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Dieses Thema hat 428 Antworten
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 Edgar-Wallace-Forum
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eastmancolor Offline



Beiträge: 2.327

28.12.2016 20:20
#331 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Zitat von Josh im Beitrag #329
Ich hoffe einfach, dass sich die Nichtkäufer der ersten Box doch noch von der erheblich besseren Qualität überzeugen lassen.


Wer nicht will der hat gehabt.

Josh Online




Beiträge: 7.827

28.12.2016 21:39
#332 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Es wäre auf jeden Fall sehr gut, wenn die Verkaufszahlen ansteigen würden, damit wir auf eine dritte Box nicht schon wieder 15 Monate warten müssen. Man bleibt der Linie der ersten Box treu, zwei sehr bekannte und ein eher unbekannter Film.

eastmancolor Offline



Beiträge: 2.327

28.12.2016 21:43
#333 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Zitat von Josh im Beitrag #332
Es wäre auf jeden Fall sehr gut, wenn die Verkaufszahlen ansteigen würden, damit wir auf eine dritte Box nicht schon wieder 15 Monate warten müssen. Man bleibt der Linie der ersten Box treu, zwei sehr bekannte und ein eher unbekannter Film.



Der FÄLSCHER VON LONDON ist dankl seiner unglaublich häufigen TV Ausstrahlungen einer der bekannteren Wallace Filme und zugleich einer der besten.

Josh Online




Beiträge: 7.827

28.12.2016 21:51
#334 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Der Fälscher ist auch einer meiner Lieblingsfilme der Reihe. Der dürfte aber, meiner Meinung nach, bei den meisten Leuten zu den eher unbekannten Filmen zählen. Vielleicht vertue ich mich auch, aber wenn man im Bekanntenkreis auf Wallace zu sprechen kommt, ist der Fälscher nicht unbedingt in der Top 15 der zuerst genannten Filme zu finden.

brutus Offline




Beiträge: 12.743

29.12.2016 12:30
#335 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Bei der ersten Box hab ich mir ja etwas Zeit gelassen, was aber eher am Nichtvorhandensein des passenden technischen Equipments lag.
Da dieses jetzt vorhanden ist gibt es nun keinen Grund mehr zu zögern.


Wollen wir mal hoffen, das der 31.03.2017 auch eingehalten wird

EdgarWallace24 Offline



Beiträge: 15

29.12.2016 20:32
#336 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Na eeeeendlich geht da mal was weiter Mensch. Hab da ehrlich gesagt nicht mal mehr mit ner zweiten Box gerechnet. Und dann auch noch drei echte Klassiker, sehr schön. Die Dvds behalte ich natürlich gerade auch wegen der schönen Einzelcover mit Original-Kinoplakat-Motiv trotzdem. Natürlich hoffe auch ich, dass es bis zur dritten Box dann nicht mehr so lange dauert, pro Jahr eine Box ist schon verdammt dürftig. Mal gespannt, ob man bei Gasthaus den fehlenden Satz von Sir John wieder gefunden hat.

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.507

31.01.2017 13:53
#337 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Schön, dass es weiter geht!
Mich ärgert es zwar immer noch, dass die Chronologie so wild durcheinander geworfen wird und immer nur drei statt der bei den DVDs üblichen vier Filme in eine Box gepackt werden, aber aus kaufmännischer Sicht kann ich dies mittlerweile nur zu gut verstehen.
Hätte man jetzt chronologisch die ersten drei Filme in die erste Box gepackt, würde spätestens mit der Veröffentlichung der zweiten Box - mit dem vierten Film der DVD-Edition 1 - eine Schwemme an gebrauchten DVD-Editionen 1 durchs Land rollen, womit man den Otto-Normalverkäufer verliert, der sich lieber für 5-10 Euro 'ne gebrauchte DVD-Box in Online-Auktionshäusern angelt.
Eine Veröffentlichung einzelner Blu Rays würde wiederum das Problem schaffen, dass die meisten sich "Hexer", "Zinker" und "Mönch" in HD gönnen und dann mit dem Kaufen aufhören würden.
Also muss man sich mit der Situation nun arrangieren. Bei dem aktuellen VÖ-Turnus von 1,5 Jahren zwischen den Boxen kommt für mich auch ein Gesamt-Verkauf meiner alten DVD-Editionen und Nach-und-nach-Kauf der Blu Ray-Boxen nicht ernsthaft in Betracht. Wenn man jetzt einzelne Amarays aus den DVD-Editionen verhökert, steht man am Ende vor dem Problem einen fast leeren Schuber mit 1-2 verbliebenen DVDs loswerden zu müssen - ergibt auch keinen Sinn. Wie ich bereits schrieb, sind Design der DVD- und Blu Ray-Scheiben nahezu identisch, so dass man diese in den alten Editionen auch austauschen könnte, aber ich bin ehrlich gesagt bei Blick auf mein Filmregal sehr froh darüber, wenn irgendwann die sehr klobigen DVD-Editionen vielen schmalen Edgar Wallace-Blu Ray-Boxen Platz machen können.
Auch wird es nun weniger Editionen geben, da ich mir kaum vorstellen kann, dass der von Koch Media nun bald veröffentlichte "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" nochmals in eine Edition gepackt wird. Da würde man sich gegenseitig das Geschäft zerstören - glaube eher, dass Koch da die gesamten Rechte sublizensiert hat. Da schon die Kino-Auswertung im Grunde Etikettenschwindel war, kann ich auch damit leben, wenn der deutsche Wallace-Vorspann es nicht einmal ins Bonusmaterial schafft.
Zu den mehr oder weniger "rein-deutschen"-Wallace-Produktionen sollten die Kameranegative und Zwischenpositive alle bei Rialto liegen, aber bei "Das Gesicht im Dunkeln", "Das Geheimnis der grünen Stecknadel" oder "Das Rätsel des silbernen Halbmonds" sollten diese eher bei den italienischen Co-Produzenten liegen. Nur auf Zwischenpositive oder gar Kinokopien zuzugreifen war für die DVDs noch unproblematisch, würde bei Blu Rays aber ein gute Ergebnis gefährden. In meinen Augen ist es da nur logisch, dass Rialto, Universum und wer auch immer sonst die Finger im Spiel hat, ganz ökonomisch lieber Sublizenzen an Label mit guten Italo-Kontakten vergibt, als selbst den teuren Weg zu gehen italienische Master zu lizensieren oder die Negative in Italien abtasten zu lassen oder nach Deutschland zu transportieren und selbst abzutasten (was viele Italo-Produzenten dem Vernehmen nach auch ungern zulassen). Zumal ja selbst unter den Wallace-Fans selbst typische Farb-Grusel-Krimis wie "Die blaue Hand" oder "Der Mönch mit der Peitsche" schon einen schwereren Stand haben und viele erst recht wenig Wert auf die Italo-Co-Produktionen legen, es sei denn aus reiner Vollständigkeit.
Es ist also sehr wahrscheinlich, dass die neuen Blu Ray-Boxen am Ende "nur" 29 oder 30 der Rialto-Filme beinhalten werden. "Das Gesicht im Dunkeln" und "Das Rätsel des silbernen Halbmonds" passen bei Desinteresse von Koch auch gut in die "Filmart Giallo Edition", wo man nun ja auch auf Blu Rays setzt oder in die "Italian Genre Cinema Collection" von Camera Obscura.
Falls es schließlich auf 29 Filme hinauslaufen sollte, wären dies 10 Blu Ray-Boxen und man würde wahrscheinlich wieder zum Aufrunden "Wartezimmer zum Jenseits" reinmogeln.
Von "Das Rätsel des silbernen Dreieck" gibt es aus den USA schon seit Jahren eine gute Blu Ray, da kann ich mir gut vorstellen, dass irgendwann von Filmjuwelen oder einem anderen Label noch eine Blu Ray kommt, wenn fast alle offiziellen Wallace-Filme auf Blu Ray raus sind, um sich da anzuhängen. Schließlich muss man nur das HD-Master mit der deutschen DVD dubben und Untertitel für die fehlenden Szenen einsetzen (eine solche Version kursiert auch bereits in 1080p in einschlägigen Foren).
Übrig blieben Filme wie "Der Rächer" und "Der Fluch der gelben Schlange", wobei vor allem letzterer auf DVD ja schon Qualitätsprobleme hatte. Die Problematik mit cCc-Filmen und deren Kameranegativen ist ja bekannt. Ich weiß bis heute auch nicht, wie man doch noch irgendwie geschafft hat ein einigermaßen brauchbares HD-Master für "Im Reiche des silbernen Löwen" hinzubekommen. Vielleicht taucht ja auch beim "Fluch" nochmal irgend etwas auf.
Jedenfalls rechne ich mittlerweile durchaus damit, dass wir irgendwann alle Wallace-Filme in der einen oder anderen Form auf Blu Rays in Händen halten können - immerhin haben es selbst "Weinert-Wilton" und zumindest zwei "Jerry Cotton"-Filme auch schon geschafft und Gerüchte zu den 60s-Mabuses habe ich auch schon vernommen...

DanielL Offline




Beiträge: 3.697

01.02.2017 00:33
#338 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Nicht, dass Hypothesen nicht erwünscht wären. Es ist immerhin ein Diskussionsforum. Aber als ich gesehen habe, dass es einen längeren Beitrag in diesem Thread gibt, habe ich gehofft, dass es irgendwelche neuen Infos gibt. Stattdessen sind das ziemlich viele Zeilen mit ziemlichen wilden Lizenz-, Material-, Produktions- und Vertriebs-Spekulationen, die mir weitgehend auch nicht besonders plausibel erscheinen. Nichts für ungut!

Im Extremfall von EIN SARG AUS HONGKONG ist eine Blu-ray innerhalb von drei Monaten bei zwei unterschiedlichen Anbietern erschienen. Wenn sich die Reihe im gleichen zeitlichen Turnus fortsetzen würde, wäre die STECKNADEL ja spätestens im Jahr 2032 in der Wallace Blu-ray Collection fällig. Das Kopfzerbrechen lohnt sich aber nicht, da ja bisher noch die nähere Zukunft dieser Reihe im Dunkeln liegt.

Gruß,
Daniel

eastmancolor Offline



Beiträge: 2.327

01.02.2017 13:09
#339 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Zitat von DanielL im Beitrag #338
Nicht, dass Hypothesen nicht erwünscht wären. Es ist immerhin ein Diskussionsforum. Aber als ich gesehen habe, dass es einen längeren Beitrag in diesem Thread gibt, habe ich gehofft, dass es irgendwelche neuen Infos gibt. Stattdessen sind das ziemlich viele Zeilen mit ziemlichen wilden Lizenz-, Material-, Produktions- und Vertriebs-Spekulationen, die mir weitgehend auch nicht besonders plausibel erscheinen. Nichts für ungut!


Spekulatius Fabi!
Er schreibt doch immer so gerne und wenn, dann eben auch länger.

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.507

01.02.2017 15:27
#340 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

@DanielL: Sorry, dass ich da jetzt "die Pferde scheu gemacht habe".
Momentan schreibe ich ja etwa einen Beitrag im Jahr hier. Das mache ich dann halt in Form des Umfangs wieder wett.
Ich habe nur die Kritiken zur ersten Box bei Amazon gesehen und regelmäßig die aktuellen Beiträge zu Blu Rays allgemein und zur Edition 1 bzw. 2 gelesen und jetzt einmal meine Gedanken zu der Thematik "abgearbeitet". Wenn meine Interpretation der wilden Reihenfolge falsch sein sollte, bin ich gespannt gegenteilige Vorschläge zu lesen. Und bis auf die italienischen Co-Produktionen ist da auch wenig Spekulatius enthalten. Und selbst das fußt ja durchaus auf Infos. Koch hat ja "Halbmond" schon dementiert, ich kann mir aber einfach nicht vorstellen, dass sich Filmart oder Camera Obscura eine Möglichkeit zur Sublizensierung entgehen lassen würden und ebenso unwahrscheinlich finde ich, dass Universum und Co ihr Hauptaugenmerk auf die italienische Langfassung legen würden.

Des Weiteren habe ich halt auch noch die dumpfe Hoffnung, dass Anregungen zum Umgang mit den Blu Rays (einfach die jeweiligen Scheiben in den DVD-Editionen ersetzen und Ähnliches) vielleicht noch den ein oder anderen überzeugen umzusteigen.
Ich verstehe dieses Forum ja ehrlich gesagt ohnehin nicht mehr und bin deswegen auch nicht mehr oft hier. Es gibt zig Forenspiele, Threads zu Serien, die teilweise nicht einmal in die Krimi-Sparte fallen und so weiter, aber den WALLACE-Blu Ray-Thread muss ich für jeden Beitrag quasi aus der Versenkung holen.
Ich wünsche mir ja eigentlich gerade wildes Spekulieren, Äußern von Befürchtungen, Hoffnungen und Allem, was so dazu gehört. Ich dachte, wir sind alle wegen der klassischen Rialto-Wallace-Filme hier?
Natürlich wurde irgendwann Alles ausdiskutiert und welcher Wallace als nächstes in der Kabel1-Reihe läuft, wird wohl kaum mehr solche Hysterie und Diskussionen hervorrufen, wie vor 15 Jahren, als ich hier aufschlug, aber ich erinnere mich, was bei den DVD-VÖ hier los war.

Ja, die DVDs waren sehr gut, aber die damals hergestellten Master stellten wohl schon zu ihrer Entstehungszeit nicht der Weisheit letzter Schluss in Sachen Präservation der Filme dar.
Allein die Tatsache, dass die Filme nun nochmals alle nach heutigem technischen Standard digitalisiert werden, sollte für jeden Wallace-Fan ein Grund zur Freude sein. Denn dies werden die Fassungen sein, die künftig die Basis aller TV-Ausstrahlungen, Streaming-Angebote und auch Kino-Projektionen darstellen. Da geht es nicht nur um ein paar Blu-Rays. Um so wichtiger ist es aber das Ganze finanziell über Blu Ray-Käufe zu unterstützen um so auch die Bereitschaft zu erhöhen mehr Aufwand in die Restauration zu investieren.
Abtasten muss man die Filme ohnehin, weil sonst zukünftig Probleme mit Lizenznehmern entstehen, aber vom "Kinokopien abtasten" wie bei einigen Filmuwelen- oder Pidax-BDs (nicht falsh verstehen - manchmal einfach die letzte Option) und "Alles abtasten, was die Archive hergeben und Zeit und Geld in Restaurierung stecken" wie bei Subkulturs kommendem "Blutiger Freitag"-Release ist die Spanne groß.
Ich begrüße es, dass man bei Wallace auf die Kameranegative setzt, auch dass man beim "Hexer" zum Teil auf Zwischenpositive zurückgreifen musste war schon bei dem für die DVD erstellen Master nicht zu verhindern, aber Lizenznehmer zahlen für ein "top restauriertes" Master wohl nicht mehr als für ein "solides", da werden Titel oder sogar nur Pakete gekauft. Deswegen kann nur eine hohe Nachfrage der Blu Rays bewirken, dass man sich wirklich Mühe gibt und nicht nur "gute", sondern "perfekte" Ergebnisse anstrebt. Die Blu Rays aus der ersten Box sind wesentlich besser als die DVDs, aber beim "Frosch mit der Maske" hätte man den ein oder anderen Defekt mehr restaurieren können und bei "Der Hexer" wäre es schön gewesen, die Zwischenpositiv-Sequenzen so zu bearbeiten, dass der Qualitätsabfall gegenüber den Negativ-Sequenzen nicht so groß ausfällt. Von mehr Aufmerksamkeit bei der Ausbelichtung (die Kontrastprobleme waren zugegebenermaßen nicht so groß wie bei den Weinert-Wilton-BDs, aber dennoch diskutabel) einmal ganz zu schweigen. Ich hatte hier ja bereits geäußert, dass ich den Eindruck hatte, dass man genau dies auch beim alten Master getan hat, sprich damals mehr Aufwand betrieben hat, als jetzt. So gewinnen die BDs gegenüber den DVDs in Schärfe, Auflösung, Kontrast und Details, aber es besteht nun einmal die Chance durch Restauration nicht nur die DVDs technisch zu übertrumpfen, sondern auch im Vergleich zu Konkurrenz-BDs aufzutrumpfen. Wenn Subkultur einen Schwarz-Weiß-Film wie den grandiosen, aber lange vergessenen "Mädchen, Mädchen" in weitaus besserer Qualität auf Blu Rays veröffentlicht als Major-Labels eine Prestige-trächtige Reihe wie die Wallace-Filme, dann ist das schade.
Ich hoffe stark, dass man die Kritikpunkte an der ersten Edition wahrgenommen hat und bei der zweiten mehr Aufwand betreibt und dies auch durch besserere Verkaufszahlen goutiert wird. So gesehen hat man ja nur bei "Der Hexer" bisher nicht das Optimum herausgeholt, "Der Frosch mit der Maske" hat ja nur in einigen dunkeln Szenen ein paar Probleme.
Ich bin jedenfalls gespannt!

DanielL Offline




Beiträge: 3.697

02.02.2017 23:58
#341 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Na gut, dann klopfe ich mal in die Tasten. Hier 12 Kommentare, Fragen und Anmerkungen zu deinem Text, @Fabi88:

1. Ich halte es für möglich, aber nicht für besonders wahrscheinlich, dass die fehlende Chronologie aus kaufmännischer Sicht von Vorteil ist. Denn die unsortierte Veröffentlichung führte zusammen mit ausbleibenden Begleitinformationen gleich zu Beginn zu Ressentiments, weil gar nicht ersichtlich war - und teilweise ist -, ob sich eine (vollständige) Kollektion abzeichnet, oder ob es bei ausgewählten Veröffentlichungen bleibt wie seinerzeit bei den ersten DVD-Auswertungen von Kinowelt.

2. Das Blu-ray-Veröffentlichungen zu (zahlreichen) DVD-Gebrauchtverkäufen führen mögen klingt plausibel, wäre aber dann ein Phänomen, das ja auf den gesamten Markt zutrifft und nicht auf diese Veröffentlichung beschränkt ist. Insgesamt schätze ich diesen Aspekt als nicht besonders zentral ein, auch weil nicht jeder potentielle Kunde auch automatisch jemand ist, der generell Gebrauchtbörsen als mögliche Alternative nutzt.

3. Du beschreibst ja selbst die Probleme, die - für sich - richtige Lösung in Punkto Ersetzen oder Nicht-Ersetzen der DVD-Editionen zu finden. Eben. Und wenn dazu keine klaren Ansagen gemacht werden, muss man damit rechnen, dass man als potentieller Kunde erstmal abwartet. Das ist doch genau die Problematik. Ich habe durchaus schon Filme auf Blu-ray gekauft, obwohl ich sie bereits als DVD-Fassung hatte. Zugegeben selten, aber es gibt Fälle. Ich tue das aber nicht bei der Filmreihe, mit der ich mich wohl beschäftigt habe wie mit keiner zweiten. Das ist kurios, aber zumindest bei mir mit der Intransparenz (VÖ-Politik und im Übrigen Bildquellen/Restaurierung) begründet.

4. Das identische Design der Blu-rays empfinde ich persönlich übrigens als gar nicht mal so marginalen Minuspunkt. Wenn ich schon die DVDs ersetze, würde ich mich auch gerne an einer neuen Präsentation der Filme erfreuen, zumindest wenn es sich irgendwann einmal um eine Gesamtedition handeln sollte (Voraussetzung für Freude wäre natürlich, das hierbei mein Geschmack getroffen ist, was ehrlich gesagt gar nicht so einfach ist).

5. Spekulationen darüber, ob „Das Geheimnis der grünen Stecknadel“ in der Wallace-Kollektion erscheint, halte ich einfach für sehr langweilig, solange die Edition gesichert aus nur 6 von 32 Filmen besteht. Grundsätzlich halte ich wie bereits geschrieben die Koch-Veröffentlichung für kein Ausschlusskriterium. Da man sich bei Tobis und/oder Universum (Wer ist da eigentlich „im Lead“?) ja in Schweigen hüllt, könnte man ja vielleicht Koch mal die Info entlocken, wie exklusiv die Lizenz gestaltet ist, wenn man es denn genauer wissen möchte.

6. Wegen der Koch-Ankündigung gleich auf diverse andere Filme/Labels zu schließen und ähnliche Veröffentlichungen als „logisch“(...e Konsequenz?) einzuordnen erscheint mir weitgehend unlogisch.

7. Deinen Gedanken zu „Das Rätsel des silbernen Dreieck“ bei Filmjuwelen wollte ich schon völlig abtun und zwar mit dem Hinweis, dass Filmjuwelen ja offenbar große Teile der Kinowelt-Lizenzen übernommen hat und damit genug zu tun haben dürfte. Dann allerdings fiel mir ein, dass dieser Film ja bei Kinowelt erschienen ist. There you have me! Das würde dann grundsätzlich aber auch auf den „Rächer“ zutreffen. Der beim „Dreieck“ angesprochene „Vorteil“ eines vorliegenden US-Masters kann allerdings, sofern sich ein Label allein darauf verlässt, nur in einer unbefriedigenden Kompromisslösung enden. Die Besonderheiten der deutschen Fassung (auch über die fehlende Farbe hinaus) dürften dir ja hinreichend bekannt sein.

8. Auf deiner Liste der „Übriggebliebenen“ hast du, was die Krimis betrifft, den „Teufel von Akasava“ eleganterweise unerwähnt gelassen. Sicherlich wäre eine Variante der bestehenden CCC-DVD-Box als Blu-ray ohne besonders große Verluste, wenn „Fluch der gelben Schlange“ solo daherkommt, im Bonusmaterial allerdings ein Musikvideo mit Soledad-Miranda-Szenen auf Musik von Hübler und Schwab aus „Akasava“ enthalten ist.

9. Ist eine schlechte Materialsituation beim „Fluch der gelben Schlange“ sicher? Es gibt ja über deine HD-Beispiele hinaus auch z.B. die CCC-Winnetous auf Blu-ray, wobei ich deren Qualität allerdings nicht kenne.

10. Eine Meinung zu Originalnegativen und Zwischenpositiven zu entwickeln, ohne weitere Detailkenntnis der Materie und der konkreten Sachlage, fällt mir schwer. Wie kompliziert das Ganze ist, zeigen viele Beiträge in diesem Forum. Einfach fällt mir allerdings folgender Wunsch: Im Zweifel ist immer die Lösung zu wählen, die zu den besten Ergebnissen führt und nicht jene, die zu den schnellsten und/oder günstigsten führt. Das dabei auch ökonomische Faktoren berücksichtigt werden müssen, ist klar. Deine Beurteilungen zu Abtastvorgängen und Restauration bei BR-Box 1 sind eine interessante Meinung, die ich durch Unkenntnis der Blu-rays allerdings noch schwerer einordnen kann, als vermutlich ohnehin.

11. Ansonsten kann ich dir insofern zustimmen, das mich das wenige Interesse der Forenmitglieder an den Entwicklungen im Blu-ray-Bereich (im Abgrenzung zum Kaufinteresse, aus beschriebenen Gründen) auch verwundert, obgleich die Blu-ray Veröffentlichungen eben nicht ganz der Meilenstein sind, wie der Quantensprung von ge- und beschnittenen VHS- und TV-Fassungen auf DVD.

12. Warum müssen die Filme „ohnehin“ grundsätzlich abgetastet werden um „zukünftige Probleme“ mit Lizenznehmern zu umgehen? Meines Wissens ist ein vernünftiges Master nicht zwangsläufig die Bringschuld des Lizenzgebers. Ist es nicht sogar recht häufig so, dass Beschaffung von Lizenz und Bildmaster für das Label zwei recht getrennte Kisten sind?

Im Übrigen habe ich ja schon geschrieben: Vielleicht tue ich dem ganzen Projekt Unrecht. Vielleicht gibt es gute Gründe für die Veröffentlichungspolitik. Vielleicht ist Qualitätsanspruch ein Treiber der unrühmlichen Veröffentlichungsfrequenz. Allein: Es könnte doch so einfach sein, ein paar Worte darüber zu verlieren seitens der Verantwortlichen. Und da interessierte Nachfragen in der Regel an einer unkundigen Servicestelle enden, ist’s halt schwierig. Beobachten werde ich es aber sicherlich weiter. Endet die Edition nach ein paar Prestige-Titeln ganz? Schwenkt man danach um auf schnelle VÖ's unter Verwendung der Abtastungen für die DVD-Auswertung? Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass das Projekt bis 2032 über Projektmanager-Generationen getragen wird ;). Toll wäre natürlich eine anspruchsvolle Gesamtedition. Sollte es bei einer Teiledition bleiben oder zu der Low-Variante übergehen, wären mir dann aber einige wenige, dafür ehrliche, exklusive Single-Steelbooks mit neuen Bonusmaterialien lieber gewesen. Dann hätte man eine vernünftige DVD-Edition gehabt und für Highlights der Reihe in ein "Nonplusultra" investiert.

Gruß,
Daniel

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.507

03.02.2017 15:16
#342 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Zitat von DanielL im Beitrag #341
7. Deinen Gedanken zu „Das Rätsel des silbernen Dreieck“ bei Filmjuwelen wollte ich schon völlig abtun und zwar mit dem Hinweis, dass Filmjuwelen ja offenbar große Teile der Kinowelt-Lizenzen übernommen hat und damit genug zu tun haben dürfte. Dann allerdings fiel mir ein, dass dieser Film ja bei Kinowelt erschienen ist. There you have me! Das würde dann grundsätzlich aber auch auf den „Rächer“ zutreffen. Der beim „Dreieck“ angesprochene „Vorteil“ eines vorliegenden US-Masters kann allerdings, sofern sich ein Label allein darauf verlässt, nur in einer unbefriedigenden Kompromisslösung enden. Die Besonderheiten der deutschen Fassung (auch über die fehlende Farbe hinaus) dürften dir ja hinreichend bekannt sein.

Zum "Rächer": Basis der DVD war das selbe Master, dass für TV-Ausstrahlungen und VHS-Auswertung diente. Kurt Ulrich ist seit 50 Jahren tot und der Europa-Filmverleih existiert in seiner damaligen Form anscheinend seit 55 Jahren nicht mehr. Von außen betrachtet lagern die Kamera-Negative im allerbesten Falle in einem Archiv, im schlechtesten sind sie längst vernichtet. Ob zumindest noch ein Interpositiv existiert, ist dementsprechend ebenso fraglich. Kinokopien aus dem Bestand des Europa-Filmverleih wären dann noch eine Chance. Ich glaube auch nicht, dass hier TV-Auswertung und Co eine aufwändige Restaurierung rechtfertigen. Der Film hat lange davon profitiert, von Kirch im Paket mit den Rialto-Wallace-Filmen angeboten werden zu können. Man müsste also die Kosten einer Restaurierung (egal ob Negative, Zwischenpositive oder Kinokopien) mit Blu Ray-Verkäufen amortisieren. Die Kinowelt-DVD wird relativ teuer gehandelt, ich hoffe, dass - wer auch immer die Rechte hält - der Versuchung wiedersteht durch eine 5-10-Euro-DVD-Neuauflage des alten Masters eine schnelle Mark zu machen und zumindest eine Blu Ray auf Basis von Kinokopien wagt, wenn schon kein anderes Material mehr greifbar sein sollte. Je länger man bei solchen Filmen wartet, desto geringer wird die Chance den Film zumindest noch in 2k zu retten. Irgendwann droht dann eine SD-MAZ aus den 80s die letzte verbliebene Version eines Films zu sein.

Zum "Dreieck": Dass die originale und vom englischen Hauptproduzenten so intendierte farbige Langfassung eine "unbefriedigende Kompromisslösung" darstellen sollte, kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Letztlich hat Constantin das englische Material ja "nur" auf Schwarz-weiß-Filmmaterial umkopiert, umgeschnitten und einen eigenen Vorspann eingesetzt. Im einfachsten Falle sollte man also beim UK-Master nur einige Einstellungen/Szenen rausschneiden, die Farbregler herunterdrehen und den deutschen Vorspann einsetzen müssen. Quelle wären hier im besten Falle die Original-Vorspann-Elemente, falls diese die verschlungene Geschichte des Constantin-Verleihs irgendwie überlebt haben. Ansonsten ließe sich mit Glück eine Kinokopie auftreiben aus der man den Vorspann nehmen kann. Im schlimmsten Falle greift man den Vorspann aus dem alten Master.
Bei Existenz einer deutschen Kinokopie wäre ansonsten folgende Lösung durchaus gangbar: Disc 1 mit dem farbigen UK-Master, deutscher Tonspur mit den Fehlstellen mit UT aus dem O-Ton aufgefüllt und Disc 2 mit der deutschen Kinofassung von dieser brauchbaren Kinokopie abgetastet.
Wallace-Fans hin oder her, die meisten dürften "länger! bunter!" bevorzugen und die deutsche Kinofassung als Bonus betrachten.

Zitat von DanielL im Beitrag #341
8. Auf deiner Liste der „Übriggebliebenen“ hast du, was die Krimis betrifft, den „Teufel von Akasava“ eleganterweise unerwähnt gelassen. Sicherlich wäre eine Variante der bestehenden CCC-DVD-Box als Blu-ray ohne besonders große Verluste, wenn „Fluch der gelben Schlange“ solo daherkommt, im Bonusmaterial allerdings ein Musikvideo mit Soledad-Miranda-Szenen auf Musik von Hübler und Schwab aus „Akasava“ enthalten ist.

Ja, den Akasava vergesse ich gern mal. Natürlich würde es sich anbieten, die Boxen wieder in der selben Zusammenstellung auf Blu Ray zu upgraden. "Akasava" wurde für die DVD in 1080p von den Original-Negativen abgetastet, da ließe sich also ohne großen Aufwand eine Blu Ray-realisieren. Aber ich sehe schon, dass wir uns einig sind, dass "Der Fluch der gelben Schlange" aus Wallace-Sicht der rettenswertere Film ist. Außerdem besteht auch hier die Gefahr einer "Zerpflückung", da Jess Franco ja auch einige spezialisierte Kleinlabels interessiert, aber da sind wir wieder im Bereich der Spekulation.

Zitat von DanielL im Beitrag #341

9. Ist eine schlechte Materialsituation beim „Fluch der gelben Schlange“ sicher? Es gibt ja über deine HD-Beispiele hinaus auch z.B. die CCC-Winnetous auf Blu-ray, wobei ich deren Qualität allerdings nicht kenne.


Über cCc hörte man immer wieder Schreckensmeldungen. Bevor ich das Alles unsachgemäßg zusammenfasse, zitiere ich "c.n.-tonfilm", der sich 2004 im Zusammenhang mit cCc-Filmen auf DVD dazu geäußert hat:
"Mit der Materialsituation vieler CCC-Produktionen sieht es nicht gut aus. Zum einen sind viele Negative und Kopien, die zunächst lange Zeit bei der Kinemathek Berlin eingelagert waren, dort durch unsachgemäße Lagerung verdorben. Brauner hat sich wohl nach Einlagerung tatsächlich nicht mehr darum gekümmert, was dort mit den Materialien geschieht, die Kinemathek wiederum stellte sich auf den Standpunkt, Brauner hätte nichts bezahlt und sich selbst um seine Filme kümmern müssen.
Zum zweiten wurde zahlreiches weiteres Filmmaterial, das auf dem CCC-Gelände selbst aufbewahrt wurde, in den frühen 90ern durch einen Wassereinbruch beschädigt. Dies Bild ergibt sich recht übereinstimmend nach Aussagen von Mitarbeitern des ZDF, Kirch Media und der Kinemathek. Bei einem Rundgang durch das Gelände und die CCC-Ateliers, der mir vor einigen Jahren möglich war, bestätigte sich mir selbst leider der Eindruck, daß dort vieles verwahrlost und ungepflegt vor sich hin gammelt. Brauners CCC-Negative bzw Kopien werden heute im Sony-Center in Berlin gelagert."

Wie ich schon schrieb, war für die DVD-VÖ von "Im Reiche des silbernen Löwen" ja sogar angeblich gar Nichts mehr vorhanden, sprich die Negative zerstört/verschollen, so dass eine alte TV-MAZ im falschen Bildformat als Vorlage diente. Die Blu Ray - die ja auch erst relativ spät in der Komplettbox nachgeschoben wurde - sieht mir stark danach aus, dass man bestenfalls ein Interpositiv verwendet hat, ich würde sogar Kinokopien nicht ganz ausschließen. Leider hat man anschließend versucht das durch die zig Ausbelichtungszwischenschritte entstandene Filmkorn zu eleminieren und so Klötzchenbildung befördert und Schärfe gekillt - das Ergebnis sieht auch farblich sehr seltsam aus und ist definitiv kein gutes Beispiel für Filmklassiker in FullHD. Hier hätte ich eine stark körnige Fassung bevorzugt, die voll zu seiner Quelle steht. Aber gemessen an der alten TV-MAZ ist das hier natürlich Gold!
"Old Shatterhand" wurde auf 70mm gedreht, da ich die DVD nicht mehr hier liegen habe, kann ich die Angaben aus dem Booklet nur noch aus dem Gedächtnis reproduzieren. Dort stand, dass es weltweit kaum noch Optionen gibt 70mm abzutasten (letztlich wohl eher eine Kostenfrage) und man daher auf ein 35mm-Interpositiv zurückgegriffen hat. Auch die Blu Ray sieht nicht nach 4k-Abtastung der 70mm-Negative aus. Entweder wird man das alte Master (Wallace- und May-Abtastungen erfolgten damals alle in 1080p) oder nochmals das 35mm-Zwischenpositiv genutzt haben.
Die Karl May-Filme der cCc sind ansonsten durchaus Blu Ray-tauglich aufbereitet worden, wieviel Arbeit investiert werden musste und ob - zumindest teilweise - Negativelemente genutzt werden konnten, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis. Ich tippe tatsächlich eher darauf, dass man bei allen Filmen (bis auf "Im Reiche des silbernen Löwen") die "alten" 1080p-Master genutzt hat. Schade ist, dass man quasi durch die Bank weg zu viel an den Filtern gedreht hat um Korn zu töten, aber das ist der Materiallage bei cCc nicht wirklich anzulasten.
Zurück speziell zum "Fluch": Die Produktionsnotiz zur DVD (liegt der cCc-Wallace-Box bei) spricht zwar von Neuabtastung des Original-Negativs, aber auch davon, dass das Negativ der farbigen Titelsequenz verschollen ist und von einem Digi-Master übernommen werden musste. Die ersten drei Minuten der DVD sehen dementsprechend katastrophal aus (VHS-Qualität). Falls die Negative seit der DVD-Auswertung sachgemäß gelagert wurden, wäre eine Neuabtastung des eigentlichen Films natürlich möglich. Vielleicht findet sich ja auch noch wie beim "Reiche des silbernen Löwen" eine alternative Quelle, aus der man zumindest den Vorspann retten kann. Die DVD weist viel Staub und andere Defekte auf - mehr als die Rialto-Wallace-DVDs, aber dies ließe sich wohl auch noch aus dem 1080p-Master retuschieren. Abgesehen von der Vorspann-Problematik wäre eine Blu Ray also relativ günstig machbar. Dass hier qualitativ dann natürlich nicht das selbe Ergebnis möglich ist, wie bei einer sorgsam durchgeführten 4k-Abtastung und Restaurierung wie bei den Rialo-Wallaces liegt auf der Hand.

Zitat von DanielL im Beitrag #341

10. Eine Meinung zu Originalnegativen und Zwischenpositiven zu entwickeln, ohne weitere Detailkenntnis der Materie und der konkreten Sachlage, fällt mir schwer. Wie kompliziert das Ganze ist, zeigen viele Beiträge in diesem Forum. Einfach fällt mir allerdings folgender Wunsch: Im Zweifel ist immer die Lösung zu wählen, die zu den besten Ergebnissen führt und nicht jene, die zu den schnellsten und/oder günstigsten führt. Das dabei auch ökonomische Faktoren berücksichtigt werden müssen, ist klar. Deine Beurteilungen zu Abtastvorgängen und Restauration bei BR-Box 1 sind eine interessante Meinung, die ich durch Unkenntnis der Blu-rays allerdings noch schwerer einordnen kann, als vermutlich ohnehin.


Das bessere Ergebnis lässt sich in der Regel natürlich auf Basis der Original-Negative erreichen - das ist schließlich das Material, wie es am Set durch die Kamera belichtet wurde. Hier sind dementsprechend Details, Kontrast und Co am Besten und das Korn am geringsten. Allerdings braucht man (zumindest bei Farbfilmen) Interpositiv oder Kinokopien dennoch zur Farbbestimmung, da die Negative noch nicht farbkorrigiert sind. Falls die Negative außerdem zig Kopier-Prozesse durchlaufen haben sollten oder anders gelitten haben, ist das Interpositiv die zweitbeste Variante. Im Grunde kann man auch von der einfachsten Lösung sprechen, weil man sich (bei guter Erhaltung) um Kontrast- und Farbbestimmung kaum Gedanken machen muss. Überspitzt formuliert: taste ein gut erhaltenes Interpositiv ab, drehe nur an auffälligen Stellen am Kontrast, retuschiere ein paar Defekte raus (bzw. lass Filter drüber laufen) und fertig ist das Blu Ray-Master. Die Interpositive wurden ja so ausbelichtet, dass sie direkt als Basis der Kinokopien dienen (Internegativ und Co überspringe ich mal).
Allerdings vergibt man hier die Chance auf mehr Details, mehr Farbinformationen und weniger Körnung. Negative erfordern also immer mehr Arbeit, bringen aber auch die besseren Ergebnisse. Wenn man jedoch nach der Abtastungen keinen großen Aufwand betreiben will, können dementsprechend Interpositive bessere Ergebnisse bringen.
Wenn man aber in 4k neu abtastet, ist es logisch auf die Negative zurückzugreifen. Dann muss man aber auch klotzen statt kleckern und sich um so mehr Mühe bei der Restaurierung machen. Wir sind uns ja einig, dass hier bei "Der Frosch mit der Maske" und "Der Hexer" mehr gemacht hätte werden können/müssen.
Da aber sogar in Amazon-Kundenrezensionen diese mangelnde Restauration kritisiert wurde und der Sterneschnitt dementsprechend mau ausfällt, nimmt man diese Kritik bei Universum (Tobis? Rialto? Der beauftragen Restaurationsfirma?) hoffentlich an.

Zitat von DanielL im Beitrag #341

11. Ansonsten kann ich dir insofern zustimmen, das mich das wenige Interesse der Forenmitglieder an den Entwicklungen im Blu-ray-Bereich (im Abgrenzung zum Kaufinteresse, aus beschriebenen Gründen) auch verwundert, obgleich die Blu-ray Veröffentlichungen eben nicht ganz der Meilenstein sind, wie der Quantensprung von ge- und beschnittenen VHS- und TV-Fassungen auf DVD.


Für den Heim-Bereich mögen sie nicht DER Meilenstein sein. Dass bei Vielen die eigentlichen Vorteile von Blu Rays immer noch nicht angekommen sind (originalgetreuere Farbgebung, 24 statt 25 Bilder pro Sekunde und so weiter) und man nun erstmals in der Lage ist daheim die Filme in Geschwindigkeit und Qualität wie damals im Kino zu erleben nicht als Quantensprung anerkannt wird, ist leider nicht zu ändern.

Zitat von DanielL im Beitrag #341

12. Warum müssen die Filme „ohnehin“ grundsätzlich abgetastet werden um „zukünftige Probleme“ mit Lizenznehmern zu umgehen? Meines Wissens ist ein vernünftiges Master nicht zwangsläufig die Bringschuld des Lizenzgebers. Ist es nicht sogar recht häufig so, dass Beschaffung von Lizenz und Bildmaster für das Label zwei recht getrennte Kisten sind?


Wenn man Lizenzen vergibt, muss man ein Master liefern. Eher ist es so, dass Lizenzgeber einem Label noch Knüppel zwischen die Füße werfen, wenn diese sich selbst um Bildmaster kümmern wollen.
Aktuelle Beispiele: "Suspiria" - '84 Entertainment hat die deutschen Rechte erworben und bekam nur ein kaputt restauriertes Blu Ray-Master vom Lizenzgeber. Nicht einmal das unbearbeitete 2k-Master wollte man dort herausgeben (weil es vernichtet ist, wie sich herausstellte) und an die Original-Negative zwecks Neuabtastung wollte man erst recht niemanden heranlassen. Da TLEFilms für die deutsche Blu Ray aus dem an sich zerstörten Blu Ray-Master noch etwas Ordentliches herausgeholt hat und man in Italien nun doch einmal auf die Idee kam, dass für neuerliche Kinoauswertung und wegen großer Nachfrage nach Heimkinorechten aus aller Welt ein Präservations-fähiges 4k-Master mal eine gute Idee wäre, hat man TLEFilms nun beauftragt die Original-Negative abzutasten und zu restaurieren. Dass vom Ergebnis natürlich auch '84 Entertainment (bei einer neuerlichen VÖ) profitiert, ist aber nicht in erster Linie das Werk des Labels. Das Master wird für den Lizenzgeber hergestellt und auch von diesem an Labels lizensiert.
Es passiert andauernd Nischenlabels, aber auch Subkultur hat bei ihrer grandiosen "Edition deutscher Tonfilm"-Reihe schon öfter Titel streichen müssen, weil der Lizenzgeber ihnen nur eine alte MAZ anbot und sich gleichzeitig sperrte Zugang zu den Negativen zu gewähren. Oft kann der Lizenzgeber auch nicht einschätzen, was sich aus ihrem Material machen lässt. Bei Lisa-Film hieß es stets die Original-Negative von "Blutiger Freitag" seien zerstört, aber nachdem Subkultur sich nun einmal das Lager vorgenommen hat, kommt nun eine 4k-Restauration des ungeschnittenen Original-Negativs heraus. Dies war nur mit großen persönlichen Einsatz des Labels möglich und die Bereitschaft der Lizenzgeber bei anderen Projekten Subkultur an die Negative zu lassen kommt nur durch deren Reputation zu Stande.
Dass sich Subkultur selbst so abmüht Master komplett in Eigenregie herzustellen ist eine Ausnahme, nicht die Regel und ob da der Lizenzgeber immer die Chance nutzt durch finanzielle Beteiligung auch direkt selbst in ein Master zu investieren, dass sie wiederum TV-Sendern und Co anbieten können, weiß ich nicht.
Ich glaube eher, dass es gewisse Standards für Lizenzen gibt. Wenn ich als Lizenzgeber nur eine alte MAZ als Master liefern kann, kann ich nur Heimkino-Lizenzen vergeben (wo DVD noch Standard ist) und bekomme wohl schon bei TV-Sendern-Probleme. Da werden Sender, die HD senden, abwinken - ich kann also kein Geschäft machen. Daher kümmern sich Lizenzgeber bei allen Filmen, die lohnen selbst um gute Master.
Rialto steht ja mit ihren 1080p-Mastern an sich noch ganz gut da. Von Heimkinorechten (576i für DVD, 1080p für Blu Ray) über TV-Senderechte (720p/1080i) bis hin zu Streaming-Diensten (720p/1080p) kann man ja noch Alles gut abdecken. Allerdings wird 4k für Streamingdienste langsam interessant und nicht zu letzt sind die Wallace-Filme für Kinoauswertungen nicht uninteressant. Sie kommen langsam in die Phase, wo sie filmhistorisch immer wichtiger werden. Falls also die Berlinale irgendwann in einer ihrer Retrospektiven den ein oder anderen Wallace zeigen will, braucht man 4k-DCPs. Auch "normale" Kinos strukturieren sich um, Programmkinos können ihr Programm theoretisch frei aus verfügbaren DCPs zusammensetzen. Das Residenz hier in Köln zum Beispiel zeigt einmal wöchentlich Kinofilme aus den 50ern und 60ern und setzt hier bisher noch auf Hollywood-Filme wie "Lawrence von Arabien", was auch einfach am Angebot an 4k-DCPs in diesem Bereich liegen mag. Dass es durchaus Kinos gibt, die gern mal einen Wallace zeigen würden und eine 4k-DCP natürlich wunderschön ist, kann ich mir gut vorstellen. Selbst in meiner Heimatstadt Jever hat das örtliche Kino, das mittlerweile digitalisiert ist, in letzter Zeit "Goldfinger" und "Das Boot" gezeigt. Hier erschließen sich - vielleicht noch eher kleine - neue Märkte und Vermarktungsmöglichkeiten alter Filme.
Jedenfalls ist es zukunftssicher nun Alles einmal ordentlich in 4k abzutasten. Mit 4k ist jetzt möglich fast alle Bildinformationen aus 35mm-Material zu erfassen = der ideale Zeitpunkt sich nicht mehr von gammelnden Negativen und kaputtgespielten Kinokopien abhängig zu machen. Allerdings auch der ideale Zeitpunkt diese 4k-Master so aussehen zu lassen, wie man den Film erhalten möchte. Wenn man hier jetzt auch nur einzelne Einstellungen falsch ausbelichtet und Ähnliches, brennt man diese Probleme in alle zukünftigen TV-Ausstrahlungen, Streaming-Angebote, Blu Ray- und sonstige Auswertungen.

Zitat von DanielL im Beitrag #341

Im Übrigen habe ich ja schon geschrieben: Vielleicht tue ich dem ganzen Projekt Unrecht. Vielleicht gibt es gute Gründe für die Veröffentlichungspolitik. Vielleicht ist Qualitätsanspruch ein Treiber der unrühmlichen Veröffentlichungsfrequenz. Allein: Es könnte doch so einfach sein, ein paar Worte darüber zu verlieren seitens der Verantwortlichen. Und da interessierte Nachfragen in der Regel an einer unkundigen Servicestelle enden, ist’s halt schwierig. Beobachten werde ich es aber sicherlich weiter. Endet die Edition nach ein paar Prestige-Titeln ganz? Schwenkt man danach um auf schnelle VÖ's unter Verwendung der Abtastungen für die DVD-Auswertung? Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass das Projekt bis 2032 über Projektmanager-Generationen getragen wird ;). Toll wäre natürlich eine anspruchsvolle Gesamtedition. Sollte es bei einer Teiledition bleiben oder zu der Low-Variante übergehen, wären mir dann aber einige wenige, dafür ehrliche, exklusive Single-Steelbooks mit neuen Bonusmaterialien lieber gewesen. Dann hätte man eine vernünftige DVD-Edition gehabt und für Highlights der Reihe in ein "Nonplusultra" investiert.

Ich finde es ebenso schade, dass die Verantwortlichen sich nicht zu Wort melden. Ich kann mir nur vorstellen, dass die erste Box tatsächlich ein Versuchsballon war. Man hat die ersten drei (für TV, Streaming und Co restaurierten) Filme auf Blu Rays auf den Markt geworfen um zu sehen, ob Nachfrage herrscht und Resonanz bekommen, dass man sich mehr Restauration und höheren Qualitätsanspruch erhofft. Wenn die unrühmliche Veröffentlichungsfrequenz tatsächlich darin begründet liegt, dass man diese Kritik annimmt und mehr Aufwand betreibt für die nächsten Filme, wäre dies doch stark zu begrüßen?
Man tastet immerhin komplett neu ab. Da man alle 32 Filme (plus "Wartezimmer") in Form von 1080p-Mastern lagern hat, hätte man theoretisch sofort eine Box mit allen Filmen auf Blu Ray veröffentlichen können.

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.507

03.02.2017 16:52
#343 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Übrigens mal eine Frage in die Runde:
Wie komme ich eigentlich auf 4k?
Die Basis der ersten Blu Ray-Box waren ja 2k-Abtastungen.
Ist der einzige Grund dafür, dass ich nun selbstverständlich von 4k ausgehe tatsächlich, diese dubiose Aussage von "Filmfuzzy"?

Zitat von filmfuzzy im Beitrag #289
Ich hatte Gestern die gelegenheit das UHD-Master des 4k-Scans
von "Das Gasthaus an der Themse" und "Der Fälscher von London" anzuschauen, der Hammer !

Spätestens jetzt wäre eine Äußerung von Beteiligten doch mal sehr gut.

DanielL Offline




Beiträge: 3.697

04.02.2017 13:48
#344 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Zitat von Fabi88 im Beitrag #342
Zum "Dreieck": Dass die originale und vom englischen Hauptproduzenten so intendierte farbige Langfassung eine "unbefriedigende Kompromisslösung" darstellen sollte, kann ich nicht ganz nachvollziehen.


Ich sehe mir auch lieber die Originalfassung dieses Films an. Der deutsche s/w-Cut verliert m.E. deutlich an Atmosphäre. Bei fast allen Towers-Produktionen gefallen mir die britischen Fassungen besser, die ja letztlich auch sind, wie sie der Regisseur vorgesehen hat. Unterschiedliche Längen und Schnittreihenfolgen sind dabei ja eher die Regel als die Ausnahme. Das ist aber doch wohl nicht Kern dieser Diskussion. Es geht doch wie du selber schreibst, um die Erhaltung der Filme. Und dazu gehört eben in dem Fall auch bzw. gerade die DF. Wie egoistisch wäre es denn, bei allen möglichen Wallace-Filmen auf eine bestmögliche Neuabtastung zu bestehen und ausgerechnet hier zu sagen: "Mir egal. Gibt's halt nur noch die britische OF". Oft sind bei Towers Filmen zwar die OF länger, einzelne Szenen (etwa mit dt. Cast) jedoch in der DF länger. Ich weiß nicht aus dem Kopf, ob es auch beim Dreieck der Fall ist. Eine Fassung mit wechselnden Quellen, mal guter, mal schlechter Vorlage, tlw. dann Zwangsuntertitel wegen der Audiospuren... Das macht doch keinen Spaß. Eigentlich finde ich die DVD Lösung gut, wie sie ist. Für ne Blu könnte das meinetwegen genauso gehandhabt werden.

Zitat von Fabi88 im Beitrag #342
"Akasava" wurde für die DVD in 1080p von den Original-Negativen abgetastet, da ließe sich also ohne großen Aufwand eine Blu Ray-realisieren.

Quelle?

Zitat von Fabi88 im Beitrag #342
Wenn die unrühmliche Veröffentlichungsfrequenz tatsächlich darin begründet liegt, dass man diese Kritik annimmt und mehr Aufwand betreibt für die nächsten Filme, wäre dies doch stark zu begrüßen?


Absolut. Um es noch mal ganz klar zu sagen: Wenn es dazu mal aus seriöser Quelle verlässliche Infos gäbe, liegen die Blu-rays vermutlich innerhalb weniger Minuten bei mir im Einkaufskörbchen!

Zitat von Fabi88 im Beitrag #342
Die DVD weist viel Staub und andere Defekte auf - mehr als die Rialto-Wallace-DVDs, aber dies ließe sich wohl auch noch aus dem 1080p-Master retuschieren.

Zitat von Fabi88 im Beitrag #342
Man tastet immerhin komplett neu ab. Da man alle 32 Filme (plus "Wartezimmer") in Form von 1080p-Mastern lagern hat, hätte man theoretisch sofort eine Box mit allen Filmen auf Blu Ray veröffentlichen können.


Ist das denn jetzt sicher, dass alle Filme ohnehin schon 1080p-Master "ready to use" haben? Meine Rückfragen aus Beitrag #228 in diesem Thread wurden mir da noch nicht einddeutig beantwortet.

Gruß,
Daniel

DanielL Offline




Beiträge: 3.697

05.02.2017 19:52
#345 RE: Wallace-Blu-Ray Zitat · antworten

Zur Situation bei CCC mal in das Video hier hineinschauen:
https://www.bundestag.de/dokumente/texta...ien-film/474520
Ab 05:40 spricht Frau Dr. Brauner.

Gruß,
Daniel

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