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Dieses Thema hat 117 Antworten
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 Edgar-Wallace-Forum
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Jan Offline




Beiträge: 1.753

06.08.2010 18:15
#61 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten

Eine ganz außerordentlich akribisch zusammengestellte Übersicht, die sogar mir wieder Lust darauf verschafft, die Serie erneut anzusehen. Ich kann Daniel nur beipflichten, wenn er schreibt, dieses schön verfasste Sammelsurium an Informationen und Kurzweil nach Abschluss der Reihe in einem separaten Thread zusammenzufassen und die z.T. dutzendfach kolportierten Anmerkungen, die sich dazwischen geschoben haben, somit in diesem Rahmen zwar zuzulassen, aber dann schlussendlich doch zu beseitigen!

Ein wenig überrascht stelle ich fest, dass bis dato, abgesehen von einer Ausnahme ("Das Rätsel der roten Orchidee", den ich eher klamottig denn ironisch empfinde), eine beinahe deckungsgleiche Ansicht über die hier angeführten Wallace-Filme zwischen Gubanov und mir besteht! Ich setze somit bis auf diese eine Ausnahme meine dicke Paraphe unter jeden seiner Beiträge! Super!!

Gruß
Jan

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

06.08.2010 22:36
#62 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten



#15: Zimmer 13 (BRD 1963/64, ES: 20.02.1964)

Erster Satz
„Alles in Ordnung, Boss?“

Inhalt
Der Zug nach Paddington rast über die Gleise. Gleich daneben wird eine Frau brutal mit einem Rasiermesser ermordet. Tage später findet in derselben Gegend ein Millionenraub statt. Welche Rollen spielen der Unterhausabgeordnete Marney und seine Tochter Denise in diesem Unterfangen?

Zitate
• „Dieser famose Sergeant Horse hat die Spur verloren – dieses Pferd!“
• „Wenn ihr OM und TR verwechselt, dann könnt ihr euch heute schon einen Sarg kaufen.“
• „Onkel Higgis Westen sind die besten.“

Der erste Edgar-Wallace-Film...
• ..., dessen Titel nicht mit einem Artikel beginnt.
• ...von Schnittmeisterin Jutta Hering.
• ..., in dem die Hauptdarstellerin das Filmende nicht erlebt.

Zeit...
• ...bis zum Vorspann: 1 Minute, 30 Sekunden
• ...bis zum ersten Mord: 49 Sekunden

Anzahl der Leichen
13 (Frau am Bahndamm, Wanda, Pia Pasani, Sir Robert Marney, Joe Legge, 6 Gangster bzw. Polizisten bei Schießerei, Butler Ambrose, Denise Marney)

Besonderheit
Nach einer Pause von vier Jahren entstanden zu diesem Wallace-Film wieder Aufnahmen in Dänemark. Es sollte das letzte Mal innerhalb der Reihe sein. Für Schloss Marney stand Schloss Valø als Drehort zur Verfügung. Das Gebäude, das bereits als Bank im „Frosch“ und als Brabazon-Bank im „Kreis“ zu sehen war, taucht hier abermals direkt gegenüber des „Highlow“-Club auf. In Anlehnung an den „Frosch“ durften außerdem die damaligen Aufnahmeleiter und Nebendarsteller Hedmann und Hildesheim abermals kleine Rollen übernehmen.

Kurzfazit
Man kann sich kaum einen größeren Kontrast zwischen zwei Wallace-Krimis vorstellen als zwischen „Das indische Tuch“ und „Zimmer 13“. Reinl setzt auf bitteren Ernst und einen düsteren, psychologischen Blickpunkt. Mit der schockierenden Auflösung zeigt Autor Quentin Philips außerdem, dass man in dieser Serie wirklich niemandem trauen kann.

Letzter Satz
„Vielleicht kann dir ein Halsspezialist noch helfen...“

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

07.08.2010 12:09
#63 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten



#16: Die Gruft mit dem Rätselschloss (BRD 1964, ES: 30.04.1964)

Erster Satz
„Nerven haben die Leute.“

Inhalt
Es ist Jahre her, dass der Spielhöllenbesitzer Real den Vater von Kathleen Kent mit unlauteren Methoden abgezockt und in den Selbstmord getrieben hat. Nun plagen ihn Gewissensbisse: Er bestellt Kathleen nach London, um ihr sein ergaunertes Vermögen als Entschädigung zu vermachen. Doch hinter dem Geld sind auch andere her...

Zitate
• „Er hat mich betrogen.“ – „Vielleicht hat er das von dir gelernt.“
• „Jetzt werd’ ich erstmal mit dir abrechnen!“
• „Schlecht, Spedding.“

Der erste Edgar-Wallace-Film...
• ...mit dem Duo Harald Leipnitz / Ilse Steppat.
• ..., in dem die Hauptdarstellerin bereits nach weniger als 10 Minuten entführt wird.
• ...mit einer Windmühle.

Zeit...
• ...bis zum Vorspann: 2 Minuten, 16 Sekunden
• ...bis zum ersten Mord: 2 Minuten, 9 Sekunden (1 Minute, 19 Sekunden)

Anzahl der Leichen
9+1 (Jean de Prigeot, Feder-Lissy, Massey, Cyril, Connor, Mr. Spedding, Mr. Real, Jimmy Flynn, George)
Ein Gangster stirbt im Kinokrimi zu Beginn des Films. Die Zeit seines Todes ist oben in Klammern angegeben.

Besonderheit
Der Farbvorspann von „Die Gruft mit dem Rätselschloss“ wird auf DVD nur in schwarzweiß wiedergegeben. Laut unbestätigten Produktionsunterlagen sollen auch für „Der Fälscher von London“, „Die seltsame Gräfin“ und „Das Rätsel der roten Orchidee“ Titelvorspänne in Farbe angefertigt worden sein.

Kurzfazit
Abgesehen davon, dass die Gruft eher aussieht wie eine Gameshowkulisse, garantiert der Film angenehm altmodisches Flair. Dieses sowie Twists, Technik und Tragik in den Mühlenszenen benötigt er auch, um die leidlich ausgeprägte Spannungskurve und Eddi Arents darstellerische Fehlgriffe zu kaschieren.

Letzter Satz
„Ich komm’ gleich wieder; ich hol’ nur... Dynamit!“

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

10.08.2010 14:06
#64 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten



#17: Der Hexer (BRD 1964, ES: 21.08.1964)

Erster Satz
„Anwaltspraxis Dr. Messer.“

Inhalt
Als Rechtsanwalt Maurice Messer seine Sekretärin Gwenda Milton umbringt, ist er sich der Folgen seiner Tat nicht bewusst: Die Dame ist die Schwester des „Hexers“ – und dieser macht Gaunern wie Messer und seiner Mädchenschieberbande nur allzu gern die Hölle heiß...

Zitate
• „Diese Polizeifotos, die sind in ihrer Nüchternheit manchmal direkt schockierend.“
• „Der Hexer pflegt Fälle, die ihn interessieren, auf seine Weise zu lösen: Rücksichten nimmt er dabei keine.“
• „Auch sie könnte noch weiterleben, wenn sie Torero benutzt hätte.“

Der erste Edgar-Wallace-Film...
• ...mit Schüssen und „Hallo“-Spruch in ihrer bekannten und bis zum Ende der Serie bei Rialto benutzten Form.
• ...von Herbert Reinecker – und auch der erste mit einem Mädchenheim.
• ..., der im DDR-Fernsehen (6. Mai 1972, DDR 1) sowie auf kabel eins (4. Juni 1994, 20.15 Uhr) gesendet wurde.

Zeit...
• ...bis zum Vorspann: 1 Minute, 59 Sekunden
• ...bis zum ersten Mord: 1 Minute, 32 Sekunden

Anzahl der Leichen
6 (Gwenda Milton, Cyril B. Hopkins, Frank S. Shelby, Sergeant im U-Boot-Keller, Thomas Reddingwood, Dr. Maurice Messer)

Besonderheit
Zum einzigen Mal überhaupt spielen Joachim Fuchsberger und Heinz Drache zusammen in einem Film. Zur Komplettierung des Wallace-Starensembles fehlen dem „Hexer“ somit nur noch Klaus Kinski und Karin Dor. Diese beiden Schauspieler drehten jedoch nie einen gemeinsamen Wallace-Krimi.

Kurzfazit
Das gut aufgelegte „Hexer“-Team sorgt mit Fuchsbergers schlagfertigen Umwegen, der unerreichten Abgebrühtheit Margot Troogers und den schmierigen Gangsterfiguren für genug Ablenkung von einem im Grunde durchsichtigen Plot und für das Aushängeschild der Serie teils erstaunlich einfach produzierten Szenen.

Letzter Satz
„Los!“

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

10.08.2010 19:00
#65 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten



#18: Das Verrätertor (BRD / GB 1964, ES: 18.12.1964)

Erster Satz
„Kommen Sie, schnell!“

Inhalt
Die Gangster um Mr. Trayne und seine Komplizin Dinah Pawling haben es sich zum Ziel gesetzt, die Kronjuwelen aus dem Tower von London zu stehlen. Zu diesem Zweck bemächtigen sie sich des Sträflings Graham, der einem Gardeleutnant verblüffend ähnlich sieht. Der Rest des Plans sieht Präzisionsarbeit vor – doch Neid und Habgier ergreifen von den Beteiligten Besitz...

Zitate
• „Den alten Plunder stiehlt bestimmt niemand.“
• „Du bist ein Teufel! Was geht in diesem kleinen hübschen Kopf vor?“
• „Wie kommen die denn hierher? Sind das nicht die Kronjuwelen?“

Der erste Edgar-Wallace-Film...
• ..., in dem Eddi Arent die größte Ermittlerrolle spielt.
• ...ohne deutschsprachigen Helden.
• ..., in dem ein Schauspieler eine Rolle mit seinem eigenen, echten Namen spielt (Klaus Kinski als Kinski).

Zeit...
• ...bis zum Vorspann: 3 Minuten, 10 Sekunden
• ...bis zum ersten Mord: 2 Minuten, 15 Sekunden

Anzahl der Leichen
6+ (Polizist auf Motorrad, Mr. King, Chauffeur John, Graham, Kinski, Dinah Pawling)
Nicht exakt geklärt wird, wie viele Personen bei der Bombenexplosion auf dem Schiff sterben.

Besonderheit
Die Realisierung des Films wurde über drei Jahre hinweg immer wieder verschoben, weil man nach geeigneten britischen Partnern suchte, um wichtige Drehgenehmigungen für Originalschauplätze zu erhalten.

Kurzfazit
Ungewöhnlicher Wallace-Film, der Heist-Strukturen dem Whodunit vorzieht. Das sehr britische, aber wenig serientypische Flair, das durch die Koproduktion mit Summit Film entsteht, macht die Einzigartigkeit des Films vollkommen: Er braucht kein Meisterwerk zu sein, um sich als gelungene Abwechslung abzuheben.

Letzter Satz
„Dies ist meine letzte Aufnahme gewesen und ich glaube, sie wird das Happy End sein.“

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

11.08.2010 20:51
#66 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten



#19: Neues vom Hexer (BRD 1965, ES: 04.06.1965)

Erster Satz
„Er passt, Sir.“

Inhalt
Der „Hexer“ ist bekanntlich nicht kleinlich in der Wahl seiner Mittel – aber einen Mord, den er nicht begangen hat, lässt er nicht auf sich sitzen. So mischt er eine Gerichtsverhandlung in London auf, die den Tod von Lord Curtain untersuchen soll. Dem ersten Verbrechen folgen allerdings noch mehrere andere.

Zitate
• „Der Hexer der Mörder? Ach du lieber Himmel, geht das schon wieder los!“
• „Haben Sie einen Haussuchungsbefehl?“ – „Haben Sie einen Waffenschein?“
• „Ich bin da, Margie.“

Der erste Edgar-Wallace-Film...
• ..., der mehrere Protagonisten eines vorherigen Films wieder aufgreift.
• ...mit Hubert von Meyerinck, dem späteren Sir Arthur.
• ...mit einem Hauptverbrecher, der nicht aktiv in die Filmhandlung integriert ist.

Zeit...
• ...bis zum Vorspann: 1 Minute, 10 Sekunden
• ...bis zum ersten Mord: 5 Minuten, 42 Sekunden

Anzahl der Leichen
9 (Lord Curtain, Lady Curtain, Archie Moore, Miss Angel, Butler Edwards, Mr. Bailey, Marshall, Lanny, Philip Curtain)

Besonderheit
Regisseur Alfred Vohrer ist im Film sowohl als Concierge im Hotel von Mrs. Milton zu sehen als auch als Stimme durchs Hörgerät zu hören. In seinem eigentlichen Metier musste er dagegen zurückstecken: Eine Erkrankung ließ ihn kurzzeitig aussetzen, sodass „Zimmer 13“-Autor Will Tremper (Quentin Philips) ihn vertrat.

Kurzfazit
Dem Drehbuch merkt man Liebe zum Detail an, die in der routiniert gespielten, gedrehten und geschnittenen Machart des Films allerdings kaum Raum erhält, sich zu entfalten. Der Fauxpas mit der unbefriedigenden Auflösung hätte ebenfalls keinesfalls unterlaufen dürfen. Dr. Mills hätte sich als Täter geradezu angeboten.

Letzter Satz
„Was wollen Sie von Arthur Milton?“ – „Das werden Sie demnächst erfahren... ach übrigens: in diesem Theater.“

Sir 100 ASA Offline



Beiträge: 241

13.08.2010 19:54
#67 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten

Über die Co-Regie von Will Tremper bei "Neues" hatte ich bisher nichts gehört. "Neues" ist mein Lieblings-Wallace. Daher stellt sich mir die Frage an die Experten hier im Forum: War er eigentlich für spätere Wallace-Verfilmungen mal als alleiniger Regisseur im Gespräch?

Ein Photo bitte, Madam? *blitz*

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

13.08.2010 20:11
#68 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten

ein klares nein

j.

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

13.08.2010 20:30
#69 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten



#20: Der unheimliche Mönch (BRD 1965, ES: 17.12.1965)

Erster Satz
„Wie lange dauert es denn noch, bis dieser Narr...“

Inhalt
„Vielleicht spukt es im Schloss“, meint der unheimliche Mr. Short. Und tatsächlich scheint ein Mann in Mönchskutte für den Tod eines Polizisten in der nahen Umgebung verantwortlich zu sein. Ist Sir John anfangs noch skeptisch, so schlägt auch er bald seine Zelte in Darkwood auf – nicht nur der hübschen Mädchen wegen...

Zitate
• „Du kleiner Lump – ich seh’ dich durch und durch.“
• „Der Mönch, der Mönch... Wenn das ein Mönch ist, dann bin ich ’ne Nonne.“
• „Der erste am Tatort ist immer verdächtig.“ – „Aber das waren doch Sie!“

Der erste Edgar-Wallace-Film...
• ..., der mehr als ein halbes Jahr später als sein Vorgänger uraufgeführt wurde.
• ...mit Uschi Glas (hier noch als Ursula Glas in einer Nebenrolle als Schulmädchen)
• ..., der keine einzige Figur der Originalvorlage mehr übernimmt.

Zeit...
• ...bis zum Vorspann: 3 Minuten, 5 Sekunden
• ...bis zum ersten Mord: 2 Minuten, 54 Sekunden (2 Minuten, 27 Sekunden)

Anzahl der Leichen
12 (der Schlossherr, der Notar, Inspektor Potter, Lola, Sir William, Ronny, vier Beteiligte an der Schießerei im Hafen, Sir Richard, Smithy)
Der Tod des Schlossherrn hat offenbar natürliche Ursachen. Deshalb ist er bei der „Zeit bis zum ersten Mord“ nur in Klammern angegeben.

Besonderheit
Der Vorspann dieses Film ähnelt dem von „Das Gesicht im Dunkeln“ ganz beträchtlich. Nicht nur sieht man in beiden ein brennendes Auto, auch gestaltete man hier und dort so, dass man den Hintergrund nur durch die Buchstaben des Filmtitels erspähen kann – der Rest des Schirms ist in Farbe getaucht.

Kurzfazit
Auf Hochglanz polierter Illustriertenkrimi mit bunt zusammengemischter Handlung, zweifelhafter Auflösung und äußerst manierierten Dialogen. Das Streben nach perfekter Optik beschert dem Zuschauer indes attraktive Park- und Schlossaufnahmen, die von Peter Thomas’ wenig subtiler Ohrwurmmusik untermalt werden.

Letzter Satz
„Das würde mir die dauernden Hochzeitsgeschenke ersparen.“

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

13.08.2010 20:54
#70 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten

Zwischenruf -2-

Wie bereits nach den ersten zehn Edgar-Wallace-Verfilmungen der Rialto-/ Constantin-Film möchte ich auch hier nach zwanzig Verfilmungen ebenfalls einen „Zwischenruf“ einfügen, der die Verfilmungen im Bezug zu den Romanvorlagen sieht.

War die zehnte Edgar-Wallace-Adaption „Die Tür mit den sieben Schlössern“ ein erster großer Tiefschlag innerhalb der Reihe was den Bezug zwischen Roman und Film betrifft sowie von der Inszenierung her, so konnte man feststellen das die nächste Verfilmung „Das Gasthaus an der Themse“ zu den besten der Serie gehört. Egon Eis straffte mit Überphantasie den Roman – eliminierte Figuren wie den Lord oder den bekannten Inspektor Elk und schuf erstmals einen anderen Täter als bei der Vorlage. Übrigens war das eine Spezialität von Eis, der bereits 1931 bei seiner Zinker-Adaption nicht Sutton als Zinker entlarvte sondern den Reporter Collie, den er aber wohlweislich in Josua Harras umtaufte. Dennoch schoß Eis übers Ziel hinaus, so dass Petersson erneut ein Wallace-Drehbuch bearbeiten musste. Wie bereits im Falle von „Die Tür mit den sieben Schlössern“ übernahm daraufhin GFH, dieses Mal unter seinem Pseudonym Piet der Ulen, die Aufgabe das Drehbuch abzurunden. Das gelang ihm ausgezeichnet. Den Haupttäter nannte man den „Hai“ und wurde von dem Schauspieler Richard Münch verkörpert, der ein paar Jahre später wieder „Mr. High“ spielen sollte, als Chef des F.B.I. in den Jerry-Cotton-Verfilmungen. Innerhalb der gesamten Serie hat dieser Film die bemerkenswerteste Besetzung überhaupt, denn sie wird einmalig bleiben, denn das Gespann Joachim Fuchsberger, Klaus Kinski, Siegfried Schürenberg und Eddi Arent wird in keinem weiteren Film mehr gemeinsam auftreten. Beigestellt hat man ebenfalls ein ausgezeichnetes Co-Ensemble – neben Richard Münch sind dies Brigitte Grothum, Heinz Engelmann, Jan Hendriks und Elisabeth Flickenschild. Innerhalb der Serie sollte er auch besuchermäßig der erfolgreichste Film der Serie werden und bleiben. Startete man 1961 noch fünf Edgar Wallace Filme so waren es 1962 nur noch drei Starts – ein vierter Film zu Weihnachten 1962 gestartet hätte der Serie bestimmt auch noch gut getan.

Schon bei „Das Gasthaus an der Themse“ bewegt man sich abseits der Originalvorlage von Edgar Wallace. Bei den kommenden drei Verfilmungen die alle im Jahre 1963 entstanden sind „Der Zinker“ (Drehbuch: Harald G. Petersson), „Der schwarze Abt“ (Drehbuch: Dr. Hanns Wiedmann/ Überarbeitung: F.J. Gottlieb) und „Das indische Tuch“ (Drehbuch: Georg Hurdalek/ Überarbeitung: Harald G. Petersson) bewegte man sich Schritt für Schritt wieder weg von der Romanvorlage, konnte aber bei den fertigen Filmen die Wallace Urstruktur noch erkennen. Es kommt zwar als Leser Zwiespältigkeit auf, aber aufgrund der insgesamt guten Inszenierungen akzeptiert man dies wesentlich besser als zuvor bei „Die Tür mit den sieben Schlössern“.

Bei den vier im Jahre 1964 gestarteten Filmen gelingt es weniger und die Zwiespältigkeiten bei einem Vergleich Roman zu Film werden immer größer. „Zimmer 13“ (Drehbuch: Will Tremper/ realisiert bereits Ende 1963) akzeptiert man den Unterschied noch am Besten, da hier – was auch neu bei einer Wallace-Verfilmung ist – zwei Parallelgeschichten nebeneinander erzählt werden. Hinzukommt, dass der Roman nicht zu Wallace klassischen Werken gehört – und innerhalb der bisherigen Verfilmungen eher mit „Der Banknotenfälscher“ und „Gangster in London“ zu vergleichen ist. Mit der nächsten Roman-Verfilmung „Der Safe mit dem Rätselschloß“ (Drehbuch: Robert A. Stemmle/ Überarbeitung: F.J. Gottlieb) der zunächst den Arbeitstitel „Die Mühle des Todes“ bekam und letztendlich als „Die Gruft mit dem Rätselschloß“ in die Kinos kam beging man erstmals gegenüber dem Roman einen groben Schnitzer: der Held des Romans, der das Mädchen rettet wird hier zum Bösewicht, der das Mädchen verrät. Das konnte nicht gut gehen und so hinterlässt der Film einen negativen Touch der weder Romanleser noch Kinobesucher befriedigte, der dies auch in dem Maße quittierte dass dieser Film zum schlechtesten Besucherergebnis der bisherigen Serie führte.

Mit der kommenden Roman-Adaption „Der Hexer“ (Drehbuch: Herbert Reinecker) wollte man die Flucht nach Vorne gehen, holte sich die vier besten Stars des ersten Wallace-Films Joachim Fuchsberger, Jochen Brockmann, Siegfried Lowitz und Karl Lange und gesellte ihnen neben Siegfried Schürenberg und Eddi Arent noch Heinz Drache und als weiblichen Star Sophie Hardy hinzu. Bei so vielen „Stars“ wuchs auch die Gage und die Produktionskosten des Films – und es musste gespart werden. Mal wieder an falscher Stelle. Akzeptiert man noch die nicht guten Rückpros so nahm man erstmals bewusst Szenen aus anderen Filmen und baute sie ein. So bleibt bei aller „Liebe“ zu diesem im Grunde gelungenen Film wieder ein unglücklicher Touch von Unprofessionalität zurück. Dennoch dankte das Publikum damit dass es wieder in Scharen in die Kinos ging.

Bei der nun folgenden Adaption eines Wallace Romans „Das Verrätertor“ tat man sich besonders schwer. Bereits 1961 schrieb Dr. Hanns Wiedmann ein erstes und zweites Drehbuch. Der Brite Basil Dawson erhielt den Auftrag ebenfalls ein Drehbuch zu schreiben. Dann überarbeitete Petersson das Wiedmann-Drehbuch und schließlich schrieb Jimmy Sangster das Drehbuch das für den fertigen Film benutzt wurde. Von vorne herein wurde der indische Prinz und die Familienintrigen eliminiert. Man konzentrierte sich gänzlich auf den Einbruch in den Tower um die Kronjuwelen zu rauben. Insgesamt ein gut inszenierter Film in dem man trotz allen Kürzungen Edgar Wallace noch erkennt aber vom Inszenierungsstil abseits der deutschen Verfilmungen liegt.

Startete man 1964 noch vier Edgar Wallace-Filme so reduzierte man die Starts für das Jahr 1965 auf zwei Filme.

Mit dem ersten Film des Jahres 1965 „Neues vom Hexer“ ging man erstmals den Weg der für alle kommenden Verfilmungen richtungweisend werden sollte: Geschichten frei erfunden nach Motiven von Edgar Wallace. „Neues vom Hexer“ war eine Kurzgeschichtensammlung und keine der Geschichten reichte für einen abendfüllenden Film aus. Kurzerhand schrieb Autor Herbert Reinecker eine eigentlich gute Geschichte, die nur einen Fehler hat: der Haupttäter taucht während des gesamten Films nicht auf. Dies gefiel dem Publikum nicht – strömte es zu Beginn noch in die Filmtheater – durch schlechte Mundpropaganda blieb es aber auf Dauer aus, so dass ein dritter geplanter Hexer-Film letztendlich auf der Strecke blieb.

Die 20. Edgar Wallace-Verfilmung der Rialto/ Constantin war dann ein absoluter Höhepunkt der bisherigen Serie. Nach der Produktionsvereinbarung zwischen Rialto und Constantin vom 5. März 1965 sollte Harald G. Petersson den Wallace-Roman „Der unheimliche Mönch“ adaptieren. Unter der Regie von Dr. Harald Reinl waren als Darsteller Heinz Drache, Karin Dor, Elisabeth Flickenschildt, Grit Böttcher, Siegfried Schürenberg und Eddi Arent vorgesehen. Als Drehbeginn war der 1. Oktober 1965 vorgesehen. Wie drei Jahre später bei „Der Gorilla von Soho“ wurde Peterssons Drehbuch, das sich sehr dicht an die Wallace-Vorlage hielt, verworfen und das Gespann Fred Denger und J. Joachim Bartsch entwarfen das Drehbuch zu dem wir den heutigen Film kennen. Wer letztendlich – es wird vermutet Dr. Harald Reinl – auf die Idee des peitschen schwingenden Mönchs kam, kann man heute nicht mehr feststellen. Für meine Begriffe ist der Film die Quintessenz aller bisherigen Wallace-Verfilmungen – er hat etwas vom „Frosch“, von „Bande“ von „Fälscher“ vom „Abt“ usw. und ist letztendlich dennoch ein unabhängiger Film. Um nicht eintönig zu werden nahm man für die Hauptrolle des Inspektors einen neuen Mann auf diesem Gebiet Harald Leipnitz, der tatsächlich auf dem Niveau seiner Vorgänger spielt. Was den Film zusätzlich noch auszeichnet sind die innerhalb der gesamten Verfilmungen ungewöhnlich vielen Außenaufnahmen (Hamburg, Autobahn/ Bremen, Hastenbeck, Berlin, London) was den Film letztendlich noch zusätzlich abrundet. Das Publikum quittierte dies alles indem es ihn zu einem der erfolgreichsten Filme innerhalb der Serie machte, der noch bis Anfang der 70er-Jahre in deutschen Kinos gezeigt wurde. Dennoch sollte es nie wieder einen solchen Höhepunkt innerhalb der Wallace-Serie geben. Die Schwarzweiß-Ära der Wallace-Filme war vorüber – ab 1966 mit dem 21. Film der Serie produzierte man nicht nur alle Filme „frei nach Edgar Wallace“, sondern zudem in Farbe.

FAZIT:
Die zweiten zehn Wallace-Adaptionen der Rialto/ Constantin-Film aus den Jahren 1962 bis 1965 kann man nicht unbedingt als Meisterwerke der Umsetzung Roman zu Film bezeichnen. Zu sehr ist man von Film zu Film von den Vorlagen abgewichen, wohingegen der Inszenierungsstil in den überwiegenden Fällen schon beachtlich und gekonnt ist. Ab Film Nr. 19 ging man dann gänzlich neue Wege indem man nur noch neue Geschichten erfand. Unterm Strich wenn ich die Wahl zwischen den ersten oder zweiten zehn Wallace-Verfilmungen hätte, würde ich immer die ersten zehn Verfilmungen bevorzugen.

Joachim.
*Filme und Bücher werden niemals alt!*

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

15.08.2010 19:18
#71 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten



#K3: Das Rätsel des silbernen Dreieck (BRD / GB 1965/66, ES: 29.04.1966)

Erster Satz
„Ein vergittertes Auto fährt durch London.“

Inhalt
Bei dem Überfall auf einen Geldtransport auf der Londoner Tower Bridge wird ein Millionenbetrag erbeutet. Einer der Gangster erschießt außerdem einen Wachmann. Die Polizei schlägt die Täter in die Flucht, aber das Geld und der Mann im Hintergrund bleiben weiterhin verschwunden.

Zitate
• „Die gefährlichste Löwengruppe der Welt – gebändigt von zwei Augen, die unter einer schwarzen Maske hervorglühen.“
• „Mein Buchhalter – er möchte Clown werden. Sie kennen das ja.“
• „Tausende und tausende von Pfunden.“

Der erste Edgar-Wallace-Film...
• ..., der im Ausland in Farbe gezeigt wurde.
• ..., in dem Klaus Kinski von einem anderen Sprecher nachsynchronisiert wurde (Werner Uschkurat).
• ...mit dem gleichen Schauspieler als Haupttäter wie der Vorgängerfilm.

Zeit...
• ...bis zum Vorspann: 6 Minuten, 5 Sekunden
• ...bis zum ersten Mord: 5 Minuten, 6 Sekunden

Anzahl der Leichen
6 (der Beifahrer des Geldtransports, Mason, Gina, Mackie Hartley, Boris, Eddie)

Besonderheit
Nicht nur in Deutschland lief der Film schwarzweiß: Noch härter traf es die Amerikaner, bei denen nicht nur die Farbe abgedreht, sondern auch um satte 22 Minuten geschnitten wurde. Das Resultat betitelte man „Psycho Circus“.

Kurzfazit
Durch die deutsche Schnittfassung geht dem eigentlich als spannenden Verfolgungs-Thriller umgesetzten Film ein nicht vertretbares Maß an Charme verloren. Wer die Möglichkeit hat, sollte immer zur ungekürzten Farbfassung greifen, die gerade bei den Geschehnissen im Zirkus Barberini einen ungleich größeren Reiz verströmt.

Letzter Satz
„Mr. Big, Sie sind entlassen.“

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

16.08.2010 23:16
#72 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten



#21: Der Bucklige von Soho (BRD 1966, ES: 06.09.1966)

Erster Satz
„Komm hier her!“

Inhalt
Wanda Merville, Erbin aus den Vereinigten Staaten, wird in London von geldgierigen Entführern in die unterirdischen Waschanlagen eines Mädchenheims verschleppt. Dies scheint auch der Ort zu sein, von dem aus der gesuchte „Würger“ sein Unwesen treibt.

Zitate
• „Ein Kriminalist sollte keine Gefühle haben, mein Lieber. Sondern hier: Hirn, Grips, kleine graue Zellen.“
• „Ist denn der Handel mit Rauschgift in England erlaubt?“
• „Es ist gefährlich, hier nicht mehr gebraucht zu werden.“

Der erste Edgar-Wallace-Film...
• ...der Rialto-Film in Farbe.
• ..., in dem der Scotland-Yard-Chef in ernsthafte Lebensgefahr gerät.
• ...mit mehr weiblichen als männlichen Leichen (8:3).

Zeit...
• ...bis zum Vorspann: 1 Minute
• ...bis zum ersten Mord: 54 Sekunden

Anzahl der Leichen
11 (leichtes Mädchen, Jane, Laura, Oberin, Gladys, Sergeant Morgan, Allan Davies, Emily, Mrs. Tyndal, der Reverend, Harry Winston)

Besonderheit
Als Mr. Stone die falsche Wanda Merville im Hotel besucht, tritt eine Frau in die Empfangshalle, die einen großen, weißen Hasen auf dem Arm trägt.

Kurzfazit
Der Film als Knallbonbon: Kaum hat Rialto den Schalter auf Farbe umgelegt, wälzt sich Vohrer in abgedroschenen Effekten und süß-saurer Ironie. Als Erstling dieser Couleur lässt man dem „Buckligen“ noch einiges durchgehen und Tempo vermisst man sowieso nie. Wenig Wallace, aber der beste Sixties-Thrill seit „Zimmer 13“.

Letzter Satz
„Also...“

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

17.08.2010 12:14
#73 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten



#22: Das Geheimnis der weißen Nonne (BRD / GB 1966, ES: 16.12.1966)

Erster Satz
„Ja, so ist’s gut.“

Inhalt
Für gewöhnlich schlägt man Nonnen nicht. Superintendent Cooper Smith macht da aber Ausnahmen, wenn diese Nonnen Mörderinnen und an brutalen Banküberfällen beteiligt sind. Und nicht nur die Nonnen leben auf gefährlichem Fuß: Auch Beamte sind vor Übergriffen nicht sicher. Einen zu neugierigen Detektiv zieht man tot aus der Themse...

Zitate
• „Es ist vollkommen unmöglich, hier zu arbeiten. Lauter Nonnen – und Touristen wie vorm Vatikan an Feiertagen!“
• „Was macht denn ein Mann wie Sie bei der Polizei?“ – „Da bin ich Polizist.“
• „Es war mir eine Ehre und ein Vergnügen.“

Der erste Edgar-Wallace-Film...
• ...in britischer Koproduktion mit Siegfried Schürenberg als Sir John.
• ...mit einem Mord in der Badewanne.
• ...mit mehr als 20 Leichen.

Zeit...
• ...bis zum Vorspann: 19 Sekunden
• ...bis zum ersten Mord: 5 Minuten, 43 Sekunden

Anzahl der Leichen
22 (Detektiv Thompson, Clare O’Connor, 8 Bankangestellte, 6 Bankräuber, Clossen, Hubert Hamlyn, Nailer, Luke Emberday, Oberin, Trudy Emberday)

Besonderheit
Mit Herstellungskosten von 4 Millionen D-Mark gilt „Das Geheimnis der weißen Nonne“ als teuerster aller Wallace-Filme.

Kurzfazit
Bis ins Kleinste vollendete Farbkombinationen, ein maskierter Mörder, ein bislang unerreichter Bodycount und einiges an nackter Haut lassen diesen Wallace-Film bereits als wesentlichen Einfluss auf die spätere Giallo-Bewegung wirken. Aufgrund der vorliegenden Spannung, der optimalen Produktionsumstände und der Tatsache, dass drei der letzten sechs Wallace-Filme in England koproduziert wurden, ist es verwunderlich und beklagenswert zugleich, dass solch eine naheliegende Kollaboration nicht mehr zustande kam.

Letzter Satz
„Komm!“

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

17.08.2010 19:36
#74 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten



#23: Die blaue Hand (BRD 1967, ES: 28.04.1967)

Erster Satz
„Im Namen der Krone ergeht folgendes Urteil: Der Angeklagte David Donals Sohn des dritten Earls of Emerson wird wegen Mordes zu lebenslangem Zuchthaus verurteilt.“

Inhalt
Dem angeblich wahnsinnigen Dave Emerson wird zur Flucht aus Dr. Mangroves Irrenanstalt verholfen. Er flieht sofort in sein nahes zu Hause, das Schloss der Familie Emerson. Dort tritt die „blaue Hand“ auf den Plan – ein mordendes Ungetüm mit einer eisernen Messerkralle.

Zitate
• „Nur Franzosen haben solche Einfälle.“
• „Wahnsinnig, dann ’mal wieder nicht wahnsinnig – darüber muss man sich doch einig werden können.“
• „In allen Wänden hier steckt Mord.“

Der erste Edgar-Wallace-Film...
• ..., in dem der Humoranteil des ausgeschiedenen Eddi Arent durch die neue Rolle der Sekretärin Mabel Finley (Ilse Pagé) übernommen wird.
• ...mit Klaus Kinski in einer (oder besser: zwei) der Hauptrollen.
• ...von Alfred Vohrer ohne seinen Stammkameramann Karl Löb.

Zeit...
• ...bis zum Vorspann: 1 Minute, 32 Sekunden
• ...bis zum ersten Mord: 5 Minuten, 41 Sekunden

Anzahl der Leichen
4 (Schwester Agnes Dairen, Wärter Duck, Robert Emerson, Charles Emerson)

Besonderheit
Wem die Ideen ausgehen, der bedient sich bei seinen Vorgängern: Nicht nur der Irrenhausplot, sondern auch der Gang im Schloss ist der „seltsamen Gräfin“ entnommen.

Kurzfazit
Jeglicher Esprit geht diesem sechsundzwanzigsten Kriminalfilm der Reihe ab, der nur mit Wallace’ Romantitel der „blauen Hand“ wirbt und dem Zuschauer eine neue, ungereimte Schauergeschichte präsentiert, deren Zutaten zwischen billigem Horror und purem Trash pendeln.

Letzter Satz
„Verzeihung Sir, gegen den nächsten Wallace-Krimi war ‚Die blaue Hand’ ein gepflegtes Kammerspiel. Er heißt ‚Der Mönch mit der Peitsche’.“

Count Villain Offline




Beiträge: 4.622

17.08.2010 20:13
#75 RE: Edgar Wallace chronologisch (enthält Spoiler) Zitat · Antworten

Welcher Gang im Schloss, wenn ich fragen darf?

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