der ja in diesem Film nur Verdächtiger ist, aber kein Böser.

Trotzdem bleibt es für mich dabei: Ein schöner Abschluss der Vohrer-Filme, bevor er zu Roxy wechselte.

Peter Ross Offline



Beiträge: 1.980

28.02.2022 07:46
#238 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten



28.02.

Brigitte Grothum ist im 87sten Lebensjahr angekommen. Nachträglich heute eine Würdigung...



Hinweis: Dieser Text enthält Spoiler.
Brigitte Grothum - nicht nur Prinzessin, auch Königin
Weit aufgerissene Augen, naive Verzweiflung, panische Angstschreie - so wollte man attraktive junge Frauen im schwarzweißen Kino damals sehen. Natürlich geschah vor dem Zeitalter des Giallos keiner etwas, denn Joachim Fuchsberger war nicht weit weg und rettete sie alle.
Natürlich erledigten alle „Damsels in distresses“ ihre Aufgabe mit professioneller Hingabe: die brave und noch blutjunge Eva Anthes in „Der Frosch mit der Maske“ (1959) , die attraktive Sabina Sesselmann, die schicke Corny Collins, die niedliche Grit Böttcher, die zarte Judith Dornys oder das Bond-Girl Catherina von Schell. So gut sie alle waren, so austauschbar waren sie leider doch auch, denn eigentlich spielten sie die gleiche Rolle und es ist letztendlich eine völlig subjektive Sache, wen man lieber sieht und wen man lieber retten möchte.
Allerdings gibt es eine Ausnahme: Brigitte Grothum, die Königin dieses Fachs!
Eine Schauspielerin ihres Ranges kann selbstverständlich auch ganz anderes spielen (zB “Der rote Rausch“, 1962). Eigentlich ist das Theater viel mehr als der Film ihr Zuhause - nicht nur als Schauspielerin, inzwischen auch als Regisseuerin. Ihre darstellerische Qualität fällt in den Edgar-Wallace-Filmen auch im Vergleich unter den Damsels in distress deutlich auf.
Ihr Edgar-Wallace-Debut war „Die seltsame Gräfin“ (1961), in dem sie eigentlich die Hauptrolle spielte, denn die Handlung des Films beginnt aus ihrer Sicht, nicht aus der Sicht des Inspektors wie sonst meistens üblich. Brigitte Grothum hat hier viel zu spielen und bringt in dieses Rollenfach Variationen und Nuancen, die man in dieser Güte nicht oft sieht, auch nicht über die Wallace-Filme hinaus. Besonders ihre Szenen mit Klaus Kinski haben Kultcharakter. Ebenso kann sie uns ein Jahr später in dem starken „Das Gasthaus an der Themse“ und in dem schwächeren „Der Fluch der gelben Schlange“ begeistern. Und immer ist Joachim Fuchsberger ihr Retter und zur Belohnung am Ende des Films natürlich auch ihr Geliebter. Die Frau ist schwach, der Mann ist stark und die Welt scheint in Ordnung zu sein.
Haben Karin Dor, Karin Baal, Renate Ewert, Marisa Mell und Barbara Rütting noch andere Aspekte in ihren Wallace-Rollen, so ist Brigitte Grothum in den Wallace-Filmen die klassische „Damsel in distress“ und bringt es nicht nur zur „Prinzessin“, wie Inspektor Wade sie nennt, sondern zweifellos zur Königin dieses Fachs. Klar, heute ist sowas nicht mehr ganz korrekt, aber wir wissen ja Bescheid. Gönnen wir uns das einfach mal!
Empfehlenswerte Fernsehfilme mit Brigitte Grithun sind der Durbridge-Dreiteiler „Ein Mann namens Harry Brent“ (1968) und die grandiose Ausnahme-Tatort-Folge „Ein gewöhnlicher Mord“ (1973). Später war sie über 15 Jahre dem Fernseh-Publikum durch die Vorabendserie „Drei Damen von Grill“ präsent.
Brigitte Grothum lebt in Berlin. Ich hoffe, ihr geht’s gut und sie bleibt noch lange gesund. Und noch einmal ein dickes Lob für ihre Darstellungen!
Dieser Inhalt wurde von @fritz k zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Brigitte Grothum ist am 26.02.1935 geboren und damit bereits vorgestern in ihrem 87sten Lebensjahr angekommen. Noch einmal herzlichen Glückwunsch!

Weitere Ereignisse:
Drehende Zinker (1963)

Und morgen widmen wir uns einer weiteren Darstellerin mit zwei Wallace-Auftritten, die auch oben bereits erwähnt ist.

Savini Offline



Beiträge: 681

28.02.2022 08:23
#239 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

@Peter Ross:
Was das Verschwinden von

Harry Riebauers
Rolle aus dem "Glasauge" angeht, so wurde diese ursprünglich in einer Szene von Inspektor Perkins und Sir Arthur überwältigt und verhaftet. Die entsprechenden Passagen aus dem Drehbuch werden von Joachim Kramp zitiert. Gedreht wurde die Festnahme offensichtlich, da im Kinotrailer ein winziger Schnipsel daraus zu sehen ist und man auf einem Kinoplakat ein Szenenbild daraus sehen kann.

Zitat von Peter Ross im Beitrag #238
Eine Schauspielerin ihres Ranges kann selbstverständlich auch ganz anderes spielen (zB “Der rote Rausch“, 1962).

Gerade ihre Rolle in diesem Film ist wirklich erwähnenswert, zumal beim "Rausch" sonst nur von Klaus Kinski die Rede ist: sie spielt dort eine für die damalige Zeit sehr ungewöhnliche Frauenfigur.
Zitat von Peter Ross im Beitrag #238
Ihr Edgar-Wallace-Debut war „Die seltsame Gräfin“ (1961), in dem sie eigentlich die Hauptrolle spielte, denn die Handlung des Films beginnt aus ihrer Sicht, nicht aus der Sicht des Inspektors wie sonst meistens üblich. Brigitte Grothum hat hier viel zu spielen und bringt in dieses Rollenfach Variationen und Nuancen, die man in dieser Güte nicht oft sieht, auch nicht über die Wallace-Filme hinaus.

Sicher eine der stärksten Frauenrollen im Kontext der Serie; selbst wenn man bedenkt, dass die Figur im Roman NOCH stärker im Vordergrund steht, da das Geschehen dort zu Beginn allein aus ihrer Perspektive erzählt wird.
Zitat von Peter Ross im Beitrag #238
Und immer ist Joachim Fuchsberger ihr Retter und zur Belohnung am Ende des Films natürlich auch ihr Geliebter.

Darüber war sie Christos Tses gegenüber glücklich, da sie mit Heinz Drache am Theater zusammengearbeitet hatte.
Zitat von Peter Ross im Beitrag #238
Und morgen widmen wir uns einer weiteren Darstellerin mit zwei Wallace-Auftritten, die auch oben bereits erwähnt ist.

Vermute ich richtig, dass sie sowohl mit Fuchsberger als auch mit Drache einmal drehte?

Lord Peter Offline




Beiträge: 612

28.02.2022 09:36
#240 RE: Edgar Wallace - Heute vor... Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #239
@Peter Ross:
Was das Verschwinden von
Harry Riebauers
Rolle aus dem "Glasauge" angeht, so wurde diese ursprünglich in einer Szene von Inspektor Perkins und Sir Arthur überwältigt und verhaftet. Die entsprechenden Passagen aus dem Drehbuch werden von Joachim Kramp zitiert. Gedreht wurde die Festnahme offensichtlich, da im Kinotrailer ein winziger Schnipsel daraus zu sehen ist und man auf einem Kinoplakat ein Szenenbild daraus sehen kann.


Vielleicht kam man in der Postproduktion zu dem Schluß, daß eine Verhaftung (noch dazu eine handgreifliche) durch SIR ARTHUR einfach zu absurd und unglaubwürdig wäre?

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