Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Forum Edgar Wallace ,...



Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 87 Antworten
und wurde 6.782 mal aufgerufen
 Film- und Fernsehklassiker national
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
Gubanov Online




Beiträge: 15.724

30.06.2018 20:42
#76 RE: Hafenpolizei - Polizeifunk ruft - Hamburg Transit Zitat · antworten

Momentan wird "Hafenpolizei" wieder im NDR ausgestrahlt. Ich hatte die erste Folge, die am 21.6. gezeigt wurde, aufgenommen, musste aber feststellen, dass der NDR das Bildformat auf 16:9 beschnitten bzw. aufgezoomt hatte und somit oben und unten Bildinformationen fehlen. Eine ganz scheußliche Unsitte - mancher ÖR-Sender scheint in dieser Beziehung seit den umgekehrten Verfahrensweisen mit Kinofilmen zu 4:3-Zeiten nichts gelernt zu haben.

Da die Serie vor Kurzem von Pidax neu aufgelegt wurde (wie auch "Polizeifunk ruft" und "Hamburg Transit"), wollte ich mich nochmal vergewissern, ob diese DVD-Neuauflagen die Serien im korrekten 4:3-Bildformat enthalten. Und weiter nachgefragt: Handelt es sich um 1:1-Nachpressungen der alten ARD-Video-Scheiben oder hat Pidax ein Remastering vorgenommen?

Percy Lister Online



Beiträge: 3.579

30.06.2018 20:43
#77 RE: Hafenpolizei - Polizeifunk ruft - Hamburg Transit Zitat · antworten

Bildformat 4:3

Ray Offline



Beiträge: 1.163

01.07.2018 14:42
#78 RE: Hafenpolizei - Polizeifunk ruft - Hamburg Transit Zitat · antworten

Ich habe mir die Pidax-DVD-Neuauflage zu "Hafenpolizei" zugelegt und schaue die Serie schon seit einigen Wochen. Das mit dem Bildformat kann ich so bestätigen. Der Umstand, dass die Menüführung von der sonst bei Pidax gewohnten abweicht, scheint mir ein starkes Indiz dafür zu sein, dass es sich technisch 1:1 um die gleichen Scheiben handelt. Bei "Dem Täter auf der Spur" wurde dies auf Nachfrage eines Forumsmitglieds ja auch bereits bestätigt. Das muss für "Hafenpolizei" natürlich erstmal nichts heißen, ist aber ebenfalls ein kleines Indiz.

Ray Offline



Beiträge: 1.163

24.07.2018 22:37
#79 RE: Hafenpolizei - Polizeifunk ruft - Hamburg Transit Zitat · antworten

Hafenpolizei (BRD 1963-1966)

"Schiffe, Werften, Menschen, Energie... Das ist die Hafenstadt, Heimat für Millionen, hier kreuzen sich Schifffahrtswege aus aller Welt, hier liegen Gut und Böse dicht beieinander: Tag und Nacht. Eine erfahrene Polizei wacht über die Sicherheit der Stadt und ihrer Menschen. Moderne Technik steht in ihrem Dienst. Nach Unterlagen der Hamburger Wasserschutzpolizei entstand die Sendereihe HAFENPOLIZEI"

Ganz so polizei-propagandistisch wie es Tonfall des Sprechers und Inhalt seiner Einführung befürchten lassen, geht es glücklicherweise in der Serie "Hafenpolizei" nicht zu. Im Zentrum der Reihe stehen die Ermittler Kommissar Peters (Til Kiwe) samt Assistenten Zink (Jochen Blume) und Kolldehoff (Josef Dahmen). Unterstützt werden sie regelmäßig von Polizeimeister Lühr (Herbert A. E. Böhme), der auf einem Polizeiboot im Hamburger Hafen Streife fährt. An seiner Seite sieht man anfangs zudem Horst Michael Neutze, später Peter Herzog. Die Beamten kümmern sich um Verbrechen und Vergehen aller Art.

Die Fälle nach Unterlagen der Wasserschutzpolizei zu erzählen, ist grundsätzlich ein durchaus ehrenwertes Anliegen. Nur wenn die Realität nicht genug Film- bzw. Fernsehreifes bereithält, sollte man entweder die Anzahl der Folgen überschaubar halten und nicht so viele Episoden in schneller Abfolge produzieren oder aber eben nicht allzu starr an diesem Ansatz festhalten und neben brauchbaren, der Realität entnommenen Stoffen manche erfinden und den Zusatz "Nach Unterlagen..." nur bei denjenigen verwenden, wo dies zutrifft. Leider haben die Macher weder das eine noch das andere gemacht, weshalb sich der (heutige) Zuschauer mit einigen allzu banalen Geschichten konfrontiert sieht. Dieser Umstand und der weitere, dass die Hauptdarsteller eher als Neben- denn als Hauptdarsteller geeignet sind, führt dazu, dass es ein wenig braucht, um Zugang zur Serie zu finden. Wer durchhält, wird ab und an mit sehr unterhaltsamen Folgen belohnt, die aus dem Format alles rausholen. Dazu gehören etwa die Episode "Die Party", in der Werner Bruhns naive junge Damen gegen eine kleine "Sicherheitsgebühr" zu Partys auf einer großzügigen Yacht einlädt, um sich dann mit dem Geld aus dem Staub zu machen. Oder "Reisebegleiterin gesucht", in der es ganz im Stile der Wallace-Filme um Mädchenhandel geht, mit an Bord sind passenderweise die Wallace-Stars Werner Peters, Ilse Steppat und Wolfgang Völz. Herrlich auch Kai Fischer und Harry Riebauer als Juwelendiebespaar in "Juwelen nach Maß". Last but not least weiß auch Monika Peitsch als "Dame aus Hongkong" zu gefallen, wenngleich die Folge mitunter etwas kurios daherkommt.

Als Gaststars bekommt man u.a. folgende Darsteller zu sehen: Werner Peters, Harry Riebauer, Ilse Steppat, Monika Peitsch, Wolfgang Völz, Kai Fischer, Werner Bruhns, Ellen Schwiers, Vadim Glowna, Günther Stoll, Jan Hendriks, Dieter Eppler.

Alles in allem kann man die Serie mit Abstrichen empfehlen, vor allem Leuten, die Interesse an realistischer Krimi-Unterhaltung à la "Stahlnetz" haben. Ich werde mir jedenfalls die Nachfolge-Serie "Polizeifunk ruft" ansehen.

Ray Offline



Beiträge: 1.163

16.11.2018 20:15
#80 RE: Hafenpolizei - Polizeifunk ruft - Hamburg Transit Zitat · antworten

Polizeifunk ruft (BRD 1966-1970)

"Großstadt - Menschen - Technik - Gefahr! - In Zusammenarbeit mit der Hamburger Polizei entstand die Serie "Polizeifunk ruft"...!".


Der Vorspann deutet schon an, dass es sich bei "Polizeifunk ruft" um den legitimen Nachfolger von "Hafenpolizei" handelt. Aus dieser wurde jedoch von den Hauptdarstellern nur Josef Dahmen übernommen, was insofern zu begrüßen ist, als er noch der charismatischste war. An seiner Seite fungiert zunächst der etwas spröde Günter Lüdke, der aber schnell durch den besseren Eckart Dux ("Das Halstuch", "Butler Parker") ersetzt wird. Zur heimlichen und später echten Hauptfigur mutiert rasch Karl-Heinz Hess, der als Streifenpolizist (auch "Weiße Maus" genannt) namens Hartmann für die Ordnungshüter arbeitet und dabei oft über das Obligatorische hinaus ermittelt, dabei mitunter etwas übereifrig agiert und sich gelegentlich in Gefahr bringt. Hartmann wird im zweiten Drittel der Serie für einige Folgen zu Fortbildungszwecken nach Japan und Frankreich geschickt. Diese Folgen sind etwas gewöhnungsbedürftig und fallen überwiegend qualitativ ab. Eine Ausnahme bildet vielleicht "Empfang in Japan", die einen Hauch "Man lebt nur zweimal"-Atmosphäre versprüht. Davon abgesehen hat man es weniger häufig mit allzu banalen Geschichten zu tun, inhaltlich haben die Episoden mit anderen Worten im Schnitt gefühlt ein höheres Niveau als noch bei "Hafenpolizei", folgerichtig gibt es auch mehr wirklich gelungene Folgen. Auch die Besetzung ist in den Hauptrollen insgesamt etwas einfacher zugänglich. Zu den "Highlights" unter den Folgen würde ich etwa "Das Mädchen von der Autobahn" zählen, eine Folge, in der Charles Brauer und Corny Collings als Diebesduo Männer u.a. an Autobahnraststätten um ihre Breifstasche bringt, wobei Collins der fürs Bezirzen und Brauer für die schnelle Flucht zuständig ist. Weiter in Erinnerung ist mir "Handgeknüpfte Teppiche" in wohliger Erinnerung. Hier liefert Uwe Friedrichsen echte Kabinettstückchen als Teppichdieb, der für seine Ware keine Abnehmer findet und nun die lästigen Teppiche an der Haustür zu Tiefstpreisen verscherbelt. Allgemein ist die Reihe recht abwechslungsreich, was die Art der Kriminalität betrifft. Um Mordfälle geht es dabei aber eher selten, was ich allerdings nicht als Manko auffasse.

Als Gaststars wirken u.a. mit: Günther Ungeheuer, Dieter Eppler, Uwe Friedrichsen, Judy Winter, Corny Collins, Charles Brauer, Gisela Uhlen, Inge Langen, Eva Pflug, Harald Juhnke, Harry Riebauer, Jan Hendriks, Dietmar Schönherr, Vivi Bach, Werner Bruhns, Carl Lange.


Wer sich nicht entscheidend daran stößt, dass man frühzeitig (ab Folge 14) in Farbe drehte, mag vielleicht sogar mit "Polizeifunk ruft" anfangen. Mir hat die Serie jedenfalls summa summarum ein ganzes Stück besser gefallen als der Vorgänger. Die DVDs von Pidax präsentieren die Folgen in ordentlicher Qualität.

Gubanov Online




Beiträge: 15.724

18.02.2019 15:15
#81 RE: Hafenpolizei - Polizeifunk ruft - Hamburg Transit Zitat · antworten



Hafenpolizei (Folgen 1 bis 4)

Regie: John Olden. Drehbuch: Erich Engels, Gustav Kampendonk, Günter Dönges. In den Hauptrollen: Jochen A. Blume, Herbert A.E. Böhme, Josef Dahmen, Til Kiwe, Horst Michael Neutze und Günther Böse. Gaststars (Folge 1): Peter Lehmbrock, Owen Williams, Joachim Rake, Klaus Höhne, Lore Schultz u.a. Gaststars (Folge 2): Richard Münch, Klaramaria Skala, Heinz Theo Branding, Horst Beck, Helga Münster u.a. Gaststars (Folge 3): Rolf Nagel, Ingrid Stenn, Charlotte Schellenberg, Fritz Steidl, Katharina Brauren u.a. Gaststars (Folge 4): Friedrich Georg Beckhaus, Frank Straass, Reinhold Nietschmann, Tschang der Dsai, Katharina Mayberg u.a. Erstsendungen: 7., 14., 21. und 28. Oktober 1963. Eine Produktion der Studio Hamburg Atelierbetriebsgesellschaft für das Norddeutsche Werbefernsehen.

#01: Marihuana — Wegen eines schiefgegangenen Raubmordes flieht der Matrose Jack Miller an Bord eines Frachtschiffs von Toronto nach Hamburg. Er kann zwar identifiziert und auf Grundlage eines Funkspruchs an Bord interniert werden, entkommt aber in Hamburg im Gewirr des Hafenviertels. Dort scheint er gute Kontakte zu haben, denn ein örtlicher Marihuanahändler hilft ihm beim Untertauchen – bis die beiden in einen gefährlichen Streit geraten ... | Die Auftaktepisode zur Serie „Hafenpolizei“ überzeugt mit Wendungsreichtum und einer gewissen Härte, die Peter Lehmbrock als drahtiger Verbrecher mit schneller Reaktionsgabe gegen seine Verfolger und Feinde gnadenlos ausspielt. Es wird zwar nicht ganz klar, warum Miller sich in Hamburg so gut auskennt und offenbar makelloses Deutsch spricht, und auch die heiße Ware, die sein Kontaktmann mit sich herumträgt, sieht verdächtig wenig nach Marihuana aus. Aber dem hohen Tempo und der angenehmen Spannung ist das nicht abträglich. Lehmbrock erweist sich als verschlagener Wiesel, während Owen Williams eine beachtliche Performance als sein Hamburger Spezi ablegt. Solider Einstieg!

#02: Mord an Bord — Die Umtriebe des ersten Offiziers Wilbert auf der Holmsund konnten ja nicht lange gut gehen ... Der versoffene Seemann machte sich an Bord und an Land an jeden Rock heran, dessen er habhaft werden konnte, und verfeindete sich daraufhin sowohl mit einem Matrosen als auch dem Kapitän des Schiffes. Nun muss die Polizei klären, wer ihn erschlagen hat. Mit einer Falle wollen die Beamten den Täter aus der Reserve locken ... | Wilbert ist ein richtig unangenehmer Charakter, dessen Ende man nicht nur des Episodentitels wegen von Anfang kommen sieht. In den Rollen seiner Widersacher sieht man einen jovialen Horst Beck und einen pflichtbewussten Richard Münch, die beide sehr passend besetzt sind. Auch die Polizisten schärfen in dieser Episode ihr Profil; insbesondere Herbert A.E. Böhme als Koordinator und Jochen Blume mit seinem Wunsch, den Mordfall wegen der zu Hause wartenden Kartoffelpuffer schnell zu einem Ende zu bringen, bauen ihre Charaktere aus. Die Aufnahmen von Bord des Schiffes wirken etwas trist, aber dafür lässt auch diese Folge dem Zuschauer keine Gelegenheit, sich zu langweilen.

#03: 100’000 Mark — Das Mitleid, das die Beamten der Hafenpolizei mit dem Schiffbrüchigen Paul Diedrichs haben, verwandelt sich bald in Argwohn. Diedrichs hat im Nordseewasser seine Frau verloren, auf ihr Leben zuvor aber in einem äußerst kompromittierenden Zusammenhang eine wertvolle Versicherung abgeschlossen. Da liegt die Vermutung nahe, dass die Frau nicht aus Versehen zu Tode kam – zumal Diedrichs’ Pensionswirtin von einer angeblichen Affäre munkelt ... | Diese etwas unspektakuläre Geschichte um Versicherungsbetrug und womöglichen Mord zeichnet sich weniger durch hohe Spannung als vielmehr durch ihre verschmitzte Machart aus, die einen klaren Vorabendserien-Duktus durchschimmern lässt. Kriminaler Koldehoff (Josef Dahmen), der Seelenqualen leidet, weil er wegen Vor-Ort-Ermittlungen ein Fußballspiel verpasst, und die komödiantisch angelegte Rolle von Katharina Brauren sprechen in dieser Hinsicht eine deutliche Sprache. Sonderlich prominent besetzt ist die Folge auch nicht, aber man interessiert sich dennoch recht eifrig dafür, welche Hintergründe Rolf Nagel dazu bewogen, sich seiner Filmfrau zu entledigen und eine fremde Selbstmörderin bei der Identifikation der Leiche für sie auszugeben ...

#04: Der chinesische Koch — Bei dem flüchtigen Verbrecher, der in Düsseldorf eine Bank überfiel, handelt es sich um einen Matrosen, der sich prompt nach Hamburg verdrückt. Bevor der Mann, der eine auffällige Tätowierung am Handgelenk trägt, anheuert, will er gern noch einiges von seinem neuen Reichtum loswerden und zieht damit die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich. Mithilfe einer Zeugin kann die Spur bis zum Bankräuber und seinem Komplizen, einem chinesischen Koch, verfolgt werden ... | Anfangs wird hohes Tempo vorgelegt, doch die Suche nach dem Matrosen verliert als simpel gestrickte Jagd auf einen bekannten Täter bald ihren Reiz. Da müssen Kleindarsteller ausgleichend einspringen und den Zuschauer bei der Stange halten: So geben sich in dieser Folge zum Beispiel Frank Straass als Ganovenkomplize, Rudolf Fenner als Unterweltkenner und Christa Siems als Barfrau die Ehre. Der kleine, unauffällige Beckhaus ist zudem eine treffende Besetzung für den Hauptschurken, denn dieser zeichnet sich eher durch flinke Beine als durch ein kluges Köpfchen aus. Sein Sonnen-Tattoo als Wiedererkennungsmerkmal wird gut ausgenutzt; sein titelgebender Bekannter, der chinesische Koch, taucht dagegen erst spät auf und bleibt bedauerlich blass.

Gubanov Online




Beiträge: 15.724

21.02.2019 18:50
#82 RE: Hafenpolizei - Polizeifunk ruft - Hamburg Transit Zitat · antworten



Hafenpolizei (Folgen 5 bis 8)

Regie: John Olden. Drehbuch: Erich Engels, Gustav Kampendonk, Günter Dönges. In den Hauptrollen: Jochen A. Blume, Herbert A.E. Böhme, Josef Dahmen, Til Kiwe, Horst Michael Neutze und Günther Böse. Gaststars (Folge 5): Ricklef Müller, Edeltraud Elsner, Gerd Andresen, Günter Lüdke, Jochen Schmidt u.a. Gaststars (Folge 6): Bruno Dietrich, Wolfgang Condrus, Norbert Skalden, Antje Roosch, Stephan Schwartz u.a. Gaststars (Folge 7): Heinz Kühsel, Helmuth Rudolph, Verena Wiet, Günter Meisner, Heidi Kabel u.a. Gaststars (Folge 8): Katrin Schaake, Brigitte Skay, Werner Bruhns, Ralph Persson, Karl-Heinz Gerdesmann u.a. Erstsendungen: 4., 11., 18. und 25. November 1963. Eine Produktion der Studio Hamburg Atelierbetriebsgesellschaft für das Norddeutsche Werbefernsehen.

#05: Der große Zufall — Bei einem Überfall auf das Geschäft eines Schiffsausrüsters wird der Ladenbetreiber erschossen. Die beiden Täter fliehen; nur ein angetrunkener Augenzeuge kann sie identifizieren. Beim Abgleich der Zeugenaussage mit der Verbrecherkartei stellt sich heraus: Einer von ihnen ist Bruno Thiel. Aus purem Zufall sieht Brunos Schwester, bei der der Verbrecher abgetaucht ist, die Fahndungsmeldung in der Tagesschau ... | Hier haben wir es erneut mit einer Episode zu tun, bei der Tempo und Spannung stimmen. Obwohl mit Günter Lüdke als Schluckspecht-Zeuge das Potenzial zum Overacting besteht, entwickelt sich die Folge zügig und zielstrebig und gerade die Konfrontation des flüchtigen Raubmord-Komplizen mit seiner Schwester stellt einen sehenswerten, knisternden Höhepunkt dar. Sowohl Thiel als auch sein Spezi präsentieren sich als „harte Hunde“, die – einmal aufgespürt – maximale Gegenwehr leisten und mit vollem Einsatz überwältigt werden müssen. Die Episode spielt zwar nur etwas alibihaft am oder auf dem Wasser, aber das macht sie letztlich nicht weniger gelungen.

#06: Die Ausbrecher — Zwei jugendliche Verbrecher übertölpeln die Wachen der Haftanstalt auf der Hamburg vorgelagerten Insel Hahnöfersand und schwimmen nächtens der ersehnten Freiheit entgegen. Ihr Drang, zu Kleidung und Geld zu kommen sowie in der Menge unterzutauchen, bringt die Flüchtigen in mehrere brenzlige Situationen. Auch ihre früheren Komplizen, auf die sie in Hamburg treffen, wollen ihnen nicht weiterhelfen. An die Polizei verpfeift sie jedoch ein ganz anderer, ungewöhnlicher Augenzeuge ... | Ein authentisches Hamburger Setting, ein Sprecherkommentar bezüglich der Jugendhaftanstalt aus dem Off sowie der aus „Die blaue Mütze“ und „In der Nacht zum Dienstag“ bekannte Wolfgang Condrus – unweigerlich muss man sich bei dieser „Hafenpolizei“-Folge ans „Stahlnetz“ erinnert fühlen. Ganz klar die treibende Kraft der sehr spannenden, wenn auch unkompliziert geradlinigen Vorgänge ist Bruno Dietrich, dem man den mit allen Wassern gewaschenen Schurken ohne Weiteres abkauft. Gen Ende kommt auch der junge Stephan Schwartz sehr prominent zum Einsatz – etwas weniger flapsiger Kinderhumor wäre in seinem Falle sicher mehr gewesen, doch immerhin erkennt der desillusionierte Zuschauer bereits, wo Schwartz’ Lausejungenfigur vermutlich über Kurz oder Lang ihre Zelte aufschlagen wird: ebenfalls auf Hahnöfersand ...

#07: Der blaue Brief — Der Ganove Johnny hat ohnehin schon Probleme mit der Polizei. Sein Kabinettstück gelingt ihm aber, als ihm der von zu Hause ausgerissene Schuljunge Michael in die Finger gerät. Mit dem Versprechen, ihm falsche Papiere für eine Anstellung im Hafen zu besorgen, führt Johnny den Jungen in eine gefährliche Abhängigkeit, wobei er auch vor Einbruch, Gewalt und Erpressung nicht zurückschreckt ... | Auch wenn die ARD zwei „Hafenpolizei“-Folgen mit prominenten Kinderrollen hintereinander sendete, so könnten diese unterschiedlicher nicht sein: Bewegte sich der ausgekochte Kiezjunge in „Die Ausbrecher“ noch absolut selbstsicher durchs halblegale Hafenmilieu, so gerät der naive Michael hier in einen unberechenbaren Strudel, der ihn beinah das Leben kostet. Günter Meisner liefert als berechnender und reaktionsschneller Berufsverbrecher, der überall Gewinn wittert und keine Skrupel kennt, ein Kabinettstück (teilweise auch mit sehr harten, ungemütlichen Untertönen) ab. Demgegenüber spielen die Polizeibeamten diesmal eher kleine Rollen; sie reagieren nur und müssen sich am Ende auf einen glücklichen Zufall berufen. Folglich eine markante, inhaltlich aber nicht ganz überzeugende Episode.

#08: Die Party — Zwei geschäftstüchtige junge Männer verlassen sich ganz auf ihren Charme und einen falschen skandinavischen Akzent, um eine ganze Reihe junger Frauen in eine amouröse Falle zu locken: Unter der Versprechung, sie auf eine Bootsparty einzuladen, knöpfen die Schurken ihren Opfern kleine Geldbeträge ab. Aus Scham schaltet kaum ein Betrugsopfer die Polizei ein ... | Gyula Trebitsch ging mit großem Gespür an die Produktion der „Hafenpolizei“-Folgen, denn er erkannte, dass sich ein lapidares Drehbuch wie in diesem Fall mit einer gespickten Besetzung ausgleichen ließ. Insbesondere ein im Vergleich zu seinem „Stahlnetz“-Auftritt in „Rehe“ im folgenden Jahr erstaunlich jung wirkender Werner Bruhns bleibt als charismatischer Betrüger in Erinnerung, während die naiven Frauenrollen ihre Darstellerinnen – unter ihnen Katrin Schaake und Brigitte Skay – wenig fordern. Ein wenig unglücklich ist die alberne Zuspitzung im Finale, in dem Kriminalobersekretär Koldehoff von überzeichneten Halbstarken übel mitgespielt wird, weil sie ihn für einen Komplizen der Verbrecher halten.

Ray Offline



Beiträge: 1.163

24.02.2019 01:09
#83 RE: Hafenpolizei - Polizeifunk ruft - Hamburg Transit Zitat · antworten

Hamburg Transit (BRD 1970-1974)

Inzwischen habe ich meine Sichtungen zur "Hamburger Trilogie" abschließen können. Über "Hamburg Transit" wurde hier bisher ja noch wenig gesprochen. Anders als bei den Vorgänger-Serien sind die Handlungen rein fiktiv. Wie der Titel "Hamburg Transit" bereits suggeriert, zeigt die Serie die Stadt Hamburg vor allem als Umschlagplatz für Reisende, Geschäftsleute und Ganoven, die im Rahmen ihres Aufenthaltes in der Hafenstadt kleinere oder größere Abenteuer erleben. Einige Episoden gehen ein Stück weit in Richtung Spionage, weshalb manche Folgen wie Kurz-Episoden von "Die fünfte Kolonne" wirken. Eine weiterer wesentlicher Unterschied zu den Vorgänger-Serien ist, dass die Ermittler nicht in jeder Folge auftreten. Die aus "Polizeifunk ruft" bekannten Karl-Heinz Hess und Eckart Dux schauen vielmehr nur in etwa jeder zweiten Folge vorbei. Heinz-Gerhard Lück, der den Posten des Vorgesetzten zum Ende von "Polizeifunk ruft" von Josef Dahmen übernommen hatte, tritt nur sporadisch auf. In einigen Folgen ermittelt zudem Gert Haucke als Kommissar John. Auffällig ist zudem, dass wenn die Kommissare in den Folgen auftreten, ihre Parts oft klein ausfallen, die Ermittlungen m.a.W. also wenig Raum in der Geschichte einnehmen. Die inhaltliche Flexibilität hat Licht- und Schattenseiten. Einerseits ist es durchaus eine nette Abwechslung, wenn Episoden ganz ohne Ermittler auskommen bzw. andere Personen quasi als Ersatzermittler auftreten (so etwa Inge Langen in der äußerst gelungenen Episode "Rechnung für Zimmer elf", in der sie als Hotelleiterin einen Hoteldieb fängt). Andererseits hatte man Hess und Dux irgendwie lieb gewonnen. Auch wenn Hess' Privatleben in "Polizeifunk ruft" vielleicht manchmal sogar etwas zu viel Raum eingenommen hat, trugen die Szenen mit seiner Verlobten bzw. später Ehefrau Karin Lieneweg auf der anderen Seite immer ein wenig zum Wohlfühlfaktor bei. In "Hamburg Transit" hat sie nur einen einzigen Auftritt. Im Endeffekt ist es so, dass man die Ermittler bei Abwesenheit nicht vermisst, solange die Geschichten interessant sind und die Gastdarsteller ihre Sache gut machen. Das trifft erfreulicherweise doch auf einige Episoden zu. Ein Grund dafür sind auch hier wieder die vielen Gaststars. Mit von der Partie sind u.a. Götz George, Dieter Eppler, Adrian Hoven, Judy Winter. Anspieltipp wäre neben der o.g. Folge die Episode "Eifersucht", die durch einen tollen Gaststar mit interessanter Rolle (Götz George) und einer gute Story inklusive Whodunit punktet. Was auch in "Hamburg Transit" wieder besonders positiv auffällt, ist der doch recht hohe Produktionsaufwand der Serie. Wie viele Drehorte da mitunter in einer 25-minütigen Folge stecken, ist schon beachtlich.

Summa Summarum ist "Hamburg Transit" wie "Hafenpolizei" und "Polizeifunk ruft" für das hiesige Publikum absolut zu empfehlen.

Georg Offline




Beiträge: 2.990

24.02.2019 12:13
#84 RE: Hafenpolizei - Polizeifunk ruft - Hamburg Transit Zitat · antworten

Der Arbeitstitel der Serie Hamburg Transit war ja ursprünglich auch Hamburger Kriminalfälle, der Transit-Titel stammt von Hauptdarsteller Karl-Heinz Hess selbst.
Ich habe auch stets bedauert, dass nicht in allen Folgen alle Ermittler auftauchen. Das hatte vermutlich auch damit zu tun, dass Karl-Heinz Hess mit der Tochter von Liesl Christ ein Theater betrieben hat und ihm dieses Theater stets wichtiger war, als groß Karriere zu machen (die ihm möglich gewesen wäre). Das erklärt auch, warum er in den 70ern und 80ern nur mehr in wenigen und kleinen Nebenrollen auftauchte und die Rolle des Polizeipräsidenten Hartmann in Jürgen Rolands Großstadtrevier als Serienrolle ablehnte.

Ray Offline



Beiträge: 1.163

01.03.2019 20:39
#85 RE: Hafenpolizei - Polizeifunk ruft - Hamburg Transit Zitat · antworten

Interessant. Weiß man eigentlich, warum man Serientitel und -konzept immer wieder verändert hat? War das jeweils dem Zeitgeist geschuldet?

Georg Offline




Beiträge: 2.990

13.03.2019 19:33
#86 RE: Hafenpolizei - Polizeifunk ruft - Hamburg Transit Zitat · antworten

Das hat sicherlich mit mehreren Faktoren zu tun:

1) man hatte mit lange laufenden Serien keine Erfahrung, Hafenpolizei war damals nach Abschluss der Ausstrahlung von Staffel 3 die längste deutsche Serie überhaupt (mit Ausnahme der Familie Schölermann, die aber im Hauptabendprogramm lief und eher ein Stehgreifspiel war). Generell wollten vielleicht auch die Darsteller etwas anderes (Konrad Georg ist ja bei Kommissar Freytag auch ausgestiegen, weil er nicht immer den Kommissar spielen wollte).

2) Regisseur John Olden starb unerwartet, das könnte auch die Hafenpolizei vorzeitig beendet haben.

3) Ich denke, dass die Geschichten auch auserzählt waren und man mit Walter Hartmann im Polizeifunk ruft einfach neue Wege sah, andere Storys zu erzählen. Damals galt noch das Credo: lieber mal was Neues, als ein Format bis zum Erbrechen bedienen, wie das heute mit den ganzen SOKOs usw. geschieht, wo es hunderte Folgen gibt. (Nur die BBC ist dem alten Credo treu geblieben: die machen lieber x-Serien mit wenigen Folgen als eine Serie mit hunderten).

4) Schließlich war es nur konsequent, den Folgentitel und das Format zu ändern, als Walter Hartmann in der 4. Polizeifunk-Staffel zum Kripobeamten befördert wurde. So wurden daraus dann die Hamburger Kriminalfälle (Arbeitstitel). Übrigens stimmt es nicht ganz, dass die Hamburg Transit-Storys frei erfunden waren. Zumindest was den Autor Bruno Hampel betrifft, weiß ich aus sicherer Quelle (von einem guten Freund von ihm und Autorenkollegen), dass dieser seine Geschichten immer auf Basis echter Fälle konstruierte (hierzu sammelte er über Jahre und Jahrzehnte Zeitungsartikel und andere Berichte). Diese verfremdete er bzw. wählte sie als Ausgangspunkt.

Interessant ist generell, dass es in den 60ern und 70ern keine deutsche Vorabendserie auf mehr als 52 Folgen und 4 Staffeln brachte, irgendwie war das wohl das höchste aller Gefühle und danach wollte man immer etwas Neues, selbst bei Klassikern wie Percy Stuart, wo man dann das Format kopierte und in Im Auftrag von Madame das Gleiche machte. Wanninger mit seiner Doppeltitelung sei hier ausgenommen, erst die Polizeiinspektion 1 brachte es in den 80ern auf 130 Episoden und 10 Staffeln und Die Drei Damen vom Grill zwischen 1978 und 1992 auf 140 Geschichten.

Ray Offline



Beiträge: 1.163

13.03.2019 22:24
#87 RE: Hafenpolizei - Polizeifunk ruft - Hamburg Transit Zitat · antworten

Vielen Dank für die ausführliche Antwort, sehr aufschlussreich!

Gubanov Online




Beiträge: 15.724

14.03.2019 21:15
#88 RE: Hafenpolizei - Polizeifunk ruft - Hamburg Transit Zitat · antworten



Hafenpolizei (Folgen 9 bis 12)

Regie: John Olden. Drehbuch: Erich Engels, Gustav Kampendonk, Günter Dönges. In den Hauptrollen: Jochen A. Blume, Herbert A.E. Böhme, Josef Dahmen, Til Kiwe, Horst Michael Neutze und Günther Böse. Gaststars (Folge 9): Harry Engel, Wulf-Rüdiger Reutermann, Henning Venske, Karlheinz Jörger, Peter Benthack u.a. Gaststars (Folge 10): Joachim Richert, Peter Striebeck, Willy Maertens, Charlotte Kramm, Friedrich Schütter u.a. Gaststars (Folge 11): Gunther Malzacher, Anita Höfer, Will van Deeg, Peter Mönch, Doris Kunstmann u.a. Gaststars (Folge 12): Bruno Vahl-Berg, Wolf Martienzen, Manfred Greve, Else Reval, Angelika Thieme u.a. Erstsendungen: 2., 9., 16. und 23. Dezember 1963. Eine Produktion der Studio Hamburg Atelierbetriebsgesellschaft für das Norddeutsche Werbefernsehen.

#09: Die Ölspur — Schon mehrere Schiffer auf der Elbe beklagen den Diebstahl von Dieselkraftstoff. Zunächst wittert die Hafenpolizei unprofessionelle Geldmacher hinter den Verbrechen, aber der Kopf der Spritdiebbande, ein jugendlicher Nichtstuer namens Harry Steinkamp, ist für seine Pläne sogar bereit, über Leichen zu gehen ... | Die Ausgangssituation mit den „ausgesaugten“ Ausflugskähnen gestaltet sich einigermaßen lapidar, wächst sich aber nach und nach zu einer veritablen Hommage an die Halbstarkenfilme der 1950er Jahre aus. Harry Engel spielt den rücksichtslosen Jungverbrecher mit rebellischer Note, der im Laufe der Episodenhandlung zwei Menschen ermordet, mit kühler Gelassenheit, die sich leider auch auf den Zuschauer überträgt. Skrupel plagen die Hauptfigur schon gar nicht, aber auch ihre Rücksichtslosigkeit macht sich nur unterschwellig bemerkbar, zumal die Morde scheinbar „nebenher“ geschehen. Insgesamt wirkt die unspektakulär besetzte Episode überfrachtet und dennoch langwierig sowie stellenweise unlogisch und technisch unsauber (schwache Inszenierung der Morde, schlechter Schnitt beim Autounfall im Finale) und gehört damit zu den bislang schwächsten.

#10: Der Blindgänger — Während zwei jugendliche Handtaschendiebe auf der Flucht vor der Polizei zur unbewohnten Elbinsel Schweinesand übersetzen, transportiert die Wasserschutzpolizei eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg zur kontrollierten Sprengung ans gleiche Ziel. Zwischen den Räubern entbrennt Streit darüber, ob sie an diesem gefährlichen Ort ausharren oder sich zu erkennen geben sollen ... | Was auf den ersten Blick wie ein willkürliches Sammelsurium an aufregenden Alltagsgeschichten aus dem Hamburg der Nachkriegszeit wirkt, verbindet sich vor der malerischen Kulisse der kleinen Elbinsel zu einem nervenaufreibenden Duell zwischen dem abgebrühten Dieter Reimann (Joachim Richert) und seinem wehleidigen Komplizen (der gegen seinen Typ und dennoch überzeugend besetzte Peter Striebeck). Indem die Bombe immer wieder groß ins Bild gerückt und der Respekt der Wasserschutzpolizei vor dem Blindgänger betont wird, baut sich eine sehr präsente Anspannung auf. Welcher der beiden Taugenichtse wird sich durchsetzen? Gehen die beiden oder einer von ihnen bei der waghalsigen Aktion drauf? Für dezente humoristische Akzente sorgen außerdem Willy Maertens als bestohlener Direktor Piper und Friedrich Schütter als regelrecht choreografisch agierender Sprengmeister.

#11: Der Strandkorbdieb — Ausgerechnet am Strand der Urlaubsinsel Neuwerk treibt ein dreister Taschendieb sein Unwesen, der seine Beute direkt in den Strandkörben der Besucher macht. Als er bei einem Unfall im Watt in Lebensgefahr gerät, greift die Wasserschutzpolizei den Dieb auf, ohne zu wissen, welcher dicke Fisch da angebissen hat ... | Der Titel verrät hier schon, dass wir es mit einem seichteren Exemplar der Gattung „Hafenpolizei“-Folge zu tun bekommen. Dies hat den netten Nebeneffekt, einen urlaubenden Kriminaler Koldehoff mitsamt Tochter und Schwiegersohn in spe zu sehen. Als junges Strandfräulein tritt kurz Doris Kunstmann in Erscheinung, bevor sich der Plot stärker auf den Dieb und seine Frau (dargestellt von Malzacher und Höfer) konzentriert. Da nicht die Diebstähle im eigentlichen Mittelpunkt stehen, sondern die Flucht des unerkannten Diebes Hauke vor den Behörden, entwickelt sich „Der Strandkorbdieb“ im Folgenden eher in Richtung eines kleinformatigen Dramas, was in der Schlussszene einen Höhepunkt erreicht. Herr und Frau Hauke haben sich nichts mehr zu sagen; ihr Verständnis von Leben und Aufrichtigkeit ist zu verschieden, um noch einmal zusammenzukommen ...

#12: Licht im Wasser — Bei nächtlichen Kontrollfahrten entdeckt die Wasserschutzpolizei in einem Hamburger Fleet an einer bestimmten Stelle immer wieder Licht unter Wasser. Da ahnen die Beamten noch nicht, dass es sich um die Beleuchtung für einen geschickt geplanten Diebeszug handelt. Zwei Taucher und ihr Auftraggeber wollen das Lager eines Hehlers ausnehmen, der gestohlene Diamanten in seinem Safe aufbewahrt ... | In den Fleet-Szenen bemerkt man, wie stark sich Hamburgs Innenstadtgesicht in den letzten fünfzig Jahren verändert hat. Auch der Rest der Handlung weckt nostalgische Erinnerungen, denn der Plot ist dem ein reichliches Jahr zuvor gedrehten „Gasthaus an der Themse“ (heiße Juwelen und Safeknacker im Froschmann-Taucheranzug) nicht unähnlich. Angereichert wird das interessante Thema leider mit zu viel volkstümlichem Vorabendhumor, der von Bruno Vahl-Berg und Else Reval als skurrilem älterem Ehepaar geschultert wird, das teilweise hinter dem Diebeszug, teilweise auf Seiten der Polizei steht. Die schlussendliche Überführung überzeugt dann wieder; man hätte sich nur zwischenzeitlich eine stärkere Konzentration aufs Wesentliche gewünscht.

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
 Sprung  
Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen