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Dieses Thema hat 5.252 Antworten
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brutus Offline




Beiträge: 12.806

27.05.2016 18:54
#5206 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Die Zeit fliegt ja geradezu an einem vorbei, eben war doch noch Ostern.

Nach der doch recht umfänglichen Wanninger-Vorabendsause folgte im April nun wieder ein eher kurzes Vergnügen: Stewardessen. Johanna von Koczian als Flugbegleiterin, die ob in der Luft oder am Boden in allen Lagen ihre Frau steht (wer die Rückenlage vermisst verwechselt die Serie mit dem gleichnamigen
Erwin C. Dietrich - Streifen ).


Bei den Abendserien hab ich nach der Fast-Enttäuschung Lobster zu einem Bavaria-Klassiker gegriffen, bei dem man nun wirklich nix falsch machen konnte:
Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion

Hier geht's mir ähnlich, wie bei einigen Edgar Wallace Klassikern, ich kann gar nicht zählen wie oft ich das schon gesehen habe
(und die LP mit der genialen Musik von Peter Thomas ist mit die meistgespielte in meiner ganzen Sammlung).

Auch an den Mehrteilern habe ich weitergearbeitet, zwei Mehrteiler des DFF sind dazugekommen:

Die Spur führt in den 7. Himmel 5-teilig aus dem Jahre 1963, sowie

Die Dame aus Genua 3-teilig von 1969

Beide Krimis spielen, da es ja im Sozialismus eigentlich keine Verbrechen geben kann, im westlichen Ausland, ersterer in Wien, der andere in einer schwäbischen Kleinstadt.


Das die Doktrin der nichtexistierenden Verbrechen nicht lange durchgehalten werden konnte, zeigt Jahre später der Polizeiruf 110, wo ich sukzessive die ersten 6 DVD-Boxen durchstöbere (neben dem Tatort die einzige Serie, welche ich achronologisch sehe).


Eine fast perfekte Sache
(040)

Das Ermittlertrio Fuchs, Arndt und Subras ist einem Gaunertrio auf der Spur, welches mit einem Trick Wohnungseinbrüche begeht: Alleinstehenden Damen wird während des Einkaufes unauffällig der Wohnungsschlüssel entwendet und dann rasch die Wohnung leergeräumt, bevor die Besitzerin nach Hause kommt.



Ein ungewöhnlicher Auftrag (041)

OL Hübner rollt bei einem Lehrgang vor Offiziersschülern exemplarisch einen seiner Fälle auf: den Diebstahl aus einem Hotelsafe



Holzwege (051)

Ein Unfall mit Todesfolge führt zu Ermittlung von Unterschlagungen, welche OL Fuchs mit dem neuen Kollegen Woltersdorf durchführen muss, dem Ersatz für den auf einem Lehrgang befindlichen Subras. Am Sägewerk kommt immer deutlich weniger Holz an, als oben im Wald geschlagen wird, Holz weg aufm Holzweg.



In derselben Nacht (012)

In einem Waldstück wird eine junge Frau tot aufgefunden, die eine größere Geldmenge mit sich führte. Ein Mann, der sich ihr, aber auch anderen Frauen, schon früher unsittlich genähert hatte, wird mit einer größeren Geldmenge aufgegriffen und gesteht, doch auch der Verlobte der Toten kann plötzlich Schulden bei seiner Ex-Frau begleichen. Kniffliger Fall für Fuchs, Arndt uns Subras



Der Tod des Professors (028)

Komplizierte Familiengeschichten, die letztlich im titelgebenden Tod enden, müssen von Fuchs und Arndt aufgedröselt werden



Siegquote 180 (013)

Ein angesägtes Rad an einem Sulky führt zu einem Sturz des Favoriten und damit Fuchs und Arndt an die Rennbahn (ja wo laufen sie denn?)
Vera Arndt löst den Fall mit Akribie und hat auch noch aufs richtige Pferd gesetzt.




Da dies ein doch recht überschaubares Pensum war, blieb noch Zeit für eine Reihe von Filmen, dazu folgt dann noch ein weitere Post

brutus Offline




Beiträge: 12.806

03.06.2016 17:19
#5207 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Nun zu meinem Filmen im April, Teil 1


Das gelbe Haus am Pinnasberg D 1970

mit Siegfried Schürenberg, Eddi Arent, Gernot Endemann, Tilly Lauenstein, Mascha Gonska u.a.

Schürenberg als Betreiber eines Bordells für Frauen. Diverse Irrungen und Wirrungen, von Freddy Vohrer als Satire angelegt, aber mäßig lustig.
Sexklamotten aus dieser Zeit haben immer ein Problem: Zuviel Sex und zu wenig Klamotten, oder umgekehrt
2 von 5 Punkten



Der Killer und der Kommissar F 1972

mit Jean Gabin, Fabio Testi, Uschi Glas, Bernard Blier, Gerald Depardieu u.a.

Testi als gewalttätiger Ausbrecher, Gabin als Kommissar, der ihn wieder dingfest machen soll, was aber gar nicht so einfach ist, denn der Revolver sitzt bei Testi doch sehr locker. Leichen pflastern quasi seinen Weg, nur bei Uschi Glas macht er eine Ausnahme.

So richtig nachvollziehbar ist die Schiesswütigkeit des Ausbrechers eigentlich nicht, bringt er doch mit jedem Opfer die ihn verfolgenden Bullen immer wieder auf seine Spur. 3 von 5 Punkten



Peter Voss der Millionendieb D 1958

mit O.W. Fischer, Ingrid Andree, Walter Giller, Margit Saad, Boy Gobert, Peter Mosbacher, Peter Carsten, Ludwig Linkmann, Hans Leibelt u.a.


Peter Voss, gerade von einer Reise nach Hause zurückgekehrt, hilft dem Vater einer Freundin aus einer finanziellen Klemme indem er einen Bankraub vortäuscht, bei dem er angeblich eine größere Geldmange erbeutet, die aber wegen eines geplatzten Juwelengeschäftes gar nicht vorhanden ist. Die Versicherung, welche den Schaden ersetzen soll, beauftragt den Detektiv Bobby Dodd dem Täter und der Beute auf die Spur zu kommen. Peter Voss begibt sich inkognito an Bord eines Überseedampfers.
Seine Freundin Barbara, Bobby Dodd und die Bande eines gewissen Barons, der genau diesen Bankraub ebenfalls geplant hatte, dann aber von Peter Voss ausgebremst wurde, gehen ebenfalls an Bord. Über Rio, Mexiko und Tokio geht die Reise nach Hongkong, wo das ursprüngliche Juwelengeschäft stattgefunden hat, dessen Hintergründe von Peter Voss mit Hilfe von Bobby Dodd dann auch noch aufgeklärt werden können.

Durchaus gelungene Komödie, an vielen Originalschauplätzen gedreht. O.W. Fischer kann in der Titelrolle glänzen und steht Viktor de Kowa oder Willi Forst, die schon 1944 bzw. 1932 in diese Rolle schlüpften, in nichts nach. Ob des Erfolges gab es ein Jahr später noch die Fortsetzung: Peter Voss, der Held des Tages.
Und auch Walter Giller durfte noch ein mal ran, in: Bobby Dodd greift ein. 4 von 5 Punkten



Nachts, wenn der Teufel kam D 1957

mit Claus Holm, Mario Adorf, Hannes Messemer, Karl Lange, Peter Carsten, Werner Peters, Annemarie Düringer, E.F. Fürbringer, Christianen Nielsen, Lukas Amann, Georg Lehn, Monika John, Karl-Heinz Peters u.a


Der brutale Mord an einer Kellnerin scheint schnell aufgeklärt, ihr Geliebter Willi Keun, ein unbedeutender Parteisoldat, wird festgenommen. Der Kriminalkommissar Kersten, der eher durch Zufall von diesem Fall erfährt, hat jedoch Zweifel an der Täterschaft Keuns, da er von weiteren ähnlich gelagerten Fällen Kenntnis hat. Er vermutet einen geistig gestörten Serientäter, eine Theorie, die dem SS-Gruppenführer Rossmann durchaus in den Kram passt, spielt dieser doch mit dem Gedanken Behinderte aus dem 'gesunden Volkskörper' zu entfernen. Tatsächlich spürt Kersten den wahren Täter auf: den Hilfsarbeiter Bruno Lüdke, der dann auch alle die ihm zur Last gelegten Morde und so gar noch weitere gesteht. Das jedoch ist Rossmann dann aber zu viel, ein Massenmörder, der jahrelang sein Unwesen treiben konnte, ohne von der Polizei des Reiches dingfest gemacht werden konnte, passt nun gar nicht in das Bild eine perfekt organisierten Staatsapparates. Der ursprünglich beschuldigte Keun wird wg. Mordes verurteilt und dann 'auf der Flucht' erschossen. Lüdke ohne jedwedes Verfahren liquidiert, der heftig protestierende Kersten degradiert und in ein Strafbataillon an der Ostfront verfrachtet.

Wohl die beste Regieleistung Robert Siodmaks nach seine Rückkehr nach Deutschland und der Durchbruch für Mario Adorf.
Mit einer ganzen Anzahl von Preisen ausgezeichnet, bis hin zur Oscar-Nominierung
4,5 von 5 Punkten

brutus Offline




Beiträge: 12.806

06.06.2016 08:37
#5208 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Weiter geht es mit Teil 2


Gern hab ich die Frauen gekillt A/I/F 1966

mit Stewart Granger, Pierre Brice, Lex Barker, Karin Dor, Margaret Lee, Klaus Kinski, Walter Giller, Richard Münch, Peter Vogel u.a

Ein von der Polizei gehetzter Mörder dringt nachts in die Wohnung eines Professors ein. Dieser erzählt, um die Zeit bis zum Morgen zu überbrücken, drei Geschichten:
ein Privatdetektiv klärt den Mord an einem Journalisten in Wien, ein Agent soll wichtige Dokumente nach Rom überbringen, ein weiterer Agent vehindert in Rio einen
Putschversuch.

Drei kurzweilige Episoden zu einem Film zusammengefasst und durch eine kleine Rahmenhandlung verbunden (deren Auflösung aber hanebüchen ist)
Zeitlich und inhaltlich bewegen sich die 3 Episoden eher auf Vorabendserien-Niveau, sind aber deutlich besser besetzt, dazu noch an Originalschauplätzen gedreht.
Die 3 Karl-May-Stars nehmen sich hier entspannt selbst ein wenig auf die Schippe. 3,5 von 5 Punkten



Das Mädchen aus der Südsee D 1950

mit Hardy Krüger, Angelika Hauff, Madelon Truß, Peter Mosbacher, Albert Florath, Walter Giller, Erna Sellmer, Hubert von Meyerinck, Franz Schafheitlin, Karl-Heinz Peters u.a.


Die beiden Studenten Richard Kirbach und Ralph Wandrey haben eine gemeinsame Wohnung, ersterer ist ein begeisterter Amateurfunker und hat auf diesem Wege Kontakt mit Arnold Piper, der auf einer Südseeinsel lebt und mit Richard hauptsächlich Schach spielt. Eines Tages will er seine Nichte Lale nach Europa schicken und kündigt diese bei Richard an. Dieser Funkspruch wird aber von dem Paar Jessie und Lothar abgehört, erstere begibt sich ebenfalls nach Hamburg und gibt sich dort als Lale aus, die dann aber auch dort eintrifft. So nimmt das Chaos seinen Lauf...

Frühe Nachkriegskomödie mit Hardy Krüger in der Hauptrolle. Zu der Zeit war Funken, trotz Post-Monopols, wohl noch ein weiter verbreitetes Hobby und den Morse-Code kannten auch noch ne ganze Menge Leute (musste z.B. meine Mutter als Marinehelferin damals auch lernen). 3 von 5 Punkten



Ich spreng' euch alle in die Luft D 1966

mit Götz George, Werner Pochath, Eddi Arent, Siegfried Wischnewski Walter Barnes, Karl Schönböck, Ingeborg Schöner, Anthony Steel, Herbert Fux


Inspektor Blomfield wird zufällig Zeuge eines Raubes in einer Firma. Bei der Verfolgung des Täters kommt dieser zu Tode. Kurze Zeit später dringt der Bruder des Getöteten in das Polizeipräsidium ein um sich an Blomfield zu rächen. Da dieser nicht anwesend ist nimmt der Rächer kurzerhand seine Kollegen als Geiseln, mit Hilfe von Niroglyzerin. Alle warten auf die Rückkehr Blomfiels, doch der ist mit einem Mordfall beschäftigt und denkt gar nicht daran ins Präsidium zurück zu kehren.


Im Untertitel heißt es: Inspektor Blomfields Fall Nummer 1 und im Nachhinein kann man froh sein, das es bei diesem einen Fall geblieben ist. Zwar noch ganz ansprechend besetzt, zerfällt der Film rasch in zwei Hälften: hier der Inspektor der fast mühelos im Alleingang den Mordfall löst, dort der einsame Rächer der mit ähnlicher Mühelosigkeit eine ganze Schar von Schreibtischtätern in Schach halten kann. Beides mäßig spannend. Ein echter Zehetgruber halt. 2 von 5 Punkten

brutus Offline




Beiträge: 12.806

07.06.2016 13:03
#5209 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Ja, ich war fleissig


Ein Tote hing im Netz D 1960

mit Alex D'Arcy, Barbara Valentin, Rainer Brandt, Harald Maresch, Helga Franck, Dorothee Glöcklen, Helga Neuner u.a.

Der Showmanager Gary Webster sucht für eine Revue in Asien noch eine Reihe von Tänzerinnen. Nach einem erfolgreichen Casting begibt er sich mit seiner Truppe an Bord eines Flugzeuges welches aber über dem Pazifik in Not gerät und ins Meer stürzt. Webster, seine Assistentin Gladys uns weiter sieben der Tänzerinnen können sich mit Hilfe eines Schlauchbootes auf eine Insel retten. Im Inselinneren entdecken sie eine Hütte und finden dort einen älteren Toten, eingewoben in ein riesiges Spinnennetz. Da Tagebuch des Toten weist ihn als Professor Green aus, der auf der Insel diversen Forschungen nachging. Die Tage vergehen, die Stimmung ist angespannt. Da wird Webster eines Nachts bei einem Streifzug über die Insel von eine riesigen Spinne angefallen und gebissen. Er kann die Spinne zwar töten, das Gift verwandelt ihn aber sukzessive in ein Monster. Als ein solches stellt er jetzt den anderen Insulanern nach. Zeitgleich landen zwei Assistenten des Professors auf der Insel, um Vorräte zu bringen und sind erstaunt statt des Professors eine Schar junger Damen zu finden. Für diese scheint dadurch die Rettung nahe, doch das Spinnenmonster Gary steht dieser Rettung noch im Wege.


Wolf C. Hartwig wagte sich nach Der Nackte und der Satan noch ein weiteres Mal an das Genre des Horrorfilms heran und diesmal ist das Endprodukt stark an die Monsterfilme der fünfziger Jahre angelehnt. Tricktechnisch nicht gerade in der ersten Reihe legt Hartwig natürlich mal wieder besonderen Wert auf die dreidimensionalen Vorzüge seiner meist sehr spärlich bekleideten Darstellerinnenriege (wg. der tropischen Temperaturen) und das prompte Urteil des katholischen Filmdienstes ("ein nicht mehr zu unterbietendes Schundprodukt") gilt heute ja eher als must-see Prädikat. 3,5 von 5 Punkten



Geheimnisse in goldenen Nylons D,F,I 1967

mit Peter Lawford, Ira von Fürstenberg, Georges Géret, Maria Grazia Buccella, Wolfgang Preiss, Werner Peters, Horst Frank, Wolfgang Kieling, Eva Pflug, Siegfried Wischnewski, Herbert Fux u.a.

Der kleine Taschendieb Carlos wird in Berlin Zeuge der Entführung eines hohen US-Diplomaten und kann sich dabei dessen Aktentasche in seinen Besitz bringen. Es gelingt ihm zwar seinen Verfolgern zu entkommen, doch bei dem Versuch den Inhalt der Tasche, eine größere Anzahl offensichtlich brisanter Dokumente, zu Geld zu machen lockt er eine ganze Reihe von Verfolgern auf seine Spur: die Polizei, diverse Gangster und konkurrierende Geheimdienste. Am Ende kommt er nur mit Glück, seiner Fingerfertigkeit und der Hilfe der schönen Anna aus der ganzen Sache raus, zwar ohne das große Geld, dafür aber mit zwei Flugkarten nach Mexico (so auch der französische Originaltitel).


Ganz netter Agentenfilm in der Variante Allein gegen Alle. Der Held hat zwar gegen die Übermacht seine Gegner keine Chance, kann diese aber nutzen. Da die diversen Hehler in Europa verteilt sind (Paris, Wien, Schweiz), die Transaktion aber immer im letzten Moment scheitert, kommen die Protagonisten ganz schön rum und können das Leben in vollen Zügen genießen. 3 von 5 Punkten



Ganovenehre D 1966

mit Mario Adorf, Gert Fröbe, Curt Bois, Karin Baal, Helen Vita, Ilse Pagé, Gretl Schörg, Gert Haucke, Martin Hirthe u.a.


Der aus dem Zuchthaus entlassene Geldschrankknacker Artisten-Orje kommt bei seiner Flamme Nelly unter, die im Hause von Madame Olga arbeitet, einem als Massagesalon getarntem Bordell. Von den beiden Damen überredet tritt er eher widerwillig in die Gilde der Zuhälter ein, über deren strenge Regeln der Gildenvorsitzende Importen-Paul wacht. Orje tut sich mit seiner neuen Rolle und den Regeln seiner Gilde doch recht schwer und als nach einigen Ereignissen Nelly und Olga von der Gilde ausgestoßen werden und Berlin daraufhin binnen 24 Stunden zu verlassen haben, ist Orje entschlossen aus der Gilde auszutreten. Nur ist diese Fall in den Statuten gar nicht vorgesehen, die Mitgliedschaft endet erst mit dem Tode. Aber dieser Zeitpunkt ist ja variabel und so versucht Importen-Paul diesen Termin deutlich vorzuziehen.


Wolfgang Staudtes Komödie spielt im Berlin der zwanziger Jahre und ist ein weinig als Satire angelegt, die Unterwelt gibt sich gar strengere Gesetze als der Staat selbst und ahndet Verstöße dagegen mindestens genauso konsequent. Stark mal wieder Mario Adorf der sich als tumber Geldschränker plötzlich in der falschen Branche wiederfindet und auch Curt Bois als graue Eminenz des Hauses. 3 von 5 Punkten



Eheinstitut Aurora D 1962

mit Eva Bartok, Carlos Thompson, Elisabeth Flickenschildt, Hans Nielsen, Claus Holm, Ina Duscha, Walter Gross, Rainer Brandt, Rudolf Vogel, Albert Bessler u.a.


Die zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilte Mörderin Eva Horn versucht während eines von ihrem Anwalt erwirkten Hafturlaubes mit diesen zusammen den wahren Mörder ihres Mannes zu finden. Dazu begibt sich sich in das Eheinstitut Aurora um dort Christinow Tomkin unauffällig kennenzulernen, der in irgendeiner Weise in den damaligen Mordfall verwickelt scheint und in diesem Institut als Lockvogel für die zahlungskräftigere weibliche Kundschaft arbeitet. Aber auch die Eigentümerin des Institutes hat Probleme. Nicht nur wegen der doch stark schwankenden Erfolge ihrer Eheanbahnungsstrategien, sondern auch wegen der großzügigen Zuwendungen an ihren Sohn, der aber diese Gelder meist sehr wenig gewinnbringend verspielt. Gerade jetzt ist er mal wieder in Nöten, hat er doch wegen seiner Spielschulden einen kleinen Kredit aus der Kasse seiner Firma genommen, den vor einer Revision auszugleichen dringend geboten erscheint. Aber auch im Hause des damalig ermordeten Bankiers gehen merkwürdige Dinge vor. Steckt der immer noch im Hause beschäftigte Butler dahinter? Eva Horn bittet den Bruder des Toten um Hilfe, die dieser bereitwillig zu gewähren bereit ist. Inzwischen ist der Anwalt nicht untätig geblieben, hat er doch endlich den Apotheker ausfindig gemacht, bei dem damals das Rezept für das tödliche Strychnin vorgelegt wurde. Aber von wem?

Veritabler Krimi mit leicht komödiantischem Einschlag, für den besonders die Rahmenhandlung um das Institut und ihre Leiterin zuständig ist (Elisabeth Flickenschidt als selbsternannte Baronin trägt diesen Teil fast im Alleingang). Aber die Balance stimmt. 4 von 5 Punkten
(Hier möchte ich nochmal ausdrücklich auf die Bewertungen von Percy Lister und Prisma in dem Eva-Bartok Thread hinweisen)




Alibi D 1955

mit O.E. Hasse, Hardy Krüger, Martin Held, Eva-Ingeborg Scholz, Peer Schmidt, Charles Regnier, Siegfried Schürenberg, Ludwig Linkmann, Helmuth Rudolph, Stanislav Ledinek, Jan Hendriks, Maria Sebaldt u.a.


Peter Hansen, Chefreporter einer Zeitung kommt mit sensationellen Berichten über amerikanische Atombombentests in seine Redaktion zurück, darüber gerät der Bericht seines Kollegen Roland über dem Mord an der Frau des bekannten Wissenschaftlers Dr. Overbeck ein wenig ins Hintertreffen. Einige Wochen später wird er wieder an diesen Fall erinnert, er ist für diesen Mordprozess als Geschworener vorgesehen. Eher semibegeistert nimmt er diese Aufgabe an, aber im Laufe des Prozesses gegen den Angeklagten
Harald Meinhardt, den Geliebten der Frau Overbeck, beginnt ihn der Fall zu interessieren. Alle Indizien sprechen gegen den Angeklagten, der letztendlich, trotz seiner eindringlichen Unschuldsbeteuerungen, zu einer Zuchthausstrafe von 10 Jahren verurteilt wird. Aber die Zweifel bei Hansen, der als einziger Geschworener gegen eine Verurteilung gestimmt hat, bleiben. Als auch noch der verzweifelte Vater des Verurteilten bei ihm insistiert, beginnt er selbst mit Nachforschungen, über deren Ergebnisse er zunehmend in seine Zeitung, auch gegen den Willen seiner Vorgesetzten, berichtet. Letztendlich startet er in seiner Zeitung eine richtige Kampagne, auf die sich tatsächlich neue Zeugen melden, deren Aussagen den tatsächlichen Täter entlarven. Meinhardt wird aus der Haft entlassen (also kein trauriges Ende).


Guter Krimi vom Erfolgsduo Weidenmann/Reinecker in dem diesmal die Presse in die Rolle des Freund und Helfers schlüpft um einen Justizirrtum zu berichtigen.
Die Gerichtsverhandlung nimmt einen großen Teil des Filmes ein und die nachfolgende Wandlung vom Saulus zum Paulus, also vom kaltschnäuzigen Reporter zum konsequenten Streiter für die Wahrheit ist durchaus eindringlich geschildert. 4,5 von 5 Punkten




Natürlich dürfen auch die obligaten Wallace-Streifen nicht fehlen, als da wären:


Der Mann, der seinen Namen änderte D 1958

Die Kammer des Schreckens GB 1940

Todestrommeln am großen Fluss GB/D 1963



Die beiden letztgenannten waren allerdings keine Erstsichtungen ebenso nicht


Ein Toter spielt Klavier GB 1961

brutus Offline




Beiträge: 12.806

08.06.2016 11:51
#5210 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Ich hänge ganz schön hinterher, also gleich zum Mai.

Bei den Vorabendserien habe ich mich endlich durch den zweiten Teil der großen Wanninger-Sause durchgekämpft:

Die unsterblichen Methoden des Franz Josef Wanninger

Mit kleinen Veränderungen wurde nach einer Pause von 6 Jahren die Erfolgsserie fortgesetzt. Wanninger selbst ist nun im Ruhestand, sein ehemaliger Kollege Steiner ist jetzt der Chef, Fröschl und sein neuer Kollege Kettwig machen die eigentliche Arbeit, müssen aber praktisch in jeder Folge auf den Pensionär Wanninger und dessen Methoden zurückgreifen.


Bei den Abendserien bin ich beim utopischen Genre geblieben:

Das blaue Palais

Rainer Erler schildert in diese 5-teiligen Serie den Alltag in einem von einer privaten Stiftung finanzierten Forschungsinstitut, in dem mehrere Forscher verschiedener Wissenschaftszweige ihren Forschungen nachgehen. Wobei in allen Folgen der für die mittsiebziger Jahre typische Wissenschaftsskeptizismus mitschwingt. Auch ist das Auftreten der einzelnen Forscher ihren Probanden oder der Allgemeinheit gegenüber manchmal doch sehr grenzwertig. Einige der thematisierten Probleme haben sich inzwischen in Wohlgefallen aufgelöst (dafür sind neue dazugekommen), andere sind nach wie vor aktuell.



Weiterhin sehe ich mit alte Mehrteiler des DFF an, diesmal waren es:


Der Ermordete greift ein 5-teilig aus dem Jahre 1961

Ein Schauspieler wird auf offener Bühne erschossen, weil in der Requisite die Platzpatronen heimlich durch echte Patronen ersetzt worden waren. Die Spur führt in ein obskures Privatsanatorium. Spielt im Düsseldorf der späten 20er oder frühen 30er Jahre. Klassischer Whodonit mit überraschender Auflösung.


Projekt Aqua 2-Teiler von 1969

In einem nordafrikanischen Staat ist die DDR-Industrie am Bau eines Wasserkraftwerkes beteiligt. Dieses Prestigeprojekt soll, um die DDR-Wirtschaft zu diskreditieren,
umfänglich sabotiert werden. Das muss natürlich verhindert werden und so wird Major Sander vom MfS mal wieder in Marsch gesetzt.
Nach Der Mann aus Kanada und Treffpunkt Genf der letzte Teil der losen Major Sander Trilogie



Mit ein wenig Glück schaffe ich es vor meinem Urlaub doch noch alle mir vorliegenden Folgen des Polizeirufes zu sehen.


Vorurteil? (042)

Nach einem heftigen Ehestreit wird eine Frau tot in einem Ruderboot aufgefunden, ist aber eigentlich ertrunken. Alle Indizien weisen auf den Ehemann hin, zumal dieser
nach einer ersten Befragung durch die VP auch noch spurlos verschwindet. Doch so einfach ist dieser Fall für Oberleutnant Fuchs nicht.



Barry schwieg (061)

Nach 5-jährigem Gefängnisaufenthalt wg. eines Überfalls kehrt ein Mann vorzeitig entlassen zu seiner Frau zurück, die aber keinen Wert auf eine Reunion legt, hat sie sich doch in der Zwischenzeit ein neues Leben aufgebaut. Zeitgleich wird in ehemaligen Haus dieses Mannes eingebrochen, dabei wird eine Frau schwer verletzt, die später eben diesen Verletzungen erliegt. Der Einbrecher hatte es wohl auf die Beute des Raubüberfalles abgesehen, die nie gefunden worden war. Ist diese zeitliche Übereinstimmung nur ein Zufall? Das Trio Fuchs, Arndt und Hübner muss in mehrere Richtungen ermitteln.



Ein Fall ohne Zeugen (032)

Ein Neugeborener wird am hellichten Tage entführt und bleibt spurlos verschwunden. es tauchen keinerlei Forderungen eines potentiellen Erpressers auf.
Hübner und Subras überreden Vera Arndt, ihren Urlaub zu verschieben, denn die Zeit wird knapp.



Im Alter von ...

Ein Junge verschwindet an einem See und wird bei einer Suche durch die Polizei tot aufgefunden. Da OL Fuchs ein persönlicher Freund der Familie ist, zieht sein Chef
ihn von dieser Sache ab. Hübner und Arndt müssen ran.

(Diese Folge hätte als Episode 30 im Februar 1975 gesendet werden sollen, wurde aber nach den Dreharbeiten auf Anweisung von oben abgewürgt, die angeordnete Vernichtung des gesamten Filmmaterials unterblieb jedoch zum Teil, so das nach der Wiederauffindung eines noch erhaltenen Kameranegatives im Jahre 2011 anhand des noch im Privatbesitz befindlichen Drehbuches eine Nachsynchronisierung - mit den Stimmen vieler der zu diesem Zeitpunkt aktuellen Polizeiruf-Kommissare - erfolgen konnte)

patrick Offline




Beiträge: 2.763

08.06.2016 12:31
#5211 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Zitat von brutus im Beitrag #5211


Ein Toter spielt Klavier GB 1961





Einer meiner Lieblingsfilme

TV-1967 Offline



Beiträge: 360

08.06.2016 19:09
#5212 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Geht Ihr Abends auch mal einen trinken...??

Tarzan Offline



Beiträge: 858

08.06.2016 19:17
#5213 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

"Trau keinem, der nicht trinkt," sagte einst der unvergessene John Wayne. Prost!

patrick Offline




Beiträge: 2.763

08.06.2016 19:18
#5214 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Zitat von TV-1967 im Beitrag #5214
Geht Ihr Abends auch mal einen trinken...??


Manchmal kann ich Filme nur betrunken ansehen.

Josh Offline




Beiträge: 7.841

08.06.2016 21:52
#5215 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Es gibt eine Menge Filme, die erst mit dem entsprechenden Pegel so richtig Spass machen

brutus Offline




Beiträge: 12.806

09.06.2016 16:11
#5216 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Filme durfte ich im Mai ja auch noch sehen, wobei ich mich diesmal auf 3 Detektive konzentriert habe: Paul Temple (wobei der eher Schriftsteller ist), Nick Charles und Philip Marlowe, drei völlig unterschiedliche Typen.


Der grüne Finger GB 1946

Wie ist Rex? GB 1948

Jagd auf Z GB 1950

Paul Temple und der Fall Marquis GB 1952



Der dünne Mann USA 1934

Nach dem dünnen Mann USA 1936

Noch ein dünner Mann USA 1939

Der Schatten des dünnen Mannes USA 1941

Der dünne Mann kehrt heim USA 1944

Das Lied vom dünnen Mann USA 1947



Lebwohl, mein Liebling GB/USA 1975

TV-1967 Offline



Beiträge: 360

09.06.2016 23:08
#5217 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Halloo Brutus, es ist doch langsam Sommer...gaaanz langsam...

brutus Offline




Beiträge: 12.806

10.06.2016 14:31
#5218 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Zitat von TV-1967 im Beitrag #5219
Halloo Brutus, es ist doch langsam Sommer...gaaanz langsam...

Zeit auf der Terrasse rumzulungern und dem Gras beim Wachsen zuzusehen . Wobei jetzt eher die buntgekleideten Gestalten, die übers Gras rüberlaufen, meine Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen werden (das erinnert mich daran endlich mal meinem Tipp fürs Eröffnungsspiel abzugeben). Die erste Kiste Andechser liegt schon mal auf Eis

brutus Offline




Beiträge: 12.806

04.07.2016 18:40
#5219 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Der Juni war ja zum Teil von der Fußball-EM geprägt, vor deren Beginn konnte ich aber noch einen Teil meines Serienpensums erledigen, so zum Beispiel die Vorabendserie
Wolken über Kaprun mit Horst Naumann und Doris Kirchner in den Hauptrollen.


Bei den Abendserien hab ich mir Die Abenteuer des Monsieur Vidocq ausgesucht. Leider besitze ich nur die erste der beiden Staffeln.
Claude Brasseur in der Titelrolle des Vidocq, der vom Sträfling zum Chef der Sûreté aufsteigt und sich als solcher nicht nur mit Verbrechern und Kriminellen rumschlagen muss, sondern vor allem mit den Intrigen des Adels.


Es kommt bei mir eher selten vor das ich neu gekaufte DVDs so bald als möglich anschaue, meist hängen die im Regal erst mal gut ab.
Eine dieser Ausnahmen war Die Spur mit dem Lippenstift, den hab ich quasi ausgepackt und dann an drei Abenden hintereinander gesehen (für den dritten und letzten Teil habe ich sogar das Eröffnungsspiel sausen lassen, besser war das).


Mit dem Fünfteiler Das grüne Ungeheuer folgte dann noch der vorletzte DFF-Mehrteiler meiner Sammlung. Wie üblich spielt auch dieser Mehrteiler im Ausland, diesmal in Guatemala und Umgebung.


Bei der Durchsicht meiner 6 Polizeiruf-Boxen bin ich nun fast durch, diesmal waren dran:


Zwischen den Gleisen (035)

Auf dem Gelände eines Güterbahnhofs werden immer wieder Waren aus den dort rangierten Güterwaggons gestohlen, meist wertvolle Dinge wie Radios oder Uhren.
Hübner und Subras arbeiten zweigleisig (!). Während Subras in die Reihen der Rangierer einsickert, ermittelt Hübner offiziell. Ihn stellt sich vor allem die Frage, woher die Täter wissen in welchen Waggons die wirklich wertvollen Sachen stecken.



Der Ring mit dem blauen Saphir (018)

Ein etwas merkwürdiger Einbruch bei einem Juwelier beschäftigt Fuchs und Arndt. Der Täter klaut nicht etwa den wertvollen Goldschmuck aus der Vitrine, sondern die Silberimitate aus dem Safe. Der obligatorische abendliche Tausch war diesmal versehentlich unterblieben, trotzdem hätte der Täter den Unterschied bemerken sollen.
Zwar wird die Beute bei einem der Tatverdächtigen gefunden, aber dann taucht eine Leiche auf....



Des Alleinseins müde (047)

Ein Heiratsschwindler, der mit Raffinesse und Eleganz alleinstehende Damen ausnimmt, macht Fuchs und Subras zu schaffen. Durch ein Inserat kommen sie ihm auf die Spur.



Nachttresor (019)

Die tägliche Routine beim Leeren des Nachtresores einer Bank wird den Fahrern eines Geldtransporters zum Verhängnis. Durch sorgfältige Beobachtung gelingt es einem Gaunerpaar eine kleine Lücke in den Sicherheitsmaßnahmen auszuspähen. Einer der beiden Täter kann aus dem wartenden Wagen einen Geldsack entwenden. Zwar gelingt es den Fahrern durch glückliche Umstande den Flüchtigen samt Geld zu stellen, aber inzwischen hat der Wagen mit den restlichen Säcken Beine bekommen und ist weg. Hübner und Arndt müssen erkennen, das sich die beiden Täter praktisch gar nicht kennen und das der Gefasste eigentlich nur das Bauernopfer war, das die Aufgabe hatte, die Fahrer vom Wagen weg zu locken. Aber als der fast leere Transporter aufgefunden wird, schmieden sie einen Plan...


Zum Tode von Götz George habe ich dann, wie einige andere wohl auch, noch mal zu seinem ersten Einsatz als Horst Schimanski gegriffen.


Duisburg-Ruhrort (126)

brutus Offline




Beiträge: 12.806

13.07.2016 21:16
#5220 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · antworten

Fußball ist ja ganz nett, darf einen aber nicht all zu sehr von den wesentlichen Dingen ablenken. Trotzdem war mein Filmpensum im Juni leicht eingeschränkt.

Zuerst hatte ich ein Wiedersehen mit Dr. Murke:

Dr. Murkes gesammeltes Schweigen D 1964

Dr. Murkes gesammelte Nachrufe D 1965

mit Dieter Hildebrandt, Robert Meyn, Dieter Borsche u.a.


Der titelgebende Dr. Murke (Hildebrandt),Kulturredakteur beim Rundfunk, muss sich im ersten Film hauptsächlich mit dem selbsternannten Existenzphilosophen Professor Bur-Malottke (Meyn) rumschlagen, der als Freund des Intendanten (Borsche) in dieser Anstalt eine gewisse Narrenfreiheit genießt. Als Malottke wegen gewisser Bedenken einen bereits aufgenommenen Sendebeitrag abändern möchte, schlägt Murkes große Stunde.

Im zweiten Film ist Murke inzwischen zum Fernsehen gewechselt und steht einer Abteilung vor in der Nachrufe auf bedeutende Persönlichkeiten sozusagen auf Vorrat produziert werden. Dumm nur das sich in einem konkreten Fall zwischen vorbereitetem Nachruf und Ableben noch bedeutsame Dinge ereignet haben, deren Nichterwähnung dem Renommee des Senders schaden könnte. Die unvermeidliche Nervensäge Bur-Malottke springt ungefragt in die Bresche und das Unheil nimmt seinen Lauf.

Nach einer Satire von Heinrich Böll entstand ein TV-Film über einen Redakteur zwischen den Stühlen. Hier ein Kulturbetrieb, in dem noch ein gewisser Überhang an NS-Altlasten sein Unwesen treibt, dort eine Sendeanstalt (mit besonderer Betonung auf 'Anstalt') unter politischem Einfluss.

Ob des Erfolges des ersten Filmes wurde ein Jahr später mit den gleichen Hauptdarstellern ein weiterer Film produziert.


Anlässlich des 85. Geburtstages von Ingrid van Bergen habe ich mal wieder zu einem Wallace-Klassiker gegriffen

Das Geheimnis der gelben Narzissen


Dann habe ich mir gleich 3 Varianten des gleichen Stoffes angetan:

Der Hund von Baskerville

D 1937 mit Bruno Güttner und Fritz Odemar als Holmes und Watson, sowie u.a. Erich Ponto, Fritz Rasp. Peter Voß und Alice Brand

USA 1939 mit Basil Rathbone und Nigel Bruce, sowie Richard Green, Lionel Atwill u.a.

USA 1972 mit Stewart Granger und Bernard Fox, dazu noch William Shatner, Anthony Zerbe u.a.

Atmosphärisch hat mir da ersterer eigentlich am besten gefallen.



Drei Supermänner räumen auf I 1967

mit Brad Harris, Tony Kendall, Aldo Canti, Jochen Brockmann, Friedrich Joloff, Thomas Reiner u.a.

Der ultimative Duplikator gerät (natürlich) in die Hände eines Schurken, das können die 3 Supermänner doch nicht zulassen.

Mittelprächtiger Agentenheuler der Sechziger mit vielen Technikgimmicks, denen man allerdings das Budget ansieht. 2 von 5 Punkten



Lotosblüten für Miss Quon D,F,I 1967

mit Lang Jeffries, Francisca Tu, Werner Peters, Daniel Emilfork, Sal Borgese, Christa Linder u.a.

Ein abgehalfterter Lehrer findet in seiner Wohnung durch Zufall einen Beutel mit Diamanten, die der Vorbesitzer, ein ehemaliger General, dort versteckt hatte.
Leider wird er bei dem Fund von seinem Hausboy, der nebenbei als Polizeispitzel arbeitet (oder wars umgekehrt?), beobachtet. Da er auch noch seine Schulden bei einem Nachtklubbesitzer mit einem der gefundenen Diamanten begleichen will, hat er plötzlich eine ganze Menge zwielichtiger Gestalten am Hacken, die alle hinter den Diamanten her sind.

Einer der zahllosen Ostasien-Abenteuerfilme, diesmal von Jürgen Roland inszeniert, allerdings eher am unteren Ende der Skala angesiedelt. Weder Handlung, noch Darsteller, noch Kulisse bleiben nennenswert im Gedächtnis haften, 1,5 von 5 Punkten


Die Mörderklinik I 1966

mit William Berger, Françoise Prévost, Mary Young, Barbara Wilson u. a.

Dr. Robert Vance betreibt eine abgelegene Nervenklinik. Als eine neue Krankenschwester dort anfängt wird sie sogleich Zeuge eine brutalen Mordes. Der Täter scheint zwar schnell gestellt, es ist einer der Patienten, der aus seiner Zelle entwischen konnte, aber es melden sich doch rasch Zweifel. Und wer ist die Gestalt die im Dachgeschoß
haust, zu dem nur der Doktor Zugang hat ?


Passable Mischung aus Giallo und Gothic-Horror in stimmiger Kulisse, bisserl vorhersagbare Auflösung 3 von 5 Punkten



Spion für Deutschland D 1956

mit Martin Held, Nadja Tiller, Walter Giller, Gustav Knuth, Heinz Drache, Stanislav Ledinek, Günter Pfitzmann, Claude Farell, Werner Peters u.a.


Während des zweiten Weltkrieges schickt die deutsche Abwehr ihren Top-Spion Erich Gimpel (Held) in die USA mit dem Auftrag den Stand der amerikanischen Atomwaffen-Forschung in Erfahrung zu bringen. Nicht wirklich begeistert wird er via U-Boot an die amerikanische Ostküste verfrachtet, in seiner Begleitung der übergelaufene ehemalige US-Bürger Billy Cole (Giller), der ihn mit den amerikanische Gepflogenheiten des Alltags vertraut machen soll. Doch die Anlandung der beiden bleibt nicht unbemerkt und so ist bald die amerikanische Abwehr und das FBI hinter den beiden her. Ein erfahrener Spion wie Gimpel weis damit umzugehen, doch Cole ist einer solchen Belastung nicht gewachsen und wird bald geschnappt. Da er einiges über Gimpel sagen kann, wird die Luft für diesen dünner, doch er hat Glück. Am Bahnhof trifft er einen alten Freund, der gerade auf der Abreise ist und Gimpel seine Wohnung als Unterkunft andiehnt. So kann dieser der engmaschigen Hotelüberwachung entgehen und lernt in der Wohnung auch noch die reizende Joan Kenneth (Tiller) kennen. Bei dem Versuch einen Kontaktmann zu treffen wird er fast geschnappt und kann nur mit viel Glück seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. Ob der geringen Chancen seinen Auftrag je erfüllen zu können und Joan zuliebe beschließt er das Vorhaben sausen zu lassen und mit ihr nach Südamerika zu gehen. Da wird er auf Grund einer seiner Angewohnheiten doch noch geschnappt und in einem Militärgerichtsverfahren zum Tode verurteilt. Während er in der Todeszelle auf seine Hinrichtung wartet, stirbt jedoch Präsident Roosevelt und als dessen Nachfolger im Amt etabliert ist, ist der Krieg in Europa vorbei, die Todesstrafe wird in eine Haftstrafe gewandelt. 11 Jahre nach seinem Aufbruch kehrt er mit seiner Joan nach Deutschland zurück.

Von Herbert Reinecker nach einer wahren Begebenheit geschriebenes Drehbuch, das die Tatsachen lediglich um eine Liebesgeschichte erweiterte.
Martin Held in der Hauptrolle als Spion allein gegen alle (Giller ist ja mehr Last als Hilfe), Gustav Knuth und Heinz Drache als seine Gegenspieler, die ihn trotz immensen Aufwandes einfach nicht zu fassen bekommen, dazu Ledinek, Peters oder Pfitzmann in kleinen aber feinen Nebenrollen, die Besetzung dieses Streifen ist erstklassig. Auch die Handlung ist spannend, auch wenn man ja weiß wie es letztendlich ausgeht, fiebert man mit Martin Held mit.
Dazu noch einige Aufnahmen an Originalschauplätzen in Boston und New York. 4,5 von 5 Punkten sind verdient



Das Wunder des Malachias D 1961

mit Horst Bollmann, Richard Münch, Brigitte Grothum, Günter Pfitzmann, Karin Hübner, Pinkas Braun, Senta Berger, Christiane Nielsen, Günter Strack, Wolfgang Spier, Günter Meissner, Charlotte Kerr, Joachim Teege, Friedrich Schütter, Loriot, Walter Buschhoff u.a.

Die neben einer Kirche befindliche Eden-Bar, ist als halbseidener Amüsier-Schuppen dem Bischof diese Diözese natürlich ein Dorn im Auge und so bittet der sich in dieser Kirche als Gast befindliche Pater Malachias im Gebet Gott um die Entfernung der selben. Zu seiner Überraschung wird diese Bitte erfüllt und das Gebäude verschwindet spurlos, ein Wunder. Tage später kehren Gäste und Bedienstete der Bar auf einem Fischkutter zurück, die Bar wurde nämlich auf eine abgelegene einsame Insel versetzt.
Das Wunder führt nun zu allerlei weiteren wundersamen Aktivitäten, der nun verwaiste Platz der Bar wird zur Pilgerstädte von Gläubigen und Geschäftemachern. Diese Trubel wird Pater Malachias zuviel, zumal der Besitzer der Bar Regressansprüche geltend macht, der Umsatz sei am neuen Standort mangels Kundschaft doch stark zurückgegangen. Auch die offizielle Kirche ist zwiegespalten, echte Wunder sind nun mal gewöhnungsbedürftig. Aber es kommt noch schlimmer, am neuen Standort der Bar auf der Insel bauen Investoren um das alte Bargebäude herum ein Casino um den Rubel erst richtig rollen zu lassen. Es steigt eine fulminante Eröffnungsparty, bei der alle dabei sein wollen. Selbst Pater Malchias begibt sich zur Insel, aber angesichts des zügellosen Treibens, betet er zu Gott doch bitte den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.

Der zweite Film Bernhard Wickis ist auch wieder spektakulär, aber er will vielleicht zu viel auf einmal. Die Besetzung ist natürlich erstklassig, 3,5 von 5 Punkten




Einen hab ich noch vergessen:

Die Stewardessen D 1971

mit Ingrid Steeger, Evelyne Traeger, Margrit Siegel u.a.

Ein Erwin C. Dietrich Trash ohne wirkliche Handlung, aber mehr startende und landende Flugzeuge sieht man beim Besuch eines beliebigen Flughafens nicht. 0,5 von 5 Punkten

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