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Dieses Thema hat 158 Antworten
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 Edgar-Wallace-Forum
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Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

22.12.2008 16:53
#61 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

18. Heute einmal die Ankündigungen des Gloria-Filmverleihs, die nicht so oder überhaupt nicht realisert wurden:

Ich liebe Dich in Ewigkeit (54/55) – Luise Ulrich – Produktion: Neubach Film

Der Heilige und der Narr (54/55) Ruth Niehaus, Rudolf Prack, Willy Birgel – Regie: Willy Birgel – Produktion: Divina Film - Ankündigungstext: Der Romanvon Agnes Günther.

Im Auftrag von Canaris (56/57) – Willy Birgel, Rudolf Prack – Regie: Paul May – Produktion: Fama Film - Ankündigungstext: Admiral Canaris, die graue Eminenz der deutschen Spionage im zweiten Weltkrieg, zieht an den geheimnisvollen Fäden, die bis weit in den feindlichen Geheimdienst reichen. Auf Spionage erfolgt Gegenspionage und aus diesem wechselseitigen, gefährlichen Spiel entsteht die Handlung dieses Films, die hauptsächlich in Frankreich spielt. Schwarzweiß Film.

In Dich ist alle Welt verliebt (56/57) – Vico Torriani, Theo Lingen, Hans Moser – Musik: Lothar Olias – Produktion: Willy Zeyn Film - Ankündigungstext: Gesangsfilm. Farbfilm.

Der Engel von St. Florian (57/58) – Susanne Cramer, Josef Meinrad, Annie Rosar, Paul Hörbiger, Oskar Sima, Josef Egger – Regie: Franz Antel – Buch: Juliane Kai – Kamera: Hans Heinz Theyer – Musik: Hans Lang – Produktion: Hope Film Wien - Ankündigungstext: Ein Film um die Sängrknaben von St. Florian. Farbfilm.

Der klleine PG (57/58) – Heinz Rühmann – Buch: Günther Neumann, R.A. Stemmle nach einer Filmnovelle von Axel Eggebrecht – Produktion: Berolina - Ankündigungstext: Eine Geschichte aus unseren Tagen, die Tragikomödie eines kleines Bürgers, der zwischen die Mühlsteine der Weltgeschichte gerät. Schwarweiß Film.

Musik in den Beinen (58/59) – Caterina Valente, Rudolf Prack, Rudolf Platte, Richard Allan, Silvia Francesco, Brigitte Mira – Regie: Werner Jacobs – Buch: Curth Flatow, Eckart Hachfeld – Kamera: Friedel Behn-Grund – Musik: Heinz Gietz – Produktion: CCC Film - Ankündigungstext: Revue Film. Farbfilm.

Dreigroschenoper (59/60) – Curd Jürgens, Giulietta Masina, Gert Fröbe, Martin Held – Regie: Ladislaus Vajda – Produktion: Kurt Ulrich - Ankündigungstext: Die Oper von Brecht/weil. Farbfilm. Anmerkung: Der Stoff wurde 1963 von Wolfgang Staudte realisiert.

Der Lügner und die Nonne (59/60) – O.W. Fischer, Pascale Petit – Marea_ kLaus von Rautenfeld – Musik: Franz Grothe – Produktion: Sascha Film Wien - Ankündigungstext: Das Bühnenstück von Curt Goetz. Farbfilm. Anmerkung: 1967 wurde der Stoff im Auftrag von Constantin Film produziert.

Im Gleichschritt marsch (60/61) – Regie: Paul May – Buch: Ernst von Salomon – Produktion: Divina Film - Ankündigungstext: Ein Film über das Leben in den Kasernen der deutschen Bundeswehr. Schwarzweiß Film.

Nachts am Amazonas (60/61) – Walter Giller, Karlheinz Böhm, Susanne Cramer, Jackie Lane – Regie: Dr. Harald Reinl – Produktion: Kurt Ulrich - Ankündigungstext: Abenteuerfilm. Farbfilm.

Und dann kommt die Moral (60/61) – Friedrich Domin, Karin Baal, Heinz Drache, Hertha Feiler, Hans Nielsen – Regie: Alfred Vohrer – Produktion: Divina Film - Ankündigungstext: Ein Film um eine kleine Verkäuferin in der reichen Welt des Wirtschaftswunder. Schwarzweiß Film.

Der Meisterdetektiv (60/61) – Heinz Rühmann – Regie: Axel von Ambesser – Buch: Curt J. Braun – Produktion: Divina Film - Ankündigungstext: Kriminalkomödie. Schwarzweiß.Film.

Coco, der Clown (61/62) – Heinz Rühmann – Regie: Axel von Ambesser – Buch: Hans Jacoby, Fritz Rotter – Kamera: Kurt Hasse – Musik: Bernhard Einhorn – Produktion: Divina Film - Ankündigungstext: Ein Zirkus-Film rund um Heinz Rühmann.

Deutschland, Deine Wunder (61/62) – Regie: Curth Flatow - Buch: Axel von Ambesser, R.A. Stemmle, Dr. K. Zentner und Werner Finck – Produktion: Rialto - Ankündigungstext: Ein heiterer Rückblick auf die vergangenen fünfzehn Jahre. Schwarzweiß Film. Anmerkung: Laut Aussage des damaligen Produktionschef der Gloris, Dr. Manfred Barthel, wurden die Arbeiten an dieser Produktion durch ein Machtwort der Gloria-Inhaberin Ilse Kubaschewski 1963 eingestellt, nachdem sie eine Rohfassung des Werkes gesehen hat.

Das Sektfrühstück (62/63) – Liselotte Pulver, Walter Giller, Karlheinz Böhm – Regie: Franz-Peter Wirth – Buch: Georg Hurdalek – Musik: Hans-Martin Majewski – Produktion: Roxy Film - Ankündigungstext: Eine biedere Lehrerin vor Gericht vor Gericht. Die Anklage lautet auf Erregung öffentlichen Ärgernisses und Widerstand gegen die Staatsgewalt. Ihre Kollegen stehen vor einem Rätsel, nie hätte man ihr das zugetraut. Schwarzweiß Film.

Es begann in einer Mittsommernacht (62/63) – Karin Baal, Hartmut Reck, Gustav Knuth, Anita Höfer – Regie: Paul May – Buch: Per Schwenzen – Kamera: Elio Carniel - Musik: Rolf Wilhelm – Produktion: Divina Film - Ankündigungstext: Der Roman von Olaf Gullvaag. Farbfilm.

Einsamer Sonntag (62/63) – Ruth Leuwerik, Varlos Thomson – Regie: Geza von Radvanyi – Buch: Herbert Reinecker – Kamera: Antonio Antonelli – Musik: Kurt Zamek – Produktion: Divina Film - Ankündigungstext: Das Schicksal vieler alleinstehender Frauen schildert dieser Film in der Figur der Lehrerin Petra. Bei dem Versuch, eine ihrer Schülerinnen aus den Armen eines Nichtnutzes zu befreien, verliebt sie sich selbst in diesen Mann. Schwarzweiß Film.

Kabale und Liebe (62/63) O.E. Hasse, Nadja Tiller, Boy Gobert, Gustav Knuth, Loni von Friedl, Heinz Reincke, Rudolf Forster – Regie: Leopold von Lindtberg – Buch: Georg Hurdalek – Kamera: Günther Anders – Musik: Mark Lothar – Produktion: Divina Film - Ankündigungstext: Die Verfilmung von Schillers Trauerstil im Stile von „Faust“. Farbfilm.

Und die Bibel hat doch recht (62/63) – Gestaltung: H. R. Strobel, H. Tisachawski – Produktion: Divina Film - Ankündigungstext: Die Verfilmung des Buches von Werner Keller. Drei Kamerateams folgen in 18 Ländern den Spuren der Bibel. Fabfilm in UltraScope. Anmerkung: 1976 beauftrage Constantin Film Dr. Harald Reinl mit der Realisierung dieses Dokumentarstoffes.

Zwei auf einem Kissen (63/64) - Liselotte Pulver, Paul Hubschmid, Richard Häussler, Peter Carsten, Wolfgang Lukschy – Regie: Alfred Weidenmann – Buch: Georg Hurdalek – Kamera Heinz Hölscher – Musik: Hans Martin Majewski – Produktion: Roxy Film – Ankündigungstext: Liselotte Pulver als Lehrerin! Korrekt, brav und bieder. Aber dann geschehen plötzlich die ungewöhnlichsten Dinge mit ihr: sie schlägt einen Polizisten mit dem Regenschirm, sie küßt einen Staatsanwalt und gerät so von einer turbulenten Situation in die andere. Sie wirbelt quer durch alle Schichten unserer heutigen Gesellschaft, bis sie endlich mit dem Mann, den sie liebt, aufs Kissen sinken kann. Alfreed Weidenmann setzt sich mit diesem Film die Erfolgsserie seiner Komödieninszenierungen fort. Lachen ist Trumpf in diesem Film. Schwarzweiß Film.

Lange Beine – Lange Finger (63/64) – Liselotte Pulver, Martin Held, Boy Gobert, Gunther Philipp – Regie: Terence Young – Buch: Peter Lambda – Kamera: Steve Richer – Musik: Thomas Belback –Produktion: CCC Film - Ankündigungstext:In eleganten Hotels in London und an der Riviera treibt diesmal Liselotte Pulver, Bambisiegerin 1963, ihr lockeres Wesen. Sie spielt die Enkelin einer Hoteldieb- Dynastie, die nur ein Gebot kennt: du darfst dich nicht erwischen lassen! Und dann erwischt sie natürlich doch einer – gleich lebenslänglich, als Ehefrau. Vornehmes Milieu, große Besetzung bis in die kleinsten Rollen, machen diesen Drei-Millionen-Farbfilm zu einem Riesenspaß. Und im Mittelpunkt dies diebischen Vergnügens: Lolo Pulver, so wie alle sie lieben. Farbfilm. Anmerkung: 1966 realisierte Alfred Vohrer den Film nach eine, Drehbuch von Eberhard Keindorff und Johanna Sibelius für CCC Film.

Das Geheimnis der roten Dschunke (63/64) – Hansjörg Felmy, Senta Berger, Horst Frank, Brad Harris, Ralph Wolter, Dorothee Parker – Regie: Jürgen Roland – Buch: Johannes Kai – Kamera. Klaus von Rautenfeld – Musik. Gert Wilden: Produktion: Rapid Film - Ankündigungstext: Hongkong: Ein junger deutscher Arzt hat für einen erkrankten Kollegen die Praxis übernommen und schon wird er in der ersten Nacht mit vorgehaltenem Revolver gezwungen, einen Gangster eine Kugel aus em Arm zu operieren. Damit beginnen die Verstrickungen, die ihn in die Klemme einer internationalen Opium-Händler-Organisation bringen. Frauen kreuzen seinen weg, Liebe erwacht. Aber vielleicht ist eine von diesen Frauen Boss der Rauschgifthändler? Noch spannender als der Erfolgsfilm „Heißer Hafen Hongkong! Farbfilm in UltraScope.

Der grüne Brand (64/65) – Barbara Frey, Dietmar Schönherr, Albert Lieven, Leonard Steckel – Regie: F.G. Gottlieb – Buch: F.J. Gottlieb nach dem gleichnamigen Roman von Edgar Wallace – ProduktioN. Corona Film in Coproduktion mit England - Ankündigungstext: Edgar Wallace, ein name, den jeder kennt, eine Gütezeichen für en klassischen Krimi, an den Originalschauplätzen von London in deutscher Besetzung gedreht. Schwarzweiß Film.

Im Banne des Unheimlichen (64/65) – Ingeborg, Joachim Hansen, Doris Kirchner, Albert Lieben – Regie: F.J. Gottlieb – Buch: F.J. Gottlieb nach dem gleichnamigen Roman von Edgar Wallace – Produktion: Corona Film in Coproduktion mit England - Ankündigungstext: Edgar Wallace, garantiert vom ersten bis zum letzten Filmmeter Hochspannung. Die begehrte Entspannung für jedes Publikum. Ein Kanaille läuft Amok. Schwarzweiß Film.

Die Hölle von Macao (64/65) – Lex Barker, Senta Berger, Guy Madison, Herbert Lom, Dietr Borsche, Ady Berber – Regie: Hugo Fregones – Buch: Ladislas Fodor – Kamera: Richard Angst – Musik: Alexander Marc - Ankündigungstext: Harte Männer gehen gehfährlichen Frauen ins Garn. Eine Reise ohne Rückfahrkarte in die verworfenste Ecke der Welt: Macao. Farbfilm in CinemaScope.

Klaus Störtebeker (65/66) – Eine europäisch-amerikanische Co-Produktion mit internationaler Starbesetzung - Ankündigungstext: Der Held der nördlichen Meere, von der Hanse, dem mächtigsten Städtebund zwischen Nord-und Ostsee um seine verbrieften Rechte gebracht, wird zum abenteuerlichsten Freibeuter und König der Piraten. Umworben von der stolzen dänischen Königin entführt er eine Bürgerstochter, mit der ihn zarte Liebe verbindet. Auf See unbesiegt stellt er sich seinen Gegnern und opfert das Leben für seine gerechte Sache. Farbfilm in TechniScope.

Ein Tag im September (66/67) – Monica Vitti, Joachim Fuchsberger, Harald Leipnitz, Alexandra Steward, Hubert von Meyerinck, Margot Nünke – Regie: Florian Vancini – Produktion: Roxy Film München und Sancro Film Rom - Ankündigungstext: Zwei Menschen begegnen sich nach einer Jahre zurückliegenden, zauberhaften Romanze wieder und lieben sich stärker denn je. Aber eine gemeinsame Zukunft ist ihnen verschlossen. Andere Bindungen und Verpflichtungen sind stärker. Der große Frauenfilm, wie es ihn seit Jahren nicht mehr gegeben hat. Farbfilm.

Das Monstrenkabinett des Caligari (66/67) – Joachim Fuchsberger, Elsa Martinelli, Hanns Lothar, Werner Peters, Beba Loncar, ritz Rasp – Regie: John Dilling – Produktion: CCC Film Berlin mit Rialto Paris - Ankündigungstext: Ein geheimnisvoller Professor, machtgieriger und bösartiger als Dr. Mabuse und Fu Man Chu zusammen, verfügt über Kräfte, mit denen er die Menschheit beherrscht. Frauen und Männer werden willenlos zu Monstren, die töten, um selbst getötet zu werden. Wer gebietet dem Ungeheuer mit den tausend Masken Einhalt? Farbfilm.

Die Braut des Satans (66/67) - John Richardson, Senta Berger, Charles Regnier, Barbara Bold, Brad Harris, Beba Loncar – Regie: Menahen Golan – Produktion: CCC Film Berlin mit Rialto Paris. Farbfilm in Scope.

Du stirbst in Puerto Rico (67/68) – Georges Ardisson, Hannelore Elsner, Günther Neutze, Cec Linder – Regie: Robert Lenzi – Buch: Ray Milton – Kamera: Rolf Kästel – Produktion: Rapid Film mit Pea Rom - Ankündigungstext: Weil er einem über zwei Kontinente flüchtenden Gangsterboß auf Haar gleicht, gerät ein Journalist in die Mühle eines millionenschweren Diamantenraubes. Um seinen Job nicht zu verlieren und die Frau, die er liebt, zu gewinnen, besteht er unglaubliche Abenteuer zwischen zwei banden, die keine Dilettanten. Farbfilm in Scope.

König der Reeperbahn (67/68) – Günther Ungeheuer, Hanns Lothar, Silvana Sansoni, Horst Michael Neutze – Regie: Jürgen Roland – Buch: Herbert Reinecker und Wolfgang Menge – Kamera. Wolfgang Treu – Produktion: Gloria/Este Film - Ankündigungstext: Nach „Polizeirevier Davidswache“ ermittelt nun ein Film, was hinter den Fassaden der bunten Lichter von St. Pauli wirklich geschieht, was kein Polizeibericht meldet. Rücksichtslos ist der Aufstieg der Bosse, ist ihr Konkurrenzkampf nach eigenem Gesetz. Brutal ist der Sturz in s Dunkel, aus dem nächtlich der Rivale kommt. Schwarzweiß Film in Breitwand.

Dunjascha (68/69) – Eine internationale Co-Produktion mit deutschen und ausländischen Spitzenstars – Buch: nach der Novelle Der Postmeister von Alexander Puschkin - Ankündigungstext: Faszinierende Abenteuer und slawische Erotik im zaristischen Rußland. Die kompromißlose Hingabe eines unvergleichlichen Mädchen an einen faszinierenden Repräsentanten einer maßlosen, unheilschwangeren Zeit. Ein Meisterwerk der Weltliteratur erlebt seine aufwendige Neuverfilmung. Farbfilm in Breitawand.

Angélique, die Rebellin (68/69) Michèle Mercier – Robert Hossein – Regie: Bernard Borderie – Buch: nach Anne Golan - Ankündigungstext: Ein neuer Höhepunkt der erfolgreichsten Film-Serie: Farbfilm in DyaliScope.

Lieb Sauerland, magst ruhig sein (68/69) – Jürgen von Manger, Heidi Kabel, Willy Millowitsch, Heinz Erhardt, Christiane Rücker, Ralf Wolter, Herbert Hisel, Edith Hancke – Regie und Buch: Manfred R. Köhler - Ankündigungstext: Herzerfrischende Komik und deftige Erotik, originell verpackt. Die Stimmung erreicht ihren Höhepunkt, wenn ein Herr aus Bonn eine höhere Töchterschule einweiht, die eigentlich etwas ganz anderes ist. Farbfilm in Breitwand.

Der Trick (68/69) – Uschi Glas, Werner Enke, Uta Leva – Regie: May Spils – Produktion: Rialto Film - Ankündigungstext: Nach „zur Sache Schätzchen“, der zweite Film der so überaus erfolgreichen Regisseurin. Frisch und frech wie der soeben erschiene gleichnamige Roman von Maggy Drolshagen erzählt er die Geschichte eines Mädchens, das auf raffinierte Weise Sex in Kleingeld verwandelt. Farbfilm in Breitwand. Anmerkung: 1971 verfilmte Rolf Thiele den Stoff für Rialto unter dem Titel Rosy und der Herr aus Bonn.

Laß mich nie mehr allein (68/69) – Roy Black, Rita Pavone, Lou van Burg, Chris Howland, Herbert Fux sowie Walter Giller und Marika Rökk – Regie und Buch: Rolf Olsen - Ankündigungstext: Ein maßgeschneiderter Farbfilm für Publikumsliebling Roy Black und seine Fans von sieben bis siebzig. Liebe, Humor und viel Musik sind die Zutaten dieses temperamentvollen Unterhaltungsfilm, der Ihre Herzen erobern wird. Farbfilm in Breitwand.

Liebesnächte in der Puszta (69/70) – Die große internationale Besetzung soll unsere Überraschung wrden – Regie: Franz Antel – Buch: Kurt Nachmann – Produktion: Divina/ Neue Delta - Ankündigungstext: Wild sind die Nächte bei der heißen Musik der Zigeuner für eine ewige Eva, die das starke Geschlecht in Rom, in Paris und in Stockholm narrte und nur einem ihr Herz schenkt.

So ein Tag, so wunderschön wie heute (70/71) Georg Thomalla, Simone Rethel, Fred Williams, Maria Brockerhoff, Ralf Wolter, Ann Smyrner, Peter Carsten, Irina von Bentheim und andere Kinder – Regie: Peter Weck – Produktion: Divina Film - Ankündigungstext: Von Flensburg bis zum Bodensee kennt jeder dieses Lied, um das sich eine lustige Feriengeschichte dreht. Ein Hit unter den heiteren Filmen der Saison. Farbfilm.

Jonny King (1971) – Franco Nero, Terry Torday, Uwe Friedrichsen, Robert Hossein, Renaud Verley und weitere internationale Stars – Regie: Bernard Borderie – Produktion: Corona/ Divina/ Francos Film - Ankündigungstext: der Ausbruch einer Handvoll harter Männer aus den berüchtigten Straflagern in Cayenne bildet die Grundlage dieses aufwendigen und atemberaubenden Abenteuerfilms. Farbfilm.

Unser Pauker ist der Größte (1971) – Peter Alexander – Regie Harald Vock – Musik: James Last – Produktion: Lisa/ Divina Film. Ankündigungstext: Wir sind stolz und glücklich, Ihnen nach längerer Zeit endlich wieder einen Peter Alexander-Film zu präsentieren. Farbfilm.

Heute spielen wir total verrückt (1971) – Hans-Jürgen Bäumler, Carla Chadimova., Georg Thomalla, Mascha Gonska, Peter Weck, Christiane Rücker, Claus Wilcke – Regie und Buch: Kurt Nachmann – Produltion: Divina Film - Ankündigungstext: Was passiert, wenn ein gerissener Makler ein Haus an mehrere Mieter gleichzeitig vermittelt? Das verrät Ihnen dieser umwerfend fröhliche Farbfilm voller Überraschungen. Farbfilm.

Wir bauen uns ein Ferienhaus (1/72) – Chris Roberts, Renate Roland, Karel Gott, Georg Thomalla, Corinna Genest, Carolin Ohrner – Regie: Dr. Harald Reinl – Produktion: Divins Film - Ankündigungstext: Der Traum von Millionen, im Süden sich anzusiedeln, ist die Grundidee dieses Lustspiels, das auf Teneriffa entsteht. Farbfilm.

Geiern kreisen am Horizont (1/73) – Ron Ely, Hannelore Elsner, Robert Widmark, Siegfried Rauch, Brad Harris, Artur Braus – Regie: Dr. Harald Reinl – Produktion: Divina/ Regina Film - Ankündigungstext: Das kann kein Bildschirm bieten: ein großer Abenteuer-Fiolm vor der grandiosen Kulisse Columbiens. Farbfilm.

Hauptsache die Kohlen stimmen (1/73) – Wencke Myhre, Michael Schanze, Heino, Hansi Kraus, Heidi Kabel, Eddi Arent – Regie: Peter Weck – Produktion: Lisa/ Divina Film - Ankündigungstext: Dieser Film zeigt, wie man noch heute Millionär werden kann. Farbfilm.

Unser Fräulein Doktor (2/73) – Uschi Glas, Elmar Wepper, Klaus Schwarzkopf, Heidi Kabel, Michael Hinz, Erni Singerl, Die Wiener Sängerknaben und Die Egerländer – Regie: Peter Weck – Produktion: Lisa/ Divina Film - Ankündigungstext: Gute Unterhaltung ist bei diesem Film mehr als ein Versprechen; auch Sie werden begeistert sein.

Man nannte sie „Die Nonne“ (1975) – Klaus Dahlen, Jane Murray, Wolfram Schaerf – Regie und Produktion: Reginald Puhl - Ankündigungstext: Eine Liebesgeschichte. Farbfilm.

Zwei Teufelskerle auf den Weg zum Knast (1975) – Robert Widmark, Wolf Goldan – Regie: Ernst Hofbauer – Produlktion: Regina/ CCC. Ankündigungstext: Ein Actionfilm. Farbfilm.

Joachim.

Jan Offline




Beiträge: 1.462

23.12.2008 12:35
#62 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Vielen Dank für die wie immer höchst interessante Liste!

Zitat von Joachim Kramp

Lange Beine – Lange Finger (63/64) – Liselotte Pulver, Martin Held, Boy Gobert, Gunther Philipp – Regie: Terence Young – Buch: Peter Lambda – Kamera: Steve Richer – Musik: Thomas Belback –Produktion: CCC Film - Ankündigungstext:In eleganten Hotels in London und an der Riviera treibt diesmal Liselotte Pulver, Bambisiegerin 1963, ihr lockeres Wesen. Sie spielt die Enkelin einer Hoteldieb- Dynastie, die nur ein Gebot kennt: du darfst dich nicht erwischen lassen! Und dann erwischt sie natürlich doch einer – gleich lebenslänglich, als Ehefrau. Vornehmes Milieu, große Besetzung bis in die kleinsten Rollen, machen diesen Drei-Millionen-Farbfilm zu einem Riesenspaß. Und im Mittelpunkt dies diebischen Vergnügens: Lolo Pulver, so wie alle sie lieben. Farbfilm. Anmerkung: 1966 realisierte Alfred Vohrer den Film nach eine, Drehbuch von Eberhard Keindorff und Johanna Sibelius für CCC Film.


Hier finde ich es mal besonders erfreulich, dass daraus nichts wurde! Ohne Senta Berger könnte ich mir den Film nur schwer denken. Zusammen mit Hanns Lothar ist der dann schlussendlich gedrehte Film m.E. bis in die kleinsten Nebenrollen idealbesetzt! Gunther Philipp z.B. könnte ich gar nicht unterbringen.

Gruß
Jan

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.367

23.12.2008 18:26
#63 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Was ist eigentlich aus den Drehbüchern zu den beiden Wallace-Filmen geworden. Existieren diese noch? Und ich dachte, daß Rialto/Constantin die Exclusiv-Rechte an den Wallace-Filmen hatte. Wie kommt es dann, daß ein anderer Verleih plötzlich Wallace-Filme ankündigt?

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

23.12.2008 19:08
#64 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Zitat von Edgar007
Was ist eigentlich aus den Drehbüchern zu den beiden Wallace-Filmen geworden. Existieren diese noch? Und ich dachte, daß Rialto/Constantin die Exclusiv-Rechte an den Wallace-Filmen hatte. Wie kommt es dann, daß ein anderer Verleih plötzlich Wallace-Filme ankündigt?

Die beiden Drehbücher sind nie irgendwo aufgetaucht. (Manchmal hatte ich ja Glück und fand den GORILLA VON SOHO, DIE TÜR MIT DEN SIEBEN SCHLÖSSERN, DAS VERRÄTERTOR oder den anderen FROSCH MIT DER MASKE.)
Da Constantin/ Rialto nicht alle Wallace-Romane verfilmen konnte wurde immer wieder versucht Konkurrenzfilme "auf die Beine" zu stellen, was jedoch mißlang. Irgendwo hatte ich ja veröffentlicht dass CCC-Film zusammen mit Jack Greenwood die Rechte an dem Roman TERROR KEEP besaß, zudem es sogar ein Treatment gab - letztendlich aber dennoch verhindert wurde.

Joachim.

Edgar007 Offline




Beiträge: 2.367

23.12.2008 20:34
#65 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Ich dachte, daß Constantin/Rialto die alleinigen Rechte an den Wallace-Romanen hatte (außer RÄCHER und GELBE SCHLANGE). Um so mehr verwundert es mich, daß trotzdem andere, wie hier GLORIA, Wallace-Filme drehen wollten und sogar schon Stab und Besetzung nennen konnte. Das lässt doch darauf schließen, daß die Vorbereitungen schon voll im Gange waren.

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

23.12.2008 20:52
#66 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Zitat von Edgar007
Ich dachte, daß Constantin/Rialto die alleinigen Rechte an den Wallace-Romanen hatte (außer RÄCHER und GELBE SCHLANGE). Um so mehr verwundert es mich, daß trotzdem andere, wie hier GLORIA, Wallace-Filme drehen wollten und sogar schon Stab und Besetzung nennen konnte. Das lässt doch darauf schließen, daß die Vorbereitungen schon voll im Gange waren.

Das ist richtig. Constantin/Rialto hatten die alleinigen Rechte um außerhalb von GB die Filme herzustellen.Jack Greenwood hatte ja die Rechte um in GB Wallace-Filme herzustellen, die ja z.T. über Rank in der BRD erschienen sind. Hierein wollte sich Brauner drängen (TERROR KEEP), was ihm jedoch nicht gelang. Ähnlich war es mit den beiden Corona-Filmen. In der Ankündigung stand auch "...in Coproduktion mit England."

Joachim.

Tarzan Offline



Beiträge: 950

24.12.2008 00:50
#67 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

DON CAMILLO UND DIE ROTHAARIGE...

Da begannen tatsächlich die Dreharbeiten, dann starb aber Fernandel - und damit war das Projekt erledigt.

Es gibt ZDF-Aufnahmen von den Dreharbeiten im Rahmen einer Reportage.

Wäre schön gewesen, einen 6. Don-Camillo-Film mit Fernandel und Gino Cervi zu sehen. So bleibt als aktuelle News nur die Veröffentlichung eines Soundtracks. Immerhin.

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

24.12.2008 08:51
#68 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Zitat von Tarzan
DON CAMILLO UND DIE ROTHAARIGE...

Da begannen tatsächlich die Dreharbeiten, dann starb aber Fernandel - und damit war das Projekt erledigt.

Es gibt ZDF-Aufnahmen von den Dreharbeiten im Rahmen einer Reportage.

Wäre schön gewesen, einen 6. Don-Camillo-Film mit Fernandel und Gino Cervi zu sehen. So bleibt als aktuelle News nur die Veröffentlichung eines Soundtracks. Immerhin.

Gino Cervi wollte nach dem Tod von Fernandel alleine nicht weiterspielen - obwohl man kurzfristig eine Lösung fand.
Nach dem Tod von Gino Cervi wurde das Projekt mit anderen Darstellern realisiert, kam jedoch nie in Deutschland in die Kinos. In Italien versank er klanglos.

Joachim.

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

24.12.2008 17:05
#69 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Zitat von Jan
Vielen Dank für die wie immer höchst interessante Liste!

Zitat von Joachim Kramp

Lange Beine – Lange Finger (63/64) – Liselotte Pulver, Martin Held, Boy Gobert, Gunther Philipp – Regie: Terence Young – Buch: Peter Lambda – Kamera: Steve Richer – Musik: Thomas Belback –Produktion: CCC Film - Ankündigungstext:In eleganten Hotels in London und an der Riviera treibt diesmal Liselotte Pulver, Bambisiegerin 1963, ihr lockeres Wesen. Sie spielt die Enkelin einer Hoteldieb- Dynastie, die nur ein Gebot kennt: du darfst dich nicht erwischen lassen! Und dann erwischt sie natürlich doch einer – gleich lebenslänglich, als Ehefrau. Vornehmes Milieu, große Besetzung bis in die kleinsten Rollen, machen diesen Drei-Millionen-Farbfilm zu einem Riesenspaß. Und im Mittelpunkt dies diebischen Vergnügens: Lolo Pulver, so wie alle sie lieben. Farbfilm. Anmerkung: 1966 realisierte Alfred Vohrer den Film nach eine, Drehbuch von Eberhard Keindorff und Johanna Sibelius für CCC Film.


Hier finde ich es mal besonders erfreulich, dass daraus nichts wurde! Ohne Senta Berger könnte ich mir den Film nur schwer denken. Zusammen mit Hanns Lothar ist der dann schlussendlich gedrehte Film m.E. bis in die kleinsten Nebenrollen idealbesetzt! Gunther Philipp z.B. könnte ich gar nicht unterbringen.

Gruß
Jan

Die GLORIA-Ankündigung war bereits die Zweite von Artur Brauner. Bereits 1962 wurde das Projekt angekündigt. Unter der Regie von Dietrich Haugk sollte seine (damalige) Ehefrau Johanna von Koczian sowie Jerome Courtland, Susi Nicoletti und Theo Lingen die Hauptrollen spielen.
Letztendlich finde ich tatsächlich die Besetzung von 1966 die interessanteste.

Joachim.

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

15.02.2009 17:09
#70 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten
19. Hier nun die Ankündigungen von nicht realisierten Filmen der Prisma Film:

Marie-Marlen (Prisma (54/55) - Paola Loew, Erik Schumann – Buch: Juliane Kay – Produktion: Capitol Film - Ankündigungstext: Das gefährliche Abenteuer einer Liebe: ein junges Mädchen verleugnet ihre Ideale, weil sie dem Geliebten mit „Erfahrungen“ imponieren will. Aus dem Zwiespalt zwischen Lebensenttäuschung und Sehnsucht werden verwirrte junge Menschen unserer Tage durch eine kluge Frau an den Quell der echten Gefühle zurückgeführt.

Lichter am Stadtrand (Prisma 54/55) – Paola Loew, Hardy Krüger – Regie: Alfred Weidenmann – Produktion: Capitol Film - Ankündigungstext: Ein junger Mann, der am Leben teilhaben und zu leichtem Verdienst kommen will, gerät im Milieu der Schausteller auf die schlüpfrige Straße des Vergnügens. Als ihn eine leichtfertige Frau auf den Weg des Verbrechens treiben will, führt ihn sein Gewissen zur Stätte ehrlicher Arbeit zurück.

Lockere Jeanette (Prisma 54/55) – Ingrid Andree, Erik Schumann – Buch: nach dem Roman „Die Erben der lockeren Jeanette“ von Leo Weiß – Regie: Rudolf Noelte – Produktion: Capitol Film - Ankündigungstext: Die lebenslustige Jeanette kommt durch den jungen Anwalt Florimond in den Besitz ihres Vermögens, das habgierige Verwandten ihr vorenthalten wollten. Mit diesem Geld ermöglicht sie die Karriere des Freundes, den sie heimlich verläßt, als sie ein Kind von ihm erwartet. Paris um die Jahrhundertwende ist Schauplatz des Films, der von opferbereiter Liebe und kluger Rache erzählt.

Ein Herz schweigt nie (Prisma 55/56) - Antje Weisgerber – Produktion: Ceo Film - Ankündigungstext: Stolz wendet sich eine schöne Frau von dem Mann, der die Fesseln der Ehe nicht erträgt. Erst als er sie für immer verloren glaubt, wird er sich seiner verzehrenden Sehnsucht bewußt, die ihn ruhelos durch die Welt treibt, bis er die Geliebte wiederfindet.

Hotel Jasmin (Prisma 56/57) – Attila Hörberger, Wolfgang Preiss, Fita Benkhoff, Franziska Kinz – Buch: Erich Kröhnke – Produktion: Ceo Film - Ankündigungstext: Ein Vater bringt im Kampf um das Glück seiner geliebten Tochter, die einem Erpresser in die Hände gefallen ist, das höchste Opfer.

Ein Herz geht auf Reisen (Prisma 56/57) – Regie: Paul May – Buch: nach dem Roman „Altes Herz geht auf Reisen“ von Hans Fallada – Produktion: Delos - Ankündigungstext: Durch den Hilferuf eines längst vergessenen Patenkindes wird ein weltentrückt lebender und pensionierter Gymnasialprofessor in ein abenteuerliches und gefahrvolles Leben gestellt, das er überraschend erfolgreich meistert.

Marguerite 3 (Prisma 56/57) – Produktion: Maxim – Buch: nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Fritz Schiefert. Ankündigungstext: In jeweils verschiedener Maske verdreht eine junge Dame drei eingefleischten Junggesellen die Köpfe und erobert sich so deren Neffen fürs Leben.

Aus dem Tagebuch eines Frauenarztes (Prisma 57/58) – Erich Winn, May-Britt Nilsson, Barbara Rütting, Inge Egger, Irene Galter, Jester Naefe, Erwin Strahl, Friedrich Domin – Regie: Richard Häussler – Produktion: ALFU - Ankündigungstext: Ein Einblick in die Praxis eines Frauenarztes.

Hafen der Versuchung (Prisma 58/59) - Gerhard Riedmann, Antje Geerk, Ingmar Zeisberg, Kai Fischer, Brigitte Horney, Heinz Weiß - Regie: Fritz Umgelter - Musik: Peter Smokinys - Produktion: Regina Film - Ankündigungstext: Unter dem heißen Himmel eines brasilianischen Hafennestes führt ein Pfarrer einen erbitterten Kampf um die Unschuld eines jungen Mädchens, das die Beute eines Bordells zu werden droht. Ein faszinierendes Geschehen mit dem Atem des großen Abenteuers. Ein Film mit sicheren Geschäftschancen.Farbfilm.

Das Lied der blauen Berge (Prima 59/60) - Fred Bertelmann, Gunther Philipp, Antje Geerk, Renate Ewert, Angèle Durand, Oskar Sima, Beppo Brem, Isa und Jutta Günther - Regie: Wolfgang Becker - Musik: Charly Niessen - Produktion: Sascha Film - Ankündigungstext: Bei allen Schlagerparaden und Platten-Wettbewerben steht Fred Bertelmann immer mit in der ersten Reihe. Als volkstümlicher Liedersänger ist er zum Liebling des Publikums geworden. In diesem musikerfüllten, romantischen Farbfilm wird er seine ungezählten Freunde erneut aufs beste unterhalten und erfreuen. Zuammen mit anderen Elektrola-Stars präsentiert er natürlich hier auch die neuesten Spitzenschlager. Farbfilm.

Maxi, der Bruchpilot (Prisma 59/60) - Marion Michael, Klausjürgen Wussow, Walter Gross, Eddi Arent, Monika Dahlberg, Peter Vogel, Nina und Frederik - Regie: Paul Martin - Musik: Klaus Ogermann - Produktion: Arca Film - Ankündigungstext: Hier geht es um die romantischen Abenteuer einer jungen Reporterin, die bei einer Bruchlandung den Soldaten einer Düsenjägerstaffel im wahrsten Sinne des Wortes in die Arme fällt. Ein Trubel von Verwechslungen und immer neuen Zwischenfällen zu Lande und in der Luft stürzt sie und ihre Kameraden von einer Aufregung in die andere, bis Amor Zapfenstreich bläst. Dieser übermütige Filmspaß - erstmals aus dem Milieu der Bundeswehr - garantiert volle Kassen. Schwarzweiß-Film.

Ja, ein Mädchen mit sechzehn /Auch: Die schönsten Ferien meines Lebens (Prisma 59/60) - Conny Froboess, Friedrich Domin, ex Gildo, Ursula Herking, Walter Gross, Carsta Löck, Monika Dahlberg - Regie: Hans Grimm - Musik: Gerhard Froeboess - Produktion: Aura Film - Ankündigungstext: Wie schwer es junge Leute haben, die Vorurteile der Alten zu überwinden und sich im Leben zu behapten, das zeigt Conny in diesem heiteren Film, in dem sie mit ihrem Liebreiz und vielen neuen Liedern zur Freude für jung und alt wieder ihr Millionen-Publikum bezaubert. Leicht vorauszusagen: Die Kasse stimmt mit - Conny! Schwarzweiß-Film.

Laß die Finger von der Dame! (Prisma 59/60) - Peter Alexander, Ingrid Andree, Kurt Großkurth, Ruth Stephan, Eddi Arent - Regie: Wolfgang Becker - Musik: Heinz Gietz/Kurt Feltz - Produktion:Berolina Film Kurt Schulz -Ankündigungstext: Peters Braut hat "Röntgenaugen" und entedeckt mit magisch brennendem Blick verborgene Ölquellen und Goldadern. Die Beiden werden reich und reicher, - aber leider hat die Sache einen Haken, und die wohlmeinende Warnung, die der Titel ausdrückt, hat ihren tiefen Sinn... Zwischen Musik, Tanz und turbulenten Verwicklungen stellt sich heraus, wie die Liebesleute die harte Nuß knacken und dabei ihr Publikum sannend, heiter und rhythmisch-beschwingt unterhalten. Farbfilm.

Nimm mich mit, Käp'n Pitt (Prisma 59/60) - Peter Kraus, Karin Baal, Alice und Ellen Kessler, Gert FRöbe, Margarethe Hagen - Regie: Werner Jacobs - Musik: Werner Scharfenberger - Produktion: Alfa Film - Ankündigungstext: Peter hat ein Schiff geerbt. An der sonnigen Adria will er es al "Kapitän" in Besitz nehmen, aber er erlebt eine seltsame Überraschung. Nach aufregenden und romantischen Abenteuern erfüllt sich seine Sehnsucht schließlich doch - wenn auch anders als erwartet. Alt und jung werden an diesem beschwingten, musikalischen Farbfilm ihre helle Freude haben. Die Parole heißt: Mit vollen Segeln zu vollen Kassen! Farbfilm.

Matrose Mikosch - der Schrecken der Meere (Prisma (59/60) - Gunther Philipp, Walter Gross, Kurt Großkurth, Johanna König, Thomas Alder, Vivi Bach - Regie: Rudolf Schündler - Musik: Gert Wilden - Produktion: Prisma Film - Ankündigungstext: Die wacklige Haubitzen-Barkasse der stolzen k.u.k-Marine, die hier auf den Wellen der Komik die Meere kreuzt, ist natürlich mit den drei bekannten Lach-Kanonen bestückt, die sich im Trommelfeuer der Beifallssalven schon tausendfach bewährt haben. Diesmal bewegen sie sch teils wasserscheu, teils seekrank als kornblumenblaue Jungs und Spaßvögel wieder völlig unmilitäisch zwischen Backbord und Steuerbord. Ein Kassenknüller für alle jungen und alten Mikosch-Freunde. Farbfilm.

Fertigmachen zum Heldentod (Prima 60/61) - Walter Reyer, Wolfgang reiss, Barbara Rütting, Hinrich Rewien - Regie: Harald Philipp - Buch: Michael Mansfeld nach Heinz G. Konsalik - Musik: Herbert Trantow -Produktion: CCC ilm - Ankündigungstext: Nach dem Tatsachenbericht er "Revue von Heinz G. Konsalik, dem Autor der Erfolgsfilme "Der Arzt von Stalingrad" und "Strafbataillon", entsteht dieser harte und eindrucksvolle Film von einer der unsinnigten Materialchlachten des 2. Weltkrieges. Das Drehbuch schrieb Michael Mansfeld ("Die Brücke"). Ein künstlerischer und geschäftlicher Höhepunkt der Saion. Schwarzweiß-Film.

Drunter und drüber (Prisma 60/61) - Mara Lane, Susanne Cramer, Peter Carsten, Gardy Granass, Hans Nielsen, Günther Lüders, Ralf Wolter - Regie: Helmuth Weiß - Musik: Michael Jary -Produktion: Kurt Ulrich Film - Ankündigungstext: Ein Lacherfolg, stärker als Charleys Tante", hergestellt vom gleichen Produzenten! Und wenn Kurt Ulrich verspricht, daß es in seinm Film "drunter und drüber" geht, dann bestimmt auch an Ihrer Kasse! Farbfilm in UltraScope und Normalfassung.

Joachim.
Joachim Kramp Offline




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07.03.2009 17:44
#71 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten
20. Hier nun die Ankündigungen von nicht realisierten Filmen des Inter Filmverleih:

Man darf die Liebe nicht vergessen (Inter 1968) - Heinz Rühmann - Produktion: Roxy Film Luggi Waldleitner - Herstellung im Studio Hamburg - Ankündigungstext: Diesmal ein echter neuer Rühmann-Film mit einer Rolle für Heinz Rühmann, wie ihn Millionen lieben. Farbfilm.

Der König von St. Pauli (Inter 1969) Horst Frank – Buch: nach Rodrian - Regie: Jürgen Roland – Produktion: Studio Hamburg - Ankündigungstext: Kriminalfilm nach dem Roman „Tod in St. Pauli“ von Irene Rodrian.

Oswalt Kolle – Sexualität 70 (Inter 1971)

Joachim.
Joachim Kramp Offline




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21.03.2009 20:27
#72 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

21. Heute die Ankündigungen von nicht realisierten Filmen von Piran Film:

He, Baron Münchhausen (Piran 64/65) - Conny Froeboess, Peter Weck, Margit Nünke, Hannes Stütz, Horst Naumann, Ursula Oberst, Elma Karlowa - Regie: Franz Marischka - Produktion: Piran Film - Ankündigungstext: Ein Mädchen aus gutem Hause zwischen falschen Detektiven und echten Gaunern: das ist komisch und köstlich zugleich und mit Schlager-Hits reich garniert. Farbfilm.

Unter dem Gluthimmel von Juruba (Piran 64/65) - Harald Leipnitz, Marianne Koch, Max Eckard, Heli Finkenzeller, Oswaldo Loureiro - Regie: Franz Eichhorn - Produktion: Piran Film - Ankündigungstext: Flüchtende und Verfolger in der "grünen Hölle" Brasiliens - das große Abteuer mit 1000 Gefahren und voll unheimlicher Spannung. Farbfilm in SuperScope.

Ein Sommer mit Piroschka (Piran 64/65) - Produktion: Piran Film - Ankündigungstext: In den Hauptrollen: Eine aufsehenerregende ungarische Neuentdeckung und ein Ensemble beliebter und bekannter Schauspieler. Puszta-Landschaft, Czardas, Paprika und eine Ungarin, die von der Liebe träumt: für Millionen mehr als irgendein Unterhaltungsfilm. Fabfilm in SuperScope.

001 jagt das Phantom
(Piran 65/66) –John Saxon, Margitta Scherr, Brad Harris, Ann Smyrner, Helmut Schmid, Hans von Borsody – Regie: Ruy Guerra - Produktion: Tefi – Ankündigungstext: Geheimnisvolle Kräfte am werk – Mord, Spionage, Terror. Im unbarmherzigen Kampf auf Leben und Tod steht 001 gegen einen mächtigen, unbekannten Gegner. Ein knallharter Abenteuer-Krimi, auch für ein verwöhntes Publikum, gedreht an den interessantesten Plätzen der Erde. Ein Farbfilm in UltraScope.

Im Paradies der flotten Bienen (Piran 65/66) – Vivi Bach, Gerlinde Locker, Chris Howland, Claus Biederstaedt, Fita Benkhoff, Elma Karlowa, Kurt Großkurth, Walter Groß – Buch und Regie: Hans Billian - Produktion: Interfilm-Produktion Leo Höger - Ankündigungstext: Weißer Sand und blaues Mittelmeer, hübsche Männer und galante Abenteuer. Wenn drei Mädchen eine Reise tun, gibt’s eine ganze Menge zu erleben. Ein toller Ferienspaß in einem Farbfilm mit der frischen Luft der großen weiten Welt, viel Komik und noch mehr Musik. Ein Farbfilm.

Kommissar X – Der Zeiger steht auf Mord (Piran 65/66) – Harald Leipnitz, Jane Axell, Peter Carsten, Kai Fischer, Wolfgang Kieling – Regie: Helmuth Ashley – Produktion: Inter-Part-Produktion - Ankündigungstext: „Kommissar X“ Joe Walker auf den blutigen Spuren gefährlicher Verbrechen. Wieder sind einige Morde geplant. Kommt der Detektiv zu spät? Ein unerbittlich konsequenter Thriller nach dem gleichnamigen Roman aus der in fast 25 Millionen Exemplaren verbreiteten Kommissar-X-Buchreihe. Ein Film in Scope.

Der Kurpfuscher von St. Kathrein (Piran 65/66) – Waltraud Haas, Harald Juhnke, Kurt Großkurth, Gunther Philipp, Walter Groß, Rudolf Vogel – Buch und Regie: Hanns Schott-Schöbinger – Produktion: Interfilm-Produktion Leo Höger - Ankündigungstext: Was drei liebenswerte Gauner mit einer Heilquelle anfangen, erzählt dieses Volksstück, das kein Augen trocken läßt. Ein prächtiger Schwank mit allen erprobten Zutaten des sicheren Erfolgs, mit Komiker-Garde, derben Humor, Alpen-Landschaft und der Blasmusik der Oberkrainer. Ein Farbfilm.

Joachim.



Joachim Kramp Offline




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23.03.2009 08:37
#73 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten
22. Konkurse innerhalb der Filmbranche

Konkurse innerhalb der Filmbranche waren von 1958 – 1978 fast an der Tagesordnung. Zu den erfolgreichsten Verleihern der 50er Jahre gehörten Allianz, Bavaria, Gloria, Ufa, Deutsche Filmhansa, NF, Europa, Schorcht, Union, Prisma und Constantin. Mit dem Schorcht-Verleih ging es nach dem Tode des Inhabers Schorcht kontinuierlich bergab, einmal wurde ein Konkurs abgewandt, doch Anfang der 60er-Jahre war der Konkurs – als der Verleih nur noch „dahinplätscherte“ nicht mehr aufzuhalten.

Nachdem Tischendorf auf dem Höhepunkt seines Verleihs Allianz-Film keine Lust mehr hatte, verkaufte er den Verleih. Der neue Inhaber schaffte es in wenigen den Verleih in den Konkurs zu treiben. Es war ein wesentlicher Teil des Geschäfts, dass die Inhaber – allein schon wegen ihrem eigenen Geld – versuchten das Bestmögliche aus einem Verleih herauszuholen.

Anfang der 60er-Jahre „verkuppelte“ man im wahrsten Sinne des Wortes die beiden Verleihe Ufa und Deutsche Filmhansa und es entstand daraus Ufa-Filmhansa. Doch dieser Verleih existierte noch keine zwei Jahre und musste zu Beginn des Jahres 1962 Konkurs anmelden. Es war das wirklich erste Filmjahr nach dem Kriege in dem echte „Weltuntergangsstimmung“ herrschte, denn neben dem mageren Kino-Jahr stand auch noch das Zweite Deutsche Fernsehen „vor der Tür“. Bekanntlich ging erst im Dezember dieses Jahres durch den immensen Erfolg von dem Constantin/Rialto-Film „Der Schatz im Silbersee“ die Geschäfte wieder bergauf. In dieser Zeit fusionierte auch der Bavaria-Filmverleih mit der ameri9kanischen Filmgesellschaft Columbia zu Columbia-Bavaria. Doch vorher gab’s noch andere Firmen zu beklagen.

Konnte man durch den persönlichen „Abgang“ einiger Filmpersönlichkeiten noch diverse Konkurse nachvollziehen, so war der Untergang der Union-Film das erste große negative Stimmungszeichen. Dieser Verleih brachte neben einigen Seitz-Produktionen auch die gesamte Produktion des Produzenten Willy Zeyn (und seinem Herstellungsleiter Erwin Gitt) in die Kinos. Und da fanden einige Filme kein Publikum und der Konkurs war da.

Prisma indem war ein Glücksfall. Constantin-Chef Waldfried Barthel kaufte dem Prisma-Inhaber Franz Sulley seine Anteil ab und ließ die Firma neben seiner Constantin mitlaufen. Später verkaufte Barthel Prisma van Preben Philipsen und engagierte Horst Wendlandt als Prisma-Produktionschef. Nach einigen „hochkarätigen“ Flops (u.a. Rolf Thieles „Man nennt es Amore“) zog Philipsen die „Notbremse“ und stellte den Verleih ein.

Mit zwei anderen Verleihern ging es zunächst noch „glimpflich“ zu: NF und Europa. Hinter Europa stand zunächst Walter Koppel mit seiner Produktionsfirma Real, die aber Anfang der 60er ebenfalls Konkurs anmelden musste (daraus entstand dann Studio Hamburg). Walter Koppel selber gründete später noch die Real mit einigen Erfolgen wie „Die Heiden von Kummerow und ihre lustigen Streiche (1967, Regie: Werner Jacobs, Constantin). Aus dem Europa-Filmverleih wurde Anfang der 60er Europa-Filmring, dem ebenfalls nur ein kurzes „Leben“ beschieden war. Hieraus entstand 1964 der Inter-Filmverleih, den der Hannover-Kinobesitzer Willy Kuschel führte (Kuschel war auch bereits an Europa beteiligt). Das Problem Kuschel lag aber in der Tatsache, dass er bereits über 70 Jahre alt war. Größte Erfolge von Inter waren die beiden Kolle-Filme „Das Wunder der Liebe 1.Teil“ und „Deine Frau das unbekannte Wesen“ sowie den Roxy-Produktionen „Komm nur mein liebstes Vögelein“ und „Und Jimmy ging zum Regenbogen“. Aber Erfoge wie „Du“, „Die Engel von St. Pauli“, „Unter den Dächern von St. Pauli“, „Die Feuerzangenbowle“, „Herzblatt“ und „Das gelbe Haus von Pinnasberg“ kamen aus dem Hause Inter. Ab 1970 überwiegten jedoch auch hier die Riesenflops (u.a. „Wie kommt ein so reizendes Mädchen zu diesem Gewerbe“, „Die Weibchen“, „Freddy – Die Fahrt ins Abenteuer“, „Ich schlafe mit meinem Mörder“, „Satan der Rache“, „Schreie in der Nacht“, „Blonde Köder für den Mörder“). Hinzu kam,. Dass in der Firma auf „mysteriöse“ Weise Gelder verschwanden. So musste die Firma Anfang 1972 als erste Firma in diesem Jahrzehnt Konkurs anmelden.

NF-Film, die meist die Filme der Arca-Film herausbrachten („Immenhof-Filme“, „Liane-Filme“) kündigte 1959 den Eddie Constantin-Film „Bomben auf Monte Carlo“ an. Dafür zahlten sie eine hohe Mindestgarantie. Während den Dreharbeiten hatte die Hauptdarstellerin Marion Michael einen Autounfall so dass sich die weiteren Dreharbeiten um ca. ein halbes Jahr verzögerten. Die franz. Coproduktionsfirma wollte für die Zusatzkosten nicht aufkommen, so dass Arca und NF dafür grade standen. Der Film lief zwar vernünftig in den Kino, löste aber dennoch die finanziellen Schwierigkeiten bei NF und Arca aus. Dem Arca-Chef Gero Wecker wurde von dessen Freund und Mäzen Hans Oppenheimer unterstützt, so dass Arca weiterarbeiten konnte. NF ging in Konkurs und als Folge davon wurde der Nora-Filmverleih gegründet. Beteiligt u.a. an der Nora waren der Berliner Produzent Kurt Ulrich, Wecker und Oppenheimer und ein paar andere mehr. Später beteiligte sich noch die Wiener Stadthallen-Firma, die aber 1967 die Nase voll hatte und seinerseits die Firma zum 29.02.1968 an California Land AG verkaufte. Das heisst alle Kosten der Produktionen bis dahin wurden ausgeglichen. Das neue Programm 68/69 dieser Firma umfasste 24 neue Produktionen, darunter Spitzentitel wie „Lieb Vaterland magst ruhig sein“. Man hatte inzwischen auch eine eigene Produktionsfirma die Hape-Film an der neben Hans Pflüger angeblich auch das italienische Gebrüderpaar Maggi beteiligt sein. Trotz Coproduktionen u.a. mit Rapid-Film („Madame und ihre Nichte“, „Die jungen Tiger von Hongkong“) waren zu dieser Zeit die Sexkomödien „Willst du ewig Jungfrau bleiben“ und „Pudelnackt in Oberbayern“ die erfolgreichsten Filme der Nora in diesem Jahr. Zu Beginn des Jahres 1969 konnte noch einmal ein Programm 69/ 70 aufgelegt werden. Doch bis zur Jahresmitte 1969 musste die Firma – als Letzte der 60er Jahre – Konkurs anmelden.

Nach dem ersten Konkurs der 70er Jahre ging es bis 1978 weiter, wobei sowohl bei Constantin und auch Gloria dies erst geschah, als sich die beiden ehemaligen Inhaber Generalkonsul Waldfried Barthel und Ilse Kubaschewski von den Firma zurückgezogen haben. Die 1970 von Rank in Cinerama umgetaufte Firma musste 1977 ebenfalls Konkurs anmelden, aber aus ganz anderen Gründen. Über die 70er-Jahre Konkurse demnächst mehr.

Interessant war auch das „Stehaufmännchen“ Hanns Eckelkamp. Zunächst gründete er den Verleih Atlas (mit sensationellen Erfolgen mit „Das Schweigen“ und der Eigenproduktion „Polizeirevier Davidswache“. Mit den erzielten Geldern wurden weitere Filme produziert und Atlas ging in Konkurs um dann als Eckelkamp-Filmverleih neu zu agieren. Als das dann auch schief ging gabs den Alpha-Filmverleih und dann später wieder Atlas-Film. Auch hier verzeichnet Eckelkamp Großerfolge mit „Helga“, „Zur Sache Schätzchen“ oder „Der Hexenjäger“.

Neben den Verleihern traten auch immer wieder bei Produzenten aus den verschiedensten Gründen finanzielle Schwierigkeiten auf. Wie berichtet wurde Gero Wecker (Arca) von seinem Freund Hans Oppenheimer unterstützt und verdiente sich danach mit den Kolle-Filmen ein Vermögen. Bis zu seinem plötzlichen Tod drehte er neben Kolle auch noch die beiden letzten Immenhof-Filme („Die Zwillinge von Immenhof“, „Frühling auf Immenhof“. Während der Berliner Filmfestspiele im Juli 1974 machte Wecker eines Abends von seinem Büro aus einen Spaziergang und erlitt – erst 51 Jahre alt – auf offener Straße einen Herzinfarkt.

Dem Roxy-Chef Luggi Waldleitner erging es in den Jahren 1963/ 64 finanziell ebenfalls nicht gut. Misserfolge, die bereits mit Filmen wie „Bumerang“ und „Schachnovelle“ 1960 ihren Anfang fanden, setzten sich danach immer häufiger fort. Durch einen Vergleichsvorschlag und die Kosten bis 1966 zurückzuzahlen gewann er wieder an „Boden“. Mitunter waren Flops wie „Neunzig Minuten nach Mitternacht“ an Waldleitners Desaster Schuld.

Piran-Film war der bedauernswerteste Konkurs der 60er Jahre, Zu Beginn der 60er-Jahre wollte der Stuttgarter Unternehmer Haebe ins Filmgeschäft einsteigen und gründete dafür die Piran-Film. Haebe schloß sich mit Constantins GFH kurz und erhielt drei Auftragsproduktionen („So singt und küsst man in Tirol“, „Am Sonntag will mein Süßer mit mir Segeln gehen“, „Freddy und das Lied der Südsee“). 1962 produzierte Piran einen Film („Die Post geht ab“) für die Gloria. Um die Spesen für den Verleih zu sparen und Haebe durch einige Autoren „verschwätzt“ wurde, machte er sich selbständig und produzierte und verlieh seine Filme selber. Das Problem war jedoch mehrschichtig. Einmal hatte er im Verleih weder die Organisation einer Gloria oder Constantin – und auch nicht die Beziehungen zu den Kinobesitzern, und erhielt daher nicht nur schlechtere Termine, sondern auch noch schlechtere Häuser. Hinzukam dass es für die eigenen Produktionen keinen vernünftigen Dramaturgen bzw. Berater gab, der die Stoffe überarbeitete. So machte Piran nie wieder Geschäfte wie ihre drei ersten Produktionen. Mit Titeln wie „Allotria in Zell am See“, „Und wenn der ganze Schnee verbrennt“, „Appartementzauber“, „Maibritt das Mädchen von den Inseln“ „Und wenn der Amazonas schweigt“, „Die Banditen vom Rio Grande“ überlebte die Firma nur bis Anfang 1965 und ging dann in Konkurs. (Leider erschien nicht mehr der angekündigte Helmuth-Ashley-Film „Kommissar X – Der Zeiger steht auf Mord“ mit Harald Leipnitz in der Hauptrolle,

Den spektakulärste Vergleich musste Franz Seitz erleben. Er ging sogar mit Zahlen durch die Presse (Filmecho).
Filmecho veröffentlichte hierzu Produktionskosten und die geschäftlichen Filmechobenotungen. Was in der Liste fehlt sind Filme, die zwar produziert wurden, aber nicht das Licht der Leinwand erblickte, wie z.B. „Paukenspieler“ – hier mussten m.M. nach mindestens 1,2 Millionen DM abgeschrieben werden.
Im Einzelnen (nach Filmecho-Angaben:
- Venusberg DM 506.099,14 Herstellungskosten – Verlust: DM 80.099,14 (wegen Schorcht-Konkurs) – Benotung: 4,1
- Moral 63 DM 1.646.473,71 Herstellungskosten – Verlust: DM 421.473,71 - Benotung: 3,9
- Ferien vom ich DM 1.160439,05 Herstellungskosten – Verlust: DM 173.439,05 - Benotung: 4,7
- Kennwort: Reiher DM 808.381,29 Herstellungskosten – Gewinn: DM 11.945,83 – Benotung: 4,3
- Tonio Kröger DM 1.555.542,53 Herstellungskosten – Verlust: DM 984.422,87 - Benotung: 5,3
- Lausbubengeschichte DM 1.490.516,43 Herstellungskosten – Verlust: DM 439.898,67 - Benotung: 3,1
- Wälsungenblut DM 1.358.835,60 Herstellungskosten – Verlust: DM 502.835,50 – 3,7
- Die Herren DM 1.350.177,02 Herstellungskosten – Verlust DM 523.177.02 - Benotung: 4,8
- Die schwedische Jungfrau DM 625.852,63 Herstellungskosten – Gewinn: 150,697,49 - Benotung: (keine Beurteilung möglich, da keine 10 Kinobesitzer gemeldet haben)
- An der Donau, wenn der Wein blüht – 522.902,73 Herstellungskosten – Verlust: DM 90.902,73 - Benotung: 4,8
- Die fromme Helene DM 1,777.243,20 Herstellungskosten – Verlust: DM 499.243,20 - Benotung: 3,5
- Tante Frieda DM 1.222.674,86 Herstellungskosten – Verlust: DM 176.776,15 - Benotung: 2,9
- Ich suche einen Mann DM 1.417.415,15 Herstellungskosten – Verlust: DM 204.095,15 - Benotung: 4,6
- Der junge Törless – DM 729.429,04 Herstellungskosten – Gewinn: DM 119.471,71 (wegen Filmprämie) - Benotung: 3,4
- Grieche sucht Griechin – DM 2.384.430,50 Herstellungskosten – Verlust: DM 662.430,50 - Benotung: 2,8
- Onkel Filser DM 1.145.084,60 Herstellungskosten – Verlust: DM 69.684,60 - Benotung: 2,9
- Die Abenteuer des braven Kommandanten Küppes DM 1.108.122,84 Herstellungskosten – Verlust: DM 230.127,83 (trotz Drehbuchprämie) - Benotung: 5,9

Obwohl der Vergleich und die o.g. Veröffentlichungen im Filmecho erst im August 1968 stattfand gab es keine Angaben zu den Filmen „Liebesnächte in der Taiga“ (Nora), „Wenn Ludwig ins Manöver zieht“ (Constantin) und „Zur Hölle mit den Paukern“ (Constantin). Es ist anzunehmen dass die Verluste, sofern es sie gab bei den ersten beiden Filmen sehr gering ausgefallen sind. Für „Zur Hölle mit den Paukern“ wurde wohlweißlich eine neue Firma Seitz-Film GmbH gegründet bei der Franz Seitz, zumindest zu Beginn, nur Geschäftsführer war. Von angenommen 4-5 Millionen Besuchern bei diesem Film dürfte der Verleihumsatz ca. DM 4 Millionen betragen haben. Zudem half Franz Seitz tatsächlich seine Freunde, darunter Waldfried Barthel (Constantin) und Horst Wendlandt, für den Seitz für die Constantin/ Rialto-Filme „Zum Teufel mit den Paukern“, „Van de Velde: Die vollkommene Ehe“ und „Dr. med, Fabian – Lachen ist die beste Medizin“ die Drehbücher schrieb. Ebenfalls erhielt Seitz den Auftrag das Drehbuch „Der schwarze Hund von Blackwoodcastle“ zu schreiben. Jedoch ist dieses Drehbuch heute nicht mehr auffindbar.

Erwähnenswert ist noch der Hinweis, dass die Produzenten, zumindest bei der Constantin, einen Kostenvoranschlag zu dem jeweils produzierenden Film vorlegen musste. Grundsätzlich akzeptierte Constantin das Budget und garantierte meist 80% der vorgesehenen Produktionssumme. Die Kosten im Vorfeld wurden 50:50 aufgeteilt. Musste das Budget erhöht werden war dies grundsätzlich Sache des Produzenten. Waren die Einnahmen an der Kinokasse geringer als die Garantie, so hatte auch der Verleih einen Verlust zu tragen. Richtig bekannt von solchen Verlusten bei der Constantin sind mir nur die Filme „Rosy und der Herr aus Bonn“ (Rialto), „Das Lied der Balalaika“ (Lisa) und „Die letzte Kompanie“ (Rapid). Wie es bei den mitproduzierenden Filmen (Terra-Film) verhielt, entzieht sich meiner Kenntnis, wobei ich annehme dass durch Auslandsverkäufe sogar Gewinne erzielt wurden.

Soweit das Thema Konkurse innerhalb der Filmbranche.

Joachim.
P.S.: Da in einem anderen Thread dieses Thema untergegangen ist, habe ich es, auch aus aktuellem Anlaß, nun in diesen Thread gesetzt.
DanielL Offline




Beiträge: 3.846

23.03.2009 10:11
#74 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten


Vielen Dank. Wie immer - unübertroffen, unübertrefflich - lesenswert!

Gruß,
Daniel

chris2005 Offline



Beiträge: 102

23.03.2009 10:31
#75 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Auch von mir ein herzliches Dankeschön für diese interessanten Infos, die man sonst ja nicht zu erfahren bekommt.

Ich freue mich schon auf weiteres Insider-Wissen über nicht realisierte Filme oder Hintergrundinfos aus der Welt des Films.

Chris

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