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Dieses Thema hat 179 Antworten
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Count Villain Offline




Beiträge: 4.553

11.11.2018 22:02
#121 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Zitat von Marmstorfer im Beitrag #15
(...) fast ein wenig schüchtern gegenüber Ella (...)


Gerade wenn man weiß, wer sich hinter der Maske des Frosches verbirgt, fällt einem das wunderbar doppelbödige Spiel Brockmanns in den gemeinsamen Szenen auf. Da ist dieses unbedingte Verlangen, aber in der Gestalt als Philo darf er sie sich nicht nehmen, sonst würde er aus der Rolle fallen.

In eine ähnliche Richtung wird das später nur noch einmal im unheimlichen Mönch gehen, wo bei Arent die leise Verehrung von Karin Dors Charakter immer wieder durchscheint.

TV-1967 Offline



Beiträge: 590

11.11.2018 23:34
#122 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Besagter Wallace ist auch mein Lieblingsfilm der Reihe. Übrigens "Inspektor Genter" (Werner Hedmann) wird von Benno Gellenbeck synchronisiert. Damals auch in den 60iger Jahren ein bekannter Hörspielsprecher der Marke "EUROPA" (z.B. als Old Firehand).

greaves Offline




Beiträge: 582

12.11.2018 00:00
#123 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Nochmal zu Werner Hedmann...

Er hat wie es aussieht in 4 Wallace Filmen vor und hinter der Kamera mitgewirkt.

Im Frosch als Inspektor Genter und Produktionsleiter
im roten Kreis Aufnahmeleiter
in der Bande als Angler und Profuktionsleiter
und im Zimmer 13 als Mann in der Telefonkabine,der bescheid gibt,wenn der Postzug abfährt.

Giacco Offline



Beiträge: 2.290

12.11.2018 11:16
#124 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Mit 683.341 Besuchern in Frankreich (139.596 in Paris), wo er erst am 8.8.1962 in die Kinos kam, gehörte "Der Frosch mit der Maske" dort zu den erfolgreichsten Wallace-Filmen.
1960 wurde er neben "Die Brücke" als zweiter deutscher Beitrag beim "Mar del Plata-Filmfestival" in Argentinien gezeigt.

Count Villain Offline




Beiträge: 4.553

12.11.2018 15:05
#125 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #6
„Frauen und Kinder sind die gefährlichsten Fallstricke für einen Mann.“

Auch wenn der totgeglaubte Einbruchsspezialist Harry Lime, der mit dem Protagonisten des Carol-Reed-Klassikers „Der dritte Mann“ im Übrigen weder verwandt noch verschwägert ist, seiner Nachwelt dieses Keuschheitscredo hinterlassen hat, so scheitert sein alter ego im Froschkostüm ironischerweise genau an der angemahnten Schwachstelle.



Nimmt man es wirklich genau, hat Ella mit dem Scheitern des Frosches rein gar nichts zu tun. Sein wirklicher Fallstrick ist der Knabe Johnny, respektive der kleine Mörtelrückstand im Mundwinkel Inspektor Genters. Einzig deshalb kann er am Ende gestellt werden, bzw. hätte so oder so gestellt werden können.

Dennoch gut, dass wir die Verwicklungen um Ella Bennett haben. Sonst hätten wir am Ende Inspektor Elk nur eine Stunde lang gelangweilt im Büro sitzen und ab und an mal einen Tatort aufsuchen sehen.

brutus Offline




Beiträge: 13.025

12.11.2018 20:31
#126 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Zitat von Count Villain im Beitrag #24
Sein wirklicher Fallstrick ist der Knabe Johnny, respektive der kleine Mörtelrückstand im Mundwinkel Inspektor Genters. Einzig deshalb kann er am Ende gestellt werden, bzw. hätte so oder so gestellt werden können.


Damit trägt der gute Inspektor Genter dann doch zur Auflösung des Falles bei, aber nicht ganz so wie er sich das vorher vorgestellt hat

brutus Offline




Beiträge: 13.025

12.11.2018 21:13
#127 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Der Darsteller Michel Hildesheim wird immerhin im Vorspann erwähnt, hat aber als Beleuchter Mills gerade mal 4 Szenen: Schmiere stehen vor der limitierten Hambroes Bank, eben dort den Wachmann zur Ader lassen und bei der Flucht über eben diesen stolpern, worauf er von 2 Bobbies geschnappt wird (die offensichtlich ein gutes Auge haben, rufen sie nicht etwa einen Notarzt für den Wachmann, nein sie kümmern sich nur um Mills), von eben diesen Inspektor Elk vorgeführt werden (was immer sie in der Zwischenzeit gemacht haben, schließlich muss Elk doch erstmal zum Tatort gerufen worden sein und philosophiert dann noch ein wenig mit Balder übers Dasein als Beamter bevor die beiden Bobbies mit Mills dort eintreffen) und zum Schluss sein finaler Abgang im Gefangenentransporter. Immerhin hat er in jeder dieser 4 Szenen Text.

DanielL Offline




Beiträge: 4.141

12.11.2018 21:33
#128 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Zitat von Count Villain im Beitrag #24
Nimmt man es wirklich genau, hat Ella mit dem Scheitern des Frosches rein gar nichts zu tun. Sein wirklicher Fallstrick ist der Knabe Johnny, respektive der kleine Mörtelrückstand im Mundwinkel Inspektor Genters. Einzig deshalb kann er am Ende gestellt werden, bzw. hätte so oder so gestellt werden können.


Aufmerksame Beobachtung. Das war mir so nicht bewusst und ist absolut richtig.

Dass der Frosch im weiteren Sinne scheitert, weil er von Ella besessen ist, kann man dennoch ganz gut anführen. Für den umständlichen Plan, Ray zu manipulieren und zu kompromittieren, müssen schließlich wichtige Verbündete dran glauben und seine ganze "Dependance Lolita-Bar" fliegt auf. Wobei dieser Schlag allein Richard und James zu verdanken ist. Die Entführung Ellas sorgt am Ende wohl auch dafür, dass Elk und Richard gleich mit dem Einsatzkommando zur Quelle des Mörtelstaubs eilen. Sonst hätte man vielleicht eine andere Einsatztaktik vorgezogen und wäre am Ende wie Genter und Josua Broad in irgendeine Falle gegangen. Aber das ist natürlich sehr spekulativ.

Im Film selbst wird ja bereits die Frage aufgeworfen, warum der Frosch Ella nicht früher schon entführt. Eine interessante Verbrecherpsyche, dass er eine als "freiwillig" bezeichnete schwere Nötigung vor sich rechtfertigen kann, jedoch von Entführung absieht, bis ihm das letzte Druckmittel ausgeht. Fraglich auch, wie er seinen Plan hätte zum Ende führen wollen. Seine zurückgehaltene Augenzeugin, die er Ella in Aussicht stellt, hätte wohl kaum noch pünktlich für Entlastung sorgen können. Sein Druckmittel wäre ihm letztlich ja auch mit Rays Ableben ausgegangen. Es hätte jedenfalls für Ella keinen Grund mehr gegeben, zu gehorchen - von unmittelbarer körperlicher Bedrohung mal abgesehen.

Gruß,
Daniel

patrick Offline




Beiträge: 3.242

13.11.2018 09:41
#129 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Zitat von brutus im Beitrag #18


Und Nummer 7 konnte auch ganz schön lange unentdeckt werkeln.





Naja, mit der Logik darf man's hier ohnehinn nicht so genau nehmen. Dass der allein lebende Nr.7, der im Polizeidienst arbeitet, sich als Familienvater ausgibt ist eiegentlich ein starkes Stück, das einfach auffliegen muss. Der Dramaturgie ist das aber zuträglich und darauf kommts an.

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 595

13.11.2018 10:10
#130 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Ja, das ist mir bei der jetzigen Sichtung des "Frosches" auch aufgefallen: Eigentlich ist es vollkommen unsinnig, dass Ella das Licht in ihr Fenster stellt, da ja der Fosch sowieso überhaupt nichts zur Befreiung ihres Bruders tut bzw. hätte tun können. Irgendwie geht die ganze Sache mit Ellas Erpressung und ihrer "freiwilligen" Hinwendung zum Frosch im Geschehen unter. Er kann sie nur "normal" entführen. Da hilft es auch nicht, dass sie noch kurz von Dick Gordon angerufen wird. Auch unlogisch, wieso sie nicht in dieser kritischen Phase von der Polizei observiert wird - schließlich ist die wohlbekannte Schwäche des Oberverbrechers für Ella doch tatsächlich ein Fallstrick, in dem er sich verfangen könnte. Da hätte es des Mörtelstaubs als rettenden Hinweis gar nicht bedurft. Naja, ist halt wie bei den meisten Filmen - je öfter man sie anschaut, desto mehr fallen einem die Logikschwächen der Handlung auf.
Das Ende des Frosches ist wirklich zu gehetzt: Ella entführen, Lolita erschiessen, Josuah Broad unschädlich machen und schließlich selbst enttarnt werden und das alles in gefühlt einer Minute. Da wurde viel verschenkt.

Was Sergeant Balders Doppelleben angeht, so hat man sich ja hier an die Buchvorlage gehalten. Auch in den zwanziger Jahren muss es doch kaum möglich für einen Polizisten gewesen sein, eine Familie vorzugeben, wenn man gar keine hat. Der muss doch auch Steuern zahlen etc. Aber vielleicht war das damals auch alles nicht so streng wie heute.

Wirklich beachtlich ist jedoch, wieviel nackte Haut und amouröse Anspielungen es in diesem Film gibt. Wenn sich Lolita (auch dieser Name eine bewusst gewählte Anspielung) lasziv auf dem Lotterbett räkelt und sogar ihre Brustwarzen durch das Mieder durchscheinen, wenn Ray selbsvergessen ihre Füße küsst, wenn sie vom Paradies singt, gerade wenn ihre Körpermitte im Bild erscheint ... dann ist das schon für die Fünfziger ganz schon provokant. So viel Erotik in einem Wallace-Streifen beginnt erst wieder Mitte der Sechziger, allerdings in Form der eher lächerlichen Mädchenpensionat-Phantasien.
Auch hier setzt der Film neben den recht brutalen Gewaltdarstellungen Akzente, Sex and Crime besteht gleichberechtigt neben gutdeutscher Hausmannskost und Heimatfilm-Romantik.

Ein Film, der wirklich immer wieder Spaß macht.

Archibald Finch Offline




Beiträge: 30

13.11.2018 12:24
#131 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Ich habe es gestern Abend auch geschafft mir den Film anzusehen. Ich kann mich da meinen Vorrednern nur anschliessen und ein Kompliment aussprechen an die Verfasser der bisherigen Komentare. Es ist interressant die Beiträge zu lesen, was den unterschiedlichen Verfassern auffällt. Ich möchte über diesen Film nicht viel meckern. Als Erstling der Reihe gleich so einen Volltreffer zu landen ist schon echt gigantisch. Und war natürlich gut für die Fortsetzung der Reihe wobei ich doch bemerken muss das einige sich vom Frosch etwas mehr hätten inspirieren lassen können. Es ist eben von allen was dabei. Spannung, Aktion, Witz. Das es dann doch so erotisch wird ist wirklich für die Zeit untypisch. Da habe ich mich gestern auch noch mal gewundert. Was die logikfehler angeht möchte ich nicht meckern über verkehrt aufgehängte Werbung oder Autos mit Rechtslenkung. Was mich nur stutzig macht ist es eben das Ella, obwohl die Polizei weiss das der Frosch hinter ihr her ist, nicht beschattet wird. Das ist ein Unding. Würde aber warscheinlich die Spannung zum Schluss etwas rausnehmen. Der Schluss geht wirklich etwas schnell. Dort hätte man sich etwas mehr Zeit nehmen können. Entführung von Ella, ermordung von Lolita, der Besuch des Komplizen vom Frosch und natürlich die Entwarnung des Frosches. Übrigens ein Riesen lob an das Kostüm des Frosches, er ist wirklich herrlich gruselig anzuschauen.
Der Frosch mit der Maske ist wirklich einer der Besten der Wallace Reihe.

Count Villain Offline




Beiträge: 4.553

13.11.2018 12:50
#132 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #29
Ja, das ist mir bei der jetzigen Sichtung des "Frosches" auch aufgefallen: Eigentlich ist es vollkommen unsinnig, dass Ella das Licht in ihr Fenster stellt, da ja der Fosch sowieso überhaupt nichts zur Befreiung ihres Bruders tut bzw. hätte tun können. Irgendwie geht die ganze Sache mit Ellas Erpressung und ihrer "freiwilligen" Hinwendung zum Frosch im Geschehen unter. Er kann sie nur "normal" entführen.


Wahrscheinlich ist es für ihn psychologisch tatsächlich nur wichtig, dass sie das Licht ins Fenster. Quasi als Erlaubnis, dass er sie entführen darf. Und ob der Frosch etwas tun kann, ist eigentlich auch egal. Hauptsache Ella glaubt, dass er etwas tun könnte. Der Frosch hätte Lolita theoretisch also auch schon direkt töten können.

Warum man Ella nicht überwacht hat, ist mir allerdings auch ein Rätsel.

Josh Offline




Beiträge: 7.928

14.11.2018 00:21
#133 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Ich habe mir den Frosch heute auch mal wieder angeguckt, interessanter finde ich aber eure Kommentare, auf solche Details würde ich nie achten, aber macht weiter, ich lese das gerne, und ich werde bei der nächsten Sichtung darauf achten. Der Frosch ist für mich ein mittelmässiger Film der Reihe, die Rolle von Arendt nervt mich, die finde ich zu überzogen. Schön anzusehen sind die beiden Ermittler, Blacky als der Mann, der sich nicht an die Richtlinien hält, und Lowitz als der eher ruhige Kriminalist. Insgesamt ein Film, der sehr unterhaltsam ist, aber man hat es nachher besser hinbekommen.

Ray Offline



Beiträge: 1.867

14.11.2018 22:45
#134 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Wenn das mal kein verheißungvoller Einstieg in die Wallace-Wochen ist. Toll, dass sich tatsächlich so viele beteiligen und hier so in die Details gegangen wird.

Auch von mir nochmal ein paar spontane Gedanken.


Der Film ist insofern ein eindeutiges Kind der 1950er, als er durch seine Betonung auf (melo-)dramatische Momente ganz in der Tradition von Filmen wie "Das Bekenntnis der Ina Kahr" oder "Gestehen Sie, Dr. Corda!" steht. An manchen Stellen trägt der Film aus heutiger Sicht allerdings zu dick auf, das gilt für mich auch für die hier mehrfach gelobte Szene bei der Hinrichtung. Schmunzeln musste ich zudem bei der Szene, in der "Old Ben" Ray in der Lolita Bar aufsucht. In dem Moment, in dem er das Wort erhebt - was er noch nicht einmal besonders laut tut - verstummen alle Personen im Lokal, egal ob sie sich unterhalten, laut lachen oder tanzen. Das ist schon sehr "inszeniert". Fragen kann man sich auch, warum der Frosch die Kolldehoff-Figur selber tötet, normalerweise macht sich ein Verbrecherboss wegen so eines simplen Auftrags nicht die Finger schmutzig. Aber man wollte der Figur wohl eine gewisse Präsenz einräumen, um seine Gefährlichkeit zu demonstrieren und dazu gehören im Genre wohl dann auch eigenhändige Taten und nicht nur solche durch Helfershelfer. Mit der Figur des Froschs bewegt man sich gleich im Premierenfilm ein wenig auf Comic-Pfaden, derlei Inhalte hatte in den 1950ern zuvor Kurt Hoffmann mit "Klettermaxe" bedient, ein Film, in dem man im Übrigen einige Elemente vorfindet, die auch die Wallace-Filme auszeichnen. Aber dazu vielleicht mal an anderer Stelle mehr.

Ansonsten zeigt sich bereits im Erstling die Bedeutung der Nebenakteure: Fritz Rasp gelingt ein exzellenter Start in seine zweite Wallace-Karriere. Spricht er zunächst kaum ein Wort - außer einem lauten "Raus!", als er Ray aus seinem Büro schmeißt, lässt er vor seiner Ermordung seinen Emotionen freien Lauf. Ulrich Beiger, neben Rasp, Pinkas Braun und Werner Peters der in meinen Augen bedeutenste Nebendarsteller der Wallace-Reihe, zeigt sich hier ganz offen von seiner "fiesen" Seite. Seine hinterlistige, versnobte Art wird erst in seinen folgenden Auftritten akzentuiert werden. Auch Carl Lange setzt mit seiner unterkühlten, distanzierten, verletzlichen Darstellung des Henkers eine Duftmarke.

Im Grunde genommen erweist sich der hinter dem Frosch steckende Brockmann als logische Täterwahl. Allerdings werden dem uninformierten Zuschauer geschickt andere Personen als Täter "untergeschoben": Unmittelbar nachdem Inspektor Elk Sir Archibald erzählt, dass der Frosch eine echter Verwandlungskünstler ist, sieht man Eppler, wie er sich seine Maskerade abnimmt. Nach dem nächtlichen Besuch des Froschs und einer weiteren Tat sieht man "Old Ben" nach Hause kommen. Auch Fritz Rasp, dem zugeknöpften und geizigen Geschäftsmann, der mit Handschuhen und einem dekorativen Brieföffner vor der Nase an seinem Schreibtisch sitzt, traut man die Rolle ohne weiteres zu.

Gut funktioniert auch der Einsatz des Froschs als Leitmotiv: in der Einführungszene quaken die Frösche, während die menschlichen "Frösche" den Tresor im Anwesen knacken. Elk fordert die "Frösche" auf, zu quaken. Gegenüber Kolldehoff erklärt er auf dessen Nachfrage, wo sich der Beleuchter befinde, manche Menschen hüpften wie die Frösche. In der Schlussszene sieht man vor Gordons Anwesen einen Frosch hüpfen, dem Arent anmahnt, friedlich zu sein, schließlich sei seine Zeit vorbei.


Alles in allem ist Harald Reinl ein sehr gelungener Einstiegsfilm gelungen, das indiziert nicht zuletzt der großartige Erfolg, der dem Film beschieden war. Da er wie gesagt mitunter ein wenig Dick aufträgt und Eva Anthes für mich eine schwerwiegende Fehlbesetzung bleibt - im Gegensatz zu Wilz, der seine Sache gut macht - bleibe ich bei 4,5 von 5 Punkten.

patrick Offline




Beiträge: 3.242

15.11.2018 09:38
#135 RE: Wallace der Woche (01): Der Frosch mit der Maske (1959) Zitat · Antworten

Zitat von Ray im Beitrag #33
. Schmunzeln musste ich zudem bei der Szene, in der "Old Ben" Ray in der Lolita Bar aufsucht. In dem Moment, in dem er das Wort erhebt - was er noch nicht einmal besonders laut tut - verstummen alle Personen im Lokal, egal ob sie sich unterhalten, laut lachen oder tanzen. Das ist schon sehr "inszeniert". .


Genau dasselbe habe ich mir auch gedacht. Die Personen scheinen nicht besonders hingebungsvoll mit sich selbst beschäftigz zu sein.

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