Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Forum Edgar Wallace ,...



Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 5.289 Antworten
und wurde 245.202 mal aufgerufen
 Off-Topic
Seiten 1 | ... 342 | 343 | 344 | 345 | 346 | 347 | 348 | 349 | 350 | 351 | ... 353
brutus Offline




Beiträge: 12.989

04.02.2016 18:50
#5191 RE: Welche Film - DVD liegt gerade bei euch im Player ? Zitat · Antworten

Auch im neuen Jahr gibt es einem Menge zu sehen. Meine dem großen Berg ungesehener DVDs geschuldete Strategie monatlich eine alte Vorabendserie zu sehen werde ich auch in diesem Jahre fortsetzen, allerdings leicht modifiziert. Im letzten Jahr lag mein Schwerpunkt auf Serien der 70er und zufällig hatten alle 12 Serien einen Umfang von 1 bis 3 Staffeln, also üblicherweise 13 bis 39 Episoden. Das ist in einem Monat durchaus zu schaffen, es hat sich herausgestellt, das 2 Episoden pro Tag für mich das Optimum sind (an Urlaubs- oder Feiertagen vielleicht auch mal 3, länger über den Tag verteilt), es soll schließlich ein Genuss sein und kein Stress. Dieses Jahr stehen nun auch umfangreichere Serien auf dem Plan, so dass ich die festen Monatsgrenzen nicht aufrechterhalten werde, in Summe sollten aber wieder ähnlich viele Episoden zusammenkommen wie im letzten Jahr (276).

Begonnen habe ich das Jahr mit der Serie Das ist Stern schnuppe aus dem Jahre 1965. Das war mir, nach dem Tode des Hauptdarstellers Herbert Prikopa im letzten Dezember (ausgerechnet an meinem Geburtstag), ein besonderes Anliegen, zumal auch die Co-Hauptdarstellerin Edith Hancke im Juni letzten Jahres verstorben ist. Diese Serie ist durchaus kurzweilig (wohl weil auch mit 7 Episoden eher kurz).


Zusätzlich zur regelmäßigen Vorabendserie werde ich mich aber ab diesem Jahr jeden Monat auch mit einer normalen Serie beschäftigen müssen, oder alternativ mit einem Mehrteiler (auch dieser Stapel will sonst nicht schrumpfen). Auch hier war zu Beginn ein Hauptdarsteller aus Österreich bei mir zu Gast: Fritz Eckhardt als Oberinspektor Marek. 8 gelungene Episoden, dann wurde diese Serie ja in die Reihe Tatort überführt.

Tatort (sowie Polizeiruf 110) gehören zu den Serien, in die ich sporadisch immer wieder mal bei Gelegenheit rein schauen werde. Alte Tatorte werden ja regelmässig wiederholt (zb. vom HR), was ich dazu nutze Uralt-Aufnahmen durch neuere zu ersetzen.

Im Januar war allerdings kein Tatort dabei, sondern nur 2 Folgen des Polizeirufs:

Vermisst wird Peter Schnok (044) Die Suche nach einem Vermissten endet in der Aufklärung von Diebstählen

Alarm am See (015) Bei einem Brand wird ein Kunstdiebstahl entdeckt



Anlässlich des Jubiläums habe ich mir auch mal wieder Melissa angesehen (der Januar ist ja quasi Durbridge-Monat). Stark wie immer.


An der Filmfront war ich etwas zurückhaltender. Auf der einen Seite die üblichen Verdächtigen:


Der Doppelgänger D 1934

Eher eine Komödie als ein Wallace-Klassiker, aber doch ansehlich. 3,5 von 5 Punkten


Der Frosch mit der Maske D 1959

Meine Wallace-BluRay Premiere, nach Erwerb der BluRay-Box nebst gleichnamigem Player. Wurde auch Zeit


Der Morgen stirbt nie (GB 1997)

Kaum hab ich den passenden Player, kann ich gleich die Sau rauslassen (macht der gute James schließlich auch )



Dann noch ein paar Erstsichtungen:


Der Hobbit: Eine unerwartete Reise (NZL,GB,USA 2012)

Mein Premierenfilm für den Player. Welcher Ork hat denn Peter Jackson geritten ein 200-Seiten Buch auf 9 Stunden Film zu dehnen?
Meist beschwert man sich doch eher umgekehrt, das bei einer Verfilmung eines Buches zu viel unter den Tisch fällt. Beim Herrn der Ringe fand ich
eine Trilogie dieser Länge noch adäquat, hier dehnt sich die Handlung doch arg. 3 von 5 Punkten


Nur tote Zeugen schweigen D/E 1962

Morgen erscheint die DVD, die wird auf jeden Fall gekauft. 4 von 5 Punkten


Liebe kann wie Gift sein D 1958

Von der Kritik eher abgewatscht, von mir aber für gelungen befunden. Und natürlich extrem gut besetzt. 4 von 5 Punkten



Mann im Schatten A 1961

Bestes Beispiel dafür, das es auch jenseits von Edgar Wallace gute deutschsprachige Krimis in dieser Zeit gab. 5 von 5 Punkten



Champagner für Zimmer 17 D 1969

Im Gegensatz zu den 3 vorherigen Filmen ein cineastischer Tiefschlag. Erwin C. Dietrich auf dem Weg zum absoluten Mittelmaß. 1 von 5 Punkten
(Der wurde Pidax wohl aufgezwungen)

Havi17 Online




Beiträge: 3.373

31.03.2016 12:30
#5192 RE: Welche Film - DVD liegt gerade bei euch im Player ? Zitat · Antworten

Die nackte Stadt : Mit Barry Fitzgerald, Howard Duff, Don Taylor, Ted de Corsia, Dorothy Hart,
Regie : Jules Dassin

Als ich letzte Woche die Programmzeitung las, erinnerte ich mich an diesen Film, den
ich zuletzt (habe mal in meinen Unterlagen nachgesehen) am 5.12.1976 damals noch mit
Untertiteln gesehen habe. Trotz der langen Zeit hat dieser Film in mir eine Erinnerung
behalten, die nach 40 Jahren noch lebendig war. Und auch beim zweiten Anschauen, absolut
beeindruckend, als handele es ich um einen Dokumentarfilm. Und zurecht 1949 wurde Stadt
ohne Maske mit dem Oscar für die beste Kamera (William H. Daniels) und den besten Schnitt
(Paul Weatherwax) ausgezeichnet. Autor Malvin Wald erhielt für die beste Originalgeschichte
eine Oscar-Nominierung. Zu dieser Zeit war ein Oskar noch etwas verläßliches mit Wert.
Diese erstklassige Regeiarbeit beweist, daß eindrucksvolle Bilder, hervorragende
Schauspieler bis in die Nebenrollen einen überaus positiven Eindruck beim Zuschauer
hinterlassen und stellen jeden modern SchnellschnittFilm in den Schatten.
Ein Top10 Krimi und Gangsterfilm. Nur Schade, daß die Arte-Austrahlung das Filmformat auf
den 16:9 Hype verschandelt hat.

Eine weitere Besprechung findet sich hier : Sammelthread "Film Noir" (21)

Gruss
Havi17

brutus Offline




Beiträge: 12.989

01.04.2016 18:52
#5193 RE: Welche Film - DVD liegt gerade bei euch im Player ? Zitat · Antworten

Die Fastenzeit ist vorbei und damit endet auch meine beitraglose Zeit hier im Forum (gelesen hab ich eure Beiträge natürlich trotzdem). Ich hätte natürlich auch das Saufen weglassen können, aber das Fleisch ist schwach

Im Februar habe ich endlich mit den seltsamen Fällen des Franz Josef Wanninger begonnen. Alle 52 Folgen waren nun wirklich nicht zu schaffen, aber immerhin schon mal die ersten 3 Staffeln, also 27 Folgen. Ein absoluter Bavaria-Klassiker.

Bei den Abendserien (wenn man sie denn so nennen will) war Eurogang dran. Durchaus ansprechende Krimifälle aus dem Großraum Frankfurt mit einigen Ausflügen nach Frankreich (Strassburg, Marseille, Korsika). Gut besetzt und mit der einprägsamen Musik von Can. Leider gibt es nur 6 Episoden, ich hätte mit einige mehr gewünscht.

Fleißig war ich auch beim Polizeiruf 110, gleich 7 davon konnte ich sehen:

Vorbestraft (017)

Trotz guter Vorsätze wird der Protagonist kurz nach seiner Haftentlassung dank falscher Freunde in Kaufhausdiebstähle verwickelt. Doch das Duo Hübner und Subras ist den Einbrechern schon auf der Spur


Das Inserat (027)

In einer Autowerkstatt werden 10000 Mark aus der Kasse entwendet. Hübner und Subras müssen mit allen Tricks arbeiten, um den richtigen Täter zu entlarven.


Freitag gegen Mitternacht (016)

Ein Chemiker versucht in die Kasse seiner Firma einzudringen, wird aber erwischt, keiner kann sich erklären, welchen Grund er haben könnte. Als Fuchs und Arndt bei einem Besuch seiner Frau bemerken, das er auch das gemeinsame Sparbuch geplündert hat vermuten sie Erpressung


Alibi für eine Nacht (048)

Kurz nach der Heirat wird in einer Gärtnerei ein Mann bei der Explosion der Heizung schwer verletzt, Zufall oder Absicht?. Diesmal ermitteln Fuchs und Subras.


Ein unbequemer Zeuge (050)

Zwei Kleinganoven entführen bei einer ihrer Gaunertouren ungewollt ein kleines Mädchen, das in ihren Lieferwagen klettert. Wie wird man die Kleine unauffällig wieder los? Schon bald hat man Fuchs und Arndt am Hacken


Das letzte Wochenende (036)

In einem Bauhof verschwindet sukzessive Material, welches wohl für Schwarzbauten abgezweigt wird. Als ein Maurer tot in einem Standbad aufgefunden wird
beginnt das Trio Fuchs, Arndt und Subras zu ermitteln


Die Abrechnung (049)

Ein Strafgefangener rekapituliert anlässlich eines erfolglosen Antrages auf Haftentlassung seine Lebensgeschichte. Ziemlich zäh




Bei den Filmen gab es ein Wiedersehen mit den Edgar Wallace Klassikern (aus der BluRay-Box)

Der Hexer D 1964

Der Hund von Blackwood Castle D 1965


bei den Epigonen gab es ein Wiedersehen mit Pater Brown:

Das schwarze Schaf D 1960


dazu noch die beiden Bond-Kracher:


Der Mann mit dem goldenen Colt GB 1974

Man lebt nur zweimal GB 1967


Dazu noch bei meinen Erstsichtungen den Rest der Hobbit-Trilogie:


Smaugs Einöde NZL,GB,USA 2013

Die Schlacht der 5 Heere NZL,GB,USA 2014


Für beide gilt: Bilder top, Handlung zäh. Von allen Darstellern ist Benedict Cumberbatch als Smaug fast schon am besten


Jenseits meiner BluRays habe ich nur noch zwei Filme gesehen:


Küsse, Kugeln und Kanaillen F 1955

Eddie Constantine mal nicht als Lemmy Caution, sondern als Reporter, der in einen Mordfall verwickelt wird. Dieser soll auf seine Kosten vertuscht werden. 4 von 5 Punkten


Mord mit Aussicht D 2015

SpinOff der gleichnamigen Fernsehserie in Spielfilmlänge. Wer die Serie mag, wird auch den Film gut finden

brutus Offline




Beiträge: 12.989

05.04.2016 18:13
#5194 RE: Welche Film - DVD liegt gerade bei euch im Player ? Zitat · Antworten

Jetzt schicke ich doch gleich mein Programm vom März hinterher.

Zu Beginn habe ich erst mal die beiden noch fehlenden Staffeln der seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger angetan, markantester Unterschied zu den ersten 3 Staffeln ist wohl die Einführung der Farbe, inhaltlich bleibt alles beim Alten, solider Bavaria-Durchschnitt, kurzweilig, durchaus spannend, aber immer mit einer gewissen Lockerheit.

Mit Lobster bin ich dann auch gleich bei der Bavaria geblieben, eine ambitionierte Serie der Mittsiebziger mit Heinz Baumann in der Titelrolle des Privatdetektivs. War ich im Februar bei Eurogang noch der Meinung es hätten ruhig noch mehr als die sechs Folgen sein können, bin ich hier froh, das es bei nur sechs Folgen geblieben ist. Wobei ich das auf keinen Fall den Darstellers ankreiden will, die Fälle sind einfach dröge, gerade mal die Folge "Handschellen" mit Walter Kohut als sich an Lobster rächen wollender Ausbrecher konnte mich überzeugen, für den Rest hätte man, wie Lobster, nicht aus dem Bett aufstehen müssen. Die Musik von Eugen Thomass reisst mich auch nicht vom Hocker. Regisseur Geissendörfer passt sich schon mal an sein späteres Lindenstrassen-Niveau an. Die DVD ist zwar kein Fehlkauf, wird aber im Regal erst mal ordentlich Staub ansetzen.


Beim Polizeiruf 110 komme ich so langsam vorwärts, die Hälfte der in meinen 6 Boxen enthaltenen Episoden hab ich ja schon überschritten.


Die verschwundenen Lords (024)

Keine bei einer Tournee in der DDR verschwundene Rockband sondern Wohnzimmer Einrichtungen, die im Lager eines Möbelhauses verschwinden, machen dem Ermittlertrio Fuchs, Arndt und Subras zu schaffen.


Kein Paradies für Elstern (026)

Obengenanntes Trio sieht sich diesmal einem Fall gegenüber, in dem nächtens Schmuck und Uhren aus einem Warenhaus gestohlen wurde, der Nachtwächter blieb betäubt am Boden zurück. Eigentlich sollte alles über Nacht im Safe eingeschlossen werden, das war aber unterblieben, Zufall oder Absicht?


Ein bißchen Alibi (008)

Nach einem gemütliche Skatabend in der Kneipe findet man einen Rentner morgens tot in seiner Wohnung, sein Geld, welches er keiner Bank anvertrauen wollte, ist weg. Fuchs, Arndt und Subras (in seinem ersten Fall) hangeln sich durch eine Schar von Verdächtigen


Reklamierte Rosen (037)

Einbrüche in ein Museum rufen Fuchs und Subras auf den Plan. Wo ist die Sore, welche ja nicht so einfach zu verscherbeln ist?


Minuten zu spät (009)

Ein Sittlichkeitsverbrecher im Rollstuhl stellt in einem Park kleinen Mädchen nach. Fuchs und Arndt müssen Wahrheit von Phantasie trennen


Das alles hab ich (mit einer Ausnahme) noch vor den Osterferien hinter mich gebracht, in denen konnte ich mich ganz auf Filme konzentrieren konnte.
Dazu folgt aber aus Zeitgründe ein eigener Beitrag

brutus Offline




Beiträge: 12.989

08.04.2016 15:43
#5195 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · Antworten

Im März lag mein Filmschwerpunkt ganz klar bei Erstsichtungen, es sind in letzter Zeit einfach jede Menge DVDs dazugekommen.

Zuallererst aber ein HD-Film:

Spectre GB 2015

Das neueste Abenteuer von 007 ist natürlich technisch und optisch mal wieder voll auf der Höhe der Zeit und jenseits aller Action und den üblichen Gimmicks gibt es auch eine ansprechende Handlung. Positiv, das "M" endlich mal zeigen kann, das er den Chefposten nicht einfach irgendwelchen Beziehungen verdankt, auch wenn er sich erst dann aus seinem Sessel erhebt, als schon kräftig daran gesägt wird. Negativ hingegen finde ich die Reblofeldisierung der Reihe. Insgesamt auf dem Level seines Vorgängers, 4 von 5 Punkten.



Kriminaltango D,A 1960

mit Peter Alexander, Vivi Bach, Rudolf Vogel, Boy Gobert, Peter Carsten, Fritz Muliar, Günter Lüders, Rolf Olsen ,Raul Retzer u.a.

Im Prinzip ein Remake des Films Gefährliche Gäste des gleichen Regisseurs. Drei Kleinganoven steigen in ein zum Verkauf stehendes Haus ein, dessen Besitzer im Urlaub ist. Bei seiner Rückkehr wird ein von den Dreien für einen Einbrecherkollegen gehalten und wird dann von ihnen potentiellen Käufern als Hauseigentümer vorgestellt in der Hoffnung, den Kaufpreis abzustauben.

Harmlose, stark auf den Hauptdarsteller Peter Alexander zugeschnittene, Verwechslungskomödie, 2,5 von 5 Punkten



Kurzer Prozess A 1967

mit Helmut Qualtinger, Alexander Kerst, Kurt Sowinetz, Gudrun Thielemann, Walter Kohut, Fritz Eckardt, Bruni Löbel, Willy Harlander u.a.

Der Bezirksinspektor Pokorny wird ob einiger kleinerer Verfehlungen in die österreichische Provinz versetzt und muss sich dort mit einer Vielzahl von Bagatellfällen auseinandersetzen. Zu allem Überfluss wird auch noch ein Polizeikollege wegen eines Raubüberfalles zu einer Zuchthausstrafe verurteilt (im titelgebenden Prozess), seine Stimmung nähert sich asymptotisch dem Nullpunkt. Doch der Selbstmord einen kleinen Buben und das Verschwinden eines Ortsansässigen wecken seinen kriminalistischen Spürsinn, doch erst ein weiterer dieser lästigen Bagatellfälle, ein Diebstahl in einem Kostümverleih, bringt ihn auf die richtige Spur und es gelingt ihm all diese gordisch verknoteten Fäden zu entwirren.

Nach Mann im Schatten erleben wir Helmut Qualtinger ein weiteres Mal als Ermittler, der mit einer Mischung aus poirotscher Grauzellenstrapaze und columboesker Hartnäckigkeit seiner Arbeit nachgeht, meist gegen den Widerstand seiner Vorgesetzten, aber am Ende erfolgreich. Darüber hinaus zeigt Michael Kehlmann schön die Befindlichkeiten in der östereichischen Provinz. Das ganze garniert mit kleinen, aber bemerkenswerten Auftritten von Fritz Eckardt, Helmut Fischer, Fritz Stassner, Max Griesser oder Kurt Zips. Neben Qualtinger gewohnt stark: Walter Kohut, 4,5 von 5 Punkten



Ruf an das Gewissen D 1944

mit Karl Ludwig Diehl, Werner Hinz, Gustav Dießl, Käthe Haack, Anneliese Uhlig, Andrews Engelmann, Harald Paulsen u.a.

10 Jahre nach dem Mord an einer Sängerin bemüht sich die Tochter der wegen dieser Tat Verurteilten, nach deren Entlassung, um eine Neuauflage der Ermittlungen in diesem Fall, da sie ihre Mutter nach wie vor für unschuldig hält. Unterstützung erhält sie von einem Autoren, welcher den damaligen Kriminalfall mehr oder weniger original zu einem Hörspiel verarbeitet, unter wohlwollender Duldung des damaligen Hauptermittlers, der selbst immer noch Zweifel an der Schuld der Verurteilten hegt. Die Ausstrahlung des ersten Teiles dieses Hörspiels scheint eine Menge schlafende Hunde zu wecken. Interessiert nimmt der Kriminalrat die Bemühungen einiger damals zur Tatzeit anwesender Personen, Gäste einer Abendgesellschaft, zur Kenntnis, die Ausstrahlung des finalen Teils des Hörspieles möglichst zu verhindern. Aber erst nachdem es ihm mit Hilfe eines Kniffs gelingt, eines der Alibis des Mordabends zu widerlegen, kann er den Fall lösen.

Bei diesem Krimi handelt es sich um einen Überläufer, der erst Jahre nach seiner Fertigstellung aufgeführt werden konnte. Nicht unspannend, obwohl die Auflösung ein wenig vorhersehbar ist, 3,5 von 5 Punkten (die erbarmungswürdige Qualität meiner Aufnahme geht in diese Bewertung nicht ein)



Zwischenlandung Düsseldorf D,I,E 1964

mit Christian Doermer, Barbara Steel, Margot Trooger, Werner Peters, Dion Mele u.a

Ein Flug von Mailand nach Hamburg muss nebelbedingt in Düsseldorf unterbrochen werden, den unfreiwilligen Aufenthalt nutzt einer der Passagiere zu einer kleinen Stadtrundfahrt. Während dieser rekapituliert er seinen letzten Besuch in der Stadt einige Jahre zuvor, den er zur Planung und Durchführung eines Banküberfalls nutzte.

Caper-Movies können durchaus spannend sein, in der Komödienvariante auch lustig, dieser Film ist, nicht zuletzt durch die rückblickende Erzählweise, weder das eine, noch das andere. Sehr viel Zeit wird für die Herkunft und den Werdegang des Protagonisten und seiner beiden Komplizen, einer der Sohn eines italienischen Gastarbeiters, der zweite Stiefsohn eines deutschen Selfmade-Unternehmers (schöne, aber sehr kleine Rolle für Werner Peters) mit eher künstlerischen Ambitionen, vertan. Der Plan für den Bankraub ist auch überschaubar: man entführt den Service-Techniker einer Alarmanlagenfirma, nimmt dessen Platz ein und legt als solcher in einer ausgesuchten Bank erst mal die Alarmanlage lahm, bevor die bewaffneten Komplizen die Schalterhalle stürmen. Hört sich ganz passabel an, doch auch hier geht die meiste Zeit für eine epische Verfolgung des oben genannten Technikers drauf, bis man endlich eine Gelegenheit zur Entführung nutzt. Für ausgewiesene Kenner mögen ausgedehnte Fahrten durch Düsseldorf ja noch einen gewissen nostalgischen Reiz haben, Ortsfremde warten verzweifelt auf irgendeine Art von Action. Der Überfall selbst geht ruckzuck über die Bühne und dann schlägt auch schon die crime-does-not-pay Doktrin zu, keiner der drei wird mit seiner Beute glücklich. 1,5 von 5 Punkten



Jagd auf blaue Diamanten D 1965

mit Harald Leipnitz, Marisa Mell, Ann Smyrner, Joachim Hansen u.a.

Diamanten zu finden ist schon schwierig genug, den Schmuggel mit ihnen zu unterbinden fast aussichtlos, schliesslich lässt sich mit dieser Kohlenstoffvariante viel Geld verdienen. Selbst standhafte Männer werden schwach, wenn nur der Preis stimmt.

An Originalschauplätzen in Südafrika gedreht, wobei man den Eindruck haben kann das Land ist eine große Sandkiste, denn Sand ist eigentlich der Hauptdarsteller in diesem Streifen. Berge von Sand werden umgegraben, diverse Darsteller verbringen ganze Wandertage im Sand, mehrere Jeeps fahren sich im Sand fest. Damit keiner den Eindruck bekommt, der Film wäre in irgendwelchen Nordseedünen gedreht worden, werden ab und an ein paar wilde Tiere (Elefanten und Co.) ins Bild gestellt, schliesslich ist der Legende nach Harald Leipnitz in der Rolle eines Jägers unterwegs. Das die Diamanten um die sich alles dreht blau sein sollen, ist nicht zu erkennen, bei großen Teilen der Filmcrew kann man aber getrost davon ausgehen. 2,5 von 5 Punkten



Auf der Reeperbahn nachts um halb eins D 1969

mit Curd Jürgens, Heinz Reincke, Konrad Georg, Horst Naumann, Erik Schumann, Friedrich Schütter, Fritz Tillmann, Fritz Wepper, Diana Körner, Heide Kabel, Rolf Olsen(Überraschung) u.a.

Der gerade nach 8 Jahren Haft aus dem Gefängnis entlassene Ex-Kapitän Hannes Teversen hilft seinem alten Freund Pitter sofort mal gegen miese Schutzgelderpresser und auch sonst mach er sich in Teilen der Unterwelt unbeliebt, kämpft er doch um seine Reputation, den ihm angelasteten Mord an der Frau seines damaligen Teilhabers hat er ja nicht begangen (keine Überraschung). Die wahren Verantwortlichen für dies Bluttat bekommen prompt Muffensausen und versuchen den guten Hannes mit Hilfe eines neuerlichen Mordes zu diskreditieren. Da aber Kriminalrat Krause (der übliche Konrad Georg) schon damals Zweifel an Teversens Täterschaft hatte, schaut er diesmal noch genauer hin, zu mal zufällig die gleichen Zeugen wie damals auf der Matte stehen. Am Ende gehen Teversen und Pitter, sowie der Kriminalrat, zwar getrennt auf Täterjagd, erreichen aber gemeinsam das Ziel. Als Belohnung gibt's das Kapitänspatent zurück, Schiffe liegen in Hamburg ja genug rum und ab geht's.

Auch das ist ein Remake eines gleichnamigen Films aus dem Jahre 1954, bei Rolf Olsen muss aber noch ein wenig mehr Sex & Crime dazu. Beim Cast verlässt sich Olsen auf die Truppe, die schon einige St. Pauli-Filme mit ihm gemacht hatte, allen voran Curd Jürgens. Nachdem er schon als Arzt durch St. Pauli getapert ist gibt er diesmal einen Seemann. Ansonsten ensprich die Rahmenhandlung in etwa dem 50er-Jahre Film und wie in diesem zieht es am Ende den Kapitän wieder in die weite Welt hinaus. Ob des Erfolges folgten dann noch ein paar weitere St. Pauli Streifen. 3,5 von 5 Punkten


Der Fall Deruga D 1938

mit Willy Birgel, Geraldine Katt, Käthe Haack, Georg Alexander, Hans Leibelt, Fritz Odemar, Beppo Brem u.a.

Die Frau des bekannten Arztes Dr. Deruga wird von einer Freundin tot aufgefunden. Da diese einen Abschiedsbrief der Toten an sich nimmt und der Polizei unterschlägt, fällt ein böser Verdacht auf den Ehemann, zumal die Tote erst kurz vorher ihr Testament noch zu Gunsten ihres Gatten geändert hat, obwohl die beiden inzwischen geschieden sind. Prompt veranlaßt der Anwalt der restlichen Erben eine Obduktion der Leiche, bei der tatsächlich das Pfeilgift Curare nachgewiesen werden kann. So kommt es zu einem Prozess.

brutus Offline




Beiträge: 12.989

08.04.2016 18:08
#5196 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · Antworten

Jetzt ist irgendwie mein ganzer Kommentar zum Fall Dr. Deruga irgendeiner Forenrestriktion zu Opfer gefallen, aber ich will den nicht nochmal schreiben.
Nur soviel: ordentlicher Gerichtsfilm 3,5 von 5 Punkten


Der grosse Fall D 1944

mit Gustav Fröhlich, Georg Thomalla, Lotte Koch, Hilde Sessak, Ernst Fritz Fürbringer, Hubert von Meyerinck, Karl Heinz Peters, Fritz Odemar u.a.

Die von zwei Freunden betriebene Detektei Cerberus wird beauftragt den Transport wertvoller Juwelen zu sichern, die ein Kurier von Deutschland in die USA transportieren muß. So begeben sich beide inkognito an Bord eines Flugzeuges, einer als Steward, der andere als Dame von Welt. Natürlich sind auch mehrere Gauner an Bord und mehrmals wechseln die Steine ihren Besitzer, einige Personen springen vor der Landung mit dem Fallschirm ab, aber am Ende sind alle Dinge an ihrem Platz.


Ein weiterer Überläufer, der erst 1949 komplett fertiggestellt und uraufgeführt wurde. Bei der Gestaltung des Flugzeuginneren muss der Autor noch die alten Zeppeline vor Augen gehabt haben, in der 6-motorigen Maschine haben alle Passagiere durchaus geräumige Einzelkabinen, alle haben freien Zugang zum Frachtraum und es gibt einen Salon mit Bar und einer Kapelle, die zur Unterhaltung der Gäste aufspielt. Dagegen ist ein A380 eine Sardinenbüchse.
Das ganze ist eher eine bewusst heitere Krimikomödie, die Realität der späten Kriegsjahre war schon schaurig genug. Das spielfreudige Ensemble, in dem eine ganze Reihe späterer Wallace-Darsteller mitmischen, weiß aber zu überzeugen 3,5 von 5 Punkten



Der geheimnisvolle Mr. X D 1936

mit Mady Rahl, Ralph Arthur Roberts, Annemarie Steinsieck, Herti Kirchner, Curt Ackermann, Eugen Rex u.a.

Der titelgebende Mr. X droht in mehreren Briefe Diebstähle im Hause Wilford an. Der krimiaffine Hausherr, Lord Wilford nimmt die Herausforderung und engagiert einen Detektiv, doch seine Sekretärin (Rahl) hält diese Einladung zurück und überredet stattdessen ihren Verlobten in die Rolle des Detektives zu schlüpfen. Der legt auch ganz großspurig los, stammen doch auch die Briefe des Mr. X in Wirklichkeit von ihr, doch als dann tatsächlich wertvolle Stücke aus der Sammlung des Lords verschwinden ist guter Rat teuer.

Weitere harmlose Krimikomödie, die bis zum Happy End so vor dich hinplätschert. Außr Rady Mehl war mir kein weitere der Darsteller bekannt, ernsthaft in mein Gedächtnis reingedrängt hat sich aber auch keiner, 2 von 5 Punkten


Der stumme Gast D 1944

mit Gisela Uhlen, Rene Deltgen, Rudolf Fernau, Carsta Löck, Willi Rose, Josef Sieber, Ethel Reschke, Walter Jansen u.a.

Das Ehepaar Mathias und Lisa Radschek betreibt in einem kleinen Ort ein Gasthaus. Das der Ertrag überschaubar ist, beteiligt Mathias sich noch ein wenig als Fellschmuggler. Trotzdem ist man immer knapp bei Kasse und so muss auch der Weinhändler Kampmann, der eines Tages mal wieder reinschaut, ein wenig vertröstet werden. Dieser ist aber weniger am Geld als vielmehr an der Wirtin interessiert. Des Abends lässt sich Mathias auf ein Spiel ein, in der Hoffnung seine Schulden bei Kampmann mit einem Schlag los zu werden, er setzt das Wirtshaus, aber er verliert. Seine Frau bedrängt Kampmann später im Weinkeller, den Schuldschein wieder rauszugeben. Sie bekommt ihn auch, flüchtet dann aber ob seiner Nachstellungen wieder nach oben. Auch Mathias begibt sich in den Keller. Am anderen Morgen reist Kampmann in der Früh wortlos ab. Einige Wochen später taucht eine Frau im Gasthaus auf, die Verlobte Kampmanns. Sie ist auf der Suche nach ihm, der ortsansässige Gendarm ist ich bei der Recherche behilflich, aber nach der Abreise aus dem Ort hat niemand mehr Kampmann zu Gesicht bekommen. Bei einigen Zeugenbefragungen kommt zutage, das Mathias Radscheck in der besagten Nacht in seinem Garten gegraben hat. Ein furchtbarer Verdacht taucht auf. Der Richter lässt anordnen, im Garten des Gasthauses zu graben, das geschieht auch, aber es kommt keine Leiche zu Tage, sondern nur ein Sack mit Fellen, die Schmuggelware. Trotzdem ist das Verhältnis zwischen den Eheleuten weiterhin sehr angespannt, schliesslich verlässt sie ihn. Wochen später will Mathias seinen alten Plan realisieren, das Dachgeschoss auszubauen um weitere Gästezimmer zu erhalten. Dazu möchte sich ein Statiker das Fundament anschauen, eines Morgens begibt dieser sich, während Mathias unterwegs ist, mit einigen Gehilfen in den Keller.

Dieser Kriminalfilm basiert sehr entfernt auf der Fontane-Novelle 'Unterm Birnbaum' und entging dem Überläufer-Schicksal nur ganz knapp, die Uraufführung war im März 1945. Die Geschichte durchlebt mehrere interessante Wendungen und hat auch ein überraschendes Ende. Viele der Darsteller konnten nach dem Kriege ihre Karrieren erfolgreich fortsetzen. Harald Brauns Regieassistent war ein gewisser Alfred Vohrer, 4 von 5 Punkten


Laura USA 1944

mit Gene Tierney, Dana Andrews, Clifton Webb, Vincent Price, Judith Anderson


Strenggenommen ist das natürlich keine Erstsichtung, aber schon extrem lange her (könnte in meiner Schulzeit gewesen sein), was angesichts eines der Kernstücke des Noir-Films natürlich viel zu lange ist. Könnte aber sein, das ich damals noch die alte Synchro gesehen, bzw. gehört, habe (hat die zufällig noch irgeneiner?). Auf jeden Fall vergebe ich 5 von 5 Punkten

Havi17 Online




Beiträge: 3.373

05.05.2016 09:59
#5197 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · Antworten

Schwarz, Rot, Gold. Alles in Butter : Mit Uwe Friedrichsen, Edgar Bessen, Gerd Böckmann, Hannelore Elsner,
Klaus Herm, Siegfried Kernen, George Meyer-Goll, Werner Asam, Heinz Moog (Lohse sen.), Witta Pohl, Jochen Striebeck,
Hans-Günter Martens, Ulrich Wildgruber, Udo Thomer, Hildegard Metzner, Walter van Canoy, Werner Schwuchow
Arnold Dammann, Ulrich Beck, Thomas Fritsch, Jörg Pleva, Su Kramer. Regie: Dieter Wedel, Buch: Dieter Meichsner

Schon ganz im großen Stil des Dieter Wedel. Nicht nur der Cast, diesmal ein perfektes Drehbuch, das es dem Zuschauer
erlaubt die sonst recht komplizeirten logistischen und juristischen Zusammenhänge eines Wirtschaftskrimis nicht nur zu
verfolgen, sondern auch zu verstehen (in der Tat Jan!). Die Handlung wird geschickt aufgebaut. Ohne Langweile entstehen
zu lassen, werden die Motive erzählt, man lernt die "Kriminellen" kennen und verstehen, gar wird auch Mitleid aufgebaut.
Auf der anderen Seite bekommt man Mitleid mit den Ermittlern, die bei einem Stück Brot beraten, auf einer stinkenden
Müllkippe Spuren suchen, oder sich auf der Suche nach einem Lieferanten die Hacken ablaufen. Da werden mächtig
Emotionen aufgebaut und man ist als Zuschauer mittendrin. Diese krassen Gegensätze erinnern in dieser Qualität an
die ersten Soko 5113 Folgen (1978), Regie: Ulrich Stark. Nur daß Stark dabei etwas dichter am "Dokumentationskrimi"
ist, als Wedel, was Stark jedoch mehrfach bei seinen "Volpe-Polizeiruf' s" gegenüber Wedel mehr als toppt.

Und dann mal ganz entspannt singt Su Kramer inmitten einer Riege großer Gaststars, so wie man das ja von Wedel kennt
und zeigt auf der anderen Seite die "Zielwelt" der Schönen und Reichen. Doch im Gegensatz zur Realität wird der
Steuerbetrüger hier am Ende doch zurecht dingfest gemacht, ganz im Sinne von Schwarz, Rot, Gold. Aus einer Zeit in
der man noch an die Gerechtigkeit glaubte und diesen Beitrag nicht aus heutiger Sicht sehr viel eher in der verstaubten
oder Ironie Ecke einordnen könnte. Wie weit entffernt hat sich doch die reale Welt, wo selbst Regierungen uns heute schon
im ganz großen Stil an Industriekonzerne oder Finanzmetropolen verkaufen. Für mich die beste Folge der Reihe und ein Top10 Krimi.

Gruss
Havi17

brutus Offline




Beiträge: 12.989

27.05.2016 18:54
#5198 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · Antworten

Die Zeit fliegt ja geradezu an einem vorbei, eben war doch noch Ostern.

Nach der doch recht umfänglichen Wanninger-Vorabendsause folgte im April nun wieder ein eher kurzes Vergnügen: Stewardessen. Johanna von Koczian als Flugbegleiterin, die ob in der Luft oder am Boden in allen Lagen ihre Frau steht (wer die Rückenlage vermisst verwechselt die Serie mit dem gleichnamigen
Erwin C. Dietrich - Streifen ).


Bei den Abendserien hab ich nach der Fast-Enttäuschung Lobster zu einem Bavaria-Klassiker gegriffen, bei dem man nun wirklich nix falsch machen konnte:
Raumpatrouille – Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion

Hier geht's mir ähnlich, wie bei einigen Edgar Wallace Klassikern, ich kann gar nicht zählen wie oft ich das schon gesehen habe
(und die LP mit der genialen Musik von Peter Thomas ist mit die meistgespielte in meiner ganzen Sammlung).

Auch an den Mehrteilern habe ich weitergearbeitet, zwei Mehrteiler des DFF sind dazugekommen:

Die Spur führt in den 7. Himmel 5-teilig aus dem Jahre 1963, sowie

Die Dame aus Genua 3-teilig von 1969

Beide Krimis spielen, da es ja im Sozialismus eigentlich keine Verbrechen geben kann, im westlichen Ausland, ersterer in Wien, der andere in einer schwäbischen Kleinstadt.


Das die Doktrin der nichtexistierenden Verbrechen nicht lange durchgehalten werden konnte, zeigt Jahre später der Polizeiruf 110, wo ich sukzessive die ersten 6 DVD-Boxen durchstöbere (neben dem Tatort die einzige Serie, welche ich achronologisch sehe).


Eine fast perfekte Sache
(040)

Das Ermittlertrio Fuchs, Arndt und Subras ist einem Gaunertrio auf der Spur, welches mit einem Trick Wohnungseinbrüche begeht: Alleinstehenden Damen wird während des Einkaufes unauffällig der Wohnungsschlüssel entwendet und dann rasch die Wohnung leergeräumt, bevor die Besitzerin nach Hause kommt.



Ein ungewöhnlicher Auftrag (041)

OL Hübner rollt bei einem Lehrgang vor Offiziersschülern exemplarisch einen seiner Fälle auf: den Diebstahl aus einem Hotelsafe



Holzwege (051)

Ein Unfall mit Todesfolge führt zu Ermittlung von Unterschlagungen, welche OL Fuchs mit dem neuen Kollegen Woltersdorf durchführen muss, dem Ersatz für den auf einem Lehrgang befindlichen Subras. Am Sägewerk kommt immer deutlich weniger Holz an, als oben im Wald geschlagen wird, Holz weg aufm Holzweg.



In derselben Nacht (012)

In einem Waldstück wird eine junge Frau tot aufgefunden, die eine größere Geldmenge mit sich führte. Ein Mann, der sich ihr, aber auch anderen Frauen, schon früher unsittlich genähert hatte, wird mit einer größeren Geldmenge aufgegriffen und gesteht, doch auch der Verlobte der Toten kann plötzlich Schulden bei seiner Ex-Frau begleichen. Kniffliger Fall für Fuchs, Arndt uns Subras



Der Tod des Professors (028)

Komplizierte Familiengeschichten, die letztlich im titelgebenden Tod enden, müssen von Fuchs und Arndt aufgedröselt werden



Siegquote 180 (013)

Ein angesägtes Rad an einem Sulky führt zu einem Sturz des Favoriten und damit Fuchs und Arndt an die Rennbahn (ja wo laufen sie denn?)
Vera Arndt löst den Fall mit Akribie und hat auch noch aufs richtige Pferd gesetzt.




Da dies ein doch recht überschaubares Pensum war, blieb noch Zeit für eine Reihe von Filmen, dazu folgt dann noch ein weitere Post

brutus Offline




Beiträge: 12.989

03.06.2016 17:19
#5199 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · Antworten

Nun zu meinem Filmen im April, Teil 1


Das gelbe Haus am Pinnasberg D 1970

mit Siegfried Schürenberg, Eddi Arent, Gernot Endemann, Tilly Lauenstein, Mascha Gonska u.a.

Schürenberg als Betreiber eines Bordells für Frauen. Diverse Irrungen und Wirrungen, von Freddy Vohrer als Satire angelegt, aber mäßig lustig.
Sexklamotten aus dieser Zeit haben immer ein Problem: Zuviel Sex und zu wenig Klamotten, oder umgekehrt
2 von 5 Punkten



Der Killer und der Kommissar F 1972

mit Jean Gabin, Fabio Testi, Uschi Glas, Bernard Blier, Gerald Depardieu u.a.

Testi als gewalttätiger Ausbrecher, Gabin als Kommissar, der ihn wieder dingfest machen soll, was aber gar nicht so einfach ist, denn der Revolver sitzt bei Testi doch sehr locker. Leichen pflastern quasi seinen Weg, nur bei Uschi Glas macht er eine Ausnahme.

So richtig nachvollziehbar ist die Schiesswütigkeit des Ausbrechers eigentlich nicht, bringt er doch mit jedem Opfer die ihn verfolgenden Bullen immer wieder auf seine Spur. 3 von 5 Punkten



Peter Voss der Millionendieb D 1958

mit O.W. Fischer, Ingrid Andree, Walter Giller, Margit Saad, Boy Gobert, Peter Mosbacher, Peter Carsten, Ludwig Linkmann, Hans Leibelt u.a.


Peter Voss, gerade von einer Reise nach Hause zurückgekehrt, hilft dem Vater einer Freundin aus einer finanziellen Klemme indem er einen Bankraub vortäuscht, bei dem er angeblich eine größere Geldmange erbeutet, die aber wegen eines geplatzten Juwelengeschäftes gar nicht vorhanden ist. Die Versicherung, welche den Schaden ersetzen soll, beauftragt den Detektiv Bobby Dodd dem Täter und der Beute auf die Spur zu kommen. Peter Voss begibt sich inkognito an Bord eines Überseedampfers.
Seine Freundin Barbara, Bobby Dodd und die Bande eines gewissen Barons, der genau diesen Bankraub ebenfalls geplant hatte, dann aber von Peter Voss ausgebremst wurde, gehen ebenfalls an Bord. Über Rio, Mexiko und Tokio geht die Reise nach Hongkong, wo das ursprüngliche Juwelengeschäft stattgefunden hat, dessen Hintergründe von Peter Voss mit Hilfe von Bobby Dodd dann auch noch aufgeklärt werden können.

Durchaus gelungene Komödie, an vielen Originalschauplätzen gedreht. O.W. Fischer kann in der Titelrolle glänzen und steht Viktor de Kowa oder Willi Forst, die schon 1944 bzw. 1932 in diese Rolle schlüpften, in nichts nach. Ob des Erfolges gab es ein Jahr später noch die Fortsetzung: Peter Voss, der Held des Tages.
Und auch Walter Giller durfte noch ein mal ran, in: Bobby Dodd greift ein. 4 von 5 Punkten



Nachts, wenn der Teufel kam D 1957

mit Claus Holm, Mario Adorf, Hannes Messemer, Karl Lange, Peter Carsten, Werner Peters, Annemarie Düringer, E.F. Fürbringer, Christianen Nielsen, Lukas Amann, Georg Lehn, Monika John, Karl-Heinz Peters u.a


Der brutale Mord an einer Kellnerin scheint schnell aufgeklärt, ihr Geliebter Willi Keun, ein unbedeutender Parteisoldat, wird festgenommen. Der Kriminalkommissar Kersten, der eher durch Zufall von diesem Fall erfährt, hat jedoch Zweifel an der Täterschaft Keuns, da er von weiteren ähnlich gelagerten Fällen Kenntnis hat. Er vermutet einen geistig gestörten Serientäter, eine Theorie, die dem SS-Gruppenführer Rossmann durchaus in den Kram passt, spielt dieser doch mit dem Gedanken Behinderte aus dem 'gesunden Volkskörper' zu entfernen. Tatsächlich spürt Kersten den wahren Täter auf: den Hilfsarbeiter Bruno Lüdke, der dann auch alle die ihm zur Last gelegten Morde und so gar noch weitere gesteht. Das jedoch ist Rossmann dann aber zu viel, ein Massenmörder, der jahrelang sein Unwesen treiben konnte, ohne von der Polizei des Reiches dingfest gemacht werden konnte, passt nun gar nicht in das Bild eine perfekt organisierten Staatsapparates. Der ursprünglich beschuldigte Keun wird wg. Mordes verurteilt und dann 'auf der Flucht' erschossen. Lüdke ohne jedwedes Verfahren liquidiert, der heftig protestierende Kersten degradiert und in ein Strafbataillon an der Ostfront verfrachtet.

Wohl die beste Regieleistung Robert Siodmaks nach seine Rückkehr nach Deutschland und der Durchbruch für Mario Adorf.
Mit einer ganzen Anzahl von Preisen ausgezeichnet, bis hin zur Oscar-Nominierung
4,5 von 5 Punkten

brutus Offline




Beiträge: 12.989

06.06.2016 08:37
#5200 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · Antworten

Weiter geht es mit Teil 2


Gern hab ich die Frauen gekillt A/I/F 1966

mit Stewart Granger, Pierre Brice, Lex Barker, Karin Dor, Margaret Lee, Klaus Kinski, Walter Giller, Richard Münch, Peter Vogel u.a

Ein von der Polizei gehetzter Mörder dringt nachts in die Wohnung eines Professors ein. Dieser erzählt, um die Zeit bis zum Morgen zu überbrücken, drei Geschichten:
ein Privatdetektiv klärt den Mord an einem Journalisten in Wien, ein Agent soll wichtige Dokumente nach Rom überbringen, ein weiterer Agent vehindert in Rio einen
Putschversuch.

Drei kurzweilige Episoden zu einem Film zusammengefasst und durch eine kleine Rahmenhandlung verbunden (deren Auflösung aber hanebüchen ist)
Zeitlich und inhaltlich bewegen sich die 3 Episoden eher auf Vorabendserien-Niveau, sind aber deutlich besser besetzt, dazu noch an Originalschauplätzen gedreht.
Die 3 Karl-May-Stars nehmen sich hier entspannt selbst ein wenig auf die Schippe. 3,5 von 5 Punkten



Das Mädchen aus der Südsee D 1950

mit Hardy Krüger, Angelika Hauff, Madelon Truß, Peter Mosbacher, Albert Florath, Walter Giller, Erna Sellmer, Hubert von Meyerinck, Franz Schafheitlin, Karl-Heinz Peters u.a.


Die beiden Studenten Richard Kirbach und Ralph Wandrey haben eine gemeinsame Wohnung, ersterer ist ein begeisterter Amateurfunker und hat auf diesem Wege Kontakt mit Arnold Piper, der auf einer Südseeinsel lebt und mit Richard hauptsächlich Schach spielt. Eines Tages will er seine Nichte Lale nach Europa schicken und kündigt diese bei Richard an. Dieser Funkspruch wird aber von dem Paar Jessie und Lothar abgehört, erstere begibt sich ebenfalls nach Hamburg und gibt sich dort als Lale aus, die dann aber auch dort eintrifft. So nimmt das Chaos seinen Lauf...

Frühe Nachkriegskomödie mit Hardy Krüger in der Hauptrolle. Zu der Zeit war Funken, trotz Post-Monopols, wohl noch ein weiter verbreitetes Hobby und den Morse-Code kannten auch noch ne ganze Menge Leute (musste z.B. meine Mutter als Marinehelferin damals auch lernen). 3 von 5 Punkten



Ich spreng' euch alle in die Luft D 1966

mit Götz George, Werner Pochath, Eddi Arent, Siegfried Wischnewski Walter Barnes, Karl Schönböck, Ingeborg Schöner, Anthony Steel, Herbert Fux


Inspektor Blomfield wird zufällig Zeuge eines Raubes in einer Firma. Bei der Verfolgung des Täters kommt dieser zu Tode. Kurze Zeit später dringt der Bruder des Getöteten in das Polizeipräsidium ein um sich an Blomfield zu rächen. Da dieser nicht anwesend ist nimmt der Rächer kurzerhand seine Kollegen als Geiseln, mit Hilfe von Niroglyzerin. Alle warten auf die Rückkehr Blomfiels, doch der ist mit einem Mordfall beschäftigt und denkt gar nicht daran ins Präsidium zurück zu kehren.


Im Untertitel heißt es: Inspektor Blomfields Fall Nummer 1 und im Nachhinein kann man froh sein, das es bei diesem einen Fall geblieben ist. Zwar noch ganz ansprechend besetzt, zerfällt der Film rasch in zwei Hälften: hier der Inspektor der fast mühelos im Alleingang den Mordfall löst, dort der einsame Rächer der mit ähnlicher Mühelosigkeit eine ganze Schar von Schreibtischtätern in Schach halten kann. Beides mäßig spannend. Ein echter Zehetgruber halt. 2 von 5 Punkten

brutus Offline




Beiträge: 12.989

07.06.2016 13:03
#5201 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · Antworten

Ja, ich war fleissig


Ein Tote hing im Netz D 1960

mit Alex D'Arcy, Barbara Valentin, Rainer Brandt, Harald Maresch, Helga Franck, Dorothee Glöcklen, Helga Neuner u.a.

Der Showmanager Gary Webster sucht für eine Revue in Asien noch eine Reihe von Tänzerinnen. Nach einem erfolgreichen Casting begibt er sich mit seiner Truppe an Bord eines Flugzeuges welches aber über dem Pazifik in Not gerät und ins Meer stürzt. Webster, seine Assistentin Gladys uns weiter sieben der Tänzerinnen können sich mit Hilfe eines Schlauchbootes auf eine Insel retten. Im Inselinneren entdecken sie eine Hütte und finden dort einen älteren Toten, eingewoben in ein riesiges Spinnennetz. Da Tagebuch des Toten weist ihn als Professor Green aus, der auf der Insel diversen Forschungen nachging. Die Tage vergehen, die Stimmung ist angespannt. Da wird Webster eines Nachts bei einem Streifzug über die Insel von eine riesigen Spinne angefallen und gebissen. Er kann die Spinne zwar töten, das Gift verwandelt ihn aber sukzessive in ein Monster. Als ein solches stellt er jetzt den anderen Insulanern nach. Zeitgleich landen zwei Assistenten des Professors auf der Insel, um Vorräte zu bringen und sind erstaunt statt des Professors eine Schar junger Damen zu finden. Für diese scheint dadurch die Rettung nahe, doch das Spinnenmonster Gary steht dieser Rettung noch im Wege.


Wolf C. Hartwig wagte sich nach Der Nackte und der Satan noch ein weiteres Mal an das Genre des Horrorfilms heran und diesmal ist das Endprodukt stark an die Monsterfilme der fünfziger Jahre angelehnt. Tricktechnisch nicht gerade in der ersten Reihe legt Hartwig natürlich mal wieder besonderen Wert auf die dreidimensionalen Vorzüge seiner meist sehr spärlich bekleideten Darstellerinnenriege (wg. der tropischen Temperaturen) und das prompte Urteil des katholischen Filmdienstes ("ein nicht mehr zu unterbietendes Schundprodukt") gilt heute ja eher als must-see Prädikat. 3,5 von 5 Punkten



Geheimnisse in goldenen Nylons D,F,I 1967

mit Peter Lawford, Ira von Fürstenberg, Georges Géret, Maria Grazia Buccella, Wolfgang Preiss, Werner Peters, Horst Frank, Wolfgang Kieling, Eva Pflug, Siegfried Wischnewski, Herbert Fux u.a.

Der kleine Taschendieb Carlos wird in Berlin Zeuge der Entführung eines hohen US-Diplomaten und kann sich dabei dessen Aktentasche in seinen Besitz bringen. Es gelingt ihm zwar seinen Verfolgern zu entkommen, doch bei dem Versuch den Inhalt der Tasche, eine größere Anzahl offensichtlich brisanter Dokumente, zu Geld zu machen lockt er eine ganze Reihe von Verfolgern auf seine Spur: die Polizei, diverse Gangster und konkurrierende Geheimdienste. Am Ende kommt er nur mit Glück, seiner Fingerfertigkeit und der Hilfe der schönen Anna aus der ganzen Sache raus, zwar ohne das große Geld, dafür aber mit zwei Flugkarten nach Mexico (so auch der französische Originaltitel).


Ganz netter Agentenfilm in der Variante Allein gegen Alle. Der Held hat zwar gegen die Übermacht seine Gegner keine Chance, kann diese aber nutzen. Da die diversen Hehler in Europa verteilt sind (Paris, Wien, Schweiz), die Transaktion aber immer im letzten Moment scheitert, kommen die Protagonisten ganz schön rum und können das Leben in vollen Zügen genießen. 3 von 5 Punkten



Ganovenehre D 1966

mit Mario Adorf, Gert Fröbe, Curt Bois, Karin Baal, Helen Vita, Ilse Pagé, Gretl Schörg, Gert Haucke, Martin Hirthe u.a.


Der aus dem Zuchthaus entlassene Geldschrankknacker Artisten-Orje kommt bei seiner Flamme Nelly unter, die im Hause von Madame Olga arbeitet, einem als Massagesalon getarntem Bordell. Von den beiden Damen überredet tritt er eher widerwillig in die Gilde der Zuhälter ein, über deren strenge Regeln der Gildenvorsitzende Importen-Paul wacht. Orje tut sich mit seiner neuen Rolle und den Regeln seiner Gilde doch recht schwer und als nach einigen Ereignissen Nelly und Olga von der Gilde ausgestoßen werden und Berlin daraufhin binnen 24 Stunden zu verlassen haben, ist Orje entschlossen aus der Gilde auszutreten. Nur ist diese Fall in den Statuten gar nicht vorgesehen, die Mitgliedschaft endet erst mit dem Tode. Aber dieser Zeitpunkt ist ja variabel und so versucht Importen-Paul diesen Termin deutlich vorzuziehen.


Wolfgang Staudtes Komödie spielt im Berlin der zwanziger Jahre und ist ein weinig als Satire angelegt, die Unterwelt gibt sich gar strengere Gesetze als der Staat selbst und ahndet Verstöße dagegen mindestens genauso konsequent. Stark mal wieder Mario Adorf der sich als tumber Geldschränker plötzlich in der falschen Branche wiederfindet und auch Curt Bois als graue Eminenz des Hauses. 3 von 5 Punkten



Eheinstitut Aurora D 1962

mit Eva Bartok, Carlos Thompson, Elisabeth Flickenschildt, Hans Nielsen, Claus Holm, Ina Duscha, Walter Gross, Rainer Brandt, Rudolf Vogel, Albert Bessler u.a.


Die zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilte Mörderin Eva Horn versucht während eines von ihrem Anwalt erwirkten Hafturlaubes mit diesen zusammen den wahren Mörder ihres Mannes zu finden. Dazu begibt sich sich in das Eheinstitut Aurora um dort Christinow Tomkin unauffällig kennenzulernen, der in irgendeiner Weise in den damaligen Mordfall verwickelt scheint und in diesem Institut als Lockvogel für die zahlungskräftigere weibliche Kundschaft arbeitet. Aber auch die Eigentümerin des Institutes hat Probleme. Nicht nur wegen der doch stark schwankenden Erfolge ihrer Eheanbahnungsstrategien, sondern auch wegen der großzügigen Zuwendungen an ihren Sohn, der aber diese Gelder meist sehr wenig gewinnbringend verspielt. Gerade jetzt ist er mal wieder in Nöten, hat er doch wegen seiner Spielschulden einen kleinen Kredit aus der Kasse seiner Firma genommen, den vor einer Revision auszugleichen dringend geboten erscheint. Aber auch im Hause des damalig ermordeten Bankiers gehen merkwürdige Dinge vor. Steckt der immer noch im Hause beschäftigte Butler dahinter? Eva Horn bittet den Bruder des Toten um Hilfe, die dieser bereitwillig zu gewähren bereit ist. Inzwischen ist der Anwalt nicht untätig geblieben, hat er doch endlich den Apotheker ausfindig gemacht, bei dem damals das Rezept für das tödliche Strychnin vorgelegt wurde. Aber von wem?

Veritabler Krimi mit leicht komödiantischem Einschlag, für den besonders die Rahmenhandlung um das Institut und ihre Leiterin zuständig ist (Elisabeth Flickenschidt als selbsternannte Baronin trägt diesen Teil fast im Alleingang). Aber die Balance stimmt. 4 von 5 Punkten
(Hier möchte ich nochmal ausdrücklich auf die Bewertungen von Percy Lister und Prisma in dem Eva-Bartok Thread hinweisen)




Alibi D 1955

mit O.E. Hasse, Hardy Krüger, Martin Held, Eva-Ingeborg Scholz, Peer Schmidt, Charles Regnier, Siegfried Schürenberg, Ludwig Linkmann, Helmuth Rudolph, Stanislav Ledinek, Jan Hendriks, Maria Sebaldt u.a.


Peter Hansen, Chefreporter einer Zeitung kommt mit sensationellen Berichten über amerikanische Atombombentests in seine Redaktion zurück, darüber gerät der Bericht seines Kollegen Roland über dem Mord an der Frau des bekannten Wissenschaftlers Dr. Overbeck ein wenig ins Hintertreffen. Einige Wochen später wird er wieder an diesen Fall erinnert, er ist für diesen Mordprozess als Geschworener vorgesehen. Eher semibegeistert nimmt er diese Aufgabe an, aber im Laufe des Prozesses gegen den Angeklagten
Harald Meinhardt, den Geliebten der Frau Overbeck, beginnt ihn der Fall zu interessieren. Alle Indizien sprechen gegen den Angeklagten, der letztendlich, trotz seiner eindringlichen Unschuldsbeteuerungen, zu einer Zuchthausstrafe von 10 Jahren verurteilt wird. Aber die Zweifel bei Hansen, der als einziger Geschworener gegen eine Verurteilung gestimmt hat, bleiben. Als auch noch der verzweifelte Vater des Verurteilten bei ihm insistiert, beginnt er selbst mit Nachforschungen, über deren Ergebnisse er zunehmend in seine Zeitung, auch gegen den Willen seiner Vorgesetzten, berichtet. Letztendlich startet er in seiner Zeitung eine richtige Kampagne, auf die sich tatsächlich neue Zeugen melden, deren Aussagen den tatsächlichen Täter entlarven. Meinhardt wird aus der Haft entlassen (also kein trauriges Ende).


Guter Krimi vom Erfolgsduo Weidenmann/Reinecker in dem diesmal die Presse in die Rolle des Freund und Helfers schlüpft um einen Justizirrtum zu berichtigen.
Die Gerichtsverhandlung nimmt einen großen Teil des Filmes ein und die nachfolgende Wandlung vom Saulus zum Paulus, also vom kaltschnäuzigen Reporter zum konsequenten Streiter für die Wahrheit ist durchaus eindringlich geschildert. 4,5 von 5 Punkten




Natürlich dürfen auch die obligaten Wallace-Streifen nicht fehlen, als da wären:


Der Mann, der seinen Namen änderte D 1958

Die Kammer des Schreckens GB 1940

Todestrommeln am großen Fluss GB/D 1963



Die beiden letztgenannten waren allerdings keine Erstsichtungen ebenso nicht


Ein Toter spielt Klavier GB 1961

brutus Offline




Beiträge: 12.989

08.06.2016 11:51
#5202 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · Antworten

Ich hänge ganz schön hinterher, also gleich zum Mai.

Bei den Vorabendserien habe ich mich endlich durch den zweiten Teil der großen Wanninger-Sause durchgekämpft:

Die unsterblichen Methoden des Franz Josef Wanninger

Mit kleinen Veränderungen wurde nach einer Pause von 6 Jahren die Erfolgsserie fortgesetzt. Wanninger selbst ist nun im Ruhestand, sein ehemaliger Kollege Steiner ist jetzt der Chef, Fröschl und sein neuer Kollege Kettwig machen die eigentliche Arbeit, müssen aber praktisch in jeder Folge auf den Pensionär Wanninger und dessen Methoden zurückgreifen.


Bei den Abendserien bin ich beim utopischen Genre geblieben:

Das blaue Palais

Rainer Erler schildert in diese 5-teiligen Serie den Alltag in einem von einer privaten Stiftung finanzierten Forschungsinstitut, in dem mehrere Forscher verschiedener Wissenschaftszweige ihren Forschungen nachgehen. Wobei in allen Folgen der für die mittsiebziger Jahre typische Wissenschaftsskeptizismus mitschwingt. Auch ist das Auftreten der einzelnen Forscher ihren Probanden oder der Allgemeinheit gegenüber manchmal doch sehr grenzwertig. Einige der thematisierten Probleme haben sich inzwischen in Wohlgefallen aufgelöst (dafür sind neue dazugekommen), andere sind nach wie vor aktuell.



Weiterhin sehe ich mit alte Mehrteiler des DFF an, diesmal waren es:


Der Ermordete greift ein 5-teilig aus dem Jahre 1961

Ein Schauspieler wird auf offener Bühne erschossen, weil in der Requisite die Platzpatronen heimlich durch echte Patronen ersetzt worden waren. Die Spur führt in ein obskures Privatsanatorium. Spielt im Düsseldorf der späten 20er oder frühen 30er Jahre. Klassischer Whodonit mit überraschender Auflösung.


Projekt Aqua 2-Teiler von 1969

In einem nordafrikanischen Staat ist die DDR-Industrie am Bau eines Wasserkraftwerkes beteiligt. Dieses Prestigeprojekt soll, um die DDR-Wirtschaft zu diskreditieren,
umfänglich sabotiert werden. Das muss natürlich verhindert werden und so wird Major Sander vom MfS mal wieder in Marsch gesetzt.
Nach Der Mann aus Kanada und Treffpunkt Genf der letzte Teil der losen Major Sander Trilogie



Mit ein wenig Glück schaffe ich es vor meinem Urlaub doch noch alle mir vorliegenden Folgen des Polizeirufes zu sehen.


Vorurteil? (042)

Nach einem heftigen Ehestreit wird eine Frau tot in einem Ruderboot aufgefunden, ist aber eigentlich ertrunken. Alle Indizien weisen auf den Ehemann hin, zumal dieser
nach einer ersten Befragung durch die VP auch noch spurlos verschwindet. Doch so einfach ist dieser Fall für Oberleutnant Fuchs nicht.



Barry schwieg (061)

Nach 5-jährigem Gefängnisaufenthalt wg. eines Überfalls kehrt ein Mann vorzeitig entlassen zu seiner Frau zurück, die aber keinen Wert auf eine Reunion legt, hat sie sich doch in der Zwischenzeit ein neues Leben aufgebaut. Zeitgleich wird in ehemaligen Haus dieses Mannes eingebrochen, dabei wird eine Frau schwer verletzt, die später eben diesen Verletzungen erliegt. Der Einbrecher hatte es wohl auf die Beute des Raubüberfalles abgesehen, die nie gefunden worden war. Ist diese zeitliche Übereinstimmung nur ein Zufall? Das Trio Fuchs, Arndt und Hübner muss in mehrere Richtungen ermitteln.



Ein Fall ohne Zeugen (032)

Ein Neugeborener wird am hellichten Tage entführt und bleibt spurlos verschwunden. es tauchen keinerlei Forderungen eines potentiellen Erpressers auf.
Hübner und Subras überreden Vera Arndt, ihren Urlaub zu verschieben, denn die Zeit wird knapp.



Im Alter von ...

Ein Junge verschwindet an einem See und wird bei einer Suche durch die Polizei tot aufgefunden. Da OL Fuchs ein persönlicher Freund der Familie ist, zieht sein Chef
ihn von dieser Sache ab. Hübner und Arndt müssen ran.

(Diese Folge hätte als Episode 30 im Februar 1975 gesendet werden sollen, wurde aber nach den Dreharbeiten auf Anweisung von oben abgewürgt, die angeordnete Vernichtung des gesamten Filmmaterials unterblieb jedoch zum Teil, so das nach der Wiederauffindung eines noch erhaltenen Kameranegatives im Jahre 2011 anhand des noch im Privatbesitz befindlichen Drehbuches eine Nachsynchronisierung - mit den Stimmen vieler der zu diesem Zeitpunkt aktuellen Polizeiruf-Kommissare - erfolgen konnte)

patrick Offline




Beiträge: 3.221

08.06.2016 12:31
#5203 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · Antworten

Zitat von brutus im Beitrag #5211


Ein Toter spielt Klavier GB 1961





Einer meiner Lieblingsfilme

TV-1967 Offline



Beiträge: 538

08.06.2016 19:09
#5204 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · Antworten

Geht Ihr Abends auch mal einen trinken...??

Tarzan Offline



Beiträge: 975

08.06.2016 19:17
#5205 RE: Welche Film-DVD liegt gerade bei euch im Player? Zitat · Antworten

"Trau keinem, der nicht trinkt," sagte einst der unvergessene John Wayne. Prost!

Seiten 1 | ... 342 | 343 | 344 | 345 | 346 | 347 | 348 | 349 | 350 | 351 | ... 353
 Sprung  
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen
Datenschutz