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Dieses Thema hat 784 Antworten
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Gubanov Online




Beiträge: 14.498

06.03.2008 22:47
#16 RE: Grand Prix Zitat · antworten
Heute wurde im Vorentscheid "Wer singt für Deutschland?" unser Kandidat für den Eurovision Song Contest 2008 in Belgrad gewählt, der am 24. Mai ausgetragen wird. Gewonnen haben (wie wohl zu erwarten) die No Angels mit ihrem Lied "Disappear". Also wieder einmal eine Standard-Popnummer, die aber wenigstens über eine einprägsame Melodie und einen ganz netten Rhythmus verfügt. Aber da wäre schon wieder das Problem: "ganz nett". Denn mehr ist der Beitrag wirklich nicht und deshalb - so lautet meine alljährliche Prognose - auch dieses Mal wird es wieder nicht allzu rosig aussehen für uns. Das ist dieses Jahr umso ärgerlicher, da wir heute wirklich die Chance gehabt hätten, mit der erfahrenen Musicalsängerin Carolin Fortenbacher (Lied: "Hinterm Ozean") eine profilierte Künstlerin nach Belgrad zu entsenden, die vielleicht doch einen bleibenderen Eindruck hinterlassen hätte. Nun aber die No Angels... Naja, meine Hoffnung hängt dieses Jahr somit voll und ganz an der Schweiz, die sich aber noch durch das zweite Halbfinale boxen muss. Am 24. Mai werden wir dann erfahren, ob die Neuregelungen der Show Veränderungen im Wertungsverhalten herbeigeführt haben oder nicht und natürlich, was nun mit unserem Beitrag passiert...

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Gubanov Online




Beiträge: 14.498

09.02.2009 16:07
#17 RE: Grand Prix Zitat · antworten
Zum ersten Mal seit langem hat man in Deutschland wieder eine Jury den Beitrag zum Eurovision bestimmen lassen. Das Ergebnis wurde heute bekannt gegeben: Der Produzent Alex Christensen und der Sänger Oscar Loya fahren nach Moskau mit einem Lied des Titels "Miss Kiss Kiss Bang". Es wird am 21. Februar bei der ECHO-Preisverleihung erstmals öffentlich präsentiert werden. Angeblich handelt es sich, abermals, um eine Swing-Nummer. Während man darin einen beständigen Faktor sehen möchte, so hat sich inzwischen doch einiges in puncto Bewertungsschema getan: Eine Jury soll 50 Prozent des diesjährigen Ergebnisses mit beeinflussen. Wir werden sehen, ob und was diese Regeländerung dazu beiträgt, qualitativ hochwertige Songs adäquat zu positionieren.

Interessant sind dieses Jahr die Beiträge von Großbritannien und Frankreich. England schickt einen Song von Andrew Lloyd Webber höchstpersönlich, Frankreich setzt wieder ganz auf die klassische Beitragslinie...

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Gubanov Online




Beiträge: 14.498

09.02.2009 22:22
#18 RE: Grand Prix Zitat · antworten
Einen kurzen Ausschnitt des Songs kann man in diesem Beitrag hören:
http://www.youtube.com/watch?v=YdQg4z29fNI

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DieterBorsche Offline



Beiträge: 138

16.03.2009 15:32
#19 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Bin mal sehr gespannt, ob es dieses Jahr was wird!
Obwohl ich den "Bundesvision Song Contest" von Stefan Raab schon vorziehe...

Gubanov Online




Beiträge: 14.498

16.03.2009 22:17
#20 RE: Grand Prix Zitat · antworten
Anstelle einen eigenständigen und, wie ich finde, reichlich unfruchtbaren Contests (wozu das Ganze, frage ich mich!) mit, teilweise zugegeben, vielleicht etwas anspruchsvolleren, aber europäisch gesehen völlig inkompatiblen Musikern zu installieren, wäre es in Deutschland nötig, den eigentlichen Vorentscheid sowie das gesamte Ereignis Eurovision in ein bedeutend positiveres Licht zu rücken. Was man hier an Bashing liest (hallo, Fabi! ), spiegelt ja leider die vorrangige Meinung über dieses farbenprächtige, internationale Musikfestival wider. Dass es dort aber um den Spaß an der Musik geht, nicht darum, bierernste Supermusikanten hinzuschicken und den Ostblock haushoch zu schlagen, vergessen viele. Desinteresse und Einfallslosigkeit beim NDR sind die Folge. Wenn wir es nur wie die Skandinavier halten könnten - jedes Jahr geben sich vor allem Schweden und Norwegen eine sagenhafte Mühe, ihre Song-Contest-Teilnehmer zu finden und - wichtig, NDR aufgepasst! - nach der Findung auch über die Grenzen eigenproduzierter Nachmittagstalkshows hinaus bekannt zu machen. Wenn ich mir die Beiträge von Norwegen (Alexander Rybak mit "Fairytale") und Schweden (Malena Ernman mit "La Voix") anhöre und ansehe, so könnte es sich hierbei echte Titelanwärter handeln:

Norwegen: http://www.youtube.com/watch?v=-8JRtGMBUz0
Schweden: http://www.youtube.com/watch?v=7lvp7VShQqs

Und selbst wenn es für diese beiden nicht so funktionieren sollte, wie es gerechterweise eigentlich sein müsste, dann können sie sich immer noch rühmen, großartige Songs und Künstler zum Eurovision geschickt und zumindest Deutschland wieder einmal übertrumpft zu haben...

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Gubanov Online




Beiträge: 14.498

12.05.2009 23:51
#21 RE: Grand Prix Zitat · antworten
Durch das heutige erste Halbfinale haben sich qualifiziert:

- Schweden
Malena Ernmann: La voix (Englisch, Französisch)

- Armenien
Inga & Anush: Jan Jan (Englisch, Armenisch)

- Türkei
Hadise: Düm Tek Tek (Englisch)

- Israel
Mira & Noa Awad: There Must Be Another Way (English, Hebräisch, Arabisch)

- Island
Yohanna: Is It True? (Englisch)

- Rumänien
Elena Gheorghe: The Balkan Girls (Englisch)

- Finnland
Waldo's People: Lose Control (Englisch)

- Portugal
Flor-de-Lis: Todas as ruas do amor (Portugiesisch)

- Malta
Chiara: What If We (Englisch)

- Bosnia & Herzegowina
Regina: Bistra voda (Bosnisch)

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Gubanov Online




Beiträge: 14.498

15.05.2009 01:21
#22 RE: Grand Prix Zitat · antworten
Und aus dem zweiten Halbfinale gehen ins Finale am Samstag:

- Kroatien
Igor Cukrov feat. Andrea: Lijepa Tena (Kroatisch)

- Norwegen
Alexander Rybak: Fairytale (Englisch)

- Dänemark
Niels Brinck: Believe Again (Englisch)

- Aserbaidschan
AySel and Arash: Always (Englisch)

- Griechenland
Sakis Rouvas: This Is Our Night (Englisch)

- Litauen
Sasha Son: Love (Englisch, Russisch)

- Moldau
Nelly Ciobanu: Hora din Moldova (Rumänisch, Englisch)

- Albanien
Kejsi Tola: Carry Me in Your Dreams (Englisch)

- Ukraine
Svetlana Loboda: Be My Valentine! (Anti-Crisis Girl) (Englisch)

- Estland
Urban Symphony: Rändajad (Estnisch)

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Benny Offline




Beiträge: 2.451

15.05.2009 18:53
#23 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Zitat von Gubanov
Anstelle einen eigenständigen und, wie ich finde, reichlich unfruchtbaren Contests (wozu das Ganze, frage ich mich!) mit, teilweise zugegeben, vielleicht etwas anspruchsvolleren, aber europäisch gesehen völlig inkompatiblen Musikern zu installieren, wäre ...


Das ganze hat ja überhaupt nichts mit dem Grand Prix zu tun - es ist eine reine Pro7-Fernsehshow, die von Stefan Raab ins Leben gerufen wurde, genau wie WOK-WM,TV-Total-Turmspringen, Schlag den Raab... Das neueste heisst jetzt Eisfussball, was ich zumindest aus sportlicher Hinsicht interessant finde.

Gruß
Benny


"Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden." Mark Twain

Count Villain Offline



Beiträge: 3.782

17.05.2009 15:58
#24 RE: Grand Prix Zitat · antworten

See you next year in OSLO

Ich freue mich sehr für Alexander Rybak, Norwegen und den tollen Song. Ich mag es ja immer wenn ein Song gewinnt, den der oder die Interpretin selbst geschrieben hat. Aber spannend geht anders. Dieser Start-Ziel-Sieg war ja wohl das langweiligste Voting seit Jahrzehnten!

Dass wir verloren waren wusste ich sobald Oscar angefangen hat zu singen. Der Ärmste war leider ziemlich verschnupft. Sonst hätten es bestimmt ein paar Plätze mehr werden können. Das war wohl leider höhere Gewalt.

Meine Stimmen gingen an Estland, Bosnien und Dänemark. Ich hab es wohl eher mit charmanten Außenseitern als mit hochgehypeten - wenn auch in diesem Jahr anscheinend berechtigten - Favoriten.

Gubanov Online




Beiträge: 14.498

17.05.2009 16:18
#25 RE: Grand Prix Zitat · antworten
Der verdiente und verdient hohe Sieg von Alexander Rybak hat mich ebenfalls sehr gefreut. Dass das Voting dadurch langweilig wurde, kann ich hingegen nicht bestätigen, denn wenn auch Platz 1 geklärt war (und das war er prinzipiell ja auch schon vor dem Finale), so war es doch richtig eng, was die Plätze danach anbetraf. Meine besonderen Hoffnungen hingen hier vor allem an Großbritannien und Armenien, aber auch an Island. Abgestimmt habe ich wieder einmal wie wild: für Litauen, Schweden, Portugal, Island, Armenien, Moldau, Dänemark, Norwegen, die Ukraine und Großbritannien.

Und für alle die, die den Grandprix nicht gesehen oder die Ergebnisse nicht noch übersichtlich vorliegen haben, hier noch einmal die (bis auf die propagandistischen Bosnier, die disqualifiziert gehört hätten) zufriedenstellende Top-10:

- Platz 1: Norwegen (387 Punkte)
Alexander Rybak: Fairytale (Englisch)

- Platz 2: Island (218 Punkte)
Yohanna: Is It True? (Englisch)

- Platz 3: Aserbaidschan (207 Punkte)
AySel and Arash: Always (Englisch)

- Platz 4: Türkei (177 Punkte)
Hadise: Düm Tek Tek (Englisch)

- Platz 5: Großbritannien (173 Punkte)
Jade Ewen: It's My Time (Englisch)

- Platz 6: Estland (129 Punkte)
Urban Symphony: Rändajad (Estnisch)

- Platz 7: Griechenland (120 Punkte)
Sakis Rouvas: This Is Our Night (Englisch)

- Platz 8: Frankreich (107 Punkte)
Patricia Kaas: Et s'il fallait le faire (Französisch)

- Platz 9: Bosnien und Herzegowina (106 Punkte)
Regina: Bistra voda (Bosnisch)

- Platz 10: Armenien (92 Punkte)
Inga & Anush: Jan Jan (Englisch, Armenisch)

Deutschland belegt den 20. Platz. Dieses Ergebnis war zu erwarten und wird sich nicht ändern, wenn wir nicht endlich den ESC wieder ernstzunehmen lernen, so wie es Frankreich und Großbritannien dieses Jahr wieder getan haben.

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DanielL Offline




Beiträge: 3.697

17.05.2009 17:51
#26 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Ich verfolge als medieninteressierter Zuschauer seit Jahren mehr oder weniger konstant den ESC und würde mich weniger als Grand-Prix-Fan bezeichnen. Gerade die Regelungen und begleitende Presse vor und nach dem ESC finde ich aber in der Tat lustig und kann diese auch nicht Ernst nehmen. Aber in der Tat würde ich den Vorrednern, scheinbar eingefleischte Grand-Prix-Fans, beipflichten, dass es helfen würde den ESC Ernst zu nehmen. Zum Glück bin ich ja nicht Entscheidungsträger und darf mir daher einen sarkastischen Blick auf das ganze erlauben:

Hier in Deutschland steuern scheinbar einfach die falschen Leute das Projekt ESC. Es ist ja nicht so als hätte man das Problem nicht erkannt. Es wurde viel probiert in den letzten Jahren:

Wagen wir mal einen Blick zurück: Es waren Leute wie Guildo Horn und Stefan Raab, ob man sie mag oder nicht, die überhaupt dafür gesorgt haben, dass der Veranstaltung aus deutscher Sicht mal das Schlager Image abhanden kommt, denn der ESC ist schon seit Jahren eigentliche eine moderne Popmusik-Veranstaltung. Ihre Spaß-Songs waren ein Aufrüttler. Leider ließen sich die Schlagerbarden nicht so schnell vertreiben, und so musste man sich noch einmal Schlager-Püppi Michelle (2001) und zweimal billigstes Plastik-Gedudel aus dem Hause Siegel anhören (Corinna May, 2002 und Lou 2003 mit ihrer unterirdischen Darbietung "Lets get happy").

Nach zwei schrecklichen Siegel-Jahren war dann um jeden Preis Verjüngung die Devise. Daher bekam der beim jungen Publikum beliebte Raab eine Wildcard für den Vorentscheid, die er für seinen Casting-Gewinner Max verwendete (Der Vorentscheid war Formsache, da Raab wieder ganz neue Publikumsgruppen zum Voting mitbrachte). Der Song war Klasse, der unscheinbare Max konnte aber im lametta-getränkten ESC in Istanbul nicht hervorstechen. Danach sollte es um jeden Preis ein bereits erfolgreicher Chart-Star sein, quasi bereits ein Freibrief zum Erfolg... Nein, natürlich nicht, denn es war dann Gracia, ihres Zeichen Produkt der Retortenshow "Deutschland sucht den (kurzzeitig erfolgreichen) Superstar".

Also erneutes Umdenken bei den Entscheidungsträgern. Da niemals länger als zwei Jahre an einem Konzept festgehalten wird, war es Zeit die Chart-Popper zu vertreiben und plötzlich war die oberste Priorität Authenzität. Mit Texas Lightning (Quasi-Wildcard zum ESC da im Vorentscheid nur noch Vicky Leandros und Thomas Anders mitmachten) und Roger Cicero folgten zwei hochkarätige, die Veranstaltung bereichernde Teilnehmer, wobei allerdings schon vor dem ESC klar war, dass deren Musik nicht massentauglich genug war, um ein Ohrwurm in ganz Europa zu werden. Diese beiden Jahre waren ebenfalls nicht besonders erfolgreich, aber wenigstens alles andere als peinlich!

Dann kam 2008. Man glaubt es kaum, aber doch: Die nächste 180 Grad-Wendung. Authenzität war scheißegal und es musste flink ne zweitklassige Plastik-Girlgroup her... Ach ja, es gab doch mal diese "No Angels". (Es war im Prinzip wieder bereits eine Juryentscheidung, dass diese zum ESC fuhren, denn die Girlgoup hatte bereits in Teeniekreisen größere Fangruppen, während die Konkurrenz nahezu unbekannt war). Der Rest von 2008 ist bekannt...

Und nun 2009. Ja genau, wieder die völlige Neukonzeption. Der neueste Geistesblitz: Kein Vorentscheid! Die Jury entscheidet. Man muss ja auch nicht alles kritisieren. Das kann man doch so hinnehmen. Entscheidet eben eine kompetente Jury.... HAAALT!!! Da war den Haken... Den McDonalds-Einheitsbrei geschädigten doofen deutschen Zuschauer außen vorzulassen OK... aber wie kann man denn dann so verdammt besoffen sein um dann hinzunehmen, dass Guido Horn, eine DSDS-Jurorin und der eigentlich wirklich symphatische Peter Urban uns dieses verkorkste Duo hinstellen?

Also mal ehrlich Leute, Alex C., durch Hits wie "Du hast den geilsten Arsch der Welt" bekannt, mit einem schöngeföhnten Kalifornier zusammen in im Küchenmixer? Da war ja mindestens das Mittelfeld vorprogrammiert. Aber es kam ja gestern noch etwas schlechter... vielleicht auch dank der furchtbar geschmacklosen Augenkrebs-Hose vom Oscar... oder der sicherlich nicht mehr überall als besonders erstrebenswert angesehenen Radikal-Wespentaille von Frau von These... Hmmm...

Wobei man da nun sagen kann... Nicht das ein guter Song automatisch vorne sein muss... Daher lohnt sich die Diskussion um den Beitrag wiederrum nicht.

Gut, Platz 1, geht in Ordnung, wobei er auf meinem Stimmzettel nur Mittelfeld gewesen wäre. Schwiegermutterlächeln und drollig Purzelbäume schlagen finde ich auch noch nicht Gewinnerverdächtig. Aber es war wenigstens ein bisschen echt.

Auf Platz 2 ein toller Ohrwurm aus Island. Hatte ich vor dem Voting als Gewinner getippt, wobei meine persönliche Stimme woanders hin gegangen wäre.

Platz 3 - Aserbaidschan. Welcher Mann hat hier eigentlich gemerkt, dass gesungen wurde? Ja, die Sängerin hatte schon verdammt tolle Beine und das Outfit... Heiß hier drin... Aber Stopp! Nein, so leicht lasse ich mich nicht veräppeln... Der Song ist dennoch nur durchschnittlich!

Platz 4 - Türkei... Billig-Pop! Platz 5 - Great Britain - Ganz, ganz Hochklassig, aber wahrscheinlich der Texas Lightning Effekt (siehe oben).

Wer hier dachte, es wäre auch Schrott dabei... der hat nicht mit der "Grand Prix Party" aus Hamburg im Anschluss gerechnet. Und das war dann auch aus sarkastischer Sicht mehr Highlight. Anti-Moderator Thomas Anders und H.P.Baxxter (von Scooter, dt. Jurymitglied!!!) diskutieren über das für und wieder des deutschen Beitrags und präsentieren uns nach dem Motto "Die Hoffnung (auf Besserung in 2010) stirbt sofort!" deart beschissene Musik auf der Bühne, dass es einem die Zwiebel aus der Ferse treibt... Irgendeine 0815 Retortentruppe namens "BeFour" hüpft stimmungewaltig zu Playmobil-Playback auf der Bühne rum, als auch noch Jurymitglied Janette Biedermann anfängt zu krakelen und beweist das sie dieses Amt vöölig zu unrecht ausübt, schalte ich ab... mit dem selben Gefühl wie fast jedes Jahr:

Irgendwie amüsiert, irgendwie vom Programm enttäuscht aber irgendwie auch bestens unterhalten... Danke! Die Präsentation der Show aus Moskau war übrigens sehr gut gelungen, besonders die Videoclips vor den Beiträgen waren diesmal wunderbar zeitgemäß und endlich mal nicht so bieder... So kann es weitergehen... Jetzt fehlt nur noch das deutsche zutun...

Und um folgendes noch aufzulösen: Meine Stimme hätte ich - wenn mir die 14 ct. fürs Telefonvoting nicht zu schade gewesen wären - an Portugal vergeben. Eine gut gelaunte Mischung aus nationalen und internationalen Klängen... Ebenfalls hatte ich Island und GB favorisiert.

Gruß,
Daniel

Count Villain Offline



Beiträge: 3.782

17.05.2009 18:26
#27 RE: Grand Prix Zitat · antworten

Das stimmt. Leider ist das Image des ESC ja hierzulande nicht sehr gut. Entweder wird er überhaupt nicht ernst genommen, womit man den dort auftretenden Künstlern und der ganzen Arbeit die dahinter steckt Unrecht tut, oder er wird zu ernst genommen und es wird übersehen, dass der ESC halt auch eine Unterhaltungsshow ist. Viele Deutsche halten sich ja auch musikalisch immer noch für den Nabel der Welt, aber der europäische Geschmack ist halt nicht mit dem Deutschen deckungsgleich und statt sich mal richtig reinzuhängen wird lieber nur drüber gemeckert wie sich andere Länder, die eben geschmacklich näher beieinander liegen oder sogar einen gemeinsamen Musikmarkt haben, die Punkte zuschieben. Das finde ich traurig.

Für mich persönlich ist auch die Isländerin die Entdeckung dieses Jahrgangs (bei dem mir überraschend viele Songs gefallen haben und ich mich beim Voting auch schon sehr eingeschränkt habe). Im Vorfeld auf CD fand ich den Song eher unauffällig, aber der Live-Auftritt hat mich dann so umgehauen, dass ich am Dienstag tatsächlich für sie gevotet habe. Gestern gingen meine Stimmen dann aber hauptsächlich an Estland. Ich hatte den Esten auf diversen ESC-Internetseiten und beim Youtube-Kommentar versprochen, dass ich für ihren Song anrufen werde wenn sie bei ihrem Vorentscheid Urban Symphony wählen. Der Song hatte mich wirklich beim ersten Hören schon verzaubert. Schön, dass es zumindest für einen 1 Punkt aus Deutschland gereicht hat (oder ist der Punkt unserer Jury geschuldet? Das wäre bei meinen Glück wohl eher der Fall).

Ob der Norweger nun der Beste war gestern Abend mag dahin gestellt sein. Auf jeden Fall war er nicht schlecht. Zudem kam er charmant rüber, hat Bezug zu seinem Song (und singt nicht einfach den Mist eines anderen weg), kam gleichzeitig traditionell und frisch herüber und war einfach am europäischsten von allen Teilnehmern und damit auch am massenwirksamsten.

Was unsere Vorentscheide angeht, der hochklassigste war in der Tat der von 2004. Da wurde richtig deutsche Pop-Prominenz aufgefahren. Leider schmollte Raab dann nach dem 8. Platz, zog sein eigenes Ding durch und griff fast alle vielversprechenden Acts für seinen eigenen Contest ab. Was wir auf alle Fälle brauchen ist wieder mehr Auswahl und Offenheit beim Vorentscheid. Nicht nur lokales Hamburger Geklüngel oder Altstars, bzw. One-Hit-Wunder, die mal wieder einen Hit brauchen oder Acts, die mit ihrem Beitrag nur ihr aktuelles Album promoten wollen.

Und selbst wenn man für den Vorentscheid eine bekannte Gruppe wie z.B. die No Angels an Land gezogen hat, deren Gewinn allein durch ihre Bekanntheit schon quasi fest steht, dann sollte man im Zuge der Fairness (denn ich bin sicher Carolin Fortenbacher und Cinema Bizarre hätten für uns mehr rausholen können) gegenüber den anderen Teilnehmern gleich ganz auf die Konkurrenz verzichten und den Zuschauer nur über den Song abstimmen lassen. Dann wäre bestimmt auch etwas Besseres herausgekommen als das zwar radiofreundliche, aber ansonsten doch unauffällige und blutleere Disappear.

Wie es heißt hat der NDR ja schon ein neues Konzept in der Hinterhand, das sie nach dem ESC vorstellen wollten. Ich bin mal gespannt, aber die Erwartungshaltung sollte man trotzdem lieber niedrig ansetzen.

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

17.05.2009 18:53
#28 RE: Grand Prix Zitat · antworten
...wie gut erinnere ich mich noch an die 70ern als diese Shows noch ein einmaliges Fernseherlebnis im Jahr waren und eine Sängerin wie Katja Ebstein dreimal (3./3./2.Platz) in den vorderen Rängen sich platzieren konnte. Man sollte sich mal überlegen was man damals richtig gemacht hat um so etwas zu erreichen. Seit über 10 Jahren (oder wann war Guildo Horn?) höre ich hinter einem Grand Prix immer nur Gemeckere - mit dem Hinweis nächstes Jahr machen wir es anders. Scheinbar wird es auch anders gemacht - scheinbar aber auch schlechter. Lassen wir uns nun vom kommenden Jahr überraschen wie man sich dann mal wieder selber in die Pfanne haut!!

Joachim.
DanielL Offline




Beiträge: 3.697

17.05.2009 19:05
#29 RE: Grand Prix Zitat · antworten
Count Villain, da kann ich Dir nur in allen Punkten zustimmen!

Mal sehen wie lange sich der "Bundesvision Song Contest" noch hält, abgesehen von "Schlag den Raab" und den raab'schen Sport-Events sind bei ihm ja auch sämtliche Quoten rückläufig, da es auch an neuen Ideen mangelt.

Vielleicht gibt es ja eines Tages noch eine Vereinigung vom "Bundesvision Song Contest" und dem "Deutschen Vorentscheid". Wäre eine starke Sache, aber medienpolitisch wohl eher unwahrscheinlich. Wäre doch genial, wenn der Gewinner vom BSC zum ESC fahren würde. Und bei der BSC Show gibt's auch keine Angst vor Imageverlust.

Nach all den vermurksten Jahren wird es schwierig werden, wieder namhafte Künstler für den deutschen Vorentscheid zu gewinnen.

Gruß,
Daniel

nebel-in-soho ( gelöscht )
Beiträge:

17.05.2009 19:14
#30 RE: Grand Prix Zitat · antworten
Zitat von Gubanov
1. Der ukrainische Beitrag steckte voller Selbstironie und nahm sich nicht ernst. Es ist eine "Kunstfigur", die weder einen Anspruch auf "reale Ernsthaftigkeit" noch auf "ernsthaften Schwachsinn" erhebt, sondern einfach nur unterhalten will.
2. Osteuropa ändert beinahe NICHTS am Ergebnis, das sollte langsam hinreichend bekannt sein.
3. Dass Westeuropa nicht mehr erfolgreich abschneidet, liegt daran, dass sie den Grand Prix nicht mehr ernst nehmen und selbst keine Unterstützung in ihrem eigenen Land mehr bekommen. Wenn hier bereits gewettert wird, wie schwachsinnig und überflüssig die Teilnahme westeuropäischer Staaten am Grand-Prix ist, so KANN es ja schon gar nichts werden! Eine sehr konträre Ansicht haben da osteuropäische Staaten, für die der Eurovision Song Contest eine echte Chance darstellt, sich, ihr Land und ihre Kultur vorzustellen und auf sich aufmerksam zu machen. Diese Chance nutzt Westeuropa nicht mehr, bzw. braucht sie nicht mehr zu nutzen. Deshalb verlieren wir alle Nase lang.


...ganz genau so ist es. Auch in Osteuropa wird per Televoting abgestimmt. Das heißt, die Fernsehzuschauer entscheiden, wem sie ihre Stimme geben.

Bei uns war es ja erstmals so, dass teilweise eine Jury, teilweise die Fernsehzuschauer entschieden haben. Was aber H. P. Baxter, der ja eine völlig andere Musikrichtung vertritt und Guildo Horn, der ja nun wirklich der Inbegriff jener Personengruppe ist, die den Grand Prix in keiner Weise ernst nehmen, in dieser Jury zu suchen hatten, wird das Geheimnis der Verantwortlichen bleiben...
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