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Dieses Thema hat 388 Antworten
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 Edgar-Wallace-Forum
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Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 545

20.10.2020 11:38
#376 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Du bist da sicher eher eine Ausnahme. Jedenfalls glaube ich nicht, dass Du die Mehrheit repräsentierst, wäre schön, wenn es nicht so wäre, aber man muss realistisch sein.
Meine Eltern etwa, beide Akademiker, sind felsenfest überzeugt, dass es nichts Besseres als unser Fernsehprogramm gibt. Abwechslungsreich, unterhaltsam, und auch wirklich kritisch. Den Mist, den ich mir da manchmal im Internet anschaue – um Gottes Willen, das kann man doch nicht machen, bringt einen nur auf schlechte Gedanken. Bei ihren Bekannten ist das Denken glaube ich genauso. Darüber zu diskutieren, habe ich aufgegeben. Tatsächlich hat nun jeder seine eigene Sichtweise auf sein gegenwärtiges Sein in der Welt. Man neigt sicher auch gerne dazu, seinen Standpunkt mit missionarischem Eifer festmachen zu wollen. Bringt nur Zerwürfnis. Wenn ich die neueste Schreckensmeldung aus dem Fernsehen erzählt bekomme, dann nicke ich halt nur noch und bringe das Gespräch möglichst auf ein anderes Thema.

Meine Mutter weiß nicht mal, wie man einen PC bedient, mein Vater nutzt das Internet vor allem, um Preise für irgendwelche Dinge zu vergleichen, die er eigentlich schon dutzendfach besitzt. Auf den Gedanken, dort ein neuartigeres Sendeformat auszuwählen, aber auch einfach mal so bei Youtube herumzuklicken, würden die gar nicht kommen, weil sie einfach mit dem Gebotenen zufrieden sind. Und es halt gewohnt sind. Dabei nutzen sie eine Menge Technik und auch Zusatzfunktionen, Mediatheken usw. wovon ich noch nie Gebrauch gemacht habe, sie sind in der Beziehung wesentlich fortschrittlicher als ich.
Ich glaube sogar, ich bin da wesentlich mehr „hinter dem Mond“. Das stört mich allerdings nicht, da mein Glück nicht (mehr) vom Unterhaltungsprogramm im TV oder sonstwo abhängt. Das war früher mal anders, und da gab es nur wirklich das „normale“ Fernsehen. Rein was diese ganzen technischen Belange rund ums Fernsehen angeht, sind viele Senioren, vor allem Männer, durchaus auf der Höhe der Zeit. Das fällt mir halt auf.

Im Endeffekt geht die Richtung wohl tatsächlich dahin, mit dem klassischen GEZ- TV einen recht kostspieligen Dinosaurier am Leben zu halten. Eigentlich im Ursprung nicht schlecht gedacht, aber eben, wie so vieles, dringend reformbedürftig.

DanielL Offline




Beiträge: 4.070

20.10.2020 11:59
#377 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Bevor sich die Diskussion jetzt in eine TV Grundsatzdebatte verschiebt, bitte hier weiterdiskutieren Qualität im TV und den Thread hier für Beiträge konkret zu Wallace Neuverfilmungsmöglichkeiten freihalten. Danke.

Gruß,
Daniel

schwarzseher Offline



Beiträge: 626

20.10.2020 12:11
#378 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Das ist wohl so .Ich bin weit davon entfernt zu glauben das ich mit Geschmack/Meinung auch nur einen Bruchteil der Bevölkerung repräsentiere .
Zum Glück geht es ja hier nur um Filme und Schauspieler usw. ,da ist halt alles Geschmackssache und eigentlich kein Grund für irgendwelche "wer hat recht " Debatten . Und das ist gut so. Wenn man in andere Foren schaut ( nur allein die meines Lieblingsvereins ) da geht es dann doch ganz anders ab .Von Facebook und co. mal ganz zu schweigen .
Aber da wäre ich dann auch raus,da hab ich keinen Bock drauf .
Aber ich glaube wir schweifen ab...verzeihung.

schwarzseher Offline



Beiträge: 626

20.10.2020 12:13
#379 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Zitat von DanielL im Beitrag #377
Bevor sich die Diskussion jetzt in eine TV Grundsatzdebatte verschiebt, bitte hier weiterdiskutieren Qualität im TV und den Thread hier für Beiträge konkret zu Wallace Neuverfilmungsmöglichkeiten freihalten. Danke.


Verzeihung,natürlich hast du recht. Zu spät gelesen.

Jan Offline




Beiträge: 1.623

20.10.2020 12:42
#380 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #372

Warum muss es denn auch unbedingt ein Sixties-Wallace-Aufguss sein?

Um Gottes Willen - nur das nicht! Meine Meinung im Hinblick auf Neuverfilmungsmöglichkeiten steht eigentlich seit Jahren fest: Originalschauplätze, Originalzeit des Romans (bzw. Mitte/Ende der 1920er Jahre), Krimiplot mit Schauer-/Gruseleffekten, typische London-Nachtclub-Atmosphäre, Landsitz, Nebel und schräge Figuren, besetzt mit glaubwürdigen Muttersprachlern und nicht mit deutschen TV-Gesichtern. Ein Aufguss des alten Kultes ist schon bei RTL letztlich in die Hose gegangen. Insofern war der Aufhänger "Babylon Berlin" quasi eine Steilvorlage, denn vieles, was ich mir von einem neuen "Edgar-Wallace-Event" erwarten würde, ist Bestandteil von "Babylon Berlin".

Die Diskussion drehte sich darauffolgend ja im Wesentlichen um das Verwenden deutscher Schauspieler. Und da ziehe ich den Vergleich zu Pilcher & Co. und meine klar, dass sowas heute nie funktionieren würde.

Dass ein neuer Wallace heute ohnehin vermutlich überaus unwahrscheinlich ist, stimmt aber auch ohne den deutschen Cast, denn die Briten waren von Wallace nie angetan und sind es heute sicher noch weniger als vor 60 Jahren. Dass der Name Edgar Wallace sicher auch hierzulande mittlerweile eher in einer Kiste auf dem Dachboden zu finden ist als in den Köpfen der Zuschauer, kommt erschwerend hinzu. Mit einem modernisierten Plot, aufwändiger Machart und guten Darstellern ließe sich das möglicherweise wieder neu entfachen. Dass das aber wirklich umgesetzt werden wird, halte ich aufgrund des notwendigen Aufwandes in Verbindung mit den sich bietenden Verkaufsmöglichkeiten für unwahrscheinlich.

Gruß
Jan

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 545

20.10.2020 21:30
#381 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Zitat von Jan im Beitrag #380
Dass ein neuer Wallace heute ohnehin vermutlich überaus unwahrscheinlich ist, stimmt aber auch ohne den deutschen Cast, denn die Briten waren von Wallace nie angetan und sind es heute sicher noch weniger als vor 60 Jahren.


Dass er nun "nie" von seinen Landsleuten geschätzt worden wäre, kann man nun wirklich nicht sagen. Zu seiner Zeit war jedes vierte Buch im Regal des Tommy Normalverbrauchers angeblich ein Wallace. Er muss ungeheuer populär gewesen sein. Zum Teil auch durch die Afrika-Erzählungen, die allerdings wirklich so gut wie vergessen sind. (Nebenbei, das wäre mal was: Eine ernsthafte Diskussion über Neuverfilmungsmöglichkeiten von Wallace' Heia-Safari-Reißern aus der guten alten Empire-Zeit ! ).
Schon in den zwanziger Jahren kamen die ersten Filme ins Kino, aber die Dreißiger müssen die Hoch-Zeit der englischen Wallace-Krimis gewesen sein. Ein paar haben es ja zu einer gewissen Bekanntheit geschafft, die meisten wurden nie in Deutschland aufgeführt oder sind sogar verschollen. Es scheinen aber erstaunlich viele gewesen zu sein, nach Joachim Kramps Wallace-Lexikon zu urteilen. Danach war nicht mehr viel, ein paar Filme noch, die Co-Produktionen an einigen deutschen Wallace-Filmen, dann die Merton-Park-Filme. Dann noch ein paar BBC-Serien (glaube ich wenigstens) und die verängstigte Lady in den Achtzigern. Gut, dann war wohl Schluss mit Zelluloid-Experimenten in England. Da ist Agatha Christie wirklich zählebiger (was ich ihr von Herzen gönne).
Trotzdem, die Briten sind ein traditionsbewusstes Volk, vielleicht führt auch der Brexit in dieser Hinsicht zu einer Rückbesinnung auf "alte Werte", in dem Falle eben vielleicht zu einer Retro-Produktion von Filmen nach Motiven ihres ehemaligen Thriller-Königs. Möglich ist da durchaus alles. Aber ich gebe zu, dass da auch Wunschdenken im Spiele ist.

Blacky81 Offline



Beiträge: 15

17.11.2021 22:59
#382 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Ich denke schon das eine Neuverfilmung/Neuauflage der Wallace - Romane auch mit deutschen Schauspielern möglich wäre und das nicht wenig erfolgreich. Hat doch z.B. Babylon Berlin eindrucksvoll gezeigt das Krimis die in den zwanziger Jahren spielen noch funktionieren. Auch die Qualität der deutschen Schauspieler wurde durch die Serie nochmal eindrucksvoll bewiesen.

Havi17 Offline




Beiträge: 3.471

17.11.2021 23:29
#383 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Das ist eine Sache der Bewertung von Empathie durch Betrachter und Darstellung. Abhängig davon daß biedes gegeben ist stimme ich zu oder auch nicht.

Gruss
Havi17

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.772

19.11.2021 15:39
#384 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Zitat von Havi17 im Beitrag #383
Das ist eine Sache der Bewertung von Empathie durch Betrachter und Darstellung. Abhängig davon daß biedes gegeben ist stimme ich zu oder auch nicht.

Schrödingers Zu- oder Nichtzustimmung oder schon Dadaismus?

Aber zum Wesentlichen:
Zitat von Blacky81 im Beitrag #382
Ich denke schon das eine Neuverfilmung/Neuauflage der Wallace - Romane auch mit deutschen Schauspielern möglich wäre und das nicht wenig erfolgreich. Hat doch z.B. Babylon Berlin eindrucksvoll gezeigt das Krimis die in den zwanziger Jahren spielen noch funktionieren. Auch die Qualität der deutschen Schauspieler wurde durch die Serie nochmal eindrucksvoll bewiesen.

Das "Problem" ist hier, dass "Babylon Berlin" auf ziemlich aktuellen Romanen basiert, die auf die Zeit, in der das Ganze spielt mit heutigem Wissen blickt. Das ist natürlich gar kein Problem, aber eben überhaupt der Grund für die Existenz der Serie und den Erfolg und wenn man sich das anschaut und die zentralen thematischen Punkte, nämlich der sich ankündigende Aufstieg der Nationalsozialisten, Charlotte Ritter als emanzipierte Hauptfigur, die schillernde Berlin-Stimmung usw., wird eher offensichtlich, warum das mit Wallace eher nicht funktionieren würde. Wallace' Stoffe spielen nicht nur in der Zeit, sie sind dort auch moralisch, ästhetisch, wissenstechnisch und gesellschaftlich verankert. Auch das ist an und für sich kein Problem, wir lesen den Kontext ja ständig mit, weil uns das Alter bewusst ist.
Eine "moderne" Umsetzung von Wallace-Stoffen, würde aber - sogar wenn man die Spielzeit der Romane beibehält - viele Änderungen nötig machen, die zentrale Wallace-Merkmale wegfallen ließen.
Die bedrohte, hilflose Erbin, Verbrecher, die einfach Verbrecher sind (ohne große Herkunftsgeschichte), komplexe Mordkomplotte, die nur dazu da sind den Leser/Zuschauer zu verwirren, abstruse Mordmethoden und -Verkleidungen (Mönch, Abt, Frosch und Co) und vieles mehr funktionieren kaum noch so. Und würde man nur grobe Story-Elemente von Wallace nehmen und sich lose mit ganz neuen Büchern daran entlang hangeln - muss man dann das "Wallace"-Siegel draufkleben?
Ja, in "Babylon Berlin" finden sich (eher aber erst in der dritten Staffel) einige Elemente vielleicht wieder, die auch bei Wallace nicht ganz fehl am Platz wären, aber ich muss sagen, dass es in der letzten Staffel in genau solchen Momenten (beispielsweise, wenn der Kuttenträger über das Filmstudiogelände läuft) eher unfreiwillig komisch wird und ich eher ein Gefühl von "Hintertreppe" und "altmodisch" habe. Und dies sind auch nicht die Merkmale für die "Babylon Berlin" weltweit geschätzt wird.
Das Vertrauen in deutsche Schauspieler hätte ich, rein technisch wäre es mit ordentlichem Budget möglich das Ganze in den 20ern spielen zu lassen, aber es fehlt jeglicher Anknüpfpunkt für Publikum und Produzenten.
Abgesehen davon, dass in Deutschland 95 Prozent der Zuschauer mit Kinski, Schwarz-weiß-Bildern, Geheimgängen und Nebel an die Sichtung herangehen würden und zwangsläufig enttäuscht werden:
Wer nimmt das Geld in die Hand, um eine Serie zu produzieren, für die es außerhalb Deutschlands kein Publikum gibt? Es ist nämlich illusorisch, dass Engländer, Kanadier, Schotten, Amerikaner, Isländer, Schweden usw. eine in Deutschland und auf deutsch gedrehte Serie, die in London spielt, annehmen. Man müsste das den Briten überlassen und die haben, wie hier im Thread schon erwähnt wurde, keinerlei Interesse (mehr) an Wallace.
"Babylon Berlin" kostet ein Heidengeld und trägt sich wirtschaftlich nicht, weil wir alle "so höllisch viel Rundfunkgebühren" zahlen (die ARD trägt "nur" ca. ein Drittel der Herstellungskosten) - sondern, weil die Auslandsrechte für viel Geld an Netflix und Co verkauft werden konnten. Im Ausland (gerade in den USA) findet man es reizvoll, eine fremde Stadt als Spielort zu erleben und wie diese von deutschen Filmemachern inszeniert wird. Das wäre bei Wallace nicht das selbe. Um das alte Sprichwort aufzugreifen: "Wieso sollten Deutsche den Amerikanern Coca Cola verkaufen?". In den 60s war das anders, weil ein Kinofilm seine Kosten auf dem hiesigen Markt einspielen konnte und nicht auf Auslandsvertrieb angewiesen war. Über damalige TV-Serien sprechen wir lieber nicht - sobald es dort in den günstigen Werbefernseh-Serien ins Ausland geht, muss man sehr viele Augen zudrücken und auch sonst ist das meiste aus heutiger Sicht eher "charmant" und "nett gebastelt". Mit dem geringen handwerklichen und finanziellen Aufwand bekommt man aber heute erst recht keine vorzeigbare historische Serie hin.
Ich glaube, viele dieser Punkte wurden hier auch schon öfter genannt, aber man kann sich leider nur wiederholen.
Die Möglichkeiten für Wallace-Neuverfilmungen sind realistisch gesehen eher überschaubar: Parodien wie "Der Wixxer", eine leicht ironische Weiterführung, bei der man sich auf die 60er-Filme quasi als realen Hintergrund beruft, bzw. die märchenhafte Welt ein Stück weit wieder heraufbeschwört - die 90er-RTL-Filme hätte man sicherlich besser gestalten können - oder die oft (hier) gewünschte werkgetreue Umsetzung, die jedoch kein Publikum und erst recht keine Finanziers hätte. Selbst die Briten selbst trauen sich an historische Krimis nur unter drei Vorzeichen heran: weltbekannte Autoren (eigentlich nur Christie, Conan Doyle und Chesterton), Mythen (Ripper und andere bekannte britische Mordfälle) oder neue Stoffe mit aktuellen Themen (beispielsweise "The Bletchley Circle" um vier Frauen, die in den 50ern in Mordfällen ermitteln).
Man kann ja hoffen, dass es mit "Babylon Berlin" weiter geht oder andere Stoffe suchen, die ein wenig "Wallace"-Flair versprühen. Ich fand beispielsweise den SAT1-TV-Film "Mordkommission Berlin 1" von 2015 gar nicht übel. Der hält sich weitaus weniger mit historischem Kontext auf als "Babylon Berlin" und setzt launig eine sehr auf Effekte gemünzte Krimihandlung in eher märchenhafter als realistischer 20er-Jahre-Atmosphäre um. Macht Spaß das Ding - war aber finanziell ein riesiger Flop.

Billyboy03 Offline




Beiträge: 713

19.11.2021 15:58
#385 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Volle Zustimmung, Fabi88

BillyBoy03

Havi17 Offline




Beiträge: 3.471

19.11.2021 17:06
#386 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Zitat von Fabi88 im Beitrag #384
Aber zum Wesentlichen:
... und wenn man sich das anschaut und die zentralen thematischen Punkte, nämlich der sich ankündigende Aufstieg der Nationalsozialisten, Charlotte Ritter als emanzipierte Hauptfigur, die schillernde Berlin-Stimmung usw ... Wer nimmt das Geld in die Hand, um eine Serie zu produzieren, für die es außerhalb Deutschlands kein Publikum gibt? Es ist nämlich illusorisch, dass Engländer, Kanadier, Schotten, Amerikaner, Isländer, Schweden usw. eine in Deutschland und auf deutsch gedrehte Serie, die in London spielt, annehmen. Man müsste das den Briten überlassen und die haben, wie hier im Thread schon erwähnt wurde, keinerlei Interesse (mehr) an Wallace.
Du bringst es auf den Punkt. Filme über Nationalsozialisten haben immer wieder Romane oder eben ständig Konjunktur. Daß Krimis aus Deutschland nicht ernst genommen werden, wurde sowohl von Wallace Darstellern als auch Produzenten mehr als ausführlich in diversen Artikeln und Dokumentationen belegt, umso mehr die Verwunderung auch dort, daß das in den 60er Jahren so hervorragend funktionierte. Vielleicht hatte man das Nationalsozialistenthema nach dem Krieg auch satt. Nicht umsonst haben viele Größen wie z.B. Fuchsberger solche Rollenangebote in USA auch abgelehnt.

Gruss
Havi17

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.499

19.11.2021 17:25
#387 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Zitat von Fabi88 im Beitrag #384
abstruse Mordmethoden und -Verkleidungen (Mönch, Abt, Frosch und Co) und vieles mehr funktionieren kaum noch

Komisch, ich lese in diesem Zusammenhang immer "Mönch, Abt, Frosch". Mir fällt jetzt spontan noch der "Hai" aus dem Gasthaus an der Themse ein. Wallace hat weit mehr als 100 Romane geschrieben und in nicht einmal 5% der Fälle gab's solche abstrus verkleidete Verbrecher... Wenn dies, was ich nicht einmal glaube, nicht mehr funktioniere würden, hätte man immer noch 4x soviel Romane, wie es James Bond-Filme gibt...

Count Villain Offline




Beiträge: 4.416

19.11.2021 17:38
#388 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Zitat von Fabi88 im Beitrag #384
Es ist nämlich illusorisch, dass Engländer, Kanadier, Schotten, Amerikaner, Isländer, Schweden usw. eine in Deutschland und auf deutsch gedrehte Serie, die in London spielt, annehmen.


Man könnte auch eine in Deutschland und auf deutsch gedrehte Serie machen, die in z. B. Hamburg spielt. Ob es dann ein Problem ist, dass sie auf einer ausländischen Vorlage beruht, kann ich allerdings nicht beurteilen.

Zitat von Fabi88 im Beitrag #384
weltbekannte Autoren (eigentlich nur Christie, Conan Doyle und Chesterton)


Tja, hätte der gute Edgar doch bloß Callace geheißen!

Zitat von Edgar007 im Beitrag #387
Mir fällt jetzt spontan noch der "Hai" aus dem Gasthaus an der Themse ein.


Wobei es im Roman die Gummibrüder = Froschmänner waren und kein kostümierter Einzelschurke. Und eine Verbrecherbande, die sich für maritime Verbrechen Taucheranzüge anzieht oder sogar anziehen muss (Zielobjekt im Wasser oder Wasser als Fluchtweg), ist jetzt auch nicht so absurd.

Fabi88 Offline



Beiträge: 3.772

22.11.2021 11:06
#389 RE: Wallace-Neuverfilmungsmöglichkeiten Zitat · Antworten

Zitat von Edgar007 im Beitrag #387
Zitat von Fabi88 im Beitrag #384
abstruse Mordmethoden und -Verkleidungen (Mönch, Abt, Frosch und Co) und vieles mehr funktionieren kaum noch

Komisch, ich lese in diesem Zusammenhang immer "Mönch, Abt, Frosch". Mir fällt jetzt spontan noch der "Hai" aus dem Gasthaus an der Themse ein. Wallace hat weit mehr als 100 Romane geschrieben und in nicht einmal 5% der Fälle gab's solche abstrus verkleidete Verbrecher... Wenn dies, was ich nicht einmal glaube, nicht mehr funktioniere würden, hätte man immer noch 4x soviel Romane, wie es James Bond-Filme gibt...


Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage: Ohne die abstrusen Verkleidungen und Mordmethoden wäre die Wallace-Reihe sogar in den 60s nicht angenommen worden. Und wenn man nun auch noch bei einer Neuverfilmung einen "bodenständigen" Roman wählen würde, wäre es noch schwieriger als ohnehin schon irgendein Publikumsinteresse zu erwecken.

Klar, man kann das Ganze in Hamburg spielen lassen und eine Frau als Kommissarin einsetzen und so weiter. Aber wieso muss dann noch das "Wallace"-Siegel unbedingt drauf?
Wenn man so will, haben ja sogar einige moderne TV-Filme wie die "Kommissar Marthaler"- oder "Jan Fabel"-Filme diverse Wallace-Elemente von wegen Mordserien, teilweise spezielle Mordmethoden, Vermischung von Krimi und Grusel usw.
Damit kann man doch auch seinen Spaß haben, ohne, dass einem im Vorspann der Name "Wallace" gezeigt wird?
Beim "modernen" Publikum würde der Name "Wallace" nicht mehr ziehen, bzw. vielleicht sogar eher den ein oder anderen abschrecken, der so etwas wie die RTL-Filme erwartet und die eingefleischten Wallace-Fans würden sich nach dem ersten Teil erschrocken abwenden, weil sie "ihren Wallace" im Ergebnis nicht mehr erkennen...

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