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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 1.460 mal aufgerufen
 Filmbewertungen
Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

07.10.2007 15:39
Bewertet: "Der Fluch der grünen Augen" (1964, Stilverwandte) Zitat · Antworten

Habe beschlossen, den Film "Der Fluch der grünen Augen" (BRD / JUG 1964) mit Adrian Hoven, Erika Remberg und Wolfgang Preiss (Regie: Akos von Rathony) als Edgar-Wallace-Plagiat aufzunehmen. Mag Adrian Hoven als Held sehr gerne ("Das Rätsel der grünen Spinne", "Das Rätsel der roten Orchidee", "Die schwarze Kobra" und "Tim Frazer jagt den geheimnisvollen Mr. X"). Der Film enthält als Vampir- / Horror-Krimi viele wallace-typische Elemente. Darf in keiner Sammlung fehlen!

Ausführliche Review zu diesem Film unter http://www.vampire-world.com

Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

07.10.2007 15:55
#2 RE: Bewertet: "Der Fluch der grünen Augen" (1964, Stilverwandte) Zitat · Antworten

Das Filmplakat auf http://www.murnau-stiftung.de sieht richtig klasse aus!

Gubanov Offline




Beiträge: 16.096

07.10.2007 15:57
#3 RE: Bewertet: "Der Fluch der grünen Augen" (1964, Stilverwandte) Zitat · Antworten

Die Machart des Plakats erinnert mich an eine Mischung aus "Das indische Tuch" und "Der Würger von Schloss Blackmoor".

Mike Pierce ( gelöscht )
Beiträge:

23.03.2008 15:53
#4 RE: Bewertet: "Der Fluch der grünen Augen" (1964, Stilverwandte) Zitat · Antworten

Stimmt! Ähnlichkeiten sind sind auf jeden Fall gegeben.


Hier noch eine weitere Besprechung des Films:
http://www.horror-page.de/Filme_normal/B...Vampire_Ugo.htm
und Bilder unter
http://giallo-fever.blogspot.com/2007/10...n-caves-of.html

Die deutsche Videoauswertung des Films ist selten geworden. Aber unter dem Titel "Cave of the Living Dead" gibt es den Film in englischer Sprache zu erwerben.

MfG
Mike

Georg Offline




Beiträge: 3.044

23.07.2015 21:56
#5 RE: Bewertet: "Der Fluch der grünen Augen" (1964, Stilverwandte) Zitat · Antworten

Zunächst: Dieser Thread muss aus dem Stilverwandte-Forum raus, denn es handelt sich dabei um einen Vampirfilm!

DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN aka BLUTRAUSCH DER VAMPIRE (Videotitel)
BR Deutschland / Jugoslawien 1963

Inspektor Frank Dorin (Adrian Hoven) wird in ein Dorf am Balkan geschickt: dort starben in den letzten sechs Monaten sechs Mädchen auf mysteriöse Art und Weise. Immer wenn der Tod eintrat, gab es im gesamten Dorf einen Stromausfall. Was wie ein Kriminalfall beginnt, entpuppt sich bald als üble Vampirstory: die Blutsauger, angeführt von Prof. von Adelsberg (Wolfgang Preiss), sind an allem Schuld ...

Ákos Ráthonyis Der Fluch der grünen Augen startet wie ein spannender Krimi, wird dann aber rasch zum Vampirfilm, wohl einer der ersten oder der erste seiner Art in Deutschland. Anleihen nimmt der Regisseur bewusst bei Stummfilmklassikern F. W. Murnaus, die Geschichte und die Figurenkonstellation selbst erinnert aber auch an Bram Stokers Dracula: Adrian Hoven als Prof. Van Helsing-Verschnitt und Wolfgang Preiss als deutscher Dracula.

Klingt gar nicht schlecht, allerdings hat der Film neben einigen Stärken (wie gelungene Gruselaufnahmen im Schluss und in dessen unterirdischen Gewölben, stark an die Wallace-Filme erinnernd) und gelungenen Szenen auch sehr viel Trashfaktor zu bieten. Dass im Jahre 1963, dem Produktionsjahr, eine komplett nackte Frau im Bett betatscht wird ist wohl wieder mal dem Regisseur zu verdanken, der ja nie prüde war und damit wohl auch die FSK-18-Vorschrift geholt hat.

Ráthonyi selbst ist als Polizeichef, mit österreichisch-ungarischem Akzent sprechend, in einem Cameoauftritt zu sehen. Die Besetzung seines Films fällt für mich zwiespältig aus: Adrian Hoven als Vampirjäger ist eher fehlbesetzt, der Sunnyboy steht in krassem Gegensatz zu Wolfgang Preiss, der einen ganz guten Draculaverschnitt abgibt.
Die Spezialeffekte wirken aus heutiger Sicht auch eher unfreiwillig komisch. Positiv ist jedoch Herbert Jarczyks Musik hervorzuheben.

Insgesamt lässt mich der Film etwas ratlos und zwiegespalten zurück, zumal ich auch nicht der absolute Vampirfilmfan bin. Den ersten deutschen Versuch, auf der Dracula- und Horrorwelle mitzuschwimmen, kann man als 60er-Fan dennoch mal gesehen haben, wenngleich man alle Fragen nach Logik ausblenden muss.

Mit Adrian Hoven, Wolfgang Preiss, Erika Remberg, Carl Möhner, Karin Field, John Kitzmüller u.a. Buch: C.V. Rock (= Kurt Roecken) und Ákos Ráthonyi. Kamera: Hrvoje Sarić. Musik: Herbert Jarczyk. Produktion und Regie: Ákos Ráthonyi.

patrick Offline




Beiträge: 3.120

23.07.2015 22:18
#6 RE: Bewertet: "Der Fluch der grünen Augen" (1964, Stilverwandte) Zitat · Antworten

Klingt ja sehr interessant. Scheint wohl etwas an "Hammer" orientiert zu sein. Den Titel werd ich mir vormerken.

Georg Offline




Beiträge: 3.044

25.07.2019 11:34
#7 RE: Bewertet: "Der Fluch der grünen Augen" (1964, Stilverwandte) Zitat · Antworten

Der Film erscheint am 18.10.2019 auf DVD!

https://www.pidax-film.de/Film-Klassiker...ugen::1644.html

patrick Offline




Beiträge: 3.120

13.11.2019 21:20
#8 RE: Bewertet: "Der Fluch der grünen Augen" (1964, Stilverwandte) Zitat · Antworten

Der Fluch der grünen Augen (1963/1964)



Regie: Akos von Rathonyi

Produktion: BRD/Jugoslawien 1963/1964

Mit: Adrian Hoven, Wolfgang Preiss, Erika Remberg, Carl Möhner, Karin Field, John Kitzmiller, Emmerich Schrenk



Handlung:

Der amerikanische Interpol-Inspektor Frank Doren wird an ein entlegenes Dorf am Balkan beordert, da dort 6 Morde an jungen Frauen verübt wurden und weder Motive noch Spuren erkennbar sind. Auffallend ist, dass sich vor jedem Verbrechen ein Stromausfall ereignete. Kaum angekommen, muss der Inspektor erfahren, dass während der Nacht direkt im Zimmer neben ihm ein weiterer Mord geschehen ist, wobei die Leiche bald spurlos verschwindet. Die Dorfbewohner munkeln von einer Vampirlegende und meiden aus Angst eine unheimliche Grotte, wo es nicht mit rechten Dingen zugehen sollte. Der Inspektor hält freilich nicht viel von solchen Schauergeschichten, wird allerdings bald eines besseren belehrt und muss erkennen, dass kriminalistische Expertise hier nicht ausreicht...


Anmerkungen:

Ein deutsch-jugoslawischer Vampirfilm von 1963/1964 ist zweifellos eine äußerst kuriose Rarität und regt wahrlich die Neugierde an. Zu dieser Zeit waren bekanntlich die britischen Hammer-Filme europäische Marktführer in Sachen Horror und erhielten in den USA durch Roger Corman amerikanische Konkurrenz. Der Italiener Mario Bava hat es ebenfalls geschafft, mit außerordentlichem Erfolg durch wirklich gute Filme in das Genre einzusteigen. Wie aber sieht es mit dem vorliegenden Streifen aus? Nachdem der deutsche Film durch Edgar Wallace und Dr.Mabuse einen unerwarteten Höhenflug erfuhr, lehnte man sich nun etwas weiter aus dem Fenster und versuchte sich hier an einem echten Horror-Streifen - einem Genre das deutsche Filmschaffende in den 20er-Jahren sogar dominiert hatten. Atmosphärisch ist dieser Film gar nicht einmal übel. Die (Adelsberger?)Grotten und zahlreiche gruselige Schwarzweißaufnahmen können sich definitiv sehen lassen. Bei der Gestaltung des alten abgelegene jugoslawische Dorfs hat man sich bei den Gothic-Meistern der alten Universal-Filme durchaus eine Scheibe abgeschnitten. Die alte Wahrsagerin Nanny könnte ohne Weiteres einem Boris-Karlof und Bela-Lugosi-Film entstammen. Leider sind die Auftritte der Vampire an vielen Stellen wirklich plump und unbeholfen inszeniert, was dem Ganzen deutliche Minuspunkte einhandelt. Eigentlich wäre nicht viel schief gegangen, hätte man, was das Auftauchen der Untoten betrifft, etwas sorgfältiger bei den Briten abgekupfert. Dass Hammers Dracula-Verfilmung von 1958 als Vorbild dient ist unverkennbar, wobei dessen Qualität natürlich bei Weitem nicht erreicht wird. Trotzdem ist die Vorliegende Fangzahn-Geschichte kein völliger Schuss in den Ofen.

Ich muss Adrian Hoven auch eingestehen, dass er als Sunnyboy-Inspektor deutlich mehr überzeugt als bei seinem lauen Wallace-Auftritt in der "Orchidee". Als seine Angebetete fungiert die blonde Karin Field, eine Schauspielerin über die wenig bekannt ist. Wolfgang Preiss als Ober-Vampir ist leider nicht einmal ein Schatten des legendären Christopher Lee. Außerdem ist er erst in der letzten Einstellung mit den charakteristischen Eckzähnen sichtbar, was wertvolle dramaturgische Chancen verschenkt. Der etwas zurückgebliebene und unberechenbare "Taube Thomas" dürfte ein bisschen an Draculas diverse Lakaien angelehnt sein, wird aber zu plump und überzeichnet und damit wenig glaubwürdig dargestellt. Die Auftritte der von Erika Remberg verkörperten weiblichen Vampirin werden gegen Schluss hin qualitativ deutlich versöhnlicher. Zu Beginn wir man aber leider an Ed Woods "Plan 9 from Outer Space" erinnert, was nun wirklich kein Kompliment sein sollte. Es ist dort zwar erkennbar, dass man dem Stummfilmklassiker "Nosferatu" nacheiferte, dabei aber in die Lächerlichkeit abgleitete. Das Ende ist überstürzt und abgehakt, so als ob das Filmteam pünktlich in den Feierabend wollte - eine Unart, die leider auch bei Hammer immer wieder praktiziert wurde.

Fazit:

Atmosphärisch durchwegs interessanter Gruselfilm, der gar nicht einmal unambitioniert wirkt, bei den Auftritten der Untoten aber leider mit sehr ungelenken Lächerlichkeiten zu kämpfen hat, was stellenweise den Eindruck erweckt, man hätte eine Parodie vor sich. Schauplätze und Geschichte sind aber zappenduster und im Grunde sehr reizvoll. Trotzdem lässt der Streifen durchaus Luft nach oben. Insgesamt aber ein Film, der meine Erwartungen doch eher übertroffen hat, auch wenn ich ihn keineswegs in den Himmel loben will. 3,5 von 5 Punkten.

Editiert von Gubanov am 14.11., 19:15 Uhr - Beitrag und Antwort in bestehendes Thema integriert

Havi17 Offline




Beiträge: 3.155

13.11.2019 23:58
#9 RE: Bewertet: "Der Fluch der grünen Augen" (1964, Stilverwandte) Zitat · Antworten

Gruss
Havi17

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