Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Forum Edgar Wallace ,...



Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 133 Antworten
und wurde 20.038 mal aufgerufen
 Off-Topic
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9
Prisma Offline




Beiträge: 7.541

25.03.2012 16:01
#61 RE: Marisa Mell - Filme & Karriere Zitat · antworten

KAPITEL 20 - STUNTMAN / LIEBE, LASTER UND GANOVEN (1968)




DARSTELLER:

GINA LOLLOBRIGIDA
ROBERTO VIHARO
MARIE DUBOIS
JEAN CLAUDE BERCQ
PAUL MULLER
UMBERTO RAHO

und
MARISA MELL
als Gloria


Die attraktive Diva Evelyn Lake (Gina Lollobrigida) lebt nach einer eigenartigen, jedoch einträglichen Methode. Um an größere Vermögen zu kommen, hat sie es sich darauf spezialisiert, schwerreiche aber auch gleichzeitig uralte Herren zu verehelichen, von denen sie sich dann nach einer bestimmten Zeit wieder scheiden lässt, falls diese nicht schnell genug das Zeitliche segnen, um so ein Leben in Saus und Braus führen zu können. Allerdings lebt die verheiratete Frau auch wie eine Witwe. Als der junge und gut aussehende Stuntman Johnny (Roberto Viharo) sich in sie verliebt und ihr nachstellt, rechnet er sich große Chancen bei der raffinierten Scheidungskönigin aus, muss jedoch zunächst erfahren, dass er erst einmal selbst zu Reichtum kommen muss, um sie heiraten zu können. So steigt Johnny einer betagten, aber vor allem reichen Dame nach um sie wie eine Zitrone auszupressen. Hierbei benutzt der listige Stuntman seine übliche und außergewöhnliche Masche. Im Obersten Stockwerk ihres Hauses steht er bereits auf dem Fensterbrett, spielt den unglücklichen Verliebten und droht, hinunter zu springen da er als Stuntman einige Tricks auf Lager hat. Ein Fenster weiter macht er allerdings eine viel interessantere Entdeckung. Von swingender Musik angelockt schaut er der schönen Gloria Hall (Marisa Mell) beim Striptease zu und landet schließlich in ihrem Bett. Durch Gloria gerät der leibestolle Johnny schließlich in krumme Geschäfte rund um eine unbequeme Gangsterbande, die mit seinem Unwissen einen millionenschweren Coup planen. Wird dieser Plan aufgehen, wird Johnny Evelyn Hall wieder sehen und wer wird letztlich in wessen Falle gehen...?

Und wieder haben wir es mit einem eher unbekannten Film unter Beteiligung von Marisa Mell zu tun, der mit ein paar Krankheiten zu kämpfen hat. Erstens kommt es 'Stuntman' nicht zu Gute, dass man die Darstellerinnen Gina Lollobrigida und Marisa Mell nur in "Neben-Hauptrollen" zu sehen bekommt. Die Eine verschwindet nach einer halben Stunde, die Andere taucht eben genau dann auf, so dass der Eindruck entsteht, dass zwei parallele Handlungen ablaufen, die sich kaum treffen werden. Zu strikt erscheint die Trennung und zu unbeholfen wirkt die Verstrickung der einzelnen Elemente. Regisseur Marcello Baldi inszenierte eine Gauner-Komödie, die durchaus sehenswert ist, sich aber von der Konkurrenz nicht großartig abheben kann. Punkten kann das ganze bei den Action-und Stuntszenen, die handwerklich sehr gelungen sind, die Musik von Carlo Rustichelli brennt sich buchstäblich sofort ein und macht riesigen Spaß, auch sieht man bei den vielen komödiantischen Anteilen so manche Pointe die gesessen hat, doch leider fehlt die durchgehend feste Hand der Regie, um ein nachhaltiges Ausrufezeichen zu setzen. Eine Aneinanderreihung von vielen, zum Teil sehr gelungenen Elementen und Szenen macht eben keinen Genre-Klassiker aus. Dennoch sei betont, dass Marisa Mell Fans hier einen ihrer elegantesten und erotischsten Karriere-Auftritte geboten bekommen.



Da ich mich bei den Damen nicht entscheiden kann, wer denn eigentlich die Hauptrolle in diesen Szenarien spielt, fange ich mit Roberto Viharo an. Der Stuntman zeigt hier auch in brenzligen Situationen kaum Ernsthaftigkeit, was der Rolle einen charmanten Schliff zufügt und ihn in ein gutes Besetzungslicht rücken kann. Immer mit einem Lächeln im Gesicht, vermag er es, die ungeduldigen Ganoven in Aufruhr zu versetzen und die Damen in Wallung, alles in allem verleiht er der Szenerie ein glaubwürdiges Titel-Gesicht. Ebenfalls mit Attraktivität und einer gesunden Dreistigkeit ausgestattet, findet man es als Zuschauer vollkommen logisch, dass er bei Damen namens Gina Lollobrigida und Marisa Mell landen kann. Viharos Interpretation vermittelt eine unbekümmerte und erfrischende Leichtigkeit, er wirkt daher insgesamt nicht zu überzogen und schafft es, so manchen Schmunzler herauszulocken. Gina Lollobrigida als Star des Films gibt sich der Anforderung entsprechend mondän und aufreizend, aber auch fast unnahbar. Ihr sieht man an, dass sie Alles und Jeden um den Finger wickeln kann, wenn sie es sich in den Kopf gesetzt hat. Die Männer aller Altersklassen liegen der reichen Dame zu Füßen und sie spielt ihr Spiel mit großem Vergnügen. Eine glaubwürdige Interpretation einer Schauspielerin, die mir persönlich nicht gerade liegt, aber umso erstaunlicher wie sie Nachhaltigkeit vermitteln kann, da sie nach kurzer Filmdauer verschwindet. Man denkt immer wieder an sie und wartet förmlich darauf, dass Evelyn wieder auftaucht. Die restlichen Darsteller bestätigen den Eindruck einer gut gelaunten, prägenden Besetzung und schaffen es, aufkommende Längen zu entschärfen.

Marisa Mell taucht endlich nach rund 27 Minuten, in fulminanter Art und Weise auf, und sorgt nicht nur für den (erotischen) Höhepunkt dieses Films, sondern auch für einen der legendärsten Auftritte ihrer gesamten Karriere. Nicht nur Johnny wird von der eingängigen Musik angelockt, sondern auch der Zuschauer. Man schaut gebannt dabei zu, wie Gloria alle Register zieht. Marisa Mell hatte definitiv großen Spaß bei dieser eleganten Strip-Nummer und auch überhaupt. Ich beschrieb bereits diesen schalkischen Spaß an der Kunst des Verführens und an der exzessiven Selbstinszenierung, einladende Gesten und direktes Ansprechen des Zuschauers mit einem ironischen Lächeln im Gesicht, und hier gab es glücklicherweise noch hohe ästhetische und schauspielerische Ansprüche. Überhaupt ist die Rolle der Gloria eine, für ihre Verhältnisse zwar typische, aber auch eine sehr schöne und brauchbare Frauenrolle, die viele Entfaltungsmöglichkeiten offeriert und einige Spielräume nicht ungenutzt erscheinen lässt. Es handelt sich um eine der wenigen Performances, in der sich Marisa Mell selbst leicht auf die Schippe nimmt und mit Genuss und voller Ironie mit ihrem berüchtigten Image spielt. Gloria, die der kühle Kopf der Gaunerbande ist, welche eine wertvolle indische Götterstatue gestohlen hat, wirkt undurchsichtig aber auch weitsichtig, es werden viele beeindruckende und überraschende Momente mit ihr entstehen. Der Plan, Johnny für den Transport zu missbrauchen, wird durch unzählige Komplikationen gestört... Marisa Mell und die Komödie...ja, das hat immer blendend funktioniert! Auch der Gedanke eines verpassten Einsatzes als Bond-Girl wird in diesem Film überdeutlich. Als ihre Gauner-Kollegen beim "Verhör" mit Johnny, mit Gewalt und Drohungen nicht weiter kommen, schreitet Gloria mit anderen, wirksameren Mitteln ein, was an Karin Dors Auftritt in "Man lebt nur zweimal" erinnert.

Mit "Liebe, Laster und Ganoven" sieht man einen Film, der insgesamt funktioniert, weil er sich nie wirklich Ernst nimmt, auch wenn sich einige Unzulänglichkeiten eingeschlichen haben. Es ist leichte und unterhaltende Kost, die manchmal sogar extravagant erscheint, sich im Großen und Ganzen aber kaum von ähnlichen Produktionen unterscheidet, bis auf Marisa Mell. Das Szenario wurde mit viel treffsicherem Humor und dosierter Erotik angereichert und nie entsteht der Eindruck, dass es zu viel wird oder zu unstimmig wirkt. Vieles wird angedeutet und darf vom Zuschauer zu Ende gespielt werden, es wimmelt zwar nicht vor Überraschungen, wenn es dann aber Wendungen gibt, sind diese passend. Die Musik ist herrlich und besitzt Ohrwurmcharakter, die Stunt- und Actionszenen wurden sehr hochwertig ausgearbeitet, die Spannung fällt dennoch, besonders im Mittelteil immer wieder ab. Bemerkenswert und stilvoll erscheint die Ausstattung und insbesondere die Ensembles der Hauptdarstellerinnen Gina Lollobrigida und Marisa Mell setzen Akzente. Der Film hofiert die Schönheit, ist angenehm leicht und schwungvoll über viele Passagen anzusehen, bleibt für die Konkurrenz aber ungefährlich. Die Regie spielte viele Ansätze leider nicht konsequent genug zu Ende und aus heutiger Sicht wirken viele Elemente etwas müde und angestaubt. Insgesamt gesehen fühlt man sich allerdings sehr gut unterhalten und Marisa Mell Anhänger kommen hier tatsächlich über die Maßen auf ihre Kosten!

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

26.03.2012 19:34
#62 RE: Marisa Mell - Filme & Karriere Zitat · antworten

SONSTIGES - SWING E SESSO

...

Diese musikalische Untermalung von Carlo Rustichelli bekommt man in "Liebe, Laster und Ganoven" in leichter Abwandlung geboten, als Marisa Mell, oder besser gesagt, als Gloria ihre verführerische und professionelle Strip-Performance zum Besten gibt. Das Thema klingt zwar recht bekannt, aber ebenso eingängig, frisch und stimmig. Garantiert einer der beeindruckendsten Momente des gesamten Films! Der italienische Filmkomponist Carlo Rustichelli (* 24. 12. 1916 in Carpi, † 13. 11. 2004 in Rom) kreierte Musikthemen für nahezu 400 Filme aller Bereiche und stellt mit seinen charakteristischen und eingängigen Themen auch heute noch eine Größe dar. Es heißt sogar, dass sich Ennio Morricone nachhaltig von seinem Stil beeinflussen ließ.

http://www.youtube.com/watch?v=js-Hub1SmUo

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

30.03.2012 19:11
#63 RE: Marisa Mell - Filme & Karriere Zitat · antworten

KAPITEL 21 - PARAPSYCHO - SPEKTRUM DER ANGST [EPISODE I: REINKARNATION] (1975)




DARSTELLER:

MARISA MELL
PETER NEUSSER
LEON ASKIN
GERTRUD ROLL
WOLFGANG GASSER
TOM KRINZINGER


Auf dem Heimweg von einer Verkaufstour hat ein Handlungsreisender (Peter Neusser) ein seltsames Erlebnis: in einem alten Schloss, das anscheinend nur von einem skurrilen Faktotum (Leon Askin) bewohnt wird, begegnet er überraschend einer wunderschönen Frau (Marisa Mell), die ihn als ihren Liebhaber bezeichnet und während einer aufregenden Liebesnacht von einem Mord berichtet, den sie aus Liebe zu ihm begangen haben will. Tatsächlich kann der Mann im Auto der Frau, das nun vor dem Portal des Schlosses, neben seinem eigenen Wagen, geparkt ist, die Leiche eines Ermordeten sehen. Und während er noch nach einer Erklärung sucht, hört er aus dem Hause einen Todesschrei - und es ist ihm, als wäre es seine eigene Stimme gewesen. Entsetzt läuft er zurück in das Zimmer, wo er kurz zuvor mit der Frau geschlafen hat. Es ist leer. Auch im anschließenden Salon ist niemand. Nur eine Teetasse mit Spuren von Lippenstift der Frau und ein Feuerzeug, das sie beide benutzten, sind als stumme Zeugen zurückgeblieben. Vor dem Schloss ist jetzt auch der Wagen mit dem Toten verschwunden. Verwirrt und wie von Sinnen verlässt der Vertreter den gespenstischen Schauplatz und kehrt zu seiner Familie zurück. Während er angenommen hatte, dass er mit der Unbekannten eine ganze Nacht im Schloss verbrachte, beträgt seine Verspätung bis zur Rückkehr nach Hause nur wenige Stunden. Er berichtet seiner Frau alles; auch das ehebrecherische Verhältnis zu der Mörderin. Diese rät ihm, einen Arzt aufzusuchen. Er aber geht zur Polizei, wo er die Teetasse und das Feuerzeug, welche er mitgebracht, untersuchen lässt und von seinem unheimlichen Erlebnis berichtet. Hier erlebt er eine neuerliche Überraschung...

Obwohl Parapsycho - Spektrum der Angst mittlerweile ja schon ausgiebig besprochen wurde, möchte ich ihn der Vollständigkeit halber trotzdem aufführen, genau wie das bei den beiden Edgar Wallace-Verfilmungen der Fall war. Die Zusammenfassung stammt aus der Cinerama-Pressemitteilung und veranschaulicht, dass einige dort beschriebene Inhalte im fertigen Film gar nicht herausgearbeitet wurden, die der Episode jedoch sehr gut gestanden hätten. Auch wird Marisa Mell in diesem achtseitigen Presseheft als Star der Produktion dargestellt und sie gab folgendes zu Protokoll: "Ich bin medial veranlagt und wundere mich über nichts!". Angeblich beobachtete sie (während der Dreharbeiten) bei einem Blick in den Spiegel ihrer Garderobe, wie plötzlich und völlig selbstständig einer ihrer langen Ohranhänger zu schwingen begann, und daraufhin zu Boden fiel. Auch weitere unerklärliche oder unheimliche Dinge werden dort beschrieben. Man kann schon sagen, dass die Presseabteilung der Cinerama gezielt versucht hat, ganze Arbeit zu leisten und um die gesamte Produktion übernatürliche Phänomene zu konstruieren. Ob sich das alles in den Kategorien "Reich der Mythen" oder "Tatsachen" wieder finden lässt, möge jeder für sich selbst entscheiden.

Marisa Mell jedenfalls, die nach sich anbahnenden, schwierigen beruflichen Zeiten mit diesem Engagement ganz zufrieden gewesen sein dürfte, und die sich laut eigenen Angaben außerdem für die Materie ganz besonders interessierte, leistet einen nicht zu unterschätzenden Teil dazu bei, dass Episode I erstaunlich gut funktioniert. Sie stattet ihre Greta mit den erforderlichen Voraussetzungen und Merkmalen aus und man bekommt eine motivierte und glaubhafte Interpretation geboten. Obwohl Marisa Mell im Gesamtgeschehen kaum zehn Minuten zu sehen sein wird, bleibt sie in konstanter Erinnerung. Derartige Rollen, vor allem auf die Auftrittsdauer bezogen, waren besonders ab Mitte der siebziger Jahre bei ihr üblich. Auf Kinoplakaten, in manchem Vorspann oder beispielsweise auf Videokassetten wurde ihr Name stets gerne als Aufhänger verwendet, selbst wenn es sich nur um fünfminütige Gast-Rollen handelte. Der einst so mächtige Name, der auch wenig später und eigentlich lange noch Teil der Vermarktungsstrategien bleiben sollte, konnte viele der folgenden, hauptsächlich lumpigen Produktionen aber bei Weitem nicht mehr aufwerten, geschweige denn interessant machen. So belasse ich es bei dieser Produktion einfach bei einer schönen, soliden Rolle von Marisa Mell, die in ihren späteren Jahren eher den Charakter der Nadel im Heuhaufen bekommen sollte. Zurück bleibt Greta, die geheimnisumwittert und unnahbar erscheint und die man gerne bei ihrem undurchsichtigen Spiel verfolgt, bis sie wieder im Nichts verschwindet, außerdem wurden ihr hier ungewöhnlicherweise größere Register aus dem Bereich der Erotik-Darbietungen erspart, was die schauspielerische Überzeugungskraft viel zu häufig verwässert hatte. Auch bei Nicht-Gefallen des Films lautet mein Rat an die Marisa Mell-Fans also: ein unabhängiger Blick, und prinzipiell eine Chance zu geben, bietet sich bei "Parapsycho - Spektrum der Angst" unbedingt an;)

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

06.04.2012 14:00
#64 RE: Marisa Mell - Filme & Karriere Zitat · antworten

SONSTIGES - FILMFRAGMENTE AUS »SIMPLICIUS SIMPLICISSIMUS«



Wiesen und Gestrüpp, irgendwo bei Wien.

Wir kriechen durch das hohe Gras. Wir sind auf der Flucht. Ich steche mich an den Dornen eines niedrigen Schlehdornbusches und sage: »Au.« »Komm weiter«, keucht Marlies neben mir. Sie bäumt den Oberkörper auf und wirft sich förmlich in das nächste Hindernis aus Buschwerk und Gestrüpp. Ohne sich zu schonen, bahnt sie ihren Weg. Der Tucci ist etwas zurückgeblieben, auch weil sein langer Uniformmantel ihm hinderlich ist. Leise höre ich ihn hinter mir fluchen. Aber beide folgen wir Marlies, kriechen blindwütig hinter ihr her. Ein scharfer Grashalm schneidet mir in die Wange, und ich presse kurz meine Hand dagegen. Ich konstatiere mit Erstaunen, dass Marlies in der Lage ist, trotz des wilden Vorwärtsrobbens den Kopf zu wenden, sich umzuschauen, das lange Haar flattern zu lassen. Der Wunsch nach Rettung und ein unzähmbarer Wille, sich diesen Wunsch zu erfüllen: Beides glänzt in ihren Augen.
Das surrende Geräusch vor uns verstärkt sich. Nur noch wenige Wellen von Gras und Gestrüpp sind zu überwinden. Dann haben wir das Ziel erreicht. Ich atme bereits schwer und fühle mich erschöpft. Seit meine Tochter zur Welt gekommen ist, bin ich schnell erschöpft. Ihre Geburt liegt noch nicht lange zurück.
Das Surren ist jetzt deutlich zu hören. Mit ausholenden Bewegungen ihres elastischen Körpers geht Marlies in den Endspurt. Sie federt förmlich vorwärts. Der Tucci und ich kriechen mit letzter Kraft dahin. Ich zerteile weiter mit den Armen hüfthohes, stacheliges Gras. Der Tucci stöhnt. Eine Flanke seitwärts von Marlies - es sieht aus als würde sie fliegen...
Dann liegen wir alle schwer atmend zu Füßen der großen Filmkamera, die noch kurz surrt und dann verstummt. »Ich glaub', das war gut«, sagt der Vater meiner Tochter und grinst auf uns herunter. Dann wendet er sich an den sichtlich ebenfalls erschöpften Kameramann. »Wie war's?« fragt er ihn.
Der Kameramann ist eigentlich kein Kameramann, sondern Fotograf. Und was wir gedreht haben, ist eigentlich kein Film, sondern ein Versuch. Man hat uns kriegerisch gekleidet und zur Flucht gezwungen. Woher und wohin und aus welchem Grund, das wurde nicht angegeben. Der Vater meiner Tochter, den ich mittlerweile geheiratet habe, will später Filme drehen, und er hat uns gebeten, diese Fluchtszene zu spielen.



Der Fotograf erläutert jetzt, was er mit der Kamera eingefangen zu haben glaubt. Er meint, es wäre gelungen. Hätte schön ausgesehen. »Vor allem Marisa«, sagt er. »Sie war auch am meisten zu sehen. Sie kann das eben.«
Und sie hat es ernst genommen, denke ich. Sie war auf der Flucht. Sie liebt das Auge der Kamera und bietet sich ihm dar. Ich beobachte etwas Ekstatisches an ihr, während ich mir Schmerzen verbeißen musste. Und auch das Lachen, wenn ich den verzweifelten Tucci hinter mir kraxeln sah. Jetzt hat Marlies sich aufgerichtet und lacht ihr tiefes, rollendes Lachen. Sie lacht erst jetzt, auch sie über den Tucci. Er sitzt noch im Gras und zupft sich die Halme aus den Haaren. Sein Gesicht ist feucht und blass, und er lächelt verschmitzt. Auch ich bin sitzengeblieben. Ich bin müde. Ich schaue zu Marlies hinauf und habe das Gefühl, ich bleibe am tiefsten Punkt der Welt zurück, und sie fliegt vor meinen Augen davon. Mit ihrer Militärjacke, den wilden Haaren, dem schönen erhitzten Gesicht.
Aber Marlies lacht jetzt nicht mehr, sondern hockt sich nochmals neben mich auf die Wiese. Sie zupft an meiner Cordhose, die über meinen dünnen Schenkeln Wellen schlägt. »Du bist zu mager«, sagt sie leise, »du musst auf dich schauen.« Ich nicke und möchte plötzlich am liebsten weinen. »Wie geht's der Kleinen fragt sie.« [...] »Du musst dich ausruhen«, sagt Marlies nochmals leise. Dann rappelt sie sich wieder hoch, macht ein paar kräftige Schritte zum Vater meiner Tochter hin und stößt ihn gegen die Schulter. »Du«, sagt sie mit lauter Stimme, als müsse sie ihn rufen, »pass auf deine Frau auf, ja? Sonst kriegst du's mit mir zu tun. Sie ist viel zu dünn. Und viel zu traurig.« [...]
»Marlies«, versuche ich zu scherzen, »du weißt doch - unsere Fische-Traurigkeit -« »Aber was!« sagt sie und schüttelt den Kopf. »Du musst auf dich schauen«, wiederholt sie dann leiser. »Wir müssen auf uns schauen. Vergiss nicht, wir sind -« »Philosophinnen?« frage ich schnell. »Mach darüber keine Witze«, sagt Marlies. [Erika Pluhar - Marisa - Rückblenden auf eine Freundschaft, Hoffmann und Campe]

Anhand der Erzählungen von Erika Pluhar werden diese Szenen aus »SIMPLICIUS SIMPLICISSIMUS« vermutlich im Jahr 1962 entstanden sein, dem Geburtsjahr ihrer Tochter Anna. Die Filmfragmente stammen aus der Dokumentation »Udo Proksch - Out Of Control«, die das Puzzle aus Erzählungen und Bildern zusammenfügen konnte. Vor der Kamera agierten neben Marisa Mell noch Erika Pluhar und Kurt Kalb. Die Dokumentation ist sehr informativ und denkwürdig zugleich, darauf enthalten sind viele Interview-Pasagen von Erika Pluhar und ein paar seltene Archiv-Bilder von Marisa Mell. Spannend, dass immer wieder einmal etwas verschollen geglaubtes auftaucht.

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

04.05.2012 00:34
#65 RE: Marisa Mell - Filme & Karriere Zitat · antworten

SONSTIGES - MARISA MELL UND JERRY COTTON?



Aus aktuellem Anlass bezüglich der munteren und sehr erfreulichen Jerry Cotton-Diskussion hier noch einmal das Taschenbuch »Damenopfer in Las Vegas« mit Marisa Mell auf dem Cover. Wenn ich mich nicht komplett täusche, müsste das Szenenfoto aus ihrem 1968 entstandenen Film »Liebe, Laster und Ganoven« stammen (siehe Besprechung oben), in dem sie ihre Gloria Hall sehr eindrucksvoll verkörperte. So spielte ich natürlich auch den Gedanken weiter, sie anstelle von Heidy Bohlen oder Daniela Surina zu sehen. Bestimmt hätte man mit der Österreicherin ein markantes Gesicht und eine spektakuläre Besetzung für die Reihe gehabt, außerdem war die Schauspielerin ja hier und da mit Action-Inhalten gut vertraut, doch ich vermute mal dass dieser imaginäre Gedanke jenseits der Bezahlbarkeit gelegen hätte. Zu dieser Zeit war Marisa Mell als einer der bestbezahlten italienischen Stars schlichtweg zu teuer, was sich nur wenige Jahre später schon ändern sollte und es zu einem unausgeglichenen Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage kam. Mal abgesehen davon, dass sie definitiv nicht zur Debatte gestanden haben wird, denn darüber gibt es keinen Hinweis und meine Anmerkungen sollen gar nicht in diese Richtung führen, ohnehin war sie im deutschen Film eigentlich längst keine Größe mehr, aber vom Typ her wäre die Akteurin jedenfalls prädistiniert für eine schöne Frauenrolle bei Jerry Cotton gewesen. Man sieht also, was so ein Cover alles anrichten kann. Deswegen und trotzdem werde ich mir bestimmt noch ein paar Tage lang den in Gedanken entstandenen Jerry Cotton-Film N°9 ausmalen, mit George Nader, Heinz Weiss und Marisa Mell in den Hauptrollen, entstanden unter der Regie von Harald Reinl;)

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

16.05.2012 01:14
#66 RE: Marisa Mell - Filme & Karriere Zitat · antworten

SONSTIGES: 16. MAI 1992

»Sie liegt auf einer weinrot überzogenen Matratze - sicher nur der übliche Schutz bei Verstorbenen, aber dieses tiefe Weinrot hat bei ihr noch eine andere, ernsthafte Bedeutung. Der Körper ruht unter einem hellgelben Bettuch. Ihr Gesicht ist von einem weißen Laken umrahmt. Die Zufälligkeit dieser Farben prägt sich mir tief ein, umgibt sie wie ein erlesenes Dekor. Und dann dieses Gesicht selbst. Wohl ist es in die tiefe Blässe des Todes getaucht, aber welche Schönheit jetzt. Die Züge entspannt und frei, ein sanfter Spott um ihren Mund, will mir scheinen.« [Erika Pluhar, Marisa - Rückblenden auf eine Freundschaft, Hoffmann und Campe]

Heute vor 20 Jahren erlag Marisa Mell ihrem unheilbaren Krebsleiden im Wiener Wilhelminenspital, etwa 7.30 Uhr in der Frühe. In ihrem Buch schildert Erika Pluhar in 14 Besuchen im Wilhelminenspital das Sterben von Marisa Mell, ohne distanzlos zu werden, ohne wertend zu werden. Sie gewährt dem Leser einen erschreckend-ehrlichen wenn auch liebevollen und freundschaftlichen Blick hinter die Kulissen, hinter die Fassade Marisa Mell. Letztlich ist sie es, die einen würdigen und versöhnlichen Abschluss für das Leben ihrer Freundin zeichnen konnte, einen Punkt hinter die Endgültigkeit setzen konnte. Der Leser darf diesen letzten Weg mit einer verlässlichen Autorin begleiten, man wird nachdenklich, man ist erschüttert, man lacht, fühlt und trauert mit den beiden Freundinnen. Zuletzt war Marisa Mell nahezu alleine, mittellos und auch sicher voller Ängste, jedoch verstarb sie in einem geschützten Rahmen.

Dass unsere Stars und Idole auch nur Menschen sind, dass es nicht nur Licht-, sondern auch Schattenseiten im Leben auf der Überholspur gibt, für mich schließt diese Tatsache den Kreis ganz persönlich. Bei aller Bewunderung und Wertschätzung, die ich Marisa Mell gegenüber bringe, gehören die schwarzen Kapitel ihres Schaffens, ja ihres Lebens zu einem umfassenden und fast schon beruhigenden Gesamtbild dazu, und zwar insofern, dass mich nicht nur eine gut ausgeleuchtete, schöne, glamouröse Hülle fasziniert, sondern eine Persönlichkeit, die mich zum Nachdenken angeregt hat, die mich unzählige Male erfreut hat, die mich aber genau so gut manchmal abgeschreckt hat, denn ihre Abwege sind mehr oder weniger bekannt. Das alles erkenne ich nach wie vor in vollem Umfang und blicke natürlich zugeneigt, aber genau so kritisch auf eine Frau, deren Leben wohl der perfekte Stoff für einen Film gewesen wäre. Doch wer hätte es außer ihr spielen können? Auch an ihrem Todestag philosophiere ich nicht über das "Warum-Weshalb-Wieso?" und spare mir mitleidige oder gar sentimentale Blicke, denn so bin ich der Schauspielerin nie begegnet. Eher schaue ich auf das Zeitfenster. Wie lange die Faszination mittlerweile bestehen konnte und dass eben zwanzig Jahre eine lange Zeit sind und natürlich denke ich gerne darüber nach, was sie wohl heute spielen würde. Was sie schließlich am Leben hält ist nicht etwa, dass sie ein Mythos wäre oder die Ausnahmeerscheinung im Filmorbit, nein auch nicht der Großteil ihrer Filme - die sie zwar im kleineren Ausmaß, oder sicherlich und irgendwie am Leben halten, aber insgesamt einheitlich, im Sinne von manchmal ziemlich belanglos sind - kann sie in einen derartigen Status erheben. Es sind die Momente die wirklich zählen, in denen Marisa Mell ganz spontan wieder aktuell ist, die Phasen, die zum vorwärts gehen anregen, Zeiten in denen ich gerne mal wieder einen Film mit ihr schauen möchte und mir nie erklären muss, warum es eigentlich so ist wie es ist... Und wichtig sind genau so die anschließenden Atempausen, sodass sie niemals ihre grundeigene Aktualität und Faszination verlieren wird. Was könnte ich also heute schon anderes sagen außer vielleicht... Danke.

Mr. Krimi Offline




Beiträge: 297

17.05.2012 19:14
#67 RE: Marisa Mell - Filme & Karriere Zitat · antworten

Obwohl ich mit Marisa Mell ehrlich gesaht nie so wirklich viel anfangen konnte, ist es 1. Ein toller Thread und 2. Hast Du eines auf jeden Fall erreicht - Du hast mir Deine (heimliche) Leidenschaft näher gebracht, Prisma! Danke!

Mr. Krimi

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

17.05.2012 19:26
#68 RE: Marisa Mell - Filme & Karriere Zitat · antworten

Mr. Krimi, vielen Dank für die nette Rückmeldung und schön wenn ich Marisa Mell und ihre Filme ein bisschen näher bringen konnte! Am meisten freue ich mich darüber, wenn es ein wenig gefällt, das hält mich bei der Arbeit!

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

22.05.2012 20:55
#69 RE: Marisa Mell - Filme & Karriere Zitat · antworten

SONSTIGES - KURZBESCHREIBUNG AUS »DAS LEXIKON DER DEUTSCHEN FILMSTARS«

MARISA MELL (24.2.1939 Graz - 16.5.1992 Wien; eigentlich: Marlies Theres Moitzi)

Typ: »Ihr blasses Gesicht mit den übergroßen, dunklen Augen, dem schwarzen Haar und dem breiten, sinnlichen Mund prädestinierte sie für Verführerinnen. Und die spielte sie auch. Da sie darunter jedoch auch eine Leidensgeschichte und feine Nuancen ausdrücken konnte - und zunehmend wollte - drängte sie in die Charakterrollen, die man ihr im deutschen Kinoschaffen nicht gab. Sie ging ins Ausland und spielte die großen Signoras, Senioritas, Madams mit Grazie, Grandezza und ihrem berühmten hintergründigen Lächeln.« [Schwarzkopf & Schwarzkopf]

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

05.08.2012 14:40
#70 Marisa Mell - Filme & Karriere · Kapitel 22 ("Fünf Klumpen Gold") Zitat · antworten



FÜNF KLUMPEN GOLD / TUTTI FRATELLI NEL WEST...PER PARTE DI PADRE (1972)

mit Antonio Sabato, Marisa Mell, Lionel Stander, Peter Carsten, Fernando Sancho, Brigitte Skay, u.a.





Den Herumtreiber und Draufgänger Gipo (Antonio Sabato) verschlägt es in ein verlassenes Wildwestnest, denn dort hat er vor, seinen Vater zu rächen. Seinen Plan stellt Gipo allerdings schnellstens hinten an, da er die Bekanntschaft mit einem alten Goldsucher macht, der ihm eine interessante wenn auch wenig glaubhafte Geschichte anvertraut. Fünf zusammengefügte Goldklumpen sollen den Lageplan zu einer ergiebigen Goldmine zeigen. Als der alte Mann Gipo auch noch den ersten Klumpen Gold schenkt, sind die Zweifel beseitigt. Ein weiteres Stück Gold soll sich im örtlichen Bordell befinden, doch der Besitzer fiel bereits einem Anschlag zum Opfer, da mehrere Gruppen hinter dem Plan her sind. Bald lernt Gipo die Besitzerin des Freudenhauses (Marisa Mell) kennen, die ihm bei der Suche und dem gegeneinander Ausspielen der verfeindeten Gruppen behilflich sein wird. Wer wird das Rennen machen; Gipo und seine schöne Komplizin, der rücksichtslose Großgrundbesitzer (Peter Carsten), ein Gangster aus Chicago (Lionel Stander), der sich als Verwandter von Al Capone ausgibt, oder der schmierige mexikanische General (Fernando Sancho)? Einfallsreichtum und List werden gefragt sein...

Der deutsche Vorspann weist diesen Film als italienische Westernparodie aus, was sich ja zunächst gar nicht mal so uninteressant anhört, wenn man derartige Konzepte gerne mag. Ob es aufgeht, ist eine andere Frage. Sergio Grieco, der mit Marisa Mell einige Jahre später noch "Der Tollwütige" drehen sollte, inszenierte diesen Film, der sich jedoch von ähnlichen Produktionen kaum unterscheidet und sogar deutlich das Nachsehen hat. Vollgepackt mit Gags und Humor, aber leider nicht gerade mit Treffsicherheit ausgestattet, plätschert "Fünf Klumpen Gold" ohne großartig Aufsehen zu erregen vor sich hin und hinterlässt einen unscheinbaren Gesamteindruck, obwohl man dem Film bei seiner handwerklichen Umsetzung stellenweise immer wieder ansieht, dass er durchaus Ambitionen hatte. Dabei schleicht sich auch keineswegs übermäßiger Leerlauf ein, insgesamt lockern viele rasante Passagen das Geschehen auf, doch die Geschichte ist einfach zu herkömmlich und uninteressant. Erfreulich hier ist die ungleich wirkende Besetzung im Allgemeinen, und die Tatsache, dass Antonio Sabato und Marisa Mell wieder einmal gemeinsam vor der Kamera standen, denn mir persönlich hat dieses Gespann immer sehr gut gefallen, vielleicht sogar insgesamt am besten.





Antonio Sabato (*1943) gibt den sympathischen Draufgänger hier sehr überzeugend. Man sieht ihm förmlich an, dass er vieles nicht besonders ernst nimmt und bislang eher von der Hand in den Mund gelebt hat. Eine so verlockende Chance lässt er sich aber natürlich auch nicht entgehen, folglich zeigt er nur Ausdauer und Arbeitswillen, wenn er ein lukratives Ziel vor Augen hat. Dabei muss es sich allerdings nicht nur um materielle Dinge handeln, denn bei den Damen der Schöpfung gefällt ihm das selbe Prinzip. Sein frecher Charme und sein Witz wickeln selbst die Renitenteste ein. Es ist ganz erstaunlich Antonio Sabato einmal in einer solchen Rolle zu sehen, wenn man ihn hauptsächlich aus Filmen kennt, in denen er vollkommen ernste Charaktere zu interpretieren hatte. Ein Allrounder, der auch in diesem Szenario einen sehr angenehmen Eindruck hinterlassen konnte. Marisa Mell sieht man als Miss Dynamite, die im Bordell die Chefin, Sängerin und Hure in einer Person, und sozusagen auch ein Allround-Talent zu sein scheint. Die beiden sehen sich, schließen einen Pakt, bekämpfen sich aber brauchen sich im Endeffekt gegenseitig. Die interessante Mischung entsteht durch ihr Verteidigungsprinzip des Angriffes und der Zuschauer bekommt ständig sehr hohe Widerstände, aber auch eine starke Anziehung zu spüren. Marisa Mell wurden ebenfalls lockere und freche Sprüche in den Mund gelegt ("...ich bin Sängerin und keine Nutte!") und sie überzeugt hier ohne große Anstrengungen hinlegen zu müssen. Ihre Erscheinung wirkt verführerisch und nahezu auffordernd, wenn auch sicherlich nicht sehr extravagant, da sie einen gewöhnlichen Touch vermittelt. Für mich persönlich liegt das gewiss an ihrer Aufmachung, die doch sehr an ihre späten, schlampigen Erotikserien aus Herrenmagazinen der 80er Jahre erinnert. Bezaubernder und in atemberaubender Schönheit bekommt man sie definitiv in anderen Rollen zu Gesicht, jedoch zeichnet sie eine Frau, die man durchaus kapriziös und bodenständig nennen darf.

Die weitaus kürzeren Rollen bekamen ein paar namenhafte Schauspieler anvertraut. Lionel Stander, bekannt aus der Serie "Hart aber herzlich", ist Lucky Capone, der ebenfalls einen der fünf Goldklumpen besitzt und auf der Suche nach den restlichen ist. Er wird leider wenig gefordert und fällt lediglich durch sein permanentes Fluchen und seine Ungeduld auf. Das gilt übrigens auch für die anderen Ganoven. Peter Carsten wirkt von ihnen noch am überzeugendsten. Er setzt seine Kontrahenten gerne in weltmännischer Art und Weise unter Druck und wirkt dabei wie die Ruhe selbst. Fernando Sancho rundet dieses Trio gekonnt ab. Der mexikanische General, der das Gold für für die Verwirklichung seiner Ideale braucht, wirkt lediglich verbal bedrohlich und abstoßend in seiner Erscheinung. Besonders Lionel Stander und Fernando Sancho wurden ziemlich grotesk zurecht gemacht und wirken phasenweise ziemlich lächerlich, so dass aus der Frage, wer die Nase vorne haben wird, eine rhetorische wird. In einer Kleinstrolle bekommt man noch Brigitte Skay ("Die Tote aus der Themse") als eine der hübschen Priesterinnen der käuflichen Liebe zu sehen. Sie demonstriert lediglich ihre Offenherzigkeit, brauchte keinen Text für die Produktion auswendig zu lernen und fällt im Getümmel meistens sogar erst gar nicht auf. Insgesamt sind die Leistungen alles von angenehm, über auffällig bis belanglos, da das Geschehen von Marisa Mell, aber insbesondere von Antonio Sabato dominiert wird, den man beinahe in jeder Szene zu sehen bekommt.

Von Kopfschütteln bis Amüsieren ist in dieser Parodie also alles abgedeckt worden, und ein Unterhaltungswert ist wenigstens nicht vollkommen unsichtbar. "Fünf Klumpen Gold" beeindruckt durch seine Schauplätze und die satten Farben (man sieht haufenweise Bilder in türkis, petrol und grün mit grellen Kontrastfarben), die das bunte Treiben eigenartig hervorheben und charakterisieren. Die Ausstattung wirkt klassisch und liefert gute Grundvoraussetzungen für einen funktionierenden Film. Ein besonderer Leckerbissen ist die Prügellei zwischen Marisa Mell und Antonio Sabato, die choreografisch sehr ausgefeilt wirkt und wirklich Spaß macht. Der Humor wird in dieser Produktion natürlich ganz groß geschrieben, schießt aber leider viel zu häufig weit über sein Ziel hinaus und wirkt daher kaum belustigend, sondern überladen und manchmal furchtbar übertrieben. Für eine Komödie haben sich neben diesen vielen spaßigen Einlagen verdächtig viele, verhältnismäßig brutal angehauchte Komponenten eingeschlichen, die überhaupt keine Verbindung miteinander erfahren und zu einem eher holprigen Eindruck führen. Als negative Verstärker leisten hier die schwache Musik und die lumpige Synchronisation einen großen Teil dazu bei, dass die Atmosphäre insgesamt nicht abgestimmt wirkt. Wer die Schauspieler und das Genre gerne mag, wird sich auch mit "Fünf Klumpen Gold" anfreunden können und sich unterhalten fühlen, ansonsten kann man hier aber von keinem Meilenstein sprechen.

Giacco Offline



Beiträge: 1.631

05.08.2012 16:20
#71 RE: Marisa Mell - Filme & Karriere Zitat · antworten

Zunächst ein Kompliment für Deine Filmbesprechungen, die immer sehr interessant sind und durch
die ich auch Filme kennenlerne, über die ich bisher kaum etwas wußte ("Am Galgen hängt die Liebe")

"5 Klumpen Gold" lief Anfang des Jahres im TV. An Stars mangelt es dem Film nicht, aber Buch und Regie
sind eher dürftig. Der Humor rutscht immer wieder in Klamauk ab, die meisten Witze zünden nicht.
Die DDR-TV-Synchro ist eher mäßig und die Musik kann man vergessen (möglicherweise handelt es sich teilweise
nicht um die Originalmusik).
Das einzige, was den Film aufwertet, sind die Darsteller, allen voran Antonio Sabato und Marisa Mell,
die - wie Du schon sagtest - ein gutes Gespann abgeben. Fernando Sancho, Peter Carsten und Lionel Stander
wirken hier eher unterfordert. Eigentlich schade, denn man hätte mehr daraus machen können.

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

06.08.2012 14:47
#72 RE: Marisa Mell - Filme & Karriere Zitat · antworten

Vielen Dank für die nette Rückmeldung, Giacco! Es freut mich sehr, wenn ich die Filme ein wenig näher bringen konnte! Ja, in der Filmografie von Marisa Mell warten noch sehr viele Streifen darauf, wieder aus der Versenkung aufzutauchen, und es sind tatsächlich einige gelungene und anspruchsvolle Produktionen dabei. Allerdings ist Dein letzter Satz zu "5 Klumpen Gold" schon so eine Art Leitmotiv für die meisten ihrer Filme. Ich denke mir auch so oft, dass man mehr hätte daraus machen können. Bei dem besprochenen Film denke ich allerdings auch, dass die vorhandene Musik unmöglich die ursprüngliche Variante sein kann, das wäre schon nahezu erbärmlich, und die Synchronisation ist tatsächlich miserabel. Deswegen fallen wohl auch die meisten Gags gnadenlos durch. Trotzdem war es ja aber mal ein kleines Ereignis, dass sich ein TV-Sender erbarmt hat, einen ihrer unbekannteren Filme aus der Gruft zu heben!

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

20.08.2012 14:13
#73 Marisa Mell - Filme & Karriere · Kapitel 23 ("Kottan ermittelt") Zitat · antworten



KOTTAN ERMITTELT - SMOKEY UND BABY UND BÄR [FOLGE 16] (1983)

mit Lukas Resetarits, Walter Davy, C. A. Tichy, Kurt Weinzierl, Bibiane Zeller, Gusti Wolf, Leon Askin und als Gast Marisa Mell





Im Hause Kottan kündigt sich erneut eine Ehekrise an. Elvira (Eva Kerbler) sucht plötzlich Zuflucht bei Kottan (Lukas Resetarits), da sie sich von ihrem ehemaligen Zuhälter, genannt "Bär", bedroht fühlt. Da dieser soeben aus der Haft entlassen wurde, muss Kottan den Aufpasser spielen und gewährt der käuflichen Dame Asyl. In der Zwischenzeit spielt man Major Kottan einen Super-8-Film in die Hände, auf dem ein Mord an einer Frau zu sehen ist. Doch handelt es sich dabei tatsächlich um ein Verbrechen, oder sind die Szenen aus irgend welchen Gründen nur gestellt? Kottan ermittelt und muss sich einigen Gefahren stellen, denn auf ihn folgt ein Anschlag nach dem anderen. Wird er die Lösung schon bald ausfindig machen können? Mit tatkräftiger Hilfe aus den eigenen Reihen sieht es jedenfalls ziemlich mager aus...

Die Kottan-Serie des österreichischen Regisseurs Peter Patzak genießt unlängst einen gewissen Kultstatus. Selbstverständlich muss daher diese Episode der Vollständigkeit halber hier aufgeführt werden, da Marisa Mell einen Gastauftritt in "Smokey und Baby und Bär" hatte. Da dieser Auftritt der einzige Grund für mich war, mir die Box zu beschaffen, stehe ich der Serie nach wie vor etwas feindselig gegenüber, denn ihre Anwesenheitsdauer beschränkt sich lediglich auf etwa dreißig Sekunden. Der größte Fehler war jedoch, die Serie nicht chronologisch abzuhandeln und direkt mit Folge 16 (von 19) einzusteigen, die, wie ich mir habe sagen lassen, insgesamt gesehen nicht besonders charakteristisch für die Reihe sein soll. Im laufe der Zeit kamen ein paar weitere Folgen hinzu, die ich mir wegen einiger Schauspieler herausgepickt hatte, und es bleibt natürlich kein besonders runder Eindruck. Die Devise heißt also: von vorne anschauen und alles nicht zu ernst nehmen.





»Meine Damen und Herren. Und wieder darf ich Ihnen ein sensationelles Gastspiel ansagen!« Mit diesen Worten kündigt sich Marisa Mell nach gut sechsunddreißig Minuten also selbst an. Die zu diesem Zeitpunkt fast Mitte vierzigjährige Schauspielerin war auch hier immer noch ein richtiger Hingucker, und es war die zweite Zusammenarbeit zwischen ihr und Peter Patzak nach "Parapsycho - Spektrum der Angst" aus dem Jahre 1975. Dreißig Sekunden Erscheinungsdauer mögen nicht besonders spektakulär klingen, auch dass dieser Gastauftritt für das Gesamtgeschehen völlig irrelevant ist, klingt da wie eine nüchterne Bestätigung. Jedoch muss man diese kleine Rolle im Karrierekontext sehen. 1983 sahen die Zeiten für Marisa Mell beruflich gesehen längst katastrophal aus, und es ist ein offenes Geheimnis, dass sie mit jedem Engagement froh gewesen sein muss. Vor allem haben diese kurzen Einstellungen aber in mehreren Beziehungen Seltenheitscharakter für ihr 80er Jahre Schaffen. Gezwungenermaßen war sie häufiger in TV-Produktionen zu sehen, im Kino gab es keine Rollen mehr für sie, zumindest keine außerhalb des einschlägigen Erotiksektors. Doch selbst dort ist man in diesem Alter unter Umständen nur noch eine - vorzugsweise - schöne Erinnerung. Außerdem hört man Marisa Mell mit ihrer Originalstimme sprechen. Ihren letzten Film ins Deutsche hatte sie bereits 1965 selbst synchronisiert ("Scharfe Küsse für Mike Forster"), und danach hörte man sie mit vielen unterschiedlichen Synchronstimmen, die wenig charakteristisch waren. Hier hört man nach fast zwei Jahrzehnten eine Stimme, die eine andere Farbgebung bekommen hat, reifer, rauchiger und tiefer, aber immer noch sanft im Klang, außerdem mit dem charmanten österreichischen Akzent und der unverwechselbaren Betonung. Marisa Mell selbst bestätigt hier bis ins Detail, wie diese Stimme einst von ihrer Freundin und Kollegin Erika Pluhar in ihrer Hommage "Marisa - Rückblenden auf eine Freundschaft" häufiger beschrieben wurde, und stellt der Autorin somit ein schönes Kompliment, hinsichtlich ihrer Fähigkeiten des punktgenauen Beschreibens und Darstellens ihrer Schilderungen aus. Eine schöne Minirolle für Marisa Mell, die in ihrer späten Karriere beinahe schon exotisch wirkt, trotz Kürze und Unwichtigkeit. Auch ich lasse diese Dekade gerne links liegen und bemühe mich nicht mit voller Hingabe, die fehlenden Filme mit Marisa Mell in die gierigen Krallen zu bekommen, weil ich genau weiß, welche miserablen Produktionen und unmöglichen Rollen in der Versenkung lauern, auch wenn das alles eben datzu gehört.

Kottan ermittelt also fernab aller Ernsthaftigkeit und Logik, aber das sollte man auch als Aushängeschild oder als Konzept dieser Serie annehmen. Wer wie ich zu ernst an die Sache herangegangen war (zumindest beim ersten Mal) fühlt sich schnell ganz schön auf den Arm genommen und ratlos. Dabei ist ja schon zuzugeben, dass man sich einige Lacher und Schmunzler erst gar nicht verkneifen möchte oder gar kann, dennoch ist die Voraussetzung hierfür, dass die eigene Grundeinstellung stimmt. Die Charaktere sind doppelt bis zehnfach überzeichnet, überdreht in beinahe hysterischer Art und Weise, und sie spielen dementsprechend exzessiv mit Übertreibungen aller couleur. Dabei geht die Regie ganz ungeniert vor und gefällt sich in dem Prinzip, je bunter und lauter, desto besser. Die Hauptrollen und insbesondere Lukas Resetarits, geben dem Konzept erst irrwitzige Gesichter und die Regie transportiert die Ansicht nach folgendem Motto: wer es dennoch glaubt ist selber Schuld! Wer hätte schon gedacht, dass beispielsweise in Leon Askin ein waschechter kleiner Komödiant schlummern könnte? Vor allem bemerkenswert finde ich, dass Peter Patzak mal wieder seine Angriffslustigkeit gegenüber den Zuschauern unter Beweis stellte, und sich in unterschiedlichsten Terrains sicher bewegen konnte. Hauptsache extravagant und am liebsten extrem, hat man es bei "Kottan ermittelt" ebenso mit einem Angriff gegen das Publikum zu tun, wie auch bei "Parapsycho - Spektrum der Angst". Obwohl diese beiden unterschiedlicher nicht sein könnten, kommen sie sich komischerweise in ihrer Strategie verdächtig nahe. Um den Zuschauer zu reizen und zu provozieren, ist die Wahl der Methode identisch, was sich vor allem im Ausreizen aller verfügbaren Genre-Register durchschlägt. "Kottan ermittelt" wird die zweite Chance bekommen, weil tatsächlich mehr dahintersteckt, als ich beim bloßen Daraufsehen vermutet hätte. Außerdem sollte man generell nicht zögern, sich die Arbeit eines kompetenten, und darüber hinaus experimentierfreudigen Regisseurs anzusehen, der seine Schauspieler stets dazu bewegen konnte, ihr Potential zu entfalten. So bleibt abschließend vielleicht nur zu sagen, dass ich es mit der Serie dann letztlich doch nicht mit einem weiteren Marisa Mell-Fiasko zu tun hatte (bei dreißig Sekunden ohnehin nicht), aber das wird sich noch herausstellen. Die umgeschlagene Tendenz ist nun jedenfalls eine andere als noch zu Beginn.

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

21.08.2012 20:04
#74 RE: Marisa Mell - Filme & Karriere · Kapitel 23 ("Kottan ermittelt") Zitat · antworten



SONSTIGES: »KEINE REALE, ABER EINE REALISTISCHE FIGUR« (Helmut Zenker)


Ein richtiger Serienkrimi sollte der Kottan von Angang an nicht werden, obwohl er jetzt schon zum vierten Mal auf den österreichischen Bildschirmen ermittelt. Der Kottan hat sich von Folge zu Folge entwickelt, verändert. Im Zinshauskrimi Hartlgasse 16 war der Kottan (gespielt von Peter Vogel) ein zynischer, recht sturer Beamter, der eher im Hintergrund agierte. Im zweiten Teil Der Geburtstag nahmen wir (von der Regie und dem Buch her) neben dem Volksstückhaften mehr auf das Lustspielhafte Rücksicht. (Warum auch nicht? Mancher TV-Ermittler ist unfreiwillig komisch, wir versuchen es freiwillig. Das ist uns auf jeden Fall lieber, als mit aufwendig konstruierten und unglaubwürdigen Geschichten künstliche Spannung erzeugen zu wollen.)
Der Kottan hat dann (in der Darstellung durch Franz Buchrieser) auch seinen Charakter geändert; etwas sympathischer, weniger Vorurteile, aber immer noch launisch und kleinlich. Außerdem kamen kamen parodistische, kabarettistische, zum Teil absurde Elemente dazu. Dieses Konzept ist von uns auch im vierten Teil Nachttankstelle beibehalten worden. Kottan ist durchschnittlich, steht seinem Beruf zwiespältig gegenüber, leidet fast unter seinen »nicht besonderen« Fällen, hat private Probleme. Kottan ist keine reale Figur, dennoch eine realistische, weil man seine Motive und Haltungen verstehen kann. Bestimmt ist die neue Kottan-Folge wieder keine »Krimi-Unterhaltung«, die jeder akzeptiert. Das weiß ich. Trotzdem hat sich der Linzer Polizeidirektor Koller mit seiner Abqualifizierung »Schweinerei sondergleichen« nicht nur im Ton vergriffen; denn ein Anti-Polizeifilm will der Kottan nicht sein; nur der Versuch, dem faden Ernst vieler Krimis zu begegnen. [Peter Patzak Filme, Euroverlag]


Und für alle diejenigen, die mal einen kurzen und späten Blick auf Marisa Mell riskieren möchten, hier der Link zu "Smokey und Baby und Bär", in dem sie das sensationelle Gastspiel als Ansagerin des Kabaretts ankündigt. Ab Minute 6.20 sieht man Marisa Mell über zehn, beziehungsweise über zwanzig Jahre nach ihren Edgar Wallace-Auftritten.

http://www.youtube.com/watch?v=zxhhtbI7i44

Prisma Offline




Beiträge: 7.541

09.12.2012 21:55
#75 Marisa Mell - Filme & Karriere · Kapitel 24 ("Dr") Zitat · antworten



Dr (1962)

mit Milivoje Zivanovic, Mija Aleksic, Borko Aleksic, Beba Loncar, Velimir Zivojinovic und als Gäste Hans Nielsen und Marisa Mell


Der Vervollständigung halber führe ich diesen serbischen Film von Soja Jovanovic aus dem Jahre 1962 an, der eine weitere Kuriosität in der Filmografie von Marisa Mell darstellt. Gedreht wurde natürlich in der Landessprache, und daher ist nur zu erahnen, worum es eigentlich geht. Marisa Mell spricht ihre paar Sätze allerdings auf Deutsch und wirkt in dieser Produktion genau so verwirrt wie es vielleicht sogar gefordert war. Hans Nielsen zeigt auch hier wie üblich seine große Klasse, denn er spricht ebenfalls in der Landessprache, sehr originell. In Marisa Mells Biografie "Coverlove" bekommt dieser Streifen von 1962 sogar eine stiefmütterliche, wenn auch nicht namentliche Erwähnung, unter der Überschrift "GROSSAUFNAHME: ALAIN DELON". Nein, Herr Delon lässt sich in "Dr" definitiv nicht ausfindig machen, die beiden lernten sich in der Maschine von Wien nach Belgrad kennen. "Ich musste dort irgend etwas Jugoslawisches filmen, er drehte seinen "Marco Polo" mit der wunderschönen Farbigen Dorothy Dandridge als Partnerin." Das sind unterm Strich alle Informationen von ihr, die sie bereit war, zu dieser Komödie abzugeben, und es folgt eine sehr indiskrete Schilderung der heißen, wenn auch kurzen Affäre zwischen der Österreicherin und dem Franzosen. Der Rest ist Geschichte... Wer sich Ausschnitte des Films anschauen möchte, der kann das gerne tun. Es sind Szenen von Marisa Mell und Hans Nielsen enthalten:

http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=dfWc...ature=endscreen

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9
 Sprung  
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen