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Dieses Thema hat 95 Antworten
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Jacob Starzinger Offline



Beiträge: 1.413

12.10.2011 13:19
#61 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Ich kann mich der Meinung nur anschließen das dies einer der besten Wallace Farbfilme ist. Er ist in allen Hinnsichten gut besetzt. Außerdem sind einigem Spezial-Effekte sehr gut gelungen, wie z.B. das Schachspiel. Ich gebe hier 4/5.

Mfg Jacob

Cora Ann Milton Offline




Beiträge: 5.110

20.11.2011 14:16
#62 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Humphrey Connery in “Der Hund von Blackwood Castle”

“Nanu! Was ist denn das? Ich komme hier vorbei, wollte nur mal schnell guten Tag sagen, und wen finde ich - Mr. Baldwin. Wissen Sie er wohnt im Zimmer neben mir im ‘Old Inn’ und er kam nicht nach Hause. Oh, ist er tot?”

“Ich bin Jäger, Doc, das wissen Sie, und ich gerate durch Zufall in erstaunliche Geschichten, die aber nicht zu aufregend werden dürfen ...”

“Verzeihung, suchen Sie einen Mörder?”

“Der ewige Schlaf - wie fragwürdig ist er doch ...”

“Wer sich rührt, wird umgelegt!”


Das “Old Inn”, in der Nähe von Schloß Blackwood Castle und einer abgeschiedenen Moorlandschaft gelegen, ist ein Wirtshaus, dessen ziemlich spartanisch eingerichtete Zimmer auch an Touristen vermietet werden.
Kapitän Wilson, der Besitzer von Blackwood Castle, ist kürzlich verstorben. Seither hat die Zimmernachfrage im “Old Inn” stetig zugenommen.

Seit einiger Zeit hat sich bei der Besitzerin Lady Agathy Beverton ein gewisser Humphrey Connery einquartiert. Der Herr findet das Wohlgefallen der reizenden alten Dame, weil er scheinbar nur die gute englische Landluft zu Erholungszwecken genießt, aber keinen Tropfen Alkohol anrührt.

Mr. Connery ist mit einem Regenmantel und Gummistiefeln ausgezeichnet für die morastige Umgebung präpariert. Zudem trägt der Herr ein Fernglas um den Hals, führt eine Flinte bei sich und geht ganz offensichtlich, wie er von sich selbst sagt, einer bestimmten Art von Jagd nach, allerdings scheint er es hierbei nicht auf Tiere abgesehen zu haben.

Alles am Verhalten dieses Herren ist mysteriös.

So beobachtet er ziemlich ungerührt, wie die Leiche seines Zimmernachbarn aus dem “Old Inn”, ein gewisser Mr. Tucker, durch den Diener von Schloß Blackwood Castle beiseite geschafft wird. Wissend um den Tod des betreffenden Herrn bricht Connery sogleich in Tuckers Zimmer ein und durchsucht dessen Koffer.

Mr. Tuckers Quartier bleibt nicht lange verwaist, denn ein gewisser Mr. Baldwin bezieht sie kurz darauf.
Als auch diesen Herren unter grauenvollen Umständen das vorzeitige Ende ereilt, greift sich Humphrey Connery kurzerhand den frischen Leichnam, schleift ihn zu seinem Wagen und transportiert ihn nach Schloß Blackwood Castle. Kurz darauf erscheint er dort höchstpersönlich und heuchelt Erstaunen ob des so kurzfristig Verblichenen.

Nach weiteren mysteriösen Todesfällen gibt sich Humphrey Connery gegenüber Sir John von Scotland Yard als Detektiv einer Versicherungsgesellschaft zu erkennen.
Er ist den Dieben der mit einer Million Pfund versicherten Amsterdamer Juwelensammlung auf der Spur.

Humphrey Connery, der sich abseits seiner nächtlichen Aktivitäten im Moor mit ausgesuchter Eleganz in dreiteilige Anzüge kleidet, übt ganz offensichtlich eine immense Anziehungskraft auf die Damenwelt aus.
So vermag er sich der leidenschaftlichen Avancen seiner Mitarbeiterin Dorothy Cornick kaum zu erwehren, und auch Sir Johns Sekretärin, Miss Mabel Finley, scheint nicht abgeneigt zu sein, dass er ihre Beine mit Wohlgefallen mustert.

Hinter der distinguierten Fassade jedoch lauern die Angründe.
Der überlegen auftretende und meist sarkastisch lächelnde Herr ist für eine große Summe Geldes buchstäblich bereit, über Leichen zu gehen und jeden Todesfall einzukalkulieren, solange es nur nicht der eigene ist.
Er laviert zwischen allen Fronten, und nur ein kleines Detail verhindert am Ende, dass er mit seinem cleveren Doppelspiel davonkommt.

Georg Online




Beiträge: 2.778

11.05.2012 16:03
#63 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Der positiven Bewertung kann ich mich auch nach dem x-ten Wiedersehen anschließen. Auch nach häufigem Sehen büßt diese - in meinen Augen beste - Farbproduktion nichts von ihrer Atmosphäre ein. Eine überaus gelungene Bildgestaltung und ein vollkommen gelungenes unheimliches Ambiente. Etwas zu klobig fand ich allerdings die Innenausstattung, die viel zu sehr nach Studio riecht. Abgesehen davon, dass - wenn man es genau nimmt - in wenigen anderen Filmen so viel Haarsträubendes zusammen kommt (das Schachspiel, das den Sarg öffnet; das Mikrophon im Eisbären etc.), eine sehr gute Geschichte (andererseits sind die haarsträubenden Elemente ja auch besonders reizvoll).
Heinz Draches Besetzung in einer undurchsichtigen Rolle macht viel Spaß und Siegfried Schürenberg als Sir John ist sicherlich in seiner besten Rolle zu sehen (ich habe zwei Lieblingszitate: "Ein Mann hat einen Hund zerfleischt" und "Es geht ihm nicht besonders - er ist tot!"). Kein Wunder, dass er mehr Geld für diese grandiose Leistung forderte und jammerschade, dass man statt ihm den mich immer nervenden, tuntig anmutenden Sir Arthur in den Chefsessel bei Scotland Yard gehievt hat. Besonderer Erwähnung bedürfen auch noch Alexander Engel in einer unheimlich diabolischen Rolle als Doc Adams und natürlich die hinreißende Agnes Windeck.
Wo wir in den letzten Tagen soviel von Stilverwandtschaft und Epigonen gesprochen haben: auch die Wallace-Reihe hat sich nicht davor gescheut, Elemente von anderen großen Genreschriftstellern zu klauen. Ist es hier der Hund von Baskerville, der zweifellos als Vorbild fungierte, so orientierte man sich in anderen Filmen an Agatha Christie (Das indische Tuch) und es ist auch kein Zufall, dass man Halstuch-Ermittler Heinz Drache im Indischen Tuch Morde, die mit einem Halstuch durchgeführt wurden, aufklären ließ.
Fazit zum Film: für mich einer der besten Wallace-Krimis!

P.S.: Vielleicht habe ich ja in irgendeinem Film etwas verpasst, aber warum wird Sir John "Archie" gerufen? Sir Archibalb war doch in den ersten Filmen der Chef.

Marmstorfer Offline




Beiträge: 7.313

11.05.2012 16:29
#64 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Zitat von Georg

P.S.: Vielleicht habe ich ja in irgendeinem Film etwas verpasst, aber warum wird Sir John "Archie" gerufen? Sir Archibalb war doch in den ersten Filmen der Chef.



Das dürfte auf dem Mist von Herbert Reinecker gewachsen sein. Bereits in "Der Bucklige von Soho" wird Sir John von Lady Perkins (ebenfalls Agnes Windeck) "Archie" gerufen. Ich sehe da auch keinen Widerspruch. "John" dürfte der Familienname des Yard-Chefs sein, mit Vornamen heißt er womöglich "Archibald" - und seine persönlichen Freunde nennen ihn eben beim Vor- bzw. Spitznamen. Ob das nun als Hommage an den früheren Chef vom Yard gedacht war oder nicht - das bleibt spekulativ.

Gubanov Online




Beiträge: 14.848

11.05.2012 16:37
#65 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

John ist der Vorname, weil der Titel "Sir" mit dem Vor-, der Titel "Lord" dagegen mit dem Nachnamen verwendet wird. Der volle (?) Name von Sir John ist Sir John Walford, wie in den Büchern (ich glaube, im Hexer-Film fällt er einmal vollständig). "Archie" ist dann eben sein Spitzname, der ja nicht immer etwas mit dem echten Vornamen zu tun haben muss. Gerade Engländer sind da recht erfindungsreich und beziehen sich gern einmal auf Charaktereigenschaften oder (Sport-)Verdienste.

brutus Offline




Beiträge: 12.817

11.05.2012 16:47
#66 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Die offizielle Anrede bei Knights ist aber Sir 'Vorname' also dürfte John der Vorname des Yard-Chefs sein, genau wie vorher Sir Archibald und danach Sir Arthur. Falsch war ja im indischen Tuch 'Sir Hockbridge'. letzteres ist ja sicherlich nicht der Vorname.

Vermutlich hat Sir John noch einen zweiten Vornamen, der vielleicht sein Rufname unter Freunden ist, es gab ja auch noch eine Zeit vor dem Ritterschlag.

Viele Grüße
Brutus

Cora Ann Milton Offline




Beiträge: 5.110

11.05.2012 17:41
#67 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

"Alle meine Freunde nennen mich Archie ..." erklärt Sir John gegenüber der sich als Wanda Merville ausgebenden Gladys in "Der Bucklige von Soho".

Damit hätten wir noch eine Parallele zu "Das Halstuch" von Francis Durbridge, wo sich der Verleger Clifton Morris von seinen Freunden lieber mit Terry anreden läßt.

Georg Online




Beiträge: 2.778

11.05.2012 18:46
#68 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Archie als Spitzname klingt auch besser als etwa die Verkleinerungsform "Johnny". Darunter stellt man sich eher einen jungen Typen vor.

Marmstorfer Offline




Beiträge: 7.313

11.05.2012 19:27
#69 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Zitat von Gubanov
John ist der Vorname, weil der Titel "Sir" mit dem Vor-, der Titel "Lord" dagegen mit dem Nachnamen verwendet wird. Der volle (?) Name von Sir John ist Sir John Walford, wie in den Büchern (ich glaube, im Hexer-Film fällt er einmal vollständig).



Zitat von brutus
Die offizielle Anrede bei Knights ist aber Sir 'Vorname' also dürfte John der Vorname des Yard-Chefs sein, genau wie vorher Sir Archibald und danach Sir Arthur. Falsch war ja im indischen Tuch 'Sir Hockbridge'.



Dann danke ich euch für die unbedingt notwendige Korrektur. Sir Geoffrey Fielding wird im "Zinker" doch auch überwiegend mir "Sir Fielding" angesprochen, oder täusche ich mich? Archibald und Arthur gehen allerdings sowohl als Vor-, wie auch als Nachname durch.

brutus Offline




Beiträge: 12.817

11.05.2012 19:37
#70 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Im Zinker mit Sir Fielding der gleiche Unfug wie bei Sir Hockbridge, der Drehbuchautor kannte die Feinheiten des britischen Adelsrechts halt nicht.
Wobei, im indischen Tuch könnte es ja noch böse Absicht von Lady Lebanon gewesen sein, die die habgierige Verwandtschaft gerne zum Teufel jagen möchte.

Viele Grüße



Brutus

Wallacefreund Offline




Beiträge: 173

11.10.2013 16:26
#71 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Kann mich den überwiegend positiven Meinungen nicht anschließen.
Positiv sind sicherlich die herbstlichen Außenaufnahmen und die Moorlandschaft mit Nebel im Dunkeln des
Abends und/oder der Nacht.
Drache, Schürenberg und Windeck , ebensoTappert und Baal machen ihre Sache auch ganz gut.H.Wüstenhagens
Auftritt mMn zu kurz, schade.

Negativ leider die Story, sie ist für mich leider irgendwie langweilig und zu keiner Zeit wirklich spannend.
Die Bauten wirken irgendwie zu billig, die Atmosphäre des Schlosses ist alles andere als gruselig und ist
mMn unter anderem auch zu hell/grell ausgeleuchtet.
Die Filmmusik ist für mich einfach nur nervig und viel zu abgedreht, eine der schlechtesten der ganzen Serie.
Das Ganze auch noch als Jubiläumsfilm.

Nun ich finde sowieso, das die Besten Beiträge der Reihe aus der s/w Ära stammen und die Farbfilme der Reihe
gegenüber den meisten s/w Filmen teilweise deutlich abfallen.

Ich ziehe Hand, im Banne und Mönch vor wenn ich einen Farbwallace sehen möchte.

patrick Offline




Beiträge: 2.773

29.06.2014 14:03
#72 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Nutze das schlechte Wetter, um ein paar Bewertungen zu schreiben.

Ein Arthur-Conan-Doyle- Wallace, nachdem Christie schon für´s Tuch hergehalten hat.
Der Hund ist das wohl beste Beispiel, auf den der Begriff "Geisterbahn-Wallace" zutreffen würde. Werden hier doch sehr viele Wallace Grusel-Elemente plakativ dargestellt. Leider geht es an einigen Stellen zu sehr in´s Lächerliche. Das mit dem Skelett ist wirklich nur peinlich. Für diese Szene gibt´s im Grand Prix Punkteabzug. Vor allem aber für die Musik. Der absolut abstoßendste Soundtrack der ganzen Serie. So eine Musik würde in´s Kaspertheater passen, nicht in einen Grusel-Krimi.
Die Nacht- und Mooraufnahmen sind klasse gelungen. Die Handlung ist sehr kurzweilig. Die Geschichte hat mit Edgar Wallace sicherlich nicht das Geringste zu tun, doch sehe ich darüber hinweg, da das ja beim Tuch auch der Fall ist. Der Dobermann mit Giftzähnen ist ein phantasievoller Einfall.
Die Besetzung kann sich sehen lassen, wobei ich Horst Tappert in den Wallace-Filmen nicht so gern sehe.Er ist für mich zu sehr der Derrick, auch wenn er seinen Part hier durchaus glaubwürdig verkörpert.
Ein Krimi, den man sicherlich nicht ganz ernst nehmen darf, aber eine sehr kurzweilige Unterhaltung.

4,5 von 5 Punkten,nachdem ich hier einige Augen und Hühneraugen zudrücke.

patrick Offline




Beiträge: 2.773

13.07.2014 12:32
#73 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Mir kam beim Bewerten in den Sinn, dass der "Hund" auch Anleihen bei Stevenson`s Schatzinsel zu nehmen scheint, wo die ehemalige Piratenbande des toten Seeräubers Flynn auf der gierigen Jagd nach dem Schatz wieder in Erscheinung tritt.
Somit ein Conan-Doyle- Stevenson-Wallace.

Gubanov Online




Beiträge: 14.848

25.07.2014 00:11
#74 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

"Der Hund von Blackwood Castle" belegt im Edgar-Wallace-Filmgrandprix 2014 Platz 14 von 36. Der Film erhielt 76,11 % der möglichen Punkte. Das entspricht einer durchschnittlichen Filmwertung von 3,81 von 5 Punkten.

1. 3,8 Punkte p.P. = Platz 18 (–4) in der Kategorie Ermittler
2. 3,9 Punkte p.P. = Platz 15 (–1) in der Kategorie Verbrecher und Verbrechen
3. 3,9 Punkte p.P. = Platz 11 (+3) in der Kategorie Regie und Inszenierung
4. 3,6 Punkte p.P. = Platz 12 (+2) in der Kategorie Drehbuch und Logik
5. 4,2 Punkte p.P. = Platz 10 (+4) in der Kategorie Atmosphäre
6. 3,1 Punkte p.P. = Platz 30 (–16) in der Kategorie Musik
7. 4,0 Punkte p.P. = Platz 10 (+4) in der Kategorie Prätitelsequenz und Vorspann
8. 4,0 Punkte p.P. = Platz 15 (–1) in der Kategorie Wallace-Faktor
9. 3,8 Punkte p.P. = Platz 12 (+2) in der Kategorie freie Wertung

In der Vorrunde (Kampf um die Top-10) wurde "Der Hund von Blackwood Castle" auf Platz 15 gewählt.

Blinde Jack Offline




Beiträge: 2.000

28.09.2015 17:34
#75 RE: Bewertet: "Der Hund von Blackwood Castle" (25) Zitat · antworten

Das dieser Film als einer der besten Farbwallace ausgegeben wird, kann ich absolut nicht verstehen.
Alles ist, im Sinne des späten Vorhers, ein wenig zu viel. Schockeffekte auf Kosten einer guten Story und zunehmend übertriebener Humor machen diesen Streifen aus und daher halte ich den Jubiläumsfilm für wenig gelungen.

Bereits das Darstellerensemble ist durchwachsen und hinterläßt gemischte Gefühle.
Heinz Drache ist zwar auch in diesem Streifen ein kräftiges Zugpferd und spielt seine undurchschaubare Rolle mit dem üblich ironischen Abstand zu den Vorkommnissen, kann meiner Meinung nach aber nicht ganz an seine brillianten Leistungen seiner früheren Auftritte anschließen.
Karin Baals Rolle ist zwar erfrischend, weil sie deutlich von der typischen Fraurollen abweicht, aber sie ist leider etwas sehr kalt, trocken und vor allem auch kurz geraten. Es fällt schwer eine Verbindung zu ihr aufzubauen und bisweilen wirkte sie sogar wie ein Verdächtiger mehr...
Sir John hat einen mittelmäßigen Part. Die Anzahl seiner guten Sprüche ist etwa deckungsgleich mit den weniger gelungenen, was sich in selber Form auch über Agnes Windeck sagen lässt. Sie erlangt in keiner Szene die selbe Natürlichkeit, die sie noch im Zinker zu zeigen vermochte.
Wirklich positiv fand ich ledigliche die Auftritte von Otto Stern als "toter Kapitän Wilson", der sich am Ende als "charmanter" Gauner entpuppt, Mady Rahl als die "große Fontaine" und Alexander Engel, der sicherlich seinen besten EW Auftritt in diesem Streifen vorweisen kann. Nahe an der Grenze des Wahnsinns hat er seinen "Doc Adams" angelegt und sorgt damit als einer der wenigen Mimen für Stimmung.


Davon fehlt es meiner Meinung nach an alle Ecken und Enden. Freilich sind die Herbstaufnahmen herrlich eingefangen und geben dem Film eine, innerhalb der Serie, einzigartige Ausstrahlung, aber Stimmung und Spannung im gewohnten Sinne, ließ sich schwerlich finden.
Da aber Unmengen Nacht und Nebel vorhanden sind, frage ich mich woran es lag...
Ich würde es ja beinahe den Kulissen zurechnen wollen, die ich unglaublich billig finde in diesem Film. Das gesamte Schloss Blackwood ist ein Witz. Hier halte ich einfach die Innenausstattung für total übertrieben und die Bauten von Kutz und Vorwerg versprühen 0 Originalität und Einfallsreichtum. Nicht nur im Schloss, sondern auch das Gasthaus, oder der Club in dem Doc Adams Miss Fontaine besucht.
All das wirkte künstlich auf mich und die Kamera hat sich scheinbar auch keine Mühe gegeben das schwache Set spannend einzufangen. Hier kann ich leider gar keine Pluspunkte verteilen.

Die Augenblicke im Moor, mit viel Nebel und bei Nacht, strahlen zwar eine altbekannte Atmosphäre aus, die allerdings gleich darauf von diesem unerträglich lahmen Hund wieder zerstört wird. Mein Gott warum wurde der Film an diese blöde Töhle verschachert?
Jeder Mord ist dermaßen lahm in Szene gesetzt. Das beginnt bei dem Opener und zieht sich durch alle folgenden Mordszenen im Mord. Tut mir leid, aber dieser Vierbeiner konnte kein Gefühl auf mich übertragen und da der Film beinahe zu zwei Dritteln daraus besteht, dass die Schatzsuchenden nachts ins Moor rennen und vom Hund gebissen werden, bleibt der Spannungsbogen nur knapp über dem Nullpunkt.
Gegen Ende hin (ca. ab dem tollen Mord im Schrank) kommt dann allerdings noch einmal Stimmung auf und die letzten zwanig Minuten vergehen wie im Flug. Das tröstet aber dennoch keineswegs über die lahme erste Hälfte hinweg, wo man als Zuschauer mit den klassichen vorher'schen Schockeffekt bombardiert wird. (Skelett, Schlangen, usw.) Refrain bekannt...

Was hingegen wirklich Spaß macht an dem Film ist die Musik! Dafür kann ich nur ein großes Lob an Thomas aussprechen! "It's cold out here..."

Abschließend noch ein paar Fragen die ich mir gestellt habe, als der Film zu langweilig wurde und die man sich wahrscheinlich nicht stellen sollte:

- Warum rennen die eigentlich alle im Moor rum und gehen nicht einfach zum Schloss? Gibt ja sicherlich auch eine Straße. Warum es gerade nachts sein muss, frage ich lieber nicht...
- Wie konnte Grimsby Anwalt Jackson töten?
- Wie konnte Grimsby die Leiche des toten Anwalts so schnell stehlen?
und...

WARUM ein Hund, verdammt?!!!

2 von 5 Punkten.

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