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Dieses Thema hat 578 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker international
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Ray Offline



Beiträge: 1.844

06.08.2021 18:58
#571 RE: Britische Film Noirs der 40er & 50er Jahre Zitat · Antworten

Framed/Paula (USA 1947)

Regie: Richard Wallace

Darsteller: Glenn Ford, Janis Carter, Barry Sullivan, Edgar Buchanan u.a.



Film Noir Nummer 152:


Eher zufällig infolge eines Unfalls bleibt der Ingenieur Mike in einer Kleinstadt hängen. Dort lernt er die attraktive Paula kennen, die ihn kurzerhand durch Bezahlung vor einer kurzen Haftstrafe im Zusammenhang mit dem Unfall bewahrt. Was Mike nicht weiß: Paula und ein anderer Mann, Steve, benötigen den in der Stadt unbekannten Mike für ein ausgetüfteltes Verbrechen…

Glenn Ford hatte kurz zuvor an der Seite von Rita Hayworth mit „Gilda“ ein dickes Ausrufezeichen im Film Noir gesetzt. „Framed“, der in einigen Ländern wohl in Anspielung an die Erfolgsfilme „Laura“ und „Gilda“ unter dem Alternativtitel „Paula“ lief, setzt auf inzwischen bewährte Zutaten, mixt diese aber zu einem sehr gut genießbaren Noir-Menü. Die heute eher weniger bekannte Janis Carter gibt eine typische „Femme Fatale“ und muss sich mit ihrer Darbietung vor prominenten Vorbildern wie Barbara Stanwyck oder Lana Turner nicht verstecken. Auch wenn ihre Figur dankbar ist, weil Paula letztlich alle Zügel in der Hand hält und entscheidenden Einfluss auf den teilweise durchaus überraschenden Verlauf der Handlung nimmt, ist es doch recht bemerkenswert, dass sie dem eigentlichen Star Glenn Ford ein bisschen die Show stiehlt, wenngleich auch Ford keinesfalls enttäuscht. In Zusammenarbeit mit dem versierten Kameramann Burnett Guffey („Verdammt in alle Ewigkeit“, „Bonnie and Clyde“) kreiert der eher in anderen Genres agierende Regisseur Richard Wallace sehr ansehnliche Bilder. Insgesamt für Freunde der „Schwarzen Serie“ eine sehenswerte Ergänzung zum Kanon.


Obschon „Framed“ das Rad kaum erfindet, bietet der Film nicht zuletzt wegen der starken Darbietung der unverbrauchten Janis Carter sehr solide Noir-Unterhaltung. Gute 4 von 5 Punkten.

Ray Offline



Beiträge: 1.844

28.09.2021 20:49
#572 RE: Britische Film Noirs der 40er & 50er Jahre Zitat · Antworten

Der Tod kommt auf leisen Sohlen (Murder By Contract, USA 1958)

Regie: Irving Lerner

Darsteller: Vince Edwards, Philip Pine, Herschel Bernardi u.a.



Film Noir Nummer 153:


Der junge Claude verdingt sich als Auftragskiller für den Gangster Mr. Vick. Alles läuft reibungslos, bis Claude im Auftrag Vicks eine potentielle Belastungszeugin aus dem Weg räumen soll...

Dieser Film aus der Endphase des klassischen Film Noir wirkt in seiner Inszenierung beinahe wie ein Film der französischen Nouvelle Vague, die parallel zur Produktion von "Der Tod kommt auf leisen Sohlen" in unserem Nachbarland entstand. Der unverbrauchte und ungemein natürlich agierende Vince Edwards gibt den jungen Profikiller, der durch seinen unauffälligen, kontrollierten Lebensstil weitgehend ungestört seinem Killerdasein nachgehen kann. Untermalt von der grandiosen Musik von Perry Botkin (https://www.youtube.com/watch?v=igKvehBED8k), die entfernt an die Melodie von "Der dritte Mann" erinnert, gelingen dem Film mitunter geradezu ikonische Bilder, die u.a. Martin Scorsese stark beeinflussten, der aus dem hiesigen Film die berühmten Szenen für "Taxi Driver" entlehnte, in denen De Niro in der eigenen Wohnungen Kraftübungen macht. Der Film ist enorm atmosphärisch und im Finale, in dem Claude die junge Zeugin entgegen seinem Kodex aus dem Weg räumen soll, auch durchaus spannend. Alles in allem ein B-Noir, der sich vor vielen A-Produktionen keinesfalls zu verstecken braucht.

Enorm atmosphärischer B-Noir um einen in weitgehender Anonymität agierenden Auftragskiller, der viele Nachfolgefilme inspierieren sollte. 4,5 von 5 Punkten.

Ray Offline



Beiträge: 1.844

11.11.2021 23:06
#573 RE: Britische Film Noirs der 40er & 50er Jahre Zitat · Antworten

In die Enge getrieben (Tight Spot, USA 1955)

Regie: Phil Karlson

Darsteller: Ginger Rogers, Edward G. Robinson, Brian Keith u.a.



Film Noir Nummer 154:


Sherry Conley wird aus der Haft entlassen, im Gegenzug soll sie gegen den Gangster Costain aussagen. Doch Costain erfährt, dass Conley von den Behörden in einem Hotelzimmer untergebracht ist und schickt seine Killer los…

Die Columbia-Produktion aus den Mittfünfzigern kann mit einer beachtlichen Besetzung aufwarten. Ginger Rogers, bekannt vor allem aus Filmen an der Seite von Fred Astaire, spielt die Ex-Gefängnisinsassin, die als wichtige Zeugin vor Gericht aussagen soll. Noir-Veteran Edward G. Robinson gibt den Staatsanwalt, der sie von der Aussage überzeugen und sie bis zum Prozess beschützen will. Brain Keith spielt einen Polizisten, der für den Schutz der Rogers-Figur verantwortlich ist. U.a. ihm gegenüber streckt Gangster Costain im Laufe der Handlung die Fühler aus, um Conley beseitigen zu können.

Die Atmosphäre des Films ist durch die weitgehende Beschränkung auf den Handlungsort Hotelzimmer durchaus dicht, es gibt zwei gut umgesetzte Spannungssequenzen, in denen es für Conley sehr eng wird. Allerdings hat das Werk von Regisseur Phil Karlson („Hyänen der Straße“) zwischendrin seine Längen, zumal der Schlagabtausch zwischen Rogers und Keith auf Dauer etwas repetitiv wirkt und nicht wirklich weiterführt. Insofern alles in allem nur eine bedingte Empfehlung für Freunde des Film Noir.


Solider Noir mit durchaus guter Besetzung, jedoch im Laufe der Zeit etwas anstrengender Hauptfigur und ein paar Längen. 3,5 von 5 Punkten.

Ray Offline



Beiträge: 1.844

21.11.2021 19:42
#574 RE: Britische Film Noirs der 40er & 50er Jahre Zitat · Antworten

Der Henker saß am Tisch (711 Ocean Drive, USA 1950)

Regie: Joseph M. Newman

Darsteller: Edmond O'Brien, Joanne Dru, Otto Kruger u.a.



Film Noir Nummer 155:


Telefontechniker Mal Granger wird von einem Buchmacher rekrutiert, um ihn dank seiner technischen Fähigkeiten mit Ergebnissen von Pferderennen zu versorgen, bevor alle anderen davon erfahren haben. Granger macht sich schnell unentbehrlich und steigt eh er sich versieht selbst zu einer Größe in der Organisierten Kriminalität auf. Doch je mehr er aufsteigt, umso größer die Fallhöhe...

Der Film von Joseph H. Newman mit Edmond O’Brien („Opfer der Unterwelt“, „Hitch-Hiker“ u.a.) warb im Erscheinungsjahr 1950 groß damit, unter Polizeischutz gedreht worden zu sein, weil Gangstersyndikate den Dreh verhindern wollten, weil sie fürchteten, das Werk offenbare zu viele Geheimnisse. Ob wahr oder nicht, der Film ist auch aus sich heraus interessant genug, um einen Blick wert zu sein. O’Brien gehört sicher zu den prägenden Figuren des Film Noir und untermauert dies mit einer äußerst überzeugenden Darbietung des Mal Granger, der vom Telefontechniker zum mächtigen Gangster aufsteigt. An seiner Seite agieren Joanne Dru („Red River“, „Blutige Straße“) und Otto Kruger („Saboteure“, „Zwölf Uhr mittags“). „711 Ocean Drive“ so der Originaltitel, gewährt durchaus tiefe Einblicke in das Wirken von Syndikaten in der Wettbranche und kann mit einigen schönen Spannungsmomenten aufwarten. Denn für Granger wird es im Verlauf der Handlung immer enger, jedenfalls zunächst kann er aber mit einiger Kaltblütigkeit seine Stellung bewahren. Zur Kurzweil tragen auch die regelmäßig wechselnden Schauplätze bei, relativ viel davon außen, wobei das Finale im Innern der Hoover Damm-Talsperre nahe Las Vegas besonders hervorzuheben ist. Unterm Strich sehr solide Gangsterfilm-Kost.

Kurzweiliger Gangsterfilm-Noir, der den Aufstieg eines Telefontechnikers zum großen Gangster in Rückblenden schildert und mit Edmond O’Brien in der Hauptrolle passend besetzt ist. 4 von 5 Punkten.

Ray Offline



Beiträge: 1.844

05.01.2022 21:47
#575 RE: Britische Film Noirs der 40er & 50er Jahre Zitat · Antworten

Die Spur führt zum Hafen (The Mob, USA 1951)

Regie: Robert Parrish

Darsteller: Broderick Crawford, Betty Buehler, Richard Kiley u.a.



Film Noir Nummer 156:


Polizist Damico wird des Nachts auf der Straße zufällig Zeuge eines Mordes an einem Mann, der gegen das organisierte Verbrechen aussagen wollte. Zu allem Überfluss lässt Damico den Täter auch noch entwischen. Um sich rehabilitieren zu können, soll Damico undercover bei den Docks im Hafen arbeiten und den Bandenchef Backie Glay aufspüren…

„The Mob“, so der Originatitel, beginnt durchaus vielversprechend: Die Eingangssequenz um den Mord an einem wichtigen potentiellen Zeugen wird hoch atmosphärisch inszeniert: Bei peitschendem Regen erwischt Damico den Mörder, der mit dem Rücken zu ihm steht und sekundenlang sich ergebend die Hände hochhält, bevor er ihn mit einer List übertölpelt. Das Ganze ist hervorragend eingefangen. Im weiteren Verlauf verflacht der Film aber recht schnell: Broderick Crawford ist ein guter Schauspieler, sein Polizist Damico aber zu sehr spießbürgerlicher Normalo, um einen Noir als Hauptfigur interessant zu machen. Insofern verfolgt man als Zuschauer den Standard-Plot zunehmend eher mit gedämpftem Interesse. Der Showdown entschädigt zwar durchaus wieder ein bisschen, der ultrabrave Schluss-Gag macht davon indes wieder ein gutes Stück zunichte. Insgesamt grundsolide Krimi-Unterhaltung, die im hochwertigen Feld der Schwarzen Serie aber untergeht.

Die zuletzt besprochenen Filme finden sich gemeinsam mit dem besonders empfehlenswerten "Affäre in Trinidad" in der "Columbia Noir #2-Edition" des bitischen Labels Indicator (ohne deutschen Ton).


Nach reizvollem Start entpuppt sich „Die Spur führt zum Hafen“ schnell als nur leidlich interessanter Beitrag zur Schwarzen Serie, was insbesondere an der insgesamt zu brav ausgefallenen Hauptfigur festzumachen ist. 3 von 5 Punkten.

Ray Offline



Beiträge: 1.844

09.01.2022 14:20
#576 RE: Britische Film Noirs der 40er & 50er Jahre Zitat · Antworten

Quicksand (USA 1950)

Regie: Irving Pichel

Darsteller: Mickey Rooney, Peter Lorre, Jeanne Cagney, Barbara Bates u.a.



Film Noir Nummer 157:


Automechaniker Dan Brady entnimmt 20 Dollar aus der Werkstattkasse, um der attraktiven Vera zu imponieren. Diese ist zwar weitaus aufregender als Dans Freundin Helen, verkehrt jedoch auch in kriminellen Kreisen. Eh sich Dan versieht, gerät er ins Kreuzfeuer von Behörden und Gangstern…

Vom Storyansatz verblüffend ähnlich dem später vier Jahre später veröffentlichte Mickey Rooney-Noir „Auf gefährlicher Straße“, erreicht „Quicksand“ nicht die Qualitäten des grandiosen „Quasi-Nachfolgers“. Mickey Rooney spielt den kleinen Mann, der den amourösen Versuchungen nicht widerstehen und dabei in eine gefährliche Spirale gerät, allerdings wiederum sehr gut. Auch Peter Lorre gibt einen schön-schmierigen Gangster und der Film kommt ohne nennenswerte Längen aus. Im Gros der qualitativ hochwertigen „Schwarzen Serie“ geht „Quicksand“ dennoch nur als „solide“ durch, was nicht zuletzt auch durch das etwas zahme Ende begründet ist.


Solider, kleiner Noir mit einem überzeugenden Mickey Rooney. Wer „Auf gefährlicher Straße“ nicht kennt, sollte diesen jedoch zuerst sichten. 4 von 5 Punkten.

Ray Offline



Beiträge: 1.844

13.01.2022 22:13
#577 RE: Britische Film Noirs der 40er & 50er Jahre Zitat · Antworten

The Dark Past (USA 1948)

Regie: Rudolph Maté

Darsteller: William Holden, Nina Foch, Lee J. Cobb u.a.



Film Noir Nummer 158:


Dem als Mörder verurteilten Al Walker gelingt die Flucht aus dem Gefängnis. Mit ein paar Handlangern nistet er sich in einem Ferienhaus ein, in dem der Polizeipsychiater Dr. Collins ein paar Tage mit seiner Frau und einigen Freunden verbringt. Collins gelingt es nach einiger Zeit, eine Verbindung zu Walker aufzubauen. In Gesprächen versucht Collins, die Ursache für Walkers Verhalten herauszufinden…

„The Dark Past“ ist ein Remake des Films „Blind Alley“ von Charles Vidor aus dem Jahre 1939. Im Film des Österreichers Rudolph Maté („Opfer der Unterwelt“), für den das vorliegende Werk nach Kameraarbeiten u.a. an Orson Welles‘ „Die Lady von Shanghai“ das Regiedebüt bedeutete, sind William Holden und Lee J. Cobb in den tragenden Hauptrollen zu sehen. Holden gibt den psychopathischen Killer Walker, während Lee J. Cobb den Polizeipsychiater porträtiert. Inszenatorisch und schauspielerisch bewegt sich der Film, der ab dem zweiten Drittel zu einem Kammerspiel wird, auf sehr hohem Niveau. Hervorzuheben sind die auch aus heutiger Sicht noch beeindruckenden Traumsequenzen. Allerdings lässt sich kaum verhehlen, dass der Film Probleme mit der Glaubwürdigkeit hat: Ein entflohener Mörder, der sich nach kurzem Zaudern relativ bereitwillig in die Hände eines ihm unbekannten Psychiaters gibt? Na ja, das Thema Psychoanalyse war seinerzeit in Hollywood eben „en vogue“. Unterm Strich bleibt der Film aber angesichts seiner Stärken durchaus sehenswert.

In einer Nebenrolle ist übrigens die junge "Miss Moneypenny" Lois Maxwell zu sehen.


„The Dark Past“ punktet durch starke Inszenierung und gutes Schauspiel, hat jedoch Defizite in Sachen Glaubwürdigkeit. Noch 4 von 5 Punkten.

Ray Offline



Beiträge: 1.844

19.01.2022 23:09
#578 RE: Britische Film Noirs der 40er & 50er Jahre Zitat · Antworten

Johnny O'Clock (USA 1947)

Regie: Robert Rossen

Darsteller: Dick Powell, Lee J. Cobb, Evelyn Keyes, Thomas Gomez, Nina Foch u.a.



Film Noir Nummer 159:

Nach einem Mord an einem Casinoangestellten gerät der Juniorpartner des Casinobetreibers ins Visier von Inspektor Koch, als eine Angestellte nach vermeintlichem Selbstmord tot aufgefunden wird. Als sich der Selbstmord als Fremdtötung entpuppt, schöpft Johnny den Verdacht, dass sein Partner Marchettis ihm einen Mord in die Schuhe schieben möchte…

Bei „Johnny O’Clock“ handelt es sich um das Regiedebüt von Robert Rossen („Haie der Großstadt“). Vorher war er schon als Drehbuchautor an einigen Noirs beteiligt (u.a. „Die seltsame Liebe der Martha Ivers“). Seinem Erstling mangelt es eindeutig an Tempo. Dennoch ist der Film über weite Strecken durchaus interessant, was neben der guten Kameraarbeit an der Besetzung liegt, die sich absolut sehen lassen kann: In der titelgebenden Hauptrolle agiert Dick Powell nach vollzogenem Imagewechsel im Anschluss an seine Darstellung des Detektivs Marlowe in „Murder My Sweet“. Als sein „love interest“ fungiert die damalige Ehefrau des Regisseurs John Huston, Evelyn Keyes, den Polizisten gibt Lee J. Cobb. In weiteren Rollen sind Thomas Gomez („Gangster in Key Largo“) und Nina Foch zu sehen. Das eher seichte Ende rüttelt indes ein wenig am Prädikat „sehenswert“.


Gut besetztes und fotografiertes Regiedebüt von Robert Rossen mit etwas seichtem Ende. 3,5 von 5 Punkten.

Ray Offline



Beiträge: 1.844

13.03.2022 22:08
#579 RE: Britische Film Noirs der 40er & 50er Jahre Zitat · Antworten

Verurteilt (Convicted, USA 1950)

Regie: Henry Levin

Darsteller: Glenn Ford, Broderick Crawford, Millard Mitchell u.a.



Film Noir Nummer 160:


Der wegen Totschlags inhaftierte Joe Hufford freundet sich mit der Tochter des Gefängnisleiters Knowland an. Als es zu einem Mord im Gefängnis kommt, hält sich Hufford, der Zeuge der Tat ist, an den „Code“ und verweigert die Aussage. Infolgedessen droht Hufford selbst die Verurteilung…

Die Columbia-Produktion aus dem Jahre 1950 ist ein Remake des Howard Hawks-Films „Das Strafgesetzbuch“, das wie der vorliegende Film auf einem Bühnenstück von Martin Flavin basiert. Mit Glenn Ford ist einer der großen Stars der Periode in der Hauptrolle des Gefängnisinsassen Joe zu sehen, während der kurz zuvor mit dem Oscar ausgezeichnete Broderick Crawford den Gefängnisleiter spielt. Nach raschem Einstieg verflacht der Film zunächst und mündet in eine nicht unbedingt glaubwürdiges Happy End. Demgegenüber liefert insbesondere Crawford eine beachtliche Leistung ab, man sieht, dass ihm die Rolle des Gefängnisleiters eher liegt als jene des Helden wie in „Die Spur führt zum Hafen“ (s. obige Rezension) im folgenden Jahr. Ford agiert gewohnt solide. Positiv hervorzuheben ist zudem die Kameraarbeit von Burnett Guffey, der bei zahlreichen Beiträgen des klassischen Film Noir mitwirkte und für seine Arbeit an „Bonnie und Clyde“ den Oscar gewann.


Nicht durchweg überzeugendendes Gefängnisdrama mit guter Besetzung und versierter Kameraarbeit. 3,5 von 5 Punkten.

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