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Dieses Thema hat 158 Antworten
und wurde 30.355 mal aufgerufen
 Edgar-Wallace-Forum
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Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

16.07.2008 08:02
Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Hallo,

bei meinen Recherchen bin ich immer wieder auf Texte, Infos oder Skuriles gestolpert, was ich nicht in den Hallo-Büchern verarbeiten konnte bzw. aus Platzgründen dem Rotstift zum Opfer fiel. Ich habe nun diesen neuen Thread eröffnet um nach und nach in loser Folge solche Infos weiter zu geben – vielleicht kennt der eine oder andere bereits gewisse Infos oder ich habe sie in irgendeinem Zusammenhang bereits in meinen Büchern erwähnt. Darüber hinaus kann jeder von Euch selbst interessante Infos hier hinein schreiben.

1. Um einen Film drehen zu können muss grundsätzlich der Filmtitel geschützt werden. Im Titelregister der FSK wird er angemeldet. In den 60er/70ern-Jahre hat Filmecho diesen Titelschutz veröffentlicht – so kann man dort z.B. nachlesen, dass Verfilmungen wie „Karl May’s Der sterbende Kaiser“ einmal geplant war oder CCC 1963 einen Film mit dem Titel „Der Mann mit dem Glasauge“ plante. Diese Titelschutzanzeigen hatten sehr oft auch kleine Inhaltsangaben um dem Leser einen Einblick zu verschaffen. Oftmals wurden aufgrund solcher Anzeige in Vorbereitung befindliche Filme niemals gedreht oder erreichten genau das Gegenteil und wurden sobald als möglich realisiert. Filmecho und auch andere Filmfachzeitschriften (bis 1962) waren somit neben den Verleihprogrammen ein „Forschungsinstrument“ ob man einen Film realisieren sollte oder nicht. Auch in den Verleihprogrammen wurden Filme unter dem Motto „in Vorbereitung“ angekündigt, die dann nach Vertragsabschlüssen realisiert wurden oder aber man ließ sie bei zu vielen negativen Umständen fallen. Ein bekanntes Beispiel dafür waren im Verleihprogramm 1967/68 der Constantin-Film die beiden angekündigten Fritz-Umgelter-Filme „Die letzte Kompanie“ und „Jagdflieger Mölders“: Nachdem der eigentlich handwerklich gute Film „Die letzte Kompanie“ trotz Umtitelung in „Eine Handvoll Helden“ Ende 1967 ein Flop war, verzichtete Constantin darauf die ins Auge gefasste Eigen-Produktion „Jagdflieger Mölders“ zu realisieren. Da der Film aber bereits an die Kinobesitzer vermietet war – wurde dafür ein Ersatzfilm (Der Gorilla von Soho) geliefert. (Das ersparte Arbeit und aufgrund der vorhanden Verträge konnte der Verleih mit einer Hochrechnung die zu erwartenden Umsätze errechnen und somit kalkulieren.)
Nun zurück zum Filmecho – am 4.06.1968 hatte Joachim Fuchsberger ins Titelregister das Projekt „In Memoriam“ eintragen lassen. Dort heißt es: Eine etwas makabre Komödie von Joachim Fuchsberger. "Bei der Beerdigung eines bedeutenden Mannes korrigiert dieser selbst in einer Art übersinnlicher Erscheinung das, was an seinem Grab über ihn gesagt und gedacht wird. An drei mit anwesenden Personen und Organisationen verbundenen Ereignissen beweist er, wie es wirklich war. Mit einem noch zu Lebzeiten aufgenommenen Tonband wird er sich beim nachfolgenden Leichenschmaus bedanken, rechtfertigen, rächen und entschuldigen." - Das Projekt kam nie zustande! –

2. Fortsetzung folgt...

Gruß Joachim.

chris2005 Offline



Beiträge: 102

16.07.2008 08:42
#2 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Danke für diese interessanten Infos. Selbst mit googeln würde ich nie im Leben solche Insider-Infos finden.
Schon interessant, welche Filme einem so entgangen sind. Gerade der Fuchsberger-Film hört sich ja recht interessant an - schade, dass er nie realisiert wurde.

Ich freue mich schon auf weitere News aus der "guten, alten zeit".

Chris

Gubanov Offline




Beiträge: 16.314

16.07.2008 12:38
#3 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten
Danke für diese tollen Infos. Eine Sache würde mich besonders interessieren:
Zitat von Joachim Kramp
... oder CCC 1963 einen Film mit dem Titel „Der Mann mit dem Glasauge“ plante.
Ist noch zu verfolgen, um was für eine Art Film es sich handeln sollte? Hätte er irgendetwas mit dem 1968 entstandenen Rialto-Film gemeinsam? War es überhaupt als Krimi angedacht? Der Titel hört sich zwar so an, aber ein Vergleichswerk von Wallace gibt es natürlich nicht. Daher, und natürlich aus Rechtsgründen, liegt der Gedanke nahe, dass hier keine Parallelen zur Wallace-Serie gezogen werden sollten. Darüber hinaus: Wenn der Titel von der CCC gesichert war, warum machte sich dann Rialto 1968 die Mühe, sich eben diesen Titel selbst zu holen und beließ es nicht bei dem ursprünglich angedachten "Die grausame Puppe" (außer dem Grund, dass sich der Titel fürchterlich anhört)?

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Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

17.07.2008 07:25
#4 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten
Zitat von Gubanov
Danke für diese tollen Infos. Eine Sache würde mich besonders interessieren:
Zitat von Joachim Kramp
... oder CCC 1963 einen Film mit dem Titel „Der Mann mit dem Glasauge“ plante.
Ist noch zu verfolgen, um was für eine Art Film es sich handeln sollte? Hätte er irgendetwas mit dem 1968 entstandenen Rialto-Film gemeinsam? War es überhaupt als Krimi angedacht? Der Titel hört sich zwar so an, aber ein Vergleichswerk von Wallace gibt es natürlich nicht. Daher, und natürlich aus Rechtsgründen, liegt der Gedanke nahe, dass hier keine Parallelen zur Wallace-Serie gezogen werden sollten. Darüber hinaus: Wenn der Titel von der CCC gesichert war, warum machte sich dann Rialto 1968 die Mühe, sich eben diesen Titel selbst zu holen und beließ es nicht bei dem ursprünglich angedachten "Die grausame Puppe" (außer dem Grund, dass sich der Titel fürchterlich anhört)?
Im Januar 1963 erhielt GFH das Drehbuch zur Begutachtung und im Filmecho erschien die Notiz, dass der Bryan Edgar Wallace Film: Der Mann mit dem Glasauge produziert wird. Persönlich gehe ich davon aus, dass aus diesem Projekt "Das Phantom von Soho" wurde und das Original-Drehbuch wurde dann an Rialto "weiterverkauft" - so etwas war gar nicht so unüblich. Wenn mann den späteren Film sieht und ihn mit "Das Phantom von Soho" vergleicht könnte man schon von einem Remake sprechen, denn es gibt viele Parallelen zwischen beiden Filmen. Zumindest muß das 63er Drehbuch noch auffindbar sein.

Joachim.
Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

18.07.2008 07:57
#5 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

2. Ein anderer Eintrag ins Titelregister war 1963 "Wallace jagt die Blaue Mauritius"
Eine alte Jungfer ist Haushälterin bei einem eingefleischten Junggesellen. Um in den Besitz der von ihr geerbten Briefmarken zu gelangen, gibt es für ihn keinen anderen Weg... als die Heirat. Seine Freunde sind entsetzt über diese Mißheirat, obschon jeder auf den Vermögenswert dieser Sammlung neidisch ist. Am Tage der Verlobung wird die Haushälterin tödlich verletzt. Der Verbrecher versucht seine Taten zu verwischen und wird somit gezwungen, andere Attentate zu begehen.

...nicht uninteressant - aber leider nicht realisiert.

Joachim.

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

23.07.2008 08:15
#6 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

3. Auch folgender Titelschutz wurde 1963 eingetragen:
DAS PHANTOM VON LONDON
Dem Völkerkundeprofessor Durkley ist es während seines Aufenthalts am Amazonas gelungen, von den Indios in das Geheimnis der Schrumpfköpfeerzeugung eingeweiht zu werden. Dieses Wissen macht er nach seiner Rückkehr nach London zu einem verbrecherischen Geschäft. Viele Menschen müssen in nebligen Nächten ihr Leben lassen Ihre präparierten Köpfe verkauft er an Museen und Liebhaber.


waberl Offline




Beiträge: 235

23.07.2008 21:20
#7 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Für den Februar 1965 kündigte der Gloria Film Verleih den Wallace Krimi "Im Banne des Unheimlichen" an. Gedreht sollte noch in schwarz/weiß werden. Folgende Schauspieler waren für die Hauptrollen geplant: Ingeborg Schöner, Joachim Hansen, Doris Kirchner und Albert Lieven. Als Regisseur war Franz Josef Gottlieb vorgesehen. Produziert sollte der Streifen von Corona Film in Co-Produktion mit England werden. Die Schlagzeile: "Eine Kanaille läuft Amok"!

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

24.07.2008 08:25
#8 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten
4. Hier einmal die angekündigten Constantin-Filme bis 1966, die nicht realisiert wurden bzw. wenn überhaupt dann in anderer Art (wegen der Chronologie sind auch die Reinl-Filme mitaufgeführt):

Wie einst im Mai (1954/55) - Sonja Ziemann, Theo Lingen, Georg Thomalla, Grethe Weiser, Hans Richter – Regie: Hans Deppe – Buch: Peter Francke – Produktion: H.D.Film – Inhalt: Eine freie Verfilmung der Operette von Willi Kollo

Das fremde Leben (1954/55) – Regie: Hans Deppe – Musik: Norbert Schulze – Produktion: H.D.Film – Inhalt: Ein Jungmädchenschicksal.- Ein Backfisch im Zwiespalt des Herzens zwischen ihren Adoptiv- und ihren natürlichen Eltern.

Sagen Sie nur nichts meiner Frau! (1956/57) - Heinz Rühmann, Hertha Feiler, Susanne Cramer, Claus Biederstaedt - Regie: Hans Quest – Buch: Dr. Gustav Kampendonk - Musik: Friedrich Schröder Produktion: Berolina- Ankündigungstext: Ein berühmter Mann gerät in arge Verwicklungen, weil sein jüngerer Bruder unter seinem Namen die tollsten Streiche verübt. Von "Charley's Tante" wird Rühmanns überwältigende Komik auch in diesem Film begeistern.

Die Abenteuer des Grafen Bobby (1958/59) - Heinz Rühmann – Regie: Kurt Früh - Buch: Hans Jacoby – Musik: Heinrich Sutermeister - Produktion: Pen- Ankündigungstext: Eine echte Rühmann-Story: Die legendäre Figur des vielbelachten Grafen Bobby wird in der meisterlichen Gestaltung durch unseren beliebtesten Komiker zu augenzwinkernder Wirklichkeit. All die köstlichen Anekdoten, die das Leben dieses ergötzlichen Spaßvogels erfüllen, werden hier zu einem Filmfest prallen Humors.- Ein Kassenschlager ersten Ranges. Anmerkung: Der Stoff wurde 1961 mit Peter Alexander in der Hauptrolle verfilmt.

Das Lied der wilden Schwäne (1960/61) - Ulla Jacobsson, Joachim Hansen, Gert Fröbe, Joachim Fuchsberger, Vivi Bach, Annie Rosar Regie: Dr. Harald Reinl - Musik: Franz Grothe - Produktion: Seitz - Ankündigungstext: Nach dem bekannten Roman-Erfolg wird hier ein Gemälde tragischer, menschlicher Verwicklungen aufgerollt. Der Kampf eines jungen, modernen Pfarrers gegen Verblendung und Haß seiner Umwelt sowie gegen die eigenen Anfechtungen ist das wirkungsvolle Thema dieses außergewöhnlichen Films. Die erfolgsgewährte Mischung von Landschaft, Leidenschaft und Gemüt in der neuen Saison ein breites Publikum finden.

Der Tempel der weißen Elefanten (1960/61) - Sabina Sesselmann, Klausjürgen Wussow, Antje Geerk, Peter Carsten, Helmut Schmid - Regie: Dr. Harald Reinl - Musik: Willy Mattes - Produktion: Toeplitz/Constantin - Ankündigungstext: An den exotisch-romantischen Original-Schauplätze, an denen bereits Welterfolge wie "Der Tiger von Eschnapur" und "Das indische Grabmal" entstanden, spielt die atemberaubende Geschichte zweier Mädchen, die in den Bann eines uralten Tempelmysteriums geraten. Ein großer Ausstattungs-Farbfilm, der die Überraschung der Spielzeit zu werden verspricht.

Die fromme Helene (1961/62) - Liselotte Pulver Regie: Axel von Ambesser - Musik: Friedrich Hollaender - Produktion: Georg-Witt-Film - Ankündigungstext: Wer kennt sie nicht, diese lustigste aller Wilhelm-Busch-Geschichte aus seinem "Humoristischen Hausschatz" - und wer freut sich nicht jetzt schon darüber, daß Deutschlands Lustspielstar Nr.1 Liselotte Pulver diese herrliche Rolle "sehr freie" nach dem Original gestalten wird? Viele Millionen werden es bestätigen: Das muß man einfach gesehen haben! – Farbfilm. Anmerkung: 1965 verfilmte Franz Seitz diesen Stoff für Constantin Film.

Die tollen Nächte des Grafen Bobby (1962/63) - Peter Alexander, Gunther Philipp, Vivi Bach, Karin Dor, Ralf Wolter, Hubert von Meyerinck - Produktion: Sascha-Film - Ankündigungstext: Was 1961der Erfolg der "Abenteuer" versprach, hat 1962 das "süße Leben des Grafen Bobby" gehalten. Für das Frühjahr 1963 versprechen wir Ihnen neuen Jubel im Parkett und wieder volle Kassen, wenn Peter Alexander erneut alle Register des Charmes und der Komik zieht. Ein bewährtes Darsteller-Ensemble steht dem singenden Helden der "tollen Nächte" zur Seite. Ein sicherer Kassenknüller. Farbfilm.

Die Diamantenhölle am Mekong (1962/63) - Marianne Koch, Joachim Fuchsberger, Karin Dor, Brad Harris, Horst Frank, Ralf Wolter - Regie: Dr. Harald Reinl - Produktion: Rapid-Film. Ankündigungstext: Zwei Verbrechergruppen bekämpfen sich mit allen Mitteln, um das Diamanten-Weltmonopol im Fernen Osten zu erringen. Im zwielichtigen Zentrum steht eine Frau von exotischer Schönheit, durch die ein Abenteurer in den Strudel der Ereignisse hineingerissen wird. - Farbenprächtiger Hintergrund, knisternde Spannung und eine zugkräftige Besetzung garantieren Ihnen volle Kasse. Farbfilm in Scope. Anmerkung: 1965 wurde der Film mit anderer Besetzung und anderem Regisseur produziert.

Heißes Pflaster - Casablanca (1963/64) - O.W. Fischer, Johanna von Koczian, Francsco Rabal, Werner Peters, Antonuella Lualdi, Boy Gobert - Regie: F.J. Gottlieb - Produktion: International Germania- Ankündigungstext: In diesem Farbfilm, der die exotische Kulisse Nordafrikas in seine bis zum Bersten mit Spannung geladene Handlung einbezieht, präsentieren sich deutsche und internationale Stars als Darsteller eines Geschehens, das die Polizei dreier Erdteile in Atem hielt. Ein Volltreffer der fesselnden Unterhaltung! Farbfilm in UltraScope.

Der Fluch des Maharadscha (1963/64) - Lex Barker, Hans von Borsody, Ann Smyrner, Luciana Gilli, Ralf Wolter und als Pongo: Paul Wynter - Regie: F.J. Gottlieb - Produktion: Rapid-Film - Ankündigungstext: Die Abenteuerfilme aus dem Fernen Osten und aus den Dschungeln Indiens haben in den letzten Jahren ihre große Zugkraft immer wieder bewiesen. In den Gestalen Rolf Torrings, Hans Warren und Pongo treffen viele Freunde der deutschen Abenteuerliteratur alte Bekannte wieder, die an den exotischen Schauplätzen alle Gefahren meistern. Das Pblikum kommt voll auf seine Kosten. Farbfilm in UltraScope. Anmerkung: 1965 produzierte Rapid-Film für Constantin einen Rolf Torring-Film jedoch mit anderen Darsteller und anderem Regisseur.

Der Keuschheitsgürtel (1964/65) - Peter van Eyck, Heidelinde Weis, Daliah Lavi, Jean Claude Brialy, Jean Sorel - Regie: Rolf Thiele - Buch: nach dem berühmten Roman von Pitigrilli -Produktion: Thalia-Film -Ankündigungstext: Der Meisterregisseur der erotischen Welle erzähl hier die ziemlich gewagte Geschichte eines eifersüchtigen Arztes, der während einer längeren Reise seine Frau in die Obhut dreier Freunde gib, weil er glaubt, daß sie dadurch gegen alle Versuchungen gefeit ist. Das Resultat: die Frau verführt alle drei. Unsere Meinung: großer Erfolg bei jedem Publikum. Schwarzweiß-Film.

Der leuchtende Schlüssel (1964/65) - Joachim Fuchsberger, Karin Dor, Hans Clarin, Elisabeth Flickenschildt, Siegfried Lowitz, Siegfried Schürenberg sowie Klaus Kinski und Eddi Arent - Regie: Paul Martin - Buch: Johannes Kai nach dem gleichnamigen Roman von Edgar Wallace - Produktion: Rialto Ankündigungstext: Aus dem Tower werden die Kronjuwelen geraubt! Scotland Yard und ein Heer von Privatdetektiven stehen vor einem Rätsel. - Beliebteste Wallace-Stars und die teuerste Ausstattung, die je für einen Krimi aufgewendet wurde, geben diesem Film seinen besonderes Gepräge. Mit Edgar Wallace stimmt die Kasse. Schwarzweiß-Film in CinemaScope.

Immer wenn das Licht verlöscht (1964/65) - Nadja Tiller, Hildegard Knef, Thomas Fritsch, Peter van Eyck, Mario Adorf, Sieghardt Rupp, Walter Giller und Klaus Kinski - Regie: Alfred Weidenmann Produktion: Stadthallen - Ankündigungstext: Die Attraktionen des internationalen Varietés bilden den Rahmen für en Reigen von Schcksalen. Die verschiedensten Temperamente begegnen sich und lösen Stürme von Verwirrung und Leidenschaft aus. Ein aufwendig gemachter Film voller gespannter Atmosphäre, knisternder Erotik - ein Film, der dem heutigen Geschmack des Publikums entspricht und dem wir die größten Kassenchancen geben. Farbfilm in CnemaScope.

Trapper Geierschnabel (1964/65) - Lex Barker, Pierre Brice, Herbert Lom, Mario Adorf, Marie Versini und Ralf Wolter - Regie: Dr. Harald Reinl - Buch: nach dem Roman von Karl May - Produktion: Rialto-Film - Ankündigungstext: Von Spekulanten und Banditen in die Enge getrieben, erheben sich die Apatschen zu einem neuen Kampf um Leben und Freiheit. Ihr Häuptling Winnetou und sein Blutsbruder Old Shatterhand führen den todesbedrohten Stamm trotz aller Fährnisse und Intrigen zum Sie. Auch dieser Karl-May-Film wird mit riesigem Aufwand produziert und garantiert volle Häuser. Farbfilm in CinemaScope.

Die Blumenhölle am Jacinto (1964/65) - Brad Harris, Marianne Koch, Helmut Wild, Sieghrd Rupp, Dieter Borsche, Helmut Schmid, Rdolf Fernau, Marisa Mell und Klaus Kinski - Regie: Rudolf Zehetgruber - Buch: Egon Eis nach dem Roman von Ernst F. Löhndorff - Produktion: International Germania - Ankündigungstext: Seit Jahrzehnten gehören die fesselnden Erzählungen von Ernst F. Löhndorff zu den Bestsellern der guten Abenteuer-Literatur. Zum erstenmal zeigt ein großangelegter Farbfilm eines der bekannten Bücher des Autors auf der Leinwand. Wir erleben die Geschichte eines jungen Mannes, der aus unerfüllter Liebe in die Hölle des Amazonas geht und dort tödliche Abenteuer besteht. Ein Film für das große Publikum. Farbfilm in UltraScope.

Champagner mit dem Chef (1964/65) - Joachim Fuchsberger, Heidelinde Weis, Rex Gildo, Walter Giller, Fita Benkhoff, Marisa Mell und Grethe Weiser - Regie: F.J. Gottlieb - Buch: nach dem Erfolgsroman der "Neuen Illustrierten" - Produktion: Filmaufbau - Ankündigungstext: Nicht jeder, der das Büro kennt, hat je erlebt, was sich hinter der Tür mit der Aufschrift "Direktion" alles abspielt. Unsere Geschichte erzählt von einer jungen, verheirateten Frau, die ihrem Mann die Beendigung des Studiums ermöglichen will, und dadurch in Konflikte zwischen Geschäft und Privatleben verwickelt wird. Eine interessante Besetzung ein spritziges Buch und das allgemein interessierende Thema garantieren einen Erfolg auf breiter Basis. Schwarzweiß-Film.

Der heulende Tod (1964/65) - Jerry Cotton, Phil Decker, Mr.High sowie Sieghardt Rupp, Hans Nielsen, Ingeborg Schöner, Ady Berber - Regie: F.J. Gottlieb -Produktion: Interlux - Ankündigungstext: Wer wird Jerry Cotton auf der Leinwand sein? Im Rahmn ener großzügig aufgezogenen und weithin publizierten Talentsuche werden wir den idealen Darsteler für Jerry Cotton finden: einen Mnn, der den Vorstelungn der Millionen Jerry-Cotton-Freunde entspricht. Wie "Schüsse aus dem Geigenkasten" wird auch dieser Jerry-Cotton-Film an den Originalschauplätzen in Amerika gedreht. Unsere Vorhersage: Bombenkassen! Schwarzweiß-Film.

Heimkehr nach Björndahl (1965/66) - Götz George, Gitta Noerby, Hanns Lothar, Brigitte Horney, Carl Lange, Sieghardt Rupp, Walter Barnes, Werner Peters - Regie: Alfred Vohrer - Produktion-Sascha-Film. Ankündigungstext: Vor der gewaltigen Naturkulisse der skandinavischen Fjorde rollt mit schicksalhafter Unaufhaltsamkeit das Drama eines Bauerngeschlechts ab, dessen Söhne sich im Kampf mit den Tieren der Wildnis ebenso aufreiben wie in der jahrzehntealten Auseinandersetzung mit dem Adelsgeschlecht von Gal. Endlich also die Farbfilm-Fortsetzung der berühmten Gulbranssen-Erfolgsfilme! Farbfilm in UltraScope.

Aus dem Leben eines Taugenichts (1965/66) - Auf ausdrücklichen Wunsch des Regisseurs wird die sensationelle Besetzung erst kurz vor Drehbeginn bekanntgegeben. Regie: Michael Pfleghar - Buch: sehr frei nach em Freiherrn vn Eichendorff. Ankündigungstext: Aufnahmen in den schönsten Landschaften, Städten, Schlössern, Burgen, Schafzimmern in Deutschland, Italien, Frankreich und der Tschechoslowakei bilden den Rahmen für diese geist- und witzsprühende Farbfilmbearbeitung, der die berühmteste Erzählung der deutschen Romantik zugrunde liegt. Wahrscheinlich der modernste Film der Saison, ganz bestimmt ein Großerfolg. Farbfilm in CinemaScope.

Abd El Kader (1965/66) - Pierre Brice, Marie Versini, Daliah Lavi, Mario Adorf, Harald Leipnitz, Maro Girotti und Elisabeth Flickenschildt - Regie: Rolf Thiele - Buch: Ladislas Fodor nach dem erfolgreichen Schicksalsroman von John Knittel - Produktion: Rialto-Film - Ankündigungstext: Wer kennt sie nicht, die dramatische Geschichte des leidenschaftlichen Rebellenführers Abd El Kader, der für die Freiheit seines Landes kämpft und zum Todfeind seines eigenen Vaters werden muß. Wer würde nicht gepackt von den grandiosen Bildern, die dieser Farbfilm vor dem Millionen-Publikum entrollt. Einer der teuersten deutschen Filme der letzten Jahre und ganz bestimmt ein Erfolg. Farbfilm in UltraScope.

Unter den Sternen von Monte Carlo (1965/66) - Peter Alexander, Petula Clark, Gitte, Rex Gildo, Hans-Jürgen Bäumler, The Rolling Stones, Stanley Holloway, Klaus Kinski und Buster Keaton - Regie Dick Lester - Produktion: Towers-Film - Ankündigungstext: Dick Lester, der Regisseur des Beatls-Erfolgsfilms, garantiert hier eine ebenso neuartige wie amüsante Mischung aus zündenden Melodien, schönen Frauen und Gangsterstreifen aus der Rififi-Kiste. Vor der Traumkulisse der Reviera geben sich internationale Schlagersänger mit Gold in der Kehle und schwere Jungs mit Schneibrennern im Koffer ein publikumssicheres Stelldichein. Farbfilm in TechniScope.

Der brave Demokrat Schwejk (1965/66) - Heinz Rühmann und einer weiteren großen Besetzung - Regie: Kurt Hoffmann - Produktion: Independent-Film - Ankündigungstext: Was kommt wohl dabei heraus, wenn Heinz Rühmann als braver Bürger Schweijk von dem Regisseur Kurt Hoffmann geleite, ins Bundesdorf Bonn gerät? Viel mehr als eine lustige Fortsetzung der "Wunderkinder" - eine ebenso tiefgründige wie heitere Revue der letzten 20 Jahre! Schwarzweiß-Film in UltraScope.

Die Rache des grünen Skorpion (1965/66) - Thomas Alder, Peter Carsten, Pongo, Marianne Koch, Sieghardt Rupp, Vivi Bach, Paul Dahlke und Horst Frank - Regie: Manfred R. Köhler - Produktion: Rapid-Film - Ankündigungstext: Nach der ersten erfolgreichen Rolf-Torring-Geschichte wartet die nach Millionen zählende Anhängerschar auf die neuen Erlebnisse ihrer Freunde Rolf Torring, Hans Warren und Pongo. Diesmal ruft sie ein besonders mysteriöser Fall in die heißen Zonen der Karibischen See. Es ist kein Geheimnis mehr: Rolf Torring füllt die Kasse! Farbfilm in UltraScope.

Aufstand der Wolgaschiffer (1965/66) - Joachim Fuchsbeger, Mario Adorf, Karin Dor, Sieghardt Rupp, Klaus Kinki sowie Serge Jaroff und die Donkosaken - Regie: Dr. Harald Reinl - Produktion: International Germania-Film - Ankündigungstext: Das beherrschende Thema dieses Films ist die Liebe eines russischen Gardeoffiziers zu einem einfachen Mädchen. Über alle Intrigen und Schurkereien, über Verschleppung und Rebellion hinweg kämpfen beide um ihr Recht und um ihre Liebe. Ein Film der Reiterscharen, der glanzvollen Feste, der großen Leidenschaften und natürlich der unsterblichen russischen Volksweisen. Farbfilm in UltraScope.

Wir griffen in ein Wespennest (1965/66) – George Nader, Heinz Weiss, Richard Münch, Helga Schlack, Senta Berger, Hanns Lothar, Paul Dahlke, Charles Regnier – Regie: Ernst Hofbauer – Produktion: Constantin/Allianz-Film – Inhalt: Ein weiterer Kriminalfilm aus der Jerry-Cotton-Serie.

Winnetou und Kapitän Kaiman (1966/67) - Pierre Brice, Joachim Fuchsberger, Karin Dor, Mario Girotti und Eddi Arent - Regie: Dr. Harald Reinl - Produktion: Rialto-Film - Ankündigungstext: Unsere Rialto-Karl-May-Filme wurden so sehr zum Inbegriff deutscher Kino-Kassenerfolge, daß sie schon jetzt zur neuen deutschen Filmgeschichte gehören. Bisher fünf GOLDENE LEINWÄNDE kennzeichnen ungeheure Begeisterung des Publikums über die Filme um Winnetou, Old Shatterhand, Ol Surehand und all die anderen. Farbfilm in Scope.

Befehl aus dem Dunkel (1966/67) - Ray Danton, Mario Adorf, Marianne Koch, Hanns Lothar, Letitia Roman, Dieter Eppler - Regie. Oldrich Lipsky - Buch: nach dem Bestseller von Hans Dominik - Produktion: Ergas/Constantin-Film - Ankündigungstext: In der Welt der Technik von übermorgen spielt dieser erste deutsche Science Fiction-Großfilm. In atemberaubenden Szenen auf einem künstlichen Raum-Satelitten, in fliegenden Untertassen und auf der voll-automatisierten Erde erleben wir eine menschlich packende Geschichte, die Horror, Sex und brillante Aktion zu einem perfekten Thriller werden lassen. Farbfilm in Scope.

Der Brand der Cheopspyramide (1966/67) - Götz George, Werner Peters, Johanna von Koczian, Hanns Lothar, Marie Versini und Richard Münch - Regie: Manfred R. Köhler - Buch: nach dem Bestseller von Hans Dominik - Produktion: Sascha-Film - Ankündigungstext: In einem Laboratorium unter einer Südsee-Insel geht der Traum von Jahrhunderten in Erfüllung: einem jungen Wissenschaftler gelingt es, künstliches Gold herzustellen. In den Taumel über diese Entdeckung mischt sich Entsetzen - das synthetisch gewonnene Gold ist radioaktiv...

Der Turm der Sünde (1966/67) - Sylva Koscinas, Horst Frank, Pascale Petit, Harald Leipnitz, Karin Dor und Eddi Arent - Regie: Luigi Pierivetta - Buch: nach dem Welterfolg von Alexander Dumas - Produktion: Constantin/Allianz-Film - Ankündigungstext: Mit einem Prachtaufwand ohnegleichen wird der berühmte Dumasstoff hier mit deutschen und internaionalen Stars als großes historisch-sittengeschichtliches Schauspiel gestaltet. Liebesabenteuer verführerischer Frauen und heldenhafter Männer, finstere Intrigen und leidenschaftliche Kämpfe in einem Film, wie ihn das große Publikum verlangt! Farbfilm.

Der Kurier des Zaren (1966/67) - George Hamilton, Mario Adorf, Rossana Schiaffino, Mylène Demongeot, Hanns Lothar, Karin Dor und Eddi Arent - Regie: Christian-Jaque - Buch: nach dem weltberühmten Bestseller von Jules Vernes - Produktion: CCC-Film - Ankündigungstext: Hiermit erfüllen wir die Wünsche vieler Millionen nach einer modernen Neuverfilmung des klassischen Erfolgsromans. Wildhit und Sentimentalität des zaristischen Rußland bilden den Hintergrund verwegener und amouröser Abenteuer, die ein Mann, ganz auf sich gestellt, gegen eine Welt von Feinden zu bestehen hat. Anmerkung: 1970 produzierte CCC-Film den Stoff jedoch mit anderen Darstellern und einem anderen Regisseur. Farbfilm in Scope.

Um das Leben meines Freundes - Jerry Cotton Fall Nr.5 (1966/67) - Jerry Cotton, Phil Decker, Mister High, Sekretärin Helen und viele andere - Regie: Jürgen Roland - Produktion: Constantin/Allianz-Film - Ankündigungstext: Von New York aus plant ein geheimnisvoller Unbekannter eine Serie von sensationellen Raubzügen, die sich bis zur Raketenbasis von Kap Kennedy erstrecken. Jerry Cotton, sein Freund Phil Decker und Mister High haben viel harte Nüsse zu knacken, bis die Gefahr gebannt ist. Schwarzweiß-Film.

Wer ist der vierte Mann? (1966/67) - Jochim Fuchsberger, Sylva Koscina, Harald Leipnitz, Fernando Sancho und Klaus Kinski – Regie: John Fulton - Produktion: International Germania-Film - Ankündigungstext: Das ist wirklich Sonderklasse! Ein Spionageabenteuer, neuartig in der Idee, verblüffend in der Machart. Erstaunliche Überraschungen garantiert schon die Tatsache, daß die Regie in den Händen des Mannes liegt, der viele internationale Großfilme inszeniert hat und für seine berühmten Spezialeffekte einen Oscar erhielt. Farbfilm in Scope.

...ab 1967 wird noch folgen

Joachim.
Tarzan Offline



Beiträge: 948

24.07.2008 19:01
#9 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Wurden die Filmrollen zum "leuchtenden Schlüssel" nicht zuletzt Anfang April bei Rialto im Archiv entdeckt???

Jan Offline




Beiträge: 1.453

24.07.2008 19:07
#10 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Zitat von Tarzan
Wurden die Filmrollen zum "leuchtenden Schlüssel" nicht zuletzt Anfang April bei Rialto im Archiv entdeckt???

Welche Filmrollen denn? Der Film wurde doch nie realisiert?!

Gruß
Jan

waberl Offline




Beiträge: 235

24.07.2008 19:09
#11 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Das war ein Aprilscherz!! Der Film wurde nie realisiert.

DanielL Offline




Beiträge: 3.841

25.07.2008 18:29
#12 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Zitat von Jan
Zitat von Tarzan
Wurden die Filmrollen zum "leuchtenden Schlüssel" nicht zuletzt Anfang April bei Rialto im Archiv entdeckt???

Welche Filmrollen denn? Der Film wurde doch nie realisiert?!

Gruß
Jan



So entstehen Gerüchte ;)

Gruß,
Daniel

Tarzan Offline



Beiträge: 948

25.07.2008 20:29
#13 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Das sind alles Projekte, die von den Filmfirmen zwar geplant waren - von denen im Regelfall aber die Schauspieler noch keine Ahnung hatten. Wäre zwar schön gewesen, aber richtige Planungen und erst recht Vorbereitungen für den Dreh hat es dafür in den seltensten Fällen gegeben. Bedenkt man, wie die Stars damals ausgelastet waren, wäre wohl kaum etwas mehr realisierbar gewesen. Und Ende der 1960er Jahre war für diese Art Filme die Zeit (leider) vorüber.

Natürlich ist es trotzdem schön, was damals in Gedankenspielen (und Drehbuchentwürfen) alles geschah. Heute ist da der deutsche Film meilenweit entfernt.

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

26.07.2008 09:01
#14 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten
Zitat von Tarzan
Das sind alles Projekte, die von den Filmfirmen zwar geplant waren - von denen im Regelfall aber die Schauspieler noch keine Ahnung hatten. Wäre zwar schön gewesen, aber richtige Planungen und erst recht Vorbereitungen für den Dreh hat es dafür in den seltensten Fällen gegeben. Bedenkt man, wie die Stars damals ausgelastet waren, wäre wohl kaum etwas mehr realisierbar gewesen. Und Ende der 1960er Jahre war für diese Art Filme die Zeit (leider) vorüber.

Natürlich ist es trotzdem schön, was damals in Gedankenspielen (und Drehbuchentwürfen) alles geschah. Heute ist da der deutsche Film meilenweit entfernt.
Im Grunde hast Du Recht, dennoch war auch damals alles nicht so einfach. Viele Stars oder Regisseure waren bei den Verleihern exclusiv unter Vertrag. Und bevor ein Verleih ein neues Programm veröffentlichte wurden Verträge mit den jeweiligen Produzenten vereinbart. Dort standen die Grundvoraussetzungen für das Projekt wie Herstellungskosten, Garantie des Verleihs, Arbeitstitel, Regisseur, Drehbuchautor und voraussichtliche Darsteller. All dies bedarf der Genehmigung des Geldgebers sprich dem Verleih. Wenn also bei der zweiten Drehbuchbesprechung dem Verleih das Drehbuch missfällt wird es eng für den Produzenten und dem Beginn der Dreharbeiten. Entweder man geht Kompromisse ein, die dann vermutlich dem fertigen Film schaden oder man verschiebt den Drehbeginn, was wiederum zur Folge hat, dass vermutlich der Regisseur nicht mehr zur Verfügung steht oder die vorgesehenen Darsteller inzwischen bei anderen Projekten arbeiten. Die Wallace-Serie ist hier für alle Möglichkeiten das Paradebeispiel. Angefangen mit „Die toten Augen von London“ den Dr. Harald Reinl mit Karin Dor, Fritz Rasp, Dieter Eppler nach „Das Geheimnis der gelben Narzissen“ (also ca. April 1961) inszenieren sollte, aber dadurch dass der Drehtermin auf Januar vorgezogen wurde ihn nicht realisieren konnte. Andererseits wollte Constantin den Drehstart zu „Die seltsame Gräfin“ von Ende August auf Oktober verschieben, aber durch die Verpflichtung von Lil Dagover war dies unmöglich und man ging Kompromisse ein, die letztendlich dem Film nicht zu Gute kamen. Andererseits wurde kurzfristig der Anschlussfilm „Die Tür mit den sieben Schlössern“ im Herbst 1961 gestoppt und auf Anfang 1962 verlegt, so dass man „Gangster in London“ „dazwischen“ schob. Einen anderen Wallace mit fertigem Drehbuch war 1961 „Das Verrätertor“ (von Dr. Wiedmann nach „Der Banknotenfälscher“ geschrieben). Dieses an sich interessante Drehbuch schrieben nachher so viele Autoren um, dass letztendlich dieser uns vorliegende „nostalgische“ Film entstand.

Und auch einigen o.g. Projekten ging es nicht anders. Zum Beispiel wollte Alfred Vohrer nach „Neues vom Hexer“ unbedingt „Heimkehr nach Björndahl“ inszenieren, was von seinem Zeitplan durchaus möglich war. Und urplötzlich wurde das Projekt gestoppt – wieso konnte ich nicht herausfinden. Ähnlich war es auch mit „Der brave Demokrat Schweijk“. Dieses Projekt geisterte seit 1962 als CCC-Projekt durch den Filmblätterwald. Angeblich hatte Kurt Hoffmann bereits die Trickaufnahmen fertiggestellt. Und plötzlich inszenierte er von „heute auf morgen“ mit der gleichen Crew „Hokuspokus“ – wieso Schweijk dann nicht im Anschluß realisiert wurde bleibt ebenso ein Rätsel wie dass „Abd El Kader“ nicht realisiert wurde. Constantin wollte für das Projekt 1,7 Millionen DM zur Verfügung stellen und vom Auslandsgeschäft wären noch 750.000 DM hinzugekommen. Das Drehbuch von Ladislas Fodor war fertig und in Tunesien sollte gedreht werden. Noch 1967 „geisterte“ das Projekt in der Branche herum.

So kann man sagen, dass es nie einfach war kontinuierlich Filmprojekte auf die Beine zu stellen. Wenn z.B. Artur Brauner darauf bestanden hätte, dass Lex Barker seinen Fünffilme-Vertrag mit ihm hintereinander zu erfüllen hätte, dann hätte Barker 1962 niemals im „Schatz im Silbersee“ mitwirken können. Doch „Gott sei Dank“ verstand sich Brauner sehr gut mit dem Produktionschef der Constantin, der somit Lex Barker für „Der Schatz im Silbersee“ zur Verfügung gestellt bekam.

Joachim.
Tarzan Offline



Beiträge: 948

26.07.2008 12:55
#15 RE: Vermischtes aus „alten Zeiten“ Zitat · Antworten

Die Serien mussten halt laufen... und da spielten viele Faktoren bei der Frage nach den Filmstoffen eine Rolle.

Barkers Vertrag bezog sich ja auch fünf Filme in einer gewissen Zeitspanne (kein Exklusiv-Vertrag). Also Barker hatte da schon noch die Möglichkeit, seinem Starstatus entsprechend, von sich aus ein anderes Projekt einzuschieben bzw. einen Filmstoff abzulehnen.

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