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Dieses Thema hat 78 Antworten
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 Filmbewertungen
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HorstFrank Offline



Beiträge: 697

16.02.2009 12:44
#46 RE: RE:Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (11) Zitat · antworten

Ich glaube, wenn ich jetzt wirklich wählen müsste, welches denn nun der beste Film ist, dann würde ich mich für diesen Film entscheiden. Es stimmt einfach alles:
Top-Darsteller, jede bringt eine Spitzenleistung
Tolle Musik von Martin Böttcher
Schaurig-gruselig und komisch zugleich
Nebel, ein unheimlicher Mörder...
Großartig!

Wenn hier i-was fehlt, dann sind es lediglich die populären Schüsse, aber die gab es ja erstmals im Nachfolgerfilm...

DieterBorsche Offline



Beiträge: 138

21.02.2009 21:02
#47 RE: RE:Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (11) Zitat · antworten

Ich kann mich dem nur anschließen.
Wirklich ein Wallace der Extraklasse!
Top besetzt bis in die kleinste Rolle (hervorzuheben wäre hier z.B. Jan Hendriks).

Für mich die Nummer 1!

Blinde Jack Offline




Beiträge: 2.000

22.03.2009 11:33
#48 RE: RE:Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (11) Zitat · antworten

der film ist wirklich serhr toll und er bietet mit all seinen wasser-elementen eine gekonnte abwechslung in der serie. die darsteller sind bis in die kleinsten rollen toll besetzt. besonders hervorzuheben ist joachim fuchsberger, elisabeth flickenschildt, siegfried schürenberg und jan hendriks. aber auch die anderen sind alle toll besetzt. die musik ist ebenfalls großartig, wobei ich sagen muss, dass mir der gesungene part von flickenschildt entgegen vielen, eher nicht so gut gefällt, dafür sind die anderen musiklaischen momente toll ausgefüllt. die musik wenn eine harpune angeflogen kommt ist ein tolles "markenzeichen" des mörders ähnlich wie auch beim indischen tuch.
die handlung ist bis auf die eigenartige auflösung sehr gelungen und es gibt viele verdächtige und auch die auflösung von kinskis rolle halte ich für eine tolle abwechslung. der film vereint spannung, atmosphäre mit viel nebel, action und humor. wobei ich arents rolle hier nicht ganz so gut finde, wie in anderen filmen.
auf jeden fall ein sehr sehr guter film!

punk's not dead

Gubanov Offline




Beiträge: 14.851

09.07.2009 12:38
#49 RE: RE:Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (11) Zitat · antworten

„Das Gasthaus an der Themse“ belegt mit 100 Prozent den 1. Platz im Edgar-Wallace-Filmgrandprix 2009. Der Film erhielt folgende Wertungen:
Gesamtpunktzahl: 938,33 Punkte; durchschnittliche Punktzahl pro Werter: 44,68 von 50
Ergebnisse der Einzelkategorien:
• Gesamtwertung: 294,0 Punkte – Platz 1 (100%) +-0
• Einzelwertung „Darsteller“: 102,5 Punkte – Platz 1 (100%) +-0
• Einzelwertung „Spannung“: 94,5 Punkte – Platz 2 (99%) -1
• Einzelwertung „Mörder“: 87,0 Punkte – Platz 5 (91%) -4
• Einzelwertung „Regie“: 95,0 Punkte – Platz 2 (99%) -1
• Einzelwertung „Drehbuch“: 91,0 Punkte – Platz 3 (98%) -2
• Einzelwertung „Musik“: 90,8 Punkte – Platz 2 (96%) -1
• Einzelwertung „Humor“: 83,5 Punkte – Platz 2 (97%) -1


Die größte Abweichung von der durchschnittlichen Wertung beträgt 11,9 Punkte nach unten, die durchschnittliche Abweichung beträgt 5,6 Punkte. Am nächsten dran war HerrEppler mit einer Abweichung von nur 3,3 Punkten.

2. Edgar-Wallace-Grand-Prix: Übersicht / Epigonen-Grandprix: Übersicht / Quoten
UND NOCH MEHR LINKS: Der Lümmel-Blog / Das Lümmel-Forum
/ JBV1 JBV2 / EWP1 EWP2 EWP3

HorstFrank Offline



Beiträge: 697

09.07.2009 12:39
#50 RE: RE:Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (11) Zitat · antworten

Wunderbar! In meinen Augen ein berechtigter erster Platz!!!

Drei Freunde brauchst du im Leben: Verstand, Glück und 'n Kaugummi!
(Horst Frank in "Das Geheimnis der chinesischen Nelke")

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.404

09.01.2010 14:03
#51 RE: RE:Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (11) Zitat · antworten

Nachdem ich den Film zuletzt vor ungefähr vier Jahren gesehen habe, und damals nicht einmal zur Gänze, wagte ich nun aufgrund der neuerlichen Ausstrahlung auf Kabel 1 einen weiteren Versuch. Der Ruf des unangefochtenen Klassikers sollte noch einmal hinterfragt werden.
Alfred Vohrer spielt diesmal bewusst mit den Rollentypen seiner Darsteller und bestätigt und widerlegt vorgefasste Meinungen. Joachim Fuchsberger zeigt erneut sein Können als tüchtiger Polizeibeamter, diesmal allerdings im Dienst der Flusspolizei. Sein entschlossenes Auftreten konzentriert sich auf das Fassen eines gefährlichen Räubers und Mörders, wobei er das Wohl der jungen Leila nie aus den Augen verliert, ohne dabei romantisch zu werden, wie z.B. bei "Bande", "Augen" oder "Gräfin". Dies liegt sicher vordergründig in der Jugend Leilas begründet, dennoch ist sein Handeln erfrischend klischeefrei. Schürenberg und Arent werden dosiert eingesetzt, wobei vor allem der Humor des Erstgenannten diesmal zurückgeschraubt wurde, um der Geschichte nicht ihren Ernst zu nehmen. Die latente Bedrohung durch den "Hai", das verrauchte Ambiente der Hafenkneipe und die Charakterisierung der Figuren fesseln den Zuseher, ohne dabei auf Gruseleffekte zu setzen, die der Handlung nur ihre Glaubwürdigkeit genommen hätten. Das Tempo ist hoch und die schnell wechselnden Schauplätze sorgen für Spannung, was auch in der passend eingesetzten Musik deutlich wird. In den ersten Minuten trägt Nelly Oaks im "Mekka" ihren Schlager vor, der dem Publikum wohlvertraut ist und deshalb als Ausdruck der Kontinuität gewertet werden kann. Den Gästen soll versichert werden, dass die Hafenkneipe unter Mrs. Oaks Führung ein Bollwerk gegen Polizei und fremde Einflüsse ist. Gegen Ende des Films, als ihr die Fäden langsam aus den Händen gleiten, nimmt auch die Musik an Tempo zu und die Tänze der Gäste werden immer wilder, es wird buchstäblich auf dem Tisch getanzt, sobald die Katze aus dem Haus ist. Der Zuseher muss sich in Acht nehmen, dass er nicht aus dem Takt kommt. Scheinbar ehrbare Bürger (Mr. Brown) werden bald als schmierige Gangster enttarnt, während unheimliche Gestalten (Mr. Gubanow) sich als Helfer der Gerechtigkeit entpuppen. Es ehrt den Film, dass er mit Identitäten spielt und so die Auflösung umso spannender macht, wobei ich relativ bald auf den richtigen Mann tippte. Inspektor Wade kommentiert dessen Verhaftung kurz und knapp, was für das Publikum keine befriedigende Auflösung darstellt, weshalb schnell auf die Themse umgeschwenkt wird, wo Barnaby mit einem selbstkonstruierten Gefährt unterwegs ist. Der Humor und die Liebe siegen, der "Hai" ist tot. Die Hintergründe lagen freilich schon länger auf der Hand, hat der Täter doch die Unterlagen im Fall Pattison selbst bearbeitet. Mit den Diebstählen wollte er sich wohl bis zum großen Reibach ein Zubrot verschaffen. Brigitte Grothum gelingt es mit ihrem natürlichen Spiel, ein Mädchenporträt zu zeichnen, das nie aufgesetzt wirkt, sondern glaubhaft bis zum Ende bleibt. Es wäre interessant, zu erfahren, wie die unerwartete Erbschaft ihr Leben verändern wird. Ich möchte hier Jens Thiele (Fischer Filmgeschichte Bd. 4 "Die seltsame Gräfin") zitieren: "Die junge, naive Heldin ist Erbin eines großen Vermögens, aber sie weiß es nicht. Das Netz der Intrigen zieht sich um die Ahnungslose zusammen, schließlich geht es um Geld und Macht."
Bleibt nur noch die Frage, was aus dem anderen Mädchen geworden ist; der Pförtnerstochter, die in Südamerika leben soll. Meines Wissens wurde dieser Punkt hier noch nie angesprochen. Hat man sie vielleicht schon längst beseitigt?

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

09.01.2010 14:32
#52 RE: RE:Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (11) Zitat · antworten

Zitat von Percy Lister
Bleibt nur noch die Frage, was aus dem anderen Mädchen geworden ist; der Pförtnerstochter, die in Südamerika leben soll. Meines Wissens wurde dieser Punkt hier noch nie angesprochen. Hat man sie vielleicht schon längst beseitigt?


Es war das Mädchen das man - anstelle der echten Pattison - zu Verwandten (vermutlich Komplizen!?) nach Südamerika gab um so monatlich Geld von den Anwälten zu erhalten.

Joachim.

Blap Offline




Beiträge: 1.128

01.03.2010 23:46
#53 RE: RE:Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (11) Zitat · antworten

Das Gasthaus an der Themse (Deutschland 1962, Originaltitel: Das Gasthaus an der Themse)

Inspector Wade (Joachim Fuchsberger) ist auf der Jagd nach einem berüchtigten Schwerverbrecher, den man überall nur unter dem Namen "Der Hai" kennt. Niemand kennt das Gesicht oder die wahre Identität des Kriminellen, selbst die lokale Gaunerszene erzittert angstvoll wenn das Wort "Hai" fällt. Der Killer richtet seine Opfer mit einer Harpune regelrecht hin, er trägt bei seinen Untaten stets einen Taucheranzug und entkommt in den Tiefen der Themse. Die Ermittlungen führen Wade in die Hafenspelunke "Mekka", denn dort treibt sich allerlei lichtscheues Gesindel herum. Chefin Nelly Oaks (Elisabeth Flickenschildt) ist eine undurchsichtige Dame in den besten Jahren, selbstverständlich hat sie ihre Finger in diversen schmutzigen Geschäften, doch sie leugnet jegliche Nähe zum gefürchteten Hai. Die junge Leila Smith (Brigitte Grothum) hat es dem Kriminalisten angetan, das Mädchen scheint einen aufrechten Charakter zu besitzen, fürchtet sich aber vor ihrer "Tante" Nelly. Der schleimig-schmierige Gregor Gubanow (Klaus Kinski) wohnt in einem Gästezimmer der Spelunke, auch er ist offensichtlich in dunkle Geschäfte verwickelt, daher fühlt Wade ihm auf den Zahn. Während der Hai munter weiter vor sich hin mordet, sogar der Inspector gerät in grösste Gefahr, wird Sir John (Siegfried Schürenberg) -ein hoher Beamter von Scotland Yard- immer ungeduldiger. Der Druck auf den emsigen Ermittler Wade wird beständig grösser, dessen Sorge um die liebenswerte Leila ebenfalls...

"Das Gasthaus an der Themse" ist die elfte von Rialto Film produzierte Edgar Wallace Verfilmung. "Eigentlich" hätte ich zunächst #10 "Die Tür mit den 7 Schlössern" geschaut, doch ich habe mich schlicht und ergreifend in der Reihenfolge vertan. Für die Regie zeichnet der bewährte Alfred Vohrer verantwortlich, der mit diesem Film seinen dritten Wallace Beitrag ablieferte und es auf insgesamt 14 Beiträge zur Reihe brachte (Rialto produzierte insgesamt 32 Wallace Filme, Vohrer ist der mit Abstand am häuftigsten eingesetze Regisseur). Bei den Darstellern schöpfte man erneut aus dem Vollen. Joachim Fuchsberger gibt einmal mehr den Ermittler mit Herz, der bei Bedarf auch sehr ungemütlich werden kann. Brigitte Grothum war schon in "Die seltsame Gräfin" hübsch anzusehen, nun kommt sie noch liebreizender daher, ihre Rolle ist sehr naiv und verschüchtert angelegt (was allerdings gut in den Rahmen passt). Elisabeth Flickenschildt spielt erwartungsgemäß großartig auf, verdorben und gar ein wenig verrucht, führt die Dame in ihrer Kneipe ein strenges Regiment. Klaus Kinski kommt nicht so paranoid und überdreht daher wie man es sonst von ihm kennt, dafür aber mit einer perfekt gespielten schleimigen Schmierigkeit. Man ist geneigt zu glauben, ranzige Flüssigkeiten würden sich aus dem Fernseher auf den heiligen Wohnzimmerteppich ergiessen! Pfui Deibel, klasse gespielt Herr Kinski! Eddi Arent sorgt für die knallschotigen Momente, kommt aber glücklicherweise recht sympathisch rüber, der "Nervfaktor" bleibt dieses Mal in der Kiste. Siegfried Schürenberg taucht zum zweiten Mal in der Rolle des Sir John auf. Sämtliche Nebendarsteller wissen zu überzeugen, nur würde es leider den Rahmen dieses Kurzkommentares sprengen, wenn ich mich zu jedem Mitwirkenden äussern wollte (verdient hätten es ohne Zweifel alle hier auftauchenden Schauspieler).

Neben den Darstellern sind die Atmosphäre und die Kulissen die Stars von "Das Gasthaus an der Themse", manche Lücke in der Story wird dadurch locker kaschiert. Die Hafenspelunke "Mekka" wurde extrem stimmungsvoll in Szene gesetzt, dazu gesellen sich Szenen im feuchten Untergrund, sowie nächtliche Abschnitte die mit nahezu tastbaren Nebelschwaden erfreuen. Zwar sind nicht sehr viele unterschiedliche Kulissen zu sehen, diese sind jedoch stets ansprechend und passend gewählt. "Der Hai" wurde optisch sehr gut umgesetzt, Taucherausrüstung und feiste Harpune lassen den Schurken sehr bedrohlich wirken. Der Film weiss überzeugend zu unterhalten. Es gibt von meiner Warte aus lediglich einen wirklich nennenswerten Kritikpunkt! Die Auflösung ist ein wenig enttäuschend und wirkt an den Haaren herbeigezogen. So erhält das Werk einen kleinen Dämpfer, der den Spass aber keinesfalls verdirbt! Die DVD präsentiert den Film in schöner Qualität, sie ist einzeln erhältlich, wie immer ist das Box-Set die bessere Wahl. Die "Edgar Wallace Edition 3" enthält neben "Das Gasthaus an der Themse" folgende Filme:

- Das Rätsel der roten Orchidee
- Die Tür mit den 7 Schlössern
- Der Zinker

Wie üblich liegt der Box ein Booklet bei.

Wäre die Auflösung ein wenig stärker und nachvollziehbarer geworden, wäre für den Streifen eine klare 8/10 angesagt. So reicht es trotzdem für 7,5/10 (gut bis sehr gut).

Lieblingszitat:

"Es gibt ein altes russisches Sprichwort: "Wer leben will, muss schweigen können."

***

Vom Ursprung her verdorben

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

04.03.2010 09:21
#54 RE: RE:Bewertet: Zitat · antworten

Zitat von Blap
Das Gasthaus an der Themse (Deutschland 1962, Originaltitel: Das Gasthaus an der Themse)

Es gibt von meiner Warte aus lediglich einen wirklich nennenswerten Kritikpunkt! Die Auflösung ist ein wenig enttäuschend und wirkt an den Haaren herbeigezogen. So erhält das Werk einen kleinen Dämpfer, der den Spass aber keinesfalls verdirbt!
Wäre die Auflösung ein wenig stärker und nachvollziehbarer geworden, wäre für den Streifen eine klare 8/10 angesagt. So reicht es trotzdem für 7,5/10 (gut bis sehr gut).

Lieblingszitat:

"Es gibt ein altes russisches Sprichwort: "Wer leben will, muss schweigen können."



Ich hattte noch nie Probleme bei der Auflösung - kam sogar beim ersten Sehen 1969 direkt auf die richtige Lösung. Die Auflösung ist geschickt und konsequent und passt darüberhinaus auch zur Geschichte - denn wer soll's denn sonst gewesen sein - nachdem alle andere Verdächtige verhaftet bzw. "verstorben" sind??? Vielleicht Barneby - wäre auch möglich, doch wäre eine solche Auflösung 3-4 Jahre zu früh gekommen. Ab 1965 hätte man Arent dies ja abgekauft - nur 1962 kam noch niemand auf solche Ideen.

Joachim.
*Filme bleiben ewig jung!*

Blap Offline




Beiträge: 1.128

04.03.2010 10:24
#55 RE: RE:Bewertet: Zitat · antworten

Das "Problem" ist nicht den Täter zu selbst zu ermitteln, sondern die Nachvollziehbarkeit seiner Motive. Da ich die Auflösung bereits kannte, habe ich versucht zu ergründen, warum der Bursche dieses Doppelleben führt. Klar, man kann unzählige Erklärungen konstruieren, aber irgendwie bleibt bei mir ein leicht fader Beigeschmack zurück. Trotz dieser für mich wenig befriedigenden Auflösung, gefällt mir der Film ansonsten wirklich gut!

***

Vom Ursprung her verdorben

Gubanov Offline




Beiträge: 14.851

04.03.2010 13:23
#56 RE: RE:Bewertet: Zitat · antworten

Die Schwäche der Auflösung von "Das Gasthaus an der Themse" hat nichts mit den speziellen inhaltlichen Vorgaben des Films zu tun (die Frage "Wer soll's denn sonst sein?" ist damit völlig irrelevant), sondern mit der allgemeinen, technischen Seite des Whodunit. Der Täter Dr. Collins wird den gesamten Film über niemals als Verdächtiger ausgegeben, schlimmer noch: Er wird niemals mit den Geschehnissen weiter in Kontakt gebracht als als neutraler außenstehender Polizeiarzt. Es ist deshalb unfair, dem Publikum diese Lösung aufzubinden, die rein gar nichts mit der Entwicklung der Story zu tun hat und damit separat zum Inhalt des kompletten Films steht. Um dennoch auf Joachims Frage zu antworten: Die konsequenteste Täterenthüllung wäre hier Big Willy (Rudolf Fenner) gewesen.

Blap Offline




Beiträge: 1.128

04.03.2010 14:24
#57 RE: RE:Bewertet: Zitat · antworten

Zitat von Gubanov
Der Täter Dr. Collins wird den gesamten Film über niemals als Verdächtiger ausgegeben, schlimmer noch: Er wird niemals mit den Geschehnissen weiter in Kontakt gebracht als als neutraler außenstehender Polizeiarzt.



So ist es genau auf den Punkt gebracht, besser kann man es nicht in Worte fassen!

***

Vom Ursprung her verdorben

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

04.03.2010 17:43
#58 RE: RE:Bewertet: Zitat · antworten

Zitat von Gubanov
Die Schwäche der Auflösung von "Das Gasthaus an der Themse" hat nichts mit den speziellen inhaltlichen Vorgaben des Films zu tun (die Frage "Wer soll's denn sonst sein?" ist damit völlig irrelevant), sondern mit der allgemeinen, technischen Seite des Whodunit. Der Täter Dr. Collins wird den gesamten Film über niemals als Verdächtiger ausgegeben, schlimmer noch: Er wird niemals mit den Geschehnissen weiter in Kontakt gebracht als als neutraler außenstehender Polizeiarzt. Es ist deshalb unfair, dem Publikum diese Lösung aufzubinden, die rein gar nichts mit der Entwicklung der Story zu tun hat und damit separat zum Inhalt des kompletten Films steht. Um dennoch auf Joachims Frage zu antworten: Die konsequenteste Täterenthüllung wäre hier Big Willy (Rudolf Fenner) gewesen.


Big Willy bzw. Mr. Oaks im Roman ist ja der dort der Täter - und dies wollte man hier vermeiden.
Ich finde meine Frage "Wer soll's denn sonst sein?" durchaus angebracht da ja die Mehrzahl der Verdächtige (Kinski, Hendriks) ableben. Und was Dr. Collins betrifft wird er durchaus konsequent im Film aufgebaut - hat immer Kontakt zu Wade und war auch im Ursprung der Geschichte bereits der Arzt. Solche immer wieder auftauchende Täterentlarvungen gibt es in vielen Wallace-Filmen, hier erinnere ich nur an Hubert von Meyaerinck beim Buckligen von Soho, Friedel Schuster beim Mann mit dem Glasauge, Günther Stoll bei Tote aus der Themse oder die bereits zur Genüge diskutierte Auflösung bei Neues vom Hexer. Und unter diesen Gesichtspunkten ist Dr. Collins als Täter durchaus konsequent.

Joachim.
*Filme bleiben ewig jung!*

Georg Offline




Beiträge: 2.778

26.05.2012 10:48
#59 RE: RE:Bewertet: Zitat · antworten

Mich wundert, welcher Hype um diesen Film gemacht wird. Sicherlich ist ihm qualitativ nichts anzulasten, die Ansammlung skurriler Figuren und rollentypisch besetzter Darsteller ist hier so stark wie selten in einer Wallace-Produktion. Aber an Atmosphäre, Unheimlichkeit und Spannung bieten doch die frühren Werke wie "Der rote Kreis" oder "Die Bande des Schreckens" weitaus mehr. Dass hier im Thread nur ein einziger User (Fabi88) den Film nicht so mag, verwundert mich wirklich. Ich hatte von Anfang an immer etwas Schwierigkeiten damit im Vergleich zu anderen s/w-Produktionen der Serie. Allerdings kann ich nicht genau sagen, was mich an dem Film stört. Vielleicht ist es das Hafenambiente, was ich nicht so mag, vielleicht die Geschichte. Die hervorragende Besetzung ist jedenfalls nicht zu kritisieren, Klaus Kinski als Mundwinkelzucker Gubanow ist natürlich vorzüglich und es ist auch mal schön, Heinz Engelmann in einem Wallace zu sehen. Die Flickenschildt ist sicherlich auf dem Hochpunkt der Wallace-Karriere. Darüber hinaus ist das Szenenbild - vor allem was Sir Johns Büro betrifft - weitaus glaubwürdiger als in den späteren Filmen (hier auch wieder besonders Sir Johns Büro). Der Soundtrack ist natürlich auch ein Ohrwurm. Und trotzdem stört mich irgendwas an dem Film, aber ich kann es nicht genau festmachen ... Auch wenn man bei Kritiken nie Vergleiche ziehen sollte, hier ist es für mich doch angebracht, den Film hinter einigen anderen (schon genannten) Produktionen einzureihen ...

Janek Offline




Beiträge: 1.852

26.05.2012 11:32
#60 RE: RE:Bewertet: Zitat · antworten

Ich weiß nicht was einem an diesem Film stören sollte, außer das es noch mehr Hai Morde im Nebel hätte geben können
Nein, Spaß bei Seite. Die Musik ist Klasse, der Film ist wunderbar Düster und es macht Spaß ihn immer wieder zu sehen.

Und jetzt noch was zum Beispiel zum Roten Kreis: Der Rote Kreis ist zwar ein schöner Film aber irgendwie hat er für mich etwas sehr schwerfälliges und zu wenig Höhepunkte, da gewinnt das Gasthaus, Bande gebe ich zu kann auf jeden Fall mit dem Gasthaus konkurrieren, auch wenn Bande nicht eine ganz soo düstere Atmo hat.

Das Gasthaus gehört nach wie vor zu den Top Wallace.

Gruß,

Janek

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