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  • Kommissar X - Drei blaue Panther (1968)Datum13.07.2019 12:42
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    KOMMISSAR X - DREI BLAUE PANTHER

    Ein Film der Parnass (München) und PEA (Rom) in Zusammenarbeit mit IPS (Montreal)
    Produktion: Theo Maria Werner und Ralph Zucker
    Deutschland/Italien (1968) - Regie: Gianfranco Parolini - DE: 4.4.1968 - FSK 16 - V: Constantin
    Darsteller: Tony Kendall, Brad Harris, Erika Blanc, Franco Fantasia, Siegfried Rauch, Corny Collins, Hannelore Auer, Erwin Strahl, Carlos de Castro



    Bei einem Gefangenentransport wird der Gangster Arthur Tracy von seinen Komplizen Anthony und Smoky befreit. Arthur hatte Juwelen im Wert von 3 Mio. Dollar gestohlen und diese, weil ihm die Polizei auf den Fersen war, seinem Zwillingsbruder Robert zur Aufbewahrung gegeben. Als Robert, der inzwischen nach Kanada übersiedelt ist, die Herausgabe verweigert, erschießt Arthur seinen Bruder und schlüpft in dessen Rolle. Wie so oft kommen sich Tom Rowland und Jo Walker bei ihren Ermittlungen in diesem Fall erneut in die Quere. Während der Captain den flüchtigen Arthur Tracy aufstöbern soll, wurde Kommissar X von der Versicherung beauftragt, die Edelsteine wiederzubeschaffen.



    Der mittlerweile 5.Film der KX-Reihe spielt nicht in exotischen Gefilden, sondern in Kanada. Die Produzenten hatten die Idee, die Kulisse der EXPO ´67 in Montreal in die Handlung einzubeziehen. Allerdings wurden auch einige Außenaufnahmen in Italien gedreht. Mit dem Überfall auf den Gefangenentransport besitzt der Film zwar einen rasanten Einstieg, dann aber reihen sich oft Szenen beliebig aneinander und das Ganze wirkt mitunter etwas konfus. Zum Glück gelingt es der Regie noch rechtzeitig, die Handlung wieder in geordnete Bahnen zu lenken und damit auch die Spannung anzukurbeln. Die üblichen Verfolgungen und handfeste Prügeleien sowie Mordanschläge mit Harpunen oder einer Planierraupe sorgen für Kurzweil und die ständigen Kabbeleien zwischen Rowland und Walker sind wie immer das Salz in der Suppe. Was die titelgebenden "Drei blauen Panther" anbelangt, so handelt es sich dabei um eine kleine Skulptur mit einem Geheimfach im Sockel, in dem sich der Schlüssel zu einem Banktresor mit den erbeuteten Juwelen befindet.
    Tony Kendall und Brad Harris ergänzen sich wie immer prächtig. Siegfried Rauch als Anthony darf bei seinem zweiten Einsatz in einem KX-Film als Obergangster mit der nötigen Härte agieren, während Erwin Strahl in einer nicht so ergiebigen Rolle als kanadischer Polizei-Inspektor zu sehen ist. Regisseur Parolini folgte dem Beispiel seines KX-Regie-Kollegen Rudolf Zehetgruber und übernahm höchstpersönlich den Part des Gangsters Smoky. Der Film ist im Grunde mehr ein Action-Krimi mit typischem Zeitkolorit als ein Eurospy-Vertreter und kann insgesamt mit seinen Vorgängern nicht ganz mithalten. Obwohl er bereits Ende 1967 fertiggestellt war, wartete der Constantin-Verleih bis April 1968 mit der Veröffentlichung.

    Film-Echo-Note: 3,3 (28 Meldungen) / Erstnote: 2,9

    "Privatdetektiv und Kriminalpolizei auf der Jagd nach gestohlenen Juwelen und dem entsprungenen Dieb. Als Hintergrund für einen Teil des blutigen Geschehens fungiert die Weltausstellung in Montreal. (Lexikon des internationalen Films)

  • Edgar Wallace AusstrahlungenDatum12.07.2019 12:27
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    "Zu den Gewinnern des Abends zählt erneut auch 3SAT. Diesmal zeigte der Sender sogar 2 EW-Klassiker: "Der Hexer" und "Neues vom Hexer". 1,24 und 1,25 Mio. sahen zu. Die Marktanteile lagen bei herausragenden 4,4% und 5,5%. Normal sind für den Sender 1,3%."(meedia)

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    Zitat von Andreas im Beitrag #56
    Die Diskussion fördert eben die Kreativität. :)

    Wohl eher das, was einige dafür halten.

  • Edgar Wallace AusstrahlungenDatum11.07.2019 11:33
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    Auch "Der Zinker" war erfolgreich: 1,18 Mio. sahen zu. (Quelle: meedia)

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    Zitat von Gubanov im Beitrag #22
    Dass auf die eine Gruppe tendenziell eher negativ konnotierte Namen zutreffen, hat sie sich aufgrund ihrer kategorisch abwertenden und ausgrenzenden Argumentationsstruktur selbst zuzuschreiben.

    Ach, sieh an! So einfach ist das! Hätt´ich jetzt nicht gedacht.

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    "Das Unbehagliche an diesem hart inszenierten Krimi ist dessen Vermischung mit spekulativem Sex. Kahn- und Bettszenen, nackte Mädchen unter der Dusche, die Episode beim Aktfotografen, die unbekleidete Mädchenleiche in der Badewanne - dies alles schielt stimulierend nach dem Erotisch-Reißerischen. Das Aufgebot beachtlicher Darsteller, denen das Drehbuch keine Gelegenheit gibt, den Teufelskreis der Zusammenhänge gesellschaftskritisch auszuloten, kann diesen Eindruck nicht ändern." (Film-Echo 1972)

    Film-Echo-Note: 3,7 (27 Meldungen) / Erstnote: 3,1
    Spanien: 1.615.565 Besucher
    Italien: Rang 61 der 100 erfolgreichsten Filme der Saison 1971/72

  • ... und den Henker im Nacken (1959)Datum06.07.2019 12:46
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    ... UND DEN HENKER IM NACKEN (VITE PERDUTE)

    Italien (1959) - R: Adelchi Bianchi, Roberto Mauri - DE: 18.3.60 - FSK 18 - V: Deutsche Cosmopol
    Darsteller: Gabriele Tinti, Virna Lisi, Sandra Milo, Jacques Sernas, John Kitzmiller, Marco Guglielmi, Robero Mauri, Anni Alberti



    Gemeinsam mit seiner Schwester und zwei ihrer Freundinnen möchte der junge Ingenieur Carlo zu einer Bootstour aufbrechen. Doch bevor es dazu kommt, geraten sie in die Gewalt von fünf entflohenen Sträflingen. Bei einem Fluchtversuch kommt eine der jungen Frauen ums Leben. Um untertauchen zu können, brauchen die Kriminellen Geld. Deshalb zwingen sie Carlo, seinen Chef anzurufen und ihn unter einem Vorwand zu bitten, einen höheren Betrag bereit zu halten. Seine Schwester macht sich dann auf den Weg, um das Geld abzuholen und wird dabei von Toni, einem der Geiselnehmer begleitet. Das Auftauchen einer Polizeistreife und eines Suchtrupps sorgt bei den Zurückgebliebenen für angespannte Stimmung. Vor allem der gewaltbereite dunkelhäutige Luca erweist sich als tickende Zeitbombe.



    Ein Film, der sich hinter seinen amerikanischen Vorbildern nicht verstecken muss. Handlungsort ist ein abgelegener Küstenstreifen auf der Insel Elba. Neben den interessanten Schauplätzen können sich auch die darstellerischen Leistungen sehen lassen. Den Anführer der fünfköpfigen Bande, den man "Baron" nennt, spielt der Franzose Jacques Sernas. Zu seinen Kumpanen gehören Marco Guglielmi (bekannt aus "Der Teppich des Grauens") als Toni sowie Roberto Mauri, der am Drehbuch mitschrieb und hier erstmals auch als Regisseur beteiligt ist. 1968 inszenierte er den Kommissar-X-Film "Drei goldene Schlangen". Die prägnanteste Figur ist jedoch der unberechenbare Luca, dargestellt vom Afro-Amerikaner John Kitzmiller. Nach dem zweiten Weltkrieg war er wegen der Rassenpeobleme in seiner Heimat in Italien geblieben und hatte dort eine beachtliche Leinwandkarriere gemacht. International bekannt wurde er durch seine Mitwirkung im ersten Bond-Film, in dem er Sean Connery und Ursula Andress in ihrem Kampf gegen "Dr.No" unterstützte. Als Carlo ist der in allen Filmgenres erfahrene Gabriele Tinti zu sehen.

    "Harter Gangsterfilm in der Tradition einschlägiger Hollywood-Vorbilder, routiniert inszeniert und gespielt." (Filmdienst)

    "Donnerwetter, dieser Reißer hat es in sich! Dabei ist der Stoff nicht einmal neu. Vier junge Leute fallen "an einem Tag wie jeder andere" durch Zufall in die Hände entflohener Strafgefangener, die ihre Opfer bedrohen und erpressen. Zum Schluss gehen die Revolver und Maschinenpistolen, mit denen man vorher immer nur herumgefuchtelt hat, wirklich los, wenn die Verbrecher untereinander aufräumen und ein scheinbarer Feigling unter den Geiseln im entscheidenden Moment die Situation wendet.
    Das unerbittliche Katz-und-Mausspiel und wie man sich gegenseitig belauert, das geht schon an die Nieren. Und weil die Spannungseffekte einmal völlig vom gewohnten Klischee abweichen, gibt es immer wieder Grund zu neuem Nervenkitzel. Der Pol, um den sich die erregende Handlung dreht, ist zweifellos John Kitzmiller, der in der Rolle des reizbaren, halbverrückten und unberechenbaren schwarzen Ausbrechers alle Register ziehen kann. Wer keine großen Ansprüche stellt und nur gefesselt sein will, kommt voll auf seine Kosten. Dementsprechend sind auch die geschäftlichen Aussichten."
    (Film-Echo 1960)

    Da die "Deutsche Cosmopol" bereits einige Monate später Konkurs anmeldete, liegt keine Film-Echo-Note vor.
    Frankreich: 338.384 Besucher (Paris: 77.320)

  • Lis Verhoeven gestorbenDatum05.07.2019 17:43
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Die Schauspielerin Lis Verhoeven ist am 2.Juli im Alter von 88 Jahren gestorben.
    Vor allem in den 60/70er Jahren war sie oft für das Fernsehen tätig. So wirkte sie auch in zahlreichen Krimi-Serien mit. In der Reihe "Berlin, Keithstrasse" spielte sie eine Kriminal-Inspektorin.
    Sie war in den frühen Sechzigern mit dem Schauspielkollegen Mario Adorf verheiratet, mit dem sie die gemeinsame Tochter Stella Adorf hatte.

  • TV-Termine im Juli 2019Datum01.07.2019 13:54
    Thema von Giacco im Forum Aktuelle Filme (DVD, K...

    Wallace-Filme auf "3SAT":

    9.7. DI 20.15 /23.55 Uhr
    Das Gasthaus an der Themse

    10.7. MI 20.15 / 23.55 Uhr
    Der Zinker

    11.7. DO 20.15 / 2.00 Uhr
    Der Hexer
    21.35 / 3.25 Uhr
    Neues vom Hexer

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    Film-Echo-Note: 3,5 (31 Meldungen) / Erstnote: 3,0

    Zum Tod von Werner Peters meldete das Blatt:

    "Im Alter von 52 Jahren erlag Werner Peters, vielbeschäftigter Filmschauspieler und Inhaber der Synchronfirma Rondo-Film, in Wiesbaden in der Nacht vom 30. bis 31. März einem Herzinfarkt. Der Bühnenschauspieler Werner Peters begann seine Filmlaufbahn nach dem Krieg bei der DEFA. Er wurde weithin bekannt, als er 1951 die Hauptrolle in der Heinrich-Mann-Verfilmung "Der Untertan" unter der Regie von Wolfgang Staudte spielte. Seit 1955 gehörte er zu den bekanntesten bundesdeutschen Schauspielern. Man sah ihn in mehr als 70 Filmen. Immer bestach er durch die Prägnanz seines Ausdrucks."

  • Lisa Martinek gestorbenDatum30.06.2019 17:13
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic



    Die Schauspielerin Lisa Martinek ist im Alter von nur 47 Jahren gestorben.
    Von 2006-2012 spielte sie die Kommissarin Clara Hertz in der ZDF-Krimi-Reihe "Das Duo".

  • Zu heiß zum Anfassen (1960)Datum29.06.2019 13:51
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    ZU HEISS ZUM ANFASSEN (TOO HOT TO HANDLE)

    Großbritannien (1960) - R: Terence Young - DE: 16.4.1960 - FSK 18 - V: Constantin
    Darsteller: Jayne Mansfield, Leo Genn, Karlheinz Böhm, Christopher Lee, Kai Fischer, Danik Patisson, Patrick Holt, Sheldon Lawrence, Barbara Windsor



    Johnny Solo betreibt im Londoner Vergnügungsviertel den gutgehenden "Pink Flamingo Club". Durch Schutzgelderpressungen und Drohungen seines Konkurrenten Dinelli lässt er sich nicht einschüchtern und revanchiert sich dafür auf seine Weise. Doch dann wird er eines Nachts von mehreren Männern mit Strumpfmasken niedergeschlagen, die anschließend sein Lokal auseinandernehmen. Johnny will es seinen Gegnern jetzt erst recht zeigen, doch der gewaltsame Tod einer minderjährigen Tänzerin verschafft ihm Ärger mit der Polizei.



    Aufgelockert durch diverse Revue-Szenen kommt die Kriminal-Story nicht so richtig in Fahrt und wirkt insgesamt etwas dürftig, zumal sie von mehreren Nebenhandlungen zusätzlich verwässert wird. Wenig überzeugen kann auch der moralisierende Schluss, durch den zugleich das Ende des Konflikts der beiden Club-Besitzer offen bleibt. Was den Film aber dennoch unterhaltsam macht, ist die interessante Besetzung.
    Leo Genn - den Wallace-Fans als Inspektor Elliott in "Das Rätsel des silbernen Dreieck" bekannt - verleiht seinem Johnny Solo eine gute Mischung aus Härte, Coolness und Entschlossenheit. Jayne Mansfield ist als "Midnight Franklin" nicht nur die Hauptattraktion des Clubs, sondern auch Johnnys langjährige Geliebte. Die Schauspielerin wurde damals von ihrer US-Vertragsfirma "20th. Century Fox" für mehrere europäische Produktionen ausgeliehen. Karlheinz Böhm möchte als Reporter einer deutschen Illustrierten (im Original ist er Franzose) ein paar heiße Storys über den Club veröffentlichen und treibt sich zwecks Recherche fast ständig dort herum. Er zeigt großes Interesse an einer Tänzerin namens Liliane, die wiederum ebenso großes Interesse daran zeigt, ihre Vergangenheit vor der Öffentlichkeit geheim zu halten. Christopher Lee ist als Novak der Manager des Pink Flamingo Clubs und moderiert außerdem die abendlichen Live-Shows. Er verfolgt jedoch seine eigenen Pläne und kooperiert hinter dem Rücken seines Chefs mit dessen Gegnern. Kai Fischer gehört zu den Tänzerinnen des Etablissements. Bei einigen ihrer Kolleginnen ist sie allerdings nicht sonderlich beliebt und es kommt schon mal zu Handgreiflichkeiten. In "The Hellfire Club" stand die deutsche Aktrice wenig später erneut für eine britische Produktion vor der Kamera. Terence Young, der den Film inszenierte, wurde Anfang der 1960er Jahre als "Bond-Regisseur" bekannt und präsentiert hier eine Regie-Arbeit, die vor dieser Zeit entstand.
    In den USA kam der Film erst 1962 in die Kinos, weil es Schwierigkeiten mit der Zensur gab. Er lief dort nur als Schwarzweiß-Film.



    "Der Film gewährt durchaus keine kleinlichen Einblicke in die Sex-Attraktionen des Londoner Nachtlebens und trotzdem vermag er nicht ganz über den Schatten seiner englischen Herkunft zu springen. Im Vergleich zu französischen Filmen gleichen Genres bleibt er eine Nuance zu kühl und zu nüchtern. Es fehlt ihm vor allem die Atmosphäre. Seine Handlung, der Konkurrenzkampf zweier Barbesitzer, dient lediglich als Aufhänger für mehrere, von der Regie wohldosierte Striptease-Exhibitionen.
    Während Jayne Mansfield in diesem Milieu von Natur aus eine ausgezeichnete Figur macht, nimmt man Karlheinz Böhm, trotz ansprechender schauspielerischer Leistung, den Reporter einer deutschen Illustrierten nicht im mindesten ab. Kai Fischer reiht sich dank ihres Wuchses in die Schar der anderen leichtbekleideten Damen ein. Titel und Besetzung wecken beim männlichen Publikum aller Altersklassen zweifellos die kühnsten Erwartungen, was dem Geschäft nur zuträglich sein kann."
    (Film-Echo, April 1960)

    Film-Echo-Note: 2,9 (46 Meldungen) / Erstnote: 2,7

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    Film-Echo-Note: 4,2 (18 Meldungen)
    Spanien: 184.256 Besucher

  • Ein Toter hing am Glockenseil (1964)Datum22.06.2019 13:14
    Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    EIN TOTER HING AM GLOCKENSEIL (LA CRIPTA E L`INCUBO)
    AT: Die Gruft und der Albtraum (DDR-TV-Titel)

    Italien/Spanien (1964) - R: Camillo Mastrocinque - DE: 3.3.1967 - FSK 16 - V: Carlo Schmidt
    Darsteller: Christopher Lee, Adriana Ambesi, Ursula Davis, José Campo, Vera Vakmont, Carla Calo



    Graf Ludwig von Karnstein macht sich große Sorgen um seine Tochter Laura, die Nacht für Nacht von Alpträumen geplagt wird. Nach mehreren mysteriösen Todesfällen wächst in ihm der Verdacht, Laura könnte vom Geist ihrer einst wegen Hexerei hingerichteten Vorfahrin Sheena besessen sein. Diese hatte das Geschlecht der Karnsteins vor ihrem Tod mit einem Fluch belegt. Deshalb lässt der Graf den jungen Wissenschaftler Friedrich Klauss kommen, der sich mit der Ahnengeschichte der Familie befassen und nach konkreten Hinweisen suchen soll. Mit der jungen Ljuba, die bei einem Kutsch-Unfall einen leichten Schock erlitt und von Laura zum Bleiben eingeladen wurde, befindet sich ein weitere Gast im Haus. Die beiden Mädchen freunden sich an. Doch seltsame Vorkommnisse versetzen die Schloßbewohner bald in Angst und Schrecken.



    Eine kleine Gothic-Horror-Perle, die aber wohl ziemlich unbekannt sein dürfte. Der Plot ist weder neu noch sonderlich aufregend, doch die stimmungsvolle Inszenierung und die beeindruckende Schwarzweiß-Fotografie sorgen für eine schauerlich-düstere Gruselatmosphäre. Während der Film anfangs ein eher schleppendes Tempo vorlegt, geht es im letzten Drittel dann endlich zur Sache und am Ende gibt es sogar noch eine unerwartete Wendung.
    Christopher Lee gehört als Schloßherr und besorgter Vater diesmal zwar nicht zu den finsteren Gestalten, doch ihn auf der Besetzungsliste zu haben, ist für Filme dieser Art immer ein Gewinn. Seine von quälenden Visionen heimgesuchte Tochter wird von Adriana Ambesi dargestellt, während es dem Spanier José Campo als Friedrich Klauss am Ende durch sein beherztes Eingreifen gelingt, den bösen Fluch zu bannen. Bei dem Toten am Glockenseil handelt es sich um einen buckligen Landstreicher, der in der Nähe des Anwesens herumstreunte. Zusätzlich wurde ihm eine Hand abgehackt, die wiederum einen neuen Verwendungszweck erhielt.
    Der Filmtitel tauchte 1980 in unseren Kinos in leicht abgewandelter Form noch einmal auf: diesmal hing ein "Zombie" am Glockenseil

    Verleiher Carlo Schmidt war jahrelang Filial-Leiter beim Bavaria-Filmverleih gewesen, bevor er zum Schorcht-Verleih wechselte. Als dieser Anfang 1965 Konkurs anmelden musste, machte sich Schmidt selbstständig und gründete seine eigene kleine Verleihfirma mit Sitz in Düsseldorf (später Neuss).

    "Ein junger Gelehrter bannt mit dem Tod eines Vampirs den auf einer Adelsfamilie seit Jahrhunderten lastenden Fluch. Wirrer Gruselfilm von geringem Unterhaltungswert." (Filmdienst)

    Frankreich: 319.044 Besucher
    Spanien: 287.193 Besucher

  • Rolf von Sydow gestorbenDatum17.06.2019 17:43
    Thema von Giacco im Forum Off-Topic

    Der Regisseur und Drehbuchautor Rolf von Sydow starb am 16. Juni 2019 in Berlin, zwei Tage vor seinem 95.Geburtstag.
    Er inszenierte u.a. die Durbridge-Mehrteiler "Wie ein Blitz", "Das Messer" und "Die Kette" sowie einige Tatort-Folgen.

  • Thema von Giacco im Forum Film- und Fernsehklass...

    DAS GEHEIMNIS DER BLUTIGEN PERLEN (LE VICOMTE RÈGLE SES COMPTES)

    Frankreich/Italien/Spanien (1967) - R: Maurice Cloche - DE: 18.8.1967 - FSK 16 - V: Nora
    Darsteller: Kerwin Mathews, Fernando Rey, Folco Lulli, Sylvia Sorrente, Jean Yanne, Luis Davila, Franco Fabrizi, Pierre Massimi, Maria Latour, Yvette Lebon



    Ein spektakulärer Bankraub in Paris, bei dem das hochmoderne Sicherheitssystem lahmgelegt wurde, ruft den Versicherungsagenten Clint de la Roche auf den Plan. Bei seinen Ermittlungen gerät er zwischen die Fronten zweier rivalisierender Banden, die um die Vorherrschaft auf dem Drogenmarkt kämpfen. Für den Detektiv ist die Sache nicht ungefährlich, denn die beiden Gangsterbosse Marco Demoygne und Rico Barone erweisen sich als eiskalte Gegner, die kein Pardon kennen. Doch Clint weiß sich seiner Haut zu wehren. Und wenn doch mal Not am Mann ist, springt sein Assistent Billette in die Bresche.



    Nach einem vielversprechenden Auftakt folgt der Film den üblichen Schablonen und schafft es dadurch nicht, sich von der Vielzahl ähnlicher Produktionen abzusetzen. Der Amerikaner Kerwin Mathews hatte bereits zwei erfolgreiche Leinwandabenteuer als "OSS-117" bestanden und sich dadurch eine gewisse Routine erworben. Mit Charme und Schlagkraft setzt er sich auch hier sowohl bei den Damen als auch bei den Ganoven durch. Jean Yanne als sein Sidekick hat die Aufgabe, die Handlung mit etwas Humor aufzulockern. Die sich gegenseitig bekämpfenden Gangsterbosse werden von Fernando Rey und Folco Lulli überzeugend verkörpert. Eine kleinere Rolle als Killer hat Pierre Massimi, der 1969 durch die Lederstrumpf-Verfilmungen des ZDF bei uns populär wurde. Sylvia Sorrente als Stripperin Lili ist nett anzusehen und setzt sich auch schon mal zur Wehr, als sie sich in der Gewalt einer der Banden befindet. Die Strip-Szenen wurden im berüchtigten Pariser "Crazy Horse Saloon" gedreht. Die Musik von Georges Garvarentz setzt passende Akzente und die Schauplätze (Riviera, Paris, Costa del Sol) wurden gut in die Handlung integriert. Insgesamt hat der Film durchaus seinen Unterhaltungswert. Punktabzug gibt es allerdings für den bescheuerten deutschen Titel.

    "Der Film lässt sich gut an. Eine Bank wird geknackt. Zuvor hat sich der Initiator dieses Plans mit viel Sprengstoff der mitwissenden Dame seines Herzens entledigt. Und dann tritt der Hauptdarsteller auf und allen scheint plötzlich die Puste auszugehen. Detektiv Kerwin Mathews, der den Gangsterspuren im Auftrag eines Versicherungskonzerns folgt, erledigt zwei Banden samt deren Chefs, küsst und prügelt sich durch manchen Filmmeter und bleibt doch von der ersten bis zur letzten Einstellung nur blasse Kopie."(Film-Echo)

    Film-Echo-Note: keine 10 Meldungen
    Frankreich: 717.923 Besucher (Paris: 144.545)
    Spanien: 530.027 Besucher

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    Bei der Erstsichtung vor vielen Jahren habe ich mich so gelangweilt, dass es bisher zu keiner Zweitsichtung kam und wohl in Zukunft auch nicht mehr kommen wird. Selbst Kinski kann den Film nicht retten. "Man hat das Gefühl, dass Klaus Kinski, wenn er nicht verrückt oder böse ist, nicht mehr er selbst ist". (Zitat aus einer Kritik)

    Film-Echo-Note: 4,3 (35 Meldungen) / Erstnote: 3,9

    In Frankreich kam der Film erst am 9.8.1973 in die Kinos. Dort wurde er natürlich nicht als Wallace-Film vermarktet. Der Titel "Liz & Helen" sollte schon auf die lesbische Beziehung der beiden Frauen hinweisen.
    Frankreich: 386.586 Besucher
    1976 soll der Film dort unter dem Titel "Chaleur et jouissance" in "speziellen" Kinos nochmal gezeigt worden sein. Er enthielt eingefügte pornografische Szenen mit einer Darstellerin namens Alice Arno.

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    1969 - Es bleibt schwierig...

    Das Jahr 1969 ist kein einfaches Jahr für die Filmwirtschaft. Sank die Zahl der Kinobesucher pro Jahr von 700 Mio. im Jahre 1959 auf nur noch 200 Mio., nimmt auch die Anzahl der Filmtheater weiterhin ab. Es ist kaum noch möglich, dass ein deutscher Film seine Herstellungskosten auf dem heimischen Markt wieder einspielt. Der Trend geht deshalb verstärkt zu internationalen Co-Produktionen.

    Die Stimmung in der deutschen Verleih-Szene ist alles andere als rosig.
    Der größte deutsche Verleih "Constantin" hat das Problem, auf seinen Mehrheitsgeschäftspartner Bertelsmann Rücksicht nehmen zu müssen. Dieser hatte sich von seinem Einstieg ins Filmgeschäft bedeutend mehr erhofft und ist nun mehr als verunsichert.
    Der "Gloria"-Verleih steht und fällt mit dem Durchhaltevermögen der Allein-Inhaberin Ilse Kubaschewski und niemand weiß, ob sie die zunehmenden finanziellen Einbußen auf Dauer verkraften kann, zumal die Firma schon jetzt nicht mehr in der Lage ist, auf Sex- und Aufklärungsfilme zu verzichten.
    An die Stelle des "Nora"-Verleihs, der 1969 Konkurs anmelden musste, rückt der "Inter"-Verleih. Firmenchef Willy Kuschel ist jedoch 75 Jahre alt und es bleibt abzuwarten, wie lange sein Interesse am Verleihgeschäft noch bestehen bleibt.
    Ansonsten bleibt die Hoffnung, dass mittlere Firmen wie "Adria" oder "Avis" ihre Position auch weiterhin behaupten können.

    Abgesehen von Columbia, MGM und Un. Artists sieht es auch bei den US-Verleihern in Deutschland nicht besonders gut aus, denn vom Mutterland her kommen immer mehr Sparauflagen und harte Direktiven. Vor allem bei den Firmen, die bei uns keine Blockbuster, sondern nur Mittelware anzubieten haben, gehen die Umsätze rapide zurück.

    Auf der Filmtheaterseite geht der Trend immer mehr zur Bildung von Kino-Ketten. Man hat erkannt, dass man nur als starke Gruppe in der Lage ist, bei Filmabschlüssen mit den Verleihern verhandeln zu können. Kleine und mittlere Einzelkinos in den Vorstädten oder der Provinz kommen dagegen auf keinen grünen Zweig mehr.

  • Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    Zum "Glasauge" liegt mir leider keine Film-Echo-Kritik vor.
    Film-Echo-Note: 3,3 (30 Meldungen) / Erstnote: 3,2
    Interessant sind die unterschiedlichen Noten in den Groß- und Kleinstädten.
    Großstadt-Note: 2,9 / Klein- u. Mittelstadt-Note: 3,9

    In Frankreich kam der Film 1970 in die Kinos, lief aber nur in den Nord- und Ostprovinzen.

  • Die Lady in Zement (1968)Datum10.06.2019 22:11
    Foren-Beitrag von Giacco im Thema

    Danke für die Rückmeldung. Den "Schnüffler" habe ich vor Jahren mal im TV gesehen, kann mich aber kaum noch daran erinnern, außer, dass Jill St.John mitspielte und dass Sinatras Tochter Nancy das Titellied sang. Es soll jedenfalls der bessere Film von den beiden sein.

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