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 Edgar-Wallace-Forum
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Gubanov Offline




Beiträge: 14.783

23.04.2015 09:26
#361 RE: Romane Zitat · antworten

Dann freue ich mich auf weitere so gelungene Rezensionen! Weiter so, Mr. Igle.

Mr. Igle Offline




Beiträge: 68

23.04.2015 18:52
#362 RE: Romane Zitat · antworten

Herzlichen Dank für das freundliche Lob, Gubanov.

Nach Überfallkommando habe ich mir nun einen Wallace-Roman aus dem Frühwerk von Edgar Wallace vorgenommen. Anders als die Romane der späteren "Fließbandjahre" wirken die frühen Werke von Wallace, wie ich finde, deutlich exklusiver bzw. eigenwilliger, aber wegen der Entstehungszeit (1900er/1910er Jahre) auch häufig etwas angestaubter, als die meisten der flotteren Zwanziger-Jahrgänge.
Die Besprechung folgt in den nächsten Tagen.

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Mr. Igle Offline




Beiträge: 68

06.05.2015 10:40
#363 RE: Romane Zitat · antworten

Etwas verspätet, aber dafür deutlich ausführlicher...

DER SAFE MIT DEM RÄTSELSCHLOSS, Original: Angel Esquire, 1908, dt. Übersetzung Der Safe mit dem Rätselschloss von Hella von Spies für den Scherz Verlag, 2. Auflage 1987.

Inhalt:

Jahrelang hat der Spielhöllenbesitzer Reale mithilfe manipulierter Roulettetische ahnungslose Kunden in aller Welt ausgenommen. Nun hat sich der alte, kranke Mann in London in seine bunkerartige Villa zurückgezogen. Sein ergaunertes Vermögen verwahrt er sicher in einem modernen, mächtigen Stahlsafe. Doch eines Tages wird Reale ermordet in seiner Villa aufgefunden. Testamentarisch hatte er verfügt, dass neben seinen kriminellen Kumpanen Connor, Massey und Jimmy auch die junge Kathleen Kent, Tochter eines von Reale komplett ruinierten Opfers, Anspruch auf die Riesensumme von zwei Millionen Pfund hat. Nur derjenige, der Reales mysteriöses Versrätsel löst und das Codewort in das mit Drehscheiben versehene Rätselschloss eingibt, hat alleinigen Anspruch auf die gewaltigen Reichtümer hinter den Stahlkammern. Alsbald wird Kathleen Kent in düstere Intrigen verwickelt, denn die Gier nach dem immensen Vermögen treibt die Beteiligten zum Äußersten. Und auch Reales Anwalt William Spedding spielt nicht mit offenen Karten. Doch Kathleen Kent erhält Unterstützung von dem Scotland Yard-Beamten Christopher Angel. "Angel Esquire", wie viele ihn nennen, wird aufgrund seines Scharfsinns von der Londoner Unterwelt gefürchtet…

Besprechung:

Die Geschichte gehört sicherlich zu den originelleren Ideen von Wallace und so bleibt es am Ende auch nicht aus, dass man als geneigter Leser den Eindruck gewinnt, der Autor hätte aus dem Stoff noch mehr herausholen können. Doch das ist Optimierungsdenken. Fairerweise muss man auch konstatieren, dass es ja erst der zweite Kriminalroman von Edgar Wallace war. Das bringt Vor- und Nachteile mit sich. Die Vorteile sind, dass die Handlung und die Charaktere sich eigenständiger und weniger schablonenhaft präsentieren, weil Wallace 1908 eben noch nicht der intensiven literarischen Fließbandarbeit wie in den Zwanzigern frönte, wohingegen sich die Nachteile, infolge fehlender Schreibroutine, in einem etwas nachlässigem Spannungsaufbau bemerkbar machen.

Insgesamt ist Angel seinen Gegnern etwas zu häufig einen Schritt voraus. Nur einmal geraten die Helden in eine wirklich ausweglose Lage. Mehr solcher temposteigernder Passagen hätten den Roman noch besser gemacht. Ein wenig schade ist auch, dass das Intrigenspiel ein wenig zu früh aufgelöst wird und es bei der finalen Tresoröffnung zu keiner großen Wendung mehr kommt. Ansonsten ist das Werk recht flüssig geschrieben und kann mit einigen sehr schönen Dialogen glänzen. Auch die zwischenzeitliche Schilderung von Randfiguren und dem damaligen London ist mir bei diesem Roman sehr positiv ausgefallen.

Die Charaktere sind vielseitiger angelegt als in den meisten späteren Wallace-Büchern. Hier kommen natürlich besonders die Hauptfiguren zur Geltung. Besonders auffallend ist der kluge und gewitzte Yard-Mann Angel, der ein wenig wie ein junger Vorläufer von Wallace` späterem Serienermittler J. G. Reeder wirkt. Sehr gut hat mir auch der zwielichtige und innerlich zerrissene Jimmy gefallen, da er aufgrund seiner Vergangenheit differenzierter gezeichnet ist als viele seiner Nachfolger. Herausragend gut ist auch der verschlagene Rechtsanwalt Spedding, der mit seiner skrupellosen Doppelgesichtigkeit zu den besseren Antagonisten aus Feder des Altmeisters gehört. Neben diesen starken Männerfiguren bleibt Kathleen Kent ein wenig auf der Strecke. Schon von der knappen Charakterzeichnung her ein typische "Wallace-Heldin", bleibt sie zudem, bei genauerer Betrachtung, doch mehr am Rande des Geschehens als viele andere Protagonistinnen. Das liegt aber wohl auch am zentralen Motiv des Rätselschlosses und seines Codeworts. Immerhin ist die Liebesgeschichte glaubhafter ausgestaltet als bei manch anderen amourösen Verbindungen im Gesamtwerk von Wallace.

Abschließend bleibt noch ein Vergleich mit der Rialto-Verfilmung Die Gruft mit dem Rätselschloss von 1964. Insgesamt sind trotz der Aktualisierung doch erstaunlich viele Handlungsstränge und Figuren erhalten geblieben. Besonders die Mühle hat man als Drehort sehr geschickt ausgebaut. Dennoch hätte ich mir eine deutlich bessere Verfilmung vorstellen können. Zur bekannten Umdeutung der Jimmy-Rolle kann man stehen, wie man will. Fakt ist: Sie ist und bleibt ein Bruch mit dem Original-Wallace, auch wenn die späte Wandlung damals sicher eine große Überraschung für den Zuschauer war. Außerdem fällt dem Romanleser auf, wie überflüssig die Rolle von Eddi Arent eigentlich ist. Vielleicht hätte man ihn besser zu einem Assistenten von Angel gemacht. Schön ausgebaut hat man dagegen die Figur des Connor.

Dennoch macht der Film drei große Fehler. Einmal wird das Element von Villa, Safe und Rätselschloss weder von der Ausstattung, noch von der Dramaturgie her sonderlich gut genutzt. Im Roman wirkt das alles sehr plastisch und imposant, im Film eher banal und platt. Zweitens hat man den tollen Fiesling Spedding zur Nebenfigur degradiert, was angesichts der treffsicheren Besetzung mit Werner Peters besonders schmerzt. Und drittens hat man die Figur des Angel komplett verschenkt. Zwar macht Harry Meyen seine Sache nicht optimal, trifft die Figur mit seinem Spiel per se aber gar nicht so schlecht. Die Tatsache, dass er und Jimmy nicht auf Augenhöhe agieren, wie im Roman, ist vor allem dem durschnittlichen Drehbuch von Robert Adolf Stemmle und Franz Josef Gottlieb anzulasten. Vielleicht wäre eine Verfilmung zu einem früheren Zeitpunkt innerhalb der Reihe günstiger gewesen. Etwa 1960/1961 unter der zielgerichteten und weniger effektheischenden Regie von Jürgen Roland und vielleicht den Darstellern Klausjürgen Wussow (Jimmy), Heinz Weiss (Angel), Ina Duscha (Kathleen Kent), Werner Peters (Spedding), Fritz Rasp (Reale) und Carl Lange (Connor). Aber auch das ist Optimierungsdenken.

Fazit:

Ein sehr guter Wallace-Roman, dem es insgesamt vielleicht etwas an "Reife" fehlt. Trotz seiner frühen Entstehung ist das Werk keineswegs angestaubter als die späteren Thriller des Altmeisters, sondern kann – im Gegenteil – mit frischen Handlungselementen und einem sehr eigenwilligen Figurenensemble aufwarten. Da kann man guten Gewissens verschmerzen, dass die Möglichkeiten für mehr Nervenkitzel und Temposteigerung bedauerlicherweise nicht voll ausgeschöpft werden. Ansonsten würde Der Safe mit dem Rätselschloss wohl zu den absoluten Toptiteln von Edgar Wallace zählen.

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Mr. Igle Offline




Beiträge: 68

24.05.2015 22:08
#364 RE: Romane Zitat · antworten

DIE BLAUE HAND, Original: The Blue Hand, 1925, dt. Übersetzung Die blaue Hand von Klaus Prost für den Scherz Verlag, 2. Auflage 1985.

Inhalt:

Jim Steele arbeitet für die Anwaltskanzlei von Septimus Salter. Einer dessen häufiger Besucher ist Dr. Digby Groat. Groat sieht sich als rechtmäßiger Erbe eines Millionenvermögens. Die junge Eunice Weldon, eine Freundin Jim Steeles, erhält alsbald eine Stellung bei Jane Groat, der Mutter des Doktors. Doch die hartherzige, alte Dame und ihr Butler sind ihr unheimlich. Und noch mehr ängstigt Eunice: Nicht genug, dass Digby Groat in seinem Labor düstere Experimente durchführt, eines Tages entdeckt sie entsetzt den Abdruck einer blauen Hand. Digby Groat tut dies als einen müden Scherz ab, doch eine mysteriöse Person hinterlässt weitere solcher Abdrücke in Groats Haus. Mrs. Groat fällt beim Anblick der stumm drohenden blauen Hand in Ohnmacht. Und allmählich bekommt es auch ihr skrupelloser Sohn mit der Angst zu tun. Dafür sorgen nicht nur die Auftritte der rätselhaften „Blauen Hand“, sondern auch die Nachforschungen Jim Steeles. Tatsächlich könnte Groat nicht als einziger Anspruch auf das Vermögen des verstorbenen Lords anmelden. Doch der verschlagene Doktor ist schon zu weit gegangen, um jetzt noch umzukehren. Jahrelang hat er ein gesellschaftliches Doppelleben geführt und zugleich Intrigen gesponnen, um sich ein gewaltiges Vermögen zu erschleichen. Und Groat scheut sich auch nicht bis zum Äußersten zu gehen, um sein Ziel zu erreichen…

Besprechung:

Dieser Roman darf als einer kreativsten, temporeichsten und atmosphärischsten des Autors gelten. Er ist ein Paradebeispiel für die brillante Fähigkeit von Wallace undurchsichtige Familiengeschichten mit Verbrechen der Vergangenheit und mysteriösen Vorgängen in der Gegenwart zu kombinieren. Die "Blaue Hand" ist hierbei nicht nur das Symbol für ein lange zurückliegendes Unrecht, sondern zugleich auch der "Motor" der Geschichte, der die Ereignisse geradezu sprunghaft nach vorne peitscht. Hier macht sich das geschultere Spannungsgefühl von Edgar Wallace sichtlich bemerkbar. 1925 schreibt er im direkten Vergleich zielgerichteter und mit mehr dramaturgischen Gespür als noch 1908.

Inhaltlich ist der Roman gewissermaßen zweigeteilt. In der ersten Hälfte geht es um die unheimlichen Ereignisse im Hause Groat und die Lösung vergangener und brandaktueller Rätsel, während sich in der zweiten Hälfte eine packende und wechselreiche Flucht an die Lösung aller Ereignisse anschließt. Das ist insofern geschickt, als dass dem Werk nach der erwähnten Auflösung nicht die Puste ausgeht. Hier ist den Protagonisten erst nach einer langen und ereignisreichen Odyssee ein gutes Ende vergönnt. Auch das kann man als positiv erachten: Anders als viele andere Wallace-Paare müssen sich Jim & Eunice ihre finale Zweisamkeit erst sehr, sehr hart erarbeiten. Das gibt der schönen Liebesgeschichte, die ohnehin schon zu den glaubwürdigsten des Altmeisters zählt, erst noch die richtige Würze.

Dabei zählen die Helden, trotz ihrer gelungenen Charakterisierung, sogar insgesamt noch zu unspektakulärsten Figuren des Werks. Bei dem erfahrenen und reserviert-standfesten Anwalt Salter, musste ich bei der Lektüre unweigerlich an Fritz Rasp denken. Das wäre im Falle einer Rialto-Verfilmung eine Paraderolle für ihn gewesen. Auch die geheimnisvolle Mrs. Fane ist eine wunderbar komplexe Persönlichkeit. Noch beeindruckender sind allerdings die Antagonisten aufgestellt. Von dem skrupellosen Digby Groat und seinen plastisch gezeichneten Spießgesellen bis hin zu der kaltherzigen Jane Groat bleiben hier kaum Wünsche offen. Digby Groat gehört insgesamt zu den perfidesten und hinterhältigsten, aber dadurch auch besten Schurken innerhalb des Wallace-Gesamtwerks.

Fazit:

Mit Abstand einer der gelungensten Romane von Edgar Wallace. Doppelbödig, temporeich, detailversessen und enorm atmosphärisch. Kein reines Fließbandprodukt, wie das Entstehungsjahr nahe legen könnte, sondern ein frisches und hochoriginelles Kriminalstück. Umso bedauerlicher ist es, dass Die blaue Hand bis heute noch nicht vernünftig verfilmt wurde* und bei den Aufzählungen der besten Titel des Autors leider auch allzu häufig unter den Tisch fällt.

* Die blaue Hand von 1967 kann man wohl kaum als Verfilmung im eigentlichen Sinne bezeichnen.

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patrick Offline




Beiträge: 2.763

25.05.2015 19:06
#365 RE: Romane Zitat · antworten

Ich finde die kurzen Inhaltsangaben der mir größtenteils unbekannten Romane wirklich spannend , vermitteln sie mir doch sehr gut den Kontrast zu den Verfilmungen. Wie ich da herauslese, hat der Film "Die blaue Hand" rein gar nichts mehr mit dem Roman zu tun. Die Geschichte klingt aber auf jeden Fall sehr reizvoll.

Gubanov Offline




Beiträge: 14.783

25.05.2015 21:42
#366 RE: Romane Zitat · antworten

Ich habe, angeregt durch Mr. Igles Besprechung, das gelungene Hörspiel „Die blaue Hand“ von Titania Medien wieder einmal aus dem Schrank geholt. Das eignet sich gut für Zwischendurch und hat die Erinnerungen an die Romanlektüre wieder aufgefrischt. Ich gehe voll mit bei dem Urteil, dass es sich hier um eines der besten Bücher von Edgar Wallace handelt. Die Atmosphäre im Hause der Groats, der abstoßende Charakter Digby Groats, das Geheimnis der blauen Hand und die verborgene Familiengeschichte sind glaubwürdig und sehr effektiv miteinander verwoben. Da kann man wirklich sagen: Wallace auf dem Höhepunkt seines Schaffens.

Auf dem Einband der Weltbild-Ausgabe befindet sich ein Foto von Peter Cushing. Seitdem mir diese Edition untergekommen ist, habe ich zu Digby Groat tatsächlich entweder Peter Cushing oder aber einen jungen Herbert Lom im Hinterkopf. Eine originalgetreue deutsche Umsetzung hätte ich mir dagegen nicht wirklich vorstellen können. Das Buch ist zwar sehr spannend, aber für einen typischen Rialto-Film zu actionarm. Außerdem weist die Story Parallelen zu „Die seltsame Gräfin“ auf. Erstens hätte man solche Ähnlichkeiten innerhalb der Frühphase (und nur in den Anfangsjahren hätte man den Stoff überhaupt verfilmen können) tunlichst vermieden; zweitens sieht man ja, welches eher suboptimale Ergebnis bei der „Gräfin“ herumgekommen ist. Die Verfilmung von 1967 kann in Hinblick auf die Buchvorlage deshalb nicht einmal als vergebene Chance betrachtet werden.

Eine Neuverfilmung unter Beibehaltung der Wallace-Handlung wäre gut möglich, weil anhand der Groats wunderbar die Verdorbenheit der alten snobistischen Familiendynastien verdeutlicht werden kann. Die Mutter steht unter Drogen, der Sohn ist ein Weiberheld und führt in seinem Labor, wenn ich mich recht entsinne, Experimente nach Art eines Dr. Staletti durch. Die blaue Hand als Zeichen einer Schuld aus der Vergangenheit ist auch für ein heutiges Publikum nachvollziehbar und wirkt im Gegensatz zu anderen Erkennungszeichen / Verkleidungen keinesfalls albern.

Mr. Igle Offline




Beiträge: 68

25.05.2015 23:28
#367 RE: Romane Zitat · antworten

Zitat von patrick im Beitrag #365
Ich finde die kurzen Inhaltsangaben der mir größtenteils unbekannten Romane wirklich spannend .

Freut mich, wenn ich auf diese Weise eventuell sogar zur Wallace-Lektüre animieren kann!
Zitat von Gubanov im Beitrag #366
Seitdem mir diese Edition untergekommen ist, habe ich zu Digby Groat tatsächlich entweder Peter Cushing oder aber einen jungen Herbert Lom im Hinterkopf. Eine originalgetreue deutsche Umsetzung hätte ich mir dagegen nicht wirklich vorstellen können.

Cushing & Lom sind wirklich sehr passend. Aus deutscher Sicht hätten sich zudem Robert Graf oder Wolfgang Kieling angeboten. Pinkas Braun hätte hier auch gut gepasst, wäre aber innerhalb der Rialto-Reihe wohl schon fast zu stereotyp besetzt gewesen. Eine Rialto-Verfilmung wäre vielleicht auch am Aufwand gescheitert. Man denke nur an die ganze Verfolgungsjagd zum Ende hin zu Land, zu Wasser und in der Luft (inklusive des rasanten Flugmanövers von Steele). So viel Geld hatte die Produktion für einen einzelnen Film sicher nicht zur Verfügung. Wenn überhaupt, da gebe ich dir vollkommen recht, hätte eine Verfilmung im Zeitrahmen 1960 bis 1962 funktionieren können. International wäre ein jüngerer Orson Welles sicherlich eine Option für Digby Groat gewesen.
Zitat von Gubanov im Beitrag #366
Eine Neuverfilmung unter Beibehaltung der Wallace-Handlung wäre gut möglich, weil anhand der Groats wunderbar die Verdorbenheit der alten snobistischen Familiendynastien verdeutlicht werden kann. Die Mutter steht unter Drogen, der Sohn ist ein Weiberheld und führt in seinem Labor, wenn ich mich recht entsinne, Experimente nach Art eines Dr. Staletti durch. Die blaue Hand als Zeichen einer Schuld aus der Vergangenheit ist auch für ein heutiges Publikum nachvollziehbar und wirkt im Gegensatz zu anderen Erkennungszeichen / Verkleidungen keinesfalls albern.

Da gehe ich absolut mit dir konform, Gubanov! Die Neuverfilmungsdiskussion ist ja in der Frage der Handlungszeit mehr oder minder steckengeblieben. Letztendlich lassen sich Verfilmungsmöglichkeiten ja auch nur bis zu einem gewissen Grad diskutieren. Dennoch werde ich, wenn ich fünf Romane durch habe, einen Sammelbeitrag zu deren Verfilmungsmöglichkeiten im entsprechenden Thema schreiben. Damit wird dieses Thema drüben wenigstens nicht mit Verfilmungsbeiträgen zu jeweils nur einem Roman "geflutet".

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patrick Offline




Beiträge: 2.763

26.05.2015 07:38
#368 RE: Romane Zitat · antworten

@Mr. Igle Ich würde mich freuen weitere kurze Inhaltsangaben der Romane zu lesen, da mich die original angelegten Geschichten durchaus interessieren und ich das dann gern mit den Filmen vergleiche. Ich habe als Junge gerade mal eine Handvoll Romane gelesen und dabei gerade jene erwischt, die in etwa den Filmen ensprachen. Dabei waren "Frosch", "Abt", "Bande des Schreckens", "Die drei Gerechten (nicht verfilmt), "Zimmer 13". Letzterer erzählte glaub ich eine andere Geschichte, hab's aber auch nicht mehr wirklich in Erinnerung.
Ich habe vor ein paar Monaten mal die 1940er-Version vom indischen Tuch gesehen, welche ja nahe an der Vorlage sein soll. Die Geschichte ist zwar anders als im Rialto-Klassiker, hat aber dennoch einige Elemente gemeinsam.

Mr. Igle Offline




Beiträge: 68

26.05.2015 11:58
#369 RE: Romane Zitat · antworten

@patrick Die Romane, die verfilmt wurden, gehören ja auch größtenteils zu den besseren bzw. besten Büchern von Wallace. Allerdings gibt es auch unter den unverfilmten Romanen ganz herausragende Werke und echte Perlen, sodass man sich bisweilen wundert, wieso die Rialto nicht diesen oder jenen Roman adaptiert hat. Das kann man letztlich nur mit der schwer überschaubaren Fülle des Gesamtwerks erklären. Zimmer 13 war übrigens mein erster Wallace-Roman, den ich sogar noch vor den Filmen konsumierte. Roman und Film sind hier schon sehr unterschiedlich. Das Buch würde ich zu den sehr guten Romanen zählen, während ich den Film aus der Erinnerung in der Reihe der besten Rialto-Streifen sehen würde. Die Filme habe ich allerdings länger nicht gesehen. Da wäre eine Auffrischung fällig, um wirklich vernünftige Einschätzungen abgeben zu können. Aber das ist eine ganz andere Baustelle. Gestern habe ich einen meiner Lieblingsromane beendet:


HANDS UP!, Original: The Gunner, 1928, dt. Übersetzung Hands up! von Edith Walter für den Scherz Verlag, 2. Auflage 1989.

Inhalt:

Luke Maddison kommt zu spät zu seiner Verlobung mit der jungen Margaret Leferre. Zudem zählen Margarets verschuldeter Bruder Rex und Danton Morell, ein Freund der Familie, zu den Feiergästen. Da erscheint die Polizei unter der Führung von Inspektor Horace Bird, den alle nur "The Sparrow" nennen. Sie verhaften den Juwelendieb Gunner Haynes bei dem Versuch eine reiche Amerikanerin zu bestehlen. Haynes schwört Rache und sogleich fühlt sich ein Mitglied der Gesellschaft deutlich unwohler. Danton Morell kennt den "Gunner" von früher und hatte ihn verpfiffen. Inspektor Bird muss Gunner Haynes jedoch alsbald freilassen. Da wird er zu einem Tatort gerufen. Rex Leferre hat sich, nachdem er infolge eines ruinösen Börsengeschäfts keinen Ausweg mehr sah, erschossen. Luke hatte ihm zu diesem geraten. Margaret ist am Boden zerstört und will sich rächen. Gemeinsam mit Danton Morell spinnt sie Intrigen gegen Luke, um ihn in eine Falle zu locken. Doch Morell ist selbst nur noch ein Gehetzter, seit er erfahren hat, dass Gunner Haynes, den weite Teile der Unterwelt fürchten, wieder auf freiem Fuß ist. Daher verbündet er sich mit dem Gangsterboss Connor. Doch der hartnäckige Inspektor Bird und der eiskalte Gunner Haynes sitzen ihnen bereits im Nacken. Die Dinge verkomplizieren sich zusehends als der verratene Luke Maddison eines Tages auch noch spurlos verschwindet…

Besprechung:

Immer wieder kurios finde ich beim Lesen dieses erstklassigen Romans, dass er anders wie manche anderen Wallace-Stoffe nicht zuerst für die Bühne konzipiert wurde. Vielfach schrieb der King of Crime bekanntlich erfolgreiche Theaterstücke zu Kriminalromanen um. Hands up! wirkt mit seinem Fokus auf konspirative Vorgänge, gesellschaftliche Abstiege und dramatische Konflikte über weite Strecken wie ein Bühnenstoff. Dabei ist die Handlung überhaupt nicht kammerspielartig angelegt, sondern findet sogar an häufig wechselnden Schauplätzen statt. Aber neben den düsteren Ränkespielen und vereinzelten Konfliktsituationen, gibt es weder überbordende Action, noch spektakuläre Morde. Das mag den von mir beschriebenen Eindruck erklären.

Die Spannung baut Wallace fast allein durch die Interaktion der wenigen Hauptcharaktere untereinander auf. Der häufige Perspektivwechsel innerhalb des Buches ist in diesem Fall besonders reizvoll, da eine der zentralen Figuren sich plötzlich in einem ganz anderen sozialen Milieu wiederfindet und von dem sonstigen Geschehen lange isoliert agiert. Ein wenig schade ist allerdings, dass Wallace den Konflikt zwischen Morell und Haynes nicht weiter ausgebaut und genutzt hat. So wirkt das Ende auch etwas glattgebügelt und gewollt. Das vielleicht einzige Manko des Romans, wo ich sagen würde: Hier hätte Wallace doch noch mal richtig auf die Pauke hauen können! Andererseits beweist der geringe Bodycount, dass Wallace auf ohne viele Leichen oder außergewöhnliche Rätsel die Spannung hoch halten kann.

Die Charaktere wirken frisch und eigenständig, was auch daran liegen mag, dass Wallace hier nicht so sehr zu seinen Figurschablonen griff. Die Eheleute Maddison sind keine reinen Lichtgestalten, sondern zeigen erstaunlich viele Ecken und Kanten. Sie sind menschlicher als viele andere Wallace-Protagonisten. Das trifft insbesondere auf die bisweilen unterkühlte bzw. rachsüchtige Margaret zu. Mit Gunner Haynes hat der Autor wieder eine respekteinflößende Unterweltlegende geschaffen, vor der sich wie beim Zinker oder Hexer viele fürchten. Anders als seine berühmten Kollegen darf der "Gunner" seinem Ruf aber nicht vollends gerecht werden. Inspektor Bird ist ein guter und charismatischer Ermittler, agiert aber mehr aus dem Hintergrund hinaus. Danton Morell ist dagegen ein aalglatter Widerling und volltrefflicher Bösewicht. Was ihm an Dämonie fehlt, macht er mit seiner Verschlagenheit mehr als wett. Sein Partner Connor ist aber leider ein Gangster nach Schema F, die im Gesamtwerk von Edgar Wallace leider recht zahlreich, teils sogar mit gleichem Namen, auftauchen.

Fazit:
Ein erstklassiger Wallace-Roman, der seine Spannung mehr durch die Schilderung perfider Intrigen und ihrer weitreichenden Folgen für die Beteiligten als durch spektakuläre Maskenmänner, Gangsterbanden oder rätselhafte Verbrechen generiert. Den Umstand, dass das Werk allgemein eher nicht zu den besten Bücher des Autors hinzugezählt wird, kann ich mir nur mit dem weitgehenden Fehlen einer Whodunit-Struktur bzw. einer wahrhaft überlebensgroßen Verbrechergestalt erklären.

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Mamba91 Offline



Beiträge: 745

28.05.2015 16:38
#370 RE: Romane Zitat · antworten

Ich habe vor kurzem PLANETOID 127 gelesen, eine Kurzgeschichte die Wallace Mitte der 20er verfasste und neben KING KONG wohl sein einziger Ausflug ins "Fantastische/Science Fiction- Genre" ist. Rahmenhandlung ist die Entdeckung einer zweiten Erde, einem Planeten auf dem exakt die gleichen Menschen leben und auf dem die gleichen Katastrophen passieren, die auch auf der hiesigen Erde passieren. Jedoch mit wenigen Tagen Vorsprung. Dies möchte sich ein Spektulant zu nutze machen und sorgt für Schwierigkeiten.

Die Idee ist orginell und ich frage mich warum Wallace nicht gleich einen richtigen Roman daraus gemacht hat. Potential hätte die Idee gehabt. Die Geschichte beginnt spannend, der Moment in dem zum ersten Mal die außerirdische Stimme spricht ist großartig, doch dann wird die Zeit zu stark gerafft und die ganze Geschichte wird ohne besonderen Tiefgang abgehandelt. Und obwohl es Science-Fiction ist, liest sich die Geschichte wie ein Kriminalroman. Die Handlung spielt in einem natürlichem Umfeld. Es gibt Verfolgungsjagden, Diebstähle und am Ende ein Happy End.

Kann man mal lesen. Verkehrt machen tut man damit nichts.

Mr. Igle Offline




Beiträge: 68

29.05.2015 12:47
#371 RE: Romane Zitat · antworten

GUCUMATZ DER ALLMÄCHTIGE, Original: The Feathered Serpent, 1927, dt. Übersetzung Gucumatz der Allmächtige von Mechthild Sandberg für den Scherz Verlag, 1. Auflage 1987.

Inhalt:

Reporter Peter Dewin erhält den Auftrag in einer merkwürdigen Angelegenheit nachzuforschen. Die bekannte Schauspielerin Ella Creed wurde überfallen. Zuvor hatte sie eine Warnung erhalten: Eine Karte, die die gefiederte Schlange der Azteken zeigt. Auch ihr Bruder, der gutsituierte Lebemann Leicester Crewe, der Spielunkenbesitzer Joe Farmer und die mondäne Paula Staines haben eine solche Karte erhalten. Bei seinen Recherchen trifft Dewin auch auf Crewes Sekretärin Daphne Olroyd. Dewin erhält den Tipp sich bei Gregory Beale, einem bekannten Aztekenforscher, zu informieren. Niemand weis, wie der schweigsame Mann, der gerade erst nach London zurückgekehrt ist, zu seinem Reichtum gekommen ist. Beale ist durch die Ereignisse sichtlich beunruhigt, zeigt Dewin aber einige gefiederte Schlangen und erklärt ihm, dass sie ein Symbol für den Aztekengott Gucumatz seien. Daphne nimmt das lukrative Angebot des einsilbigen Forschers an und wird seine neue Sekretärin. Als Peter Dewin die reservierte Paula Staines mit dem Namen Gucumatz konfrontiert, verliert die ansonsten so selbstsichere Frau völlig die Fassung. Während Peters weiterer Nachforschungen spitzt sich die Lage dramatisch zu. Joe Farmer wird erschossen, Leicester Crewe soll der Nächste sein und auch Gregory Beale erhält eine Todesdrohung der gefiederten Schlange. Was haben diese fünf Personen in der Vergangenheit verbrochen? Dewin und Scotland Yard müssen das Geheimnis schnell lüften, ehe es zu spät ist. Scheinbar trifft diese Menschen alle nacheinander der Fluch von Gucumatz dem Allmächtigen…

Besprechung:

Dem immer verworreneren Rätsel rund um die gefiederte Schlange auf die Spur zu kommen, bereitet dem Leser sichtlich Freude. Zumal ich schon immer von altertümlichen Götterwelten, Flüchen und dem Übernatürlichen fasziniert war. Aber auch den Leser, der dem Bizarren und Transzendentalen nicht zugeneigt ist, dürften die mysteriösen Ereignisse des Romans mit Sicherheit in seinen Bann ziehen. Auch wenn die Handlung zunächst eher schleppend beginnt, wird es umso packender, je gnadenloser die gewarnten Menschen die Rache von Gucumatz trifft und je mehr tiefgreifende Geheimnisse der Reporter ans Licht zerrt. Insofern ergibt sich schließlich, nachdem alle Rätsel und Fragen gelöst wurden, ein äußerst stimmiges Bild.

Um die Jahre zurückliegende Vergangenheit der vielen Figuren hat Wallace wirklich eine gelungene, dramatische und detailreich ausgeschmückte Geschichte konstruiert, die den Bogen in die Gegenwart spannt und zugleich nicht nur dem Reporter, sondern auch dem Leser einige Gegenstände und Hinweise zum rätseln vorlegt, die sich am Ende wie in einem Mosaik sehr glaubhaft zusammenfügen. Abstriche muss man indes doch im letzten Drittel machen und zugleich die Figurenstruktur etwas kritisieren. Leider wird die Person, die als Urheber allen Unheils fungiert, für meinen Geschmack ein Tick zu früh entlarvt. Zumindest muss dem aufmerksamen Leser ab einem bestimmten Zeitpunkt glasklar sein, wohin die Reise führt. Da sind die letzten Mosaiksteinchen und Fragen, die da noch ihrer Auflösung harren, dann leider nicht mehr von solch zentralem Interesse. Das ist besonders dahingehend bedauerlich, als dass Wallace doch gerade zu Anfang einige Nebencharaktere einführt, die dann später keine Rolle mehr spielen, aber bei weiterem, möglicherweise halbseidenem Auftreten den Verdächtigenkreis doch erheblich erweitert hätten.

Die Charaktere dieses Buchs gehören nach den in dieser Hinsicht äußerst gut bestückten Romanen, die zuvor besprochen wurden, eher zu der Standardware von Edgar Wallace. Die Personen sind im direkten Vergleich nicht so vielseitig angelegt wie etwa bei Die blaue Hand oder Hands up!. Peter Dewin, wie beim King of Crime so häufig Reporter, und Daphne Olroyd sind auf ihre Art und Weise typische Wallace-Helden, ohne dass dem Leser wahrhaft tiefere Einblicke oder gar individuelle Zwischentöne geboten werden. Sehr schön ist dagegen die Zeichnung der fünf "verfluchten" Personen Creed, Crewe, Beale, Farmer und Staines geraten. Jede Figur besitzt Eigenständigkeit, ohne dass ein Charakter besonders herausragt. Neben Reporter Dewin sind auch der erfahrene Superintendent Clarke und der zurückhaltende Inspektor Sweeney in den Fall involviert. Mr. Hugg, Stebbings und Harry Merstham sind plastisch beschriebene Verdächtige.

Fazit:
Der Roman ist eine echte Perle unter den eher unbekannteren Büchern von Wallace. Zwar weist das Werk ein paar kleinere Schwächen auf, kann aber mit einer verworrenen Vergangenheit, unheimlichen Ereignissen und starken Mystery-Anleihen eine erhebliche Spannung erzeugen. Alles in allem ein sehr guter Roman, dem es nur in der Whodunit-Konstruktion und der Handlungsauflösung ein wenig an Raffinesse fehlt.


Weil mir die Gliederung einige Seiten vorher sehr gefällt, werde ich diese auch nutzen und jeweils immer mal wieder ergänzen. Die Reihenfolge innerhalb einer Kategorie bezeichnet in diesem Fall auch die Rangfolge:

Gigantisch:
Die blaue Hand
Hands up!

Sehr gut:
Gucumatz der Allmächtige
Der Safe mit dem Rätselschloss

Guter Durchschnitt:
Überfallkommando

Unterdurchschnittlich:
-

Misslungen:
-

"Entspannen Sie sich, durch Hochspannung!"

Mamba91 Offline



Beiträge: 745

29.05.2015 14:58
#372 RE: Romane Zitat · antworten

Mr. Igle, stell doch bitte noch mehr Wallace-Romane vor, gerne auch die Unbekannteren. Die Besprechungen lesen sich sehr gut! Nachdem ich lange keinen Roman von Edgar Wallace gelesen habe, ist das Interesse wieder geweckt.

Count Villain Offline



Beiträge: 3.837

29.05.2015 17:05
#373 RE: Romane Zitat · antworten

Gucumatz, interessant. Die Zusammenfassung liest sich ein bisschen wie "Das Geheimnis der schwarzen Witwe" aus der Weiner-Wilton-Filmreihe.

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Ein Toter im Beichtstuhl und Bibelverse, die weitere Morde androhen ...

Lady Bedfort und der Racheengel - seit 24.10. im Handel

Georg Offline




Beiträge: 2.773

29.05.2015 18:52
#374 RE: Romane Zitat · antworten

Ich muss sagen, dass bei mir die Lektüre eines Gros der Wallace-Romane mehr als 20 Jahre her ist, aber Gucumatz fand ich damals auch besonders toll (und besser als Die blaue Hand, der Roman zog sich zumindest am Anfang etwas). Übrigens habe ich im Vorjahr gemerkt, wie man sich in der Erinnerung täuschen kann: während ich damals Bei den drei Eichen wirklich super fand, empfand ich ihn im letzten Sommer nur noch als durchschnittlich, vor allem weil über 60 Seiten vor dem Ende der Täter verraten wird.

Count Villain Offline



Beiträge: 3.837

29.05.2015 19:15
#375 RE: Romane Zitat · antworten

Zitat von Georg im Beitrag #374
(...) vor allem weil über 60 Seiten vor dem Ende der Täter verraten wird.


Für überraschende war Wallace ja eigentlich auch nie wirklich bekannt. Das ist dann doch eher die Spezialität von Agatha Christie. Wobei das jetzt bitte nicht als Wertung zu verstehen ist. Columbo funktionierte ja auch sehr gut, obwohl die Täter bekannt waren.

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Ein Toter im Beichtstuhl und Bibelverse, die weitere Morde androhen ...

Lady Bedfort und der Racheengel - seit 24.10. im Handel

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