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Dieses Thema hat 126 Antworten
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tilomagnet Offline



Beiträge: 585

06.05.2021 12:19
#121 RE: Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (1962, 11) Zitat · Antworten

Die Schusswunde war doch recht mittig am Rücken, eigentlich zerfetzt es da die Wirbelsäule an der Stelle. Da könnte er mal mindestens nicht mehr laufen...

Count Villain Offline




Beiträge: 4.610

06.05.2021 16:45
#122 RE: Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (1962, 11) Zitat · Antworten

Er ist aber noch gelaufen und hat sich auf den Stuhl gesetzt. Sollte man wohl medizinisch nicht genauer hinterfragen...

Elford Offline




Beiträge: 1.031

06.05.2021 18:55
#123 RE: Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (1962, 11) Zitat · Antworten

Zitat von Count Villain im Beitrag #122
Er ist aber noch gelaufen und hat sich auf den Stuhl gesetzt. Sollte man wohl medizinisch nicht genauer hinterfragen...


Vor vielen Jahren hatten wir Kontakt zu damaligen Anwohnern der Billwerder Bucht, die die Dreharbeiten live miterlebt haben. Sie erzählten uns, dass die meiste Zeit der Dreharbeiten für eine Szene gebraucht wurde, wo der "Hai" die Steganlage zu seiner Praxis herunter flüchtet. Die Szene wurde so oft wiederholt, dass sie irgendwann nicht mehr mitgezählt haben. Der Froschmann musste auf dem Steg mehrfach stürzen, sich weiter schleppen, beim Fallen überschlagen usw. Der arme Kerl tat ihnen nachher so leid, weil es immer wiederholt werden musste und die Art, wie der "Hai" den Steg läuft/fällt immer neu umgestellt wurde. Offensichtlich aber nicht zur Zufriedenheit des Drehteams. Im Film zu sehen, ist ja dann nur, wie Wade den Steg herunterläuft.

Rastapopoulos Offline



Beiträge: 3

16.05.2021 20:40
#124 RE: Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (1962, 11) Zitat · Antworten

… tatsächlich steht dieser Klassiker auch auf meiner persönlichen Hitliste auf Platz eins. Inzwischen habe ich ihn so oft gesehen, dass ich weniger auf die Haupthandlung und mehr auf Schauplätze (Hamburg-Locations), Hintergründe und Statisten achte.
Warum ist das Gasthaus mein liebster Wallace? Das meiste wurde schon von anderen Foristen vorgetragen: Atmosphäre, Spannungsaufbau, Schauspielerriege und die häufig großartige Kameraarbeit von Karl Löb. Was mich wundert, ist, dass hier ein weiterer Aspekt bislang kaum Erwähnung gefunden hat: Die übliche Lovestory zwischen dem Ermittler und der bedrohten Heldin ist meines Erachtens so effektiv gestaltet wie in keinem anderen Wallace-Streifen. Das fängt beim Drehbuch an, in dem die Figur der jungen, unschuldigen Leila geschickt als neuzeitliches Aschenputtel angelegt ist. „Tante Nelly“ wirkt wie die bitterböse Stiefmutter, das „Mekka“ ist für sie wie ein Gefängnis und dass sie am Ende nicht nur ihren Traumprinzen findet, sondern gleich noch eine neue Identität und großen Reichtum, hat ebenso märchenhafte Züge. Zu dieser Betrachtung passt auch, dass Inspektor Wade sie bei ihren ersten Begegnungen „Prinzessin“ nennt.
Fuchsberger und Brigitte Grothum bringen diese einfache Konstellation dann zum Funkeln. Grothum mag nicht die beste Schauspielerin sein, aber sie scheitert hier nicht wie noch in „Die seltsame Gräfin“, füllt ihren Part wirklich gut aus, und wirkt dabei in grober Arbeitskluft fast noch attraktiver als im Abendkleid.

Savini Offline



Beiträge: 755

17.05.2021 08:23
#125 RE: Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (1962, 11) Zitat · Antworten

Zitat von Rastapopoulos im Beitrag #124
Warum ist das Gasthaus mein liebster Wallace? Das meiste wurde schon von anderen Foristen vorgetragen: Atmosphäre, Spannungsaufbau, Schauspielerriege und die häufig großartige Kameraarbeit von Karl Löb. Was mich wundert, ist, dass hier ein weiterer Aspekt bislang kaum Erwähnung gefunden hat: Die übliche Lovestory zwischen dem Ermittler und der bedrohten Heldin ist meines Erachtens so effektiv gestaltet wie in keinem anderen Wallace-Streifen. Das fängt beim Drehbuch an, in dem die Figur der jungen, unschuldigen Leila geschickt als neuzeitliches Aschenputtel angelegt ist. „Tante Nelly“ wirkt wie die bitterböse Stiefmutter, das „Mekka“ ist für sie wie ein Gefängnis und dass sie am Ende nicht nur ihren Traumprinzen findet, sondern gleich noch eine neue Identität und großen Reichtum, hat ebenso märchenhafte Züge. Zu dieser Betrachtung passt auch, dass Inspektor Wade sie bei ihren ersten Begegnungen „Prinzessin“ nennt.

Alle diese Aspekte (sogar die Anrede "Prinzessin") entstammen übrigens bereits der Romanvorlage.

Zitat von Rastapopoulos im Beitrag #124
Grothum mag nicht die beste Schauspielerin sein, aber sie scheitert hier nicht wie noch in „Die seltsame Gräfin“

Dort "scheiterte" sie für dich? Das finde ich absolut nicht.

Rastapopoulos Offline



Beiträge: 3

18.05.2021 22:55
#126 RE: Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (1962, 11) Zitat · Antworten

Eine vertiefte Diskussion über Brigitte Grothums Darstellung in der °Gräfin“ gehört natürlich in den dortigen Thread, aber ich will doch kurz anführen, dass ich die Rolle der Margaret Reedle für eine der anspruchsvollsten der ganzen Reihe halte. Da haben wir eine Frau, deren vertrautes Leben sich plötzlich umkehrt, die in einem nicht enden wollenden Albtraum wandelt, einen Nervenzusammenbruch erleidet und wider Willen im Irrenhaus landet: Das ist harter Stoff, und - just my opinion - glaubhaft verkörpern konnte sie diesen Leidensparcour für mich nicht. /schwarz][schwarz]

DanielL Offline




Beiträge: 4.154

10.09.2021 12:53
#127 RE: Bewertet: "Das Gasthaus an der Themse" (1962, 11) Zitat · Antworten

Hier noch die Notiz festgehalten, dass dieser Film aktuell in unserem Rückblende-Podcast ausführlich besprochen wird:
Rückblende - Der Filmklassiker-Podcast (2)

Gruß,
Daniel

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