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Dieses Thema hat 66 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Giacco Offline



Beiträge: 1.841

18.11.2019 14:49
#61 RE: Lümmel- und Paukerfilme (1968-1974) Zitat · Antworten

Die Film-Echo-Kritik:

"In der 5.Folge der Lümmel-Serie besitzt das Mommsen-Gymnasium nun überhaupt keinen vernünftigen Lehrer mehr. Dafür "bereichert" der Drehbuch-Autor diese Bildungsstätte um einen Schimpansen, der mit Hausmeister und Schülern zwischen Klassenräumen und Lehrerzimmer allerlei Späße treibt. Das turbulente Treiben beleben außerdem die vertrottelten Lehrer, der entfesselte Pedell, teils originelle, teils alberne, aber auch recht bösartige Streiche des Rädelsführers Pepe, in großartiger Doppelrolle Theo Lingen und eine kleine Liebesgeschichte am Rande zwischen Uschi Glas und Fritz Wepper. Bliebe zum Schluss noch zu erwähnen, dass Monika Dahlbergs Fähigkeiten nicht ausgenutzt wurden. Dem Publikum gefällt die zwischen Witz, Jux und Klamauk pendelnde neue Pennäler-Geschichte, der lange Laufzeiten sicher sind."

Gubanov Online




Beiträge: 16.129

24.11.2019 11:30
#62 RE: Lümmel- und Paukerfilme (1968-1974) Zitat · Antworten



Die Lümmel von der ersten Bank (Teil 6): Morgen fällt die Schule aus

Schulkomödie, BRD 1971. Regie: Werner Jacobs. Drehbuch: Georg Laforet (d.i. Franz Seitz) (frei nach Alexander Wolf). Mit: Hansi Kraus (Pepe Nietnagel), Heintje (Pit van Dongen), Theo Lingen (Schuldirektor Gottlieb Taft), Fritz Tillmann (Kurt Nietnagel), Carola Höhn (Frau Nietnagel), Ralf Wolter (Studienrat Geis), Rudolf Schündler (Oberstudienrat Knörz), Eva Maria Meineke (Studienrätin Knörz), Balduin Baas (Studienrat Blaumeier), Evelyn Opela (Studienrätin Lang), Heinz Reincke (Herr van Dongen), Hans Terofal (d.i. Hans Seitz) (Pedell Bloch), Monika Dahlberg (Sekretärin Fräulein Schmitz), Charlotte Witthauer (Frau Taft), Franz Muxeneder (Wachtmeister Wacker) u.a. Uraufführung: 27. Mai 1971. Eine Produktion der Franz-Seitz-Filmproduktion München, der Terra-Filmkunst Berlin und der Hans-Domnick-Filmproduktion Wiesbaden im Constantin-Filmverleih München.

Zitat von Die Lümmel von der ersten Bank (6): Morgen fällt die Schule aus
Da ist Pepe mit seinem „Streich der Woche“ wohl etwas zu weit gegangen: Seine gesamte Klasse 13a bekommt zur Strafe fürs ständige Lehrerärgern eine Runde Nachsitzen mitsamt zehnseitigem Aufsatz aufgebrummt. Um wieder Gerechtigkeit herzustellen, beschließt Pepe, dass am darauffolgenden Montag die Schule ausfallen soll. Er schmiedet einen perfekten Plan, bei dem das gesamte Lehrerkollegium in arge Erklärungsnöte gerät. Unterstützung erhält der Oberlümmel von Pit van Dongen, dem jungen holländischen Freund der Familie, der ein ebenso leidenschaftlicher Querulant ist ...


Was der geneigte Zuschauer in „Morgen fällt die Schule aus“ erlebt, schwankt halbwegs zwischen dem routinierten Zutodereiten zweier erfolgreicher Gäule und einer zunehmenden Klamaukisierung. Zwar kündigt der Kinotrailer den sechsten Teil als „absoluten Höhepunkt der Lümmelserie“ an, was jedoch tatsächlich geboten wird, könnte davon nicht weiter entfernt sein. Hatte sich die Reihe ihren Platz in den Erfolgslisten vor allem durch feinen Spott und unbeschwerte Streiche gesichert, so wird diesmal vehement und radikal zu Werke gegangen – die Engstirnigkeit der Lehrer wird nicht mit geschickten Wortduellen und cleveren Tricks offengelegt; sondern man setzt es sich vielmehr zum Ziel, den größtmöglichen Schaden anzurichten: gebrochene Zehen, eine überflutete Wohnung, ein explodierender Fernseher und Flohbefall des Lehrkörpers inklusive. Auch dauert es nur etwa sechs Minuten, bis Direktor Taft mit dem Kopf die Tür des Rektorats durchbricht und darin steckenbleibt. Derart derbe Witze kratzen am Image des ehemaligen Sympathieträgers Hansi Kraus, der in den letzten zwei Filmen der Reihe schon etwas zu viel von seinem kessen Jungencharme verloren hat, um noch als liebenswerter Lümmel unter Welpenschutz zu stehen. Pepe Nietnagel ist mittlerweile kein Aufzeiger des von der Obrigkeit produzierten Unsinns mehr, sondern selbst ein reiner Anarchist, dem durchaus auch blanke Böswilligkeit unterstellt werden kann.

Produktionstechnisch gelang es Franz Seitz, die Lümmelfilmkuh weiterzumelken, indem er zwei Kompromisse einging: Nachdem nur Teile 1 und 3 reine Franz-Seitz-Produktionen gewesen waren und sich der findige Produzent ab Teil 4 bereits die Unterstützung der Berliner Terra-Filmkunst gesichert hatte, holte er erstens noch einen weiteren Koproduzenten (Hans Domnick mit seiner Wiesbadener – ehemals Göttinger – Firma) mit ins Boot. Zweitens setzte Seitz zum dritten Mal und damit immer im Wechsel mit je einer (dankenswerterweise) gesangsfreien Schulkomödie hier wieder auf Schlagerjungen Heintje, der diesmal ohne Peter Alexanders Begleitung daherkommt und daher eine ganze Reihe an Volksliedern und pseudomodernem Liedgut allein trällern darf. Auch wenn sein Mitwirken für die Werbung beim älteren Publikum wohl Gold wert war, hätte man als heutiger Zuschauer auch in diesem Teil problemlos darauf verzichten können. Immerhin gab Seitz Heintje diesmal eine holländische Hintergrundgeschichte, die seinen Akzent erklärt und ihn in einer spannenden, aber etwas deplatziert wirkenden Verfolgungsjagd durch die Grachtenstraßen von Amsterdam auf der Jagd nach einem Kofferdieb zeigt. Während für einen Ausflug nach Amsterdam also durchaus Geld vorhanden war, sieht man vom eigentlichen Handlungsort Baden Baden wieder einmal nichts – die Schulaufnahmen entstanden erneut (mittlerweile eine heimelige Konstante) in München.

Die Schülerdarsteller übernahm man weitgehend unverändert aus den vorangegangenen Teilen und auch Theo Lingen, Monika Dahlberg, Rudolf Schündler und Balduin Baas (mit zunehmend scheußlicher Frisur) sorgen für Kontinuität. Eine zweite große Enttäuschung nach Inge Wolffberg in „Zum Teufel mit der Penne“ ist hier nun der Auftritt von Eva Maria Meineke als Ersatz für Ruth Stephan – es erscheint direkt vielsagend, dass Frau Studienrätin keine eigene Unterrichtssequenz erhält (generell wird diesmal nicht viel unterrichtet). Zweifelhaft stellen sich auch die anderen Ergänzungen zum Kollegium dar: der neue Wortführer Dr. Geis und die stereotype, vorbildliche Junglehrerin Dr. Lang. Immerhin kann man einschränken, dass Ralf Wolters Darstellung des Dr. Geis bei den Blödeleien, die man sonst von ihm als Humoreinlagen gewöhnt ist, durchaus noch flacher hätte ausfallen können, als es letztlich der Fall war. Im privaten Bereich spielen sich die Nietnagel-Eltern (diesmal Fritz Tillmann als Herr des Hauses) stark in den Vordergrund, wohingegen auf Marion leider verzichtet wurde. Sie wäre als Begleitung für den Lehrerausflug sicher wesentlich amüsanter gewesen, als auf den klamottigsten aller Scherze zu verfallen und Pepe – maskiert als Gattin des Busfahrers – in Frauenkleider zu stecken. Man sieht auch daran, dass es um den Witz in „Morgen fällt die Schule aus“ nicht zum Besten bestellt ist, auch wenn das Gebotene in Gänze sicherlich hier und da zum Mitlachen einlädt und daher nicht gänzlich durchfällt.

Dass die Lümmelfilmreihe einen sechsten und danach sogar einen siebten Teil erhielt, erscheint in der Rückschau eher wie reines Produzentenkalkül als wie ein wahrer Akt der Zuneigung. Die schulische Heiterkeit wird für den zunehmend rabiaten Zeitgeschmack der frühen Siebzigerjahre etwas „aufgemöbelt“, was nicht immer schöne Bilder ergibt. Klar lacht man über die Paukerschaft, die sich kollektiv im Wald aussetzen und dann einsperren lässt; aber etwas weniger Klamauk (und Gesinge) hätten es auch getan. 3 von 5 Punkten.

Giacco Offline



Beiträge: 1.841

25.11.2019 17:19
#63 RE: Lümmel- und Paukerfilme (1968-1974) Zitat · Antworten

Ähnlich sieht es auch die Film-Echo-Kritik:

"Was in dem sechsten Lümmel-Film gezeigt wir, lässt sich wohl kaum noch überbieten. (Es sei denn in der siebten Folge). Oberlümmel Hansi Kraus, tatkräftig unterstützt von seinem Freund Heintje, setzt eine Wohnung unter Wasser, lässt einen Fernsehapparat in die Luft fliegen, bringt es fertig, dass das gesamte Lehrerkollegium nach einem Ausflug eingesperrt wird, und viele Gemeinheiten mehr. Diese sogenannten Schülerstreiche, denen die Eltern viel Verständnis entgegenbringen (sie waren schließlich auch einmal jung) strotzen vor Boshaftigkeit. Der Lehrkörper, allen voran Theo Lingen, setzt sich zusammen aus vertrottelten und museumsreifen Gestalten, die den Aktionen ihrer Schüler hilflos gegenüberstehen. Eine kleine Liebesgeschichte am Rande: Heintje versucht, die einzig "normale" Lehrerin mit seinem Filmvater zu verkuppeln"

Count Villain Offline




Beiträge: 4.258

25.11.2019 19:09
#64 RE: Lümmel- und Paukerfilme (1968-1974) Zitat · Antworten

Ich sehe es auch so. Ab Teil 6 wird mir die Serie zu bösartig und dümmlich.

Wobei in Teil 7 zumindest der sympathische Lingen noch rettet, was zu retten ist.

Gubanov Online




Beiträge: 16.129

30.11.2019 08:00
#65 RE: Lümmel- und Paukerfilme (1968-1974) Zitat · Antworten



Die Lümmel von der ersten Bank (Teil 7): Betragen ungenügend!

Schulkomödie, BRD 1972. Regie: Franz Josef Gottlieb. Drehbuch: Georg Laforet (d.i. Franz Seitz) (frei nach Alexander Wolf). Mit: Hansi Kraus (Pepe Nietnagel), Theo Lingen (Schuldirektor Gottlieb Taft), Renate Roland (Denise Morot), Rudolf Schündler (Oberstudienrat Knörz), Balduin Baas (Studienrat Blaumeier), Ernst H. Hilbich (Dr. Heidemann), Hans Terofal (d.i. Hans Seitz) (Pedell Bloch / Pedell Quadler), Charlotte Witthauer (Frau Taft), Evelyn Opela (Helena Kersten), Ernst Stankovski (Dr. Kersten), Ilja Richter (Gottlieb Taft als Junge), Hans Korte (Professor Heinzerling), Bruno W. Pantel (Schuldirektor Müller), Monika Dahlberg (Sekretärin Fräulein Weidt), Anita Mally (Schülerin Lydia Meier) u.a. Uraufführung: 7. Juli 1972. Eine Produktion der Franz-Seitz-Filmproduktion München, der Terra-Filmkunst Berlin und der Planet-Film Berlin im Constantin-Filmverleih München.

Zitat von Die Lümmel von der ersten Bank (7): Betragen ungenügend!
Die Kollegen Knörz und Blaumeier sind nicht nur damit beschäftigt, der Klasse 13a kurz vor dem Abitur das Leben schwer zu machen – zugleich intrigieren sie heimlich gegen Oberstudiendirektor Taft, der ihrer Ansicht nach zu altersmilde geworden ist und den Lümmeln mittlerweile so manchen Scherz durchgehen lässt. Als Taft sich verletzt, schmiedet Pepe den Plan, Knörz vertretungsweise als Direx einsetzen zu lassen, damit dieser seine völlige Inkompetenz vor höchster Stelle beweisen kann. Diesmal sitzen der Oberlümmel und sein ehemaliger Widersacher Taft in einem Boot – und laden gemeinsam zur letzten Fahrt ...


Auch wenn sich im Nachhinein schwer sagen lässt, ob „Betragen ungenügend!“ tatsächlich von Anfang an als Abschlussfilm der Reihe konzipiert war (Spielraum für eine Produktion, die während der Abiturprüfungen spielt, wäre vielleicht noch gewesen), so muss man doch eindeutig attestieren, dass im Jahr 1972 die Luft aus dem „Lümmel von der ersten Bank“-Ballon einfach ‘raus war. Nicht nur fällt es diesem letzten Teil schwer, überhaupt noch Scherze zu erfinden, die noch nicht in vorangegangenen Teilen durchgezogen worden waren; zudem verlegt sich der Streifen auch sehr stark von den Lümmeln und ihren Schulabenteuern hin zur diesmaligen Haupthandlung um Direx Taft. Dabei tappt Theo Lingen im Gegensatz zu allen anderen Teilen der Reihe – und insbesondere auch zu „Wir hau’n die Pauker in die Pfanne“ – in so manches peinliche Fettnäpfchen. Nach nur wenigen Minuten sieht man ihn mit einer Gummipuppe im Bett liegen – wenn man solche Szenen mit dem Anfangsfilm der Reihe vergleicht, wo es ja auch ein paar frivole Anspielungen gab (Stichwort Susi Rixner) – so kann man einen massiven Niveauverlust ausmachen. Auch in anderen Szenen trägt Lingen sehr dick auf, wirkt stellenweise nicht nur altersmilde, wie der Film uns weismachen will, sondern regelrecht verwirrt.

Wirkten die bisherigen Lümmelfilme „wie aus einem Guss“ (Reinl lehnte sich sehr eng an den Regiestil von Werner Jacobs an), so stellt „Betragen ungenügend!“ einen kleinen Fremdkörper in der Reihe dar. Die Inszenierung von Franz Josef Gottlieb unterscheidet sich in zahlreichen Belangen, allein schon in Vorspann und Wertigkeit der Aufnahmen und Sets, die teilweise recht billig wirken, stark von den Vorgängerproduktionen. Das verwundert insofern, als Gottlieb drei Jahre zuvor noch den sehr überzeugenden Paukerepigonen „Klassenkeile“ für die Rialto verantwortet hatte, welcher der Hauptserie so nahe kommt wie kaum ein anderer Konkurrenzfilm. Vielleicht schadete Gottlieb die in der Zwischenzeit sehr ausführlich gesammelte Erfahrung im Schund- und Schmuddelfilmbereich, von denen er ab 1969 jährlich mindestens zwei Stück drehte. Am überzeugendsten an „Betragen ungenügend!“ ist tatsächlich noch die Rückblickszene in Tafts Jugend, die nicht nur ohne sleazige Anspielungen auskommt, sondern im Gegensatz zum Rest des Films auch wirklich einfallsreich und amüsant ist. Ilja Richter – sonst ein Garant fürs Fremdschämen – passt gut in der Besetzung als junger Lingen und es erweist sich auch, dass Hans Korte eine perfekte Besetzung für einen Lehrer-Regular in der Serie gewesen wäre.

Der Rest des Films versandet leider vollkommen in unlustigen Platitüden. Die Anzahl der tatsächlichen Schulszenen hält sich sehr in Grenzen, vielleicht auch weil Hansi Kraus mittlerweile aus dem Schüleralter sichtlich herausgewachsen ist. Ähnlich wie in „Morgen fällt die Schule aus“ ist die Natur der Streiche auch hier wieder härter und dient teilweise nur der böswilligen Bloßstellung der Lehrer – als Musterbeispiel darf die Szene genannt werden, in der die Klasse Knörz auf ein frisiertes Mofa setzt und dieser nach kurzer Sturzfahrt in einer morastigen Pfütze landet. Manche Stellen wurden schlicht abgeschrieben (vgl. den Tierstreich mit „Hurra, die Schule brennt“). Die humoristische und darstellerische Qualität der Gastrollen lässt teilweise arg zu wünschen übrig: So gibt Ernst H. Hilbich als trotteliger Deutsch- und Musiklehrer ein erbärmliches Bild ab. Die Umbesetzung der liebgewonnenen Rollen von Gila von Weitershausen und Günther Schramm aus Teil 1 mit Evelyn Opela und Ernst Stankovski sowie die lieblose Ausgestaltung dieser Figuren verärgern den traditionellen Lümmelfan. Und auch die Rolle von Renate Roland ist eine blasse, wenig einnehmende Kopie der Geneviève Ponelle aus den frühen Tagen der Reihe.

Erst in den letzten Momenten des Films rappelt sich „Betragen ungenügend!“ noch einmal auf und beschert dem Zuschauer mit der Festansprache Lingens zumindest einen versöhnlichen Ausklang aus der Welt des Baden Badener Mommsen-Gymnasiums. Dennoch wäre es für die Gesamtwirkung der Reihe wohl zuträglich gewesen, wenn Franz Seitz den Erfolg nicht so sehr auszuwringen versucht und die Produktion nach Teil 5 eingestellt hätte. Spätestens mit diesem war im Wettstreit Schüler gegen Lehrer eigentlich alles Wesentliche gesagt worden.

Leider verabschiedet man Pepe und Konsorten weder bei ihrem finalen Triumph, den Abiturprüfungen, noch mit einer wirklich gelungenen oder sympathischen Produktion. Von allen sieben Teilen der „Lümmel von der ersten Bank“ wirkt „Betragen ungenügend!“ am inspirationslosesten und überflüssigsten. 2,5 von 5 Punkten.

Count Villain Offline




Beiträge: 4.258

30.11.2019 09:45
#66 RE: Lümmel- und Paukerfilme (1968-1974) Zitat · Antworten

Zitat von Gubanov im Beitrag #65
Dennoch wäre es für die Gesamtwirkung der Reihe wohl zuträglich gewesen, wenn Franz Seitz den Erfolg nicht so sehr auszuwringen versucht und die Produktion nach Teil 5 eingestellt hätte. Spätestens mit diesem war im Wettstreit Schüler gegen Lehrer eigentlich alles Wesentliche gesagt worden.


Diese Aussagen sowie das Fazit kann ich nur unterschreiben.

Wobei ich allerdings teilweise aus genau gegensätzlichen Gründen zu demselben Ergebnis komme. Wie oben schon erwähnt, empfinde ich Lingens Darstellung im Film eher als Plus denn als Minus. Umgekehrt geht es mir bei der Rückblick-Szene, der ich so gar nichts abgewinnen kann. Sei es Lingens erwachsene Stimme auf dem heranwachsenden Taft oder die grausige Feuerzangenbowle-Ponto-Kopie, die Korte abzuliefern hat. Da bin ich immer froh, wenn es vorbei ist.

Bei den billigen Sets und der Qualität der Streiche sind wir uns dann wieder einig.

Gubanov Online




Beiträge: 16.129

03.12.2019 20:45
#67 RE: Lümmel- und Paukerfilme (1968-1974) Zitat · Antworten

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Lümmelfilm-Reihe zwar ebenso stark startete, wie ich sie in Erinnerung hatte, sie dann die nostalgischen Erinnerungen aber nicht ganz halten konnte. Zwar sind alle Teile kurzweilig und man findet in jedem mehrere gute Lachmomente; dennoch haben mich bei der diesmaligen Sichtung sowohl ein altgeliebter Klassiker („Hurra, die Schule brennt“) als auch die seit jeher eher missliebigen Anhängsel (Teile 6 und 7) ziemlich enttäuscht, wohingegen ich umgekehrt keinen Überfliegermoment mit einem Underdog hatte. Alles in allem sind die Paukerfilme gerade aus der verlässlichen Franz-Seitz-Schmiede solide Kost, die einige Kritiker bis heute zu bierernst nehmen. Man kann sie sich immer wieder einmal ohne schlechtes Gewissen genehmigen, was mehr ist, als man von manchen Konkurrenzproduktionen behaupten kann …

Zum Abschluss ein persönliches Ranking:

Platz 1 | ★★★★★ | Teil 1 | Zur Hölle mit den Paukern (Jacobs)
Platz 2 | ★★★★☆ | Teil 5 | Wir hau’n die Pauker in die Pfanne (Reinl)
Platz 3 | ★★★★★ | Teil 3 | Pepe, der Paukerschreck (Reinl)
Platz 4 | ★★★☆★ | Teil 4 | Hurra, die Schule brennt (Jacobs)
Platz 5 | ★★★☆★ | Teil 2 | Zum Teufel mit der Penne (Jacobs)
Platz 6 | ★★★★★ | Teil 6 | Morgen fällt die Schule aus (Jacobs)
Platz 7 | ★★☆★★ | Teil 7 | Betragen ungenügend! (Gottlieb)

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