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Dieses Thema hat 158 Antworten
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Savini Offline



Beiträge: 778

14.06.2024 22:37
#151 RE: Rückblende - Der Filmklassiker-Podcast Zitat · Antworten

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #150
Zitat von Savini im Beitrag #147
Da die gute Lady recht esoterisch angehaucht ist, sollte man ihr Gerede nicht allzu ernst nehmen.

Eine etwas einseitige Sichtweise...

Tatsächlich? Die Szene mit der Séance ist (ebenso wie das spätere Erscheinen eines Schlossgespenstes) für mich in erster Linie humoristisch und soll nicht ernsthaft suggerieren, dass an solchen Phänomenen "etwas dran sein könnte". Zumal sonst nichts in den drei Filme nahelegt, dass Fantomas "nicht von dieser Welt " wäre (seine Aussage, er könnte die Welt jederzeit vernichten, dürfte reine Prahlerei sein).
Da könnte man auch in Hélenes Satz aus dem zweiten Film, er sei "ein Teufel" hineindeuten, er würde als metaphysisches Wesen dargestellt.
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #150
Die Fallschirmszene geht schon ein wenig in diese Richtung. Bei Fantomas sieht man eben noch deutlich die Trickszenen, obwohl es ja auch echte Stunts gibt.

Einen so großen Aufwand, wie er bei "Moonraker" in Sachen Zeit und Budget betrieben wurde (88 Fallschirmsprünge in mehreren Monaten, um im freien Fall Material für eine Sequenz zu drehen, die im Film wenige Minuten dauert) standen hier natürlich nicht zur Debatte, da das selbst für die Bond-Reihe damals extrem war.
Gemeinsamkeiten sehe ich hier eher daran, dass eine Figur einer anderen vom Flugzeug aus nachspringt und diese im freien Fall einholt.
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #150
Dann schreib mal. Aber wir wollen ja nicht alles zerpflücken.

Als widersprüchlich wird etwa genannt, dass Fantomas bei seiner ersten Dialogszene einerseits betont, dass er Angst und Schrecken verbreiten wolle, sich aber andererseits über das gefälschte Interview ärgert, obwohl gerade dieses doch genau diesen Eindruck von ihm vermittelt. Warum ist ihm also eine Gegendarstellung so wichtig?
Später kündigt er an, Fandor vor der Öffentlichkeit als abscheuliches Monster erscheinen zu lassen - darauf folgt aber nicht etwa ein Massenmord, sondern nur ein Juwelendiebstahl, bei dem niemand stirbt, sondern nur Kommissar Juve der Lächerlichkeit preisgegeben wird.
Und nachdem Juve nun durch Zeugenaussagen und Fingerabrdrücke als Fantomas entlarvt zu sein scheint: Wieso wird Fandor dann ebenfalls eingesperrt? Und warum entführt Fantomas die beiden direkt danach, wodurch er deren Unschuld beweist? Seine Erklärung, zwei Gehirne seien besser las eines, erscheint absolut konstruiert.
Auch wird gefragt, warum er die Maske als Gefängniswärter erst auf dem U-Boot ablegt und warum in dessen Inneren dann Lady Beltham wieder an seiner Seite zu sehen ist, trotz ihres vorherigen Treuebruchs.

Was die süffisanten Kommentare angeht, so wird Hélene als "obligatorische(s) Blondinnedummchen" und "Wasserstoffmaus" bezeichnet, ihr Satz zu Beginn, dass man Fantomas erfinden könnte, sei "ihr einziger von Belang in diesem Film". Etwas ungerecht, da sie im letzten Drittel immerhin recht aktiv wird.
Über den ersten Auftritt des Bösewichts mit seiner blauen Maske: "Eine Kirchenorgel wie von Rick Wakeman und Keit Emerson gleichzeitig geschmettert, kündigt das Erscheinen von Fantomas an". "Damit hier die Verhältnisse klar sind" brenne er "Marais ein Riesen-F für Fantomas aufs Brusthaartoupet".
Über das Verhör von Fandor durch Kommissar Juve: "Spätestens hier stellen wir uns eine Handvoll peinliche Fragen nach den schauspielerischen Meriten von Jean Marais. Man hätte ebensogut einen Holzkasten hinsetzen können oder den frühen Johannes Rau. In uns keimt der Verdacht auf, er sei lediglich eine ulkig gemeinte Kopie von James Bond."
Über eine spätere Szene mit Fantomas: "Jetzt erfahren wir endlich einmal mehr seine ultrabösen Absichten: Einen vollkommenen Menschen will er konstruieren. Warum? Darum vielleicht. Und weil das alle wirklich großen Bösewichter tun."

Die Bilanz der Inhaltsangabe lautet dann auch: "Aber schlau geworden sind wir aus Fantomas ja vorher auch nicht. Er bleibt im wharsten Sinne des Wortes ungreifbar. Wie ein Phantom eben."

Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 656

19.06.2024 21:19
#152 RE: Rückblende - Der Filmklassiker-Podcast Zitat · Antworten

Zitat von Savini im Beitrag #151
Als widersprüchlich wird etwa genannt, dass Fantomas bei seiner ersten Dialogszene einerseits betont, dass er Angst und Schrecken verbreiten wolle, sich aber andererseits über das gefälschte Interview ärgert, obwohl gerade dieses doch genau diesen Eindruck von ihm vermittelt. Warum ist ihm also eine Gegendarstellung so wichtig?
Später kündigt er an, Fandor vor der Öffentlichkeit als abscheuliches Monster erscheinen zu lassen - darauf folgt aber nicht etwa ein Massenmord, sondern nur ein Juwelendiebstahl, bei dem niemand stirbt, sondern nur Kommissar Juve der Lächerlichkeit preisgegeben wird.
Und nachdem Juve nun durch Zeugenaussagen und Fingerabrdrücke als Fantomas entlarvt zu sein scheint: Wieso wird Fandor dann ebenfalls eingesperrt? Und warum entführt Fantomas die beiden direkt danach, wodurch er deren Unschuld beweist? Seine Erklärung, zwei Gehirne seien besser las eines, erscheint absolut konstruiert.
Auch wird gefragt, warum er die Maske als Gefängniswärter erst auf dem U-Boot ablegt und warum in dessen Inneren dann Lady Beltham wieder an seiner Seite zu sehen ist, trotz ihres vorherigen Treuebruchs.

Wie man sieht, eine Menge Stoff für Logikforschungen....
Das Interview, über das sich Fantomas ärgert - er entführt ja daraufhin Fandor und gibt ihm den Auftrag, eine Richtigstellung zu schreiben. Allerdings behält ja Juve den Journalisten im Gewahrsam, wobei in der Zwischenzeit ohne sein Wissen ein neuer Schmähartikel über Fantomas geschrieben wird. Als Fandor frisch aus dem Gefängnis kommt, wird er gleich darauf wieder entführt und zu seinem schrecklichen Ankläger gebracht. Das fand ich auch schon immer unlogisch, denn Fantomas musste doch gewusst haben, dass Fandor eingesperrt war und nichts für den Artikel konnte.

Und natürlich, das "blutrünstige Monstrum" ist dann ja nur ein trickreicher Juwelendieb. War doch sehr dick aufgetragen.

Vielleicht lässt er die Maske des Gefängniswärters ja nur auf, weil er keine Zeit bei dem folgenden Trubel hat, sie abzusetzen. Da steckt ja auch diesmal wirklich der verkleidete Jean Marais drunter, ähnlich wie im zweiten Teil bei Professor Levefre oder im dritten Teil wie bei Sir Walther Brown oder dem Gangster Philippe.

Savini Offline



Beiträge: 778

19.06.2024 22:44
#153 RE: Rückblende - Der Filmklassiker-Podcast Zitat · Antworten

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #152
Das Interview, über das sich Fantomas ärgert - er entführt ja daraufhin Fandor und gibt ihm den Auftrag, eine Richtigstellung zu schreiben. Allerdings behält ja Juve den Journalisten im Gewahrsam, wobei in der Zwischenzeit ohne sein Wissen ein neuer Schmähartikel über Fantomas geschrieben wird. Als Fandor frisch aus dem Gefängnis kommt, wird er gleich darauf wieder entführt und zu seinem schrecklichen Ankläger gebracht. Das fand ich auch schon immer unlogisch, denn Fantomas musste doch gewusst haben, dass Fandor eingesperrt war und nichts für den Artikel konnte.

Hier könnte man vielleicht noch einwenden, dass Fandor im Gefängnis Besuch von seinem Verleger bekam, was Fantomas eventuell auch wusste. Vielleicht hat er gedacht, der Journalist hätte ihm bei dieser Gelegenheit den Artikel diktiert (oder zumindest in Grundzüge so formuliert, wie er gedruckt wurde)?
Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #152
DasDa steckt ja auch diesmal wirklich der verkleidete Jean Marais drunter, ähnlich wie im zweiten Teil bei Professor Levefre oder im dritten Teil wie bei Sir Walther Brown oder dem Gangster Philippe

... oder auch Lord Shelton zu Beginn des ersten Films. Übrigens beeindruckend, was die Maskenbildner hier geleistet haben! Bevor ich es im Internet las, war mir gar nicht bewusst, dass es sich in allen diesen Fällen tatsächlich um Jean Marais handelte. Wenn man es weiß, kann man es natürlich ahnen; aber speziell beim alten Professor würde mich interessieren, wie lange er da in der Maske saß.

Savini Offline



Beiträge: 778

20.06.2024 08:04
#154 RE: Rückblende - Der Filmklassiker-Podcast Zitat · Antworten

Nachtrag: Da der Artikel sicher namentlich gekennzeichnet war, hätte Fantomas so oder so klar sein müssen, dass Fandor ihn nicht verfasst haben kann.

Was mir erst jetzt einfällt: Aus Sicht des Meisterverbrechers wäre es eigentlich viel sinnvoller gewesen, den Journalisten wegen des Artikels zu entführen, den er zu Beginn (noch vor dem falschen Interview) geschrieben hatte. Denn darin wurde die Existenz von Fantomas grundsätzlich angezweifelt, was ihn in seiner Eitelkeit sicher stärker treffen dürfte als wenn man ihn als Bedrohung für die Menschheit darstellt.

Ray Offline



Beiträge: 1.939

30.06.2024 23:43
#155 RE: Rückblende - Der Filmklassiker-Podcast Zitat · Antworten

Wie angekündigt geht es in der aktuellen Folge wieder um einen Hitchcock-Klassiker - und zwar um "Das Fenster zum Hof". In der nächsten Folge sprechen wir dann über einen Klassiker aus dem Bereich des Motorsportfilms.


Rückblende - Episode 47 vom 30.06.2024
Thema: Das Fenster zum Hof (USA 1954)


Heute tauchen wir in Alfred Hitchcocks unvergesslichen Voyeurimus-Thriller "Das Fenster zum Hof" ein und erinnern daran, wie James Stewart als Fotograf L. B. Jefferies und Grace Kelly als seine Freundin Lisa ein Vebrechen aufdecken. Maßstäbe setzte auch die handwerkliche Produktion in den Paramount Studios.

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Dr. Oberzohn Offline



Beiträge: 656

02.07.2024 10:53
#156 RE: Rückblende - Der Filmklassiker-Podcast Zitat · Antworten

Zitat von Ray im Beitrag #145
Wie bereits angekündigt, haben wir uns für unsere neue Folge erstmals einen amerikanischen Western vorgenommen - es geht um "Die glorreichen Sieben"

Ein wirklich klassischer Western, den schon die Väter als kleine Jungs kannten.
Legendär ist die Filmmusik, immer wieder auch als Hintergrundthema für andere Filmrollen genommen.
Das A-Team mit den sieben Beschützern der Armen und Unterdrückten im Wilden Westen in Verbindung zu bringen ist schon ein unorthodoxer Ansatz. Aber auch nicht von der Hand zu weisen.
Dank Euch weiß ich jetzt, wie man Eli Wallach ausspricht. . Den Typen finde ich auch äußerst cool. Er hatte auch eine sehr einprägsame Rolle in der Top-Sixties-Gaunerkomödie "Das Superhirn" als cholerischer und tölpelhafter Mafioso, der stets die Ehre seiner "kleinen" Schwester verteidigen und seine Geschäftspartner über den Tisch ziehen will.
Irgendwie fand ich die Glorreichen Sieben anfangs etwas langatmig, aber später dann denke ich, dass der Film doch gut "im Fluss" ist. Was mich immer sehr gestört hat, ist Calveras gönnerhaftes Verhalten seinen Feinden gegenüber, als er sie dann in die Falle gelockt und festgesetzt hatte. Lässt sie einfach abziehen und gibt ihnen noch ihre Waffen? Das hätte man glaubwürdiger ausdenken sollen.
Die Typen der Magnificent Seven sind schon gut ersonnene Charaktere. Eigentlich kämpfen ja nur sechs von ihnen, denn die Robert-Vaughn-Figur steht nur ständig von ihren Ängsten geplagt untätig an der Wand, nur am Ende rafft sie sich mal auf und stürmt im Ein-Mann-Handstreich die Gefangenenhütte.
Hat eigentlich schon mal jemand einen Vergleich mit dem Ausgangsfilm Die sieben Samurai gezogen? Der ging meiner Erinnerung nach wesentlich länger, hier gab es auch noch Konflikte mit den Bauern, die ja auch ab und an mal in der Vergangenheit einen Samurai abgemurkst hatten, um an die kostbare Ausrüstung zu kommen. Ich glaube, Ähnlichkeiten der Samurai zu den Revolvermännern gab es doch viele, auch hier hatten nur drei überlebt.

Ray Offline



Beiträge: 1.939

07.07.2024 12:50
#157 RE: Rückblende - Der Filmklassiker-Podcast Zitat · Antworten

Zitat von Dr. Oberzohn im Beitrag #156
Zitat von Ray im Beitrag #145
Wie bereits angekündigt, haben wir uns für unsere neue Folge erstmals einen amerikanischen Western vorgenommen - es geht um "Die glorreichen Sieben"

(...)

Dank Euch weiß ich jetzt, wie man Eli Wallach ausspricht. . Den Typen finde ich auch äußerst cool. Er hatte auch eine sehr einprägsame Rolle in der Top-Sixties-Gaunerkomödie "Das Superhirn" als cholerischer und tölpelhafter Mafioso, der stets die Ehre seiner "kleinen" Schwester verteidigen und seine Geschäftspartner über den Tisch ziehen will.

(...)

Hat eigentlich schon mal jemand einen Vergleich mit dem Ausgangsfilm Die sieben Samurai gezogen? Der ging meiner Erinnerung nach wesentlich länger, hier gab es auch noch Konflikte mit den Bauern, die ja auch ab und an mal in der Vergangenheit einen Samurai abgemurkst hatten, um an die kostbare Ausrüstung zu kommen. Ich glaube, Ähnlichkeiten der Samurai zu den Revolvermännern gab es doch viele, auch hier hatten nur drei überlebt.


Tatsächlich wird man fast in jeder Folge damit konfrontiert, auf Namen zu stoßen, die man schon ewig kennt, bei denen man sich aber noch nie ersthaft Gedanken darüber gemacht hat, wie man sie eigentlich richtig ausspricht. Kann man in der heutigen Zeit ja zum Glück leicht in Erfahrung bringen.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich "Die sieben Samurai" noch nie gesehen habe. Hätte ich zur Vorbereitung auf die Folge gerne mal gemacht, aber mit der Verfügbarkeit ist das etwas schwierig...

DanielL Offline




Beiträge: 4.157

07.07.2024 17:56
#158 RE: Rückblende - Der Filmklassiker-Podcast Zitat · Antworten

Ich hatte bei der Vorbereitung auch ein wenig in die "Samurai" hineingeschnuppert. Wie schon richtig angemerkt, ist der Film wesentlich länger (fast 3,5 Stunden!). Die "glorreichen Sieben" haben dagegen nur ca. 2 Stunden Spielzeit, wodurch schon offensichtlich ist, dass die amerikanische Variante deutlich straffer ist. Ganz vereinfacht kann man sagen, Sturges präsentiert die Geschichte erfrischend schnörkellos, aber auch inhaltlich oberflächlicher.

Gruß,
Daniel

Ray Offline



Beiträge: 1.939

11.07.2024 23:13
#159 RE: Rückblende - Der Filmklassiker-Podcast Zitat · Antworten

Wie in unserer Folge zu "Beverly Hills Cop" angekündigt, liefern wir nach erfolgtem Start von "Beverly Hills Cop: Axel F" einen kurzen Nachklapp und besprechen die späte Fortsetzung zum Hit von 1984, die 30 Jahre nach Teil 3 erscheint.

In der nächsten regulären Folge geht es dann um "Grand Prix" mit James Garner.


Rückblende - Sonderfolge vom 09.07.2024
Thema: Follow-up: Beverly Hills Cop: Axel F (2024)

In Ergänzung zu unserer ausführlichen Besprechung des Action-Klassikers "Beverly Hills Cop" (1984) liefern wir hier noch unsere Eindrücke zum jüngst bei Netflix erschienenen, neuen und viertel Teil der Reihe ("Beverly Hills Cop: Axel F.") nach.

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