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Dieses Thema hat 226 Antworten
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 Filmbewertungen
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Marmstorfer Offline




Beiträge: 7.282

12.10.2016 19:48
#226 RE: Bewertet: "Der Bucklige von Soho" (1966, 21) Zitat · antworten

Zitat von Jan im Beitrag #216
Günther Stoll spielte in "Melissa" und in "Straßenbekanntschaften in St. Pauli" abgesehen vom Buckligen die Hauptrollen und danach dann m.W. auch nie wieder. Zu blass, zu brav, zu gebrechlich, würde ich meinen. Das Strahlende eines Joachim Fuchsberger, das Schneidige eines Heinz Drache oder das Energische eines Harald Leipnitz gingen Stoll leider ab. Eine echte eigene Note als Hauptdarsteller vermag ich bei Günther Stoll nicht zu erkennen. Vielleicht auch konnte Alfred Vohrer mit ihm nicht viel in der Rolle anfangen und verpasste es etwas, Stoll mehr Kante zu verpassen.



Ja komisch, für mich ist Stoll einer DER Gründe, warum ich den "Buckligen" so mag. Ich möchte ihn dort unter keinen Umständen missen. Er hat herrliche Szenen, etwa wenn er von Sir John zum Tee bei Lord und Lady Perkins mitgenommen wird und er sich mit seiner Pfeife locker neben Windeck auf der Couch fläzt. Brav und gebrechlich wirkt er auf mich auch nicht; souverän händelt er die Situation im Puff; einige Actionszenen hat er auch, etwa wenn er im Hotel die Tür eintritt - und da macht er sicherlich keine schlechte Figur. Ganz stark auch das Ende, wenn er den General regelrecht verbal vernichtet; so eindringlich hat man das selten bei Wallace gesehen (so hätte Felmy mal mit ihm am Ende der Themsetoten umspringen sollen, aber das ist eine andere Geschichte...) Kurzum - ich bin Stoll-Fan seit ich den "Bucklijen" zum ersten Mal gesehen habe - und froh darüber, dass er bei Wallace doch durchaus noch prägnante Auftritte hatte (vor allem in der "Stecknadel").

Ansonsten mag ich den Film genau wegen seiner effekthascherischen Machart, die durch den extrem plakativen Musikeinsatz des famosen Thomas-Scores noch erheblich verstärkt wird. Gleichzeitig verstehe ich jeden, der genau ob dieses Stils mit den Augen rollt. Aber das enorme Tempo und die famose Besetzung lassen mich gerne über die sicherlich vorhandenen Schwächen hinwegsehen. Das Buch ist okay; wieder einmal wird die für Reineckers Wallace-Bücher typische "Verbrecherpyramide" mit diversen Neben- und ein oder auch zwei Hauptschurken angewendet (ähnlich wie später auch in sämtlichen 67er-Streifen, besonders ausgeprägt dort im "Peitschenmönch" und "Hund"). Karg, billig, bisweilen häßlich das Szenenbild von Vorwerg und Kutz, das dem Film einen schmuddeligen Look verpasst, der aber trotz allem irgendwie "passt". Bezeichnend, dass man für die Anfangssequenz einfach außen auf dem Studiogelände drehte und keine andere im Freien spielende Szene in der kompletten Serie so offensichtlich nach Atelier aussieht, wie diejenige, in der Sir John aus dem Gully "auftaucht".

Lord Low Offline




Beiträge: 439

20.07.2017 22:28
#227 RE: Bewertet: "Der Bucklige von Soho" (1966, 21) Zitat · antworten

Mir ist gerade etwas aufgefallen:

Kann es sein, dass es sich bei der ersten Frau in der Rechtsmedizin nicht um das erste im Film gezeigte Opfer des Buckligen handelt? Es gibt zwar schon einige Ähnlichkeiten (darunter die blonden Haare), aber es scheint doch irgendwie eine andere Schauspielerin zu sein. Ebenfalls merkwürdig ist der Umstand, dass das Opfer auf dem Schrottplatz weisse Kontaktlinsen trägt, die sie fast blind erscheinen lassen, während man bei der Frau in der Rechtsmedizin die Augen klar erkennen kann.

Ein Filmfehler wäre das alles jedoch nicht, denn schon im ersten Gespräch zwischen Sir John und der Presse ist ja bereits von mehreren Morden die Rede.

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