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Dieses Thema hat 108 Antworten
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Count Villain Offline



Beiträge: 3.789

18.06.2009 11:49
#61 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

Da kann man nur sagen: Columbo.

Havi17 Offline




Beiträge: 2.943

18.06.2009 12:02
#62 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

In der Tat, mit dieser Serie wurde dieser Stil in der Breite eingeführt,
damals folgten auch sukzessive die Tatort-Produktionen

Gruss
Havi17

DanielL Offline




Beiträge: 3.697

18.06.2009 15:12
#63 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

Bei der ORCHIDEE merkt man aber schon deutlich, dass man eigentlich ein "Whodunit" ("Wer hat es getan?") konzipiert hat, deswegen wird ja O'Connor auch immer nur im Schatten gezeigt. Also, es ist schon ein Fauxpas! Aber wie gesagt - wenn man's nicht immer erwähnen würde...

Gruß,
Daniel

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

18.06.2009 18:47
#64 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

Zitat von Havi17
In der Tat, mit dieser Serie wurde dieser Stil in der Breite eingeführt,
damals folgten auch sukzessive die Tatort-Produktionen


Verstehe ich nicht ganz!? - Orchidee wurde 1961 produziert und der erste TATORT (Taxi nach Leipzig) flimmerte im Dezember 1970 über den Bildschirm. Wenn es hier einen Paralelle oder ein Vergleich geben soll dann hinkt dieser sehr!!

Joachim.

Havi17 Offline




Beiträge: 2.943

18.06.2009 20:19
#65 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

Diese Aussage bezieht sich auf Columbo, s.o.

Gruss
Havi17

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

18.06.2009 21:35
#66 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

o.k. - dann hab' ich's verstanden. Das Wort TATORT irritiert nämlich in diesem Zusammenhang.

Joachim.

Gubanov Offline




Beiträge: 14.589

03.07.2009 13:04
#67 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

„Das Rätsel der roten Orchidee“ belegt mit 77 Prozent den 18. Platz im Edgar-Wallace-Filmgrandprix 2009. Der Film erhielt folgende Wertungen:
Gesamtpunktzahl: 721,65 Punkte; durchschnittliche Punktzahl pro Werter: 34,36 von 50
Ergebnisse der Einzelkategorien:
• Gesamtwertung: 223,5 Punkte – Platz 17 (76%)
• Einzelwertung „Darsteller“: 75,0 Punkte – Platz 27 (73%)
• Einzelwertung „Spannung“: 65,0 Punkte – Platz 28 (68%) -10
• Einzelwertung „Mörder“: 64,0 Punkte – Platz 26 (67%)
• Einzelwertung „Regie“: 73,5 Punkte – Platz 18 (77%)
• Einzelwertung „Drehbuch“: 72,0 Punkte – Platz 16 (78%)
• Einzelwertung „Musik“: 76,7 Punkte – Platz 15 (81%)
• Einzelwertung „Humor“: 72,0 Punkte – Platz 13 (83%)


Die größte Abweichung von der durchschnittlichen Wertung beträgt 17,4 Punkte nach unten, die durchschnittliche Abweichung beträgt 6,6 Punkte. Am nächsten dran war rainbow mit einer Abweichung von nur 2,4 Punkten.

2. Edgar-Wallace-Grand-Prix: Übersicht / Epigonen-Grandprix: Übersicht / Quoten
UND NOCH MEHR LINKS: Der Lümmel-Blog / Das Lümmel-Forum
/ JBV1 JBV2 / EWP1 EWP2 EWP3

horatio Offline




Beiträge: 577

14.11.2009 20:12
#68 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

Ein etwas langsamer spannungsarmer Krimi,trotzdem schau ich ihn immer wieder gerne an

Tolle Szenen:

O`Connor mit Minellis Frau im Auto,wie er ihr durch die Blume (Orchidee)zu verstehen gibt,ihr Mann soll Miss Ranger in Ruhe lassen;

Captain Allerman auf seinen nächtlichen Spaziergang als er den Gangster erschießt;

Das Treffen beider Banden,die Musikunterlegung,die Dialoge-herrlich;

"Der schöne Steve" und Captain Allerman in Steves Geschäft;
Klaus Kinski hat hier mal eine größere Rolle als sonst bekommen;

Christopher Lee und Adrian Hoven spielen hier ausgezeichnet zusammen,besonders gefällt mir,das Lee mit seiner eigenen Stimme spricht.

Die Musik gefällt mir sehr gut,passt wundervoll zum Film.

Todesbutler Parker in all seinen Szenen-tolles Spiel von Eddi Arent

Der Film bekommt von mir 3.5 von 5.0 Punkten

horatio

DAS MACHT FREUDE

Peitschenmönch Offline




Beiträge: 534

02.02.2010 23:18
#69 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

Die Anspielungen auf die Londoner Unterwelt mit zwei konkurrierenden Banden, die vage an Stories in "Die Unbestechlichen" erinnern, sind ganz nett, aber bei weitem nicht ausgefeilt. Die Musik ist für einen Rialto-Wallace ziemlich langweilig.
Größtes Minus: Im Grunde kommen hier sämtliche Figuren zu kurz, man bekommt weder die Gelegenheit sich mit einem der Ermittler richtig zu identifizieren, noch haben Leute wie Klaus Kinski oder Eric Pohlmann genügend Spielraum...sondern müssen sogar weitgehend immer dasselbe machen.
Einen Pluspunkt gibt es für Adrian Hoven, der eine gute Entdeckung als Ermittler war und den aufgesetzt wirkenden, wenn auch solide agierenden und nicht unbedingt störenden Christopher Lee an seiner Seite nicht gebraucht hätte. Schade, dass Hoven nie wieder einen Wallace-Film drehte. Insgesamt hat das Duo Lee/Hoven in diesem Film viel, viel, viel zu wenig zu tun...wozu der Aufwand mit Lee bei so einer Halb-Präsenz der Rolle, frage ich mich...

Die Rolle von Fritz Rasp ist mir im Ansatz kurioserweise noch vom letzten Sichten im Gedächtnis geblieben. Auch das ist positiv zu vermerken. Eddi Arent und Herbert A.E. Böhme - in einer zu kleinen Rolle - sorgen außerdem für lustige Momente. Und die forsche Marisa Mell weiß zu gefallen.

Fazit:
Nur wegen der wagemutigen, z.T. wirklich fetzigen Besetzung ganz, ganz knappe 2,5 von 5 Punkten. Der Film taugt weder dem Drehbuch nach noch der Inszenierung wegen wirklich was, noch dazu ist die Musik weitgehend einfallslos und das Täterrätsel de facto nicht existent.

Blap Offline




Beiträge: 1.128

19.02.2010 15:44
#70 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

Das Rätsel der roten Orchidee (Deutschland, 1962, Originaltitel: Das Rätsel der roten Orchidee)

Wohlhabende Einwohner Londons erhalten Post von Erpressern. Wer der Zahlungsaufforderung nicht nachkommt -oder gar die Polizei einschaltet- wird unbarmherzig ermordet. Inspector Weston (Adrian Hoven) wurde gerade in die für solche Verbrechen zuständige Abteilung versetzt, bei seinen Ermittlungen wird er von Captain Allerman (Christopher Lee) tatkräftig unterstützt. Captain Allerman ist in England zu Gast, normalerweise ist der Amerikaner bei der Polizei in Chigaco tätig. Inspector Weston hat an einer jungen Dame namens Lilian (Marisa Mell) zwar nicht nur berufliches Interesse, doch ihr Arbeitgeber wird gekillt und später gerät Lilian selbst ins Visier der Gangster. Allerman weiss gut über die Täter Bescheid, es scheint sich zusätzlich ein Krieg zwischen rivalisierenden Banden anzubahnen...

Oft ermitteln Joachim Fuchsberger oder Heinz Drache in den schönen Edgar Wallace Klassikern. Diesmal sorgen der geschätzte Christopher Lee und Adrian Hoven für die Ausführung dieser Aufgabe. Als grosser Chris Lee Verehrer freut mich dies natürlich besonders. Darüber hinaus bekommt man die Kultschädel Klaus Kinski und Eddi Arent präsentiert, auch Pinkas Braun soll nicht unerwähnt bleiben. Während Eddi Arent die übliche Knallschote gibt, hat der liebe Herr Kinski eine weitaus interessante Rolle erwischt, gleiches gilt für seinen Kollegen Pinkas Braun. Die Damenriege bietet die hübsche Christiane Nielsen auf, während ich Marisa Mell auch hier nicht sonderlich attraktiv finde, obwohl sie recht gut in ihre Rolle passt. Die gute Marisa wurde bekanntlich später zu einem Star des italienischen Genrekinos. Eben deshalb fällt mir ihr Erscheinungsbild leider immer ein wenig unangenehm auf, denn ich verbinde mit den betreffenden Filmen Schönheiten wie Edwige Fenech oder Barbara Bouchet. Selbst im Vergleich zur durchschnittlichen Anita Strindberg sieht Frau Mell ziemlich eckschädelig aus. (Alte Chauvisau, komm nicht zu sehr vom Thema ab!) ... *Räusper* ... Tjo, die Story der roten Orchidee bietet ein paar interessante Überraschungen, für einen Wallace Film wird recht viel geballert, vorzugsweise mit einer Maschinenpistole. Damit wollte man offensichtlich den "Ami-Style" des Verbrecherpacks unterstreichen, diese Mission ist geglückt, obwohl man eine deutsche MP40 einsetzt, sicher nicht die bevorzugte Wumme amerikanischer und britischer Ganoven. Naja, ich will nicht kleinlich sein. ;)

"Das Rätsel der roten Orchidee" gehört nicht zu den bekanntesten Vertretern der zahlreich gedrehten Edgar Wallace Verflimungen. Schade, denn der Film bietet sehr angenehme Unterhaltung, ist gut besetzt und der Humor bleibt glücklichweise im Rahmen. Der Film liegt mir als einer von vier Titeln vor, die Inhalt der "Edgar Wallace Edtion 4" sind. Die Box ist nett aufgemacht, der Film liegt in ordentlicher Qualität vor. Für Freunde klassischer Krimikost eine klare Pflichtveranstaltung!

Gut bis sehr gut = 7,5/10

Lieblingszitat:

"Verzeihen Sie mein Herr, der Vogel ist schlecht erzogen!"

Vom Ursprung her verdorben

Glasauge Offline




Beiträge: 1.321

03.06.2010 16:10
#71 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

Ich habe inzwischen Vergleiche mit diesem Film und DER PATE gemacht.

Fazit: DAS RÄTSEL DER ROTEN ORCHIDEE hätte ein Kunstwerk werden. Damit wil ich nicht sage, dass er ein schlechter Film ist, er ist sogar einer meiner Lieblingsfilme, nein man hätte aus ihm ein Meisterwerk der deutschen Filgschichte machen können, sozusagen den dutschen PATEn. Allerdings hätt er so nicht in diese Zeit gepasst. Eddi Arendt hätte man vielleicht raus nehemn müssen. Man hätte ein Epos über den andenkrieg zweier ausländischer Banden, eine fast hilflose Polizei und der verstrickung unschuldiger Opfer machen können und das sogar mit Whodunit. Doch leider wurde diese Chance vertan. Doch da kann man auch anderer Meinung sein. Wenn der Film noch mehr gefloppt wäre, wäre der Kolapps der sonst erst bei DAS GESICHT IM DUNKELN kam, vielleicht hier schon gekommen.

Zum Film konkret: DAS RÄTSEL DER ROTEN ORCHIDEE ist ein actionreicher internationaler deutscher Wallace-Thriller. Man kann hier sehen, dass ein Wallace Film auch ohne Fuchsberger, Drache, Leipnitz und Co funktioniert. Eddi Arendt, Klaus Kinski, Pinkas Braun und Christopher Lee leisteten hier hervorragende Leistungen.


Alles in allem ein guter Edgar Wallace Film mit Anleihen zu Action Film. Sehr gut als Einsteiger-Film geeignet.

Glasauge

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

03.06.2010 16:15
#72 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

Zitat von Glasauge
Wenn der Film noch mehr gefloppt wäre, wäre der Kolapps der sonst erst bei DAS GESICHT IM DUNKELN kam, vielleicht hier schon gekommen.


Glasauge



Konkret: Der Film war kein Flop sondern ein erfolgreicher Film der Spielzeit 1961/62. Nur lag er im Endergebnis hinter seinen Wallace-Vorgänger, was noch lange nicht bedeutet dass er geflopt ist!!!

Joachim.
*Filme bleiben ewig jung!*

Glasauge Offline




Beiträge: 1.321

03.06.2010 16:19
#73 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

Dann ist ja gut. Stimmen eigentlich die Zuschauerzahlen auf Wikipedia.de


Glasauge

Allan|Davis Offline




Beiträge: 38

08.06.2010 09:41
#74 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

Also ich persönlich zähle den Film zu einem der schwächeren der Reihe....Die Story beginnt sehr hektisch,wirkt an vielen Stellen schon fast komödienhaft (z.b. als sich die beiden Gangster-Parteien gegenüber sitzen)
Die Inspector Wahl gefällt mir uch nicht recht, aber Pinkas Braun, Kinski und Rasp spielen meiner Meinung nach über den Durchschnitt
Im großen und Ganzen würde ich 2,5/5 geben .........eindeutig ein schwächerer der Wallace-eihe, zumindest meiner Meinung nach

Mr Keeney Offline




Beiträge: 1.326

10.08.2010 11:21
#75 RE: Bewertet: "Das Rätsel der roten Orchidee" (9) Zitat · antworten

Das Rätsel der roten Orchidee ist nach erneutem Sehen für mich nun mehr ein Rätsel des Universellen. Und des Seriellen?
Nun, serielle Morde gibt es zumindest genug, um die Maschinengewehrdichte des Films zu rechtfertigen, und, um es vorweg zu nehmen, auch markante Einzelszenen en masse. Allerdings: rätselhaft ungerechtfertigt bleibt der Film dennoch.
Die Szenen bieten mannigfaltige Bezugspunkte und Querverweise auch zu späteren Filmproduktionen (der Beginn: Jerry Cotton, yeah, sooo einfach ist man mitten im Gangsta-Manhattan der 60er, die Verteidigungsszenen bei Oberst Drood: Scotland Yard jagt Dr. Mabuse, und natürlich immer wieder zu anderen Wallace-Filmen!). Nun, und dennoch schafft es der Film, mit einer völlig anderen Atmosphäre aufzuwarten. Schon unleugbar ein Kunststück.

Soweit alles bon?

Nein, leider nicht alles. Warum?

Nun, nehmen wir eine der Schluss- und Schlüsselszenen. Gangsterboss Minelli hat ein Zigarrenbömbchenpäckchen gebastelt, und wartet vor dem Laden des schönen Steve, um es nach dessen Weggang zu postieren. Tolle Schwarz-weiß-Szenen mit nicht nur regennassen Straßen sondern sogar richtig schön stricheligem Regenfall. Der schöne Steve verlässt generalsstabsmäßig mit seinen Schergen den Laden, scheinbar zielbewusst und äußerst entschlossen. Plötzlich, als justament Minelli im Laden verstauenderweise bombenmäßig zu Gange ist, kehrt er intuitiv um, und es kommt zum Showdown. Binnen kürzester Zeit werden beide niedgestreckt und ausradiert sein (soviel sei verraten unter Beteiligung des rätselhaften großen (Un-)Bekannten (?) dieses Films, des Bosses des Gangsterkonglomerats, der der schönen Steve angehört. Die Ereignisse haben sich wieder mal überstürzt, und die Sargtüren sind beinahe zufällig zugefallen. Requiescat in pace.
Meine Kritikpunkte anhand dieser optisch durchaus imponierenden und mit dem etwas spröden-kargen, düsteren Charme der m. E. den ganzen Film trägt (und der sich am Besten mit dem Tabakladen und dessen Inventar vergleichen lässt, also einerseits metaphorisch-visuell irgendwie, und andererseits der gleichzeitig hier sogar noch als karg-düsterer Handlungsort der Szene somit zum Kulminationspunkt der gesamten Filmhandlung wird) ausgestatteten Szene exemplarisch:

1. Die Motive der handelnden Personen werden nicht ausreichend beleuchtet, bzw. dargestellt (Warum eliminieren sich die Gangsterbosse ausgerechnet jetzt gegenseitig und vollständig? Oder aber, weg jetzt von dieser Szene; auch: Warum kehrt „Orchid-Ede“ Tanner immer wieder zu Miss Ranger zurück? Ist es Liebe, Kalkül, Versuch, einen Fuß ins Schlag-auf-Schlag-Drehbuch zu bekommen??).
2. Es baut sich keine rechte Spannung auf. Weder die Polizei noch die Gangster (allenfalls die Opfer oder die Handlanger, aber eben nur in aufgereihten und abgeschlossenen Einzelszenen) geraten spürbar in ernste Zwickmühlen und sich verengende Handlungsspielräume, es verdichtet sich nichts, so dass hübsche Charakterzeichnungen (wie z.B. die Rolle von Gert Fröbe beim Bogenschützen, oder die zusehend aufgeriebene Mädchenhändlerorganisation beim Hexer) nicht mal ansatzweise gelingen. Es handeln interessante und witzige „Typen“, die bis sie abtreten müssen, eben so vertraut sind, wie sie sich locker-flockig einführten.

3. Der whodunit verpufft wirkungslos, und mit ihm auch die Chance, durch die Dokumentation von mehr „Banden-internas“ eben diese Eskalation der Lage innerhalb der Banden deutlicher herauszuarbeiten und gleichzeitig die Motive der Handelnden stärker zu illuminieren. Wäre man an den Film eher als caper-movie herangegangen (siehe Das Verrätertor später), mit Beratungen und Sitzungen in durchräucherten Hinterzimmern und einem kühl-visionären Pinkas Braun als graue Eminenz, die dem Zuschauer, nicht aber der Polizei bekannt ist, hätte ein Meisterwerk draus werden können. So ist das whodunit-Rätsel, da es für jeden halbwegs gewieften Serienfan keines ist ( und somit im Grunde ebenso wie das titelspendende Orchideen-Rätsel nicht existent ist), wohl das größte Rätsel des Filmes.


Es scheint als habe man hier tatsächlich gedacht, dass die Zuschauer sich ihre Geschichte schon mithilfe des bereits zum Teil existenten Wallace-Kosmos der anderen Wallace-Filme zurechtschnitzen. Dies wäre dann eigentlich ein moderner und visionärer Gedanke (l’art pour le entertainment?) ! Hilft dem Film in der Einzelkritik leider aber auch nicht viel weiter, so wie umgekehrt der Film dem Wallace-Kosmos allerdings durchaus einiges an Stimmungsbildern und Variationen beifügen kann!

So bleibt ein munteres Potpourri netter, aber nicht übermäßig spannender Einzelszenen, einige schöne Bilder (nichts geht doch über Original-London, und wie wohltuend ist es doch, dass es noch das starke Geheimnis der gelben Narzissen als weiteren prä-„Flower-Power“-Film gibt!), und ganz viele exzellente Schauspieler, die durch Routine und Können die schlimmsten Drehbuchfehler wegspielen. Positiv fällt auch auf, wie kompakt und karg-düster der ganze Film ist, so dass zumindest trotz der Mängel keine Langeweile aufkommt.
Fazit: Durchschnitt! Und das ist zumindest zu jener (frischen) Phase der Filme eigentlich zu wenig.

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