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Dieses Thema hat 73 Antworten
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 Film- und Fernsehklassiker national
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Georg Offline




Beiträge: 3.067

11.02.2010 19:17
#16 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Zitat
Ich war erstaunt, dass Jürgen Goslar diese Episode inszeniert hat, ist er doch sonst ein Meister der temporeichen Regie.



Wie gesagt: ich finde "Puppe für Klein-Helga" durchaus temporeich, im zweiten Teil nur noch mehr. Ansonsten finde ich, dass sich die Ereignisse wie eine Achterbahnfahrt überschlagen.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.586

11.02.2010 19:26
#17 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Das Drehbuch ist vielleicht etwas zu verspielt. Auch in Episode 11 gibt es einige Szenen, die man als Füller sehen könnte (das Anbringen des Briefes in einem Wrack auf dem Autofriedhof, die Gespräche der Agenten), doch hier stören sie mich weniger.

Georg Offline




Beiträge: 3.067

11.02.2010 19:31
#18 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Kann schon sein, dass man die Handlung etwas ausbaute, um Zeit zu gewinnen und den Film dadurch auf 60 Minuten zu trimmen. Der Autor Stefan Gommermann ist mir übrigens bei all seinen Krimiserien-Werken (ob Wanninger, Kriminalmuseum, Kleiner Doktor oder Nachtkurier) relativ "neutral" in Erinnerung, d.h. nicht schlecht aber auch nicht wirklich hervorstechend. "Puppe für Helga" gefiel mir eben am Besten.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.586

11.02.2010 19:32
#19 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Könntest Du spontan sagen, welche der Episoden der ersten Staffel Dir am besten gefallen hat?

Jan Offline




Beiträge: 1.448

11.02.2010 19:34
#20 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Zitat von Georg

Interessant, die unterschiedlichen Sichtweisen zu dieser Folge.


Ja, da bin ich aber auch verwundert. "Klein Helgas Puppe" war mir gerade wegen der flotten Regie (und natürlich wegen des exzellenten Hanns Lothar) in Erinnerung geblieben. Dass das Buch die Serie etwas weiter in Richtung lockere Unterhaltung gerückt hat, empfand ich durchaus als Bereicherung. Der Vergleich zu Peter Alexander passt wirklich gut, zumal Hanns Lothar ihm in nichts nachsteht!

Gruß
Jan

Georg Offline




Beiträge: 3.067

11.02.2010 19:42
#21 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Zitat
Könntest Du spontan sagen, welche der Episoden der ersten Staffel Dir am besten gefallen hat?



Du meinst wahrscheinlich die erste Straßenfeger-Staffel.
Dazu muss ich sagen, dass ich nicht alle Filme gleich gut in Erinnerung habe. "Tivoli" habe z.B. zuletzt ca. 2002 gesehen.
Ich hätte aber wohl "Die Puppe" spontan genannt ;-)

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.586

11.02.2010 19:48
#22 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Ich werde nach Ansicht aller 12 Folgen der ersten Box eine abschließende Punktewertung vergeben.

Jack_the_Ripper Offline




Beiträge: 388

11.02.2010 20:43
#23 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Von den Kolonne-Folgen der ersten Straßenfeger-Box bieten vor allem noch TREFFPUNKT WIEN,
LIBELLE BITTE KOMMEN und BLUMEN FÜR ZIMMER 19 spannende Krimiunterhaltung, bei ZWIELICHT
handelt es sich mehr um ein bitteres Drama um Liebe und Verrat, TIVOLI gerät etwas zur Inge
Meysel-Show, die mal wieder als "Mutter der Nation" in Aktion treten darf, allerdings für
mich eher im negativen, weil nervigen Sinn. DER GAST hab ich auch etwas zwiespältig in
Erinnerung, interessante Story, allerdings in der Besetzung etwas unglaubwürdig.

Georg Offline




Beiträge: 3.067

11.02.2010 21:19
#24 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Stimmt, "Der Gast" habe ich auch noch recht spannend - zumindest von der Story her - in Erinnerung.

Jan Offline




Beiträge: 1.448

11.02.2010 22:10
#25 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Bei "Der Gast" (1964, B: Matray/Krüger, R: Becker) ist Heinz Engelmann als Vater des kleinen Sascha Hehn natürlich grenzwertig. Großvater hätte es vermutlich besser getroffen, obgleich Engelmann damals erst 53 Jahre alt war. Sein Auftreten kam mir aber stets etwas altväterlich vor, was sich eben auch in der Rolle des Herrn Görner niederschlägt.

Davon aber mal abgesehen bezieht diese Folge, inszeniert vom Meister Wolfgang Becker, ein wahnsinniges Spannungspotential aus der Beziehung der alten Freunde und dem schlussendlich missbrauchten Vertrauen der zwar spießigen - aber doch gutherzigen Görners. Koschitz' (auch sehr gut: Horst Niendorf) Absichten sind ja durchaus nicht unbedingt integer! Das Autoren-Gespann Matray/Krüger, das mich selbst nicht immer überzeugte, hat hier aber ein schönes Stück abgeliefert, für das sie sich keinen besseren Regisseur hätten wünschen können.

Zum Ende hin wird's dann auch nochmal richtig laut. Vielleicht im Vergleich zum Rest der Episode etwas sehr dramatisch aber als Gegenpol zum ansonsten eher kammerspielartig daherkommenden Film ein gutes Gegengewicht.

4 von 5 Punkte

Gruß
Jan

Georg Offline




Beiträge: 3.067

14.02.2010 11:35
#26 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Zitat
"Schattenspiel" (Episode 04/Erstsendung am 27. Februar 1964) Laufzeit: 59 Minuten



Habe mir die Episode heute auch mal wieder angesehen und war positiv überrascht. Hatte sie schlechter in Erinnerung. Eva Pflug ist ja ohnehin stets für gute Rollen bekannt, hier spielt sie mal das Opfer und nicht die Gangsterin (Percy Listers Bezeichung "in Topform" trifft es). Gute Besetzung der Rollen, Goslar versteht es gekonnt, die Rolle von Reinhard Glemnitz und dem Hausmädchen bis zum Schluss verdeckt zu halten, auch wenn man sich dann natürlich in der Hotelzimmerszene schon denken kann, dass er von der Abwehr ist. Positiv ist mir auch der wohldosierte Einsatz der Musik aufgefallen.
Hatte diese Episode etwas vor mir hergeschoben, weil als Autorenteam Answald Krüger und Maria Matray verpflichtet waren, deren Bücher in meinen Augen häufig etwas langatmig sind. Diesmal war ich jedoch - wie gesagt - positiv überrascht, dürfte auch an der gewohnt guten Goslar-Regie liegen.

Georg Offline




Beiträge: 3.067

14.02.2010 15:34
#27 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Zitat
Bei "Der Gast" (1964, B: Matray/Krüger, R: Becker) ist Heinz Engelmann als Vater des kleinen Sascha Hehn natürlich grenzwertig. Großvater hätte es vermutlich besser getroffen, obgleich Engelmann damals erst 53 Jahre alt war. Sein Auftreten kam mir aber stets etwas altväterlich vor, was sich eben auch in der Rolle des Herrn Görner niederschlägt.

Davon aber mal abgesehen bezieht diese Folge, inszeniert vom Meister Wolfgang Becker, ein wahnsinniges Spannungspotential aus der Beziehung der alten Freunde und dem schlussendlich missbrauchten Vertrauen der zwar spießigen - aber doch gutherzigen Görners. Koschitz' (auch sehr gut: Horst Niendorf) Absichten sind ja durchaus nicht unbedingt integer! Das Autoren-Gespann Matray/Krüger, das mich selbst nicht immer überzeugte, hat hier aber ein schönes Stück abgeliefert, für das sie sich keinen besseren Regisseur hätten wünschen können



Kann Dir in allen Punkten zustimmen. Eine schöne Episode, die nur daran kränkelt, dass Heinz Engelmann wohl wegen seines Namens und nicht weil er die optimalste Besetzung war, genommen wurde. Er wirkt definitiv zu alt als Vater eines 8jährigen!

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.586

17.02.2010 19:58
#28 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

"Treffpunkt Wien" (Episode 07/Erstausstrahlung am 22. Oktober 1964) Laufzeit: 58 Minuten
Drehbuch: Erich Ebermayer, Regie: Jürgen Goslar
mit: Katinka Hoffmann, Hans Söhnker, Carl Lange, Karl Georg Saebisch, Reinhard Glemnitz, Erwin Strahl, Heinz Weiss, Alexander Hegarth u.a.

"Wenn dein Vaterland dich verrät, ist es nicht mehr dein Vaterland!" Dieses Argument bringt Katinka Hoffmann in ihrer Rolle als Tochter von Carl Lange vor, als dieser Bedenken äußert, alles aufzugeben, um nach Deutschland auszureisen. Hoffmann spielt eine junge Chemikerin, die fünf Sprachen spricht und vom östlichen Geheimdienst gezwungen wird, ihren im Westen lebenden Onkel zu erpressen. Sie meistert diese Rolle mit Energie und Tatkraft, wobei sie an die resolute Romy Schneider erinnert. Es fällt auf, dass es innerhalb der Serie viele starke, gut ausgebildete Frauen aus dem Osten gibt; ein Beispiel in der Realität bildet die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel, eine Physikerin aus Ostdeutschland. Es ist durchaus angenehm, in einer Fernsehserie der Sechziger Jahre Frauen in technischen und naturwissenschaftlichen Berufen zu sehen. Der Spannungsbogen spannt sich von der Strafanstalt, in der Generalmajor Urbanzik einsitzen muss, über die Reisen nach Wien und München bis zum spannenden Finale auf dem Wiener Flughafen. Die Situation wird diesmal nicht so eindeutig schwarz/weiß gemalt, wie Kritiker der Serie gerne anmerken, da für Spionage in Westdeutschland bis zu zehn Jahre Zuchthaus drohen. Nur durch ein Zusammenwirken von Opfern, Verfassungsschutz und Kriminalpolizei kann eine Lösung gefunden werden, die sowohl Gefängnis als auch Exekution abwendet. Präzise und ohne Füller läuft die Handlung ab und zeigt in wunderbaren Parallelmontagen, wie Urbanzik senior über die Tschechoslowakei nach Österreich reist, während seine Tochter keinen Fehler machen darf, da sie unter beidseitiger Beobachtung steht. Ein ungekünsteltes Ende löst die Anspannung beim Zuschauer, der sich mit den Beteiligten freut und dabei sogar über eine sich anbahnende Freundschaft zwischen Hoffmann und Glemnitz spekulieren darf. Sehr dezenter Musikeinsatz, punktgenaue Regie und engagierte Darsteller. Sehenswert.

Georg Offline




Beiträge: 3.067

19.02.2010 16:42
#29 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Diese Folge - gerade eben wiedergesehen - hatte ich nicht so stark in Erinnerung. Goslar hat hier ein Produkt abgeliefert, bei dem rundum alles stimmt: Spannung bis zur letzten Minute, eine hervorragende Besetzung, eine 1a-Geschichte und ein prima Soundtrack von Bert Grund ("Kommissar Freytag", "Isar 12", "Nachtkurier meldet"). Die Besetzung von K.G. Saebisch als polnischer Oberst mit Spitzbart ist geschickt gewählt, Hans Söhnker als Dr. Urban überzeugt und sogar Katinka Hoffmann, die ich in anderen Rollen nicht so mochte, hat mir diesmal gefallen.

Percy Lister Offline



Beiträge: 3.586

19.02.2010 19:51
#30 RE: Die fünfte Kolonne (1963-68, TV) Zitat · Antworten

Karl Georg Saebisch wirkt hier hintergründig böse, sehr dämonisch mit Zauselbart und harter Stimme. Man kennt ihn sonst vor allem aus gütigen Rollen (Monkford in "Die Bande des Schreckens", Inspector Parr in "Der rote Kreis" und als Kriminalkommissar in "Stahlnetz: Verbrannte Spuren"). Sehr schön, ihn auch einmal in einem anderen Licht betrachten zu können.

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