Zitat von schwarzseher im Beitrag #210 .....ein typischer Wallace mit zB.Schloss und geheimnisvollen Täter usw. ist er unbedingt. Um es dann genauso drastisch auszudrücken.....mir ist ein Standbild von G. Fröbe lieber als alle "Spätwallace"die diesen Namen nicht mehr verdienen.
Meine Rede. Wenn ich den Schrott so auf mich wirken lassen, bei dem unser Besprechungs-Marathon inzwischen angekommen ist, sehne ich mich regelrecht nach Filmen wie dem Bogenschützen zurück. Das war noch ein echter Wallace, den man bei den Ausstrahlungen auch entsprechend verdient gewürdigt hat.
Der schurkische Nachschuss: Die Mischung aus nüchterner Härte und parodistischem Humor offenbart einige Ecken und Kanten, aus denen das schauspielerische Ungleichgewicht am meisten hervorsticht. 3 von 5 Punkten.
Der Bogenschütze hat meiner Meinung nach im Vergleich zu seinen drei Vorgängern das Problem das ihm eine gruselige Note fehlt. Während Frosch, Roter Kreis und Bande in ihrer Machart eher straighte Thriller waren, verkommt der Bogenschütze phasenweise zu einem Klamauk.
Der Bogenschütze hält sich an die Romanvorlage, das war bei den ersten Verfilmungen so üblich. Später wurde dann des Publikums wegen davon abgewichen.
Gruss
Havi17
Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt endlich wissen, was Frieden heißt (Jimi Hendrix)
Die Rüstungsindustrie ist eine der größten Gefährdungen der Menschheit. Albert Einstein
Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen. Albert Einstein
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Die Rüstungsindustrie ist eine der größten Gefährdungen der Menschheit. Albert Einstein
Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen. Albert Einstein
Das ist mir schon klar Havi. Und ich finde es ja immer schön, wenn sich eine Verfilmung soweit wie dramaturgisch möglich ist, an die Romanvorlage hält. Nichtsdestotrotz hätte man in diesem Fall bei der Verfilmung die Story noch etwas erweitern dürfen.
Ein "Erweitern" war in dieser Frühphase nicht gewollt, so wie es in dem Beitrag auch begründet wird.
Gruss
Havi17
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Habe die gestrige Ausstrahlung zur Prime Time auf 3Sat zu einer erneuten Sichtung genutzt. Wer schon länger hier mitliest weiß ja vielleicht, dass der Bogenschütze mein Hauptfavorit ist. Meine positive Einschätzung bestätigte sich auch gestern wieder. In meinen Augen ein sehr ausgewogener Film, eine perfekte Mischung aus vielen typischen Wallace-Schauplätzen und Elementen (alte Gemäuer, Geheimgänge, Schiff, Spelunke etc.) und eine Story, die aufgrund der vielschichtig angelegten und grandios gespielten Charakteren (vor allem Fröbe als Bellamy und Wüstenhagen als Savini), die jeweils ideale Schlüsselszenen zur Entfaltung erhalten, stets interessant bleibt. Auch finde ich dass Fröbe durchaus gut mit seinen Dialogpartnern interagiert und nicht zu dominant und raumgreifend ist. Für mich auch eine der schönsten Rollen von Karin Dor. Früher dachte ich teilweise die Szenenfolgen auf dem Schiff nähmen zuviel Raum ein, aber gerade diese sind sehr schön in Szene gesetzt und und der immer lüsterner werdende Coldharbour Smith ist exzellent dargestellt. Keinerlei Längen! Das turbulente Finale kürt dann einen gut gespannten Spannungs-Bogen! 😉 Der oft kritisierte Humor ist bei mir zwar nicht vordergründig ausschlaggebend für meine Verbundenheit zu diesem Film, aber doch sowas wie ein i-Tüpfelchen. Zumal er weitgehend immer noch gut und extrem geschickt in das „reale“ Filmgeschehen eingebunden wurde. Eigentlich ist es nur am Ende so, dass die Schlussgags wirklich aus der Handlung herausgehen und dass ist ja fürwahr bei den Wallace Filmen durchaus häufig der Fall. Die Pointen und ironischen Einsprengsel wirken auf mich weniger „Fremdkörperhaft“ wie beim indischen Tuch beispielsweise. Zumal der Film trotz ansatzweiser Persiflage immer noch vor Atmosphäre strotzt und auch das wohlige Wallace Gruselgefühl vermittelt. Einziges Manko die Auflösung des Täterrätsels. Hier haben andere Wallace Filme deutlich die Nase vorn, zumal man, wenn man schon recht leicht auf die Person kommen kann, durch die Handlung leider zu wenig Bezug zu ihm aufbaut, um den Film als Charakterstudie hinsichtlich des Täters noch weiter aufwerten zu können. Dennoch ist die Auflösung weitaus befriedigender als beispielsweise bei Neues vom Hexer. Zudem verliert dieser Gesichtspunkt bei wiederholten Sichtungen natürlich auch an Bedeutung.
Sicher: ähnlich wie beim Lieblingsfussballverein hat man offenbar auch beim Lieblingswallace nur bedingt und irgendwann wohl überhaupt keine Wahl mehr. Deshalb ist das natürlich alles höchst subjektiv, doch so schlecht wie der Film stellenweise hier beurteilt wird ist der Film keineswegs und er wird nach meiner Einschätzung auch in der breiten Öffentlichkeit nicht so eingestuft sondern ist deutlich positiver konnotiert. Schade, dass Roland nicht weitere Wallace-Filme inszeniert hat. Gerade in der Farbphase hätte er sicher zwischen den ganzen Vohrer-Filmen für gut inszenierte Abwechslung sorgen können.
Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt endlich wissen, was Frieden heißt (Jimi Hendrix)
Die Rüstungsindustrie ist eine der größten Gefährdungen der Menschheit. Albert Einstein
Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen. Albert Einstein