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Dieses Thema hat 172 Antworten
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greaves Offline




Beiträge: 293

26.09.2016 20:38
#166 RE: RE:Bewertet: "Im Banne des Unheimlichen" (26) Zitat · antworten

Wow👍🏻👍🏻👍🏻wann läuft der im Kino ..???

Lord Low Offline




Beiträge: 497

26.09.2016 20:50
#167 RE: RE:Bewertet: "Im Banne des Unheimlichen" (26) Zitat · antworten

Zitat von greaves im Beitrag #166
Wow👍🏻👍🏻👍🏻wann läuft der im Kino ..???


Demnächst in deinem Heimkino.

Ray Offline



Beiträge: 697

21.10.2016 22:33
#168 RE: RE:Bewertet: "Im Banne des Unheimlichen" (26) Zitat · antworten

Im Banne des Unheimlichen (BRD 1968)

Regie: Alfred Vohrer

Darsteller: Joachim Fuchsberger, Siw Mattson, Wolfgang Kieling, Pinkas Braun, Claude Farell, Hubert von Meyerinck, Ilse Pagé, Siegfried Rauch, Otto Stern, Lill Lindfors, Hans Krull, Ewa Strömberg, Thomas Danneberg, Renate Grosser, Wolfgang Spier, Jimmy Powell u.a.



Mit "Der Hund von Blackwood Castle" war man zum Jubiläum ein letztes Mal zu den Wurzeln zurückgekehrt - ein Blick zurück, wenn man so will. Nun galt es nach vorne zu schauen. Freilich machte man nicht komplett "tabula rasa", schließlich war allen voran Alfred Vohrer - das hatten die letzten beiden Filme gezeigt - voll in seinem Element und endgültig in der Farbära angekommen.

Doch auch bei der Besetzung wollte man nicht ganz auf alte Gesichter verzichten. Der Cast wird im wahrsten Sinne des Wortes von Joachim Fuchsberger angeführt, wurde doch erstmals in der Wallace-Reihe der Name eines Darstellers vor den Titel gesetzt ("Joachim Fuchsberger in..."). Damit bekannten sich die Macher nun auch symbolisch zu ihrem kaum zu ersetzenden Star und gaben ihm die redlich verdiente Sonderstellung. Nicht ausgeschlossen erscheint es allerdings, dass dies ein Zugeständnis für eine weitere Partizipation Fuchsbergers war. Aber das ist heute reine Spekulation. Ansonsten fällt auf, dass Higgins - anders als auf dem Kinoplakat - im Mantel statt im Trenchcoat ermittelt. Fuchsbergers letzter "klassischer" Auftritt darf als "gelungen" bezeichnet werden. Körperlich noch immer in erstklassiger Form (siehe Sprung über das Geländer), legt er wie schon im "Mönch" eine gesteigerte Gelassenheit an den Tag und passt sich so dem Grundton des Films ideal an. Technisch ist er zudem - ein wenig "Bond light" - gut ausgestattet und öffnet verschlossene Türen im Handumdrehen. An Fuchsbergers Seite postierte man als "Möchtegern-Emma Peel" die Schwedin Siw Mattson, die zwar ziemlich unorthodox, jedoch gleichsam erfrischend agiert. Die Konstellation hat auf alle Fälle seinen Reiz, weil so bei Wallace bis dato noch nicht vorhanden und hätte durchaus in weiteren Filmen ausgebaut werden dürfen. Neben Fuchsberger ist Pinkas Braun der einzige "Wallace-Veteran" auf der Besetzungsliste. Ihm gelingt ein beachtlicher Ausstand, indem er sich sein erarbeitetes Rollenklischee zunutze macht und so am Ende für eine Überraschung sorgt. Auf Seiten der "Neuen" fällt Wolfgang Kieling positiv auf. Obschon seine Darstellung eine Gratwanderung ist und er regelmäßig am Rande der Übertreibung wandelt, verfehlt die Performance seinen Zweck nicht. Schmerzlich vermisst hingegen wird Siegfried Schürenberg als Sir John. Auch wenn Meyerinck hier wohl noch seine beste Darbietung als Sir Arthur abliefert, kann er sein offensichtliches Vorbild doch zu keiner Sekunde ersetzen. Leiser Humor wich vorliegend plattem Klamauk. Es zeigte sich, dass Arent und Schürenberg kumulativ nicht ersetzbar waren.

"Im Banne des Unheimlichen" hätte den Auftakt für eine Reihe interessanter Wallace-Filme bilden können. Gerade in den ersten Minuten meint der geneigte Wallace-Enthusiast, die Reihe wäre bereit, "den nächsten Schritt" zu gehen. Der an Bond orientierte Titelsong mit Ohrwurmpotential, die London-Aufnahmen, die vielen Kulissen - alles wirkt einen Ticken aufwendiger und - nicht zuletzt wegen der Besetzung - internationaler. Neben dem Titellied gelingen Peter Thomas weitere wunderbare Melodien, die z.T. ein wenig an die Untermalung in italienischen Thrillern dieser Zeit erinnern. Das Phantom, die "lachende Leiche" (so auch der Arbeitstitel) konkurriert mit dem "Mönch" um den Titel des besten Killers. Ein Mann mit Totenkopf, Zylinder, Umhang und ausgestattet mit einem tödlichen Ring, stets schaurig-schön in grüner bzw. roter Farbe angeleuchtet, dazu wieselflink. Kein Wunder, dass die "lachende Leiche" als Vorlage für die "Wixxer"-Filme diente. Da ließ es sich Alfred Vohrer nicht nehmen, ihr höchstselbst seine Stimme zu leihen.

Die Story ist ein typischer Whodunit nach Wallace-Manier, der konsequent die Horror-Elemente der letzten drei Filme fortführt. So sind es letztlich auch die Auftritte der "lachenden Leiche", die den Film zu einem Vergnügen für große Kinder machen. Das Phantom wird äußerst prägnant und mit inszenatorischer Rafinesse präsentiert. Negativ fallen der überzogene Auftritt Meyerincks, der in der Breite nicht ganz so hochwertige Cast und die etwas merkwürdige Figur Ramiros (grüne Hautfarbe?) ins Gewicht. Auch über das ein oder andere Dekor (Tigertisch mit Fell) kann man heute nur staunen. Alles ein bisschen "trashy", aber immer noch höchst liebenswert.


Der aufmerksame Zuschauer erkennt in "Im Banne des Unheimlichen" interessante neue Facetten (Titelsong, Figurenkonstellation Higgins/Ward), ohne jedoch bekannte Stärken wie insbesondere die lieb gewonnenen Horror-Elemente zu vermissen, sieht man einmal davon ab, dass mit dem Wechsel Schürenbergs zu Meyerinck das Humor-Niveau zum Sinkflug ansetzt. Ein vermeintlich vielversprechender Wendepunkt. 4,5 von 5 Punkten.

greaves Offline




Beiträge: 293

22.10.2016 08:57
#169 RE: RE:Bewertet: "Im Banne des Unheimlichen" (26) Zitat · antworten

Das war mein erster Wallace den ich vor ca 25 Jahren im TV das erste mal ganz sah.dieser Film hat Bei mir immer einen besonderen Reiz.
Die Schauspieler,die Drehorte ,die Story usw. Typischer Vohrer Film.
Die Schauspieler passen sehr gut in diesen Film.wolfgang Kieling "rockt"diesen Film.PINKAS BRAUN-Mister mysteriös persönlich.
Der in die Jahre gekommene Joachim Fuchsberger macht sein Ding gut und passt gut in diesen Film. Obwohl ich mal hier im Forum gelesen habe,dass jemand Heinz Drache gern gesehen/gepasst hätte.Mit diesem Gedanken könnte ich mich auch anfreunden.
Für mich persönlich der beste farb Wallace ,dicht gefolgt vom Hund von Blackwood Castle.

patrick Offline




Beiträge: 2.749

22.10.2016 09:36
#170 RE: RE:Bewertet: "Im Banne des Unheimlichen" (26) Zitat · antworten

Zitat von Ray
...dass mit dem Wechsel Schürenbergs zu Meyerinck das Humor-Niveau zum Sinkflug ansetzt.


Wie wahr wie wahr....Der Film ist sonst wirklich gut.

Ray Offline



Beiträge: 697

22.10.2016 11:01
#171 RE: RE:Bewertet: "Im Banne des Unheimlichen" (26) Zitat · antworten

Ja, mit Schürenberg in der Form von "Mönch" oder "Hund" hätte es wohl locker zur Höchstwertung gereicht. Sehr schade.

Insgesamt fällt bei dem Film auf, dass er sich trotz des recht klassischen Milieus (Kirche, Friedhof, Krankenhaus...) klar zu der Zeit bekennt, in der er entstanden ist. Neben dem Emma-Peel-Zitat gibt es wie schon im Vorgänger eine Bemerkung zu den Beatles. Außerdem proklamiert Peggy Ward gegenüber Higgins "Make love not war".

Lord Low Offline




Beiträge: 497

17.07.2017 21:43
#172 RE: RE:Bewertet: "Im Banne des Unheimlichen" (26) Zitat · antworten

Kann es sein, dass bei den Dreharbeiten in London nicht abgesperrt wurde und die Passanten einfach hinten vorbeigelaufen sind? Es wirkt zumindest so, als ob die Leute im Hintergrund verwundert in die Kamera gucken würden.

Lord Low Offline




Beiträge: 497

18.07.2017 10:07
#173 RE: RE:Bewertet: "Im Banne des Unheimlichen" (26) Zitat · antworten

Noch eine Frage: Wo wurden denn die Außenaufnahmen vor dem Krankenhaus gedreht?

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