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Dieses Thema hat 87 Antworten
und wurde 4.453 mal aufgerufen
 Kurzgeschichten-Wettbewerb
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kaeuflin Offline




Beiträge: 1.259

16.02.2009 19:41
#16 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · Antworten
Auch ich war auf die letzte Geschichte gespannt und habe sie gleich gelesen ...

Wem man keinen Glauben schenkt...


Ist wohl die Story , die welche sich am deutlichsten von den anderen unterscheidet ...
Mehr Thriller als Wallace aber recht gute Personen und eine Spannde Handlung .
Sprachlich etwas kompliziert, da auf direkte rede total verzichtet wird... Auch ein Stielmittel .
Wie man das Ende schlussendlich deutet bleibt einem selbst überlassen - eindeutig ist es nicht . Auch der Prolog ist recht gelungen ....
Hier explizit Rechtschreibfehler zu kritisieren halte ich für Übertrieben - da sind nicht mehr oder weniger als in den anderen Storys drinn ...
Denke das die Geschichte polarisieren wird ....

4 von 5 Punkten von mir


Peter

Don't think twice, it's all right ...



Bob Dylan

Mr. Wooler Offline




Beiträge: 441

17.02.2009 09:50
#17 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · Antworten

Hallo zusammen,
zunächst auch von mir ein dickes Dankeschön und großes Lob an Daniel, der die Texte aufbereitet und Zeit und Mühen investiert hat, um diesen Wettbewerb möglich zu machen!!!
Ich bin leider aus Zeitgründen noch nicht dazu gekommen, die Geschichten zu lesen, werde dies aber so schnell wie möglich nachholen und dann auch meine Wertung abgeben. Freue mich schon drauf!!

Danny Fergusson Offline




Beiträge: 24

17.02.2009 10:10
#18 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · Antworten

Bewertungen Rest:

Der mann der Spazieren ging:
Diese Story ist für meinen Geschmack zu sehr an manche Kurzgeschichten von Christi angeleht. Was das lesen ebenfalls erschwert. Idee ist allerdngs gut.
3 Punkte

Wem man keinen Glauben schenkt...:
Diese Story gefällt mir gut, sie unterscheidet sich sehr von den anderen da gar keine direkte Rede enthalten ist. Die Auflösung fand ich gut.
4 Punkte

Der Fluch des Maharadscha:
Für mich die schwächste Story. Hier ist der Schreibstil sehr einfach und gelegentlich etwas holprig.
2 Punkte

In Frieden und Eintracht:
Auch für mich sicher nciht die schwächste Story. Classischer Schauplatz und Personen ( Adelsfam.) Sprachlich nicht super aber ganz gut. Hätte vielleicht etwas länger werden müssen.
4 Punkte

Der Todesbote:
Grund Idee hat mir gut gefallen. Ich wünschte nur der Autor/in hätte sich etwas mehr Zeit genommen. Und für meinen Geschmack lehnt es sich zu sehr an die Filme an. Aber das ist subjektiv.
3 Punkte

Über Ihnene schwebte der Tod:
Für mich ganz klar das Highlight.
5 Punkte


Hoff niemand ist sauer ist nur subjektiv.
Jedem das Seine!

INA Offline



Beiträge: 24

19.02.2009 19:28
#19 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* HIER Zitat · Antworten

Hallo, liebe Teilnehmer, ich möchte mich auch an der Bewertung beteiligen. Ich lese sehr gern und viel, habe jetzt auch die Zeit dazu, leider ist mir das Talent zum Schreiben nicht in die Wiege gelegt worden.
Ich habe die beiträge mit Interesse gelesen, hier meine Bewertung:
"In Frieden und Eintracht" - gute Story, leider viele Rechtschreibfehler,
3 Punkte
"Der Mann, der spazieren ging" - toller Stil, Inhalt etwas verworren,
2 Punkte
"Der Fluch des Maharadscha" - Inhalt und Ausdruck gelungen bis auf das Ende
3 Punkte
"Der Todesbote" - Inhalt und Ausdruck sehr gut
4 Punkte
"Inspektor Frisbee und der Judasbaum" - Inhalt und Ausdruck gut
4 Punkte
"Über ihnen schwebte der Tod" - bei dieser Erzählung stimmt alles, dem Dichter ein grosses Kompliment
5 Punkte
"Wem man keinen Glauben schenkt" - schwache, etwas konfuse Story, die vielen Rechtschreibfehler nerven
1 Punkt
Grüsse an alle!

Billyboy03 Offline




Beiträge: 703

22.02.2009 12:52
#20 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* HIER Zitat · Antworten

Hallo an alle, die zwar keine Geschichte geschrieben haben, aber vielleicht gelesen???

Bitte beteiligt Euch an den Bewertungen und Kommentaren zu diesem Geschichten-Wettbewerb! Das ist sicher für die Autoren sehr interessant, und auch für alle anderen Leser, wie Andere die jeweiligen Geschichten wahrnehmen. "Nur Mut" sag ich mal, man/frau muß ja kein Reich-Ranicki sein.

Mit der Lizenz zum Verhüten

BillyBoy03

DanielL Offline




Beiträge: 3.776

27.02.2009 19:49
#21 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* HIER Zitat · Antworten

Ich denke in den kommenden 14 Tagen sollten wir dann langsam zum Ende kommen, was die Bewertungen betrifft?

Gruß,
Daniel

Gubanov Offline




Beiträge: 16.096

27.02.2009 20:12
#22 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* HIER Zitat · Antworten
Mit meinen Bewertungen könnt ihr definitiv noch rechnen, aber es wäre schön, wenn noch einige mehr hinzukommen würden. Überdies: Wo ist eigentlich die Umfrage geblieben? Ist sie aus dem Abstimmungsverfahren entfernt worden?

2. Edgar-Wallace-Grand-Prix: Übersicht / Epigonen-Grandprix: Übersicht / Quoten
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Gubanov Offline




Beiträge: 16.096

28.02.2009 13:23
#23 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · Antworten
Danke noch einmal Daniel für diese schöne Aufarbeitung der Wettbewerbsgeschichten und natürlich danke an die Teilnehmer für die Arbeit an den Erzählungen selbst!

Meine Wertung möchte ich gründlich überlegen und aus verschiedenen Sichtwinkeln bestätigt wissen. Aus diesem Grunde habe ich mir für die Ermittlung der finalen Reihenfolge sechs Kategorien ausgedacht, in denen ich jede Geschichte auf Herz und Nieren prüfen werde. 1. Kriminalfall: Der Name sagt alles. Hier geht es um die Handlung der Geschichte. Wie spannend, überraschend und wohl überlegt ist die Story? 2. Charaktere / Authentizität / Namensgebungen: Wie authentisch und differenziert sind die einzelnen Charaktere gezeichnet, mit denen man ja schließlich mitfiebern soll? Wirken ihre Namen wirklich britisch oder eher „gewollt“? 3. Lesefluss / angemessener Sprachstil / Formulierung: Kann man der Geschichte gut folgen, sie verstehen und ist es eine sprachliche Freude, sie zu lesen? Wie wirken Formulierungen? Übertrifft sich der Autor in seinem Werk oder greift er auf ausgeleierte Standardphrasen zurück? 4. Stringenz / Eloquenz / dramatische Wichtigkeit: Besteht die Geschichte aus purer Handlung oder aus einer Menge unnutzen Füllstoffs? Treten die Charaktere ihrer Wichtigkeit nach entsprechend gestaffelt auf? 5. Rechtschreibung / Typografie: Zumindest der erste Punkt hier dürfte klar sein. Wie nimmt es der Autor mit der Orthografie? Überdies außerdem: Setzt er typografische Elemente korrekt ein (Anführungszeichen deutscher oder französischer Art, Gedankenstriche, formatierte Apostrophe etc.)? 6. Wallace-Faktor: Egal, ob sich an Filmen oder Büchern orientiert wurde – dies ist ein Wallace-Kurzgeschichtenwettbewerb! Wie sehr fühlt sich die Kurzgeschichte nach dem „King of Crime“ an?
Für jede Kategorie stehen maximal fünf Bewertungseinheiten (BE) zur Verfügung. Insgesamt kann eine Kurzgeschichte höchstens 30 BE erhalten. Diese 30 BE werden dann von mir nach folgender Liste in Punkte umgerechnet:
00 bis 06 BE: 1 von 5 Punkten
07 bis 12 BE: 2 von 5 Punkten
13 bis 18 BE: 3 von 5 Punkten
19 bis 24 BE: 4 von 5 Punkten
25 bis 30 BE: 5 von 5 Punkten


Bevor ich nun zur Besprechung der ersten beiden Kurzgeschichten komme, möchte ich noch anführen, was bisher noch nicht explizit erwähnt wurde: Es gibt prinzipiell zwei Arten, Wallace-Atmosphäre in seine Kurzgeschichte zu bringen. Entweder man hält sich an die Buchvorlagen Wallace’ oder an die Filme der 1960er Jahre. Wie ich vom bisherigen Überfliegen einschätze, dürfte die zweitere Möglichkeit häufiger vertreten sein. Einige User hier werden sie wahrscheinlich auch besser einschätzen können als die 1920er-Jahre-Romanorientierung. Für mich soll es bei den Punktwertungen keinen Unterschied darstellen – besonders nicht in der letzten Kategorie.

Achtung. Alle meine Geschichtenbesprechungen enthalten potenziell Spoiler!

Nun aber auf:

Kurzgeschichte #1:
Der Fluch des Maharadscha
Autor: ???


Kriminalfall: Ja, es geht gut los. Nämlich mit einem Erbschaftsfall – einer Art von Krimi, wie er bei einem Edgar-Wallace-Wettbewerb nicht fehlen darf. Für das Grundschema der zerstrittenen und auseinandergelebten Familie gibt es auf jeden Fall ein dickes Plus. Der Mord wird in einer wunderbaren Einleitungssequenz sehr anschaulich geschildert. Einen weitere Höhepunkt bildet der Überfall auf die junge Erbin. 5 von 5 BE.

Charaktere / Authentizität / Namensgebung: Schon zu Beginn habe ich sehr gelächelt. Der Einfall, einen „der reichsten Männer Londons“ George Fortune zu nennen, ist schon an sich grandios. Leider wirkt diese Namensgebung nur in Kombination mit dem Namen des Verstorbenen wirklich gut – die anderen Charaktere tragen Schablonennamen und sind, so muss man es leider sagen, auch weitestgehend dementsprechend gezeichnet. Dies jedoch verhindert nicht, dass sie durch die großteils gelungene Erzählung sehr präsent wirken und man sich jeweils leicht auf ein bestimmtes Schauspielergesicht festlegen kann. Dafür gibt es später noch Pluspunkte beim Wallace-Faktor. 3 von 5 BE.

Lesefluss / angemessener Sprachstil / Formulierung: Im Großen und Ganzen kann man hier mit Wortwahl und Satzbau zufrieden sein. Es gibt zwar einige Schnitzer, aber diese lege ich eher der Flüchtigkeit beim Schreiben als der Unfähigkeit des Autors, sich auszudrücken, zugrunde. Ein Korrekturlesen hätte hier sich noch eine große Verbesserung erwirken können.
Bereits bemängelt wurde, und da schließe ich mich an, die sehr theatralisch geschriebene Auflösung, in der sich die Täterin selbst umbringt. Das hätte, wenn man es schon unbedingt einbauen muss, besser ausformuliert werden müssen. 4 von 5 BE.

Stringenz / Eloquenz / dramatische Wichtigkeit: Die Geschichte springt wirkungsvoll zwischen den einzelnen handelnden Personen hin und her und wird durch diesen Umstand nicht langweilig. Zu kritisieren bleibt hier allerdings, dass die sich im Mittelteil leicht andeutende Liebesbeziehung zwischen dem Ermittler und der Täterin, die ja schließlich jeden Verdacht von ihr ablenken soll, nicht von Dialogen zwischen den beiden Personen getragen wird. Von einem Verhör beispielsweise wird nur berichtet. Es wäre sinnvoller gewesen, hier die Zuneigung durch ein Gespräch zu untermauern, als die Testamentseröffnung so übermäßig anschaulich zu beschreiben. 4 von 5 BE.

Rechtschreibung / Typografie: Bereits angedeutet habe ich, dass man doch hin und wieder über einige unschöne Rechtschreibfehler stolpert. Das trübt das Vergnügen an der Geschichte jedoch nicht allzu stark, da man sich trotzdem auf eine recht solide Erzählleistung stützen kann. Der Autor scheint darüber hinaus einen Mix aus der alten und der neuen Rechtschreibung zu benutzen (so verwendet er zwar „dass“, schreibt aber dennoch „beschloß“). Typografische Ungenauigkeiten wie falsche Anführungszeichen zeigen sich ebenfalls. 3 von 5 BE.

Wallace-Faktor: Die Geschichte liegt sehr nahe an dem Gefühl eines Edgar-Wallace-Films. Man kann sich einzelne Figuren direkt in einer 1960er-Jahre-Produktion vorstellen; auch die Schauplätze sieht man im Geiste vor sich. Die Gespräche zwischen Sir John und dem Ermittler strotzen zwar nur so vor altbekannten Phrasen, wirken aber trotzdem (Schürenberg ist unsterblich!) frisch und lustig. 5 von 5 BE.

GESAMT: 24 von 30 BE. Macht: 4 von 5 Punkten.

Kurzgeschichte #2:
Der Mann, der spazieren ging
Autor: ???


Kriminalfall: Bisher handelt es sich hierbei um die einzige Geschichte, die ohne einen Mord auskommt. Zwar gibt es immer wieder Gedanken, es könne ein solcher passiert sein, und zum Schluss kommt gar eine Leiche ins Spiel, aber niemand hat jemanden umgebracht. Dies nimmt, in Verbindung mit der umschweifenden Formulierung, ein wenig die Spannung, doch auf diese hat es der Autor offenbar auch nicht primär abgesehen: Das Stück wirkt eher, wie auch bereits von Vorrednern erwähnt, wie eine Charakterstudie. 4 von 5 BE.

Charaktere / Authentizität / Namensgebung: Der Kreis der handelnden Personen ist sehr klein. Wirkliche Hauptpersonen sind gar nur zwei Protagonisten, die dafür recht genau unter die Lupe genommen werden. Mr. J.G. Reeder entspricht dabei recht genau der Zeichnung durch Wallace selbst, mehr dazu bei „Wallace-Faktor“. Die Namen sind authentisch gewählt, wohingegen vor allem die Szene mit Reeder und Bernice Nicksay sehr melodramatisch-triefend erscheint. 4 von 5 BE.

Lesefluss / angemessener Sprachstil / Formulierung: Die Geschichte wird in komplexen Sätzen abgehandelt, die die komplette Aufmerksamkeit des Lesers verlangen. Investiert man seine Konzentration, so kommt man aber auch hinter einige Zusammenhänge und Anmerkungen, die dem oberflächlichen Leser verborgen bleiben. Die Verwendung altsprachlicher Schreibungen wie „Bureau“ verstärkt die Anlehnung an Wallace’ Kurzgeschichten. 5 von 5 BE.

Stringenz / Eloquenz / dramatische Wichtigkeit: Der größte Kritikpunkt an der Geschichte dürfte die Tatsache sein, dass der Autor es manchmal mit den Handlungssprüngen etwas übertreibt. Zwar gibt es keinerlei überflüssige Szenen, aber die Gedankensprünge von der einen zur anderen lassen den Leser beim ersten Mal ein wenig ratlos zurück. 4 von 5 BE.

Rechtschreibung / Typografie: Abgesehen von der Silbentrennung, die allerdings wohl von Daniel im Vorgang der Formatierung vorgenommen wurde, konnte ich keine Fehler entdecken. 5 von 5 BE.

Wallace-Faktor: Im Gegensatz zur ersten Geschichte orientiert sich „Der Mann, der spazieren ging“ (auch bezüglich des Titels) an den Wallace-Kurzgeschichten. Einige nette Anspielungen auf Wallace’ Reeder-Beschreibungen nimmt der Autor vor, wenn er in der wörtlichen Rede „hm“ einstreut oder von Reeders Regenschirm und seinem „Verstand eines Kriminellen“ schreibt. 4 von 5 BE.

GESAMT: 26 von 30 BE. Macht: 5 von 5 Punkten.

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Percy Lister Offline



Beiträge: 3.586

01.03.2009 13:06
#24 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · Antworten

Ich verwende für meine Wertung ebenfalls die "Methode Gubanov". (Bewertung enthält SPOILER!)

"In Frieden und Eintracht"

PUNKT 1:

Der Autor verwendet für den Titel ein Zitat aus dem Testament des alten Lord Lebanon ("Das indische Tuch") und deutet damit an, dass es sich bei der Erbengemeinschaft in seiner Geschichte um eine ähnliche Verwandtschaft handelt. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf liest sich die Geschichte als klassische Interpretation einer EW-Verfilmung der Sechziger Jahre. Ein solider Kriminalfall, der stereotype Figuren auftreten läßt und mit einem überraschenden Mordmotiv aufwartet. (3 von 5 BE)

PUNKT 2:

Die handelnden Personen haben ihre Vorbilder in den Verfilmungen der Edgar-Wallace-Romane. Lord Cantenbeery, dessen Name variiert (N oder R ?) könnte von Wilhelm Vorwerg gespielt werden, während die schnippische Lady Drusilla von Elisabeth Flickenschildt porträtiert wird. Inspektor Spike ist ganz Heinz Drache nachempfunden. Leider happert es bei der Namensgebung. Der deutsche Butler Pius, die indische Köchin Saba und die Zwillinge Jakob und Josch (!) wirken in einem typisch britisch-snobistischen Haushalt fehlplaziert. (3 von 5 BE)

PUNKT 3:

Es sind Standartsituationen, die aufgegriffen werden (geheimes Testament, zerstrittene Erben, herablassende Witwe, smarter Inspektor) und dem Leser deshalb ein vertrautes Gefühl vermitteln. Die Geschichte ist leicht lesbar und hat gerade die richtige Länge. Die Dialoge sind in dieser Form bereits in anderen Verfilmungen verwendet worden. Ich sage "Verfilmungen", da es eindeutig Gespräche sind, die einer Fernsehumsetzung entnommen worden sind und keine Dialoge aus einer Romanvorlage. (3 von 5 BE)

PUNKT 4:

Das Mordopfer tritt als erstes in Erscheinung und die weiteren Personen folgen in angemessener Reihenfolge. Jeder Person wird die ihr zustehende Wichtigkeit beigemessen. Leider überzeugen Täter und Motiv nicht besonders, vor allem die Geschichte aus der Vergangenheit (Bruder schwängert eigene Schwester und weiß es nicht) klingt sehr bemüht. Die Testamentsänderung überzeugt auch unter diesem Gesichtspunkt nicht. (3 von 5 BE)

PUNKT 5:

Die Rechtschreibung weist leider sehr viele Fehler auf (Kommasetzung, Groß- und Kleinschreibung, Verwendung von überflüssigen Ausrufezeichen etc.). (0 von 5 BE)

PUNKT 6:

Die Handlung verrät eine große Vorliebe für die klassischen EW-Filme der Sechziger Jahre. Der Autor schreibt nicht wie Edgar Wallace, sondern wie ein Drehbuchautor der Rialto-Serie. Mit gutem Willen wagt er sich auf das Terrain und bringt die wichtigsten Elemente in einem Plot unter.
(3 von 5 BE)

INSGESAMT 15 von 30 BE = 3 von 5 Punkten

Mamba91 Offline



Beiträge: 745

01.03.2009 16:10
#25 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · Antworten
Der Fluch des Maharadscha

Trashige Geschichte, amüsante Dialoge zwischen Sir John und Inspektor Higgins. Leider hat die Geschichte ein total überzogenes und verrücktes Ende.
2/5 P.


Der Mann der spazieren ging


Gute Einfälle, erinnert an die Kurzgeschichten von Wallace

4/5 P.


In Frieden und Eintracht


Klassicher Krimi, für meinen Geschmak zu wenig Wallace- Atmophäre, einige Charaktere unglaubwürdig

3/5 P.

Wem man keinen Glauben schenkt

spannend geschrieben, erinnert mich ein bisschen an "Der Engel des Schreckens", leider etwas vorhersehbar.

3/5 Punkten


Inspekor Frisbee und der Judasbaum

Ein wiedersehen mit dem Hexer lässt Wallace- Feeling aufkommen, Spannende und interessante Story

4/5 Punkten


Über ihnen schwebte der Tod

Meiner Meinung nach die beste der 7 Kurzgeschichten. Schauplätze und Charaktere erinnern an die Wallace Filme. Von dieser Geschichte würde ich gerne mal eine Verfilmung sehen!

5/5 Punkten

Der Todesbote

Für meinen Geschmack fixiert sich alles zu sehr auf London (Nennung der Ortnamen). Außerdem finde ich das die Geschichte dafür, dass die 1966 spielt zu modern wirkt. Teiweise spannend

3/5 Punkten
Mr. Wooler Offline




Beiträge: 441

03.03.2009 07:42
#26 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · Antworten

So, endlich habe auch ich es geschafft, alle Geschichten zu lesen und zu bewerten. Vorweg gesagt: Ich bin beeindruckt von der Ideenvielfalt, dem Einfallsreichtum und der Qualität der Storys. Ich denke, dass dieser Wettbewerb schon jetzt ein Erfolg ist. Trotzdem wäre es schön, wenn sich noch weitere Mitglieder hier aus dem Forum durchringen könnten, eine Bewertung abzugeben.
Hier nun meine Wertung:

1) Der Fluch des Maharadscha
Spannender Einstieg in die Handlung. Guter Stil, der die Geschichte leicht und flüssig lesbar macht. Der Leser hat hier zwar keine Chance, auf die tatsächlichen Hintergründe der Tat zu kommen, da diese gegen Ende der Geschichte erst „aus dem Hut gezaubert“ werden, dennoch macht das Lesen Spaß. Guter Aufbau der Spannung.
Wertung: 4 von 5 Punkten

2) Der Mann, der spazieren ging
Anspruchsvoller klassischer Erzählstil, sehr gewählte Ausdrucksweise und viele interessante Formulierungen finden sich in dieser Geschichte. Teilweise einige zu lange Sätze, die den Lesefluss ein wenig stören. Ansonsten aber eine schöne, klassische Detektivgeschichte, unter Verwendung eines der bekanntesten Wallace-Charaktere. Eine sehr schöne Idee für eine Story.
Wertung: 4 von 5 Punkten

3) In Frieden und Eintracht
Flüssiger Erzählstil. Gelungene Schilderung einer „typisch“ englischen Familie des gehobenen Standes. Die Geschichte hätte ggf. noch etwas spannender aufgebaut werden können. Schöne Idee, wie das Gift in den Körper des Ermordeten kam.
Wertung: 3 von 5 Punkten

4) Inspektor Frisbee und der Judasbaum
Sehr schönes Verwirrspiel um Einbruch, Mord und alte, unheilvolle Beziehungen. Und letztlich ein Wiedersehen mit einer altbekannten Wallace-Figur. Spannend geschrieben, mit verblüffendem Ende.
Wertung: 5 von 5 Punkten

5) Der Todesbote
Hier schreibt offenbar ein London-Kenner. Sehr anschauliche Ortsbeschreibungen, die aber vielleicht nicht immer dem Aufbau der Spannung dienlich sind. Hoher Wiedererkennungswert bei der Schilderung der Charaktere von Sir John und auch Inspektor Elk („wie belieben?“). Die Story liest sich flüssig und mit der zunehmenden Ermittlung der Beamten steigert sich auch die Spannung. Man möchte weiterlesen, um zu erfahren, wie die Dinge zusammenhängen. Anhand der in der Story gelieferten Hinweise hat der geübte Krimileser eine Chance, den Täter selbst zu ermitteln.
Wertung: 4 von 5 Punkten

6) Über ihnen schwebte der Tod
Eine Story, in der viele Elemente der englischen Kriminalliteratur auftauchen (verschlossene Räume, Familienfluch, abgelegener Landsitz, etc.) und die sich (bewusst) auch einiger Klischees bedient. Parallelen zu Wallace finden wir hier unter anderem in dem Motiv der vier Gerechten und (angelehnt an die Filme) bei der Wahl des Handlungsortes.
Wertung: 4 von 5 Punkten

7) Wem man keinen Glauben schenkt
Gute Handlung, die sich nach und nach aufbaut. Den Erzählstil fand ich etwas gewöhnungsbedürftig, da sich die Geschichte in der vorliegenden Form eher wie ein Tatsachenbericht/Aufsatz liest. Wäre vielleicht noch spannender gewesen, wenn man die Charaktere hätte agieren und sprechen lassen.
Wertung: 3 von 5 Punkten

Havi17 Offline




Beiträge: 3.155

04.03.2009 07:42
#27 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · Antworten

Hier nun (endlich) meine Bewertungen.

Zunächst möchte ich einmal den Schreibern meinen Dank für die viele Arbeit aussprechen. Die Geschichten
sind allesamt auf einem hohen Niveau was mich ebenfalls sehr beeindruckt hat. Auch die Idee so etwas
hier durchzuführen finde ich großartig und punktgenau passend für dieses Forum.
Meine Bewertungskriterien habe ich jeweils angemerkt, wobei + = Postiv, o = Neutral und - = Negativ zu sehen sind.
Die Rechtschreibung war für mich kein Kriterium, mir kommt es auf die Geschichte an.


DER FLUCH DES MAHARADSCHA

Start der Handlung : -
Spannung : o
WhoDoneIt-Aufbau : o
Flüssig zu lesen : -
Bemerkungen : Zu viele Fakten, zu wenig Aura, umfangreiche Geschichte aus der sich viel machen läßt

Wertung: 2 Punkte



DER MANN, DER SPAZIEREN GING

Start der Handlung : o
Spannung : o
WhoDoneIt-Aufbau : o
Flüssig zu lesen : ++
Bemerkungen : Der Handlung kann gut gefolgt werden.

Wertung: 4 Punkte



IN FRIEDEN UND EINTRACHT

Start der Handlung : +
Spannung : o
WhoDoneIt-Aufbau : o
Flüssig zu lesen : +
Bemerkungen : zu einfache unglaubwürdige Aufklärung

Wertung: 2 Punkte



INSPEKTOR FRISBEE UND DER JUDASBAUM

Start der Handlung : ++
Spannung : o
WhoDoneIt-Aufbau : o
Flüssig zu lesen : o
Bemerkungen : Tlw. stillose Redewendungen, tlw eindrucksvolle Szenenbeschreibungen, etwas verworrenes Ende

Wertung: 3 Punkte



DER TODESBOTE

Start der Handlung : ++
Spannung : +
WhoDoneIt-Aufbau : +
Flüssig zu lesen : +
Bemerkungen : Phantasievolle Darstellungen, auch die verschiedenen Charaktere werden gut skizziert.

Wertung: 4 Punkte


ÜBER IHNEN SCHWEBTE DER TOD

Start der Handlung : +
Spannung : ++
WhoDoneIt-Aufbau : ++
Flüssig zu lesen : +
Bemerkungen : Hexer fehl am Platze, sehr spannend ! In diesem Stil hätte ich gerne auch ein ganzes Buch

Wertung: 5 Punkte



WEM MAN KEINEN GLAUBEN SCHENKT

Start der Handlung : -
Spannung : -
WhoDoneIt-Aufbau : o
Flüssig zu lesen : +
Bemerkungen : "Wenig" Wallace Bezug, keine Dialoge (Spannung)

Wertung: 2 Punkte


Bitte nehmt meine Bewertungen nicht persönlich, es gibt ja unterschiedliche Geschmäcker. Für mich
stand im Vordergund, daß sich die Geschichte gut/flüssig lesen läßt, man den Bezug zu den
Personen nicht verliert (tlw wurde ja schön zusammengefasst) und für die Maximalbewertung die Handlung
zudem auch noch spannend ist. Ich fände es gut wenn sich noch mehr Miglieder die Zeit nehmen und ihre
Bewertung abgeben.

Gruss
Havi17

Joachim Kramp Offline




Beiträge: 4.901

04.03.2009 08:40
#28 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · Antworten

Hallo,
zunächsteinmal Gratulation an alle Autoren und ein Lob wie Ihr Euren Phantasien freien Lauf gelassen habt. Ich habe sie nun ebenfalls alle gelesen im Zweier-Pack (+ einmal 3er) damit man etwas Abstand bekommt. Meine Beurteilung ist meine pers. Auffassung im Moment des Lesens. Bitte nichts persönlich nehmen.

- WEM MAN KEINEN GLAUBEN SCHENKT - belanglos - 2/5 Punkte

- ÜBER IHNEN SCHWEBTE DER TOD - spannend - 4/5 Punkte

- DER TODESBOTE - spannend, aber durchschaubar - 3/5 Punkte

- IN FRIEDEN UND EINTRACHT - durchwachsen, durchschaubar - 3/5 Punkte

- INSPEKTOR FRISBEE UND DER JUDASBAUM - spannend - 4/5 Punkte

- DER MANN, DER SPAZIEREN GING - sehr schwerfällig, nicht gut zu lesen, zu anstrengend - 2/5 Punkte

- DER FLUCH DES MAHARADSCHAS - gute, spannende Geschichte, flüssig geschrieben - 4/5 Punkte

Joachim.

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.259

04.03.2009 09:43
#29 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · Antworten

Nicht nur die Autoren gehen sehr unterschiedlich an ihre Geschichte ran - auch die Leser / Bewertenden

Zwar zeichnet sich ab , welche Storys besser und welche weniger gut ankommen , die Gründe dafür sind allerdings zum Teil gegensätzlich ..... aber es geht ja gerade um die Persönliche Meinung
(nur ich als Autor bin momentan relativ Ratlos , was ich verbessern müsste ....)

Danke schon mal an jeden , der sich die Mühe gemacht hat und sich durch alle Geschichten zu lesen.
Ich hoffe, das sich noch weitere Mitglieder finden die Spass an unseren Ideen haben ....


Peter

Don't think twice, it's all right ...

Bob Dylan

Billyboy03 Offline




Beiträge: 703

04.03.2009 15:05
#30 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · Antworten

Ja, es ist sehr unterschiedlich, was an Wertungen und Begründungen genannt wird. Für die weitere Diskussion wäre es vielleicht hilfreich, je Geschichte einen Unterthread zu eröffnen, damit sich ein gezielter Austausch zwischen Autor und Leser entwickeln kann. Ich befürchte, daß das Ganze ansonsten sehr chaotisch werden kann, wenn alle zu allem etwas sagen bzw. schreiben wollen.
Vielleicht könnte ja zu Beginn jeder Autor Hintergründe zu seiner Geschichte erläutern und auf einige schon genannte Argumente der Leser / Bewerter eingehen, denn ich habe z.B. auch schon Fragen an einige Forenteilnehmer. So könnte man gezielt auf bestimmte Dinge eingehen. Voraussetzung dafür wäre natürlich, daß der Autor sich zu seiner Geschichte bekennt.
Was meint ihr? Und Daniel vor allem?

Mit der Lizenz zum Verhüten

BillyBoy03

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