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Dieses Thema hat 365 Antworten
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Edgar007 Offline




Beiträge: 2.594

14.12.2022 07:57
#361 RE: Wallace der Woche (22): Der unheimliche Mönch (1965) Zitat · Antworten

Zitat von Count Villain im Beitrag #360

Zitat von Savini im Beitrag #356
Tja, Kenntnisse im angelsächsischen Recht scheinen die Drehbuchautoren generell nicht gehabt zu haben,


Es sei denn, es stand bereits so in der Romanvorlage. Monkford in der "Bande" lässt zum Beispiel sein Testament zusätzlich bezeugen. Im Roman und im Film.



Im Roman stand es definitiv nicht, da der Film ja nur den Titel übernommen hat und von den Personen oder Handlung rein gar nichts

Savini Offline



Beiträge: 755

14.12.2022 08:45
#362 RE: Wallace der Woche (22): Der unheimliche Mönch (1965) Zitat · Antworten

Schön, dass die inhaltliche Diskussion wieder aufgegriffen wurde!

Zitat von Count Villain im Beitrag #360
Zitat von Dr.Mangrove im Beitrag #334
? Die eingeladene Gwendolin muss doch wenigstens ein wenig neugierig sein wegen der Erbschaftsmodalitäten - aber das Thema scheint sie überhaupt nicht zu interessieren


Richard sagt doch bereits zu Beginn, dass Gwendolins Vater als Mörder erbunwürdig sei. Gwendolin hat also wahrscheinlich gar nicht erst mit einem Erbe gerechnet bzw. wäre bereits informiert worden, falls sie doch etwas geerbt hätte. Da sie nicht informiert wurde, ist es für sie also schlüssig anzunehmen, nichts zu erben. Und damit ist die Sache für sie erledigt.

Das mit der "Erbunwürdigkeit" ist auch so eine Sache: Ich bin zwar kein Jurist, aber laut den mir bekannten Definitionen (nicht nur denen von Wikipedia) ist man dann "erbunwürdig", wenn man seinen Erbanspruch durch ein Verbrechen wie die Tötung oder Täuschung des Erblassers erlangt hat. Die Tat, wegen der Reginald verurteilt wurde, hatte aber anscheinend nichts direkt mit dem Schlossherrn zu tun.
Aber jenseits davon scheint der Verstorbene ein reicher und bedeutender Mann gewesen zu sein, weshalb man zumindest erwarten könnte, dass Gwendolin über seinen Tod informiert wurde oder durch Nachrichten davon erfahren hat.
Zitat von Count Villain im Beitrag #360
Zitat von Dr.Mangrove im Beitrag #334
? Lady Patricia und Ronny diskutieren lauthals im Treppenhaus über Gwendolin und Ronnys vermeintliche Pläne - obwohl sie direkt im Zimmer und die Tür offen ist - wer macht denn so etwas?


Ich habe jetzt extra darauf geachtet: Die Tür wird im Rausgehen immerhin zugemacht. Um das mitzukriegen, muss man aber wirklich darauf achten.

Das stimmt zwar, aber auch jenseits von ihr könnte irgendjemand sonst im Haus etwas mitbekommen (etwa eines der Mädchen). Für solche Themen würde sich der Konferenzraum besser eignen.
Zitat von Count Villain im Beitrag #360
Zitat von Savini im Beitrag #356
Ehrlich gesagt, habe ich sein Herumgeistern im Park auch nie verstanden. Wenn er mit seiner Peitsche auf die Mädchen zugeht, muss ihm doch klar sein, dass diese wegrennen, statt ihm zu folgen. Das Einzige, was er damit erreicht, ist doch, dass die Mädchen sich nicht mehr unbeaufsichtigt aus dem Haus trauen und so die Gelegenheiten weniger werden, sie entführen zu können.


Auch darauf habe ich jetzt noch einmal geachtet. Der Mönch geistert nie einfach so im Park herum. Bei seinem ersten Auftritt im Film setzt er sich nach der Begegnung mit den Mädchen direkt ans Steuer seines Wagens. Wahrscheinlich um zu seinen Komplizen zu fahren. Es war also mit ziemlicher Sicherheit eine zufällige Begegnung auf dem Weg zum Auto. In dem Fall einer solchen zufälligen Begegnung ist es dann auch besser als Mönch herumzugeistern statt als Smithy. Dann muss man sich hinterher wenigstens keine lästigen Fragen anhören, wohin man mitten in der Nacht noch will.

Nach einer "zufälligen Begegnung" sieht dieStelle für mich nicht aus, da der Mönch gezielt auf die beiden Mädchen zuzugehen scheint. Wenn er zu seinem Wagen geht und dabei nicht gesehen werden will, wäre es doch sinnvoller, sich zu verstecken. Und wenn er zu seinen Komplizen will, muss er doch nicht die ganze Strecke über kostümiert sein. Aber in der Welt der Wallace-Filme verkleiden sich andere Verbrecher ja auch als Gorilla, wenn sie durch den Londoner Nebel schleichen.
Zitat von Count Villain im Beitrag #360
Und das zweite Mal ist dann schon die Ermordung von Lola. Da ist er von seinen Komplizen gewarnt worden.

Die haben ihn gewarnt, er hat sich daraufhin mal eben eine Kutte übergezogen und ist in den Park geeilt, um sie dort mit einer Peitsche zu töten? Dann muss er aber enorm schnell gewesen sein, um das alles zu schaffen, bevor Lola das Haus erreichen konnte.

Zitat von Count Villain im Beitrag #360
Zitat von Savini im Beitrag #357
Wieso eigentlich die Tarnung als Taubenzüchter? Short könnte sich doch auch als Amateurfunker ausgeben und so die Signale geben. Oder behaupten, dass er bei Pferde- oder Hunderennen wette und deswegen öfter mit seinem Buchmacher telefonieren müsse (wobei sich Nachrichten codiert vermitteln ließen). Beides ginge viel schneller als die Sache mit den Brieftauben.


Es ging den beiden auch nicht um Schnelligkeit, sondern um Unauffälligkeit. Bratt hat nach der Entführung schließlich sofort prüfen lassen, ob telefoniert worden ist. Und dass man bei Telefonaten Codes benutzen kann, ist ihm sicher bewusst. Ebenso hätte alleine die Präsenz eines Funkgeräts für einen Verdacht schon ausgereicht. Auf die Tauben kommt er hingegen nur, weil er den Behälter gefunden hat.

Tja, aber wieso ist Scotland Yard vor Ort? Durch die beiden vorherigen Morde, die kaum eingeplant waren (vor allem nicht der an Lola). Ob man ansonsten so schnell das Verschwinden der Mädchen in London mit den Vorgängen in Darkwood in Verbindung gebracht hätte?
Zitat von Count Villain im Beitrag #360
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #350
Der Anführer mit Froschmaske, Gummihandschuhen und Giftgasapparaturen ist ja nun wirklich noch realistisch zu dem Chef der Mädchenhändlerbande, der sich mit seinen hartgesottenen Kumpanen auch in seiner albernen Verkleidung trifft, sich damit im schicken Wagen herumfahren lässt und offenbar auch in seinem privaten Herrensitz als „der Herr“ mit Kutte, Kapuze und Peitsche herumspaziert. Oje.


Auch der Frosch trifft sich mit seinen Kumpanen im Unterschlupf in seiner Verkleidung. Außerdem fährt der Mönch immer selbst! Und letzteres fällt wohl unter die deutsche Sicht von englischen Spleens könnte ich mir vorstellen.

Das England-Bild dieser Serie ist bekanntlich Thema eines eigenen Threads. Aber ein Unterschied zum "Frosch" besteht darin, dass dieser seine Identität auch vor seinen Komplizen sicher leichter verbergen kann, da es zwischen seiner "bürgerlichen" Existenz und den Einbrüchen, Überfällen etc. keine direkte Verbindung gibt. Zumindest Shorts Identität müssen die übrigen Mitglieder der Bande aber kennen; und wenn der Chef sich zusätzlich als Hausdiener anstellen lässt, dann doch sicher, um an Informationen zu gelangen, die nur jemand bekommt, der "vor Ort" ist. Also müssten diese seine Identität eigentlich kennen. Zumal Bratt sogar ausdrücklich sagt, dass beide zu diesem Zweck ins Internat gekommen seien. Apropos: Es wird auch gesagt, dass es vergleichbare Entführungen zuvor schon woanders gab (im Versteck der Bande befinden sich ja viele Mädchen). Allzu oft können Smith und Short diese Masche eigentlich nicht durchziehen, selbst wenn sie dabei ihre Namen wechseln. Und verheimlicht er seine Identität sogar vor dem Butler der Villa, in der er nebenher zu wohnen scheint?

Sicher, dass ist jetzt viel Hinterfragen auf einmal! Aber es spricht leider dafür, dass die Themen herumgeisternder Mönch, Erbschaft und Mädchenhandel hier zusammengenagelt wurden, da sie nicht recht zueinander passen wollen.

Count Villain Offline




Beiträge: 4.610

14.12.2022 12:55
#363 RE: Wallace der Woche (22): Der unheimliche Mönch (1965) Zitat · Antworten

Zitat von Edgar007 im Beitrag #361
Im Roman stand es definitiv nicht, da der Film ja nur den Titel übernommen hat und von den Personen oder Handlung rein gar nichts


Das meinte ich anders. Wenn es bereits im Roman korrekt stand, hat es auch der Drehbuchautor korrekt übernommen, Beispiel "Bande". Wenn er sich nicht auf einen Roman berufen konnte, dann kommt solche Schluderei wie beim "Mönch" dabei heraus.

Zitat von Savini im Beitrag #362
Das mit der "Erbunwürdigkeit" ist auch so eine Sache: Ich bin zwar kein Jurist, aber laut den mir bekannten Definitionen (nicht nur denen von Wikipedia) ist man dann "erbunwürdig", wenn man seinen Erbanspruch durch ein Verbrechen wie die Tötung oder Täuschung des Erblassers erlangt hat. Die Tat, wegen der Reginald verurteilt wurde, hatte aber anscheinend nichts direkt mit dem Schlossherrn zu tun. Aber jenseits davon scheint der Verstorbene ein reicher und bedeutender Mann gewesen zu sein, weshalb man zumindest erwarten könnte, dass Gwendolin über seinen Tod informiert wurde oder durch Nachrichten davon erfahren hat.


Volle Zustimmung zu allem. Herzliches Beileid zum Tod ihres Vaters hätte Gwendolyn ihrer Tante ruhig wünschen dürfen. Aber wie ich bereits an anderen Stellen schrieb, ist es zu dem Zeitpunkt der Reihe beinahe unerheblich, ob jemand tot ist oder nicht. Gerade bei Nebenfiguren. Hauptsache die Sterbeszene an sich war angemessen aufregend für den Zuschauer.

Zitat von Savini im Beitrag #362
Für solche Themen würde sich der Konferenzraum besser eignen.


Stimmt. Da ist ja nur ein verstecktes Mikrofon.

Zitat von Savini im Beitrag #362
Nach einer "zufälligen Begegnung" sieht dieStelle für mich nicht aus, da der Mönch gezielt auf die beiden Mädchen zuzugehen scheint. Wenn er zu seinem Wagen geht und dabei nicht gesehen werden will, wäre es doch sinnvoller, sich zu verstecken. Und wenn er zu seinen Komplizen will, muss er doch nicht die ganze Strecke über kostümiert sein. Aber in der Welt der Wallace-Filme verkleiden sich andere Verbrecher ja auch als Gorilla, wenn sie durch den Londoner Nebel schleichen.


Als er auf die Mädchen zugeht, haben sie ihn doch schon längst entdeckt (ihre Schreie kamen, als wir Gwendolyn im Bett liegen sehen haben). Und wenn das Kind ohnehin schon in den Brunnen gefallen ist, kann er sie doch zusätzlich noch ein bisschen bedrohen/ängstigen. Er mag ja keine Frauen. Bis auf eine.

Zitat von Savini im Beitrag #362
Die haben ihn gewarnt, er hat sich daraufhin mal eben eine Kutte übergezogen und ist in den Park geeilt, um sie dort mit einer Peitsche zu töten? Dann muss er aber enorm schnell gewesen sein, um das alles zu schaffen, bevor Lola das Haus erreichen konnte.


Wahrscheinlich stand er bereits auf Abruf bereit, falls etwas schief gehen sollte. Richtig unglaubwürdig wäre es erst, wenn man Smithy kurz zuvor in "zivil" gesehen hätte.

Zitat von Savini im Beitrag #362
Und verheimlicht er seine Identität sogar vor dem Butler der Villa, in der er nebenher zu wohnen scheint?


Wie sagte Sir John so oder so ähnlich im "Mönch mit der Peitsche" so treffend: "Wir müssen die Sache ganz anders sehen. Als ein Trauma..." Psychologisch eben. Nach der Enttäuschung durch die Damenwelt sieht sich der Täter als Mönch. Das ist quasi sein wahres Ich und der Hausdiener Smithy nur die Verkleidung! "Vielleicht, wenn Sie mir folgen können."

Savini Offline



Beiträge: 755

14.12.2022 13:51
#364 RE: Wallace der Woche (22): Der unheimliche Mönch (1965) Zitat · Antworten

Zitat von Count Villain im Beitrag #363
Zitat von Savini im Beitrag #362
Für solche Themen würde sich der Konferenzraum besser eignen.


Stimmt. Da ist ja nur ein verstecktes Mikrofon.

... von dem die Familie zu diesem Zeitpunkt aber noch nichts ahnt.

Zitat von Count Villain im Beitrag #363
Als er auf die Mädchen zugeht, haben sie ihn doch schon längst entdeckt (ihre Schreie kamen, als wir Gwendolyn im Bett liegen sehen haben). Und wenn das Kind ohnehin schon in den Brunnen gefallen ist, kann er sie doch zusätzlich noch ein bisschen bedrohen/ängstigen. Er mag ja keine Frauen. Bis auf eine.

Da wir ihn erst nach dem Schrei sehen, kann man natürlich nicht sagen, ob er schon vorher keinen Versuch unternommen hat, sich zu verbergen, oder es sogar darauf angelegt hat, gesehen zu werden. Die Mädchen gezielt zu bedrohen/ängstigen mag für einen Frauenhasser naheliegend sein, für einen Mädchenhändler (aus dem zuvor genannten Grund) weniger.

Zitat von Count Villain im Beitrag #363
Wahrscheinlich stand er bereits auf Abruf bereit, falls etwas schief gehen sollte. Richtig unglaubwürdig wäre es erst, wenn man Smithy kurz zuvor in "zivil" gesehen hätte.

Wobei es in diesem Fall immer noch sinnvoller gewesen wäre, sie zu betäuben oder sonst wie festzuhalten, als sich ohne Not eine Mordermittlung aufzuhalsen.

Danke für den psychologischen Exkurs in Anlehnung an Sir John!

Count Villain Offline




Beiträge: 4.610

14.12.2022 14:17
#365 RE: Wallace der Woche (22): Der unheimliche Mönch (1965) Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #364
Wobei es in diesem Fall immer noch sinnvoller gewesen wäre, sie zu betäuben oder sonst wie festzuhalten, als sich ohne Not eine Mordermittlung aufzuhalsen.


Das wirklich sinnvollste wäre wahrscheinlich gewesen, sich für diesen Abend komplett zurückzuziehen und dann die erkannten Handlanger auszutauschen bzw. diese untertauchen zu lassen. Aber da hätte dann der Schauwert gefehlt.

Lord Low Offline




Beiträge: 746

19.02.2023 16:54
#366 RE: Wallace der Woche (22): Der unheimliche Mönch (1965) Zitat · Antworten

Wo wurden denn die Hinterhof- bzw. Seitenstraßenszenen gedreht, als Gwendolin in das Entführerauto verfrachtet wird?

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