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Dieses Thema hat 131 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Jan Online




Beiträge: 1.397

07.02.2019 22:47
#121 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · antworten

Zitat von Giacco im Beitrag #120

In Plön in Holstein begannen die Dreharbeiten zu dem Kriminalfilm "Sieben Tage Frist", den Alfred Vohrer für Luggi Waldleitners Roxy-Film inszeniert. Weitere Szenen werden in St.Peter Ording und anderen Orten in Schleswig-Holstein gedreht. Die Atlieraufnahmen entstehen im Filmstudio Bendestorf.


Studio Bendestorf ist ja sogar in den Credits als Atelier benannt. Aufgrund eines Brandes kurz vor Beginn der Dreharbeiten musste aber erheblich umdisponiert werden. Hilde Brand ist sich noch heute felsenfest sicher, niemals in Bendestorf gewesen zu sein. Die mit ihr entstandenen Szenen mit den eifrig knobelnden Jungs sind tatsächlich in einem dieser auf Stelzen stehenden Hütten in St. Peter Ording entstanden, weiß sie zu berichten. Ohnehin fand das alles unter den denkbar ungünstigsten Voraussetzungen statt, da sich Frau Brand, was man im fertigen Film aufgrund des guten Kostüms und der geschickten Aufnahmeweise kaum erkennt, kurz vor den Aufnahmen einen Arm gebrochen hatte und diesen kaum bewegen konnte. Ziemlich ungünstig für einen echten Striptease.

Gruß
Jan

Giacco Offline



Beiträge: 1.786

08.02.2019 15:10
#122 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · antworten

Vielen Dank für die Zusatz-Informationen. Ich werde mir die Strip-Szene von Hilde Brand noch mal anschauen, war sicher schwierig mit dem gebrochenen Arm.
Dieser Armbruch, der Brand im Studio und die Sache mit Blacky Fuchsberger - die Dreharbeiten standen offensichtlich unter keinem guten Stern.

Jan Online




Beiträge: 1.397

08.02.2019 19:02
#123 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · antworten

Zitat von Giacco im Beitrag #122

Dieser Armbruch, der Brand im Studio und die Sache mit Blacky Fuchsberger - die Dreharbeiten standen offensichtlich unter keinem guten Stern.

Das stimmt. Zudem ist ein Beleuchter von einem Auto erfasst worden und noch an der Unfallstelle gestorben, ein Preisboxer hat dem Darsteller Frithjof Vierock in die Nase gebissen, weil der Jungspund der Meinung war, mal einen ausgewachsenen Boxer nach Drehschluss provozieren zu müssen (auch das sieht man in einigen Szenen, wenn man genau hinsieht). Karin Hübner, schwer spirituell angehaucht, wollte mehrfach die Dreharbeiten verlassen, weil sie der Meinung war, dass die Produktion aufgrund der zahlreichen Vorfälle verflucht sei. Alles in allem tatsächlich eine reichlich unglückliche Zeit...

Gruß
Jan

Giacco Offline



Beiträge: 1.786

08.02.2019 19:11
#124 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · antworten

Zitat von Jan im Beitrag #123

ein Preisboxer hat dem Darsteller Frithjof Vierock in die Nase gebissen

Interessant. Ich habe gelesen, ein Hund hätte ihn in die Nase gebissen.

Jan Online




Beiträge: 1.397

08.02.2019 21:21
#125 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · antworten

Zitat von Giacco im Beitrag #124
Zitat von Jan im Beitrag #123

ein Preisboxer hat dem Darsteller Frithjof Vierock in die Nase gebissen

Interessant. Ich habe gelesen, ein Hund hätte ihn in die Nase gebissen.


Das mag natürlich ein kurioses Missverständnis sein, weil es einen Boxer ja nun auch als Hund gibt. Allerdings hatte ich das tatsächlich so verstanden, dass es ein Mensch gewesen sei. Das war aber auch nur eine Nebenbemerkung, weswegen ich das nicht beschwören will. Kommt letztendlich auch auf's Gleiche heraus.

Gruß
Jan

Giacco Offline



Beiträge: 1.786

23.02.2019 14:09
#126 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · antworten

CANNES 1969

Die deutsche Auswahlkommission schlug der Festivalleitung im Frühjahr folgende 3 Filme für die Teilnahme an den Filmfestspielen von Cannes vor:
Eine Ehe (Strobel/Tichawsky)
Scarabea (Hans Jürgen Syberberg)
Michael Kohlhaas, der Rebell (Volker Schlöndorff)

Zum Wettbewerb eingeladen wurde der Beitrag von Schlöndorff, dessen Filme "Der junge Törless" und "Mord und Totschlag" in den Jahren zuvor bereits am Festival teilgenommen hatten.

Michael Kohlhaas, der Rebell
Regie: Volker Schlöndorff - Prod.: Oceanic in Zusammenarbeit mit Rob Hower - DE: 11.4.1969 - V: Columbia
Darsteller: David Warner, Anna Karina, Kurt Meisel, Anita Pallenberg, Anton Diffring, Thomas Holtzmann

Vom Festivalpublikum wurde der Film beifällig aufgenommen und auch die französischen Pressestimmen waren überwiegend positiv. Bei der Preisverleihung ging er jedoch leer aus.
Die "Goldene Palme" ging nicht - wie erwartet - an den brisanten französischen Beitrag "Z" von Costa-Gavras, sondern an Lindsay Andersons ebenso engagierten Film "If..." aus Großbritannien. Darin geht es um eine Schülerrevolte gegen die Zwänge in einem englischen Internat.

Peter Fleischmanns Erstling "Jagdszenen aus Niederbayern" lief mit großem Erfolg in der "Woche der Kritik". Bei seinem späteren Start in Paris erreichte er in 12 Wochen mehr als 50.000 Zuschauer.
"Michael Kohlhaas, der Rebell" erwies sich bereits bei seinem Kinostart in Deutschland als Flop. In Frankreich lief er nur regional, während er in Spanien immerhin 323.462 Besucher hatte.

Film-Echo-Noten:
"If..." : 3,0 (27)
"Z": 3,3 (29)
"Jagdszenen aus Niederbayern": 3,5 (35)

Giacco Offline



Beiträge: 1.786

25.02.2019 16:14
#127 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · antworten

"Old Shatterhand" löst Protestwelle aus"

Die Ankündigung der geplanten Fernseh-Ausstrahlung des Karl-May-Films "Old Shatterhand" am Sonntag, den 22.6.1969, rief innerhalb der Filmwirtschaft Kritik und Empörung hervor. Der HDF (Hauptverband Deutscher Filmtheater) sandte ein Protest-Telegramm an CCC-Chef Artur Brauner, dessen Wortlaut im "Film-Echo" veröffentlicht wurde. Auch zahlreiche Kinobetreiber und WdF-Landesverbände gaben ihrer Bestürzung in Telegrammen und Briefen Ausdruck.
Artur Brauner reagierte mit Unverständnis und versuchte, den Verkauf des Films an das Fernsehen zu rechtfertigen. Der HDF zerriss jedoch seine Argumente in der Luft und verwies auf Produzent Horst Wendlandt, der seine Karl-May-Filme nicht an das Fernsehen auslieferte.
Ergebnis: Die TV-Austrahlung von "Old Shatterhand" wurde um ein Jahr verschoben. Stattdessen zeigte die ARD zum vorgesehenen Sendetermin den Film "Die Flusspiraten vom Mississippi".

Giacco Offline



Beiträge: 1.786

02.06.2019 10:16
#128 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · antworten

Internationale Filmfestspiele Berlin 1969 (25.6. - 6.7.1969)

Zwei deutsche Beiträge, beides Debüt-Filme, nahmen am Wettbewerb teil:

Liebe ist kälter als der Tod (Prod: Antitheater/ X-Film) - R: R:W: Fassbinder - V: Ceres
D: Ulli Lommel, Hanna Schygulla, Rainer Werner Fassbinder

Ich bin ein Elefant, Madame (Prod: Iduna - R: Peter Zadek - V: Obelisk
D: Wolfgang Schneider, Heinz Baumann, Margot Trooger, Günther Lüders, Rolf Becker

Während Peter Zadeks Film, der mit einem "Silbernen Bären" ausgezeichnet wurde, bereits vor Beginn der Filmfestspiele in die Kinos kam, hatte Fassbinders Erstlingswerk seinen Kinostart erst im Januar 1970.
Beide Filme erhielten das Prädikat "wertvoll". Der "Goldene Bär" ging an den jugoslawischen Beitrag "Frühe Werke".
"Ich bin ein Elefant, Madame" lief mit gutem Erfolg in den Arthouse-Kinos. Film-Echo-Note: 2,4 (14 Meldungen)



Bundesfilmpreise 1969

Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos (Prod: Kairos - R: Alexander Kluge)
Filmband in Gold

Jagdszenen aus Niederbayern (Prod: Rob Houwer - R: Peter Fleischmann)
Filmband in Silber

Für die besten Einzelleistungen wurde das Filmband in Gold verliehen an:

Peter Fleischmann: Regie (Jagdszenen aus Niederbayern)
Peter Zadek: Regie (Ich bin ein Elefant, Madame)
Michael Strixner: Darsteller (Jagdszenen aus Niederbayern)
Walter Buschhoff: Darsteller (Scarabea)
Wolfgang Schneider: Nachwuchsdarsteller ( Ich bin ein Elefant, Madame)
Renate Roland: Nachwuchsdarstellerin (Bübchen aka Der kleine Vampir - R: Roland Klick)
Petrus Schloemp: Kamera (Scarabea)

Giacco Offline



Beiträge: 1.786

15.06.2019 15:13
#129 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · antworten

1969 - Es bleibt schwierig...

Das Jahr 1969 ist kein einfaches Jahr für die Filmwirtschaft. Sank die Zahl der Kinobesucher pro Jahr von 700 Mio. im Jahre 1959 auf nur noch 200 Mio., nimmt auch die Anzahl der Filmtheater weiterhin ab. Es ist kaum noch möglich, dass ein deutscher Film seine Herstellungskosten auf dem heimischen Markt wieder einspielt. Der Trend geht deshalb verstärkt zu internationalen Co-Produktionen.

Die Stimmung in der deutschen Verleih-Szene ist alles andere als rosig.
Der größte deutsche Verleih "Constantin" hat das Problem, auf seinen Mehrheitsgeschäftspartner Bertelsmann Rücksicht nehmen zu müssen. Dieser hatte sich von seinem Einstieg ins Filmgeschäft bedeutend mehr erhofft und ist nun mehr als verunsichert.
Der "Gloria"-Verleih steht und fällt mit dem Durchhaltevermögen der Allein-Inhaberin Ilse Kubaschewski und niemand weiß, ob sie die zunehmenden finanziellen Einbußen auf Dauer verkraften kann, zumal die Firma schon jetzt nicht mehr in der Lage ist, auf Sex- und Aufklärungsfilme zu verzichten.
An die Stelle des "Nora"-Verleihs, der 1969 Konkurs anmelden musste, rückt der "Inter"-Verleih. Firmenchef Willy Kuschel ist jedoch 75 Jahre alt und es bleibt abzuwarten, wie lange sein Interesse am Verleihgeschäft noch bestehen bleibt.
Ansonsten bleibt die Hoffnung, dass mittlere Firmen wie "Adria" oder "Avis" ihre Position auch weiterhin behaupten können.

Abgesehen von Columbia, MGM und Un. Artists sieht es auch bei den US-Verleihern in Deutschland nicht besonders gut aus, denn vom Mutterland her kommen immer mehr Sparauflagen und harte Direktiven. Vor allem bei den Firmen, die bei uns keine Blockbuster, sondern nur Mittelware anzubieten haben, gehen die Umsätze rapide zurück.

Auf der Filmtheaterseite geht der Trend immer mehr zur Bildung von Kino-Ketten. Man hat erkannt, dass man nur als starke Gruppe in der Lage ist, bei Filmabschlüssen mit den Verleihern verhandeln zu können. Kleine und mittlere Einzelkinos in den Vorstädten oder der Provinz kommen dagegen auf keinen grünen Zweig mehr.

Giacco Offline



Beiträge: 1.786

26.07.2019 12:49
#130 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · antworten

Juli/August 1969 - Notizen aus dem Film-Echo



Herzblatt gesucht
40 junge Mädchen bewarben sich in der Endrunde für die Hauptrolle des Roxy-Films "Herzblatt oder Wie sag ich´s meiner Tochter". In der elfköpfigen Jury saßen u.a. Regisseur Alfred Vohrer, Drehbuchautor Manfred Purzer sowie Petra Schürmann, Georg Thomalla und Karin Hübner. Das Casting gewann die knapp 16jährige Mascha Gonska, die von Alfred Vohrer auch noch für seinen nächsten Film "Das gelbe Haus am Pinnasberg" verpflichtet wurde. Von 1975-1978 wirkte sie in 4 Folgen der Serie "Derrick" mit.

Aktion "Pepe"-Tip
Zur werblichen Unterstützung des Constantin-Films "Pepe der Paukerschreck" - dem 3.Teil der Lümmel-Serie - gab es die Aktion "Pepe"-Tip. Es sollte geschätzt werden, wie viele Besucher der am 27. Juni gestartete Film bis Ende Juli haben würde. Mehr als 250 Kinobesitzer beteiligten sich an der Aktion. Die geschätzten Zahlen reichten von 10.680 bis 2,95 Mio. Die tatsächliche Besucherzahl war 634.223.

Der Columbia-Verleih feierte am 8. August im Berliner City-Kino den Start der deutsch-italienischen Coproduktion "Himmelfahrtskommando El Alamein". Joachim Fuchsberger, Heinz Reincke und Otto Stern stellten sich dabei dem beifallsfreudigen Publikum vor.

In Hohenschwangau fanden die Dreharbeiten zu dem amerikanischen Film "Something for everyone" statt. Unter der Regie von Harold Prince spielten Angela Lansbury und Michael York die Hauptrollen. Zur Besetzung gehörten auch einige deutsche Darsteller wie Heidelinde Weis, Eva Maria Meineke, Wolfried Lier, Klaus Havenstein und Enzi Fuchs. Der Film kam jedoch bei uns nicht in die Kinos.

Peter van Eyck starb am 15.7.69, einen Tag vor seinem 56. Geburtstag in einem Schweizer Krankenhaus. Sein letzter Kinofilm war die US-Produktion "Die Brücke von Remagen". Während seine deutschsprachigen Kollegen Sonja Ziemann, Joachim Hansen und Hans Christian Blech sich selbst synchronisierten, ist Peter van Eyck mit der Stimme von Heinz Engelmann zu hören.

Giacco Offline



Beiträge: 1.786

30.07.2019 12:51
#131 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · antworten

NORA-Filmverleih - Das Schicksalsjahr 1969



Neben "Constantin" und "Gloria" galt "Nora" in den Sechziger Jahren als der dritte deutsche Großverleih. Während er 1967 mit "Liebesnächte in der Taiga", "Das älteste Gewerbe der Welt" und dem Italowestern "Arizona Colt" noch drei geschäftsstarke Produktionen im Angebot hatte, brachten die 1968 gestarteten Filme erstmals nur bescheidene Einspielergebnisse. 1969 wurde Hans A. Pflüger neben Wolfgang Halank zum zweiten Geschäftsführer ernannt. Er besaß mit "Hape-Film" eine eigene Produktionsfirma.
Nora brachte 1969 folgende Filme heraus:

10.01.: April, April - (Prod.: Pewo - R: Peter Wortmann)
Von der Kritik als "ein Tiefpunkt deutscher Lustspielproduktion" bezeichnet, erwies sich der Film vom Start weg als Flop.

24.01.: Willst du ewig Jungfrau bleiben? - (Prod.: Hape - R: Hubert Frank)
Die freche Erotik-Komödie mit der Schwedin Marie Liljedahl in der Hauptrolle kam beim Publikum an. Es war der einzige Film der 69er Staffel, den einige Kinos sogar prolongierten und somit der erfolgreichste. Erstnote: 3,2

07.03.: Das Geheimnis der jungen Witwe (D/I) - (Prod.: Top/Romano - R: Massimo Dallamano)
Der u.a. mit Robert Hoffmann und Luciana Paluzzi besetzte Film floppte.

14.03.: Pudelnackt in Oberbayern - (Prod.: Top-Film - R: Hans Albin)
Bayrischer Sex-Schwank und zugleich zweiterfolgreichster Film. Erstnote: 3,4

14.03.: Der heisse Tod (D/Sp/I) - P: Corona - R: Jess Franco)
Geschäft: durchschnittlich

25.4.: Hugo der Weiberschreck - (P: Top/Romano - R: Hans Albin)
Eine weitere Bayern-Posse. Geschäft: mäßig bis schlecht

09.05.: Madame und ihre Nichte - (P: Rapid/Hape - R: Eberhard Schroeder)
Trotz Bett- und Striptease-Szenen und trotz R.M. Kubitschek in der Hauptrolle nur durchschnittliche Geschäfte.

20.06.: Sartana - Bete um deinen Tod (D/I) - (P: Parnass - R: Gianfranco Parolini
Harter Italowestern. Geschäft: durchschnittlich

(wird fortgesetzt)

Giacco Offline



Beiträge: 1.786

01.08.2019 12:51
#132 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · antworten

NORA-Filmverleih (Fortsetzung)

04.07.: Der Mann mit dem goldenen Pinsel (D/I) - (Pr: Parnass - R: Franz Marischka)
Lustspiel mit witzlosen Nackedei-Einlagen. Angekündigt unter dem Titel "In Schwabing sind die Nächte nackt". Startergebnis: Note 4

11.07.: Auf Sch**ßer schießt man nicht - (Pr: Modern Art - R: Hansjürgen Pohland)
Und noch ein Flop! Zu den Mitwirkenden gehören Götz Georges Bruder Jan und seine Mutter Berta Drews sowie der Regisseur F.J.Gottlieb

25.07.: Die jungen Tiger von Hongkong - (Pr: Rapid - R: Ernst Hofbauer)
Brutalität und Sex. Drehbuch: Rolf Olsen. Zu den jungen Tigern gehört Werner Pochath.

01.08.: Funkstreife XY - Ich pfeif auf mein Leben (D/Ö)- (Pr: Parnass/Danubia - R: Hubert Frank)
Der CS-Verleih zeigte im Vorfeld Interesse, machte aber nach Sichtung des fertig gestellten Films einen Rückzieher.

08.08.: Der große Postraub - (Pr.: NDR - R: John Olden, Claus Peter Witt)
110-minütiger Zusammenschnitt von "Die Gentlemen bitten zur Kasse") Start-Ergebnis in München: 11 Tg.: gut

(22.8.: Exhibtion (D/I) - (Pr.: Hape - R: Alberto de Martino)
Erschien als "Mord im schwarzen Cadillac" 1970 bei Alpha

(29.8.:"Isabella - Leidenschaft und Rache (D/I) - (Pr.:Rob Houwer - R: Bruno Corbucci)
Erschien als "Isabella - Mit blanker Brust und spitzem Degen" 1970 bei Alpha

Die beiden letztgenannten Filme wurden zwar angekündigt, aber nicht mehr ausgeliefert, denn die amerikanische CUC (Commonwealth United Corporation) schied Ende August überraschend als Mitgesellschafter und Darlehnsgeber der Nora-Film aus. Die CUC war lediglich Geldgeber gewesen "ohne aktiv an der wirtschaftlichen und finanziellen Leitung der Nora teilzuhaben". Nun musste der Nora-Verleih, der schon diverse Male vor dem Zusammenbruch stand, endgültig die Segel streichen. Das Film-Echo meldete in seiner Ausgabe vom 6.9.:"Der Nora-Filmverleih ist am Ende."

Für das laufende Jahr 1969 waren ursprünglich noch folgende Filme vorgesehen:

"Legion der Verdammten"(D/I) - erschien als "...die zum Teufel gehen" 1970 bei Alpha

"Bob und Ellen - Falle für einsame Herzen" (D/I)
erschien als "Blonde Köder für den Mörder" 1970 bei Inter

"Viva Max" (US) - eine Produktion der CUC - erschien 1973 bei Centfox

"De Sade 70 - Gepeitscht und geliebt (D/Sp)
erschien als "Die Wildkatze" 1972 im AP-Verleih

"Kreuzfahrt des Grauens" (D/I) - keine deutsche Kinoauswertung
"Orgasmo" (I/F) - keine deutsche Kinoauswertung

Außerdem hatte man eine weitere Konsalik-Verfilmung geplant, bei der wieder Harald Philipp Regie führen sollte:"Bluthochzeit in Prag"

Folgende bereits aufgeführte Filme der 69er Staffel wurden von anderen Verleihen übernommen:
"Sartana - Bete um Deinen Tod" (Cinerama)
"Die jungen Tiger von Hongkong", "Hugo der Weiberschreck", "Madame und ihre Nichte", "Pudelnackt in Oberbayern" (alle Ceres)

Hans Pflügers "Hape-Film" wurde 1970 aufgelöst.

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