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Dieses Thema hat 35 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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DanielL Offline




Beiträge: 3.669

22.02.2017 18:55
#31 RE: Der letzte Ritt nach Santa Cruz Zitat · antworten

Zitat von eastmancolor im Beitrag #30

Wenn Du schon die DVD empfiehlst sei noch der Hinweis angebracht, dass der Film am 8.12.2017 als Blu-ray von Filmjuwelen erscheint.



Danke noch mal für den Hinweis. Zweifel ich nicht an, da aber aktuell noch nirgendwo eine öffentliche Ankündigung oder Listung vorliegt, habe ich es trotz des parallel laufenden Blu-ray-Threads noch nicht erwähnt.

Gruß,
Daniel

Giacco Offline



Beiträge: 1.394

25.02.2017 16:30
#32 RE: Der letzte Ritt nach Santa Cruz Zitat · antworten

OKLAHOMA JOHN

R.: Jaime J.Balcazar - Produziert von Balcazar (Barcelona)/Associate (Rom)/ International Germania (Köln) - FSK:12 - Verleih: Hermes
Deutsche Erstaufführung: 6.5.1966
Darsteller: Rick Horn, Sabine Bethmann, José Calvo, Karl-Otto Alberty, Georg Herzig, Tom Felleghy, Giuseppe Addobati, Leontine May, Remo de Angelis

Als Oklahoma-John in dem kleinen Westernstädtchen eintrifft, in dem er fortan als neuer Sheriff für Recht und Ordnung sorgen soll, ist er fest entschlossen, den Mord an seinem Vorgänger aufzuklären. Dabei trifft er immer wieder auf den gewalttätigen Hondo, den Vorabeiter des mächtigen Ranchers Ron Edwards, der die gesamte Gegend beherrscht. Dessen Sohn Jim scheint ebenfalls in die Sache verwickelt zu sein. Im Lauf der Ermittlungen stellt sich heraus, dass auch der Bankier Watson keine saubere Weste hat. Nach und nach kommt der Sheriff, der sich durch nichts einschüchtern lässt, der Wahrheit auf die Spur.



Klischéehafter Eurowestern, der nur mäßig spannend ist und kaum Überraschungen bereithält, aber nicht zuletzt wegen seiner professionellen Machart akzeptable Unterhaltung bietet. Natürlich wird reichlich geprügelt und auch die Schießeisen kommen häufig zum Einsatz, doch allgemein gibt sich der Film in Sachen Gewalt eher zurückhaltend. Der Score von Francesco de Masi setzt passende Akzente, wobei das musikalische Hauptthema, das von dem aus vielen späteren Italowestern bekanntem Chor "I Cantori Moderni di Alessandroni" gesungen wird, angenehm ins Ohr geht.
Gedreht wurde 1964 in Spanien und da die dort ansässige Produktionsfirma "Balcazar" bei diesem Projekt federführend war, wurden auch ihre Studios für die Atelieraufnahmen genutzt. Durch die mitproduzierende "International Germania" waren auch drei deutsche Darsteller dabei. Karl-Otto Alberty, bringt allein schon von seiner Physiognomie her beste Voraussetzungen für die Rolle eines Bösewichts mit und hat hier als "Hondo" reichlich Gelegenheit, diesen Trumpf auszuspielen. Georg Herzig, damals Anfang Zwanzig, gehört als ungeratener Sohn des Ranchers ebenfalls zu den Schurken, während Sabine Bethmann als Herzensdame des neuen Sheriffs für romantische Gefühle zuständig ist. Um den Hauptdarsteller Rick Horn gab es ein jahrelanges Rätselraten. Erst 2015 wurde geklärt, dass es sich um den in New York geborenen Richard Stuart Hornbeck handelt. Als Oklahoma-John wird er vom Mann für alle Fälle Rainer Brandt synchronisiert.



In Italien kam "Oklahoma John" unter dem Titel "Il Ranch degli spietati" bereits im März 1965 in die Kinos. Da keiner der deutschen Großverleiher Interesse zeigte, den Film herauszubringen, landete er schließlich bei der "Hermes Filmverleih GmbH". Der Kinostart erfolgte im Mai 1966.

Auszug aus einer zeitgenössischen Kritik:

"Für seinen Vorgänger war das Gesetz der Wille eines Schurken. Oklahoma John, der neue Sheriff, ist aus anderem Westernholz. Er bringt die Ordnung zurück in den Ort. Beim Schlußduell kann er sogar, anders als sein Kollege in "12 Uhr mittags", auf die Unterstützung der Bürger rechnen.
Ein "europäischer" Western, bemerkenswert routiniert inszeniert. Gute Darsteller werden durch eine effektvolle Kamera unterstützt."

Giacco Offline



Beiträge: 1.394

04.03.2017 18:20
#33 RE: Der letzte Ritt nach Santa Cruz Zitat · antworten

DIE GOLDSUCHER VON ARKANSAS

Regie: Paul Martin - Prod.: Constantin (München)/ Rapid (München)/ Metheus (Rom) / S.N.C. (Paris)
Deutsche Erstaufführung: 20.11.1964 - FSK: 12 - Verleih: Constantin
Darsteller: Brad Harris, Horst Frank, Mario Adorf, Dieter Borsche, Marianne Hoppe, Thomas Alder, Dorothee Parker, Olly Schoberova, Philippe Lemaire, Serge Marquand, Ralf Wolter, Fulvia Franco, Josef Egger

Wie ein Lauffeuer verbreitet sich in Marble City die Nachricht, dass in der Umgebung Gold gefunden wurde. Binnen kürzester Zeit strömen Goldsucher, Abenteurer und Banditen in die Stadt. Ganze Siedlertrecks machen sich auf den Weg, darunter die Familie Brendel, die ihre Farm aufgeben musste, der für das Seelenheil zuständige Pfarrer Benson und der Pokerspieler Matt Ellis, der in der Stadt einen Saloon eröffnet. Doch die in der Nähe ansässigen Indianer, auf deren Gebiet das Gold angeblich gefunden wurde, setzen sich erbittert gegen die Eindringlinge zur Wehr und graben das Kriegsbeil aus.



Nach der erfolgreichen Gerstäcker-Verfilmung "Die Flusspiraten vom Mississippi" wählte Wolf C. Hartwigs Rapid-Film mit "Die Regulatoren in Arkansas" nochmals einen Stoff des Autors für eine Verfilmung aus. Erneut produzierte man mit Partnern aus Italien und Frankreich. Außerdem beteiligte sich diesmal der Constantin-Verleih, der rund 3,5 Millionen DM in das Projekt investiert haben soll. Brad Harris und Horst Frank waren als Darsteller wieder mit von der Partie, ebenso Hartwigs damalige Frau Dorothee Parker, für die es der letzte Leinwandauftritt werden sollte. Mit Mario Adorf, Marianne Hoppe, Dieter Borsche und Ralf Wolter engagierte man Darsteller, die bereits in Karl-May-Filmen mitgewirkt hatten. Außerdem waren Thomas Alder und Josef Egger dabei. Egger spielte zuvor in Sergio Leones "Für eine Handvoll Dollar" mit, der aber noch nicht in den Kinos angelaufen war.
Der Roman von Gerstäcker wurde gründlich überarbeitet und die Story des Films hat nur noch wenig damit zu tun. Die Dreharbeiten fanden in den Prager Barrandov-Studios statt. Dort war vorher bereits Hartwigs Krimi "Das Geheimnis der chinesischen Nelke" hergestellt worden. Dazu hatte Constantin folgende Meldung veröffentlicht:
"Die Möglichkeit, in den staatlichen Studios Barrandov zu produzieren, ist neu und wäre noch vor kurzem nicht möglich gewesen. Constantin unterhielt seit längerer Zeit gute filmwirtschaftliche Beziehungen zu "Ceskolovensky Filmexport". Durch diese Kontakte eröffnete sich jetzt die Möglichkeit, im 2. Halbjahr 1964 3 Constantin-Filme in den Prager Ateliers herzustellem."

Die Außenaufnahmen fanden "in den schönen Landschaften Böhmens" statt. Neben einer großen Reiter-Komparserie, stammten auch viele Klein- und Nebendarsteller aus der "Tschechoslowakei", allen voran Olly Schoberova, die bereits in der "Chinesischen Nelke" mitwirkte und seitdem mit Brad Harris liiert war. Für die Musik war Heinz Gietz zuständig. Das Haupthema erschien mit dem Titel "Viel Gold und keine Freunde" als Single. Interpret war der auf Westernsongs abonnierte Ralf Paulsen. Den Score der italienischen Fassung komponierte Francesco de Masí. Regisseur Paul Martin, der als Fachmann für Musik- und Unterhaltungsfilme galt, inszenierte hiermit seinen ersten Western. Als Regie-Assistent fungierte Eberhard Schroeder, der sich später als Erotik-Filmer etablierte. Die Action-Regie lag in den Händen des Italieners Alberto Cardone.

Dank des hohen Budgets hat der Film neben dem Aufgebot bekannter Darsteller auch viele aufwändige Massenszenen und eine Menge Action zu bieten. Es gibt eindrucksvolle Stunts und pyrotechnische Effekte. Inhaltsmäßig und in der Zeichnung der Protagonisten folgt er allerdings den üblichen Schablonen und bleibt in Oberflächlichkeiten stecken. Dadurch hebt er sich kaum von herkömmlicher Durchschnittsware ab, obgleich er durchgängig annehmbare Unterhaltung bietet. Aber für ein jugendliches Publikum bot er damals ganz sicher ein aufregendes Kino-Erlebnis.

In den Erstaufführungstheatern lief der Film mit gutem Erfolg und erfreute sich als als gängige Kinoware einer regen Nachfrage bei den Lichtspieltheater-Besitzern, so dass von Constantin alle Abspielmöglichkeiten ausgeschöpft werden konnten, was sich dann natürlich negativ auf die Film-Echo-Note auswirkte. War die Erstnote noch eine ordentliche 3,3 - so stand am Ende eine 4,3 zu Buche, bei immerhin stolzen 58 Meldungen.

Auszug aus einer zeitgenössischen Kritik:

"Diesmal wurde unweit von Prag an der Moldau gedreht. Doch wenn 300 "Mescalero-Indianer" mit ihren Pferden über die böhmische Prärie donnern, erzittert die CinemaScope-Leinwand in bester Karl-May-Manier. Kameramann Jan Stallich ist ein ausgezeichneter Handwerker, der die zahllosen Überfälle und Schießereien mit Verve ins Bild gesetzt hat."

Was das Vergnügen am Film aus heutiger Sicht ein wenig trübt, ist die Tatsache, dass sich Horst Frank, Mario Adorf und Ralf Wolter nicht selbst synchronisiert haben.

Synchronsprecher:

Brad Harris .... Heinz Engelmann
Horst Frank .... Helmo Kindermann
Mario Adorf .... Rainer Brandt
Ralf Wolter .... Gerd Vespermann

Giacco Offline



Beiträge: 1.394

09.03.2017 16:27
#34 RE: Der letzte Ritt nach Santa Cruz Zitat · antworten

100 FÄUSTE UND EIN VATERUNSER

Regie: Mario Siciliano - Prod.: Lisa-Film (München)/Metheus (Rom) - FSK:12 - Verleih: Gloria
Darsteller: Ron Ely, Alberto dell´Aqua, Uschi Glas, Angelica Ott, Ezio Morano, Stelio Candelli, Dan van Husen, Lars Bloch

Wegen einer vermeintlichen Goldader will der Bandenchef Lupo die Siedler des kleinen Westernstädtchens Moonsville durch nächtlichen Geisterspuk von ihrem Grund und Boden vertreiben. Da tauchen die beiden schlitzohrigen Gauner Salto und Mortale auf und durchkreuzen seine Pläne.



Der Erfolg der Trinity-Filme mit dem Duo Terence Hill & Bud Spencer löste eine Welle von Western-Komödien aus, wobei statt einer Komödie nicht selten eine Klamotte dabei herauskam. Und auch "100 Fäuste und ein Vaterunser" hat außer billigem Klamauk und albernen Plattheiten nicht viel zu bieten. Es gibt Prügeleien und Keilereien (mal in Unterhosen, mal im kurzen Schottenröckchen), Tortenschlachten, vertrottelte Banditen, einen Gangsterboss, der sächsisch spricht usw. Erwähnenswert sind allenfalls die akrobatischen Leistungen des italienischen Darstellers Alberto dell´Aqua. Er war zugleich ein erfahrener Stuntman und hatte sich für den internationalen Markt den Namen "Robert Widmark" zugelegt. Hier spielt er den "Salto", dessen Partner "Mortale", der als Priester verkleidet ist, vom Amerikaner Ron Ely dargestellt wird, der sich damals als TV-Tarzan vor allem in Deutschland große Popularität erworben hatte. Als Sieger der BRAVO-Otto-Wahl wurde er mit einer goldenen Trophäe ausgezeichnet. Uschi Glas als junge Witwe und Angelica Ott sind in den weiblichen Hauptrollen zu sehen. So wie die beiden kommt auch Dan van Husen ursprünglich aus Deutschland, begann seine Filmkarriere allerdings in Italien.

Die Dreharbeiten fanden im August/September 1972 in den Elios-Studios in Rom statt, mit Außenaufnahmen in der Region Lazio. Regisseur Mario Siciliano, zugleich Chef der Metheus-Film, hatte bereits 1966 gemeinsam mit Karl Spiehs Lisa-Film den erfolgreichen Italowestern "Sartana" produziert, bei dem er aber nicht Regie führte. Ohnehin arbeitete Metheus-Film vor allem in den 1960er Jahren oft mit deutschen Produktions-Partnern zusammen.
"Hundert Fäuste und ein Vaterunser" kam im Dezember 1972 in die Kinos. Die Laufzeit der deutschen Fassung war auf 81 Minuten zurecht gestutzt worden und die Original-Musik wurde teilweise durch den damals aktuellen Instrumentalhit "Popcorn" ersetzt.

Giacco Offline



Beiträge: 1.394

12.03.2017 17:17
#35 RE: Der letzte Ritt nach Santa Cruz Zitat · antworten

DIE SCHWARZEN ADLER VON SANTA FÈ

Regie: Ernst Hofbauer - Prod.: Constantin / Rapid/ Metheus / SNC - Deutsche Erstauff.: 12.3.1965 - FSK 12 - V: Constantin
Darsteller: Brad Harris, Horst Frank, Joachim Hansen, Werner Peters, Helga Sommerfeld, Pinkas Braun,Tony Kendall, Olly Schoberova, Josef Egger, Edith Hancke, Ennio Girolami, Serge Marquand

Um sich den Besitz von Erdölvorkommen zu sichern, setzt der skrupellose Rancher Morton alles daran, zwischen den weißen Siedlern und den seit Jahren friedlichen Komantschen eine blutige Fehde zu entfachen. Zu diesem Zweck lässt er von seinen eigenen Leuten, die als Soldaten des nahegelegenen Forts Eaglerock verkleidet sind, grundlos ein paar Indianer töten. Komantschen-Häuptling "Schwarzer Adler" kennt nur noch ein Ziel: Vergeltung.



"Die schwarzen Adler von Santa Fé" war der dritte Constantin-Film, der 1964 in den Prager Barrandov-Studios entstand. Wie beim Vorgänger "Die Goldsucher von Arkansas", waren neben Wolf Hartwigs Rapid-Film auch wieder Metheus-Film (Rom) und SNC (Paris) an der Produktion beteiligt. Die Außenaufnahmen fanden diesmal jedoch in Spanien statt.
Auch dieser "Euro-Western" ist wieder mal nach dem üblichen Schema konzipiert, wobei man sich immerhin um eine nicht ganz so oberflächliche Skizzierung der Figuren bemühte. Die ansprechende Ausstattung, die gekonnt ins Bild gesetzten Schauplätze und die insgesamt guten Leistungen der Darsteller halten die Story bis zum Schluß auf einem unterhaltsamen Level. Für die passende musikalische Untermalung sorgt diesmal Gert Wilden. Eher störend ist der Auftritt des Sängers "Ronny", der den Schlager "Kenn´ein Land" präsentiert. Als Regisseur feiert Ernst Hofbauer seine Western-Premiere, unterstützt von Alberto Cardone, der wieder für die Action-Regie zuständig ist.



Die Hauptrolle ging erneut an Brad Harris. Als ein aus Washington beauftragter Spezialist versucht er undercover den Grund für den Bruch des Friedensabkommens seitens der Indianer herauszufinden. Joachim Hansen ist als Captain Jackson der Kommandant von Fort Eagle, Werner Peters der besitzgierige Rancher Morton. Pinkas Braun gehört zu den rücksichtslosen Handlangern Mortons und hat ein Auge auf dessen Tochter Cora geworfen, dargestellt von Helga Sommerfeld. Tony Kendall erinnert als Häuptling von der Optik her ein wenig an den edlen Winnetou und Horst Frank trägt als unerschrockener Journalist Blade Carpenter zur Aufdeckung von Mortons falschem Spiel bei.

Im März 1965 starte Constantin gleich drei Westernfilme aus eigener Produktion direkt nacheinander: Am 5.3. "Für eine Handvoll Dollar", am 19.3. "Sie nannten ihn Gringo" und genau dazwischen am 12.3. "Die schwarzen Adler von Santa Fé". Diese etwas unglückliche Veröffentlichungs-Planung war möglicherweise ein Grund dafür, dass die Erstnote der "Adler" mit 3,9 nur knapp über dem Durschnitt lag. Immerhin zeigte die Endnote 3,7 (bei 27 Meldungen) eine leichte Verbesserung.



Auszug aus einer zeitgenössischen Kritik:

"Das neue Produkt der deutsch-europäischen Westernwelle bietet eine Geschichte, die sich um psychologische Vertiefung der wichtigsten Rollen bemüht, einige logische Luftsprünge vollführt und bis zum großen Massen-Showdown Spannung mit Komik zu vereinbaren sucht. Hans Jura an der Kamera ist auf stimmungsvolle Bildwirkung bedacht. Das Darstellergespann Horst Frank und Brad Harris hat wieder die Hauptlast an rollengemäßer initiative, Schlagkraft und Kombinationsgabe, nebst der gehörigen Portion Selbstlosigkeit und Edelmut zu tragen. Beiden begegnet man hier gern wieder, denn ihre immer eine Handbreit von der zu spielenden Figur distanzierten Aktion ist präzise und locker. Joachim Hansen trägt korrekt die Uniform des US-Kavallerie-Offiziers, während Werner Peters und Pinkas Braun die Variation ihrer bekannten Bösewichter-Interpretationen bieten."

Synchronsprecher:

Brad Harris .... Heinz Engelmann
Werner Peters .. Werner Lieven
Joachim Hansen . Dietmar Schönherr
Tony Kendall ... Christian Marschall
Pinkas Braun und Horst Frank sprechen sich selbst.

Giacco Offline



Beiträge: 1.394

21.03.2017 15:02
#36 RE: Der letzte Ritt nach Santa Cruz Zitat · antworten

DER SCHREI DER SCHWARZEN WÖLFE

Regie: Harald Reinl - Prod.: Lisa-Film, München - Deutsche Erstaufführung: 5.10.1972 - FSK 12 - Verleih: Constantin

Darsteller: Ron Ely, Raimund Harmstorf, Gila von Weitershausen, Arthur Brauss, Carl Lange, Angelica Ott, Heinrich Schweiger, Hans Terofal, Catharina Conti, Alexander Grill, Dan van Husen, Toni Berger, Günther Clemens, Jean-Claude Hoffmann

Der Pelztierjäger Bill Robin, der einsam in der Bergwildnis Alaskas lebt, wird irrtümlich des Mordes an einem Goldsucher verdächtigt. Der Revolverheld Jack Harper lässt sich von der Schwester des Getöteten, die 3000 Dollar auf den Kopf von Bill Robin ausgesetzt hat, anheuern und begibt sich auf die Suche nach dem vermeintlichen Täter.



Im Dezember 1971 strahlte das ZDF die TV-Verfilmung des Jack-London-Romans "Der Seewolf" aus. Der Vierteiler mit Raimund Harmstorf in der Titelrolle, war ein großer Publikumserfolg. Constantin-Film entschloss sich daraufhin, Jack-London-Stoffe auch auf die Kinoleinwand zu bringen. Die Produktion übernahm Karl Spiehs mit seiner Lisa-Film. Als Regisseur war Rolf Olsen vorgesehen. Nach dessen Idee schrieb Kurt Nachmann ein Drehbuch, das auf Motiven von Jack Londons Roman "Der Sohn des Wolfs" basierte. Klar war von vornherein, dass "Seewolf" Raimund Harmstorf eine Hauptrolle bekommen sollte. Ein besonderer Coup gelang Karl Spiehs mit der Verpflichtung des Amerikaners Ron Ely. Das ZDF hatte 1971 fast 50 Folgen einer US-Serie gezeigt, in der er den Dschungelhelden Tarzan verkörperte. Mit der Regie wurde letztendlich der Winnetou-Regisseur Harald Reinl beauftragt. Angeblich soll Constantin-Inhaber Barthels darauf bestanden haben. Andere Quellen behauptet, mit Olsen hätte es Unstimmigkeiten wegen der Besetzung gegeben.
Die Dreharbeiten fanden im Mai/Juni 1972 in den österreichischen Bergen statt, die als Alaska-Kulisse dienten. Gedreht wurde u.a. in St. Jakob im Defereggental. Außerdem hatte Spiehs, so erzählt es Arthur Brauss, nahe von Mittensill eine Art Westerndorf bauen lassen. Kameramann Franz X. Lederle gelang es, die grandiosen Bergkulissen optimal ins Bild zu setzen. "Cinema" meinte, die Optik des Films erinnere an die Karl-May-Epen. Die Musik von Gerhard Heinz verbreitet zwischendurch auch mal ein wenig Italowestern-Flair.



Den zu Unrecht des Mordes bezichtigten Pelztierjäger spielt Ron Ely. Raimund Harmstorf als Abenteurer und Revolverheld Jack Harper ist zunächst sein Widersacher. Gila von Weitershausen als Schwester des Ermordeten und Angelic Ott sind die Vertreterinnen der attraktiven Weiblichkeit inmitten der rauhen Männerwelt des Goldgräberdorfs, das von Arthur Brauss als Bandenchef "Tornado Kid" terrorisiert wird. Den Saloon-Chef, der nur auf seinen Vorteil bedacht ist, stellt Heinrich Schweiger dar.

Der Constantin-Verleih schlug kräftig die Werbetrommel:

Zum ersten Mal zusammen in einem Film: "Tarzan" Ron Ely und "Seewolf" Raimund Harmstorf.
Zwischen hungrigen Wölfen, Glücksrittern und Galgenvögeln kämpfen sich zwei Männer durch tausend Gefahren.


Schon vor dem Kinostart veröffentlichte die Programmzeitschrift "Bild + Funk" einen Foto-Roman in 8 Folgen.

Der Film erwies sich damals als geschäftlicher Erfolg und so kündigte die Constantin für 1973 schon ein Nachfolgeprojekt an:"Jack London: Der einsame Jäger" wieder mit Ron Ely und Raimund Harmstorf. Als weitere Darsteller waren Christiane Krüger und Roberto Blanco aufgeführt. Da sich aber Ron Ely währen der Dreharbeiten zu "100 Fäuste und ein Vaterunser", der im Anschluß an die "Schwarzen Wölfe" gedreht wurde, mit Produzent Spiehs zerstritten hatte und jede weitere Zusammenarbeit mit ihm ablehnte, musste man das geplante Vorhaben aufgeben. Stattdessen drehte man mit anderer Besetzung aber wieder mit Harald Reinl als Regisseur den ebenfalls in Alaska angesiedelten Abenteuerfilm "Die Todesadler der silbernen Berge" der dann zum Kinostart den Titel "Die blutigen Geier von Alaska" erhielt. An den Erfolg des Vorgängers konnte er jedoch nicht anknüpfen.

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