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Dieses Thema hat 87 Antworten
und wurde 4.388 mal aufgerufen
 Kurzgeschichten-Wettbewerb
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Count Villain Offline




Beiträge: 4.083

04.03.2009 16:01
#31 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · antworten

Billyboys Idee erscheint mir sehr sinnvoll zu sein. Wenn der Bewertungszeitraum abgelaufen ist werden die Autoren ja sowieso bekannt gegeben. 7 neue Threads klingt zwar zunächst nach etwas viel, aber bevor es ein Kuddelmuddel wird...

Ich freue mich jedenfalls schon auf die Diskussionen, die sich daraus dann (hoffentlich) ergeben werden.



Und auch noch eine Frage am Rande: Wird es die Umfrage für die Zusatzpunkte eigentlich noch einmal geben? Oder ist die jetzt ganz aus dem Rennen nachdem dort eine Geschichte fehlte? Der momentane Führende scheint zwar ohnehin uneinholbar zu sein, aber bei gedrängten Mittelfeldplätzen könnte das vielleicht noch etwas ausmachen.

Gubanov Offline




Beiträge: 15.775

04.03.2009 17:16
#32 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · antworten
Kurzgeschichte #3:
In Frieden und Eintracht
Autor: ???


Kriminalfall: Der Kriminalfall ist zumindest vorhanden. Die Kehrseite zeigt sich aber sehr schnell: Zu viele Elemente erinnern (man ist geneigt, zu sagen: alles erinnert) einen an das stereotypische Schema britische Kriminalgeschichte. Es ist, wie zu sagen, Deutsche würden nur Bratwurst und Sauerkraut essen. Was in der ersten Geschichte als Erbschaftskiste noch einen nicht leugbaren Charme hatte, bildet hier weitestgehend eine Farce. Immerhin die Doppelstrategie zum Thema Vergiftung kann einiges retten, auch wenn sie zu auffällig eingebaut wurde. 3 von 5 BE.

Charaktere / Authentizität / Namensgebung: Ebenso wie die Geschichte stehen die Charaktere eher hölzern herum, als sich plastisch zu formen. Statische Charaktere ohne Weiterentwicklung herrschen vor. Die eiskalte Lady, die unterdrückten Kinder und das klassische Hauspersonal. Die Namen sind großteils unpassend. 2 von 5 BE.

Lesefluss / angemessener Sprachstil / Formulierung: Von Sprachstil zu schreiben, wäre in Bezug auf diese Geschichte eine Übertreibung. Die Formulierungen und Satzkonstruktionen wirken ungelenk und teilweise unvorteilhaft, was sich auch merklich auf die Geschichte auswirkt, die bei besserer Schilderung komplexer hätte ausfallen können. Hier bin ich der festen Überzeugung, dass noch viel geübt werden muss. 1 von 5 BE.

Stringenz / Eloquenz / dramatische Wichtigkeit: Die Geschichte ist, wie schon vormals erwähnt, zu kurz und zu wenig komplex ausgestattet, um an Tiefe zu gewinnen. Eine bessere und eventuell längere Schilderung wäre wichtig gewesen. Einige Charaktere, die Hauptverdächtige sein sollen, sagen nur ein paar Worte und haben mithin keinerlei Funktion als eben die, den roten Hering zu spielen. 2 von 5 BE.

Rechtschreibung / Typografie: Der Autor scheint mit der deutschen Rechtschreibung auf Kriegsfuß zu stehen. Dies schränkt den Genuss an der Geschichte (zumindest für mich) im Wesentlichen fast vollkommen ein und verleiht dem Werk das zweifelhafte Gefühl der Unprofessionalität. 1 von 5 BE.

Wallace-Faktor: Titel und Grundsituation erinnern stark an den Film „Das indische Tuch“. Angemerkt muss hier aber werden, dass diese Form von Geschichte für Wallace eigentlich wenig typisch war. Die Geschichte fühlt sich für mich deshalb eher nach Agatha Christie an. 3 von 5 BE.

GESAMT: 12 von 30 BE. Macht: 2 von 5 Punkten.

Kurzgeschichte #4:
Inspektor Frisbee und der Judasbaum
Autor: ???


Kriminalfall: Ein vollkommen und bis ins Detail an die „Neues vom Hexer“-Kurzgeschichten angelehntes kleines Kabinettstückchen präsentiert sich hier dem Leser. Der Autor versteht es, die Atmosphäre, die seinerzeit Bliss und Co. im Kampf gegen Henry Arthur Milton schufen, auf seine Erzählung zu übertragen und in einem spannenden und sehr klug konstruierten Kriminalfall gipfeln zu lassen. Die Geschichte war die beste der bisher von mir gelesenen – ein großes Lob dafür! 5 von 5 BE.

Charaktere / Authentizität / Namensgebung: Durch gute Beschreibungen und viel wörtliche Rede entstehen realistische und wallace-typisch pseudorealistische Figuren und mysteriöse Beziehungen zwischeneinander. Verwoben bis zum bitteren Ende und dabei doch sehr glaubwürdig. 5 von 5 BE.

Lesefluss / angemessener Sprachstil / Formulierung: Was bereits mehrfach kritisert wurde, muss auch ich hier eingestehen: Einige Formulierungen innerhalb der Gespräche der Protagonisten sind schlichtweg unpassend und stören das nostalgische Gefühl der Geschichte. Die Erzählerparts jedoch sind vollkommen sauber gestrickt. Die gesamte Geschichte liest sich flüssig. 4 von 5 BE.

Stringenz / Eloquenz / dramatische Wichtigkeit: Die wichtigen Szenen sind allesamt enthalten. An einigen Stellen hätte bei Bedarf noch ausgebaut oder gekürzt werden können, insgesamt jedoch fühlt sich die Story recht ausgewogen an. 4 von 5 BE.

Rechtschreibung / Typografie: Bei der Orthografie und der Benutzung standardsprachlicher Typografie ist nichts auszusetzen. Französische Anführungszeichen wären das I-Tüpfelchen gewesen, aber darüber blicke ich hinweg. 5 von 5 BE.

Wallace-Faktor: Mehr Wallace als in dieser Geschichte kann nirgends drinstecken. Henry Arthur Milton, der Hexer, ist seine größte und bekannteste Erfindung und ihr wird mit „Inspektor Frisbee und der Judasbaum“ ein würdiges Denkmal in diesem ersten Wallace-Kurzgeschichtenwettbewerb gesetzt. Sicherlich hätte ich mich noch mehr über ein Wiedersehen mit Inspektor Bliss gefreut, aber wo kämen wir hin, wenn ich dem Autor für seine persönliche Protagonistenwahl Punktabzug gäbe? 5 von 5 BE.

GESAMT: 28 von 30 BE. Macht: 5 von 5 Punkten.

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Barnaby Offline




Beiträge: 312

04.03.2009 23:20
#33 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · antworten
Ich habe es endlich geschafft, die Kurzgeschichten alle in Ruhe zu lesen – natürlich bei Peter-Thomas-Filmmusik u.ä. – und habe festgestellt, dass ein Versuch einer objektiven Bewertung in einem Satz gar nicht so einfach wäre. Deshalb habe ich Untergliederungen gewählt. Die anderen Kommentierungen habe ich noch nicht gelesen. Ich hoffe, ich bin nicht zu streng gewesen. Das Lesen hat jedenfalls großen Spaß gemacht, und alle Kurzgeschichten waren auf ihre Weise interessant und spannend, obschon völlig unterschiedlich. Insgesamt eine schöne Aktion und Anerkennung gehört allen sieben, die sich die Zeit genommen haben, sich eine Story auszudenken.

Here are the results:


Der Fluch des Maharadscha

>Titel: Passend gewählt.
>Spielort: London. Originale Ortsnamen.
>Namen: Bewusst ausgesucht
>Wallace-Feeling: Gut getroffen. Orientierung an den Rialto-Filmen ist deutlich. Die Stimme von Sir John/S. Schürenberg hatte ich beim Lesen direkt im Kopf.
>Spannungsbogen: Anfangs interessant, der Schluss wirkt dann etwas künstlich und ergibt sich nicht aus der Handlung.
>Störend: Einige Rechtschreibfehler, Satzfehler.
>Ein kleiner inhaltlicher Fehler: In der Nacht des Mordversuchs an Jenny wird in der Geschichte zweimal auf dichten Nebel hingewiesen. Trotzdem kann der Inspector noch am Horizont die genaue Silhouette des flüchtenden Täters im Mondschein sehen! (aber auch bei Wallace gab es manchmal Ungereimtheiten bei sehr schnell geschriebenen Romanen)
>Ärgerlich: Das Rätsel um die behaarte Bestie (Anleihe an den blinden Jack??) wird am Ende nicht gelöst! Das fehlt geradezu in der Geschichte.

Gesamtbewertung: 3 Punkte wegen der atmosphärischen bildhaften Auskleidung


Der Mann, der spazieren ging

>Titel: Könnte einen Tick interessanter sein
>Spielort: London. Originale Ortsnamen (bis auf eine Ausnahme).
>Namen: Sehr hintersinnig ausgesucht, einige sind Originalnamen
>Wallace-Feeling: Weniger an den Rialto-Filmen, mehr an den Büchern orientiert und gut gelungen. Trotz der Kürze der Geschichte (und der reduzierten Zahl an Personen und Action) ist es eine Wallace-typische Story geblieben.
>Spannungsbogen: Langsam aufbauend, ohne zu viele Knalleffekte am Anfang. Liest sich gut.
>Schreibstil: Anspruchsvoller als bei E.W. Der Autor hat eine sehr durchdachte und gewählte Ausdrucksweise bevorzugt. Gute Gliederung. Für die bessere Lesbarkeit hätten einige Sätze allerdings geteilt werden können.
>Rechtschreibung: Einwandfrei!

Gesamtbewertung: 4 Punkte


In Frieden und Eintracht

>Titel: Es fehlt eines der bei den Wallace-Romantiteln typischen Schlüssel- oder Reizworte.
>Spielort: Ein Anwesen in Cornwall
>Namen: Z.t. ausgefallene Namen (Drusilla (klasse!), Pius, Saba), gefallen mir; zu den nicht-englischen Namen wäre eine nähere Beschreibung der Person besser gewesen zur Begründung. Statt „Susanne Miller“ wäre „Susan Miller“ passender. Für eine Kurzgeschichte aber insgesamt zu viele Namen.
>Wallace-Feeling: Stellt sich bei mir nicht so richtig ein. Erinnert eher an Agatha Christie (Geschlossener Kreis von allesamt Verdächtigen in einem ländlichen Anwesen. Einer muss der Mörder sein...)
>Handlung: Die am Anfang dargestellten Mordmotive sind nicht alle überzeugend und werden von einer der Personen sofort offenherzig erzählt. Das ist zu einfach. Mir fehlt in dieser Geschichte etwas „action“; der Plot besteht nach dem Mord hauptsächlich aus den Verhören und den Gedanken des Inspektors. Die Aufklärung kommt dann unerwartet schnell und fast nebenbei während der Trauerfeier. Es bleibt unklar, warum Miss Nicole dem Inspektor während der Feier dort beiläufig ihr Geständnis macht. Die Auflösung hat zwar einen dramatischen Hintergrund, hätte jedoch etwas raffinierter ablaufen können.
>Recht viele Schreib- und Satzfehler erschweren das Lesen.

Gesamtbewertung: 2 Punkte


Inspektor Frisbee und der Judasbaum

>Titel: My favorite
>Spielort: Ein englisches Landhaus, nicht näher lokalisiert.
>Typische englische Namen.
>Wallace-Feeling: Stellenweise vorhanden. Die Arbeit des Inspektors ist allerdings zu überrepräsentiert im Ablauf der Handlung. Die Vulgärsprache des Gärtners finde ich unpassend für Wallace.
>Handlungsstrang: Die Eröffnungsszene erinnert entfernt an den „Frosch“. Der Autor hat sich Mühe gegeben, den Leser mitraten zu lassen und hie und da Indizien gestreut, damit es spannend bleibt. Die beteiligten Personen sind nach und nach eingebracht in den Plot; für eine Kurzgeschichte sind es nicht zuviel. Der Schluss ist dann doch etwas überraschend, auf der Handlungsbühne bleibt – wie in einem Drama – keiner mehr zurück. Die Einbeziehung des „Hexers“ ist etwas bemüht (subjektiver Eindruck), aber möglich. Eine Portion Thrill ist enthalten (Gewitter, Untoter am Fenster). Der Text liest sich insgesamt gut. Gute bildhafte Beschreibung der Szenen.
>Auffällig: Eine Geschichte ohne Rolle für Karin Dor und co.!
>Unstimmigkeit: Wenn der Lord dem Butler, der in Wirklichkeit der maskierte Hexer war, zwei Ohrfeigen gibt, hätte er eigentlich die Gummimaske bemerken müssen.
>Rechtschreibung: Einwandfrei!

>> Den Judasbaum gibt es wirklich, aber eher im Mittelmeerraum. Der Legende nach soll sich Judas Ischariot an einem solchen Baum erhängt haben. Die runden Blätter erinnern an die Silbertaler, die er für seinen Verrat bekommen hatte.

Gesamtbewertung: 3 Punkte


Der Todesbote

>Titel: Annehmbar. Wie wäre es mit „Der Pfeil des Todes“ oder „Prozession zum Tod“?
>Spielort: London und Gerrards Cross.
>Namen: Typische englische Wallace-Namen, einige sind bekannt (z.B. Elk). Gilt auch für die Ortsnamen.
>Wallace-Feeling: Vielleicht die Geschichte, die den Stil der Romane am ehesten kopiert und gleichzeitig einen möglichen Wallace-Film beschreibt.
>Handlung und Stil: Ein gut zu lesender Kurzkrimi zum mitraten, durchaus spannend. Die Aufklärung des Täters vermutet der erfahrene Wallace-Leser allerdings schon zeitig. Gute Beschreibung der Szenen und Personen. Einzelne Abschnitte erinnern stark an bekannte Filme (z.B. Das Gasthaus... , Mrs. Oaks – deren Name sich hier im Namen der Kaschemme wiederspiegelt etc.) Auch ein mordender Mönch treibt sein Unwesen. Insgesamt etwas zu viele bekannte Vorlagen in der Handlung. Gute Recherchen über Ortsnamen in London und örtliche Situationen (z.B. der Umzug zum Lord Mayor’s Day) – den London-Kenner freut es.
Da einige Szenen bei Sir John im Yard spielen: Ich habe meine Miss FINLEY vermisst!
>Auffällig: Auch eine Geschichte ohne Rolle für La belle dame! Die einzige in der Handlung wichtige weibliche Person starb ca. 30 Jahre vorher.
>Schnitzer: Die Station „Poplar“ in den Docklands gab es in den Sechzigern noch nicht; dort fährt auch keine U-Bahn, sondern die Toy Trains als Hochbahn.
>Rechtschreibung: Nur wenige Fehler, die sich aber durch den ganzen Text ziehen.

Gesamtbewertung: 4 Punkte


Über ihnen schwebte der Tod

>Titel: „Die vier Gerechten“ ist ja nun schon leider seit 1905 vergeben...
Anderer Vorschlag: „Ein verhängnisvoller Fluch“ (würde eher passen)
>Spielort: Ambiente im englischen classic gothic horror stile. Einsames altes Haus am Moor, alte Türme, auf die lokale Zuordnung kommt es nicht an.
>Spannendes Grusel-Feeling von Anfang bis Ende! Das Knistern im Kamin kann man direkt spüren...
>Handlung: Die Auflösung lässt sich nicht aus der Geschichte erahnen. Durch die Legendengeschichte wird der Leser erst mal abgelenkt und kann nur vermuten, dass es da noch eine ganz andere Auflösung gibt. Die Spannung steigt dann im show-down weiter steil an bis zum Ende.
>Stil: Professionell geschrieben, fesselnd, sollte man verfilmen (natürlich in s/w!)
>Rechtschreibung: So gut wie keine Tippfehler.

Tipp: Zu lesen bei flackerndem Kerzenschein...

Gesamtbewertung: 5 Punkte


Wem man keinen Glauben schenkt...

>Titel: Nimmt die Lösung ab einer gewissen Stelle vorweg.
>Spielort: englische Provinz, spielt aber keine größere Rolle. Zeitlich eher in der Gegenwart spielend.
>Namen: Nicht sehr englisch („Adler“).
>Wallace-Feeling: Hat mit den Romanen von E.W. wenig gemein.
>Spannungsfaktor: Hoch
>Handlung: Die Erzählung beginnt spannend und bleibt es überwiegend. Sie konzentriert sich jedoch ausschließlich auf die beiden Frauen. Nebenstränge, die es für den Leser interessanter machen würden, zu raten, fehlen. Das Ende entspricht nicht unbedingt der sich im Verlauf der Erzählung steigernden Erwartung. Bei nur zwei Hauptpersonen gab es aber auch nicht viele Möglichkeiten.
>Stil: Die einzige Geschichte, die in Form eines Zeitrahmens geschrieben ist (Beginn mit der Schlusssequenz), was interessant ist. Die Erzählung liest sich sehr flott und flüssig. Auffällig ist, dass es überhaupt keine direkte Rede gibt, was für einen Roman im E.W.-Stil völlig untypisch ist.
>Rechtschreibung: Zu viele Schreib- und Satzfehler!

Gesamtbewertung: 2,5 Punkte (wegen fehlendem Wallace-Stil).


Regards,
Barnaby
Count Villain Offline




Beiträge: 4.083

05.03.2009 00:42
#34 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · antworten

Nicht gegen Barnaby gerichtet, einfach nur eine Verfahrensfrage: Sind halbe Punkte erlaubt? Ich bin ja eher der Meinung, wenn wir 1 bis 5 und halbe Punkte geben können, dann hätte man gleich 1 bis 10 ganze Punkte sagen sollen. Von daher dachte ich auch hier die ganze Zeit nur an ganze Punkte.

Mr. Wooler Offline




Beiträge: 424

05.03.2009 08:11
#35 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · antworten

Kurzes Statement zu einigen hier gestellten Fragen (persöniche Meinung von meiner Seite)
Ich fände es auch interessant, wenn sich nach Abschluss der Bewertungen jeder Autor zu erkennen gibt und je Geschichte ein Thread eröffnet wird, unter dem dann Diskussionen gezielt zur jeweiligen Story geführt werden können.
Was die Vergabe von halben Punkten angeht, so haben wir uns, glaube ich, darüber bisher keine Gedanken gemacht. Ich wüsste allerdings nicht, was dagegen spricht. Kann nicht erkennen, dass dadurch jemand benachteiligt wird. So, und nun wünsche ich weiterhin viel Spaß beim Lesen und Bewerten der Geschichten :o)

Billyboy03 Offline




Beiträge: 703

05.03.2009 08:21
#36 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · antworten

Zu den halben Punkten: ich habe auch geschwankt bei meinen Bewertungen, ob ich hie und da einen halben Punkt vergebe, habe mich dann aber dagegen entschieden, weil es nicht vorgesehen war und auch die bisherigen Bewertungen keine halben Punkte vergeben hatten. Das Ergebnis ist dadurch natürlich schon ein wenig anders ausgefallen als mit halbem Punkt...
Daher finde ich diese Wertung mit dem halben Punkt jetzt nicht so toll. Aber wenn es keine weiteren Einwände gibt, werde ich damit leben können.

Mit der Lizenz zum Verhüten

BillyBoy03

kaeuflin Offline




Beiträge: 1.259

05.03.2009 08:49
#37 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · antworten

Bisher hatten alle nur ganze Punkte verteilt (ich ebenfalls) allerdings steht nirgends , dass man keine halben Punkte vergeben darf. Von demher ist die Wertung zulässig !

Auch ich denke , das es ganz interessant ist ( wenn die Autoren bekannt gegeben sind) das jeder die Möglichkeit hat in einem eigenen Thread zu seiner Story Stellung zu nehmen - Ich würde es auf jeden Fall tun (da brauch ich keine Erlaubnis von Daniel dafür - denn wenn das Thema niemanden interessiert verschwindet es einfach in der Versenkung ! )



Peter

Don't think twice, it's all right ...

Bob Dylan

Count Villain Offline




Beiträge: 4.083

05.03.2009 15:29
#38 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · antworten

Zitat von Mr. Wooler
Kann nicht erkennen, dass dadurch jemand benachteiligt wird.


Direkt benachteiligt vielleicht nicht, aber wenn ich gewusst hätte, dass halbe Punkte erlaubt sind, dann hätte ich vielleicht etwas anders bewertet (eben durch halbe Punkte noch etwas differenzierter). Das mag anderen, die ebenfalls nur ganze Punkte vergeben haben ähnlich gehen. Aber ob das jetzt großartig einen Unterschied machen würde weiß ich natürlich auch nicht. Und dieser eine halbe Punkt mag auch keinem weh tun. Aber ich hoffe ja, dass noch weitere Bewertungen folgen werden und wenn dann die erste Hälfte mit ganzen und die zweite auch mit halben Punkten ist, dann sollte man vielleicht denen, die nur ganze Punkte vergeben haben im Glauben es wären nur ganze Punkte möglich die Chance geben noch einmal ihre Punkte zu überdenken.

Aber ich hab keine Ahnung. Vielleicht sind ja auch alle zufrieden wie es ist und das ist jetzt einfach ein einmaliger Ausrutscher.

Mr. Wooler Offline




Beiträge: 424

05.03.2009 16:17
#39 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · antworten

Hmm.. also bevor es hier ein heilloses Abstimmungsdurcheinander mit alten und neuen, ungültigen und gültigen Punktevergaben gibt, schlage ich vor, dass wir diese Abstimmung so weiterführen, wie sie begonnen wurde: Mit der Vergabe von ganzen Punkten, einfach um eine Einheitlichkeit zu gewährleisten.
Der nun vergebene halbe Punkt kann ja bestehen bleiben, wenn alle damit einverstanden sind. Ich denke, das ist der einfachste Weg, diese Sache zu lösen.
Bei einem möglichen zweiten Wettbewerb können wir dann ja solche Dinge wie halbe Punkte, Zusatzpunkte, etc. mit berücksichtigen.

Gubanov Offline




Beiträge: 15.775

05.03.2009 17:19
#40 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · antworten
Auch ich, der ich im Normalfall gern mit Komma-fünf-Wertungen Einschätzungen differenziere, bin in diesem Fall gegen solche Wertungen. Die 1-bis-5-Punkte-Skala war fest vorgegeben und wurde bisher von allen Bewertern bis auf einen eingehalten. Ich würde mich dafür aussprechen, in Zukunft bei diesem Wettbewerb nur noch ganze Punkte zu vergeben so wie auch bei anderen bisherigen Wettbewerben im Forum. So es keine allzu große Mühe macht, sollte sich Barnaby bei seiner einen Wertung noch entscheiden - da ein einziges Komma-fünf-Ergebnis ästhetisch eher unansprechend und, das entnehme ich dem vorherrschenden Tenor, im Grunde auch unerwünscht erscheint.

PS: Eine Antwort zur Umfrage steht immer noch aus. Wird nun noch etwas daraus oder nicht? Es wäre nett, eine entgültige Antwort zu erhalten, auch wenn sie negativ ausfällt!

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DanielL Offline




Beiträge: 3.754

05.03.2009 19:32
#41 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten-Wettbewerb - *lesen & bewerten* (korrigiert) Zitat · antworten


Da keine andere Vereinbaarung getroffen wurde, kann man davon ausgehen, das nur ganze Punkte zu vergeben sind. Aber da dies nicht EINDEUTIG erwähnt wurde, muss man dem guten Barnaby ja nicht gleich die große Diskussion eröffnen. Wenn es ihm möglich ist, soll er bitte nachreichen, ob er für diese Wertung auf- oder abrunden möchte. Wenn wir nichts mehr von Barnaby hören sollten, werden nur volle Punkte gezählt. Ich denke diese Regelung deckt sich auch mit euren Wünschen.

Aufgrund des Umfangs werde ich von einer zusätzlichen Umfrage absehen, da ich vermute, das es zu Irrungen und Wirrungen führt.

Und dann bitte alsbald BACK TO TOPIC! ;-)

Gruß,
Daniel

Barnaby Offline




Beiträge: 312

05.03.2009 23:21
#42 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten - halbe Punkte Zitat · antworten

Na, da habe ich ja was mit dem halben Punkt ausgelöst...
In der Abstufung meiner Bewertungen fand ich diese Lösung angemessen. Ich hatte das auch nicht als Problem gesehen; am Ende werden ja alle Punkte der jeweiligen Geschichten zusammengezählt, ggf. dann auch halbe. Womöglich könnte ein halber Punkt am Ende sogar entscheidend sein.
Ich will die Geschichte jetzt aber nicht auf die Schnelle um der Ästhetik willen auf- oder abwerten - werde mich dann am Wochenende nochmal der Story widmen und dann umpunkten

Regards,
Barnaby

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.579

06.03.2009 15:54
#43 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten - halbe Punkte Zitat · antworten
"Inspektor Frisbee und der Judasbaum" (Bewertet nach der "Methode Gubanov")

Punkt 1 (Kriminalfall):

Interessanter Beginn, gute Deduktionsarbeit des Kriminalbeamten (der Autor ist in Bibelfragen sehr
bewandert), doch irgendwie enttäuschende Auflösung, nicht wegen des Hinweises auf den "Hexer",
sondern weil die Erklärung eine Einbindung aller an den Verbrechen zeigt und dies konstruiert wirkt.
(4 Punkte)

Punkt 2 (Charaktere):

Inspektor Frisbee beruht auf dem Vorbild des Kriminalers, wie ihn Heinz Drache auf dem Bildschirm
verkörpert. Nur der Name... Eine Spur zu modern und exzentrisch für eine Schöpfung Edgar Wallace`.
Lord Woodgrouse (engl.: Auerhahn) könnte vom sehnigen Ernst Fritz Fürbringer gespielt werden. Nur
seine Umgangsformen gegenüber Butler Cromwell lassen zu wünschen übrig. Baron Gruner ist offenbar
dem Canon von Conan Doyle entwendet worden. (4 Punkte)

Punkt 3 (Sprachstil):

Die Geschichte liest sich flüssig und bietet eine angenehme Mischung aus Dialog und Beschreibung.
Sehr bildreiche Sprache (der Safe...wie ein offener Brustkorb, aus dem man das Herz herausgerissen
hatte), guter Wortschatz, nur die Ausdrucksweise des - zugegebenermaßen nicht sehr vornehmen -
Gärtners ist etwas grob, obwohl ich zugeben muss, dass sich der Lord auch nicht gerade edelmütig
verhält (schallende Ohrfeige). (4 Punkte)

Punkt 4 (Stringenz):

Ein Kammerspiel mit Außenaufnahmen. Überschaubar und atmosphärisch. (4 Punkte)

Punkt 5 (Rechtschreibung):

Einige Beistriche fehlen und die Höflichkeitsformen sollten zum besseren Verständnis groß
geschrieben werden. Ansonsten nichts zu beanstanden. (4 Punkte)

Punkt 6 (Wallace-Faktor):

Anspielungen auf den "Hexer" und Verwendung wallace-typischer Elemente gereichen dem Autor
zum Lob. (4 Punkte)

24 von 30 = 4 von 5 Punkten
Gubanov Offline




Beiträge: 15.775

06.03.2009 16:17
#44 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten - halbe Punkte Zitat · antworten
Zitat von Percy Lister
Interessanter Beginn, gute Deduktionsarbeit des Kriminalbeamten (der Autor ist in Bibelfragen sehr bewandert), doch irgendwie enttäuschende Auflösung, nicht wegen des Hinweises auf den "Hexer", sondern weil die Erklärung eine Einbindung aller an den Verbrechen zeigt und dies konstruiert wirkt.

Interessant. Gerade eine Einbindung aller beteiligten Personen in die zugrunde liegenden Verbrechen ist für mich die hohe Kunst des Kriminalgeschichtenschreibens. Jeder Figur muss im Verlauf des Verbrechens eine signifikante Rolle zuteil werden - entweder als Täter, Opfer oder Ermittler. Überflüssige Figuren sind Gift für Geschichten.
Zitat von Percy Lister
Höflichkeitsformen sollten zum besseren Verständnis groß geschrieben werden.

Hier hast du natürlich Recht. Das kommt davon, wenn man mit der Bewertung längere Zeit wartet und dann die Hälfte wieder vergessen hat. Unter diesem Umstand ziehe ich nachträglich für die Geschichte "Inspektor Frisbee und der Judaspunkt" im Bereich Rechtschreibung / Typografie noch eine Bewertungseinheit ab, was ein Endergebnis von 27 von 30 BE und somit immer noch 5 Punkte ergibt!

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Count Villain Offline




Beiträge: 4.083

06.03.2009 16:31
#45 RE: Edgar Wallace Kurzgeschichten - halbe Punkte Zitat · antworten

Zitat von Gubanov
Interessant. Gerade eine Einbindung aller beteiligten Personen in die zugrunde liegenden Verbrechen ist für mich die hohe Kunst des Kriminalgeschichtenschreibens. Jeder Figur muss im Verlauf des Verbrechens eine signifikante Rolle zuteil werden - entweder als Täter, Opfer oder Ermittler. Überflüssige Figuren sind Gift für Geschichten.


Da kann ich mich eigentlich nur anschließen. Figuren ohne jegliche Dramaturgie bleiben einfach nur blass, austausch- und ersetzbar. So ging es mir zum Beispiel mit den Zwillingen in "In Frieden und Eintracht". Die waren irgendwie einfach nur da, hatten auch so leidlich ein kleines Motiv und haben ansonsten nicht wirklich etwas gemacht.

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