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  • Die Nacht der Gehetzten (1959)Datum25.08.2020 13:49
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    DIE NACHT DER GEHETZTEN - (LA NUIT DES TRAQUES)
    Frankreich/Belgien (1959) - R: Bernard Roland - DE: 1.3.1963 - FSK 18 - V: Ceres
    Darsteller: Sami Frey, Juliette Mayniel, Folco Lulli, Claude Titre, Philippe Clay, Michel Dumoulon, Patricia Karim



    Der junge Victor gehört zu einer Lederjacken-Gang und geht nachts in Antwerpen für Taretta, den Anführer der Bande, auf Diebestour. Viel Erfolg ist ihm dabei meist nicht beschieden, denn eigentlich ist er ein anständiger Kerl. Eines Nachts gerät er in Streit mit Taretta. Während eines Kampfes wird dieser tödlich verletzt. Mit der Hilfe seiner Schwester und eines Freundes gelingt es Victor, die Leiche im Hafen loszuwerden. Doch dabei werden sie von Lino, einem Zigarettenschmuggler, beobachtet.

    3 Menschen auf der Flucht vor dem düsteren Schatten eines Toten. - Ein Hochspannungsthriller voll geschliffener Brillanz. - So bewarb der Ceres-Verleih diesen französischen Kriminalfilm, der erst mit ziemlicher Verspätung in die deutschen Kinos kam. Das hatte immerhin den Vorteil, dass der Hauptdarsteller Sami Frey durch den erfolgreichen Film "Die Wahrheit" und durch seine Affäre mit der verheirateten Brigitte Bardot für das deutsche Publikum kein Unbekannter mehr war. Juliette Mayniel, die Victors ältere Schwester Josette spielt, war 1960 neben Götz George in dem Wolfgang-Staudte-Film "Kirmes" zu sehen. Josettes Verlobter Michel wird von Claude Titre dargestellt, der als Titelheld der TV-Serie "Die Abenteuer des Bob Moran", die ab Ende 1963 auch im ARD-Vorabendprogramm lief, eine gewisse Popularität erlangte. Die Rolle des grobschlächtigen Schmugglers Lino übernahm der in den 1950/60er Jahren vielbeschäftigte Folco Lulli. Und dann wäre da noch der Popsänger Danyel Gerard, der 1971 mit dem Titel "Butterfly" die deutschen Hitlisten anführte. Hier präsentiert er einen Rock´n Roll-Song, zu dem mit Begeisterung getanzt wird.

    "Was als Spannungsreißer ein zügiges Tempo gefordert hätte, wird von der Regie Bernard Rolands zerdehnt. Was die Kamera an Atmosphärischem beisteuert, wird von einer Kolportagehandlung banalisiert. Juliette Mayniel, Folco Lulli und der junge Sami Frey können nicht alles ausgleichen, was vom Drehbuch her verfehlt ist." (Film-Echo)

    "Etwas schwerfällig konstruierter Gangsterfilm, der in Antwerpen spielt. Die Schwester eines jugendlichen Totschlägers wird von einem Tatzeugen erpresst und gezwungen, sich ihm hinzugeben." (Filmdienst)

    Start-Meldung: Hamburg, Atlantik (495 Pl.): sehr gut (2)
    Insgesamt keine 10 Meldungen
    Frankreich: 461.560 Besucher (Paris: 102.908)

  • Eines Abends am Strand (1961)Datum20.08.2020 12:29
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    EINES ABENDS AM STRAND - (UN SOIR SUR LA PLAGE)
    Frankreich/Italien (1961) - R: Michel Boisrond - DE: 27.1.1961 - FSK 18 - V: Pallas
    Darsteller: Martine Carol, Michel Galabru, Daliah Lavi, Jean Desailly, Genevieve Grad, Gianni Garko, Henri-Jacques Huet, Francois Nocher



    Der aufstrebende Roman-Autor Michel verbringt den Sommer bei Georgina de la Salle, einer Freundin seines Verlegers. Die attraktive und wohlhabende Witwe lebt mit ihren beiden fast erwachsenen Kindern Sylvie und Olivier, ihrem schrulligen Stiefvater und ihrem heimlichen Liebhaber, dem Arzt Francis Crosset, in einer großen Villa an der französischen Riviera. Als Personal beschäftigt sie einen deutschen Butler namens Heinrich und einen Gärtner, der mit seiner Tochter in einem Nebengebäude wohnt. Eines Abends entdeckt Michel von seinem Balkon aus in den Wellen des Meeres ein fast hüllenloses weibliches Wesen. Magisch angezogen eilt er hinunter zum Strand, wo er mit der Unbekannten eine Liebesnacht verbringt. Am nächsten Tag erfährt er von Sylvie, dass es sich um Marie, die noch minderjährige Tochter des Gärtners handelt. Sie ist geistig zurückgeblieben und nymphoman veranlagt und bekannt für derartige nächtliche Abenteuer. Wenige Tage später wird Marie am Strand tot aufgefunden. Es stellt sich heraus, dass sie schwanger war und vergiftet wurde. Kommissar Thomas findet heraus, dass fast alle Beteiligten ein Motiv gehabt hätten, die Tat zu begehen.



    Ein abgelegenes Anwesen am Meer, ein festumrissener Personenkreis, ein rätselhafter Mord und die Ankunft des ermittelnden Kommissars. So gesehen der richtige Stoff für einen packenden Whodunit-Krimi. Die Inszenierung ist solide und sorgt weitgehend für eine knisternd-geheimnisvolle Atmosphäre. Doch Regisseur Boisrond gab sich nur wenig Mühe, Spannung aufzubauen und verwässert die Story mit harmlosen Urlaubs-Impressionen und unpassenden komödiantischen Tupfern. Dennoch ist der Film interessant und durchgehend unterhaltsam. Positiv hervorzuheben ist auch die Besetzung. Martine Carol, Sex-Symbol des französischen Films der 1950er Jahre, versprüht als vornehme Hausherrin Georgina Charme und Eleganz. Ihren heimlichen Geliebten, der als Arzt einen dunklen Fleck auf seiner Weste hat, spielt Jean Desailly. Michel Galabru, in erster Linie als Komiker bekannt und geschätzt, ist der ermittelnde Kommissar, der fast den Falschen als Täter verhaftet hätte. Den jungen Schriftsteller verkörpert der bei uns kaum bekannte Henri-Jacques Huet, während Genevieve Grad, jung und hübsch, als Georginas Tochter Sylvie zu sehen ist. Später wurde sie vor allem als Film-Tochter von Louis de Funés populär. Den schweigsamen Butler, der einem Abenteuer mit Marie nicht abgeneigt wäre, spielt der Italiener Gianni Garko. Einen besonderen Eindruck hinterlässt Daliah Lavi als Marie. Mal kindlich-verspielt, mal sinnlich-lasziv, zieht sie alle Register und bleibt nachhaltig in Erinnerung.

    "Regisseur Michel Boisrond lässt nichts unversucht, um das Publikum an der Nase herumzuführen. Er entwickelt einen gepflegten Reisser. Doch mit dem freiwilligen Geständnis des Täters zerplatzt am Schluss, trotz der atmosphärisch guten, prickelnden Inszenierung, eine schillernde Seifenblase." (Film-Echo)

    Film-Echo-Note: 3,3 (36 Meldungen) / Erstnote: 2,6
    Frankreich: 784.809 Besucher (Paris: 121.624)

  • Erfolgsrangliste 1965Datum16.08.2020 15:01
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Erfolgsrangliste 1965

    Zitat von Fabi88 im Beitrag #4
    Wow, im Rückblick unfassbar, wie schlecht ein Highlight wie "Ipcress - streng geheim" abschnitt und wie eine Schlaftablette wie "Jack Clifton jagt Wostok III" so gute Ergebnisse erzielen konnte.

    Das ist aber nicht dem deutschen Kinopublikum anzulasten. In Frankreich sah es ähnlich aus:
    Jack Clifton jagt Wostok III: 1.580.000 Zuschauer
    Ipcress - streng geheim: 941.000 Zuschauer

  • Null Uhr 7 kommt John Harris (1967)Datum15.08.2020 14:00
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    NULL UHR 7 KOMMT JOHN HARRIS - (QUALCUNO HA TRADITO)
    AT: John Harris in tödlicher Mission (Video) / Irgendeiner hat verraten (TV-DDR)
    Italien/Frankreich (1967)- R: Francesco Prosperi - DE: 29.12.67 - FSK 18 - V: Gloria
    Darsteller: Robert Webber, Jean Servais, Elsa Martinelli, Franco Giornelli, Marina Berti, Emilio Messina, Pierre Zimmer, Ennio Balbo



    Der Italo-Amerikaner John Harris, ein erfahrener Geldschrankspezialist, fliegt von Miami nach Frankreich. Er wurde von seinem alten Kumpel Jean angeheuert, der gerade einen großen Coup in Marseille plant, an dem noch drei weitere Männer beteiligt sind. Einer von ihnen ist der unbeherrschte Coco. Als John Harris ihn in flagranti mit Jeans Frau erwischt, sagt er ihm mit seinen Fäusten die Meinung, was dazu führt, dass Coco ihm später mit ein paar Schlägern auflauert. Bei einem Bummel macht Harris die Bekanntschaft der attraktiven Laureen, in die er sich verliebt. Außerdem trifft er einen ehemaligen Kriegskameraden wieder, den er fast 20 Jahre lang nicht gesehen hat. Daneben laufen die Vorbereitungen für den bevorstehenden Raubzug. Als es dann soweit ist, nimmt der nächtliche Einbruch einen anderen Verlauf als geplant.

    1966 brachte der Gloria-Verleih den Film "Ich heiße John Harris" heraus, der zufriedenstellende Einspielergebnisse brachte. Und weil auch in "Qualcuno ha tradito" Robert Webber die Hauptrolle spielt und erneut Franco Prosperi Regie führt, war das wohl der Grund, diesen Film als "John Harris"-Nachfolger zu vermarkten, obwohl es sich nicht um eine Fortsetzung handelt und die von Robert Webber dargestellte Figur im Original "Tony Costa" heißt.
    Diese Gangster-Ballade um Freundschaft und Verrat macht es dem Zuschauer nicht immer leicht, da er sich selbst vieles zusammenreimen muss. Prosperis Inszenierung ist handwerklich versiert, wobei die Ausführung eines Überfalls im Rififi-Stil von anderen Regisseuren schon weitaus spannender und effektvoller umgesetzt wurde. Bewährte Darsteller wie Robert Webber, Jean Servais und Elsa Martinelli führen die Besetzungsliste an. Servais, der hier in der Rolle des Jean zu sehen ist, war bereits im Original-Rififi-Film dabei und wirkte u.a. auch in "An einem Freitag um halb zwölf" mit. Franco Giornelli sorgt als Unruhestifter Coco für Spannungen innerhalb der Gangsterbande und hat ein Verhältnis mit der Frau von Jean, dargestellt von Marina Berti.

    "In moderner Rififi-Manier erzählt der Film von den Vorbereitungen zu einem großen Brillantenraub in Marseille, von der Ausführung der Tat und von ihrem Fehlschlag im allerletzten Moment. Robert Webber gewinnt durch seine nuancierte Charakterisierung eines Mannes, den der Krieg aus dem normalen bürgerlichen Leben gerissen hat, rasch die Sympathie des Zuschauers. Treue und Kameradschaft, alte soldatische Ideale, sucht er verzweifelt auch in sein neues Leben als Tresorknacker zu übernehmen. Francesco Prosperi hat das raffiniert konstruierte Krimistück suggestiv und spannend inszeniert. Die harte Aktion motiviert er immer wieder durch psychologische Personenschilderung. Das Drehbuch bietet dazu den soziologischen Background. Eine solide Kriminalfilm-Arbeit nach dem "crime-does-not-pay"-Rezept.(Film-Echo)

    Der Film schaffte nicht den Einstieg in die Film-Echo-Erfolgsrangliste.

  • Erfolgsrangliste 1965Datum14.08.2020 14:36
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    ERFOLGSRANGLISTE 1965
    Basierend auf der Rangliste des "Film-Echo" wurden zusätzlich auch die Laufzeiten berücksichtigt. Aufgeführt sind nur Filme mit mehr als 40 Meldungen.

    Goldfinger (GB): 1,5 (179)
    Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten (GB): 1,8 (76)
    Winnetou (Teil 3): 1,9 (80) - Harald Reinl
    Unser Mann aus Istanbul (I/F/Sp): 2,1 (76)
    Der Ölprinz : 2,2 (83) - Harald Philipp
    Dr.med.Hiob Prätorius : 2,3 (117) Kurt Hoffmann
    Angelique (Teil 2): 2,3 (95)
    Alexis Sorbas (GR): 2,9 (94)
    Schüsse aus dem Geigenkasten : 2,3 (74) - Fritz Umgelter
    Mary Poppins (US): 2,3 (65)
    Lieber John (Schw): 2,4 (104)
    Was gibt´s neues, Pussy? (US): 2,4 (94)
    Old Surehand : 2,5 (68) - Alfred Vohrer
    Der unheimliche Mönch : 2,5 (59) Harald Reinl
    Genosse Don Camillo (F/I): 2,6 (70)
    Mordnacht in Manhattan: 2,6 (63) Harald Philipp
    Hi-Hi-Hilfe (Beatles) (GB): 2,6 (59)
    DM-Killer : 2,7 (90) Rolf Thiele
    Ich, Dr.Fu Man Chu (GB): 2,7 (63)
    Die Pyramide des Sonnengottes: 2,7 (62) Robert Siodmak
    U-2000 - Tauchfahrt des Grauens (Jap): 2,7 (43)
    Durchs wilde Kurdistan: 2,8 (62) - F.J.Gottlieb
    Dschinghis Khan (GB/Yu): 2,8 (61)
    Der Spion, der in die Hölle ging: 2,8 (59) Maurice Labro
    Tante Frieda (neue Lausbubengeschichten): 2,8 (59) - Werner Jacobs
    St.Pauli Herbertstraße: 2,8 (54) Akos v.Ratony
    Der Schatz der Azteken: 2,9 (73) Robert Siodmak

    Hochzeit auf italienisch (I/F): 3,0 (65)
    Ruf der Wälder (Ö): 3,0 (46) Franz Antel
    New York Express (US): 3,0 (41)
    Fantomas (F/I): 3,1 (56)
    Der letzte Mohikaner : 3,1 (55) Harald Reinl
    Jack Clifton jagt Wostok III : 3,1 46
    Liebeskarussell (Ö): 3,2 (58) Kollektiv
    Ein Haufen toller Hunde (GB): 3,2 (56)
    Der gelbe Rolls Royce (GB): 3,2 (55)
    Ekel (GB): 3,2 (55)
    Die Hölle von Manitoba (D/Sp): 3,2 (54) Sheldon Reynolds
    Schüsse im 3/4 Takt: 3,2 (48) Alfred Weidenmann
    Dünkirchen, 2.Juni 1940 (F): 3,2 (48)
    Onkel Toms Hütte: 3,3 (65) Geza v. Radvany
    Für eine Handvoll Dollar (I/Sp/D): 3,3 (58) Sergio Leone
    Neues vom Hexer: 3,3 (53) Alfred Vohrer
    Die tollkühnen Abenteuer des Monsieur L. (F/I): 3,3 (48)
    Bitte nicht stören (US): 3,3 (46)
    Geheimaktion Crossbow (GB): 3,3 (45)
    De l`amour (F): 3,3 (45)
    Sierra Chariba (US) 3,3 (43)
    Die fromme Helene: 3,4 (45) Axel v.Ambesser
    Wälsungenblut: 3,4 (43) Rolf Thiele
    Heidi (Ö): 3,4 (42) - Werner Jacobs
    Das Geheimnis der drei Dschunken : 3,5 (53) Ernst Hofbauer
    Der Fluch des schwarzen Rubin : 3,5 (48) Manfred R. Köhler
    Sie nannten ihn Gringo (D/Sp): 3,5 (43) Roy Rowland
    Fremde Bettgesellen (US): 3,5 (43)

    Cat Ballou (US): 3,6 (54)
    ... die alles begehren (US): 3,6 (43)
    Pulverfass und Diamanten (F/I): 3,6 (40)
    Diamantenbillard (F/D/I): 3,7 (55) Nicolas Gessner
    Wie bringt man seine Frau um? (US): 3,7 (46)
    Ipcress - streng geheim (GB): 3,7 (45)
    Lord Jim (GB): 3,8 (40)

    GUTE NOTEN - aber unter 40 Meldungen:

    Lemmy Caution gegen Alpha 60 (F): 2,5 (38)
    An einem heißen Sommermorgen (F/I/Sp): 3,1 (33)
    Bob Fleming hetzt Professor G. (I/F): 3,2 (39)
    Agent 3S3 kennt kein Erbarmen (I/F/Sp): 3,2 (37)
    Casonova `70 (F/I): 3,3 (39)



  • MARION MERLIN, eine Neuentdeckung von Produzent Hartwig, gibt in "Fünf vor zwölf in Caracas" ihr Leinwanddebüt. Als rauschgiftsüchtiges Animiermädchen Gloria ist sie bereit, Jeff Milton Informationen zu liefern. Doch man bringt sie vorher um und schiebt Milton den Mord in die Schuhe.
    Für den internationalen Markt wurde Marion Merlin in "Marion Grant" umbenannt. Man hat aber nichts mehr von ihr gehört. Auch in weiteren Hartwig-Produktionen war sie nicht dabei.

  • Spione unter sich (1965)Datum06.08.2020 15:08
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    SPIONE UNTER SICH (GUERRE SECRETE/LA GUERRA SEGRETA)
    F/D/I (1965) - DE: 12.8.1965 - FSK 16 - V: Nora
    Prod.: Franco-London-Film (Paris) - Eichberg-Film (München) - Fair Film (Rom)
    Künstlerische Oberleitung: Terence Young



    Episode 1: Berlin
    R: Werner Klingler - Kamera: Richard Angst
    Darsteller: Henry Fonda, Peter van Eyck, Mario Adorf, Helmut Wildt, Wolfgang Lukschy, Klaus Kinski

    Der Russe Koulov, der für die CIA arbeitet, flüchtet von Ostberlin in den amerikanischen Sektor. Er hat wichtige Informationen für den US-General Bruce, der aber erst am nächsten Tag eintreffen wird. Man quartiert ihn für eine Nacht in einem Transit-Hotel ein. Doch KGB-Agenten liegen bereits auf der Lauer.

    Episode 2: Paris - Dschibuti
    R: Christian-Jaque
    Darsteller: Bourvil, Robert Hossein, Annie Girardot, Georges Marchal

    Der französische Agent und Unterwasser-Experte Lalande soll im Golf von Aden einen geplanten Sabotage-Anschlag auf zwei Atom-U-Boote verhindern. Doch er steht unter Zeitdruck und die Gegenseite hat ihn längst im Visier.

    Episode 3: Rom
    Regie: Carlo Lizzani
    Darsteller: Vittorio Gassman, Jacques Sernas, Maria Grazia Buccella, Pietro Ceccarelli

    Gangster Glazov soll für eine östliche Macht einen Wissenschaftler, der einen neuartigen Antriebsstoff entwickelt hat, kidnappen und seinen Auftraggebern ausliefern. Um das zu verhindern, schlüpft der Agent Perego in die Rolle des Mannes, den Glazov für die Entführung angeworben hat.

    Ost-West-Spionage zur Zeit des Kalten Krieges. Drei Episoden von jeweils ca.35 Minuten Dauer, die durch die Person des Generals Bruce, US-Geheimdienstchef in Europa (dargestellt von Robert Ryan) lose miteinander verwoben sind. Die Handlung beginnt in Berlin und der Film kehrt am Ende wieder zum Ausgangspunkt zurück. Leider sind die jeweiligen Plots arg simpel und es wird nichts gezeigt, was man nicht schon zigmal gesehen hat. Aufgewertet wird das Ganze durch die vielen bekannten Schauspieler aus Europa und den USA.
    Kleine Anmerkung zur Berliner Episode: Klaus Kinski (als russischer Agent mit Brille, Bart und Hut) hat nur einen Mini-Auftritt als Verfolger des Jeeps, in dem der geflüchtete Koulov sitzt. Er hat zwar ein paar kurze Großaufnahmen und darf einen unverständlichen Satz murmeln, aber das war´s.

    "Ein recht spannender und szenenweise sogar vergnüglicher Spionagefilm mit der Erkenntnis, dass es Spione überall gibt. Auf der Glienicker Brücke zwischen West-Berlin und Potsdam - sie musste natürlich für einen Teil der Aufnahmen "gedoubelt" werden - tauschen in der Schluss-Szene West und Ost ein paar Verlustkarten des Hazardspiels aus. Wie die Darsteller-Liste zeigt, holte man sich eine stolze Besetzung. Das beste Rollenlos zog Bourvil, der als Pariser Geheimagent ein paar Auftritte erhielt, um die ihn die Kollegen Connery und Constantine beneiden können. Mario Adorf bietet als dümmlich-arroganter US-Sergeant eine nicht alltägliche Filmfigur, Henry Fonda hatte die undankbare Aufgabe, das schmutzige Geschäft ganz ernst nehmen zu müssen, Annie Girardot steuerte einen schmackhaften Schuß Sex bei und Robert Ryan betont in seiner Haltung als US-General, dass die Abwehr ein genauso wichtiges Ressort ist wie jedes andere. Eigentlich sollte der Film allen Freunden des Genres gefallen." (Film-Echo)

    Film-Echo-Note: 4,2 (42 Meldungen) / Erstnote: 4,0
    Frankreich: 1.175.203 Besucher (Paris: 99.692)
    Spanien: 743.908 Besucher

  • Zwei Supertypen räumen auf (1976)Datum04.08.2020 13:46
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    ZWEI SUPERTYPEN RÄUMEN AUF ( I PADRONI DELLA CITTA )
    Italien/Deutschland (1976) - R: Fernando di Leo - DE: 9.12.1977 - FSK 18 - V: Berolina/Nobis
    Darsteller: Jack Palance, Harry Baer, Al Cliver, Edmund Purdom, Vittorio Caprioli, Gisela Hahn, Enzo Pulcrano, Peter Berling, Mario Novelli, Salvatore Billa, Pietro Ceccarelli



    Tony arbeitet als Geldeintreiber für den Gangster Luigi. Der Job ödet ihn mittlerweile an und er träumt von einem sorgenfreien Leben in Brasilien. Gemeinsam mit seinem Kumpel Rick plant er, den großen Unterweltboss Manzari aufs Kreuz zu legen. Tatsächlich schafft er es mit einem Trick, diesen um 10 Mio. Lire zu erleichtern. Doch Manzari findet das gar nicht lustig und es kommt zum Bandenkrieg. Tony und Rick müssen untertauchen, doch mit der Hilfe des gewitzten, schon etwas älteren Gauners Napoli gelingt es ihnen, ihren Verfolgern zu entkommen.

    Dieser etwas unentschlossene Mix aus Action, Gewalt und Comedy ist zwar unterhaltsam, doch fehlt es ihm an Spannung und Tiefgang. Nicht einmal der große Showdown in einem alten Schlachthof, bei dem die drei cleveren Kleinkriminellen gegen den mächtigen Boss und seine Bande antreten, hebt den Film über den Durchschnitt. Fassbinder-Star Harry Baer wirkte in den 1970er Jahren in mehreren europäischen Co-Produktionen mit. Als Kleingangster Tony ist er hier sogar in einer Hauptrolle zu sehen. Wahrscheinlich musste der dafür körperlich hart trainieren, denn er hat zahlreiche Kampf- und Prügelszenen. Ansonsten bringt er einen gewissen jugendlichen Elan ins Spiel, während sein Kollege Al Cliver als wortkarger Rick ein wenig blass bleibt. Die Rollen der beiden konkurrierenden Gangsterbosse wurden mit internationalen Stars besetzt. Jack Palance hat als Manzari den größeren und interessanteren Part. Dagegen bekommt Edmund Purdom als Luigi kaum die Möglichkeit, sich darstellerisch besonders hervorzutun. Die Sympathie des Publikums dürfte vor allem Vittorio Caprioli gehören, denn als alter Fuchs Napoli ist er ein herrlich schräger Typ. Gisela Hahn schlängelt sich in attraktiver Verpackung durch ihre wenigen Szenen. Von Bedeutung ist ihre Rolle nicht.

    "Zwei kleine Gangster erledigen mit Tricks und Gewalt ihre großen Bosse. Genüssliche Aneinanderreihung von brutalen Schlägereien und Schießereien in einem müden deutsch-italienischen Möchtegern-Reißer. Dazwischen gibt es die gewohnten, unglaublich dämlichen Synchronsprüche." (Filmdienst)

  • Erfolgsrangliste 1964Datum02.08.2020 21:49
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Erfolgsrangliste 1964

    Also Vorgaben gab es nicht und es gab sicher immer wieder Fälle, wo ein Film bei gleicher Besucherzahl in einem Kino mit einer 1 bewertet wurde,in einem anderen mit einer 3 oder so. Ob die Noten von einem großen oder von einem kleinen Kino abgegeben wurden spielte keine Rolle. Allerdings wurde die jeweilige Platzanzahl der Kinos bei den Meldungen angegeben, so dass man sie selbst besser einschätzen konnte. Aber berücksichtigt wurde das nicht und so bleibt am Ende - wie Du schon richtig sagst, nur ein grobes Bild. Das gilt besonders für die Filme im Mittelfeld. Aber je mehr Meldungen vorliegen, desto aussagekräftiger ist natürlich die jeweilige Note. 1973 wurde dann ja auch auf Index-Zahlen umgestellt. Die echten Besucherzahlen wurden dann erst in den 80er Jahren veröffentlicht.

  • Erfolgsrangliste 1964Datum02.08.2020 10:28
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    ERFOLGSRANGLISTE 1964
    Im Gegensatz zur offiziellen Rangliste des "Film-Echo" wurden auch die jeweiligen Laufzeiten berücksichtigt. Aufgeführt sind nur Filme mit mehr als 40 Meldungen.

    1964
    Das Schweigen (Schw): 1,5 (143)
    Winnetou (2.Teil): 1,6 (134) - Harald Reinl
    Das tosende Paradies (Dä): 1,6 (98)
    Old Shatterhand: 1,7 (110) - Hugo Fregonese
    Baronesse (Dä): 1,7 (83)
    My Fair Lady (US): 1,7 (73)
    Unter Geiern: 1,8 (138) - Alfred Vohrer
    Gestern, heute und morgen (I/F): 1,8 (125)
    Der Schut: 1,9 (115) - Robert Siodmak
    Polizeirevier Davidswache: 2.0 (163) - Jürgen Roland
    Die große Kür: 2,0 (119) - Franz Antel
    Eine zuviel im Bett (US): 2,0 (90)
    Angelique (F/I/D): 2,2 (164)
    Der Reigen (F/I): 2,3 (98)
    Mondo Nudo - nackte Welt (It): 2,3 (77)
    Liebesgrüße aus Moskau (GB): 2,4 (115)
    Der Hexer: 2,5 (107) - Alfred Vohrer
    Die Unersättlichen (US): 2,5 (98)
    Vier für Texas (US): 2,6 (81)
    491 (Schw): 2,6 (77)
    Lausbubengeschichten: 2,7 (92) - Helmut Käutner
    Der Kardinal (US): 2,7 (85)
    Eva und das nackte Paradies (GB): 2,7 (49)
    Zimmer 13: 2,8 (84) - Harald Reinl
    Der Untergang des Römischen Reiches (US): 2,8 (77)
    Die Verdammten der blauen Berge (GB): 2,8 (65)
    Kampfgeschwader 633 (US): 2,8 (58)
    Freddy und das Lied der Prärie: 2,9 (80) - Sobey Martin
    Sieben gegen Chicago (US): 2,9 (54)
    Mondo di Notte - Welt ohne Scham (It): 2,9 (45)
    Tom Jones - Zwischen Bett und Galgen (GB): 2,9 (42)

    Die Tote von Beverly Hills: 3,0 (95) - Michael Pfleghar
    Schick mir keine Blumen (US): 3,0 (76)
    Yeah! Yeah! Yeah! (GB): 3,0 (61)
    Der letzte Ritt nach Santa Cruz (D/Ö): 3,0 (54) - Rolf Olsen
    Die Strohpuppe (GB): 3,1 (76)
    Ein Sarg aus Hongkong (D/F): 3,1 (67) - Manfred R.Köhler
    Holiday in St.Tropez: 3,1 (67) - Ernst Hofbauer
    Die lustigen Weiber von Tirol: 3,1 (57) - Hans Billian
    Raubzug der Wikinger (GB): 3,1 (50)
    Abrechnung in Vera Cruz (I/Sp): 3,1 (49)
    Die Nackte (F/I): 3,1 (44)
    Eddie, wenn das deine Mutti wüsste(F/I): 3,1 (40)
    Monsieur (F/D): 3,2 (55)
    Der Stärkste unter der Sonne (It): 3,2 (45)
    Schweijks Flegeljahre (Ö): 3,3 (91) Wolfgang Liebeneiner
    Die Gruft mit dem Rätselschloss: 3,3 (68) - F.J.Gottlieb
    ...denn die Musik und die Liebe in Tirol: 3,3 (55) - Werner Jacobs
    Ein Goldfisch an der Leine (US): 3,3 (40)
    Rote Lippen soll man küssen (Ö): 3,4 (59) - Franz Antel
    Die schwarze Tulpe (F/I/Sp): 3,4 (52)
    Fanny Hill : 3,4 (51) Russ Meyer
    Heiße Hölle Bangkok (F/I): 3,4 (44)
    Das Wirtshaus von Dartmoor: 3,4 (42) - Rudolf Zehetgruber

    Liebesgrüße aus Tirol (Ö): 3,5 (60) - Franz Antel
    Das Geheimnis der chinesischen Nelke (D/F/I): 3,5 (54) - R:Zehetgruber
    Die Diamantenhölle am Mekong (D/F/I): 3,5 (54) - Gianfranco Parolini
    MacLintock (US): 3,5 (46)
    Das Verrätertor (D/GB): 3,5 (43) Freddie Francis
    Hilfe, meine Braut klaut (D/Ö): 3,6 (67) - Werner Jacobs
    Jetzt dreht die Welt sich nur um dich (Ö): 3,6 (61) - Wolfg. Liebeneiner
    Nebelmörder: 3,6 (51) - Eugen York
    Das Ungeheuer von London City: 3,6 (48) - Edwin Zbonek
    Immer mit einem anderen (US): 3,6 (47)
    Lana - Königin der Amazonen (D/F/Sp): 3,6 (45) - Geza v.Cziffra
    Die goldene Göttin vom Rio Beni (D/F/Sp): 3,6 (43) - Eugenio Martin
    Beim 7.Morgengrauen (US): 3,7 (54)
    Topkapi (US): 3,7 (52)
    Verdammt zur Sünde: 3,7 (52) - Alfred Weidenmann
    Blutige Seide (I/D): 3,7 (46)
    Der Preis (US): 3,7 (46)
    Wartezimmer zum Jenseits: 3,7 (43) - Alfred Vohrer
    Die Todesstrahlen des DR.Mabuse (D/F/I): 3,8 (62)
    Das hab ich von Papa gelernt (D/Ö): 3,8 (61) Axel v.Ambesser
    Das Phantom von Soho: 3,8 (50) - F.J.Gottlieb
    Die Verführerin (F/I): 3,8 (47)
    Unsere tollen Tanten in der Südsee (Ö): 3,9 (55) - Rolf Olsen
    Abenteuer in Rio (F/I): 3,9 (54)
    Küss mich, Dummkopf (US): 3,9 (46)
    Die Flucht der weißen Hengste (US): 4,1 (40)
    Die Goldsucher von Arkansas (D/F/I): 4,2 (60) - Paul Martin
    Circus Welt (US): 4,2 (55)
    Die letzten Zwei vom Rio Bravo (D/I/F): 4,2 (40) - Mario Caiano
    Freddy,Tiere,Sensationen: 4,3 (68) Karl Vibach
    Volles Herz und leere Taschen (D/I): 4,5 (47)
    Vorsicht Mister Dodd: 4,8 (41) - Günter Gräwert
    Heirate mich,Cherie: 5,1 (43) - Axel v.Ambesser

  • Die Rache der schwarzen Spinne (1958)Datum31.07.2020 13:10
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    DIE RACHE DER SCHWARZEN SPINNE (EARTH VS.THE SPIDER)
    USA 81958) - R: Bert I. Gordon - DE: 20.5.1960 - FSK 16 - V: Mercator
    Darsteller: Ed Kemmer, June Kenney, Gene Ross, Eugene Persson, Troy Petterson, Sally Fraser



    Weil ihr Vater, der tags zuvor nach Springdale gefahren war, um für sie ein Geburtstagsgeschenk zu besorgen, nicht zurückkehrte, ist Carol Flynn sehr beunruhigt. Gemeinsam mit ihrem Highschool-Freund Mike begibt sie sich auf die Suche. Sie fahren die Strecke nach Springdale ab und finden in einer abgelegenen Gegend seinen ramponierten Wagen, doch von ihm fehlt jede Spur. Ganz in der Nähe befindet sich der Eingang zu einer weit verzweigten Höhle. Als sie diese erkunden, entdecken sie, dass darin eine riesige Spinne haust, der sie gerade noch entkommen können. Der Sheriff ist mit seinen Leuten schnell zur Stelle und mit einer Tankwagen-Ladung DDT gelingt es, das Spinnenmonster außer Gefecht zu setzen. Man deponiert das scheinbar tote Tier zu Untersuchungs- und Ausstellungszwecken in der Turnhalle der Highschool. Als eine Gruppe junger Leute dort für einen Tanzwettbewerb probt, wird die Spinne wieder munter und befreit sich aus ihrem Gefängnis. In der Kleinstadt bricht Panik aus.

    Low-Budget-Regisseur Bert I.Gordon gilt als Fachmann für Horrortrashfilme, mit deren Produktion er bereits Mitte der 1950er Jahre begann. Er wusste mittlerweile genau, was das junge Publikum, das diese Filme überwiegend konsumierte, erwartete und so besitzt "Die Rache der schwarzen Spinne" all das, was einen gut funktionierenden Film dieser Sparte ausmacht. Im Hinblick auf das Entstehungsjahr sollte man in Sachen Tricktechnik keine großen Ansprüche stellen. So wurde hier beispielsweise die Spinne - eine Tarantel - in den Stadtszenen per Rückprojektion vergrößert in das Geschehen hineinkopiert. Auch die vielen Ungereimtheiten muss man einfach in Kauf nehmen. Immerhin schreitet die Handlung zügig voran und die Musik kommt an den passenden Stellen donnernd-dramatisch zu Einsatz. Die Darsteller stammen zwar alle aus der zweiten oder gar dritten Reihe, liefern jedoch einigermaßen ordentliche Leistungen ab. Außerdem gelang es den Machern, in den Höhlen-Sequenzen für eine unheimliche Gruselatmosphäre zu sorgen. Gerdreht wurde in den berühmten Carlsbad-Caverns in New Mexico. Der Film zählt sicher nicht zu den Klassikern des Genres, bietet Fans aber einen nostalgischen Horror-Spaß.

    "Hanebüchener, unfreiwillig komischer Billig-Gruselfilm, der mit trivialen Effekten der guten alten Rummelplatz-Geisterbahn arbeitet." (Filmdienst)

  • Dass ursprünglich auch Jan Hendriks als Darsteller vorgesehen war, geht offensichtlich nur aus dem entsprechenden Tagesbericht der CCC-Film hervor. In der ersten Film-Echo-Ankündigung wird nur Narziss Sokatscheff genannt. Allerdings erfolgte diese nach dem 9.September.

    Da hier noch die damalige Film-Echo-Kritik fehlt, möchte ich sie hiermit nachtragen:

    "In London arbeitet ein Privatgericht, das die in England noch immer gebräuchliche Todesstrafe gegen Verbrecher verhängt, die der staatlichen Justiz durch die Maschen schlüpfen konnten. Nachdem wir schließlich erfahren haben, wer der Initiator dieser mit profunden Rechtskenntnissen ausgestatteten Feme ist, kommt man sich wieder einmal leicht düpiert vor. Nicht etwa, dass der Ideenlieferant Bryan Edgar Wallace und der Drehbuchautor R.A.Stemmle plumper gearbeitet haben als die meisten ihrer Kollegen von der deutschen Krimi-Filmfront. Sie haben lediglich das bequeme Verfahren, sich einer einigermaßen plausiblen Erklärung mysteriöser Geschehnisse durch die Flucht in die Abblendung zu entziehen, noch einmal angewendet. Da bleibt dem gutmeinend-besorgten Kritiker nur die Frage übrig, ob es nicht allmählich an der Zeit wäre, der so erfreulichen Kriminalfilm-Konjunktur eine größere Dosis Logik und Sorgfalt zuzuführen.
    Der Regisseur Edwin Zbonek hat es an der wirksamen Herausarbeitung äußerlicher Gruseleffekte nicht fehlen lassen. Ein Leichenwagen wird zum Symbol nächtlicher Exekution, ein Skelett schreckt uns und den Mörder, ein Seziermesser blinkt in Großaufnahme an der Kehle der betäubten Maria Perschy. Wenig geschah jedoch, um die Unbeholfenheit vieler Dialoge zu überspielen. Wolfgang Preiss macht aus einem hohen Scotland-Yard-Beamten einen ungeduldig polternden Bürochef. Rudolf Forster muß recht bedeutungslosen Sätzen bedeutsame Betonung geben. Hansjörg Felmy erscheint rückschauend gesehen für sein Verhalten zu weichlich und energielos. Überhaupt nicht zuende gedacht ist die Rolle von Chris Howland. Die finanzielle Kalkulation scheint jedoch aufzugehen."

  • Zitat von Jan im Beitrag #161
    Ich musste erst einmal googeln, wer das überhaupt ist.

    Ging mir auch so.
    Irgendwie schon interessant, dass keiner von all den angekündigten Namen letztendlich am Film beteiligt war.

  • Ankündigung des PRISMA-Verleihs 1960/61:

    Edgar Wallace - wie ihn jeder liebt
    Die toten Augen von London

    mit Fritz Rasp, Karin Dor, Dieter Eppler, Wolfgang Büttner, Harald Maresch, Herbert Tiede
    Regie: Harald Reinl - Musik: Conny Schumann

  • Straße des Todes (1956)Datum26.07.2020 13:21
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    STRASSE DES TODES (CHECKPOINT)
    AT: IN LETZTER SEKUNDE (DDR)
    GB (1956) - R: Ralph Thomas - DE: 2.5.1957 - FSK 16 - V: Rank
    Darsteller: Stanley Baker, Anthony Steel, Odile Versois, James Robertson Justice, Maurice Denham, Paul Muller, Lee Patterson, Anne Heywood



    Warren Ingram, Chef einer britischen "Car Racing Company", beauftragt den zwielichtigen O`Donovan, Konstruktionspläne aus dem Tresor einer italienischen Konkurrenz-Firma zu entwenden. Zwar gelingt es O`Donovan bei einem nächtlichen Einbruch den Safe zu öffnen, doch damit löst er zugleich die Alarmanlage aus. Bei einer wilden Schießerei mit seinen Verfolgern kommt es zu einer schweren Explosion und es gibt mehrere Tote. O`Donovan findet Unterschlupf bei Petersen, einem Kontaktmann seines Auftraggebers. Um ihn außer Landes zu bringen, nutzt Ingram das bevorstehende Straßenrennen Florenz-Locarno, an dem sein Fahrer Bill Fraser teilnimmt. Er lässt dessen Co-Piloten durch ein Betäubungsmittel außer Gefecht setzen, so dass O`Donovan seinen Platz einnehmen kann, um so ohne Grenzkontrollen in die Schweiz zu gelangen. Für Komplikationen sorgt Bill Frasers Freundin Francesca, die zufällig Wind von der Sache bekommt.

    Trotz des grob zusammengebastelten Plots bietet dieser Action-Krimi akzeptable Unterhaltung. Lediglich eine im Mittelteil etwas breit ausgewalzte Liebesromanze stört den ansonsten zügigen Verlauf der Handlung. Neben ein paar rasanten Sequenzen des Straßenrennens verleihen auch die von der Farbkamera wunderbar eingefangenen italienischen Locations dem Film ein besonderes Flair. Solide Darstellerleistungen runden das Ganze ab.Stanley Baker ist als O`Donovan zwar gefährlich und unberechenbar, aber kein skrupelloser Killer. Er bittet den alten Nachtwächter, der sich ihm bei seiner Flucht entgegenstellt, den Weg freizugeben. Erst als der sich weigert und seine Waffe zieht, schießt er ihn nieder. Anthony Steel bleibt als Rennfahrer Bill Fraser ein wenig farblos, während die Französin Odile Versois als seine Freundin Francesca mehr Möglichkeiten erhält, sich dem Zuschauer einzuprägen. Die Rolle von O`Donovans Auftraggeber Ingram stellt an den immer wieder gern gesehenen James Robertson Justice keine besonderen Anforderungen und der Schweizer Schauspieler Paul Muller, ein gefragter Kandidat für dubiose Charaktere, ist als Petersen ein eher windiger Typ.

    "Werksabotage und Verbrecherjagd bei einem italienischen Autorennen. Passabler Actionfilm, dessen Rennszenen inzwischen technisch überholt wirken." (Filmdienst)

    Film-Echo-Note: 2,9 (20 Meldungen)
    Frankreich: 623.617 Besucher (Paris: 101.665)

  • John Saxon gestorbenDatum26.07.2020 10:21
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Der amerikanische Schauspieler John Saxon ist im Alter von 83 Jahren gestorben.
    Er war in ca. 200 Kino- und Fernsehrollen zu sehen und arbeitete mit vielen großen Regisseuren und namhaften Stars zusammen.

  • Dinah Hinz gestorbenDatum22.07.2020 11:16
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Dinah Hinz, die Halbschwester von Michael Hinz und Knut Hinz, starb am 14.Juli im Alter von 86 Jahren.
    Sie wurde von Fritz Kortner schon in jungen Jahren für die Bühne entdeckt. Später folgten Auftritte in Film und Fernsehen. So war sie u.a. in Serien wie "Kriminalmuseum", "Stahlnetz", "Pater Brown" oder "Schwarz Rot Gold" zu sehen. Als Synchronsprecherin lieh sie ihre Stimme z.B.Stars wie Elizabeth Taylor oder Caroll Baker und war außerdem an vielen Hörspielproduktionen beteiligt.

  • Rufmord (1963)Datum21.07.2020 12:36
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    RUFMORD (TWILIGHT OF HONOR)
    USA (1963) - R: Boris Sagal - DE: 6.2.1964 - FSK 16 - V: MGM
    Darsteller: Richard Chamberlain, Claude Rains, Nick Adams, Joan Blackman, James Gregory, Joey Heatherton, Pat Buttram, Jeanette Nolan, Linda Evans



    Der hochangesehene und einflussreiche Cole Clinton wurde nachts in einem Motel in New Mexico ermordet. Die Tat soll der labile Schwächling Ben Brown begangen haben, der die Nacht mit seiner Frau ebenfalls in diesem Motel verbrachte. Der junge Anwalt David Mitchell wird mit seiner Verteidigung beauftragt. Eine undankbare Aufgabe, denn niemand zweifelt an Ben Browns Schuld, zumal er bereits ein schriftliches Geständnis unterzeichnet hat. Doch Mitchell findet schnell heraus, dass bei den polizeilichen Ermittlungen einiges schief gelaufen ist und dass Freunde und Familie des Opfers offensichtlich etwas vertuschen wollen. Mitchells stärkster Gegner ist der Sonderstaatsanwalt Bixby, der alle Trümpfe in der Hand zu haben scheint. Doch Mitchell bleibt gelassen, denn der pensionierte Anwalt Art Harper, sein väterlicher Freund und Mentor, steht ihm als kompetenter Berater zur Seite.

    Der gutaussehende Richard Chamberlain spielte ab 1961 die Titelrolle in der erfolgreichen TV-Serie "Dr.Kildare" und wurde dadurch in den USA zum Herzensbrecher und Frauenschwarm. MGM wollte von seiner ungeheuren Popularität profitieren und ihn zum Filmstar aufbauen. In diesem konventionell inszenierten Gerichtsdrama spielt er seine erste Hauptrolle und man kann sagen, dass er sich hinter seinen teils namhaften Schauspielkollegen nicht verstecken muss. Als noch nicht so erfahrener Anwalt Mitchell stellt er fest, dass ihm von allen Seiten Ablehnung entgegenschlägt. Doch er lässt sich davon nicht einschüchtern und setzt sich couragiert und leidenschaftlich für seinen Mandanten ein. Claude Rains, bekannt vor allem aus dem Klassiker "Casablanca", absolviert hier seinen vorletzten Leinwandauftritt. Als Art Harper unterstützt er Mitchell dabei, gegen ein schon im Vorfeld feststehendes Urteil anzukämpfen. Der Schauspieler starb 1967. Den vermeintlichen Mörder spielt Nick Adams, seine Frau - ein billiges Flittchen - ist Joey Heatherton, die damit ihr Leinwanddebüt gibt. Als Staatsanwalt kann sich James Gregory eindrucksvoll in Szene setzen. In einer kleinen Nebenrolle ist Linda Evans als Tochter des Opfers zu sehen. Als Krystle Carrington in der Serie "Denver Clan" erlangte sie in den achtziger Jahren Starruhm.
    Bei uns erwies sich "Rufmord" damals als völliger Flop, was wohl auch daran lag, dass Richard Chamberlain hierzulande total unbekannt war, denn als "Assistenzarzt Dr.Kildare" durfte er sich erst ab 1968 auf den deutschen Bildschirmen um seine Patienten kümmern. Spätere Highlights seiner Karriere waren die Rolle des Pater Ralph in dem Mehrteiler "Die Dornenvögel" und die international erfolgreichen "Quatermain"-Filme.

    "Der Auftakt ist gut: Im Staate New Mexico ist ein weithin bekannter und beliebter Geschäftsmann von einem hergelaufenen Niemand ermordet und beraubt worden. Da der Verhaftete überdies ein Geständnis unterschrieben hat, erscheint der Prozess für den ehrgeizigen Staatsanwalt nur noch ein populäres Schauspiel auf dem Wege zum Gouverneurs-Posten. Für den jungen Anwalt, den man zum Pflichtverteidiger bestellte, hat er nur ein geringschätziges Lächeln übrig. Natürlich weiß jeder einigermaßen versierte Filmbesucher, dass der Schluss nur der Freispruch des Angeklagten sein kann. Aber dem Kampf gegen Voreingenommenheit, Lynch-Gelüste und skrupelloses politisches Strebertum fehlt es an Härte und dichterischer Gestaltungskraft. Vieles erscheint zu vordergründig oder wird durch bequeme Schwarzweiß-Zeichnung abgewertet." (Film-Echo)

    "Gerichtsdrama mit einem jungen Richard Chamberlaine in der Hauptrolle, der seine Figur facettenreich anlegt und dem Film einiges Interesse sichert." (Filmdienst)

  • Matthias Grimm gestorbenDatum20.07.2020 15:04
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Bereits am 15.März 2020 ist der Schauspieler und Synchronsprecher Matthias Grimm im Alter von 76 Jahren gestorben. Bekannt wurde er vor allem als "Padua" in der ZDF-Serie "Der Kurier der Kaiserin" (1971). Was die meisten nicht wissen: In "Das 7.Opfer" spielte er den Trompeter,der während der Party erschossen wird.
    Matthias Grimm war zuletzt als Sprecher, Autor und Regisseur für Hörspiel- und Filmsynchronisation erfolgreich tätig.

    Kinofilme:
    Lilli - ein Mädchen aus der Großstadt (1958)
    Das 7.Opfer (1964)
    Straßenbekanntschaften auf St.Pauli (1968)
    Das Wunder der Liebe (1968)
    Van de Velde: Das Leben zu zweit (1969)
    Klassenkeile (1969)
    Das haut den stärksten Zwilling um (1971)

  • Duell am Steuer (1957)Datum18.07.2020 11:36
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema Duell am Steuer (1957)
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