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Dieses Thema hat 69 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker international
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patrick Offline




Beiträge: 3.234

01.11.2014 14:57
Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten



Ich möchte hier ein Genre anschneiden, dass mir sehr am Herzen liegt.Nämlich den Science-Fiction-B-Film der 50er-Jahre. Keiner verstand es besser, aus diesen kleinen low-budget-Streifen, die ohne große Stars auskommen mussten ,sorgfältig inszenierte Klassiker mit einem echten Gespür für Atmosphäre zu machen, als Jack Arnold. Als ich diese Filme Anfang der 80er-Jahre kennenlernte war es Liebe auf den ersten Blick. Ich kann mich noch gut erinnern, als damals im deutschen Fernsehen eine Reihe mit Arnolds Klassikern lief und hinterher ein kurzes Interview mit dem damals noch lebenden Regisseur unter dem Titel "Jack Arnold erzählt" nach jedem Film gezeigt wurde. Ich hab das Ganze natürlich verschlungen. Die schwarzweiße Atmosphäre dieser Streifen war, ähnlich wie bei Wallace, ungemein gekonnt und unheimlich inszeniert. Ich habe mir in jüngster Zeit eine kleine Sammlung von Arnolds Klassikern auf DVD zugelegt um diese kleinen, mir an´s Herz gewachsenen, low-budget-Streifen wiederzuentdecken. Ich möchte daher, sobald es mir die Zeit erlaubt, in diesem kleinen Thread meine Lieblinge aus diesem Genre ein bisschen vorstellen.

Jack Arnold war für den phantastischen Film wohl das was Alfred Hitchcock für den Thriller und John Ford für den Western war. Er wurde am 14.Oktober 1912 als Sohn eines russischen Einwanderers geboren und starb am 17.März 1992. Die offiziellen Quellen geben zwar 1916 als Geburtsjahr an, seine Frau nannte allerdings in einem Interview 1912, washalb ich dieses Jahr für das wahrscheinlichere halte.
Arnold interessierte sich von Anfang an für das Showgeschäft und begann als Schauspieler am Broadway.Nach und nach erwachte sein Interesse an Kameraarbeit und Regie. Er begann damit Höhepunkte von Theateraufführungen zu filmen und weiterzuverkaufen. Schließlich wurde er während des zweiten Weltkriegs beim Army Signal Corps aufgenommen und drehte Szenen zu Kriegs-Propaganda-Filmen. Er arbeitete dann auch als Pilot, nicht jedoch bei Bombern oder Kampffliegern, sondern im Transport und im Unterricht. Während dieser Zeit lernte er 1943 seine Frau Betty kennen.
Nach dem Krieg gründete er, praktisch mittellos, zusammen mit einem Kompagnon eine kleine Filmproduktionsfirma und begann Dokumentationen zu produzieren. Den ersten Erfolg hatte er 1950 mit "With these hands", der sogar für einen Oscar nominiert wurde. Dies führte zu einem Sieben-Jahres-Vertrag mit Universal. Sein erster Science-Fiction-Film wurde 1953 "It came from outer space"(Gefahr aus dem Weltall), der in 3D gedreht wurde, damals ein völlig neues Verfahren, das in den Kinderschuhen steckte. Doch die Sache gelang.
Leider war Jack Arnold nie gut in Gelddingen, weshalb seine Frau die Finanzen übernehmen musste. Er war bei Universal ein Angestellter mit wöchentlichem Fixgehalt und auch an den Gewinnen seiner erfolgreichsten Filme nie beteiligt.Wäre dies der Fall gewesen, hätte er wohl ohne Weiteres den Status eines George Lucas oder Steven Spielberg erreicht, welche ja auch nicht unwesentlich von ihm inspiriert wurden.
Schließlich drehte Arnold 1954 mit "Creature from the black lagoon"( Der Schrecken vom Amazonas) seinen grössten Erfolg, der mit dem Sequel "Revenge of the creature" 1955 seine Fortsetzung fand. Der dritte Teil "The creature walks among us"(Das Ungeheuer ist unter uns) wurde nicht mehr von ihm gedreht, da er zu der Thematik nichts mehr zu sagen hatte.
Arnold war als Regisseur ausgesprochen effizient und arbeitete gern mit Storyboards.Dies ist eine Art Drehbuch im Comic-Book-Stil mit Erläuterungen. Er wusste bereits beim Drehen, wie er den Film später schneiden wollte. Dadurch konnte er sehr schnell arbeiten.
Sein erster Farbfilm war 1955 der Western "The man from bitter ridge"(Duell mit dem Teufel) mit Lex Barker. Danach folgte auch 1955 mit "Tarantula" ein weiterer großer Klassiker des Monsterfilms.
1957 drehte er "The incredible shrinking man" (Die unglaubliche Geschichte des Mr.C). Dieser wurde auch einer seiner größten Erfolge und ist sehr philosophisch. Arnold glaubte (wie ich selbst übrigens auch) nicht an organisierte Religion, war aber ein durchaus spiritueller Mensch. Das kam in diesem Film zum Ausdruck, wobei er gegen das Studio kämpfen musste, das ein Happyend vorgezogen hätte.
Danach drehte er, der grosse B-Filmer, auch einige A-Filme. Der letzt Film aus der Reihe seiner phantastischen Filme der 50er wurde 1958 "Monster on the campus"(Der Schrecken schleicht durch die Nacht).
1959 drehte er in England die Satire "The mouse that roared" (Die Maus, die brüllte), eines seiner liebsten Projekte. Dort spielte auch Peter Sellers mit.
In den 60er-Jahren drehte Arnold vorwiegend fürs Fernsehen verschiedenerlei Serien und nur noch gelegentlich Kinofilme.
Sein letzter Kinofilm war 1976 "The swiss conspiracy" (Per Saldo Mord) mit Senta Berger, bei dem er schon recht krank war.Leider war das kein besonderer Film.Zu erwähnen sind auch noch Folgen von "Ein Colt für alle Fälle". Er arbeitete bis 1984 an Projekten, die leider nie verwirklicht wurden. So z.B an einem Remake von "Der Schrecken vom Amazonas" und an einer Neufassung von Arthur Conan Doyles "The lost world".
Leider war Arnold in den letzten 15 Jahren seines Lebens kein gesunder Mann mehr. Aufgrund seiner immer schlechter werdenden Gesundheit waren die Kosten für Operationen und Krankenhausaufenthalte stark angestiegen. Er litt an arterieller Sklerose, musste sich sechsmal einer Bypass-Operation am Herzen unterziehen und verlor schließlich sogar ein Bein. Zu allem Überfluss wurde bei Arnold auch Parkinson diagnostiziert. Am Ende konnte er nicht mehr sprechen, hatte Schwierigkeiten beim Schlucken und zitterte unkontrolliert. Am 17.März 1992 verstarb Jack Arnold.

Bis zum heutigen Tag wurde immer wieder ein Remake von "Der Schrecken vom Amazonas" geplant und ich bin gespannt ob es doch mal endlich dazu kommt. Ich würde mir ein Remake wünschen, das, so wie bei King Kong, ganz im Stile des Klassikers bleibt.

patrick Offline




Beiträge: 3.234

02.11.2014 09:26
#2 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

Creature from the Black Lagoon (Der Schrecken vom Amazonas)



Der Schrecken vom Amazonas
Film (1954)
6,8/10-Moviepilot
3/5-Filmstarts.de
Der Schrecken vom Amazonas ist ein im 3D-Format gedrehter Horrorfilm-Klassiker des US-amerikanischen Regisseurs Jack Arnold aus dem Jahre 1954.
Erscheinungsdatum: 13. Dezember 1954 (Vereinigte Staaten)
Regisseur: Jack Arnold
Länge: 85 Minuten
Musik von: Herman Stein, Hans J. Salter, Henry Mancini
Drehbuch: Arthur A. Ross, Maurice Zimm, Harry Essex
Besetzung:Julie Adams,Richard Carlson,Richard Denning,Antonio Moreno,Nestor Paiva


Dieser Bericht enthält Spoiler.

Der Wissenschaftler Dr.Carl Maia findet im Amazonasgebiet eine monströse versteinerte Hand und holt daraufhin Dr.David Reed,seinen ehemaligen Studenten, als Verstärkung, der von seiner ausgesprochen attraktiven Freundin Kay, seinem Chef Dr.Mark Williams und Dr.Thompson begleitet wird. Letzterer finanziert das Unternehmen. In der Zwischenzeit erscheint in mehreren Szenen rund um den Amazonas immer wieder eine gleichartige Hand, wie die versteinerte. Allerdings gehört sie zu einem lebenden Wesen, dessen restlicher Körper noch nicht in Erscheinung tritt. Dieses Wesen Tötet 2 Mitglieder der Expedition in einem Zelt auf äußerst gewaltsame Weise.
Beim Schwimmen bemerkt die schöne Kay nicht, dass sie von einem amphibienartigen Kiemenmenschen, welcher sich unter Wasser befindet, beobachtet wird. Dieser schwimmt sogar unter Wasser auf den Rücken gedreht synchron zu ihr auf spielerische Weise.Nachdem sie zurück an Bord kommt, verfängt sich der Kiemenmann im Netz,wütet dort mit ungeheuerer Kraft und reißt sich los.
Schließlich wird die Gruppe auf den Gill-Man (Kiemenmann) aufmerksam und Mark will ihn unbedingt fangen, tot oder lebendig, um mit der Entdeckung reich zu werden. Unter Wasser schießt er das Wesen mit einer Harpune an, dieses kann allerdings entkommen.
Mit einem Mittel, das im Wasser Fische betäubt, versucht man das Wesen zu fangen, was ursprünglich nicht ganz gelingt.Allerdings wird der Kiemenmann geschwächt und beim Versuch an Land Kay zu entführen bewußtlos. Er wird in einen Käfig gesperrt, aus dem er aufgrund seiner immensen Kraft entkommen kann und dabei den Wissenschafler Dr.Thompson schwer verletzt.
Nachdem weitere Mitglieder der Expedition vom Kiemanmann getötet werden, beschließt David, gegen Marks Willen, die Sache abzubrechen und zurückzukehren. Der intelligente und ausgesprochen kräftige Kiemenmann baut allerdings eine Art Damm aus Holz, welcher dem Boot den Weg versperrt. David versucht mit Hilfe einer Kurbel und einem Seil unter Wasser das Hindernis zu beseitigen und stößt dabei erneut auf den Gill-Man, der von Mark wieder mit einer Harpune angeschossen wird. Es kommt zum Kampf unter Wasser zwischen Mark und dem Gill-Man, wobei Mark sein Leben verliert. Nun sucht David unter Wasser erneut die Konfrontation mit dem Ungeheuer und schwächt es wieder mit dem Betäubungsmittel, das er in konzentrierter Form aus einer Art Spritzpistole abschießt.
Das Ungeheuer entführt Kay und verschwindet mit ihr in einer unterirdischen Höhle, die durch Abtauchen zugänglich ist. David ist ihnen dicht auf den Fersen und findet Kay in der Höhle. Es kommt zum Kampf mit dem Kiemenmann, der von der rechtzeitig über den Landweg eintreffenden Crew mehrfach angeschossen wird, nach draussen taumelt, im Wasser verschwindet und leblos absinkt.

Der Schrecken vom Amazonas ist einer der besten phantastischen Filme überhaupt und damit einer meiner all-time-favourites.Er ist Jack Arnolds größter Erfolg und hat die Universal Studios vor dem Ruin gerettet,da bereits damals das Fernsehen Überhand nahm. Die Handlung erinnert stark an King Kong. In beiden Filmen ist das Ungeheuer im Grunde genommen nicht bösartig, sondern verteidigt nur sein Revier vor Eindringlingen, wie es jedes Tier tun würde. In beiden Filmen verliebt sich das Monster in ein schönes Menschen-Weibchen und entführt es. Der fanatische Mark erinnert an Carl Denham, Kay an Ann Darrow und David an Driscoll. Obwohl die Location am Amazonas nach Farbe schreit, wurde Schwarzweiß hier sehr atmosphärisch und gekonnt eingesetzt. In Farbe gibt´s lediglich Publicity-Fotos. Arnold nannte seinen Gill-Man nicht Monster, sondern "little beastie"(kleines Biest) und wollte es nicht wirklich bösartig erscheinen lassen.
Das Monster wirkt in keinster Weise lächerlich, da man sehr bemüht war, ein möglichst echtes Kostüm anzufertigen. Gespielt wird der Gill-Man an Land von dem fast 2 Meter grossen Ben Chapman und unter Wasser von dem jungen hawaiianischen Unterwasser-Spezialisten Ricou Browning. Browning arbeitete in den 60er-Jahren an den Flipper-Filmen und der folgenden gleichnamigen Serie.Besonders interessant war 1965 seine second-unit Regie beim James Bond Film "Feuerball"(einer meiner Lieblinge), wo er für die Unterwasserszenen zuständig war. Auch beim Feuerball-Remake "Sag niemals nie" wurde er 1983 wieder eingesetzt. Der am 16.Februar 1930 geborene Brouwning konnte unter Wasser bis zu 5 Minuten die Luft anhalten, was ein freies Bewegen ohne Sauerstoffgerät ermöglichte und das Ungeheuer entsprechend echt wirken ließ. Chapman (1925-2008), der den Gill-Man an Land spielte hatte den beschwerlicheren Job, da ihm unter dem Kostüm furchtbar heiss wurde und er nicht sitzen konnte, was bei einem 14 Stunden Arbeitstag ziemlich qualvoll war. Er wurde in den Pausen in ein Wasserbecken gebracht um dort auszukühlen.Er machte sich einen Spass daraus, in seinem Kostüm Leute zu erschrecken, was ihm allerdings abgestellt wurde, da man fürchtete, jemand könnte einen Herzinfarkt erleiden.
Sehr schön gelungen ist die Szene mit dem Synchron-Schwimmen von Kay und dem Monster und das sogenannte Unterwasserballett des Adams-Doubles.
Die bildschöne Julie Adams ist, genauso wie Richard Carlson, in der Fortsetzung nicht mehr zu sehen. Doch ist auch dort die weibliche Hauptrolle keine Fehlbesetzung.

Fazit: Der schrecken vom Amazonas ist ein ausgesprochen gelungener, von King Kong inspirierter, Film, für den Arnold sich ein völlig neues, besonders gelungenes Monster ausgedacht hat, das ohne wenn und aber 5 von 5 verdient.

patrick Offline




Beiträge: 3.234

02.11.2014 10:07
#3 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

Tarzan Offline



Beiträge: 999

02.11.2014 13:46
#4 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

Also, dass DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS Universal vor dem Ruin gerettet haben soll, ist ein Märchen. Der Film wurde von Universal als B-Movie produziert. Zwar hat der Film damals recht viel Geld eingespielt, aber ein B-Movie-Erfolg kann sicherlich nicht ein Studio wie Universal vor dem Ruin retten.

patrick Offline




Beiträge: 3.234

02.11.2014 13:59
#5 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

Zitat von Tarzan im Beitrag #4
Also, dass DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS Universal vor dem Ruin gerettet haben soll, ist ein Märchen. Der Film wurde von Universal als B-Movie produziert. Zwar hat der Film damals recht viel Geld eingespielt, aber ein B-Movie-Erfolg kann sicherlich nicht ein Studio wie Universal vor dem Ruin retten.




Ich kann den Wahrheitsgehalt dieser Aussage natürlich nicht prüfen. Sie kommt vom Regisseur selbst im obigen Clip. Es war auch nicht nur "Der Schrecken" allein, sondern die gesamte Reihe, die darauf folgte, welche dem Studio kräftigen Auftrieb gegeben haben soll.

Tarzan Offline



Beiträge: 999

02.11.2014 15:40
#6 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

Ein Jack-Arnold-Märchen! Die ganze Reihe ist mehr oder weniger jeweils mit gleichem Budget produziert worden (ich weiß das, weil ich die Original-Produktionsunterlagen dieser Filme kenne). Wenn Arnold damals der "Retter" gewesen wäre, dann hätte man die Nachfolgefilme sicherlich mit mehr Budget ausgestattet. Auch wären ihm größere Produktionen anvertraut worden. Bei Universal standen damals aber Regisseure wie Anthony Mann oder Joseph Pevney "höher im Kurs".
Nichtsdestotrotz hat Jack Arnold mit seinen fantastischen Filmen Filmgeschichte geschrieben. Auch war er m. E. ein erstklassiger Regisseur. Den richtigen Kultstatus erhielten die "Creature"-Streifen aber erst im Laufe der späteren Jahre. Heute sind sie längst Klassiker.

patrick Offline




Beiträge: 3.234

02.11.2014 20:07
#7 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

Auf jeden Fall war Arnold für die Studios ein lukratives Asset. Er bekam ein Fixgehalt ohne Gewinnbeteiligung, Stars wurden keine eingesetzt, das Budget war klein und er produzierte einen Kassenschlager nach dem anderen.
Wie weit man seinen eigenen Aussagen oben Glauben schenken kann, weiß ich nicht.Natürlich wird in Filmkreisen (und auch anderswo) das eigene Ego gern aufgeblasen. Auf jeden Fall kann ich darin zustimmen, dass er als Regisseur erstklassig war, viel Phantasie und Gespür für Atmosphäre zeigte und wunderbare Ideen hatte, die billige Filme nicht kitschig und lächerlich wirken ließen. In den Gill-Man-Filmen echte Menschen in einem perfekten Kostüm wirken zu lassen, war eine ebenso brilliante Idee, wie z.B in "Tarantula" oder "Die unglaubliche Geschichte des Mr.C" echte Spinnen in´s Bild hineinzukopieren. Es wäre nicht auszudenken gewesen, hätte man mit der damaligen Technik irgendwelche Pappmache-Monster angefertigt.
Das der Kultstatus der Filme erst im Laufe der Jahre durch die zahlreichen Fernsehwiederholungen begründet wurde, liegt wohl daran, dass fantasy/horror-Filme ein eingeschränkteres Publikum bedienen, als romantischere Filme im Stile von "Vom Winde verweht".
Von den Arnold`schen Werken gefallen mir die Gill-Man-Filme am besten. Das liegt wohl auch nicht zuletzt daran, dass ich selbst dem Tauchen und der Unterwasserwelt zugeneigt bin. Auch hatte ich immer eine gewisse Bewunderung für Amphibientiere, vor allem Frösche (mit oder ohne Maske), die über und unter Wasser leben können. Der Kiemenmensch ist für mich einfach was Besonderes.
Ich hab diese Filme bislang nur aus dem Fernsehen gekannt und schon lange nicht mehr gesehen. Nachdem ich mir jetzt die Arnold-Reihe auf DVD zugelegt habe und mit "Der Schrecken..." und "Die Rache...."begonnen habe muss ich feststellen, dass mir diese Streifen und ihre 50er-Jahre Atmosphäre genauso viel Freude bereiten, wie damals. Vor allem die tolle Bildqualität der DVDs hat mir gefallen. Ich freu mich schon auf die Neu-Sichtung der weiteren.
Arnold hat ja auch Western gedreht, die ich allerdings nicht kenne. "Duell mit dem Teufel" klingt allenfalls wegen Lex Barker interessant. Vielleicht kann jemand, der diesen Film kennt, was dazu sagen.

Tarzan Offline



Beiträge: 999

02.11.2014 22:58
#8 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

Die Äußerungen von Jack Arnold sind schöne Anekdoten. Ich lese bzw. höre das immer sehr gerne. Er war übrigens immer ein wunderbarer Regisseur für Schauspieler. Die liebten ihn! Hatte noch das Glück mit John Agar zu sprechen. Und kenne seit vielen Jahren Mara Corday, die mit Jack Arnold mehrfach gearbeitet hat, oder habe letztes Jahr auch wieder mit Julie Adams (beim Frühstück) über ihren "Creature"-Film geplaudert.
Die Filme auf DVD sind unbedingt sehenswert. Bei den "Creature"-Streifen sind die Unterwasseraufnahmen auch einfach Spitze.
DUELL MIT DEM TEUFEL gibt es ja auch auf DVD. Der lohnt auf jeden Fall eine Anschaffung. Natürlich ein B-Western, aber mit ordentlicher Story, guten Schauspielern und schöne Aufnahmen.

Gubanov ( gelöscht )
Beiträge:

03.11.2014 03:02
#9 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

"Der Schrecken vom Amazonas" wird am 21. und 22. November in der Sendereihe "Fantastisch plastisch — 3D gestern und heute" im Kino des Filmmuseum Potsdam gezeigt. Die Reihe umfasst des Weiteren eine Ausstrahlung der 3D-Fassung von "Bei Anruf Mord" von Alfred Hitchcock.

http://www.filmmuseum-potsdam.de/de/398-0-9217.htm

Zitat von Filmmuseum Potsdam
Der Schrecken vom Amazonas
Mit der digitalen Fassung des Horrorfilmklassikers um ein Forschungsteam, das im Amazonas von einem Kiemenmenschen bedroht wird, konnten die 3D-Effekte eindrucksvoller herausgearbeitet werden. Der erfolgreiche, ursprünglich im Polarisationsverfahren gedrehte, schwarzweiße Monsterfilm steht für den 3D-Boom der 1950er Jahre und besticht durch die teilweise auch ästhetisch interessanten Unterwassereffekte. Als Musterbeispiel seines Genres geltend, ist
Der Schrecken vom Amazonas in unserer Reihe stellvertretend für die seinerzeit zahlreichen B-Pictures zu sehen, bei denen gerne 3D-Effekte eingesetzt wurden. In der Symbolik werden Parallelen zu »King Kong« und anderen Monsterfilmklassikern deutlich.

Termine:
21. November 2014 | 19.00 Uhr
22. November 2014 | 21.30 Uhr


http://www.filmmuseum-potsdam.de/de/398-0-9218.htm

Zitat von Filmmuseum Potsdam
Dial M for Murder
Alfred Hitchcocks präzise getimtes Kammerspiel um einen perfekt geplanten Mord wurde im Polarisationsverfahren für die 3D-Vorführung hergestellt, kam 1954 aber nur in der 2D-Fassung in die Kinos. Die 3D-Euphorie ebbte zu diesem Zeitpunkt schon ab. Durch elaborierte Kamera-Perspektiven und eine die Raumtiefe auslotende Choreografie gelingt dem Meister des Suspense ein äußerst spannender Umgang mit der 3D-Technik. Bei einem »minimum use of 3-D-effects« schafft er eine neue Raumerfahrung: Die wenigen Zimmer, in denen der Film spielt, wirken durch die Plastizität der Möbel und Gegenstände begehbar, als könnte man sie als Zuschauer wie ein Film-Kommissar inspizieren.

Termine:
23. November 2014 | 19.00 Uhr

patrick Offline




Beiträge: 3.234

03.11.2014 07:24
#10 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #9
"Der Schrecken vom Amazonas" wird am 21. und 22. November in der Sendereihe "Fantastisch plastisch — 3D gestern und heute" im Kino des Filmmuseum Potsdam gezeigt. Die Reihe umfasst des Weiteren eine Ausstrahlung der 3D-Fassung von "Bei Anruf Mord" von Alfred Hitchcock.




Klingt interessant. In 3D hab ich die Filme noch nie geschaut. Leider ist Potsdam von mir sehr weit weg. Da wäre vielleicht ein Kurz-Trip eine Überlegung wert.

Das "Bei Anruf Mord" in 3D gemacht wurde konnte ich nie verstehen. Meiner Meinung nach bietet er sich gar nicht dafür an.

patrick Offline




Beiträge: 3.234

03.11.2014 07:28
#11 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

@Tarzan Du kennst Julie Adams und Mara Corday persönlich? Und auch den leider verstorbenen John Agar. Das ist ausgesprochen interessant. Kannst du mir da mehr drüber erzählen?
Kennst du sie beruflich, privat? Ich weiss ich bin neugierig, drum frag ich so direkt. Wie sind sie so als Mensch? Was hatten Sie über die Filme zu erzählen. Würde mich wirklich interessieren.

TV-1967 Offline



Beiträge: 583

03.11.2014 18:41
#12 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

Tarzan hat in seiner freien Zeit (wenn er sich mal nicht von Liane zu Liane schwingt) schon einige interessante Filmbücher veröffentlicht!

patrick Offline




Beiträge: 3.234

03.11.2014 19:30
#13 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

Zitat von TV-1967 im Beitrag #12
Tarzan hat in seiner freien Zeit (wenn er sich mal nicht von Liane zu Liane schwingt) schon einige interessante Filmbücher veröffentlicht!


Aha, sehr interessant. Hab ich mir fast gedacht.Ich fürchte wohl, es würde nach Werbung aussehen und die Anonymität verletzen, die Bücher zu nennen.Oder nicht?

Tarzan Offline



Beiträge: 999

03.11.2014 20:06
#14 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

Ja, zu den beiden Ladies habe ich persönlichen Kontakt. Nette, liebenswerte Damen!!! Und auch den schon vor über 10 Jahren verstorbenen John Agar konnte ich noch zweimal am Rande von Veranstaltungen sprechen. "Irgendwann" - in nicht so ferner Zeit - soll es auch ein Kapitel zu den "Creature"-bzw. Arnold-Klassikern (im Rahmen eines Buchprojektes) geben, dann gibt es was zu lesen. Eine fundierte Aufarbeitung benötigt halt eine gewisse Zeit, manchmal auch etliche Jahre. Zumal bei einer Vorortrecherche in Hollywood. Das war bei Lex Barker oder Tarzan nicht anders gewesen...

patrick Offline




Beiträge: 3.234

03.11.2014 20:21
#15 RE: Jack Arnold und der phantastische Film der 50er Jahre Zitat · Antworten

Die Damen sind ja mittlerweile Mitte bzw.Ende 80. Die können sicher was erzählen. Über Lex Barker hab ich die sehr umfangreiche Schwarzkopf-Biogarfie gelesen. Ein sehr gutes Buch. Auch sehr gut find ich "Die Filme von Jack Arnold"-König des phantastischen Films.
Das Tarzan-Buch von Schwarzkopf kenn ich (noch) nicht. Allerdings hab ich die Tarzan Filme alle gesehen und geliebt.

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