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Dieses Thema hat 156 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Jan Offline




Beiträge: 1.547

08.01.2021 23:15
#151 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · Antworten

Auch von mir mal wieder ein herzliches Dankeschön für die zahlreichen Infos, @Giacco

Ich wusste zum Beispiel nicht, dass "Das gelbe Haus am Pinnasberg" so vergleichsweise erfolgreich lief. Immerhin verdreht die Vorlage das seinerzeit beliebte Stelldichein nackter Mädels ja insofern komplett ins Gegenteil, als dass hier die Männer (eigentlich) die Hüllen fallen lassen. Dass das tatsächlich das Publikum seinerzeit sehen wollte, verwundert mich tatsächlich etwas. Möglicherweise lag es auch an den vergleichsweise zugkräftigen Darstellern. Mir ist die Tage gerade noch ein Presseartikel zum "gelben Haus" in die Hände gefallen, von dem ich leider nicht weiß, wie und wo er erschienen ist (bzw. ob er überhaupt erschienen ist):

"[...] Alfred Vohrer, der sich durch das Etikett 'Krimi-Regisseur' zu recht eingeengt fühlt, inszenierte nach diesem [Anm.: Bengta Bischoffs] Buch den gleichnamigen Roxy-Farbfilm. Premiere: 20.2.70. Vohrer über seinen Film: 'Er ist - vom Stil her - ein Dokumentarbericht von einer Sache, die es gar nicht gibt. Vielleicht sollte man einschränkend sagen: noch nicht gibt. Aber allein schon die Chance, daß es sie geben könnte, verschafft Befriedigung.'" Vohrer weiter: "'Außerdem sollte man nur Filme drehen, die einem selbst Freude machen. Nur dann hat man die Garantie, daß die Filme auch dem Publikum Spaß machen werden.' [...] Roxy-Chef Luggi Waldleitner meinte nach einer Mustervorführung: 'Das ist der bischöfflichste Vohrer-Film, den es je gab.'"

Gruß
Jan

Der Mönch mit der Peitsche Offline



Beiträge: 321

08.01.2021 23:19
#152 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · Antworten

Wenn man es genau nehmen sollte, dann hätte ich den "Kommissar" auch eher in den 70 ern ansiedeln sollen, auch wenn die erste Folge am 03.01.1969 im ZDF lief, so liefen aber die meisten Folgen...von Folge 15 an, am 16.01.1970 bis zur Folge 97, am 30.01.1976 im deutschen ZDF-Fernsehen!!!.

Giacco Offline



Beiträge: 2.022

09.01.2021 13:16
#153 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · Antworten

Zitat von Jan im Beitrag #151


Ich wusste zum Beispiel nicht, dass "Das gelbe Haus am Pinnasberg" so vergleichsweise erfolgreich lief.




"Das gelbe Haus am Pinnasberg" hielt sich 1970 wochenlang in den Top-Ten der notariell beglaubigten Film-Hitliste der Hörzu. Höchstnotierung: Platz 2 gleich hinter Oswalt Kolle. Die Kritiken waren damals allerdings durchwachsen.

Giacco Offline



Beiträge: 2.022

09.01.2021 13:53
#154 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · Antworten

1971: Die erfolgreichsten internationalen Filme in den deutschen Kinos.
Ermittelt nach den Statistiken des Film-Echo und der Kino-Hitliste der Hörzu.

Aristocats- (US) - GL - Wolfgang Reithermann - MGM/Disney
Die Produktion dieses Walt-Disney-Films, in dem es um eine Katzenfamilie geht, dauerte vier Jahre, die Herstellungskosten beliefen sich auf 4 Mio. US-Dollar. Das Ergebnis war ein großartiger Leinwand-Erfolg, der für Rekord-Kassen sorgte. In Deutschland wurden innerhalb von 4 Wochen 1,2 Mio. Besucher gezählt.

Love Story - (US) - GL - Arthur Hiller - CIC
Tragisches Melodram um ein junges College-Paar. Am Ende stirbt Jennifer, die an einer unheilbaren Krankheit leidet, in Olivers Armen. In Deutschland hatte der Film in 5 Wochen bereits 1 Mio. Besucher. Auch der Titelsong, komponiert von Francis Lai, war ein Welterfolg. Die deutsche Fassung hieß "Schicksalsmelodie".

James Bond 007: Diamantenfieber - (GB) - GL - Guy Hamilton - Un.Art.
Mit Sean Connery kehrte der "echte" James Bond noch einmal zurück und die Fans freuten sich. Das "Mondauto" ging auf Publicity-Tour und war in mehreren deutschen Städten zu besichtigen.

Asterix der Gallier - (F/Bel) - GL - Goscinny - Ceres
Der zweite erfolgreiche Zeichentrickfilm in der Jahres-Bestenliste. Der Ceres-Verleih startete ihn pünktlich zum Beginn der Sommerferien. Für die WA im Jahr 1984 wurde eine Neu-Synchro erstellt.

Der Coup - (Frankreich/Italien) - Henri Verneuil - Warner-Columbia
Es geht um die Diamanten-Beute eines Gangster-Quartetts, die ein Polizist ihnen wieder abjagen will. Perfektes Action-Kino mit Jean-Paul Belmondo in der Hauptrolle.

Stille Tage in Clichy - (Dänemark) - Jens Joergen Thorsen - Ceres
Der Skandalstoff von Henry Miller wurde wenig delikat und mehr derb in Szene gesetzt, doch dem Publikum gefiel es.

Die rechte und die linke Hand des Teufels - Italien) - Enzo Barboni - Adria
Das schlagkräftige Duo Spencer/Hill als Schutzengel für eine Gruppe von Mormonen-Siedlern. Der Film sorgte in einigen Großstädten für Tageskassen von bis zu 8000,- DM und erzielte sogar in Klein- und Mittelstädten mehrwöchige Laufzeiten.

Das Wiegenlied vom Totschlag (Soldier Blue) - US - Ralph Nelson - MGM
Angekündigt als "Der härteste Film aller Zeiten!" Einer der ersten Western, die das brutale Vorgehen der Weißen gegen die Indianer zeigen. Um die Werbetrommel zu rühren besuchte Regisseur Ralph Nelson mehrere deutsche Großstädte.

Trash - US - Paul Morrissey - Constantin
Nach dem Vorjahres-Erfolg mit "Flesh" sorgte auch dieser Underground-Film aus der Warhol-Factory für Aufsehen. Die ungekürzte Fassung wurde mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" ausgezeichnet. Hauptdarsteller Joe D´Allesandro und der Regisseur kamen anläßlich der Deutschland-Premiere nach München.

Das Mädchen und der Kommissar- (Frankreich/Italien) - Claude Sautet - Constantin
Ein ehrgeiziger Kommissar (Michel Piccoli) provoziert Straftaten, um dann die Ganoven auf frischer Tat zu ertappen. Romy Schneider war bei der deutschen Premiere, die im Münchener "Tivoli" stattfand, anwesend. Prädikat: Besonders wertvoll.

Rivalen unter roter Sonne- (Frankreich/Italien/Spanien) - Terence Young - Warner-Columbia
Actionreicher Mix aus Western- und Samurai-Film, von Bond-Regisseur Terence Young publikumswirksam inszeniert. In den Hauptrollen Charles Bronson, Alain Delon und Ursula Andress.

Le Mans - US - Lee H. Katzin - Centfox
"Erlebnisse, die nur das Filmtheater bieten kann" - Die internationale Rennfahrer-Elite versammelt sich zum 24-Std.-Rennen von Le Mans. Der Verleih startete den Film mit einer aufwändigen Werbe-Kampagne. In der Hauptrolle: Steve McQueen, sein Gegenspieler ist Siegfried Rauch. Weitere deutsche Darsteller: Elga Andersen, Fred Haltiner, Peter Parten und Richard Rüdiger.

Jan Offline




Beiträge: 1.547

09.01.2021 18:09
#155 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · Antworten

Zitat von Giacco im Beitrag #153
Die Kritiken waren damals allerdings durchwachsen.


Naja, das auch nicht ganz zu Unrecht!

Gruß
Jan

Der Mönch mit der Peitsche Offline



Beiträge: 321

09.01.2021 19:27
#156 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · Antworten

Der Film war ja auch sehr schräg, trotz der tollen Besetzung von Eddi Arent, Siegfried Schürenberg, Gernot Endemann, Tilly Lauenstein, Ann Smyner, Judy Winter!!!.

Aber er hatte mit Alfred Vohrer ja auch einen mehr als genialen Regisseur!!!.

Giacco Offline



Beiträge: 2.022

14.01.2021 11:40
#157 RE: Vor 50 Jahren - Die deutsche Film- und Kinoszene Zitat · Antworten

Januar 1971: Notizen aus dem Film-Echo

Die CCC-Ateliers in Berlin-Spandau sind mit Jahresbeginn stillgelegt. Der gesamte Komplex zerfällt besitzmäßig in zwei Teile. Das Gelände, auf dem Artur Brauner begann und auf dem die in zwei Ateliers verwandelte ehemalige Pulverfabrik steht, ist verpachtet. Der Pachtvertrag wurde zum Jahresende gekündigt. Das Gebiet, auf dem sich die neuen Hallen 3-6 befinden, ist CCC-Eigentum. Die Büros werden zur Zeit aus dem Stammgebäude in die Räume vor dem Atelier 6 verlegt. Die Schneideräume unter den Ateliers 1 und 2 bleiben benutzbar, bis über das Schicksal des Gesamtkomplexes entschieden ist.

Am 11. Januar begannen in Berlin die Aufnahmen zum neuen Edgar-Wallace-Film der Rialto-Produktion "Engel des Schreckens". In die Kinos kam der Film später jedoch mit dem Titel "Die Tote aus der Themse". Dem bereits 1969 angekündigten und dann nicht realisierten Film "Engel des Schreckens" lag ein anderes Drehbuch zugrunde. Als Darsteller genannt wurden damals Laura Antonelli, Uschi Glas, Joachim Fuchsberger und Siegfried Schürenberg. Gedreht werden sollte am dem 1. Oktober 1969 in London und auf Sardinien. Als Regisseur war Riccardo Freda eingeplant.

1965 hatte "Bertelsmann" Anteile der Constantin-Film übernommen. Diese wurden mit Wirkung vom 18.1.1971 auf Konsul Waldfried Barthel rückübertragen, der somit wieder Alleininhaber der Constantin ist.

Der Ernst-Lubitsch-Preis 1971, vergeben vom Club der Berliner Filmjournalisten, geht an Sabine Sinjen für ihre darstellerische Leistung in dem Film "Wir - zwei".

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